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      Ausflugtipps für unsere Region           

                                                                              

 "Reisen heißt, an ein Ziel kommen; wandern heißt, unterwegs zu sein" (Theodor Heuss)

 

 

Die Zitadelle in Bitsch

Die Zitadelle ist das Wahrzeichen von Bitsch. Nach einer langen und wechselvollen Geschichte wurde sie im Jahre 1960 von der Stadt Bitsch erworben. 1979 wurde sie dann unter Denkmalschutz gestellt. Nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten ist sie heute wieder so weit hergerichtet, dass die gesamten  Anlagen und auch die unterirdischen Gänge wieder besichtigt werden können. 

Auf dem oberen Plateau können die Besucher einen architektonischen und historischen Rundgang  machen. Dieser besteht aus 13 Stationen. Anhand von Schautafeln und akustischen Kommentaren (Sie erhalten sie über Kopfhörer, die Sie beim Betreten der Zitadelle bekommen) erfahren Sie alles Wissenswerte über die Festung.

Ein Filmrundgang in den unterirdischen Anlagen lässt Sie den heldenhaften Widerstand der Festung während des Krieges von 1870 in vielen Filmszenen erleben. Gemacht wie ein Spielfilm werden Ihnen die einzelnen Episoden des Krieges  realistisch vor Augen geführt. Die beeindruckenden Raumausstattungen und die ergreifende Filmszenen werden auch Sie in ihren Bann ziehen.

Weitere Informationen über die Festung bekommen sie durch den Besuch zweier Museen mit interaktiven Medien auf der oberen Plattform.
Das historische Museum „Männer im Krieg von 1870“ lässt durch Archivbilder, Waffensammlungen, Uniformen und Inszenierungen eine realistische Vorstellung des Kriegsgeschehens entstehen und regt zum Nachdenken an.
Das Museum des Reliefplanes befindet sich in der von Vauban errichteten Kapelle. Im Jahre 2007 restauriert, hat sie ihr ursprüngliches Aussehen wieder erlangt. Hier könne Sie ein im Jahre 1794 gefertigtes Relief besichtigen. Es zeigt im Maßstab 1 : 600 das Panorama der Stadt Bitsch und der Zitadelle am Ausgang des XVIII. Jahrhunderts. Interaktive Medien erlauben Ihnen, die wichtigsten Bauwerke der Stadt und Festung zu entdecken.

Nach dem Rundgang lädt das Restaurant der Zitadelle zu einem Besuch ein. Im Zitadellen-Laden können Sie ein Souvenir erwerben und auch Literatur zur Festung, zur Stadt Bitsch und zur Region kaufen.  

 

Die Geschichte der Zitadelle

Schon vor mehr als 800 Jahren, im 12. Jahrhundert, errichteten die Herzöge von Lothringen, zu deren Herrschaftsgebiet die Region Bitsch damals gehörte, auf dem Felshügel, der die Ebene überragte, vermutlich  ein Jagschloss. Im Jahre 1297 tauschte der Herzog von Lothringen, Friedrich III., die Herrschaft Bitsch gegen das saargemünder Schloss ein. Dessen Besitzer war Eberhard von Zweibrücken. Er nannt sich nun Graf von Zweibrücken, Herr von Bitsch. In der Folgezeit bauten die Herren von Bitsch ihren herrschaftlichen Wohnsitz immer weiter aus und befestigten ihn auch.
Ausgangs des des XVI. Jahrhunderts startete der Herzog von Lothringen, Karl III., eine Erweiterungspolitik seiner Staaten. Als Motiv für die Wiedrerlangung seiner Herrschaft über Bitsch und die Burg führte er das Aussterben der Familie von Zweibrücken-Bitsch an und seinen Willen, die Herrschaft von Bitsch im katholischen Glauben zu bewahren. Die Burg entwickelte sich allmählich zu einer der am besten verteidigten Burgen im ganzen Herzogtum.
Während des Dreißigjährigen Krieges erstürmte das französische Heer den strategisch wichtigen Felsen mit der Burg und nahmen sie in ihren Besitz. Die Weigerung vom Herzog Karl V., die Bedingungen von Ludwig XIV. beim Frieden von Nimwegen (1679) anzunehmen, führte zur Annexion von Lothringen durch Frankreich.
Der französiche König Ludwig XIV. beauftragte 1681seinen Marschall und Festungsbaumeister die Burg in Bitsch vollständig zu ändern und zu einer umeinnehmbaren Festung umzubauen. Dabei wendete Vauban seine Befestigungstheorien an. Die erste Zitadelle entstand. Sie lebte aber nur kurze Zeit. Der Friedensvertrag von Rijswijk im Jahre 1697 legte fest, dass Frankreich dem Herzog Leopold Lothringen zurückgeben musste. Vor ihrem Abzug schleiften die Franzosen die gesamte Festungsanlage, die sie gerade gebaut hatten.
1737 verzichtete der Herzog von Lothringen, Franz III. auf sein Herzogtum. Das brachte es in den Besitz von Stanislas Leszczynski, dem Schwiegervater von König Ludwig XV.. Nach desen Tod wurde Lothringen Frankreich zugesprochen und die Franzosen kamen zurück.
Der Militärgoveneur Graf von Bombelles erhielt den Befehl, die Zitadelle von Bisch wieder aufzubauen. Der Umriss und die Ideen von Vauban wurden beibehalten und waren die Grundlage für die 2. Zitadelle. Planer der neuen Festung war der Militäringenieur Cormontaigne. Die Bauarbeiten dauerten 13 Jahre, von 1741 bis 1754.
Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 – 1871 verteidigte der Kommandant Teyssier die Zitadelle. Sie wurde seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert. 230 Tage lang widerstand die Zitadelle den Angriffen der bayerischen Truppen und drei furchtbaren Bombadierungen. Teyssier kapitulierte erst am 25. März 1871, rund einem Monat nach Unterzeichnung des Vorfriedens von Versailles. Die preußische Armee gestattete den Abzug der Besatzung der Zitadelle unter Waffen.  
Als Lothringen 1871 Deutsch wurde, nahm eine preußische Garnison die Zitadelle in ihren Besitz. 1918, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kehrte sie zu Frankreich zurück.
Angesichts der rasanten Entwicklung der Artillerie verlor die Zitadelle allmählich ihre militärische Bedeutung. Ausgangs des 19. Jahrhunderts wurden einige Bauarbeiten durchgeführt, um z.B. die Aufbauten zu panzern. Während des ersten Weltkrieges hatte die Festung nicht unter Kriegshandlungen zu leiden.
Der Zweite Weltkrieg und die Bombardierungen der alliierten Streitkräfte in den Jahren 1944/45 besiegelten endgültige das Ende der militärischen Nutzung der Zitadelle.
Im Jahre 1960 wurde die Zitadelle von der Stadt Bitsch erworben und 1979 dann unter Denkmalschutz gestellt.

 

                                

 

                      

 

                               

 

                       

 

Öffnungszeiten:

Die Zitadelle ist täglich geöffnet vom 27. März bis zum 7. November.                  

Täglich von 10 bis 17 Uhr (von 10 bis 18 Uhr an jedem Sonntag und jeden Tag im Juli und August).

Eintrittspreise:

                                                                                  26.03 - 23.04 u. 3.10.-23.10                                    24.04.-2.10.  *
                                                                                                                 

Erwachsene:                                        8 Euro                                       9 Euro

Kinder/Studenten/Arbeitslose           6 Euro                                       7 Euro

Gruppen ab 10 Personen                   6 Euro                                       7 Euro

Familienkarte 4 Personen

(2 Erwachsene + 2 Kinder)               23 Euro                                    27 Euro

Familienkarte 6 Perrsonen

(2 Erwachsene + 4 Kinder)               34 Euro                                    40 Euro

Kinder unter 7 Jahren                                                frei

* Diese Eintrittspreise schließen den Eintritt in den Garten für den Frieden ein

 

Der Garten für den Frieden und die Gärten der Gassen in Bitsch

Unterhalb der Zitadelle und untrennbar mit ihr verbunden erstreckt sich der "Garten des Friedens". Er gehört zu den "Gärten ohne Grenzen". Das ist ein Projekt im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg, welches seit 1998 historisch restaurierte Gartenanlagen oder besonders sehenswerte Themengärten präsentiert. Zur Zeit gehören 25 Gärten dazu.

Der Garten für den Frieden ist ein symbolischer Ort städtischer Blütenpracht inmitten der Festungsstadt Bitsch.

Die Gartenanlage nimmt eine Fläche von 15.000 m² ein und umfasst 12 regelmäßig neu gestaltete Themengärten. Die Gestalter des Gartens lassen Sie bei ihrem Besuch in die von ihnen gestaltete Welt eintauchen, in eine Welt, in der Glas und Kristall, Schmiedeeisen, Holz, Blumen, Bäume, Sträucher, Gräser und vieles mehr vereint sind. So gibt es, um nur einige zu nennen, den Garten "Bitsch 2084", der die Folgen der Klimaerwärmung und des Wassermangels zeigen soll. Der "Heilpflanzengarten" ist ein Garten mit Heilkräutern. Er befindet sich hinter einem ehemaligen Militärlazarett und hat einen historischen Hintergrund. Im "Garten Bienenland" können sie das Umherschwirren der fleißigen Bienen beobachten. Der "Garten von Majorelle" mit seinen Staffeleien, Farbtöpfen und Pinseln ist eine Huldigung an den lothringischen Künstler Majorelle. Seine Lieblingsfarbe Blau ist hier vorherrschend. Im Mittelpunkt des "Gartens Tannenbaum" erhebt sich ein mit Glaskugeln geschmückter Weihnachtsbaum. Die Gartengestalter wollen hiermit das Gefühl vermitteln, das ganze Jahr die Weihnachtszeit, die Zeit des Friedens zu erleben. 

Diese Themengärten und noch viele andere können sie bei ihrem Rundgang besichtigen und sich daran erfreuen. Und am Ende des Rundganges lädt das Bistro des Gartens und seine blühende Terrasse ein, sich zu entspannen und auszuruhen. Im Gartenladen finden sie Erzeugnisse der Region, Pflanzen und vieles mehr.

Und wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben, laden Sie noch die zahlreichen "Gärten der Gassen", thematische und vergängliche Schöpfungen, die sich im Zerntrum der Stadt ausbreiten, zu einem weiteren  Bummel durch Pflanzen ein.

                                                                                             Der Garten des Friedens (Jardin pour la Paix)

                                               

 

                                      

 

                                             

 

                                                                                                              Die Gärten der Gassen (Jardins en Troc)

                            

 

                                         

 

                       

 

Öffnungszeiten:

Der Garten des Friedens ist täglich geöffnet vom 24. April bis zum 3. Oktober.                  

Täglich von 11 bis 18 Uhr (Sonntags, an den franz. Ferientagen und täglich im Juli und August von 11 bis 19 Uhr). 

Eintrittspreise:

Erwachsene:    4 Euro                                                                        

Kinder (7-18 Jahre)/Studenten/Arbeitslose:    2 Euro 

 

                                                                                                                                     

 

 Zur Zitadelle und zu den Gärten von Bitsch gibt es auch eine Bilderserie.

Einfach hier klicken !         

                                                                                             


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