Balzverhalten / Zucht
Hat sich ein Pärchen gefunden , bleiben sie ein lebenlang einander treu . Sie sollte man nie voneinander trennen , da die Nymphis sehr darunter leiden und auch krank deswegen werden können ( dies kann bis zum Tod führen ) . Unser Pärchen macht fast alles gemeinsam . Süß ist zu beobachten , wenn sie sich gegenseitig kraulen .
Bevor es zur Kopulation kommt , wird erst einmal kräftig gebalzt . Das Männchen umtippelt sein Weibchen ( Tanz ) , dabei hat es leicht abgespreizte Flügel ( sieht mit Fantasie aus wie ein Herz ) . er beugt sich immer wieder vornüber beim Umtippeln. Manchmal wird der Schwanz gefächert . Nicht zu vergessen der Balzgesang , dieser ist unterschiedlich , zumindestens bei meinen , es wird einiges Gehörtes imitiert ).
Das Weibchen zeigt sich meist anfänglich teilnamslos , jedoch registriert sie es genau .
Wenn es paarungsbereit ist , setzt sie sich neben ihn und duckt sich flach ( meist kommen dabei leicht Piepgeräusche ) . Nun besteigt das Männchen sein Weibchen , krallt sich dabei mit beiden Füßen im Rückengefieder fest , um Halt zu haben . Für die Balance spreizt er seine Flügel . Die Kopulationen werden tägl. Immer öfters durchgeführt und nehmen ab sobald das erste Ei gelegt ist .

Brutablauf
Ab dem 2. gelegten Ei wird erst angefangen fest zu brüten . Bei Nymphensittichen wird gemeinsam gebrütet und gefüttert. Späten Nachmittag bis zum Morgen brütet die Henne , die restliche Zeit der Hahn . Jedoch ist es am Tag bei manchen unterschiedlich , meine wechseln sich am Tag öfters ab um zu Fressen und Saufen.
Nach ca. 18-20 Tagen schlüpft das erste Küken ( dies ist nicht größer wie ein kleiner Finger ), kurze Zeit später ( bei mir meist am nächsten Tag des ersten Schlupf ) schlüpft das zweite Küken . In den nächsten 2-4 Tagen dann die anderen .Bevor es überhaupt schlüpft hört man leise Piesgeräusche aus dem Ei , die immer intensiver werden . Ab dem ca. 24-25 Tag erscheinen die Küken am Brutkastenloch und neugierig wie sie sind wird schon nach allem Ausschau gehalten .“Flugübungen“ werden im Brutkasten geübt und schon mal Versuche aus dem Loch zukommen . Nach etwa 32-33 Tagen verlassen die Küken den Brutkasten . Die ersten Flüge sind noch sehr tollpatschig , aber nach 2-3 Tagen ist dann fast alles perfekt.Sie werden aber immer noch weitergefüttert , bis ca. zum 45. Tag da können sie allein fressen ( die Eltern werden aber weiterhin angebettelt – manchmal noch mit Erfolg ). Mit ca. 50 Tagen beginnen evtl. Männchen einem balzähnlichen Gesang , wogegen die Weibchen eher ruhig sind .

Zur Beachtung !
Für die Zucht von Sittichen / Papageien ist eine Zuchterlaubnis nach §17g des Tierseuchengesetzes notwendig . Dieses kann man beim Veterinäramt beantragen . Man wird nach einigem Grundwissen befragt , sowie Gesetzgebungen ( Psittakose ) , man muß die notwendigen Unterkünfte haben etc. . Sollte nun ein Pärchen Eier legen und sie haben keine Zuchterlaubnis , müssen alle Eier durch Kunsteier getauscht werden . Das reine Entfernen der Eier würde die Henne zu neuem Legen veranlassen . Das kann zum Tode führen durch Erschöpfung – Legenot - !