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Katzenfachforum: "Katzennatur: Katzen natürlich!"

Barfen für Dummies und
Blondinen
Auf spezielle Bitte hin,
schreibe ich hier eine Anleitung zum Barfen für bestimmte Foris:

Stufe1: Nur bisschen barfen:
Kauf einmal pro Woche (egal an welchem Tag, mach dir keine
Gedanken... eine Woche ist übrigens aus 7 Tagen zusammengesetzt,
schau in einen Kalender, da steht es, oder glaub es mir
einfach)
etwa 200 Gramm Fleisch (kein Schwein, keine Leber, keine
Nieren, nix mit Knochen... Knochen sind diese weißen, harten Teile
im Fleisch, die man so schwer kauen und schlucken kann)
Schneid es in gulaschgroße Stücke (Hühnerherzen musst du
nicht zusammenkleben, um auf Gulaschgröße zu kommen, die kannst du
einzeln lassen, leg den Sekundenkleber wieder weg, bitte)
Gib deiner Katze* etwas davon, den Rest frierst du ein und gibst
ihn in den folgenden Tagen, oder alles auf einmal, ist auch
egal...
*Katze: Das Tier mit dem Fell. Das Ding, dass Nachts quer in deinem
Bett liegt und das sich nicht rausschubsen lässt. Das, welches sich
schubsen lässt, ist dein Partner... nicht verwechseln!!!
Ansonsten fütterst du deine Katze (siehe oben) so wie
immer.
Stufe 2: Richtig barfen
Kauf Fleisch wie oben. Schau nach, wieviele Kilo Fleisch du gekauft
hast. Pro Kilo nimmst du eine Eierschale, ganz fein gemörsert und 5
gramm Salz. Das matschst du mit den Fleischstücken zusammen. Hast
du nur mageres Fleisch, z.B. Geflügel ohne Haut, musst du noch
etwas Schmalz oder Butter dazu tun. 20-40 gr /Kilo. Nun kommt noch
5% Gemüse dazu. Selbstgeraspelte Zucchini/Möhren, passierte
Tomaten, Babybrei aus dem Glas... egal. Das frierst du nun
portionsweise ein. 70-100gr/Portion. In Gefrierbeuteln oder kleinen
Plastikdosen.
Zum füttern taust du eine Portion auf. Streu gemahlene Vitaminpille
drauf, und zwar eine Pille pro Kilo Fleisch. Nimm entweder
"Centrum" aus der Apotheke oder "A-Z Multispektrum" aus dem
DM-Markt.
Löse 250 mg Taurin (halber Messlöffel) in etwas Wasser auf und
schütte das über das Fleisch. (www.katzenbarfbar.de oder www.lucky-land.de) Einmal am Tag
reicht.
Zweimal pro Woche gibst du rohen fetten Fisch (Lachs z.B. insgesamt
so 125gr/Woche) oder 2-3 mal pro Woche eine halbe Lachsölkapsel
über das Futter geben. Die andere Hälfte kannst du schlucken, davon
bekommst du schönes Fell.
Das wars.
Stufe 3: Barfen ziemlich cool
Wie Stufe 2, aber du gibst noch einen speziellen Ölmix dazu:
30ml Nachtkerzenöl, 10ml Lachsöl und 2400IE Vitamin E
zusammenmischen. Täglich 2-4 Tropfen auf das Futter geben.
Ab und zu etwas Bierhefe über das Fleisch streuen.
Darauf achten, möglichst viel verschiedene Fleischsorten zu kaufen.
Spätestens jetzt liest du DAS HIER!
Stufe 4 : Obercool Barfen:
Wie Stufe 3 , aber noch mehr:
Melde dich HIER
AN!
Lern mit dem Calculator umzugehen, (http://www.purrfect-paws.de/ke_calc.htm)
wechsle deine Ca-Supplemente ab, nimm ab und zu Knochenmehl statt
Eierschale, füttere immer pro Mahlzeit nur Fleisch von einem Tier,
aber dennoch viele verschiedene Teile, fang ein Verhältnis mit
deinem Metzger an, damit er dir das beste Fleisch für deine Katzen
zurücklegt.
Stufe 5: Saucooles Barfen:
Berechne deine Ca-Supplementierung im Kopf, kombiniere Vitakalk und
Kitty-Bloom und Knochenmehl und Calziumcitrat wie ein Jongleur,
züchte Futtertiere wie Ratten, Mäuse und Wellensittiche selbst und
ernähre sie biologisch, damit deine Katzen keine Giftstoffe ins
Fressen kriegen, diskutiere mit dem Pferdemetzger über die Frage,
ob er die Pferde wirklich ausbluten lassen muss, wo doch Blut so
ein gesunder Saft ist...
Alles kapiert???

Lieben Gruß
Kirsten
Barf-Typen
Ich bin überzeugt, dass wir
alle viele verschiedene "Barfer-Typen" in
unserer Brust (oder im Hirn, wer wills schon so genau wissen?)
beherbergen. Den einen mehr und den anderen weniger...
Ich will gerne mal ein paar dieser Barfer-Typen in uns allen
beschreiben. Letzendlich ist jeder von uns eine Mischung aus
allen...
Der Wissenschaftler
Da hockt so ein hutzeliges Männchen in uns, (mit langem weißem
Bart...ihr wisst schon) mit Taschenrechner und Feinwaage
bewaffnet.
Der will alles ganz genau wissen, Hintergründe analysieren,
konkrete
Zahlen entdecken, und aufs Mikrogramm genaue Futterrationen
berechnen.
Er glaubt fest daran, dass es "richtige" und "falsche" Zahlen
gibt,
und dass man irgendwann irgendwie herausfindet, wie man die einen
von
den anderen unterscheidet. Der Wissenschaftler hasst es,
wenn es verschiedene Bedarfswerte bei verschiedenen Autoren gibt,
denn solche
widersprüchlichen wissenschaftlichen Daten machen ihn nervös,
davon
kriegt er Pickel und ein nervöses Zucken im Mundwinkel.
Der weise Barfer
Der Weise in uns lächelt oft über den Wissenschaftler. Er weiß,
dass
er nix weiß, bemüht sich aber dennoch möglichst wenig Fehler zu
machen. Er meint, dass man ruhig mal was nachrechnen kann, wenn
man
gerade Lust und Zeit dazu hat und nicht zufällig grade wieder
jemand
die Batterien aus dem Taschenrechner entfernt hat und in die
Fernbedienung vom Fernseher eingesetzt.... Kurz: Wenn man mag.
Wenn
man nicht mag, ists auch okay. Der Weise kennt die wesentlichen
Eckdaten der wesentlichen Nährstoffe und kann dennoch ruhig
schlafen,
auch wenn sein CA/P-Verhältnis nur so in etwa stimmt. Der Weise
freut
sich sehr, wenn er nen Arbeitskollegen überzeugt hat, statt
Kittekat
Shah/Lux zu füttern und verliert im Büro nie ein Wort über`s
barfen.
Der Natur-Philosoph
Der Naturtyp hat Katzen, weil sie ein Stück ursprüngliches Leben
in
sein Heim tragen. Er füttert seine Freigängerkatzen mit
Futtermäusen,
Eintagsküken und ehemals glücklichen aber aktuell toten
Kaninchen
seines Öko-Kumpels, der diese Kaninchen mit Öko-Kaninchenfutter
ernährt hat. Der Naturtyp findet es unmöglich Rindfleisch an Katzen
zu
verfüttern, denn keine Kleinkatze wird in der Natur Kühe erlegen.
Der
Naturtyp meint, Rechnen beim Barfen ist überflüssig, solange man
nur
so naturnah wie möglich füttert. Er hat keine Freunde mehr, denn
die
können einfach sein dauerndes Dozieren über artgerechte
Katzenhaltung
und Ernährung nicht mehr hören... aber er hat ja noch dieses
Forum....
Ausserdem hat er keinen Taschenrechner, weil die
batteriebetrieben
sind und Batterien eine große Belastung bei der
Abfallentsorgung
darstellen.
Der faule Hobby-Barfer
Sicher eher selten ist dieser Typus *unschuldig pfeiff*
Für den Faulen ist Barfen in erster Linie ein luxuriöses Hobby.
Eine
willkommene Ablenkung vom Arbeitsleben und Alltagsstress. Er
wühlt
sich durch die Daten und Untersuchungen und versteht nur jedes
dritte Wort,
findet das aber alles total klasse und hat auch schon fünfmal
angefangen,
das Ca/P-Verhältnis berechnen zu lernen. Aber eben nur
angefangen.
Er liebt die Grundrezepte auf der Savannahseite
und hält sich daran. Nebenbei ist er immer mal wieder
oberflächlich
interessiert an fachlichen Diskussionen übers barfen, hat aber
auch immer wieder großen Spass mit Off-Topic-Themen und
erheiternden
Texten etwas Leben in die Bude zu bringen. Der Faule nutzt eifrig
den
Calculator, nachdem er Wochen brauchte, ihn zu durchschauen. Nun
ist
er sehr stolz, ihn bedienen zu können und rechnet auch gerne mal
was
nach... aber nur, was man auch mit dem Calculator rechnen kann.
Nix,
wozu man einen Taschenrechner braucht, denn den hat er neulich
irgendwo hingelegt und seitdem ist der Taschenrechner noch
nicht
wieder zufällig aufgetaucht... und extra danach suchen muss ja
wohl
nicht sein, oder???
Diese und viele andere Barftypen hocken in uns, sind Teile
unserer
Barfer-Identität und machen uns alle gemeinsam zu dem "Barf-Typ"
der
wir sind.
zwinkernde Grüße
Kirsten