Geschichte der Katze

So wurde es schnell unter Strafe verboten, Katzen zu schaden oder gar zu töten, da sie zum Besitz des Pharaos gehörten und zudem Halbgötter warne. Eine Katze zu quälen wurde mit dem Tod bestraft! Fing ein Haus Feuer, wurden zu erst die Katzen gerettet - erst dann die Leute. Starb eine Katze im normalen Verlauf ihres Lebens, trauerte die ganze Hausgemeinschaft: man rasierte sich die Augenbrauen ab, wehklagte wegen der Gram über den Verlust. Der Körper der toten Katze wurde sorgfältig in Leinen gewickelt und zum Priester gebracht, der überprüfte, ob sie eines natürlichen Todes gestorben war. Dann fertigte der Einbalsamierer aus ihr eine Katzenmumie an.
Ausnahme: die Schiffskatzen. Seefahrer sind schon immer praktische Leute gewesen und so hielten sie sich Katzen als Mäuse- und Rattenvertilger. Sie betrieben Handel mit den Phöniziern und anderen Kaufleuten, und manchmal wechselte eine Katze ihren Besitzer, vielleicht auch mal trächtig oder mit Jungen. So verbreitete sich die Katze langsam über den Seeweg im Mittelmeerraum, und später auf dem Landweg durch Handelskarawanen nach Norden und Osten.
Und durch den ganzen Handel in aller Welt wurde die Katze immer mehr verteilt.
Im Mittelalter begann der Tiefpunkt in der Historie der Katze:
Es gab eine mehr als tausendjährige Verfolgung der Katze - eine Art feline Inquisition! In dieser Zeit wurden Hunderttausende von Katzen gefoltert, gehängt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt, im Feuer geröstet und viel Abscheuliches mehr. Die Katzenverfolgung nahm solche Dimensionen an, dass ihre Population auf weniger als zehn Prozent ihrer bisherigen Zahl dahin schwand, und das, obwohl sich Katzen stark vermehren können!
Jetzt folgt die Frage, warum die Katzen von der Kirche verfolgt und verteufelt wurden. Nun ja, zum einen ist die Katze in der Bibel nicht einmal erwähnt und zum anderen, weil sie den Menschen damals unheimlich erschienen: Das Leuchten ihrer Augen im Dunkeln, sie erscheinen grau in der Dunkelheit, etc.
Während die Pest in Europa wütete und die Bevölkerung immer weniger wurde, wuchs die Zahl der Katzen zum Glück wieder. Die Länder der Umgebung wurden nicht mehr bebaut, da sich die wenigen Überlebenden in die Städte zurückzogen. Die Felder verkamen und bald war nicht mehr genug Korn für die Ratten übrig. Sie folgten den Menschen in die Städte. Dort ging es ihnen gut, da sie ja auch Aas und Abfall fressen. Aber bald wurde selbst für die Ratten die Nahrung knapp. Nur die Katzen hatten genug an Nahrung und vertilgten die Überträger der Pest. Doch das Töten der Katzen ging weiter und endete erst im 20.Jahrhundert, als die verschiedenen christlichen Kirchen endlich aufhörten, Hexen und ihre Angehörigen, z.B. auch Katzen, anzuklagen und zu verurteilen.
Warum KATZE?
Die Bezeichnung Katze findet sich in fast allen europäischen Sprachen mit leichten Abwandlungen. Die Bezeichnung ist wahrscheinlich sehr alt und hat sich immer mehr verbreitet.
Was hat das Wort Pussycat mit Ägypten zu tun ?
Das Wort für Katze in Altägyptisch heisst mau oder miau (englisch meow), das universelle Katzenwort. Als die domestizierten Katzen Ägypten verliessen, war das utchat ganz katzenorientiert, oft in Form einer Katze und unwiderruflich katzenbezogen. Vom Wort utchat haben wir die Mehrheit der indo-germanischen Wörter für die Katze: cat, chat, cattus, gatus, gatous, gato, katt, katte, katze, kitte, kitty etc.
Aus Bastet wurde im späteren Ägypten unter der Herrschaft der ptolämäischen Könige Pasht. Davon lassen sich die indo-europäischen Namen für die Katze ableiten: Pasht, past, pushed, pusst, puss, pussy, etc.
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