Verpackungsmüll (06.07.2006)
Das verpackte Objekt
Ich hatte mir die in der Abbildung gezeigte Karte zum Aufladen meines Handy-Guthabens online bestellt. Alles bestens – gerade im Augenblick, knapp 2 Tage nach der Bestellung, ist die Karte da. Auch noch portofrei, trotz Nachnahme.
Fast alles bestens. Zum Glück habe ich mehrere Mülltonnen. Vodafone scheint zu befürchten, dass ich die nicht voll genug bekomme.
Um das kleine Ding zu verpacken, hat man benutzt:
1 stabilen Karton, 27 x 19 x 11 cm (L x B x H)
4 Bögen Papier, DIN A4
1 Umschlag, DIN C5
mehrere Plastikhüllen und –klebefolien
ca. 140 cm Plastik-Paketband
Da erscheint jeder weitere Kommentar überflüssig…
Asiateneinfall (30.05.2006)
Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis) und
Vierfleckiger Kugelkäfer (Exochomus quadripustulatus)
Die „Aktuelle Stunde“ des WDR brachte vorhin einen
Beitrag über das massenhafte Auftreten von Larven des Asiatischen Marienkäfers
in Düsseldorf. Gezeigt wurden Hausbesitzer, die jetzt täglich ihre Fassaden
abkehren oder gar mit Hochdruckreinigern gegen die Tierchen
vorgehen.
Eine Plage – tatsächlich –, aber nur für Menschen, deren
Bewusstsein von keinerlei Kenntnis getrübt ist. Leider ein sehr verbreiteter
Zustand.
Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist – wie
alle seine einheimischen Verwandten – nicht nur kein Schädling, sondern ein
ausgesprochener Nützling, denn er lebt – auch schon im Larvenstadium – fast
ausschließlich von Blattläusen.
Der Fernsehbeitrag hätte das meines Erachtens viel stärker
ins Bewusstsein rücken sollen.
Dass der Marienkäfer zum Insekt des Jahres 2006 gewählt
worden ist, sei nur am Rande erwähnt.
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Vgl auch den Beitrag „Insekt des Jahres 2006“
(bei Limericks<
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Morgenüberraschung (08.05.06)
Dr. Heiner Koch (Foto: Erzbistum Köln)
Das Bild mit der *Fierung (Foto: RP – Bauer)
Wie die Lektüre der RP
(manchmal) die kleinen grauen Zellen mit Nahrung versorgt
Drei Bilder illustrieren den heutigen Bericht von der Weihe
des Prälaten Dr. Heiner Koch zum neuen Weihbischof von Köln. Ein anschaulicher
Bericht also, nicht allein deswegen. Nur die Legende unter dem letzten der
Bilder ist irgendwie auch das Letzte. Da heißt es nämlich:
"Die
Bischofsweihe fand vor dem Hauptaltar statt -
genau unter der Fierung, wo Quer- und Längsschiff des Kölner Doms
zusammentreffen."
"Hauptaltar" und "Fierung" sind dabei auch noch fett
gedruckt. Auch das zweite dieser beiden Wörter gibt es tatsächlich. Es bedeutet
in der Seemannssprache das "Herablassen eines eines Segeltaus". Aber im Kölner
Dom?
Gemeint ist offenbar die "Vierung", die viereckige Kreuzung des Längsschiffs mit dem Querschiffs. Vielleicht haben ja die vielen "Schiffe" den Texter zur Wahl seiner Schreibung verführt. ;-)
Leserbriefgeschichte (15.05.2006)
Am 08.05.2006 hatte ich meinen Beitrag "Morgenüberraschung" zum Forum OPONIO der "Rheinischen Post" geschickt. Es ging dabei um die Verwechslung von F und V (bzw. der Wörter "Fierung" und "Vierung") in einer Bildlegende.
Die OPINIO-Redaktion hatte sich geweigert, den Beitrag zu veröffentlichen, weil es darin "nur" um einen Fehler der Print-Kollegen gehe. Man verwies mich an die Leserbrief-Redaktion. Wegen meiner eigentlich recht ernüchternden Erfahrungen mit Leserbriefen (meist blieben sie unveröffentlicht) hatte ich zwar wenig Lust dazu, aber dann habe ich doch den Versuch unternommen. Noch am selben Tag.
Und, o Wunder, die Redaktion rief mich an, um den Brief zu "verifizieren". Die Redakteurin am anderen Ende der Leitung hatte zwar nicht recht verstanden, worum es in dem Brief ging, aber unser Gespräch war recht unterhaltsam. Es endete mit dem Hinweis, dass mein Brief sicher gekürzt werden würde. Natürlich war ich einverstanden und zugleich gespannt, wie die Redaktion das bewerkstelligen würde. Bis letzten Samstag geschah weiter nichts. Meine Schlussfolgerung: wieder keine Veröffentlichung.
Heute Morgen jedoch glaubte ich, meinen Augen nicht trauen zu können: Da war ja der Leserbrief! Die "Kürzung" bestand darin, dass alle Anführungszeichen und Gedankenstriche durch Fragezeichen ersetzt waren. ;-)
Hoffentlich denkt keiner meiner ehemaligen Schüler, wenn er zufällig den Brief liest, die merkwürdige Zeichensetzung stamme von mir!
Leitungsmast-Variationen (05.05.2006)
Gebrochener Leitungsmast (Foto:
nbi-nt.com)
Ein Hocker ist nichts
als ein Steher für Sitzer.
Im
Adamskostüm zeigt sich manchmal ein „Flitzer.“
Ich selber bin eigentlich ziemlich
beschränkt,
doch anders, als ihr
jetzt im Augenblick denkt.
Denn um mich herum, an allen
vier Wänden,
stehn Schränke, gefüllt
mit unzähligen Bänden.
Hab drum ich
die Weisheit mit Löffeln gefressen? –
Ich fürchte, ich habe das meiste
vergessen…
[Nur manches nicht,
zum Beispiel :]
Wie die Leitungsmast (Foto:
beck-agrar.de)
Den Leitungen
brachen im Vorjahr die Masten,
der
Strom konnte nicht durch die Landschaft mehr hasten.
Die Leitungsmast aber, die geht munter
weiter,
stimmt Manager, Bosse und
Leiter ganz heiter.
Die Heiterkeit halten sie
clever verborgen,
verbreiten
stattdessen nur Kummer und Sorgen:
Der Standort, der sei hier schon ziemlich
prekär,
so läuft ihre Taktik –
zumeist ungefähr.
Ihr Ziel ist erreicht, wenn
der „Kleine Mann“ kuscht.
Was
kümmert’s die VIPs, wenn sein Leben verpfuscht.
Die Hauptsache ist, dass er tut seine
Pflicht.
Sein Dasein fällt eh nicht
so sehr ins Gewicht.
Und bleibt
er nur immer recht still und bescheiden,
geduldig bei allem Verzichten und
Leiden
und mästet er weiter die
Herren da oben,
dann werden ihn die
dafür trotzdem nicht loben.
Und
dabei könnt’ er auch für ’n Lob sich nichts kaufen.
Der „Crème“ ist ganz recht, wie die Dinge so
laufen.
Mehr Geld, sagen die, würd’
er doch nur versaufen.
Zum Teufel mit
diesem verlogenen Haufen!
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