Warum ?

Warum war es uns nicht gegeben,

dass Du bei uns bleiben konntest in diesem Leben.

Es tut so weh das Du nicht mehr bei uns bist,

unser Gefühl sagt uns das es ungerecht ist.

Die Chance auf ein glückliches Leben,

sie war Dir nicht gegeben.

Das Warum werden wir wohl niemals verstehen,

und deshalb fühlen wir uns allein.

Doch die Erinnerungen an Dich sind schön,

und auch der Gedanke irgendwann wieder bei Dir zu sein.

Abends


Abends wenn es dunkel wird,
leuchten tausend Sterne,
und ich sehne mich hinauf,
in die weite Ferne.

Abends wenn es dunkel wird,
bin ich so alleine.
Holt mich die Erinnerung ein,
und ich wein und weine.

Abends wenn es dunkel wird,
strahlen tausend Sterne.
Inmitten fliegt mein Engelchen,
das ich hab sooooo gerne.

 

Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich schlafe nicht.
Ich bin in den tausend
wehenden Winden.
Ich bin der Diamant,
der im Schnee glitzert.
Ich bin das Sonnenlicht
über dem reifen Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du in der morgendlichen Stille erwachst,
bin ich der Vogel,
der sich schnell in die Lüfte erhebt
und zwitschert.
Ich bin der Stern,
der in der Nacht scheint.
Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot.

 

Allein

Allein - mit der Trauer und den Tränen, die nie zu versiegen scheinen.

Allein - mit der Liebe für das Kind, daß nie leben durfte.

Allein - mit der Angst verlassen zu werden, von den Menschen die ich liebe.

Allein - kämpfend um die Erinnerung wachzuhalten.

Allein - hoffend auf Verständnis der Menschen die mit mir leben.

Allein - mit der ohnmächtigen Wut auf das Schicksal.

Allein - betend, daß sich das Blatt noch einmal wendet.

Allein - mit den Vorwürfen und dem Zweifeln am Selbst.

Allein - umgeben von Menschen und doch allein.

Allein - mit der endlosen Leere in mir.

Allein - wartend auf eine Aufgabe, ein neue Herausforderung, die das Leben lebenswert macht.

Allein - trotz der Liebe und angebotenen Hilfe der Menschen, die mich lieben.

Allein - in dem tiefen, schwarzen Nichts, daß mich umgibt.

Allein - abwartend, daß der unsägliche Schmerz nachläßt, und den schönen Erinnerungen Platz macht.

Allein - begleitet von liebenden Menschen, trotzdem allein im Leid.

Niemand kann helfen, nur lindern und versuchen zu verstehen,
aber unser Schicksal und Leben müssen wir selber meistern - und zwar
Allein.

 

SEGEN ÜBER EINER FEHLGEBURT

Du warst ein Kind der Hoffnung,
unsere Liebe um hüllte dich,
unsere Fantasie schmückte dein Leben aus.

Du warst ein Kind der Freude.
Wie eine Blüte ging unser Herz auf,
denn wir erwarteten dich voller Sehnsucht.

Du warst ein Kind des Lebens.
Wir wollten Leben weitergeben
und uns selbst beschenken lassen.

Du bleibst unser Kind.
du bist ein Kind der Sehnsucht,
das zu einem Kind der Trauer wurde.

Du hast sie nicht gesehen,
den Sonnenglanz und die Mondsichel.
Du hast nicht in unsere leuchtenden Augen geschaut.

Nun aber siehst du das Licht,
das strahlende, wärmende Licht
der Liebe Gottes.
auch du wohnst im Hause Gottes,
wo viele Wohnungen sind.

Du bist gesegnet
du Kind der Hoffnung, der Freude
und des Lebens.
Und mit dir ist gesegnet
unsere Trauer um dich,
du Kind bei Gott.

aus "Segen strömt aus der Mitte" von Hanne Straeck

 

Wenn du jemals ein Kind verlierst, wie es mir geschehen ist, dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen. Du wirst verstehen, was es bedeutet, vernichtet zu sein und doch jeden Tag aufzustehen und den Kessel mit Wasser zu füllen. Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen. Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung. Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen. Das ist alles. Auf der Straße werden Tränen auf den Gehsteig tropfen und deine Schuhe füllen. Sag, die Sonne schiene dir in die Augen. Wenn du deine Trauer zeigst, vergeht sie nicht. Wenn du sie verbirgst, vergeht sie nicht. Sie ist für immer und ewig bei dir, aber es gibt vielleicht eine Stunde, in der du dich nicht erinnerst. Einen Abend, an dem der Himmel blau wie Tinte ist. Einen Nachmittag, an dem deine Tochter hinter einer Grille herläuft, die sie niemals fangen wird. Flüstere den Namen deines Babys. Dann sei still.

 

 

Ihr sollt nicht um mich weinen,
ich habe ja gelebt,
der Kreis hat sich geschlossen
der zur Vollendung strebt.

Glaubt nicht weil ich gestorben,
daß wir uns ferne sind,
es grüßt euch meine Seele
als Hauch im Sommerwind.

Und legt der Hauch des Tages am Abend sich zur Ruh,
send ich als Stern vom Himmel euch meine Grüße zu.

 

Wieder eine schlaflose Nacht,
wieder nur an Dich gedacht.
Wieder die ganze Nacht geweint,
wieder ein Tag an dem alles hoffnungslos scheint.
Wieder wird mit klar,

Du bist nicht mehr da.

 

Ich bin nicht tot,
ich wechsel nur die Räume.
Ich lebe in Euch,
und gehe durch Eure Träume.

 

 

 




powered by Beepworld