Erster CL-Sieg: Brasilianer treffen beim 2:0 gegen Sofia

Werder Bremen hat am 3. Spieltag der Champions League den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Grün-Weißen besiegten den bulgarischen Meister Levski Sofia verdient mit 2:0 (1:0). Naldo erzielte in der 45. Minute mit einem direktem Freistoß die Führung, die sein Landsmann Diego nach 73 Minuten noch ausbauen konnte.

Weil Kapitän Frank Baumann mit Problemen an der Achillesferse passen musste, rückte Jurica Vranjes zum ersten Mal in dieser Saison in die Werder-Startelf. Der Kroate spielte im rechten Mittelfeld, während Torsten Frings auf der ?Baumi-Position? vor der Abwehr agierte. Ansonsten vertraute Cheftrainer Thomas Schaaf der gleichen Formation, die zuletzt beim 6:0 in Bochum so überzeugt hatte.

Levski macht Räume eng

[bild1]Vor 36.246 Zuschauern im proppevollen Weser-Stadion spielten die Gastgeber vom Anpfiff an munter nach vorne. Nach einem Zuspiel von Aaron Hunt tankte sich Miro Klose schon nach drei Minuten durch die bulgarische Abwehr, setzte einen Schuss aus spitzem Winkel allerdings über das Tor. Danach tat Werder sich schwer, gegen die dicht und tief stehenden Gäste gefährlich zu werden. Der 24-malige bulgarische Meister machte die Räume im Mittelfeld sehr eng, ohne sich zunächst selbst in die Offensive zu wagen.

Nach 19 Minuten bot sich indes eine unverhoffte Torchance für Aaron Hunt nach Flanke von Clemens Fritz, nachdem Levski-Verteidiger Topuzakov ausgerutscht war ? Werders überraschtes Sturmtalent verpasste den Ball jedoch knapp. Fünf Minuten später erkämpfte sich Christian Schulz im Mittelfeld stark den Ball, drang bis zur gegnerischen Strafraumgrenze vor und schloss selbst ab ? ein sattes Pfund, das noch den rechten Pfosten touchierte. Anschließend blitzte auch vor dem Tor von Tim Wiese erstmals Gefahr auf. In der 26. Minute wähnte die Werder-Abwehr Yovov im Abseits, doch Naldo hob es auf. Der Bulgare versuchte einen Schuss aufs lange Eck und scheiterte um etwa einen Meter.

Als sich die meisten Zuschauer wohl schon mit einem wenig befriedigenden 0:0 zur Pause abgefunden hatten, drehte Werder noch einmal auf. Miro Klose wuselte sich gegen drei Bulgaren durch und bediente Hunt, der diesmal an Levski-Torwart Petkov scheiterte (44.). Dann kam die Nachspielzeit. Ex-Bundesligaprofi Borimirov foulte Hunt und Schiedsrichter Allaerts aus Belgien entschied auf Freistoß aus 25 Metern. Ein Fall für Naldo: Der Brasilianer feuerte einen Flachschuss ab, der von Levskis Mauer noch leicht abgefälscht wurde und tatsächlich haargenau ins rechte Eck des Tores trudelte ? 1:0! Jubelnd ging es in die Pause...

Chance für Klasnic

Zur zweiten Hälfte stellte Thomas Schaaf um: Ivan Klasnic ersetzte Pierre Womé und spielte neben Klose im Sturm. Hunt und Schulz rückten zurück und spielten fortan im linken Mittelfeld bzw. auf der linken Seite der Viererkette. Die Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde: Domovchijski schnappte sich einen verunglückten Rückpass von Jurica Vranjes und verfehlte Wieses Kasten mit einem Flachschuss nur knapp.

Ansonsten blieb Werders Torwart weitgehend beschäftigungslos, da seine Vorderleute weiter tonangebend waren und von den vorsichtigen Bulgaren in der Abwehr nicht allzu stark gefordert wurden. Innerhalb von zwei Minuten bot sich den Werderanern zwei Mal die Möglichkeit, auch im Ergebnis für Klarheit zu sorgen. Vranjes verlängerte einen weiten Einwurf von Schulz auf Hunt, dem der Abschluss aus aussichtsreicher Position zentral vor dem Tor allerdings völlig misslang (57.), danach prüfte Diego nach einer Einzelleistung Torwart Petkov mit einem Schuss aus 16 Metern (59.).

Diego macht alles klar

[bild2]Es fehlte weiterhin ein zweites Tor, doch eine Wiederholung des Zitterspiels gegen Barcelona blieb den Werder-Fans erspart. In der 72. Minute wechselte Schaaf Leon Andreasen für Jurica Vranjes ein, und der Däne führte sich prächtig ein. Andreasen nämlich eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte ihn zu Ivan Klasnic, der mit energischem Einsatz zu Diego weiterleitete. Und der Bremer Spielmacher behielt allein vor Petkov die Nerven und schob souverän ein ? das erlösende 2:0 (73.)!

Damit war der Sieg so gut wie sicher, denn trotz der Einwechslung zweier frischer Stürmer auf bulgarischer Seite gerieten die Grün-Weißen nicht mehr in Gefahr. Stattdessen hätte der ebenfalls eingewechselte Hugo Almeida kurz vor Schluss noch erhöhen können, verfehlte das Levski-Gehäuse nach Diego-Pass aber knapp.

von Kevin Kohues



Werder Bremen ? Levski Sofia 2:0 (1:0)

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Womé (46. Klasnic) - Frings - Vranjes (72. Andreasen), Schulz - Diego - Klose (82. Almeida), Hunt; auf der Bank: Reinke, Pasanen, Polenz, Zidan

Levski Sofia: Petkov - Angelov, Topuzakov, Tomasic, Lucio Vagner - Borimirov, Eromoigbe - Bardon - Telkijski (79. Dimitrov), Yovov (79. Koprivarov) - Domovchijski (64. Ivanov)

Tore: 1:0 (45.) Naldo, 2:0 (73.) Diego

Schiedsrichter: Allaerts (Belgien)

Weser-Stadion: 36.246 Zuschauer

Gelbe Karten: Fritz ? Tomasic, Borimirov



Quelle:werder.de

 

 

 

 

Udinese-Coach warnt vor Trio Borowski, Micoud und Klose

Als Routinier seiner Branche sieht sich Serse Cosmi nicht. Er setzt lieber auf Understatement, rollt mit den Augen unter seiner Basecap und sagt: "Mir fällt es schwer, einen Vergleich zwischen der Bundesliga und der italienischen Serie A zu ziehen. Giovanni Trapattoni wäre dafür sicher der bessere Ansprechpartner. Aber ich denke, dass der deutsche Tabellenführer auch in Italien eine gute Rolle spielen würde." Die Spieler-Namen zu nennen, denen er eine starke Präsenz in der höchsten italienischen Liga zutrauen würde, fällt Cosmi schon leichter. Er zählt sie, ohne lange nachzudenken, auf: "Micoud natürlich. Er hat schon beim AC Parma gezeigt, dass er in Italien spielen kann. Er hatte dort nur nicht das nötige Glück. Aber auch Klose und Borowski würden hier Akzente setzen", ist sich der 47 Jahre alte Trainer, der glaubt, dass dieses Trio am Dienstagabend seiner Mannschaft das Leben schwer machen wird, sicher.

Respekt hat Cosmi jedoch vor der gesamten Bremer Mannschaft. "Das Spiel wird den weiteren Verlauf der Vorrunde enorm beeinflussen. Werder wird sehr viel tun, um in der Tabelle zu uns aufzuschließen. Dass sie die Qualität dafür haben, zeigt die Tabellenführung in Deutschland." So wie sein Trainer sieht es auch Kapitän Valerio Bertotto: "Am Dienstag wird sich nicht alles entscheiden, aber wenn wir gewinnen, haben die Bremer ein Problem." Der Verteidiger stellt sich schon jetzt auf eine rasante Partie ein, denn selbst in Italien hat sich die Offensiv-Power der Grün-Weißen herumgesprochen. Bertotto: "Dass sie ohne Ivan Klasnic hier sind, ist für die Bremer überhaupt kein Problem. Sie haben gute Alternativen. Valdez ist auch sehr schnell und sehr stark." Vor allem vor Werders Kopfballstärke haben die Männer aus dem Friaul großen Respekt. "Das ist die große Stärke von Klose und Valdez, da müssen wir sehr vorsichtig sein. Aber wir werden es schaffen. Am vergangenen Wochenende in Siena war auch die halbe Mannschaft größer als wir, und wir haben den Platz trotzdem als Sieger verlassen."

Trainer Cosmi freut sich vor allem über die kleine Erfolgsserie der vergangenen Tage mit zwei Siegen in Folge: "Schön, dass jetzt bei uns wieder über Fußball gesprochen wird. Wir hatten eine kurze, aber sehr, sehr schlechte Phase, in der wir vier Spiele in zehn Tagen verloren haben. Das wird sich nicht wiederholen. Wir sind in guter Form." Um den Aufwärtstrend zu untermauern, fordert der Coach eine engagierte Leistung seines Teams. "Ich will sie wieder so sehen wie bei unseren internationalen Spielen gegen Sporting Lissabon in der Champions-League-Qualifikation und gegen Panathinaikos Athen."

Dass er sein Team für die Herausforderung gerüstet sieht, unterstreicht Cosmi ganz dick. Eine Taktik hat er sich schon zurecht gelegt: "Wir werden die Bremer ein bisschen kommen lassen, richtig gut verteidigen und auf Konter lauern – ohne sie jedoch richtig ins Spiel kommen zu lassen. Ich glaube ohnehin nicht, dass die Bremer so naiv sind und bedingungslos nach vorn spielen." Auch personell sind die Italiener bereit. Einige zuletzt vermisste Leistungsträger werden gegen Werder wieder eingesetzt. "Candela wird dabei sein. Er hätte schon am Wochenende spielen können, aber wir wollten ihn für die Partie gegen Werder schonen. Auch Pinzi steht wieder zur Verfügung", verriet Cosmi. Im Sturm haben die Italiener wie Werder die Qual der Wahl: Die große Frage wird sein, ob der Trainer auf David di Michele, der am Wochenende drei Mal gegen Siena traf, verzichten und wieder auf das Sturmduo Vincenzo Iaquinta und Antonio di Natale setzen wird. Die Antwort blieb Udineses Coach schuldig: "Ganz ehrlich: Eine solche Situation gab es noch nicht so oft in meiner Trainerkarriere. Wir werden sehen, wie es kommt", sagte er und setzte wieder die Miene eines Trainerlehrlings auf.

von Michael Rudolph

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Beeindruckende Klose-Gala nach Grippe-Pause

So einen starken Stürmer hatte Torsten Frings in den beiden Länderspielen der vergangenen Woche sicherlich vermisst. Teamkollege Miroslav Klose, der noch am Mittwoch grippegeschwächt gegen China pausieren musste, bot bei seiner Rückkehr eine Glanzleistung: Drei Tore in der ersten Halbzeit. Frings' Kommentar: "Das war Weltklasse. Seine starke Chancenverwertung hat uns wieder ins Spiel gebracht. So ein Auftritt ist super für uns, aber auch super für ihn! Nach den verpassten Länderspielen wollte er sich heute besonders stark zeigen."

Ivan Klasnic und Miroslav Klose - das derzeit erfolgreichste Sturm-Duo der Liga.
Die Stimmung nach dem Dreierpack gegen die Nürnberger sorgte beim besten Torjäger der Liga (10 Treffer in 8 Spielen) für entsprechende Euphorie. Als er seine Tore beschreiben sollte, erklärte er erst: "Ich wurde drei Mal angeschossen" und schob später nach "Ich hatte wahrscheinlich die längeren Stollen an". Erst später analysierte er ernsthafter: "Ich habe aus der Vergangenheit gelernt. Ich hatte schon öfter eine Grippe und die ersten Spiele danach waren einfach immer sehr schlecht. Deswegen habe ich jetzt länger gewartet. Ich hatte gehofft, dass es so laufen würde."
Dass es nun auch kritische Stimmen geben könnte, da am vergangenen Mittwoch nicht für Deutschland gespielt hat, wusste Klose und beugte vor: "Ich weiß genau, dass jetzt einige solche Fragen stellen. Aber es ist ganz einfach: Ich hatte am Mittwoch kein gutes Gefühl. Ich habe mich schlapp gefühlt. Ich brauche für mein Spiel einfach die volle Power. Wenn ich nicht 90 Minuten rennen und kämpfen kann, dann ist es nicht der 'Miro', den alle kennen. Und dann ist es auch nicht einsehbar, warum ich spielen sollte, wenn gesunde Spieler zur Verfügung stehen, die auch zehn Tage mit dabei sind und auf ihren Einsatz warten", begründete der Nationalspieler.

Miroslav Klose - der umjubelte Held. Mit drei Toren in der ersten Halbzeit war er maßgeblich am 6:2-Erfolg beteiligt.
Die volle Rückendeckung erhält Klose dabei von Geschäftsführer Klaus Allofs: "Miro ist ein Gewinner in dieser Woche, weil er alles richtig gemacht hat. Wir hatten heute mit ihm eine überragende Durchschlagskraft." Zur Länderspiel-Thematik sagte der ehemalige Torjäger: "Wir haben noch am Mittwoch telefoniert und ich weiß, dass es ihm schwer fiel, nicht zu spielen. Er hat gebrannt, aber es hätte in seiner Verfassung nichts gebracht."

Selbst bei seinem Gala-Auftritt gegen Nürnberg konnte der Torjäger noch nicht die volle Spielzeit durchstehen. "Es war klar, dass ich schon früher ausgewechselt werde", so Klose. Nach 66 Minuten war der Klose-Spuk für die Nürnberger Abwehr dann vorbei. Für ihn kam Nelson Valdez. Cheftrainer Thomas Schaaf dazu: "Miro hat zuletzt lange pausiert, deswegen wollte ich es heute nicht übertreiben. Mit Nelson Valdez wollte ich dann wieder etwas Frische ins Spiel bringen."

von Michael Rudolph und Juliane Schramm

Quelle: werder.de

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Nach Rückstand: Tolle Werder-Moral mit Sieg belohnt

Was noch am Dienstag in der Champions League gegen Athen trotz vieler Torchancen nicht gelungen war, klappte im Bundesliga-Spitzenspiel bei Hertha BSC Berlin: Mit großem Kampfgeist drehte Werder den 0:1-Rückstand um und nahm die drei Punkte mit an die Weser. "Wir hatten den absoluten Willen zu gewinnen", freute sich Angreifer Ivan Klasnic nach dem Spiel.

Dabei gab es gleich nach Anpfiff der zweiten Halbzeit die kalte Dusche, als Torsten Frings im Mittelfeld den Ball verlor. "Solch ein Fehler darf mir nicht passieren", gab der Nationalspieler zu, der kurz darauf mit ansehen musste, wie die Berliner die Führung erzielten. Nicht nur für Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs kam der Treffer überraschend: "Wir hatten vorher alles unter Kontrolle, und dann kam dieses Tor aus heiterem Himmel. Dass man danach nicht unbedingt an einen Sieg glaubt, ist klar." Chef-Trainer Thomas Schaaf sagte dazu: "Nach dem 1:0 habe ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht, weil wir nicht sofort wieder ins Spiel gefunden haben." Doch "die Jungs haben nicht aufgegeben und alles gegeben, um das Spiel umzubiegen", lobte Allofs.

Zweikampf im Mittelfeld: Werders Daniel Jensen und der Herthaner Gilberto.
Aufgegeben hatten sich die Werder-Profis nach dem Rückstand keinesfalls. Zwanzig Minuten vor dem Ende übernahmen die Grün-Weißen wieder das Kommando. "Wir haben dann wieder zu unserer klaren Linie gefunden und es so geschafft, wieder zurückzukommen. Wir haben als Mannschaft zurückgeschlagen und bewiesen, dass wir das dominantere Team auf dem Feld waren", kommentierte Torschütze Tim Borowski. Zu seinem sehenswerten 1:1-Ausgleichstreffer sagte der Nationalspieler: "Der Ball prallte perfekt ab, kam aber auch aus dem Flutlicht und war daher schwer zu nehmen. Ich dachte mir, er geht entweder ins Tor oder in den dritten Oberrang. Im Training haben diese Schüsse schon des öfteren gesessen, also warum nicht auch heute." Da war er, der ersehnte Anschlusstreffer kurz vor Schluss. Die Initialzündung - Werder explodierte nun noch einmal. Dass in Berlin alles möglich ist, daran erinnerte Klaus Allofs nach der Partie. Beim Aufeinandertreffen der Hertha und Werder im November vergangenen Jahres kippte das Spiel in der Nachspielzeit, damals jedoch zu Ungunsten der Grün-Weißen, die in der letzten Sekunde den Ausgleichstreffer hinnehmen mussten.

Dieses Mal präsentierten sich die Berliner nach dem 1:1 kurzzeitig wie gelähmt: "Der Ausgleich war wie ein kleiner Genickschlag für uns", so Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Das Spiel nahm an Dynamik zu und die Torchancen häuften sich. Werder-Trainer Thomas Schaaf: "Ab der 70. Minute haben wir wieder viel für einen Sieg getan. Es ging 90 Minuten hoch und runter, doch wir haben am Schluss die entscheidende Chance mehr verwertet."

Torschütze des Siegtreffers: Nelson Valdez (re.) mit Vorbereiter Johan Micoud

Nelson Valdez, der für den erkrankten Miroslav Klose im Spiel war, zeigt nach dem gelungenen Champions-League-Spiel gegen Barcelona erneut eine klasse Partie und köpfte eine Minute vor Ende des Spiels den Siegtreffer in die Maschen. War es die Belohnung durch den Fußballgott? Tim Borowski sah es ganz nüchtern: "Den gibt es nicht, wir haben einfach nur eiskalt vor dem Tor agiert und an uns geglaubt." Torsten Frings sagte zum zweiten Tor: "Nelson hat 90 Minuten gekämpft und sich dann am Ende dafür belohnt. Der Ausgang dieser Partie mit einem Erfolg für uns war ein Ausgleich für das Pech in den letzten Spielen."

Patrick Owomoyela, der die meisten Ballkontakte in dieser Begegnung verzeichnete, war zufrieden mit dem Sieg in Berlin: "Nach dem Spiel in Athen diesen Teamgeist zu zeigen und das Ergebnis noch zu drehen, beweist wieder einmal, dass wir eine Truppe sind, die zusammenhält." Trotz weniger Torchancen als in den vergangenen Spielen, wendeten die Grün-Weißen das Blatt -auch dank einer starken Leistung von Werder-Kapitän Frank Baumann, der zum ersten Mal in dieser Saison in der Innenverteidigung zum Einsatz kam: "Man hat uns vorgeworfen, nicht effektiv genug zu spielen, heute haben wir das Gegenteil bewiesen." Klaus Allofs freute sich, dass "wir heute einen großen Schritt nach vorn gemacht und mit Hertha einen harten Konkurrenten auf Abstand gehalten haben." Allofs weiter: "Nach den zuletzt zum Teil unglücklichen Auftritten ohne zählbaren Erfolg ist dieser Sieg enorm wichtig für die Moral der Mannschaft." Ivan Klasnic fasste die vergangenen Wochen so zusammen: "Wir verlieren zusammen und gewinnen zusammen."

von Juliane Schramm

Quelle:Werder.de

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Grippaler Infekt: Miroslav Klose fehlt in Berlin

Werder Bremen muss das Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin am Samstag, 01.10.2005, um 15.30 Uhr ohne Miroslav Klose bestreiten. Der Torjäger fällt wegen eines grippalen Infekts aus. "Gestern hatte ich nur ein leichtes Kratzen im Hals, aber über Nacht kamen Fieber und Übelkeit hinzu", berichtete Klose am Freitag. "Ich hätte unheimlich gerne in Berlin gespielt, aber leider ist an einen Einsatz nicht zu denken." Der 27-Jährige wird durch seine Krankheit auch nicht die Einladung in die ZDF-Sendung 'das aktuelle Sportstudio' am Samstag wahrnehmen können.

Neben Klose, Petri Pasanen (Muskelfaserriss) und Tim Wiese (Kreuzbandriss), deren Fehlen bereits feststand, muss Werder in Berlin auch auf Leon Andreasen (Oberschenkel-Probleme) und Aaron Hunt (Probleme im Sprunggelenk), die ihre Blessuren aus dem Champions-League-Spiel in Athen noch nicht auskuriert haben, verzichten. Zudem fällt Jelle van Damme, den erneut Leistenprobleme plagen, aus. Ümit Davala steht dagegen nach längerer Verletzungspause erstmals wieder im Kader, auch Marco Stier ist zum ersten Mal in dieser Saison dabei.

Sein Debüt im Kreis der Bundesliga-Mannschaft feiert Jerome Polenz. Der U20-Nationalspieler wechselte 2002 von TeBe Berlin zu Werders und kam in dieser Saison bisher in allen zehn Partien der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz. Dabei erzielte er drei Treffer.

Cheftrainer Thomas Schaaf nominierte für das Spiel bei Hertha BSC Berlin folgende 18 Spieler: Reinke, Vander, Fahrenhorst, Naldo, Davala, Baumann, Vranjes, Valdez, Micoud, Owomoyela, Klasnic, Lagerblom, D. Jensen, Frings, Borowski, Schulz, Stier, Polenz.

 

 

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Dr. Markus Merk pfeift Spiel gegen Bayer Leverkusen

DFB-Schiedsrichter Dr. Markus Merk wird das Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen am Samstag, 24.09.2005 ab 15.30 Uhr, leiten. Der gelernte Zahnarzt aus Otterbach ist seit 1984 DFB-Schiedsrichter, leitete bereits das Champions League Endspiel 2003 zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand sowie das EM Endspiel 2004 zwischen Portugal und Griechenland. Merk wurde in seiner Karriere u. a. als Weltschiedsrichter 2004 und fünf Mal als DFB-Schiedsrichter der Saison ausgzeichnet. Das letzte Spiel mit Werder Beteiligung pfiff der Unparteiische am 27. Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfB Stuttgart, welches die Grün-Weißen mit 1:2 verloren.
Als Assistenten werden dem Referee Christian Schräer aus Emsdetten und Heiner Müller aus Nalbach-Bilsdorf zur Seite stehen. Als vierter Offizieller agiert Thorsten Schriever aus Otterndorf.

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Tim Borowski

Kleiner Ballack aus Bremen

Der Bremer ist der Sonderfall der Ära Klinsmann ? er ist immer dabei und spielt doch fast nie.
Von Christof Kneer

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Es gibt Fragen, auf die antworten Fußballspieler nicht so gerne. Wie viel verdienen Sie? gehört dazu, oder: Wie hoch ist Ihre Handyrechnung?, oder: Ist das ein echtes Blond, das Ihre Frau da auf dem Kopf trägt? Es gibt auch Fragen, die in der Branche als unverdächtig gelten, zum Beispiel: Wie viele Länderspiele haben Sie gemacht? Das ist eine dankbare Frage, aber möglicherweise ist es eine neue Nachricht, dass die Spieler in Klinsmanns Projekt-Experimentier-Ära langsam den Überblick verlieren. ?Wie viele Länderspiele ich habe?? fragt Tim Borowski zurück, ?ich glaube, es sind 13. Oder 12? Könnt ihr nicht mal in diesem schlauen DFB-Heft nachschauen??

Es sind elf, aber vermutlich ist Tim Borowski doch nicht der Richtige, um einen Trend aufzuspüren. Er ist nicht besonders statistiksicher, er weiß das, und es stört ihn nicht. ?Mein Debüt im Nationalteam habe ich in Bulgarien gegeben?, sagt er (richtig), ?das war kurz vor der WM 2002? (falsch) ? es war kurz nach der WM. ?Das erste Spiel der Ära Klinsmann war gegen Brasilien?, sagt Borowski ? in Wahrheit war es in Österreich. ?Ach, stimmt?, sagt Borowski, ?da habe ich ja sogar von Anfang an gespielt.?

Tim Borowski und die Nationalelf, das ist eine komischen Beziehung, und es ist vielleicht kein Wunder, dass sich der Spieler selbst nicht richtig auskennt darin. So richtig versteht niemand die Regeln, nach denen diese Beziehung funktioniert, und das ist umso erstaunlicher, weil in Klinsmanns Deutschland ansonsten sehr klare Regeln gelten. Es wird radikal rotiert, das ist eine davon; eine andere Regel besagt, dass es für jede Position einen Platzhalter gibt und einen Herausforderer. Und Borowski? Er rotiert höchstens von einer Ersatzbankhälfte auf die andere, und niemand weiß, welchen Rivalen er auf welcher Position bedrängt. Kämpft er mit Ernst und Frings und Engelhardt und Hamann um die Nummer sechs? Wetteifert er mit Deisler, Schweinsteiger und Schneider um die Halbposition? Oder muss er sich auf Ballacks Position messen, was weniger günstig wäre, weil eine dritte Klinsmann-Regel definiert, dass Ballack unrotierbar ist?

Große Konkurrenz im Mittelfeld

Tim Borowski, 25, ist ein Sonderfall in Klinsmanns offenem Deutschland. Er ist fast immer dabei, aber er spielt fast nie. Mit nur einer Ausnahme stand der Mittelfeldspieler von Werder Bremen in allen 17 Klinsmann-Spielen im Kader, aber gespielt hat er lediglich 266 Minuten. Borowski hat sich fürs Erste für die freundliche Auslegung entschieden. ?Klar habe ich wenig gespielt?, sagt er, ?aber dass ich immer dabei bin, zeigt doch, dass die Trainer auf mich setzen. Und das Mittelfeld ist unser Prunkstück, da ist die Konkurrenz eben am größten.? Immerhin wird er jetzt wohl spielen dürfen gegen Südafrika, in seinem Heimstadion, ?entweder von Anfang an oder halt wieder ein paar Minuten.?



» Man muss ihn wohl bald mit Ballack in einem Atemzug nennen. «

Klaus Allofs

Wenn nicht alles täuscht, dann hat das Land die Geschichte von Tim Borowski schon einmal erlebt. Die Geschichte ist vielleicht fünf Jahre alt und sie ging so, dass das Land einem begabten, leicht schnöselig wirkenden Fußballer irgendetwas übel nahm, wobei das Land selbst nicht wusste, was. Der Fußballer war ein gewisser Michael Ballack, ein gut aussehender Profi, den das Land sofort im Dandyverdacht hatte; er könne nicht kämpfen, hieß es, ein Großer werde der nie.

In Bremen hören sie solche Vergleiche nicht gern, aber sie ahnen längst, dass sie stimmen könnten. ?Den Namen Ballack nehme ich im Zusammenhang mit Tim ungern in den Mund?, sagt Werders Sportdirektor Klaus Allofs, ?das ist ja für jeden Spieler eine Gefahr.? Aber es ist ihm nicht entgangen, dass in Bremen möglicherweise ein kleiner Ballack wächst. ?Tim ist auch groß und deshalb hat er scheinbar langsame Bewegungen?, sagt Allofs, ?vielleicht wird er deshalb immer noch falsch eingeschätzt.? Auch Ballack galt einst als weicher Schleicher, und es hat gedauert, bis die Nation ihn als kampferprobte Führungskraft wahrgenommen hat. Auch Borowski, 1,94 Meter groß und 84Kilogramm schwer, hat diese Mischung aus Eleganz und körperlicher Präsenz, ?und wenn er noch torgefährlicher wird?, so Allofs, ?muss man ihn wohl bald mit Ballack in einem Atemzug nennen.?

Vielleicht ist es im Moment Borowskis Problem, dass sein Spiel eine gewisse Überheblichkeit ausstrahlt; auch DFB-intern gilt der selbstbewusste Profi als keineswegs einfacher Spieler, und dennoch lässt sich mitunter schwer verstehen, dass die DFB-Trainer ihrem Hilfe suchenden Team diesen Champions-League-erprobten Streiter vorenthalten wie jetzt in der Slowakei, als er als einziger nicht eingewechselt wurde. Dabei könnte das Ballack-Imitat aus Bremen genau jener Spieler sein, der den Originalballack an schwächeren Tagen entlastet. Er ist kein Solist wie Schweinsteiger oder Schneider, er ist ein Stratege, und entlasten kann er ziemlich gut. In Bremen, wo sie den Franzosen Micoud ?Le Chef? nennen, ist Borowski längst ?Le Prokurist?.

Drei Minuten gegen Brasilien

Er ist zeichnungsberechtigt fürs Bremer Spiel, und an guten Tagen ist er es, der die Entscheidungen trifft. Aber noch leidet der Ballack aus Bremen an einem Imageproblem, und so könnte es noch eine Weile dauern, bis er der großen Fußball-Welt ein Begriff wird. ?Obwohl, gegen Brasilien habe ich beim Confed-Cup fünf Minuten gespielt?, sagt er. Es waren drei.

(SZ vom 6.9.2005)

Danke Kristina für den link :)

 

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2:2 gegen Holland: "Boro" bereitet den Ausgleich vor

Die deutsche Nationalmannschaft hat im ersten Testspiel der Weltmeisterschafts-Saison ein Remis erreicht. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kam in Rotterdam gegen Gastgeber Niederlande nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:1). Der späte Ausgleich durch Gerald Asamoah (81.) wurde durch den Werderaner Tim Borowski herrlich vorbereitet, nachdem dieser in der 74. Minute für Dietmar Hamann eingewechselt worden war. ?Boros? Teamkollegen Torsten Frings und Miroslav Klose standen in der Anfangself, wurden nach 46 (Asamoah für Klose) bzw.. 66 Minuten (Hitzlsperger für Frings) ausgewechselt.

Vor 41.000 Zuschauern im Stadion "De Kuip", darunter auch DFB-Ehrenpräsident Dr. h.c. Egidius Braun, wurde das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann gleich zum Auftakt kalt erwischt. Mit dem ersten Angriff ging "Oranje" in Führung, nachdem Arjen Robben eine Kopfballabwehr von Christian Wörns von der Strafraumgrenze unhaltbar für Torhüter Oliver Kahn in den linken Winkel drosch (3.).

Wörns und Hamann in der Anfangself

Wörns gehörte neben Dietmar Hamann zu den Rückkehrern: Wörns war zuletzt im Februar dieses Jahres beim 2:2 gegen Argentinien in Düsseldorf zum Einsatz gekommen und wurde seitdem von den mehr als zehn Jahre jüngeren Nachwuchs-Recken Per Mertesacker (Hannover 96) und Robert Huth (FC Chelsea) vertreten. Der 31 Jahre alte Hamann hatte zuletzt wegen eines Ermüdungsbruchs den mit Platz drei für die DFB-Auswahl erfolgreichen Auftritt beim Confederations Cup verpasst und bestritt sein erstes Länderspiel unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Nach einer Viertelstunde hätten die Gastgeber auf 2:0 erhöhen können. Nach einem schönen Zuspiel von Robben tauchte Ruud van Nistelrooy frei vor Kahn auf, der "Oranje"-Torjäger zielte jedoch knapp am deutschen Gehäuse vorbei (15.). In der 19. Minute die nächste Großchance für die Hausherren: Danny Landzaat traf mit einem Heber aus knapp elf Metern nur die Latte.
Eine Minute später folgte der erste Torschuss der DFB-Auswahl, doch Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack köpfte über das von Edwin van der Sar gehütete Tor der Niederländer (20.). Van der Sar war vor dem Anpfiff nachträglich für sein 100. Länderspiel geehrt worden.

Ballack prüft van der Sar

In der 33. Minute eine weitere Gelegenheit für die Gäste: Nach einem Zuspiel von Bernd Schneider stoppte "Fußballer des Jahres" Michael Ballack den Ball mit der Brust und prüfte mit einem Fallrückzieher aus halblinker Position van der Sar erneut. Mit dem Halbzeitpfiff hatte das Klinsmann-Team die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Torsten Frings kam Arne Friedrich am Fünfmeterraum frei zum Schuss, doch der Berliner zielte über das Tor (45.).

Die zweite Hälfte begann wie Halbzeit eins. Bereits 50 Sekunden nach Wiederanpfiff war es erneut Robben, der nach einem Alleingang mit einem Flachschuss in die rechte Ecke Kahn erneut keine Chance ließ (46.). Doch DFB-Kapitän Ballack brachte seine Mannschaft zuzrück ins Spiel. Nach einem Eckball durch seinen kurz zuvor eingewechselten Münchner Mannschaftskollegen Sebastian Deisler traf Ballack mit einem sehenswerten Flugkopfballzum 1:2 (50.), zugleich sein 29. Tor im 58. Länderspiel.

DFB-Team erkämpft sich das Remis

In der 63. Minute stand erneut Robben im Mittelpunkt des Geschehens. Seine Hereingabe nach einem sehenswerten Solo verpasste der einschussbereite Robin van Persie nur hauchdünn. Im Laufe des zweiten Durchgangs nutzte Klinsmann wie zuvor angekündigt das Wechselkontingent voll aus und brachte insgesamt sechs neue Leute.
Zwei der "Neuen" zeichneten in der 81. Minute für den Ausgleich verantwortlich. Auf Zuspiel von Tim Borowski ließ Gerald Asamoah van der Sar aussteigen und traf aus spitzem Winkel zum 2:2. In den letzten Minuten zeigten sich die Gastgeber vom Ausgleich zunächst geschockt, kamen durch Robben und Wilfried Bouma jedoch noch zu zwei Möglichkeiten. Die deutsche Hintermannschaft ließ allerdings nichts mehr anbrennen.

"Das Ergebnis ist sicherlich schmeichelhaft. Holland hatte die wesentlich besseren Chancen. Nach dem frühen Führungstor haben die Holländer das Tempo hochgefahren. Da sind wir hinterher gelaufen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, den Rhythmus zu erhöhen, um wieder ins Spiel zu kommen. Moral, Kampf und Laufbereitschaft haben gestimmt. Dafür ein Kompliment an die Mannschaft. Ich denke, wir werden uns jetzt von Spiel zu Spiel steigern. In den ersten 20 Minuten haben wir uns von den Holländern beeindrucken lassen. Die Wachsamkeit und Abstimmung hat noch nicht gestimmt. Jetzt haben wir viel Arbeit vor uns", so Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach dem Spiel.

Quelle: DFB

 

 

 


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Neuauflage des DFB-Pokal-Halbfinals

Werder Bremen steht im Halbfinale des Liga-Pokals. Mit einem verdienten 1:0 gegen Bayer Leverkusen in der Düsseldorfer LTU-Arena zeigten Boro & Co. im ersten ernst zu nehmenden Test für die neue Spielzeit ansteigende Form. Das Tor des Tages erzielte Ivan Klasnic bereits in der 19. Minute. Nun gibt es am Mittwoch in Gelsenkirchen eine Neuauflage des DFB-Pokal-Halbfinals der vergangenen Saison gegen Schalke 04.

Vor rund 20.000 Zuschauern merkte man Bremen noch die Strapazen des Trainingslagers an. Aber auch Bayer wirkte müde, so dass letztendlich ein tempoarmes Spiel mit wenigen Höhepunkten herauskam. So war auch der Werder-Treffer eher ein Zufallsprodukt. Ivan nutzte bei seinem Tor einen Fehler von Bayer-Kapitän Carsten Ramelow und schob den Ball aus acht Metern unhaltbar für Torhüter Jörg Butt ins Tor ein. In der Nachspielzeit hatte Leverkusen noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich. In der 95. Minute vergab Butt einen Elfmeter, den Christian Schulz verschuldet hatte.

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Downhill-Rollern nach Testspiel-Sieg

Nach dem etwas nervenaufreibenden 3:1-Erfolg im Testspiel gegen Partizan Belgrad stand am Donnerstag ein trainingsfreier ‚Abendteuertag’ auf dem Programm. Zunächst erholten sich Boro und seine Teamkollegen von den vergangenen harten Trainingstagen im österreichischen Schruns und schliefen erst einmal aus. Gegen Mittag hieß es dann aber „der Berg ruft“ und die Mannschaft brach in Richtung ‚Hochjoch-Bahn’ auf.

Von der Talstation der Bahn ging es per Gondel hinauf zur Bergstation. Oben angekommen konnten die Werder-Profis zwischen Mountain-Bikes, „Dirt Monstern“ (eine Art Roller mit dickeren Cross-Reifen) oder dreirädrigen Liegeschlitten für die Talfahrt wählen. Tim entschied sich für den Cross-Roller. „Das war eine wirklich nette Abwechslung, wir hatten bei der Abfahrt super Spaß“, sagte Tim nach der etwas besonderen Trainingseinheit.

Tags zuvor hatten sich die Grün-Weißen einen recht intensiven Schlagabtausch mit Partizan Belgrad geliefert. Dabei feierten Boro & Co. nach zwei Testspiel-Niederlagen endlich wieder einmal einen Sieg. Nach dem 0:1-Rückstand zur Pause gaben sich die Bremer kämpferisch, obwohl direkt nach dem Wiederanpfiff Thorsten Frings wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Neben Miro Klose (67.) und Nelson Valdez (84.) traf auch Tim (83.) für Werder.

Leider musste sich Boro am Ende des Spiels noch mit einer etwas hitzigen Situation auseinandersetzen. Bei einem Luftkampf hatte er einem Partizan-Spieler mit dem Ellenbogen eine Platzwunde zugefügt. „Das war aber keine Absicht, ich hatte beim Kopfball meine Arme zum Schwung holen eingesetzt, dabei traf ich meinen Gegner“, so Tim zur Situation. Daraufhin verloren die Serben ihre Contenance und gingen Boro regelrecht an die Haare. Bei der darauf folgenden Rudelbildung bestrafte der Schiedsrichter jedoch niemanden mehr, sondern pfiff die Partie einfach ab.

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Platte Grün-Weiße verlieren weiteres Testspiel

Nach der Niederlage in Cottbus hat Werder Bremen innerhalb von drei Tagen auch ein zweites Testspiel gegen Zweitligist 1860 München mit 1:3 (1:1) im Rahmen des Trainingslagers in Schruns/Österreich verloren. Dabei war auch erstmals wieder Boro mit von der Partie, der erst am Freitag nach seinem verlängerten Urlaub zur Mannschaft gestoßen ist.

Im kleinen Gurgeltalstadion von Imst erzielte Miro Klose (12.) nach einer klasse Flanke von Tim das 1:0 für die Grün-Weißen. Nur vier Minuten später verwertete Paul Agostino auf der Gegenseite eine scharfe Hereingabe von Marcel Schäfer zum Ausgleich. Tim Wiese im Werder-Tor war dabei machtlos.

Nach der Pause waren die Grün-Weißen unkonzentriert im Spielaufbau und wirkten ziemlich geschlaucht durch die harten Trainingseinheiten in Schruns. So erspielten sich die Werderaner nur noch wenige Torchancen. Auch in der Abwehr waren noch einige Schwächen zu erkennen. In der 69. Minute setzte sich Fabian Lamotte gegen Werder-Kapitän Frank Baumann durch und schloss souverän zum 1:2 ab. Eine unglückliche Abwehraktion von Pekka Lagerbloom nutzte der 60er Emmanuel Krontiris (79.) zum 1:3-Endstand.

Quelle: timborowski.de

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