Der Schüttelreim ist eine Reimform, bei der die Anfangskonsonanten der letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht werden. Er stellt somit eine Sonderform des Doppelreims (die letzten beiden betonten Silben jeder Zeile reimen sich) dar.
Beispiel:
Eine weitere Steigerung erfährt der Schüttelreim, wenn neben den Konsonanten auch noch die Vokale der letzten beiden Silben getauscht werden.
Beispiele:
aus: Wendelin Überzwerch (Herausg.) "Aus dem Ärmel geschüttelt", Deutscher Bücherbund, o.J.
Zwei der kürzesten deutschen Schüttelreime lauten:
und
Schüttelreime sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt und waren damals noch eine ernstzunehmende Gedichtform. Seit dem 19. Jahrhundert werden Schüttelreime hauptsächlich für vergnügliche Zweizeiler, oft mit anzüglichem Inhalt verwendet.
Es gibt jedoch auch ganze Bücher in Schüttelreimform, z.B. Versionen von Goethes Faust oder einen Opernführer.
Meine eigenen Schüttelreime (ab Mai 2005):
Schüttelreime (ab 15.05.2005)
Klasse Spiel! (08.07.2006)
Schüttelreimgedicht
Foto: ZDF
Als Kommentar zum Spiel um Platz 3 der Fußball-WM
2006
Hab’ nie geglaubt, der Basti würd’ auf Schweine
steigen;
Sein
Tordrang ließ die Porto-Fans wie Steine schweigen.
Und damit konnte er den
Portugiesen zeigen,
Wie hoch sie hängen, die präzisen Geigen!
Ricardo* war nicht schlecht, doch glich er
Zitterpappeln,
Sah er schon wieder hinter sich den „Pitter“
zappeln.
Ach
nein, es heißt ja richtig „Teamgeist“ das Gerät,
Das – richtig angeschnitten –
sich ganz rasend dreht.
Die Mannschaft war erfüllt von dieses Balles
Geist.
War schön,
zu sehen, wie der Portugal
zerbeißt…
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* der portugiesische Torwart; das Spiel endete 3 : 1 für Deutschland
Türklingelassoziation (04.06.2006)

Wenn an der Tür sein Mädel schellt,
der Klang dem dümmsten Schädel meldt:
Gleich gibt es Grund, um froh zu sein.
Romantisch ist es, so zu frein.
Sie wäre sicher nicht nie gekommen…
– Hätt’ sie doch nur den Key genommen!
Ich brauchte jetzt nicht mehr hinunter,
wär’ wie ein Aktionär so munter,
der seinen Weg sieht mal geteert,
weil sich sein Kapital vermehrt.
Retrospektive (03.06.2006)
„Warum gibt’s keinen schwarzen Wein?“ –
So fragt doch nur ein Warzenschwein.
Der Mensch ist da wohl sicher schlauer.
Nur manchmal, hm, da schlich er sauer,
durchs Schwarze wie ein Aal verwirrt,
weil er sich bei der Wahl geirrt.
Nachtwunsch (03.06.2006)
Was ich nicht sehen möchte (Foto: katermikesch.de)
Wenn ich nur grüne Männchen seh’
und auch noch wie ein Sennchen mäh’,
dann wär’ ich lieber Lattensäge,
die tief im Schlaf, ’nem satten, läge.
Bache* im Moor (03.06.2006)
Die „Heldin“ (Foto: natur-lexikon.com)
Manches ist im Moor ja faul,
wenn es schwappt so vor das Maul.
Doch für’n Schwein mit Schüttelrüssel**
ist es nur ’ne Rüttelschüssel.
Und es suhlt sich voll Erregung,
denn bei seiner Rollbefäh’gung
kann es sich ganz leicht verrenken,
bis es ihm dann reicht, sich lenken.
Manchmal schläft es drüber ein,
träumt was Schönes überdrein:
von dem Schnauz-an-Wange-Keiler,
der gewiss kein Langeweiler…
* weibliches Wildschwein
** das Wort verdanke ich Urbinia
Verhaltenskodex (03.06.2006)
Üb immer Treu und Redlichkeit
und stets bereu’ die Tätlichkeit,
sobald du solche hast begangen.
Mit Schande ist manch Gast behangen,
der dabei viel zu träg’ gewesen.
Beizeiten dies erwäg’ am Tresen!
Gewisse Damen (03.06.2006)
Wie ’n Fußtritt die Agamen* dellt,
wirkt bei „gewissen Damen“ Geld.
Kassieren nämlich die’s vorm Tun,
ist’s gleich, wenn du von Teas wirst duhn**.
Die sich gefällig schmücken,
tun’s, weil sie schmählich f…
Drum sollte man(n) beizeiten
den schärfsten Zahn vermeiden.
* tropische Echsen der Alten Welt und Australiens
** norddeutsch für „erschöpft, betrunken“
Halbherziger
Entschuldigungsversuch
(23.05.2006)
Ich wusste nicht, dass
du Susanne heißt.
Ich glaubte, dass du wohl die Hanne seist.
So geht es mir leider
andauernd bei Namen.
Ich könnte auch sagen: genauer – bei Damen.
Ich hoff’ nur, mein
Irrtum fällt nicht aus dem Rahmen,
nur wieder ein
„Unfallbericht“ aus dem Namen.
So oder so
(22.05.2006)
Manche haben gerne
Feste,
andre lieber ferne Gäste:
Besser gleich galant
vermeiden
als ein Fest charmant erleiden!
Solche sind dann gleich
entzückt,
wenn ihr Abwehrzeichen
glückt.
Zwangsvorstellung (22.05.2006)
Aida, (Foto: Columbia Artists, New York)
Wenn Bush einmal anhört den Chor von „Aida“,
dann klingt er gewiss seinem Ohr wie al Qaida.
Dass bald seine Leut’ – hofft er sehr – die da fingen,
obwohl schlicht die Sänger nur Verdi da
singen.
Aria chiara ovvero canzone corsara¹
(15.11.2005)
Meist sind die
Klaren fein,
wenn die Gefahren
klein,
dass der Promille
Wert
sich ohne Willen
mehrt
und bald den Wert
erklettert,
wo’n „Aufgeklärter“
wettert.
Jetzt kipp’ ich
reinen Ouzo
und bild’ mir ein,
Caruso
hab’ nicht so klar
gesungen,
wie ich Korsar
geklungen.
Nur Bildungssatten
„wrong“
ist mein
Piratensong.
¹ italienisch; deutsch eigentlich: „Klare
Luft...“,
aber hier: „Klare Arie oder Piratenlied“
Menüwunsch
(11.11.2005)
Wíllst du mir
wírklich gánz Opuléntes gében,
spíel einfach dóch
mal íntelligéntes Lében!
Zum Metrum: Bei diesem Schüttelreimvers
wechseln sich Tochäen (Faller) mit Daktylen (Doppelfallern) ab. Zur
Betonungsvereinfachung sind die betonten Silben mit Akzenten versehen.
Ziegenweisheit
(02.11.2005)
Die Ziege braucht den
Leckstein.
Dann kommt sie übers
Stecklein.
Doch aufgepasst, falls alle,
erweist sich das als Falle!
Nur, kann am Stein sie
lecken,
schafft auch allein sie
Stecken.
An Gedankensammler
Wo Ideen ganz gelassen nisten,
entstehen oft nur Massen Listen.
Meinen Lesern
Ich bin doch gar kein richt’ger Dichter;
Drum lasst mich aus, ihr Dichterrichter!
Ein Dichter bin ich schließlich nicht.
Mein Schrieb bleibt ungenießlich schlicht,
weil ich nicht aus dem Triebe schreibe,
nur handwerklich den Schrieb betreibe.
Und ist’s zu ungewohnt beim Lesen,
denkt, dass ich schlecht entlohnt gewesen,
mir meinen kleinen Scheiß an Gabe
doch mühsam aus dem Geist nur schabe.
Dichtung und Umfang
Ich lobe mir die schlanken Dichter,
sind sie doch oft Gedankenschlichter.
Nach einer vorschnellen Äußerung
O du Gedanke, meine Lust,
du hättest an die Lein’ gemusst!
Den Humorlosen
O Leute, seid doch nur dem Scherz geneigt
und hüllt euch nicht in Nerz und schweigt!
An Pegasus
Hab ich einmal beim Wein Gedanken,
kommt oft der Anspruch dein ins Wanken.
Meinen Kindern
Ein Wort an alle meine Kinder:
Ich lieb’ euch alle, keine minder.
Von allen, die sich Wahlen stellen,
gilt nicht, dass sie schon stahlen Wellen.
An Anti-Mathematiker
Die sich mit Mut der Welt der Zahlen stellen,
die stählen - niemals „stahlen“ – Zellen,
die kleinen grauen, siehe oben, Hirn,
die manchmal, wenn wir einen hoben, irr’n.
An das kV-Publikum
Wer bei kV im Glanz der Lichter nistet,
man selten den als ‘nen Vernichter listet.
Fazit
Gar mancher ist ein netter Wicht,
den schrecken alle Wetter nicht.
Doch weil er selten auch noch helle,
fehlt öfters mal ein Hauch, ‘ne Elle.
An alle Sinnsucher
Wenn Sinn sich gar nicht fassen lässt,
dann stelle ich gelassen fest:
Im Dunkeln lässt sich feiner munkeln,
die Gags da auch gemeiner funkeln.
Und eines ist bestimmt ganz klar:
Den höchsten Punkt erklimmt der Star.
Wer dennoch meint, er müss’ das Beste finden,
der soll sich nur getrost ans Feste binden.
Richter und Dichter als Schlichter
Meist ist ein ganz gerechter Schlichter
viel besser als ein schlechter Richter.
Jedoch ein wirklich schlauer Dichter
Versteht sich nicht als Dauerschlichter.
Wer raubkopiert mein Werk in einem Kleinverlag,
muss wissen, dass ich jedes Räuberlein verklag.
Macht aber das gekonnt ein Weltkonzern,
dem werd’ ich nicht der Nachsicht Zelt verwehr’n.
Fröhlicher Verführer
Erst war er ganz romantisch-bieder,
bis auf er schließlich band ihr Mieder.
So lagen sie am Teich en Weilchen,
dann spielte er an weichen Teilchen.
Am Schluss war ganz galant er wieder
Und sang noch frohe Wanderlieder.
Thusnelda forderte im Bett ’ne lange Pause,
dass sie zuerst einmal den Schopf dem Punke lause.
Kirschen in Nachbars Garten
Wen Maschendräht’ als Flanken schrecken
und scheut, dass seine Zang’ im Licht,
der üb’ getrost nur lang Verzicht,
dann kriegt er vor den Schranken Flecken.
Anteilnahme
Die Gaffer oft die Neugiernasen recken,
wenn sich die frisch Vermählten auf dem Rasen necken.
Tischetikette
Am Ende fand das richtige Besteck er zwar,
doch wusst’ er nicht zu welchem Zweck, der Star.
Nach etwas viel Übermut
Meine Nina, sagst so manchen schönen Satz,
weißt mich damit schnellstens zu versöhnen, Schatz.
Wenn wir genau das Wahre klären,
dann kann — vielleicht — das Klare währen.
Wer aber stets nur Keckes lehrt,
wird durch das nächste Leck gekehrt.
Wie sollte auch ’nen Schatz er kreißen?
Kann letztlich doch nur kratzen, scheißen!
Wie eine Kuh, die fraß vom Gras
und wiederkäuend Gras noch fraß.
Noch ihrem breiig, neck’schen Kote
fehlt nicht die stinkig-kecke Note.
Wem’s in der Schuhe Schrein geschwappt,
der glaubt, er sei vom Schwein geschrappt.
Das muss dem Denker doch, dem wahren klar sein:
Im Zweifelsfalle wird das Klare wahr sein!
Sagenhafte Biologie
Saugen macht die Zecken runder,
Siegfried gab den Recken Zunder.
Was die zwei ganz schwach verbindet,
ist was, das im Bach verschwindet.
Nur durch reiches Schütteln
Kann kein Scheich dran rütteln.
Zukunftspädagogik
In naher Zukunft mag man
mit Sensoren lehren.
Ob die nicht Seelen ver-(so
ganz verloren)-zehren?
Heckendornen
Wenn hinter Hecken Dörnchen
picken,
gefährdet’s das, was
Pörnchen dicken.
Der Unterschied
Beim Schwein ist viel vom Wesen Speck.
Nach Abzug sind die Spesen weg.
Normalität an sich
Der Zackenbarsch als Mensch an sich, man kann sich keinen
backen.
Der tut, wie meist die andern auch, mit krummen Beinen
...
Denn schließlich fordert’s das Gerät für solche heiklen
Zwecke.
Nur ausnahmsweise nimmt er wahr den Sichtschutz:
Zweigleinhecke.
Jägerei
Wenn Männer sich in Loden biegen,
sieht Wild man bald am Boden liegen.
In „Sicherheit durch steile Hecken“,
darin scheint wenig Heil zu stecken.
Das Wild, das nichts versucht als flieht,
sein Heil stets in der Flucht nur sieht,
das kann man ohne Krach schlicht preisen.
Es lässt der Geier Pracht nicht kreisen.
Und die Moral von der Geschicht’?
’s gibt kaum ein dämlicher’ Gedicht!
Zackenbarschs Backstubenweisheit
Da heizen wir bestimmt beim Backen müssen,
soll es das Backwerk nicht mit Macken büßen,
heizt richtig ein der alte Zackenbarsch,
sonst glaubt er noch, er sei des Backens Arsch.
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Damit Kanzler bleibt der Schröder, |
Dichterseufzer oder brotlose Kunst
Nie hab’ ich Spesen gewonnen,
wenn ich ein Wesen ersponnen.
Das, was zu roh ersonnen,
ist auch meist so zerronnen.
Altschützenseufzer
Heut’ wird das große Schützenfest beginnen.
Von weither kamen viele Gäste: Finnen,
Galizier, Polen, sogar vier Chinesen.
So habe ich im Topkurier gelesen.
Doch ich kann nicht mehr mit marschieren;
Ich würde mich, so’n Schitt, blamieren,
weil mich die Beine nit mehr tragen,
an der Gesundheit alle Tritte nagen.
So kann ich darauf nur bescheiden bauen,
was meine Augen, ach, die beiden schauen.
Fundstück
Ein schönes altes
Buch, ganz fein gebunden,
darin hatt’ ich aus
Elfenbein gefunden
ein Lesezeichen, wie
ein Reh geschnitzt,
zart und
vergänglich, wie in Schnee geritzt.
Es standen in dem
Buch recht hehre Texte,
dazwischen aber wie
mit Teer verhexte.
Am Schluss fand sich
ein ganz suspekter Titel:
„Das
Schädelinnenarchitektkapitel“.
Der Sinn davon, der
wurd’ mir gar nicht klar,
denn Geist – beim
Schüttelreim – ist klar nicht gar.
Und darum will,
solang noch Licht, ich schließen,
weil die Ideen mich, ganz schlicht, verließen.
Statt eines Klinkersteins
(für den lieben
Heinz B.)
So wie Glykol die
Hits des Weins
Prägt Schwachsinn
oft den Witz des Heinz.
Denn seine mehr als
leichten Sachen,
die reizen kaum zum
seichten Lachen.
Entfährt ihm so ein
schmaler Scherz,
bleibt weiter nichts
als schaler Schmerz.
Wer täglich bringt
Konservennägel,
entwickelt sich zum
Nervensägel.
Was ihm erscheint
als kühner Hammer,
ist I-A aus der
Hühnerkammer.
Gar mancher Witz ist
schauderhaft,
hat recht so einen
Hau, der schafft.
Er meint wohl, dass
sein „fein“ Gelalle
nicht nur ihm ganz
allein gefalle.
Er hält sich für
’nen klasse Meister
Und labert nur ’ne
Masse Kleister.
Wer Unsinn Tag für
Tag beschwört,
am Ende nur noch
schwach betört.
Doch selbst, die
seine Namen kennen,
die Witze, die ihm
kamen, nennen,
sie haben ihn wohl
kaum durchschaut,
sie haben nur auf
Schaum gekaut.
Denn oft schon, nur
mit Schweineklang,
er große Reden,
kleine schwang.
Er kann von allen
Sachen schwätzen,
und nicht einmal in
schwachen Sätzen.
Erscheint ihm auch
die Narrheit wichtig,
ist sie ihm doch in
Wahrheit nichtig.
Wenn’s gilt, der
Mängel Schar entkleiden,
hört man ihn stets
sich klar entscheiden.
Sein Herz für die
Kollegen siegt,
worin für uns der
Segen liegt.
Oft heißt es für
ihn: Traben, Kneten,
bis endlich ver- die
Knaben treten.
Und manchmal steckt
auch Vieh in Damen,
wenn sie nicht
wollen, die infamen.
Dass Heinz ein Mann
mit feinem Kern,
die Einsicht bleibe
keinem fern!
Und lieber auf die
Ruh verzichten
als hier Entsagung
zu verrichten!
Drum meide ich den
Klinkerstein,
denn nie schlag
ich d e
n Stinker
klein.
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(Für Heinz B., unseren für die Vertretungsstunden zuständigen Kollegen, als LAUDATIO auf seine Bedeutung für das Kollegium, anlässlich seines Schüttelreims mit "Klinkerstein", den ich nicht selber mehr schütteln konnte, sondern mir für die Schlusszeilen nur ausgeliehen habe.)
Lärmschutz
Für Nina ist der
Paps nicht klein
und auch ein sanfter
Klaps nicht Pein.
Doch dann wird
richtig brav mein Schatz,
macht nebenan ein
Schaf Rabatz.
Da Lautes sie nicht
mag erleiden,
sucht sie’s durch
Dämmbelag zu meiden.
Dann nimmt sie ihre
warmen Händchen,
zu bilden gegen Harm
ein Wändchen,
und hält sich zu die
beiden Ohren,
dass nicht hinein
sich Leiden bohren.
So sichert sich mein
Kind die Ruh;
das schaffen weder
Rind noch Kuh.
Der Opa ist da
besser dran,
denn vor des Lärmes
Stress und Bann
schützt den der
Ohrenkraft Versagen.
Die packt des Lärmes
Saft beim Kragen,
und lässt ihn einen
Teil nur hören.
Das sei gewiss sein
Heil, betören
den Mann die eignen
Wahngedanken.
Ein Schreck nur
bringt die dann ins Wanken...
Hm...
28.06.2005
Lappentest
Schief geht fürs Wild der
Lappentest,
indem man’s tückisch tappen
lässt
dahin, wo jene Lappen winken.
Wild kann man ohne Wappen
linken.
Der Schwindler mit der
Adelsmasche
macht aus dem Herz des Madels
Asche.
Weil er’s ins Wappen tappen
lässt,
versagt es glatt beim „Lappentest“. 01.07.2005
Büfettmanieren
Die am Büfett das meiste fassen,
die „glänzen“ meist durch feiste Massen.
Sie steigern auch die Kassenposten,
weil Soßen, Braten, Pasten kosten
viel mehr noch in den Folgezeiten.
Drum lob ich mir die „moll“-Gefeiten,
die „dur“ beim Essenfassen sparen,
weil besser sie – statt spaßen – fahren. 12.08.2005
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