Der Körper der Katze

Anders als bei Hunden haben alle Katzenrassen in etwa das gleiche Skelett. Bei Hunden ist es ja so, dass ihre Körperbaumerkmale durch die Zucht verändert, z.B. verstärkt werden - bei Katzen ist das, außer bei wenigen Exoten wie der Scottish Fold oder der Manx, nicht so. Durchschnittlich ist eine Katze ca. 30 - 40 cm hoch und ca. 80 cm lang, einschließlich Kopf und Schwanz.

Obwohl alle Katzen ungefähr den gleichen Körperbau haben, gibt es doch drei verschiedene Körpertypen:

1) Der Plumptyp ist gedrungen und kompakt. Solche Katzen haben einen kurzen, runden Kopf mit flachem Gesichtchen, breite Schultern und kurze, kräftige Beine. Zu diesem Typ gehören z.B. die Britischen Kurzhaarkatzen oder der Perser.

2) Der muskulöse Typ hat einen schmaleren Kopf und mittellange, muskulöse Beine. Zu diesem Typ gehören die Rexkatzen.

3) Der schlanke Typ hat einen keilförmigen, langen Kopf und lange, dünne Beine. Schultern und Hüften sind schmal. Dazu gehören u.a. die Siamkatzen und die Burma.

Hier können Sie die Verteilung der Proportionen sehr gut erkennen: 

Katzen sind übrigens Zehengänger, dass heißt, sie treten nur mit dem vorderen, kleinen Teil der Pfote auf, und nicht wie wir mit der ganzen Fußsohle. So können sie längere Schritte machen und schneller laufen.

Und auf diesem Bild ist der Aufbau der Knochen gezeigt: 

Das besondere an dem Skelett der Katze ist die überaus biegsame Wirbelsäule. Die Wirbelsäule ist aufgrund der lockeren Verbindung zwischen den Wirbeln so außerordenlich biegsam. Durch diese Biegsamkeit ist es der Katze möglich, zahlreiche Haltungen zum Schlafen z.B. einzunehmen oder sich zu strecken und den Kopf in jede Richtung zu drehen. Nur so kann sie beim Putzen ja jede Körperstelle erreichen. Ebenfalls wichtig für die Beweglichkeit der Mieze sind die Schlüsselbeine. Sie sind nicht so ausgeformt wie beim Menschen. Sie sind klein und dreieckig und liegen mehr seitlich am Brustkorb als bei uns. So sind die Schulterblätter direkt mit dem Oberarmknochen verbunden, was weit ausholende Sprünge ermöglicht. Auch die Oberschenkelknochen sind durch Kugelgelenke mit der Hüfte verbunden - die Beweglichkeit ist sehr nützlich für die Jagd - man sieht also, dass das Knochengerüst der Katze perfekt auf ihren Lebensstil und die Jagd abgestimmt ist! 


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