Wenn die Zeit vergeht

Wenn die Zeit vergeht werden die Blumen wieder wachsen,
die Menschen wieder lachen,Leben werden gelebt,auf Sonnenschein folgt Regen, Leute kommen und gehen und hintelassen einander Spuren im Leben,
genau wie Du es getan hast.Die Welt hat sich verändert als Du geboren wurdest und obwohl sie sich wieder verändert hat als Du gingst, kann nichts jemals Deine Spuren verwischen und den Eindruck den Du im Leben anderer hinterlassen hast, wird niemals vergessen werden.
Wenn die Zeit vergeht wird Dein Licht so wie immer scheinen und Deiner wird sich immerfort erinnert werden.

 

 Zum Tode verurteilt
(Der letzte Wille eines Kindes)


Meine Eltern hatten ihren Spaß!
Ich bin nicht erwünscht.
Ich bin schwach, kann mich nicht wehren.
Ich habe keine Mutter, die um mich weint.
Ich bin eingeschlossen in den Schoß einer Frau, die mich umbringen lässt.
Danach bin ich vergessen!
Ich bin noch blind, kann keinen Menschen bittend anschauen.
Ich bin noch stumm, kann nicht um Hilfe schreien.
Um mich wird keine Träne geweint. Oder doch?
Als meine Mutter mein Leben merkte, da hat sie geweint
– aus Wut, weil sie mich nicht haben wollte.
Mein Sterben wird ihr keinerlei Schmerzen verursachen.
Man wird ihr eine Narkose geben, damit sie nicht leidet,
wenn ich den Tod erleide.

Man hat nur die eine Sorge, daß ich aus dem Weg geschafft werde.
Denn ich könnte vielleicht meinen Eltern Sorgen und Kummer bereiten.
Die Scham spielte keine Rolle, als ich ins Leben gerufen wurde.
Aber jetzt, da ich geboren werden soll, schämt man sich meiner.
Ein gewissenloser Mensch wird mein Henker sein; und man wird nur
die eine Sorge haben, daß ich keine Infektion verursache.
Ich habe nie eine Mutterliebe verspürt und werde sie nie zu spüren bekommen.
Niemals wird meine Mutter mich in den Armen halten
und sich über meine ersten Schritte freuen.

Ich werde niemals im Sandkasten spielen und blaue Flecken vom Toben haben.
Niemals werde ich einen Kindergarten und eine Schule besuchen.
Ich werde nie arbeiten und eine Familie haben.
Meiner Mutter werde ich nie in Krankheit beistehen können.
Niemals werde ich Freude haben.
Ich werde als Grab eine Abfallgrube erhalten.
Ich bin zum Tode verurteilt!

Doch vielleicht besinnt sich meine Mutter noch in letzter Minute
und will mich leben lassen.
Das werde ich ihr dann mein Leben lang danken!
Hätte man meine Mutter abgetrieben, könnte sie heute keine Karriere machen!

ICH WILL AUCH LEBEN!!!

 Die Schülerliste

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler,
die Namen aller anderen Schüler
in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben
und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist,
das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben
die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und
bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt
Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen,
die ihre Mitschüler über den einzelnen
aufgeschrieben hatten .Am Montag gab sie jedem Schüler
seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.
"Wirklich?" hörte man flüstern.
"I wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!"
und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder.

Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie
untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten,
aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt.
Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die
Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie
einen Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus,
so erwachsen. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden.
Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt hatte,
ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.
Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten,
die den Sarg trugen zu ihr: "Waren Sie Mark's Mathe-Lehrerin?"
Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Mark's früheren Schulfreunden
versammelt. Mark's Eltern waren auch da und sie warteten offenbar
sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der
Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden,
als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."
Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt,
das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet
und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen,
dass dies eines der Blätter
war, auf denen die netten Dinge standen, die seine
Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass
Sie das gemacht haben" sagte Mark's Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark
das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte ein bisschen und sagte,
"Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der
obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chuck's Frau sagte,
"Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben."
"Ich habe meine auch noch" sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch."
Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin,
in ihren Taschenkalender und zeigte ihre
abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen.
"Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte
dann ohne mit der Wimper zu zucken: "Ich glaube,
wir haben alle die Listen aufbewahrt."
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes
Leben eines Tages endet. Und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.
Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen,
dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.
Sag es ihnen, bevor es zu spät ist. Menschen kannst
Du eine Freude machen.Denke daran, Du erntest, was Du säst.
Was man in die Leben der anderen einbringt,
kommt auch ins eigene Leben zurück.
Dieser Tag soll ein gesegneter Tag sein und genau so etwas Besonderes wie Du es bist.

 

 Jack

Jack schaute kurz noch einmal auf seinen Tacho,
bevor er langsamer wurde : 73 in einer 50er Zone.
Das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie konnte ein Typ
denn so oft erwischt werden ? Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste,
fuhr Jack rechts ran. Lass den Polizisten doch wieder einmal herum moppern
über seinen Fahrstil. Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer
an ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte.
Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand.
Bob? Bob aus der Kirche ? Jack sank tiefer in seinen Sitz.
Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle
erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Ein Typ der etwas angespannt war,
nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen der morgen Golf spielen wollte.
Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Typen,
den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte den Mann noch nie in Uniform gesehen.
Hi Bob, komisch, dass wir uns so wieder sehen !"
"Hallo Jack." Kein Lächeln.

"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen,
um meine Frau und Kinder zu sehen."
"Ja, so ist das." Bob schien unsicher zu sein. Gut.
"Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen.
Ich denke auch das ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe."
Jack schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante.
"Diane erwähnte etwas von Roastbeef und Kartoffeln heute Abend.
Verstehst du, was ich meine ?"
"Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch,
dass du ein Gesetz soeben gebrochen hast." Aua.
Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern.
"Bei wieviel hast du mich erwischt?" "Siebzig.
Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen ?"
"Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt,
als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!"
Er konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.
"Bitte Jack, setz dich wieder in dein Auto." Genervt quetschte Jack
sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Türe zu.

Er starrte auf sein Armaturenbrett. Bob war fleißig am Schreiben
auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht Führerschein und Papiere sehen?
Was auch immer der Grund war, es würde einen Monat an Sonntagen vergehen,
bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.
Bob klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand.
Jack öffnete das Fenster, maximal 5cm,gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen.
Bob gab ihm den Zettel durch. "Danke." Jack konnte die Enttäuschung
icht aus seiner Stimme halten. Bob setzte sich wieder ins
Auto ohne ein Wort zu verlieren. Jack wartete und schaute durch seinen Spiegel zu.
Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten ?
Hey ! Warte mal ! War das ein Witz ?
Dies war kein Strafzettel. Jack las :

"Lieber Jack, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war,
starb sie bei einem Verkehrsunfall.
Richtig geraten - der Typ ist zu schnell gefahren. Einen
Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der
Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in
den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.

Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen,bis ich in den Himmel komme,
bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal
habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht
ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft,
aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich.
Und sei bitte vorsichtig Jack. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß - Bob"
Jack drehte sich um und sah Bobs Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter.
Jack schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten später
drehte er um und fuhr langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung
und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder
in den Arm und drückte sie ganz fest
Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt.
Wie oft ist man in Eile?
Wie oft vergisst man auch in einem Wohngebiet
einmal auf das Tacho zu sehen?
Ist es nicht so, dass man für ein Tier am Straßenrand bremst
und bei Kindern immer denkt, sie wären schon so vernünftig stehen zu bleiben?

 

 Gequälte Kinderseele

Die Tür fällt zu, - sie ist gegangen. Ich fühl mich wie ein Tier: gefangen!

"Geh bitte nicht, bleib doch daheim!" Wir sind mit IHM jetzt ganz allein.

Ich lieg im Bett, ruhig und verschreckt. Ich hätte mich so gern versteckt.

Doch nirgends werd ich sicher sein... vor IHM, ich mache mich ganz klein.

Ganz langsam öffnet sich die Tür. Oh Gott, - zaub're mich weg von hier!

Ich bin noch da... ER kommt herein.

"Komm Kind, - du darfst jetzt Mama sein!.

Vor Angst fall ich aus meinem Bett. ER kommt zu mir, und tut ganz nett.

"Tut nicht mehr weh, - komm her ich blase" Oh... wie ich diese Worte hasse!

"Mein kleiner Schatz, ich hab dich lieb." "Nein" - will ich schrei' n, "DU bist ein Dieb!

DU stiehlst mir grad mein Kinderlachen. Ich will nicht diese Dinge machen!"

Ich muss mit raus... hab keine Wahl. Jede Minute wird zur Qual.

Ich zähl sie mit: "vier, fünf, sechs, sieben..." Ich würd' am liebsten tot hier liegen.

Ich fühl' s rumor' n in meinem Bauch. "Na kleine Frau, gefällt' s dir auch?"

Am liebsten würd' ich IHN bespucken. Doch hab schon Angst, IHN anzugucken...

Die Zeit ist um... es ist vorbei. "Du weißt, das wissen nur wir zwei.

Das muss unser Geheimnis bleiben, sonst kann dich Mama nicht mehr leiden!"

"Sie glaubt dann nämlich dass du lügst, und stiehlst, und and' re auch betrügst.

Und weil sie's dann nicht schafft allein, steckt sie euch alle in ein Heim!"

Ich hab's gelernt - ich darf nichts sagen. Wem auch??? - es stellt ja niemand Fragen!

Ich geh ins Bad, will sauber sein. Der Schmutz zieht in die Seele ein!

Ich werd nie sauber! - Nie im Leben!!! Kein Mensch kann mir mein Lachen geben...

kein Mensch kann diese Last ertragen. Die wir als Kind erfahren haben!

Ich bring IHN um....ich hasse IHN! Ich hab bis heut IHM nicht verzieh' n...

und heut noch lieg ich oft im Bett,- ganz klein - und suche ein Versteck.

Ich bin jetzt groß, erwachsen schon. Habe zwei Mädels und 'nen Sohn.

An meiner Seite ist ein Mann... dem ich fast voll vertrauen kann.

Fast voll... denn immer bleibt ein Rest. Der mich nie voll vertrauen lässt.

Und das hat ER zuweg gebracht, in jeder "Mama-Papa-Nacht"

Ich hab geschwor'n, das nie ein Mann... dass meinen Kindern antun kann.

Lass nie ihr kleines Herz zerstör'n... werd vorher stumme Schreie hör'n!

Denn jedes Kind hier hat das Recht... dass "Mann" die Finger von ihm lässt!.

Und alle kleinen Kinderseelen... sind da zum lieben,- nicht zum quälen!

Sie können doch nur uns vertrau'n! Wir sollten nicht zur Seite schau'n..wenn sie uns bitten:

"Bleib daheim...

wir sind doch sonst mit IHM allein!"

 

 Warum Mami ?

Tod einer Unschuldigen durch Alkohol am Steuer


"Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.

Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.

Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.

Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.

Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell.
Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.

Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami.
Der einzige Unterschied ist nur:
Er hat getrunken, und ich werde sterben.

Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.

Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?"

 

 Der Internetkontakt

Fußschritte.... Man kann nie vorsichtig genug sein!
- eine nachdenkliche Geschichte


Das ist eine Geschichte über ein 14-jähriges Mädchen, aber ich finde, das betrifft durchaus auch Erwachsene, die zu leichtsinnig sind....aber lest selbst:

Fußschritte, Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.
Der Gedanke, dass sie verfolgt wird, ließ Ihr Herz schneller schlagen.

"Du bist lächerlich," sagte sie sich selbst, "Niemand verfolgt dich."

Um sicher zu gehen beschleunigte Sie Ihr Schritttempo, doch die Schritte gleichten sich denen ihrer an.

Sie hatte Angst nach hinten zu sehen, und sie war froh, dass sie fast zuhause war.

Shannon sagte ein schnelles Gebet: "Gott, bitte, lass mich sicher nach Hause kommen."

Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.

Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.

Sie sah aus dem Fenster, um nachzusehen, ob jemand da draußen war.

Der Gehweg war leer.

Nach dem Durchblättern Ihrer Bücher entschloss sie sich, einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.

Sie loggte sich unter ihren Nicknamen ByAngel213 ein. Sie sah in ihre Buddyliste und stellte fest, dass GoTo123 ebenfalls online war. Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist!
Ich hab geglaubt, dass mich jemand nach Haus verfolgt hat. Es war total komisch!

GoTo123: Du guckst zu viel fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend. Ich nehme an, dass ich mir das nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.

GoTo123: Es sei denn, du hast deinen Namen übers Internet rausgegeben. Das hast du doch nicht gemacht oder?

ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weißt du?

GoTo123: Hattest du ein Softballspiel nach der Schule heute?

ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!!

GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt Ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Deren irre Uniformen sind total schrecklich! Sie sehen aus wie Bienen.

GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen. Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg. Meine Hausaufgaben müssen fertig sein, bevor meine Eltern nach Hause kommen. Ich will sie nicht verärgern. CU!

GoTo123: Bis dann. CU!


Währenddessen......

GoTo123 ging zum Mitgliedsmenü und begann die Suche nach ihrem Profil.

Als er es fand, markierte er es und druckte es aus. Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben, was er bis jetzt über Angle wusste.

Ihr Name: Shannon

Geburtsdatum: Jan. 3, 1985; Alter:13

Staat in dem sie wohnt: North Carolina

Hobbies: Softball, Chor, Skating und Shoppen.

Neben diesen Informationen wusste er auch, dass sie in Canton wohnt, sie hatte es ihm gerade mitgeteilt.

Er weiß, dass sie bis 18:30 Uhr allein war; und das jeden Nachmittag, bis Ihre Eltern von der Arbeit kommen.

Er wusste, dass sie im Schulteam Donnerstag nachmittag Softball spielt.

Und dass sich das Team Canton Cats nennt, ihre Glückszahl 7 ist und auf dem Rücken Ihrer Uniform gedruckt war.
Er wusste, dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war. Das hat sie ihm auch erzählt.

All dies in einer Unterhaltung, die sie Online hatten. Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden.

Shannon erzählte Ihren Eltern nichts von dem Geschehen auf dem Weg nach Haus.

Sei wollte nicht, dass ihre Eltern ihr eine Szene machen und ihr verbieten, nach dem Softball-Spiel zu Fuß nach Haus zu gehen.
Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren dabei doch die Schlimmsten.

Sie wünschte, sie wäre kein Einzelkind.
Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.

Sie war gerade mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie anstarrte.
In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.
Sie sah von Ihrem second Base nach oben um festzustellen, dass ein Mann sie genau beobachtete. Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte als sie ihn ansah.

Er sah überhaupt nicht angsteinflößend aus und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.

Doch er saß auf einer Bank in ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.
Sie bemerkte sein Lächeln und ging an ihm vorbei.

Er nickte und sie lächelte zurück.
Ihm fiel der Name auf dem Rücken Ihres Trikots auf und er wusste, dass er sie gefunden hatte.

Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.
Sie waren nur ein paar Häuser von Shannons Zuhause entfernt.
Und als er wusste wo sie wohnte, ging er schnell zurück zum Park, um sein Auto zu holen.

Jetzt musste er warten. Er entschloss sich noch etwas zu essen, bis die Zeit gekommen war, zu Shannons Haus zu gehen.

Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort, bis es für ihn Zeit war.

Shannon war in Ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.
"Shannon, komm bitte einmal her," rief ihr Vater.
Er hörte sich besorgt an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum.

Sie ging ins Zimmer. Sie sah dort den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen.

"Setz dich," fing ihr Vater an, "dieser Mann hat uns gerade eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt."
Shannon setzte sich auf einem Stuhl ihm gegenüber.

Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen? Sie hatte ihn bis heute noch nie zu vor gesehen und gesprochen!

"Weißt du wer ich bin, Shannon?" fragte der Mann.

"Nein," antwortete Shannon.

"Ich bin ein Polizist und dein Onlinefreund GoTo123".

Shannon war erstaunt.
"Das ist nicht möglich! GoTo123 ist ein Kind in meinem Alter! Er ist 14 und wohnt in Michigan!"

Der Mann lächelte.
"Ich weiß, dass ich dir das erzählt habe, aber es ist nicht wahr. Siehst du, Shannon, es gibt Menschen im Internet-Chat, die nur so tun als wenn sie gleichaltrige Kinder wären. Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen, um Kinder zu finden und Ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe, die Kinder schützen wollen.
Ich bin hierher gekommen, um dich zu finden und um dir beizubringen, wie gefährlich es sein kann, zu viele Information rauszugeben, an fremde Menschen über das Internet.
Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen, dich zu finden.
Dein Name, die Schule, die du besuchst, der Name deines Ball-Teams, und die Position, in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot, machte das Finden nur noch einfacher."

Shannon war immer noch erstaunt.
"Du wohnst nicht in Michigan?"

Er lachte.
"Nein, ich wohne in Raleigh. Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?"

Sie nickte.

"Ich hatte Freunde, deren Tochter genau war wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück.
Der Mann, der sie fand, tötete sie während sie allein zu Hause war.
Kindern wird beigebracht nie jemandem zu sagen, wenn sie allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, online im Internet, im Chat.
Sie tricksen dich aus, Informationen herauszugeben, ein wenig hier, ein wenig da.
Bevor du es weißt hast du ihnen genug erzählt, damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist."

"Das werd ich", versprach Shannon.

"Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicherer sind?"

"Das verspreche ich!"

 

 Wo bleibt das Mitgefühl?

Gedanken einer sterbenden,
unbekannten Hauskatze

Es war ein regnerischer Tag, als ich von meinem Zuhause noch einmal einen Streifzug durch die große Wiese machen wollte. Der Rasen und die Büsche waren nass und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause, denn nun fing auch schon wieder der Regen an. Die breite Straße, die mich von meinem schönen, trockenen Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe. Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu. Die Scheinwerfer blendeten meine Augen - und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen.

Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst.
Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter. Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen! Und ich hatte doch solche Schmerzen! Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh, und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer. Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft, meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh!

Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich, mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen, die in den Autos fuhren, sehen konnten, dass ich Hilfe brauche - doch keiner hielt an. Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, dass mein Leben zu Ende ging, und ich wollte doch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Ich habe doch so gern mit den Menschen geschmust und sie nie gekratzt. Ich habe doch auch meinen kleinen Menschenfreund mit seinen Eltern rechtzeitig geweckt, als das Feuer ausgebrochen war! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute? Ich fing an zu frieren. Es war so kalt, und ich hatte so entsetzliche Schmerzen! Warum, ihr Menschen, fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst drei Jahre alt!

Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde. Ich versuchte, mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: "Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst Du."

Da - auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. Ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen, so sehr! Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten. Sie fuhren mich zu einem Tierarzt, der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte. Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich, vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte. Ich dachte an meine Familie zu Hause, an die guten Leckerchen, die ich immer bekam, und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte. Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschenwelt! Ich hörte die Fahrerin sagen: "Endlich, wir sind da - jetzt wird alles gut!" - da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte - es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand.

Danke, den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwerverletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten; danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, einer unbekannten Hauskatze, weinten und Verachtung den Menschen, die so herzlos sind, an einem schwerverletzten Tier vorbeizufahren ...

-- Diese kleine Geschichte ist leider nicht erfunden sondern wirklich passiert.

 

 

 Das Hundebaby

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen: Hundebabys zu verkaufen. Dieser Satz lockte Kinder an.
Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wieviel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer meinte "zwischen 30 und 50 Dollar" Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?"
Der Besitzer grinste und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte "Was fehlt diesem kleinen Hund?" Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln.
Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte "den kleinen Hund möchte ich kaufen". Der Mann antwortete "nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen. Wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn dir." Der kleine Junge war ganz durcheinander.
Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und 50 Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe." Der Mann entgegnete: "du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen kleinen Hunde"
Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: " na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat."
Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird.
Im Leben kommt es nicht darauf an, wer Du bist; sondern dass jemand Dich dafür schätzt, was Du bist, Dich akzeptiert und liebt!

 

 

 



 

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