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Hier schreibe ich die Neuigkeiten hinein, was so gerade anliegt und mir erwähnenswert vorkommt...
Klick drauf und Du siehst die PuderRosaSchweine life und in Farbe:
www.youtube.com/watch
http://www.youtube.com/watch?v=2Nvm6TTp1pU
11.09.2011
Heute kam ein Böcklein heim. Ich mußte die Bücher wälzen, aber nun habe ich ihn: Quite a flame PRR aus dem Jahr 2009 wuselt hier wieder im Stall herum.
12.07.2011
Acht Tage war der Pucki krank, jetzt zwackt er wieder, ...
Unser heißgeliebter, pummeliger, fieser Kater "kleine dicke Puckisau" (diesen Namen hat er nicht von uns) war ernstlich erkrankt. Nach einigen Tierarztbesuchen und der Einnahme einiger orangefarbiger Pillen frißt Pucki wieder, springt morgens auf der Treppe in meinen Weg, damit ich das Gleichgewicht verliere und die Stufen schneller absolviere (logisch, um so eher lande ich in der Küche und füttere ihn), beißt in die Wade, wenn ich nicht ausreichende Futtermengen aufs Tellerchen serviere und piesackt die Meerschweinchen, indem er sich quer auf ihre Wanderrouten legt. Puh, was sind wir froh.
Und so nebenbei wurde der Rasen im Vorgarten in diesem Jahr auch bereits gemäht. Okay, ich habe es dann selbst getan. Unsere Nachbarn mochten das Elend nicht mehr mit ansehen und brachten mir ihren Rasenmäher herüber. Wahnsinn! Eine Monstermaschine mit Eigenradantrieb, die mit mir in rasendem Tempo über die Ökowiese schoß und alles kurz und klein hackte, was da so wuchs. Nun glänzt die grüne Fläche wie aus dem Ei gepellt, und mehrere Nachbarn haben unauffällig ihre Wetteinsätze untereinander gelöst. War bestimmt heikel, denn nicht nur hat a) nicht Herr B. gemäht, b) nahm ich ein Fremdgerät und c) sind wir in diesem Jahr nicht mal bis zum Holstenköstenlauf fertig geworden. Oje. Neues Jahr, neues Glück, Leute.
10.07.11
Oja, was war ich faul...ich habe nicht einmal meine jüngsten Würfe auf die HP gesetzt. Wird aber fix nachgeholt.
Leider hat sich, während wir uns anderweitig herumtrieben und Sanni die Schweine versorgte ("Dieses kleine graue Schwein da, das ging abends nie in den Stall, das war ja soooo anstrengend, es einzusammeln!" usw, sie hatte wohl gut zu tun) unser alter Kastrat Felix still und leise in den Schweinehimmel davon gemacht. Bittere Tränen flossen, als wir davon erfuhren. Aber er hatte ein langes, erfülltes Leben als Haremswächter hier. Viel zu früh verstarb allerdings Velvet, eine liebe Zuchtdame.
Ich werde Traumfänger zum Herbst kastrieren lassen, damit auch er nach seiner Zuchtkarriere hier noch eine schöne Zeit in der großen Gruppe verleben kann, vermutlich ebenso Hexentanz. Bei beiden bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sie die Weiberschar im Griff haben werden, die Weicheier.
20.05.11
Es war mal wieder so weit. Eine von uns dreien wurde 40. Tjaha, meine Damen, sagte ich und kramte den Wanderpokal, unsere fabelhafte Klobürste, aus dem Kellerregal. Wo darf es denn hingehen? Ans Meer, fand Bianca. Ich grabbelte das Internet durch und landete beim "Gut Ludwigsburg". Eh, meinte Hutz, wie es der Zufall so will, besitzt Tante Doris da in der Gegend ein Ferienhaus. Wenn wir uns nett anstellen, könnten wir ja vielleicht dort nächtigen. Wir stellten uns nett an und bekamen grünes Licht. Hurra! Freitag Mittag, Klamotten gepackt, alles ins Auto gestopft inklusive unsere Dreiergang natürlich, und los ging es. Irgndwo hinter Eckernförde waren wir dann an einem Feldweg angelangt. Ein Haus schimmerte zwischen den Bäumen hervor. Eh, Hutz, meinte ich (im Kopf immer noch die Vorstellung von einem kleinen Holzhäuschen mit zwei Zimmern herumwabernd), wie sieht Tante Doris Haus doch gleich noch mal aus?
Ja, da isses ja, freute sich Hutz.
Hereinspaziert, die Damen! Wir waren schwer begeistert und zankten uns nicht einmal um die Betten. Gab ja auch genügend davon. Und drei Bäder, einen Kamin, und überhaupt war das sofort unser Lieblingsferienhaus. Wir breiteten uns also aus und fuhren dann ins Dorf, um endlich so richtig schön im Lokal zu futtern.
Im Haus zurück konzentrierten Hutz und ich uns auf die Flasche Bayleys, die dringend erledigt werden mußte, und wankten dann erschöpft ins Bett. Bianca jagte nachts noch Motten. Störte aber auch nicht weiter. Morgens krauchten die zwei unruhigen Hummeln schon früh durch das Haus, aber ich schlief gnadenlos aus. Sollten sie doch Kaffee kochen, herrjeh. Ach je. Die Shoppingtour durch Eckernfüü. Na gut, dann aber los.
Nachmittags hatten Hutz und ich unseren Reittermin auf der Ludwigsburg. Der Reitlehrer ritt munter mit uns auf dem Gutsgelände einher und zeigte uns die Wildbestände, die ebenso munter um uns herumsprangen. Hutz hatte mit Jamie ein sehr lebhaftes Pony erwischt, das zunächst begeisterte Bocksprünge machte. Was war ich doch froh, dass Goldie ,dieses Goldstück, nichts dergleichen im Sinn hatte.
Huh, so viel frische Luft, was waren wir abends geschafft, aber wir gaben nicht auf, was die Schnapsvorräte anging, nachdem wir uns in der Pizzeria ein Dorf weiter vollgefuttert hatten.
Jaaa, Frühstücksidylle...
...und ich erwischte das allerdreckigste, lehmverkrusteste Pony weit und breit, als es am Sonntag zum Reiterhof ging. Ein Ausritt an der Steilküste entlang war angesagt.
Die Zwillinge, Carlo und Robbie, hatten es faustdick hinter den Ohren. Bei erster Gelegenheit wurde gehopst und gebuckelt. Ich fühlte mich wie zu Hause. Merkwürdigerweise tat mir auf Robbie der Fuß weh, und Hutz jammerte auf Carlo über ihren schmerzenden Po. Wir tauschten, weil ich eh lieber auf dem weniger bockenden Zossen sitzen wollte, und huch nanu, waren die Schmerzen weg. Da waren wir ja alle gleich noch viel glücklicher.
Schon blöd, wenn man niemanden findet, der mal ein Foto machen könnte, weil da einfach in der Wallachei nix und niemand ist...
Bernsteine fanden wir kiloweise. Seltsam, zu Hause hatten sich alle in einfache Steine verwandelt.
Na, wessen Stein hüpft besser?
Ja, und dann mußten wir Tante Doris Haus leider wieder verlassen, sooooo schade! Wir wollen da wieder hin!
22.03.11
Ich habe mir heute mal Luna gegriffen, die in einem herrlichen Plüschmonsteralter ist und -ungekämmt und ungestylt- prima abstehendes Fell hat.
05.03.11
Immer, wenn ich nicht einschlafen kann, zähle ich... nee, nicht Schafe. Auch nicht Meerschweine (da bekomme ich ja erst recht Alpträume, nönö.)
Ich zähle Adelssprößlinge. Natürlich muß man hierfür ein gewisses Grundwissen mitbringen, aber da wir in letzter Zeit in ziemlich vielen Wartezimmern bei Ärzten herumsaßen, habe ich die letzten Lücken durch die Lektüre der bunten Blättchen schließen können.
Man kann ganz harmlos auf Level 1 mit Charles, Anne, Andrew und Edward beginnen und allem, was da so in Europa zu der Generation gehört. Schwierigkeitsgrad erhöhen: Partner, egal ob lebendig, tot oder geschieden, dazu sortieren. (Da habe ich mit Elena von Spanien immer Probleme, den Namen von ihrem Typi konnte ich mir nie merken, den Namen von Christinas Mann leider auch nicht. Punkteabzug.)
Aber bei den jüngeren Generationen kann ich wieder glänzen. Wobei mir auffällt: Wie heißen denn nun die kleinen dänischen Zwillinge? Muß ich ja mal googeln, habe ich etwa die Taufe verpaßt? Und demnächst, jubel, wird in England geheiratet, na klar klebe ich dann vor dem Bildschirm. Obwohl Katie sich mit ihrer Pferdehaarallergie ja nicht gerade bei mir beliebt macht, nix mit Kutsche und dreißig Schimmeln davor, sie fährt Auto. Voll öde.
Am liebsten sind mir übrigens die Skandinavier. Sonja, weil sie es mit den Engeln hat, und ihr Bruder, der bei seiner Hochzeit fast so eine gute Figur machte wie Frederik, der allerdings uneingeschränkt Platz eins beim Hochzeitswettbewerb belegt (und die Konkurrenz war in den letzten Jahren ja echt riesig!). Was war der gerührt, als seine Mary den Kirchengang entlangschwebte.
Und war es nicht wundervoll, wie Viktoria endlich ihren Daniel ehelichen konnte, meine Güte, das hat aber auch gedauert.
Ich muß allerdings gestehen, beim Schäfchen-äh-adligenzählen hapert es bei mir immer noch bei den vielen kleinen Kinderchen, die da überall als drittgeborene Schäfchen und in der Thronfolge als an siebenunddreißigster Stelle vermeldete herumhüpfen, leider. Aber beim Grübeln werde ich immer dermaßen müde, dass ich nicht weiterkomme. Immerhin, Schlaf gerettet.
Ich habe in "Was lesen?" mal wieder aufgeräumt und noch einen Text reingestellt, den ich vergraben hatte. Erst letzte Woche wurde ich darauf angesprochen und fischte in meinem unübersichtlichen Dateienberg herum und fand ihn tatsächlich wieder. Karamellbonbons, Barbiepuppen oder das große Naschen, was hat mich bloß verraten?
20.02.11
Hurra, die Grippe hatte uns umzingelt. Nachdem mich hartnäckig von allen Seiten Leute anhusteten, kapitulierte ich und legte mich ins Bett. Ein Kleingemüse hustete noch eine Weile zur Gesellschaft mit, fand das aber dann doch langweilig und ließ mich mit meiner TV-Fernbedienung und Hustentee allein. Ich schaffte es mühelos, in kürzester Zeit die Batterien der Fernbedienung leer zu zappen, kenne nun alle Vormittags-TV-Serien, kann bei den Gerichtsshows mitreden und habe zu meiner großen Freude die "Golden Girls" im Nachtprogramm wieder gefunden. Und als es mir soweit besser ging, dass ich wieder Kommandos durch den Saal rufen konnte, verteilte ich prima Aufgaben. Kleingemüse erklärte daraufhin in einem Telefonat seinem Kumpel, dass es überhaupt nichts dagegen hätte, wenn wir keine 50 Meerschweine mehr hätten. Babyrevolution, nachdem es den ganzen Nachmittag die PuderRosaBewohner versorgen mußte. Ooooch. Sicher? Fragte ich und hielt einige Lieblingsschweine hoch. Ratatouille abgeben? Oder lieber Flocke? Orlando? Entsetzte Blicke. Aha aha aha. Jetzt geht die Muddi ja wieder selbst in den Stall und füttert die Raubtiere. Selbstverständlich auch diejenigen, die anderen Hausbewohnern gehören.
Tja, das war also ziemlich langweilig hier. Leopold ist dann noch zu Timothy gezogen, was Knut total traurig gemacht hat, herrjeh, der arme Kerl streikte erst mal, und Knuddel maulte auch ein paar Tage.
Frohes Neues! Glückliche Meerschweinchen, gutes Gelingen bei allen Vorhaben, Gesundheit uns allen!
Leider habe ich spontan den Hermann erledigt, da er mysteriös wabernd aus der Schüssel quoll. Er machte mir fast ein bißchen Angst, und da ich ihn sowieso nicht futtern wollte, kam er in die Biotonne. Die wurde zum Glück morgens gleich geleert, ich stellte mir bereits vor, wie sie davon krabbelte - ach nee, Beine hatte
Frohes Fest? Ja, aber nur mit Baum! Die kleinen Bs schrien, je näher der 24. kam, immer lauter nach einem Weihnachtsbaum. Herr B. geriet in Hektik, denn er hatte, wie üblich, wahnsinnig viel um die Ohren. Am 23. sah er es ein: Wir mußten wohl doch los, irgendwie hatte sich kein Baum von selbst hierhergebeamt. Mitten im Schneesturm, den keiner bestellt hatte, kämpften wir uns durch die Stadt. Aber, huch, die Baumverkäufer hatten bei dem Wetter keine Lust mehr und packten ihren Kram zusammen. Nix, gaaar nix, nicht mal ein Minibäumchen gab´s. Wir rüttelten an verschlossenen Gittern und guckten traurig auf die Restbäume, die auf der anderen Seite des Zaunes noch standen. Echte Gurken, murrte Herr B. Herrjeh, schnaubte ich, das wäre doch egal, aber ein Baum muß her! In einer kleinen Seitenstraße stand ein Mann am Straßenrand. Neben ihm lehnten vier Tannenbäume am Gartenzaun. Ha! Ich preschte an den Kantstein, wir purzelten aus dem Auto und ich schrie dem Mann gegen den Sturm zu: "Verkaufen Sie da etwa Weihnachtsbäume?!". Er nickte friedlich. Lässig hielt er uns die grünen Dinger entgegen. Der erste war winzig, dafür allerdings genauso breit wie hoch. Nee. Den wollten wir nicht. Der nächste war irgendwie, naja, nichtssagend. Der dritte war eine Nordmanntanne und teuer (ich sah gar keinen Unterschied zu den anderen Bäumen, aber das lag sicher am Schneesturm). Der vierte und letzte war sehr, sehr hoch. Nee. Nicht auch noch irgendwelche Baumamputationen im Schneegestöber, fanden wir. Erneut griffen wir nach dem unauffälligen Exemplar, dem nebenbei auch noch einige Zweige fehlten. Der Verkäufer fror. Für schnellentschlossene 15€ bekamen wir dieses Bäumlein zackig ins Netz gestopft und ab mit uns. Und wie soll ich sagen, nach einer Nacht in unserer Dusche und einem Termin mit unseren Innendesignern sieht er super aus! Wir hätten vorher nicht gedacht, dass da so viele Kugeln dranpassen, und Strohsterne, Engel, Lametta, noch mehr Engel, Glöckchen, die Lichterkette...uij! Wie schön!
12.12.10
Nö, im Hürsland passiert derzeit nicht viel. Wir kämpften gegen Schneemassen an, die gestern schlagartig davonschmolzen. Heute schneit es wieder, hurra. Die neuen Schweinchen haben sich eingewöhnt. Die schwarze GH-Dame habe ich erfolgreich vermittelt. Blitzi und Griseldis habe ich mit Orlando, der sehr abgenommen hatte, ins Haus geholt. Blitzi ist ja man noch so jung und zart, und Griseldis nahm eher ab als zu, aber nun futtern die drei wie die Weltmeister. Puck findet sie übrigens doof, aber da er keinen Salat frißt, sind sie nicht direkt Konkurrenz für ihn...zumindest nicht, was das Essen angeht...
Ein weiterer meiner Texte, "Das Blatt", erschien in einer Anthologie:
http://www.elbverlag.de/
"Ich habe allerdings auch nur so zum Spaß schon zwei kleine Büchlein im Eigenverlag gebastelt, bei denen ich allerdings weder eine Mindestbuchanzahl abnehmen noch einen überhöhten Preis zahlen mußte. Die Büchlein sind zum Beglücken der buckligen Verwandtschaft gedacht. Dafür war diese Druckmöglichkeit super. Wer will, kann auch noch eine ISBN -Nummer mit einkaufen, dann ist das Buch sozusagen offiziell und super seriös. Ach was, seriös sind wir im Hürsland schließlich immer, total und völlig.
Apropos seriös, ich bestellte im Internet die letzte Staffel meiner Lieblingsserie. Schon hierbei bekam ich leichte Knoten im Hirn, weil die Abgaberegelung sehr kompliziert und, uppsa, erst ab 18 Jahre war. Als dann der Postbüdel mit meinem Päckchen vor der Haustür stand, hielt er es hartnäckig umklammert, während ich begeistert um ihn hüpfte und danach langte. Ja, nix war, erst mal den Perso raus und die Nummer vorlesen, bitte sehr. Er glaubte mir zwar sofort, dass ich über 18 bin (schluchz, so viele Falten, ich war geknickt), aber das Päckchen rückte er erst nach Einhaltung eines weiteren sehr komplizierten Frage-und-Antwortspiels raus. Mißtrauisch beäugten wir dann gemeinsam das Päckchen. Was hatte ich da bloß bestellt...? Ja, äh, ein Weihnachtsgeschenk, oder so. Na, jedenfalls ist es mir jetzt schon ein Rätsel, welcher TV-Sender dieser Welt die Staffel aussenden wird...
"Liebling, ich habe die Kartoffeln geschrumpft!"
Vorgestern wollte ich Pellkartoffeln kochen. Die Vorstellung, einen leckeren Kartoffelsalat zusammenzuzaubern, waberte schon eine Weile in meinem Kopf (oder Magen?) herum. Ich zerrte den Kochtopf hervor und riß die Speisekammertür auf. Zielstrebig griff ich in den Winkel, in dem die Kartoffeln vor sich hinzudösen pflegen. Keine Kartoffeln. Ich suchte die Kammer nun eingehender ab. Nö. Eine einsame, kleine Minikartoffel kullerte mir schließlich entgegen. Ja, wo sind denn deine Verwandten? fragte ich entgeistert. Keine Antwort (hatte ich auch nicht wirklich erwartet).
Ich verhörte dann die Mitbewohner im Hürsland, die aber nur die Schulter zuckten oder behaupteten, noch nie im Leben eine Kartoffel gesehen zu haben. Oder an ihrem PC festklebten und mir gar nicht zuhörten.
Ich bin mir sicher, dass ich morgens einen wunderbaren Sack mit den allerschönsten Speisekartoffeln eingekauft hatte. Ich suchte nun also die entlegensten Winkel des Hauses ab (und davon gibt es hier reichlich), bis mir die Puste ausging. Dann holte ich Tiefkühlpizza aus der Kühltruhe. Was soll´s.
Allerdings gruselt es mich ein wenig, wenn ich mir vorstelle, dass hier irgendwo eine Ladung Kartoffeln Beinchen kriegt oder Fellchen. Hoffentlich kann ich ihren Aufenthaltsort dann wenigstens bald erschnuppern...
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Verschollen in der Heide...nee, waren wir nicht. Wir sind genau da angekommen, wo wir hin wollten, und haben ein herrliches Wochenende bei strahlendem Sonnenwetter auf dem Pferderücken verbracht. Klar gibt es dazu noch einen Extrabericht.
Leider gibt es auch traurige Nachrichten: Letzte Woche lag Herz, unser ehemaliges Sofaschwein, tot im Stall. Sein Kumpel Flocke bekam sofort zwei Jungböcklein als Gesellschaft, damit die Trauer nicht so an ihm nagt. Die kleinen zweibeinigen Meerschweinbesitzer weinten bitterlich um Herz, wir begruben ihn unter der Lindenhecke.
Und auch im Ponystall lief es nicht allzu rosig: Ausgerechnet an dem einzigen Wochenende, an dem ich überhaupt jemals wegfuhr, um fremde Pferde zu reiten, ging Moritz durch den E-Zaun, verhedderte sich darin und blieb dann, immerhin schlaues Pferd, still stehen, um sich von Heiko retten zu lassen. Hätte er versucht, sein Bein aus dem Zaunsalat zu zerren, hätten wir nun einen Moritz weniger. Da waren wir allesamt etwas geschockt. Und Bonito macht im Moment leider gesundheitlich auch keinen guten Eindruck, vielleicht müssen wir uns alle langsam mit dem Gedanken abfinden, ihn gehen zu lassen.
Uäh. Da möchte man ja die Flasche Heidegeist (50% Allohicks) aus dem Kühlschrank holen, eine Schachtel Mon Chéri dazu und mit Katastrophenfilm-DVD aufs Sofa. Sehr zu empfehlen wäre da "Krieg der Welten", den ich nun einige Male geguckt habe. "2012" haben wir auch zu oft geschaut, hm, und nu?
Biancas nachgereichte Bilder:
"...boah, ey!"
"...Auwei, da soll ich rauf? Leiter, Leiter!"
"Wir reiten jetzt in die Heide! Wenn wir nicht zurückkommen, sammel uns bitte irgendwo wieder auf..."
"Alles im Griff" (noch...)
"...Hurra, wir haben es überlebt!"
Grün ist die Heide…
Wir könnten ja mal so was Verwegenes wie Urlaub in der Heide machen, fanden Bianca, Hutz und ich. Hutz grabbelte Prospekte heraus, die sie zufällig dabei hatte, und wir fanden das Hotel und die Möglichkeit, dort Pferde auzuleihen, richtig gut. Mir fiel dann plötzlich ein, dass ich einem gruseligen Geburtstag entgegenblickte. Am besten verdrängt man dergleichen ja, indem man sich so richtig gut ablenkt und ganz weit weg fährt, und schnell buchten wir ein Wochenende in einem feinen Hotel direkt an der Lüneburger Heide.
Freitag, Abreisetag, hurra, außer uns waren offensichtlich auch alle anderen Autofahrer in Richtung Heide unterwegs und Bianca und ich standen in Hamburg im Stau . Bei Hutz mußten wir uns erst einmal erholen und schliefen auf ihren Sesseln fast ein. Ach was, dachten wir, die kurze Strecke schaffen wir nun auch noch. Rappelten uns auf, stopften Hutzens Klamotten mühsam in den eh schon überfüllten Kombi (Reitsachen nehmen eine Menge Platz weg…), quetschten uns dazu und preschten zielstrebig zum nächsten Stau.
Uschi, die uns schon auf dem Weg zu Hutz lustig verschaukelt hatte, gab immerhin diesmal einigermaßen klare Anweisungen, und wir fanden unser Hotel auf Anhieb.
Wir stellten an der Rezeption unseren ersten Schwung „doofe, aber häufig vorkommende Fragen unkonzentrierter Hotelgäste“, von denen wir noch so einige auf Lager hatten, aber wir wollten die geduldige Hotelfachfrau nicht gleich zu Beginn verschrecken. Hutz wollte sofort das „Sternenguckerbett“ unter dem Dachfenster haben, okay, gab sie später zu, viel mit Gucken war nicht, weil sie dabei immer einschlief, und Bianca bekam das Doppelbett, immerhin ist sie die größte von uns.
Abends musste Hutz mich zu den Pferdeställen zerren, wo wir die urigen Gebäude und die Wassermühle bestaunten und auch schon mal ein paar Pferdenasen streichelten. Ich meckerte einige Male, wo denn diese Bianca bloß verschollen sein könnte, bis ich dann beim Betreten des Restaurants große Augen bekam: Ohlala, da hatte Bianca echt alles gegeben und den Tisch fabelhaft dekoriert.
Und juchu, es gab Geschenke. Das schönste alle Präsente haben wir nun zu unserem vereinseigenen Wanderpokal erklärt, wir haben ja noch ein paar Kandidaten dafür.
Und der wunderbare Spruch passt ja dann auch immer wieder:
„Ab 40 bist du abgehärtet gegen jeden Scheiß
Und deine Haare werden langsam borstig und weiß
Und im Alter bist du so adrett
Wie dieses Klosett“
Ja, herzlichen Dank, meine Damen!
Während wir noch so mit Geschenkpapierstapeln und albern kichern beschäftigt waren, fiel mir ein, dass wir am besten ein bisschen aufpassen sollten, damit kein Papier in die brennenden Kerzen geriet. Sprachs, fand mich sehr vernünftig und schnupperte alarmiert. Zum Glück fackelte da nur eine Serviette ab, die ich geistesgegenwärtig heldenhaft auf meinen Teller warf. Hutz, zwei Kellner und ich starrten andächtig in die Flammen (Bianca wühlte gerade unter dem Tisch im Geschenkpapier), bis einer der Kellner sich räusperte und anbot, den Fackelteller in die Küche zu bringen. Gute Idee, fanden wir. Bianca tauchte unter dem Tisch hervor und hatte den ganzen Spaß leider verpasst.
Nach einer Steinnacht (also, ich hatte geschlafen wie ein Stein, nä) erwachte ich am nächsten Morgen von Biancas Flüstern. Ob wir auch so schlecht geschlafen hätten, sie hätte kein Auge zu getan. Hurra, ich war putzmunter. Ungläubig guckte ich auf die Uhr. 7:15 Uhr! Aaaaah! Zu der Zeit steht man doch im Urlaub nicht auf! Naja, nun waren wir ja alle drei total fit und fidel und konnten uns genauso gut zum Frühstücksbuffet begeben…aber leider ist ein Badezimmer für drei lahme Schnecken ungünstig, es dauerte dann doch noch ein Weilchen, bis wir uns an Kaffeetassen festhalten konnten. Klasse, überall krauchten Leute in Reitklamotten herum. Wir machten uns dann auch erwartungsvoll auf den Weg zum Stall. Der Stallmeister hörte Hutzens und meinen Wunsch nach sehr ruhigen, langsamen, kleinen, artigen, handlichen, friedlichen Pferden an, erklärte dann knapp, seine Pferde seien alle gut, und deutete auf drei Boxen: Fatima, Cleopatra, Ferrari! Bianca peilte sofort Fatima, den schicken Rappen an. Hutz guckte scheel zu Ferrari. Na, sagte ich, ist ja wohl klar, dass ich die Cleo nehme, wenn bei Ferrari der Name Programm ist. Ich ergriff ein Halfter und öffnete die Box.
Wunderte mich ein wenig, dass ich mich so sehr strecken musste, um überhaupt an den Pferdekopf zu kommen, und bekam ziemlich große Augen, als ich das ganze Pferd aus der Box zog. Oh. Tja. Ein Großpferd eben. Ich kam beim Putzen nicht mal wirklich an den Rücken der entzückenden Cleopatra heran, die mustergültig da stand und auf mich herabblickte. Den Sattel jonglierte und hangelte ich etwas erfolglos aufs Pferd, huch, zu kurze Arme. Das konnte ja heiter werden. Da die anderen beiden Pferde mindestens genauso groß waren, dachte ich, was soll´s, hinauf da. Und ab ging es in die Heide.
Am Hoftor grabbelte ich nach der Karte und faltete sie auseinander. Cleo machte einen beeindruckenden entsetzten Satz in die Höhe, ich sagte auweia und warf die Karte in den Sand. Nee, seufzte Hutz, schüttelte den Kopf, stieg ab und hob den Wisch wieder auf. Wir ritten dann mal einfach los, konnte ja gar nicht so schwer sein, oder was. Die Heide als solche gefiel uns sooooo gut, es war sooooo schön dort! Begeistert sang ich ein paar Runden, was Cleopatra immerhin nicht zu Entsetzenssprüngen veranlasste. Natürlich verritten wir uns fast und hängten uns an eine Kutsche hintendran, deren Kutscher uns wieder in die korrekte Richtung leitete.
Hutz und mir gefielen die Braunen so gut, dass wir nachmittags prompt noch einmal starteten. Lustigerweise vergaßen wir dabei die Landkarte im Hotelzimmer und schlugen den „Links, links, immer links“-Weg ein (Zitat Stallmeister, Antwort auf die Frage nach einer netten Stecke für eine Stunde). Ja, konnten wir denn ahnen, dass wir so mal eben 12km ritten? Hin und wieder fragten wir Wanderer misstrauisch, ob wir denn eigentlich noch auf dem richtigen Weg waren, und die Profis meinten, klar, wäre nur noch eine kurze Strecke. Irgendwann mitten im Wald erklärte ich uns für verschollen und im Wald verirrt, und nun müssten wir Heidelbeeren essen und Borke knabbern und kämen nie wieder zum Hotel. Ach was, meinte Hutz, passt schon. Uns sauste mit der fidelen Ferrari plötzlich im Galopp an Cleo und mir vorbei. „Ohauahauaha!“ schrie Hutz und versuchte zu parieren. Hooo, Brauner, meinte ich zu Cleopatra und beguckte mir den Spaß. Klar ging Cleo nicht durch, braves Mädchen. Ferrari fand Alleindurchgehen doof und wurde schlagartig wieder artig. Wir fanden dann doch noch zurück und waren von den Pferden, dem Ausritt, der Heide, dem Wald, dem schönen Wetter und überhaupt allem restlos begeistert.
Im Hotel angekommen, rief ich dummerweise zu Hause an und erfuhr, dass dort alles drunter und drüber ging, aber das ist ein anders Kapitel…
Am nächsten Tag, nach einer weiteren Steinnacht erwachte ich von Hutzens und Biancas Unterhaltung, die sie extra nicht im Flüsterton führten, damit ich nicht aufwachte. Hm. Immerhin war es dieses Mal schon 8:30 Uhr, na gut, da konnte ich mit leben. Nach einem weiteren tollen Frühstück machten wir uns auf die Socken ins Nachbardorf, denn wir wollten mit der Kutsche durch die Heide. Boah! Touristeninvasion! Überall Menschen, Kutschen, Stände mit Schafkram, Heidehonig, Kaffee, Kuchen, tralala. Wir suchten uns eiligst eine niedliche, kleinere Kutsche mit zwei putzigen Norwegern aus und klapperten mit einem sympathischen Kutscher davon.
Er erklärte uns eine Menge zur Heide, wovon ich etwa drei Prozent im Kopf behielt, aber es war richtig nett auf dem Kutschbock, wohin Hutz und ich uns schnell hinbegeben hatten. Und nach 1,5 Stunden auf der Kutsche, einer Stärkung in Form von Pommes und Kuchen und dem Einkauf wunderbarer Mitbringsel sausten wir wieder gen Heimat. Leider bockte die Uschi. Nö. Sie wollte nicht. Nach einigem Hin und Her rief ich entnervt zu Hause an und holte mir vom Fachmann die Fernwartung des aufsässigen Navis. Na also, ging doch. Etwas lustlos zeigte Uschi den Weg. Wir drei Autoinsassen waren auch etwas lustlos. Wir wären gern noch in der Heide geblieben, sagen wir, ein, zwei, drei Jahre länger. Tja. Dann müssen wir wohl noch mal dahin. Und die Cleo und Ferrari, die kassieren wir dann ein und nehmen sie mit nach Hause aufs Sofa! Unser nächstes Hotel, mehr können wir unsinzwischen nicht mehr leisten...
She’s got a knuckle in her eye
He knows her cat-call
Can’t escape from telling lies
I heard her saying
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