Die Tatsache allein, dass wir irgendwann auf die Welt kommen, heisst für mich noch lange nicht automatisch, dass dies auch einen tieferen Sinn hat. Der Mensch ist nicht mehr Teil der Nahrungskette, er nimmt sich alles und gibt nichts. Stürbe die Menschheit aus, würde die Natur ihn nicht vermissen.
Daher muss ich meinem Dasein selbst einen Sinn geben: Ich biete einigen Tieren eine Zuflucht und gebe ihnen ein Zuhause. So versuche ich, an ihnen wieder gut zu machen, was andere verbrochen haben. Das ist meine Aufgabe in diesem Leben, davon bin ich überzeugt - sonst müsste ich ob so viel Leid verzweifeln ...
Foto J. Ruestmann: Auf die Hündin BRINA wurde aus nächster Nähe ein Schuss abgegeben.
" Man möchte wirklich sagen: Die Menschen sind die Teufel auf der Erde und die Tiere die geplagten Seelen." Arthur Schopenhauer
Angesichts eines solchen Bildes fragt man sich: Ist das, was ich tue, nicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein?
Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte. Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf. Er rief: "Guten Morgen. was machst Du da?" Der Junge richtete sich auf und antwortete: "Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie." "Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann, "ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn." Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer. "Aber für diesen macht es Sinn!"
Den kleinen Beitrag, den ich leiste, verbinde ich mit Hoffnung. Mein grösster Wunsch ist, dass kommende Generationen einander irgendwann nur noch erzählen müssen, wie grausam die Menschen früher zu ihren Mitgeschöpfen waren...
Zur Erinnerung: