Perrera in Andujar
"Wehe, dem Menschen, wenn auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt." Franziskus von Assisi
Text von Laura:
Zur Zeit sind unsere Hunde in 6 Zwingern der Tötungsstation untergebracht. Diese Tötungsstation gehört dem Rathaus von Andujar. Deren Arbeit ist es, herrenlose Tiere einzusammeln und nach 15 bzw. 30 Tagen einzuschläfern.
Wir haben diese 6 Zwinger solange zur Verfügung, bis wir eines Tages unser eigenes Tierheim bauen können. Wir müssen uns an die uns auferlegten Regeln halten (zumindest wenn der Perrera-Angestellte da ist), die uns zwingen, nicht mehr als vier Hunde in einem Zwinger zu haben, keine Spaziergänge mit ihnen zu unternhmen usw.
Es ist für uns jeden Tag eine harte Arbeit, weil wir gerne anders arbeiten würden, wenn wir könnten. Wir haben meistens zwischen 50 - 70 Hunde in der Tötungsstation. Es ist immer abhängig von der Größe der Hunde. Wenn es mehr Hunde sind, müssen sie unter schlimmen Bedingungen dort leben.
Jeder Zwinger hat zwei Abschnitte, einen Innenraum mit Holzpaletten, wo die Hunde schlafen können und wo das Futter steht. Der zweite Abschnitt ist der Außenraum, wo die Hunde spielen und laufen können oder tun können, was immer sie möchten. Wir haben acht freiwillige Mitarbeiterinnen, die immer zu zweit kommen und wir tun alles, was nötig ist, um die Hunde für eine Adoption vorzubereiten, dazu gehören Spaziergänge, Tierarztbesuche, Impfen, Baden der Tiere und vieles mehr.
Die Arbeit in der Tötungsstation ist sehr hart, weil die Hunde, die sich in den anderen Zwingern aufhalten, auf ihren Tod warten. Wenn einer unserer Hunde adoptiert ist, bekommt ein Hund, der sonst sterben müsste, in einem unserer Zwinger einen Platz.
Wenn der Mitarbeiter von der Perrera krank ist oder sich im Urlaub befindet, kümmern wir uns um alle Hunde in der Tötungstation und arbeiten sehr hart in der kurzen Zeit, um möglichst schnell soviele Hunde wie möglich zu vermitteln, bevor dieser Mitarbeiter wieder zurückkommt. Dank der großzügigen ausländischen Adoptanten haben wir dies schon mehrmals geschafft.
Wir sind dankbar um jeden, der in dieser Zeit kommt und ein Tier adoptiert, damit einem anderen das Leben gerettet werden kann. Allerdings sind Adoptionen in Andujar sehr selten. Wir hatten im ersten Quartal dieses Jahres nur zwei!
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