Spanischer Hund mit gutem Grund!

"Bei uns sitzen in den Tierheimen doch genug Hunde!" hört man immer wieder, wenn man erzählt, dass man einen Hund aus Spanien adoptiert hat. Aber so ganz richtig ist diese Aussage nicht. Zwar ist es eine unbestrittene Tatsache, dass in der Schweiz ebenfalls Tiere misshandelt und getötet werden. Auch bei uns gibt es noch viel zu tun. Aber in Spanien ist „Tierschutz“ für viele Menschen ein absolutes Fremdwort.

Man kann ein schweizerisches Tierheim mit einem Auffanglager in Spanien gar nicht vergleichen. Denn da es dort keine staatlichen Zuschüsse gibt, ist häufig nicht genug Futter für die Tiere da. Im Sommer stehen sie ohne Schatten in der sengenden Sonne, im Winter liegen sie im Matsch oder erfrieren. Medikamente sind Mangelware. Ganz zu schweigen von liebevoller Zuwendung oder Beschäftigung.  

Von den Tierschutzorganisationen werden viele kleine Hunde aus dem Ausland in die Schweiz vermittelt. In den Schweizer Tierheimen gibt es praktisch keine kleinen Hunde, aber die Anfrage nach diesen, ist aus verschiedenen Gründen sehr häufig. Die Vermittlungststellen verhindern also in vielen Fällen den Hundekauf beim Züchter.

Was ist in Spanien los?

-         In der Bevölkerung fehlt das Bewusstsein, dass Tiere leidensfähige Lebewesen sind.

-         In Spanien wird das Tierschutzgesetz nicht umgesetzt.

-         Tiere können ohne Grund eingeschläfert werden.

-         Welpen können in Zoogeschäften gekauft werden.

-         Tiere werden in Tötungsstationen abgegeben und nach 2-3 Wochen vergast.

-         Es wird nicht kastriert.

-         Tiere werden gequält, gehetzt oder verletzt liegen gelassen.

-         Tiere sind Mittelpunkt grausamer Volksbelustigungen.

Vor allem Jagdhunde werden von spanischen Jägern regelrecht verheizt bis die Tiere körperliche Wracks und „jagduntauglich“ sind. Dann werden sie erschlagen, aufgehängt, angeschossen, verstümmelt oder einfach in einem Verschlag vergessen bis sie verhungern.

Besonders rabiat ist die Beseitigung der Tiere, zu Beginn der Urlaubssaison. Dann sollen die Straßen wieder frei von streunenden Hunden und Katzen sein, damit kein Urlauber sich belästigt fühlt.

Tiere haben in Südeuropa keine Lobby. In Länder, in denen immer mehr Menschen bewusst keinen Urlaub mehr machen, ist das Leben für viele Tiere ein einziger Albtraum!!!

Zum Glück gibt es auch in Spanien Menschen, die nicht einfach zuschauen, sondern sich  unermüdlich und mit grossem persönlichen und finanziellen Engagement für den Tierschutz einsetzen. Ihnen gilt meine grösste Hochachtung!

 

 

 

 

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