Interviews
Borowski: "Nicht alles schwarz malen"![]() Nach dem Remis in der Champions League und vier sieglosen Spielen in Folge ist der Druck auf Meister Werder Bremen größer geworden. Im Interview mit eurosport.de erklärt Nationalspieler Tim Borowski, wie Werder in die Erfolgsspur zurückkehren will und wie seine persönliche Zukunft aussieht. |
Sie haben mit Werder Bremen 1:1 gegen Inter Mailand gespielt. Das ist eigentlich ein ordentliches Ergebnis, jedoch mit Blick auf die CL-Tabelle zu wenig, um sich jetzt schon für das Achtelfinale qualifiziert zu haben. Wie bewerten Sie das Resultat?
Wie genau muss Bremen dort auftreten, denn auch ein Unentschieden würde Ihnen ja zum Weiterkommen reichen? Borowski: Wir werden nicht auf Ergebnis spielen. Wir gehen hochkonzentriert an die Aufgabe ran, wie wir das in den Spielen zuvor auch getan haben und versuchen das so positiv zu gestalten, dass wir dann das Achtelfinale erreichen.
Werder hat in der Liga und im Europacup vier Mal in Folge nicht gewonnen. Hat der Deutsche Meister das Siegen verlernt? Borowski: Nein, ganz so ist es nun auch nicht. Sicherlich haben wir in den letzten Spielen nicht so oft gewonnen, was uns natürlich auch irgendwo ärgert. Trotzdem glauben wir an uns. Wir haben genug Selbstbewusstsein, um auch die nächsten Spiele positiv zu gestalten. In der vergangenen Saison haben Sie viele Spiele in der Schlussphase gewonnen. In der laufenden Spielzeit bekommen Sie einige Tore in den Schlussminuten. Gibt es dafür bestimmte Gründe?
Sind die angeschlagenen Borussen nun genau der richtige Gegner um wieder in die Erfolgsspur zu finden oder halten Sie diesen Gegner für besonders gefährlich? Borowski: Es ist ein besonders gefährliches Spiel. Die Dortmunder sind ausgeruht, haben in dieser Woche kein Spiel gehabt und sind den Fans auch einiges schuldig, weil es bei Ihnen sportlich halt überhaupt nicht läuft. Ich denke, dass es ein ganz heißes Spiel werden wird und das wir hochkonzentriert an die Sache rangehen müssen. Acht Punkte Rückstand haben Sie momentan noch auf Platz eins. Glauben Sie noch an die Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft? Borowski: Es wäre fatal, sich momentan damit zu beschäftigen. Wir müssen erst mal wieder auf die richtige Bahn kommen und das heißt, die wichtigen Spiele zu gewinnen. Alles weitere ergibt sich dann automatisch. Wir müssen zur Zeit von Spiel zu Spiel schauen. Was ist das Ziel bis zur Winterpause? Borowski: Wir wollen nicht nur guten Fußball bieten, sondern auch erfolgreichen Fußball und dann werden wir versuchen aus den nächsten Partien die höchstmögliche Punktzahl rauszuholen, um auf einem guten Tabellenplatz in den Winter zu gehen.
Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Können sich die Fans auch in der kommenden Spielzeit über Tim Borowski im Bremer Trikot freuen?
Ihr Freund Fabian Ernst hat seinen Abschied zum Ende der Saison angekündigt, was Ihnen sportlich bei Werder entgegenkommen könnte. Spielt das für Sie auch eine Rolle? Borowski: Das spielt in dem Sinne gar keine Rolle. Fabian hat sich so entschieden und ich hoffe auch für Ihn, dass er einen guten Verein finden wird, wo er auch neue sportliche Ziele stecken kann und ich freue mich auch für ihn. Es ist zwar schade, da man einen guten Mitspieler verliert und auch einen guten Typ, aber so ist nun einmal der Fußball. Ich kann ihm da nur alles gute wünschen. |