Eine imposante Rasse unter den Großkröpfern
Verkehrtflügelkröpfer, auch kurz "Verkehrer" genannt bereits um 1880 in Sachsen und Thüringen als "belatschter Elsterkröpfer" gezüchtet. Jedoch war er noch weit von dem entfernt, was wir heute unter diesem Namen auf unseren Rassegeflügelschauen antreffen. Wie letztlich der Name "Verkehrtflügelkröpfer", als Differenzierung zum "glattfüßigen Elsterkröpfer", entstanden ist, kann bis heute nicht mit endgültiger Gewissheit gesagt werden. Es stehen mehrere Varianten zur Auswahl. Zum Einen wird behauptet, der Name deute auf die üppige Fußbefiederung, die einem Flügel gleicht, hin. Auch besteht die Meinung, der Name habe etwas mit der Kopfzeichnung zu tun. Entgegen sonstigen Rassen mit "Elsterzeichnugen" hat der Verkehrtflügelkröpfer hier eine Besonderheit aufzuweisen, hier soll etwas "verkehrt" sein. Weiterhin wird vermutet, dass die Namensgebung durch die Zeichnung entstanden ist, da bei geschlossenem Flügel der Eindruck entsteht, dass das Flügelschild am Flügelbug schmaler ist und im Bereich der Armschwingen wesentlich breiter erscheint. Diesen drei Thesen kann bzw. möchte ich mich nicht anschließen. Vielmehr erscheint mir die Namensgebung in einem anderen Bezug zur Zeichnung zu stehen. Betrachtet man sich die Zeichnug unserer Farbentauben, hier speziell der div. Flügeltauben - Rassen, so ist unser "Verkehrer" mit seiner Zeichnung gerade umgekehrt, also "verkehrt"! Meines Erachtens kommt von dieser Erscheinung auch der Name "Verkehrtflügelkröpfer", da hier der Eindruck entsteht, wie vor erwähnt, der Flügel wäre "verkehrt".
Autor: Eduard Weber
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Eduard Weber
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