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Interview
mit der Illustratorin Sylvia
Christoph

Britta Rutkowski
Silvia Christoph illustrierte
z.B. die Neuauflagen der MZB-Bücher für den Ullstein-Verlag.
Haben Sie ein besonderes Verhältnis zu Fantasy und Science
Fiction?
SF und Fantasy haben mich
schon immer fasziniert. Deswegen fertige ich auch am liebsten für diese Bereiche
Illustrationen an.
Im Gegensatz zu den alten Darkover-Ausgaben des
Moewig-Verlages haben sich die Ullstein-Neuauflagen vom Cover her positiv
verändert:
Möchten Sie uns etwas über
Ihre Arbeit erzählen? (Worin besteht Ihre Arbeit genau?)
Meine Arbeit besteht
hauptsächlich aus Anfertigung von Titelillustrationen in vielen Bereichen - auch
für verschiedene Verlage. (Heyne, Bertelsmann, Kosmos, Ullstein, Kebdl, Econ,
Bastei, Kinderbuchverlage).
Welche Bücher illustrieren Sie (außer die Bücher von Marion
Zimmer Bradley)?
Von Krimi bis Kinderbuch
ist ziemlich alles vertreten. Dazu gehört auch, daß ich in verschiedenen
Techniken arbeite, wie z.B. Airbrush - Mischtechnik, Aquarell, Acryl, Pastell
und Grafik. Manches davon vermische ich auch.
Gibt es vom Lektorat Vorgaben zur Titelgestaltung, an die
Sie sich halten müssen?
Wenn nicht gerade vom Lektorat konkrete
Vorgaben angegeben sind, bleibt meiner Phantasie oft genug ausreichende
Freiheit, den Titel zu gestalten. Oft genug geschieht es aber auch, daß es
schon ein fertiges Motiv eines Titelbildes gibt, aber nicht zur Verwendung
freigegeben wird. Dann besteht meine Aufgabe darin, Idee oder Technik,
Farbgebung oder Stil zu adaptieren, also nachzuempfinden.
Gibt es "Modetrends" in der Titelbildgestaltung, wie z.B.
Stil, Farben, Schriften?
Von Modetrends kann ich
nicht sprechen, da das im Bereich der Layouter oder Grafiker liegt, die die
Illustration "marktgerecht" verarbeiten. Also Trends beeinflussen die
Illustration an sich überhaupt nicht.
Sprechen Sie sich mit dem Textlayouter ab, steht die Schrift von
vornherein fest oder wird sie nachträglich eingefügt?
Meistens oder fast immer steht die Schrift oder das Layout
schon fest.
Bekommt jeder Autor ein eigenes Layout, charakteristische
Schriften oder wiederkehrende graphische Elemente?
Charakteristische
Schriftbilder oder Layouts, etc. entstehen natürlich immer dann, wenn es eine
"Reihe" (Krimi, Sachbuch, Humor, etc.) gibt. Bei Autoren trifft sowas seltener
zu. Zimmer Bradley deckt natürlich beide Kategorien ab, und das betrifft dann
auch den Stil und die Farbgebung und Technik der Illustrationen.
Holen Sie sich Anregungen bei amerikanischen
Titelbildgestaltungen?
Anregungen hole ich mir
aus allem, was mir in die Hände und vor die Augen kommt. Am liebsten sind mir
meine eigenen Visualisierungen.
Lesen Sie einige der Bücher, an denen Sie gearbeitet
haben?
In letzter Zeit lese ich häufiger die Bücher oder
Manuskripte, bevor ich mir was ausdenke. So habe ich schon genug Anregung. Bei
der großen Anzahl von Titelseiten kann ich natürlich nicht jedes Buch lesen.
Gelegentlich stelle ich mal eins von den "Fertigprodukten" in mein Buchregal, um
es zu lesen, oder einfach, weil ich drauf stehe.
Welche Bücher, Autoren oder Literaturrichtung bevorzugen
Sie als Leser?
Was in meinem Bücherregal
steht? Naja, abgesehen von Sachbüchern (Kunst, Psychologie, Esoterik) gibt es da
eine Menge SF, Fantasy, spirituelle Literatur, Romane, Klassiker, Biographie,
Religionen (Bibel bis Medizinrad), Abenteuer. Von Richard Bach über Lynn
Andrews, Douglas Adams und Robert Anton Wilson, Asimov, Lem, Zimmer Bradley,
Tolkien, Christopher Moore, und, und, und - mag ich an Autoren diejenigen, die
mich mit ihrer Sprache in Bann versetzen können und dazu bringen, das Buch nicht
wegzulegen, bis ich es zu Ende gelesen habe.
Vielen, vielen Dank für
dieses schriftliche Interview und natürlich viel Erfolg für die
Zukunft!
Erstveröffentlichung : Relays 29
Hier einige Beispiele der
Cover-Illustrationen von Sylvia Christoph:




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