7. Heinz-Myrenne-Gedächtnisturnier wieder rundum gelungen
Zum nunmehr 7. Male lud der Schachclub Roetgen 1952 traditionsgemäß am Ostersamstag alle Aachener Vereinsspieler zum Heinz-Myrenne-Gedächtnisturnier ein. Mit 40 Teilnehmern war das Turnier dann auch nicht nur bis auf den letzten Platz belegt, das Spielniveau war auch so hoch wie nie zuvor. So lag bei mehr als der Häfte der Spieler die Wertungszahl über 1800, bei 9 Spielern sogar über 2000, auch waren diesmal alle bisherigen Sieger erschienen. Erstmalig wurden elektronische Uhren eingesetzt, 12 Minuten pro Partie zuzüglich 2 Sekunden pro gespieltem Zug war die neue Bedenkzeit. Da dadurch ein Spiel auf die letzten Sekunden des Gegners vermieden wurde, endeten fast alle Partien mit einem schachlich gerechten Ergebnis - obwohl bei diesem Turnier bisher eigentlich sowieso noch nie Proteste vorgekommen sind. Bis auf den letzten Krümel wurde auch diesmal in der Halbzeit wieder das Kuchenbüffet geräumt - spätestens hier merkt man, dass Schach zum Sport zählt und viel Energie fordert. Doch nun zum Turnierverlauf: Bedingt durch das hohe Niveau gelang niemandem ein Durchmarsch. Nach 3 Spielen waren nur 3 Teilnehmer verlustpunktfrei, Hennadij Reznikow (Aufwärts Aachen), Franz-Josef Esser (ASV) und Udo Fournell (Post Telekom Aachen), in der 4. Runde mussten dann auch sie mindestens ein Remis abgeben. Dadurch konnten Max Hoffmann (Aufwärts Aachen) und Reinhard Krug (SVG Alsdorf), die beide schon früh eine Partie verloren hatten, wieder zur Spitze aufzuschließen. In der 7. Runde kam es dann zu den ersten Entscheidungen: Krug schlug Fournell und Hoffmann unterlag Esser. In der vorletzten Runde machte Krug dann alles klar, indem er Esser besiegte, sodass ihm im letzten Spiel schon ein Remis zum diesjährigen Pokalgewinn reichte. Endstand somit: 1. Krug (7,5 Pkte.), 2. Esser (7 Pkte.) , 3. Hoffmann (7 Pkte.), die Ihre Urkunden und Geldpreise aus der Hand vom Roetgener Vorsitzenden Matthias Didden entgegen nehmen konnten. Der ausgeschriebene Preis für die beste Dame konnte dieses Jahr leider nicht vergeben werden, den Jugendpreis holte Arkadi Judizki (Aachen Hörn) mit 4,5 Punkten. Bester Roetgener wurde diesmal Ulrich Kuck mit 5 Punkten. Nachdem noch drei stattliche Trostpreise vergeben worden waren, klang das Turnier wie üblich in bester Atmosphäre aus.