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Im Laufe der Jahre haben sich einige Merkwürdigkeiten bei "Das Neueste" angesammelt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Alles wahr. Leider, möchte ich manchmal hinzufügen. Ich lösche die Newsseite ja immer zum Jahresanfang, also hier nun die Sammlung 2004-2008:
Weihnachten 2006 Weihnachten überstanden, hurra! Der Baum fiel fünf Mal um, bis ich ihn an den Wohnzimmerschrank band, obwohl ich mir die Show gerne noch ein paar mal angesehen hätte: Baum wird geschmückt, Baum fällt, Herr B. flucht. Christbaumkugelscherben auffegen. Baum wird erneut geschmückt, Baum fällt, Herr B. flucht ein paar Takte lauter. Na, und so weiter. Wir haben nur einen begrenzten Vorrat an Kugeln, leider.
Schnecken schmecken Als unser Baby erst ein Jahr alt war, saßen wir eines Nachmittags friedlich im Wohnzimmer und Baby lutschte hingebungsvoll an irgendetwas herum. Wir konnten das Teil mühsam aus dem kleinen Mund heraus bekommen, es war eine entzückende gelbe Schnecke. Natürlich noch mit Inhalt. Die Schnecke suchte das Weite, und wir legten den Fall ad acta. Kann ja mal vorkommen. Sicherlich hatte der Puckikater die Schnecke angeschleppt. Vor drei Tagen spielten die lieben Kleinen im Garten. Unser Baby ist inzwischen ein paar Jahre älter, aber scheint immer noch eigentümliche Vorlieben zu haben: Herr B. bog um die Hausecke und sah erstaunt zu, wie sein Baby eine Schnecke von der Hauswand pflückte, dann die Schnecke liebevoll ableckte und sie in die Jackentasche stopfte. Schon wurde die nächste Schnecke gepflückt und ebenfalls probiert. Herr B. untersuchte schließlich die Kinderjacke und stellte fest, dass sich in den ausgebeulten Taschen schon etliche Schnecken befanden. Natürlich wurden die alle in unserer gärtnerischen Wildnis ausgesetzt, aber wir sind uns nicht sicher, ob sie nicht doch noch mal als Ableckopfer in Babys Fänge geraten...
Ab damit!
Immer, wenn ich die Spülmaschine ausräume, fällt mir meine Lieblingsstelle in den Kalle Blomquist-Büchern von Astrid Lindgren ein: Der Vater von Eva-Lotte steht im Garten, neben sich einen Karton voller nagelneuer, gerade von ihm gekaufter Tassen. Sorgsam holt er jede heraus und schlägt den Henkel ab. Auf die neugierige Frage der Kinder, wieso er das mache, antwortet er: "Eva-Lottes Mutter zerschlägt die Henkel sowieso ständig, ich erleichtere ihr ein bißchen die Arbeit!". Meine Mutter hat das Buch bestimmt nicht gelesen. Eines Tages, ich war etwa 7 Jahre alt, mein großer Bruder demnach 14, weigerte der Bengel sich mal wieder, meiner Mutter beim Abwasch zu helfen. Er sollte abtrocknen. Tat er aber nicht. "Na gut!" verkündete meine Mutter, "das geht auch anders!". Sprachs und begann, das frisch abgewaschene Geschirr auf den Boden zu werfen. Wir Kinder standen daneben, ich eher fasziniert, mein Bruder ziemlich betroffen. Nach dem abgewaschenen Kram kam der schmutzige dran, danach öffnete meine Ma den Schrank, wenn schon, denn schon, und warf den ganzen Schmodder in Scherben. Mein Bruder hat nie wieder Mucken gemacht, wenn es ums Abtrocknen ging. Meine Mutter, die eine harmonieliebende, friedliche Person ist, hat sich dergleichen Aktionen eigentlich nie wieder einfallen lassen. Schade, ich fand das toll. Keine Ahnung, wieso ich ständig meine Spülmaschine, den Bäckermeister von Astrid Lindgren und meine Ma in einen Topf werfe. Unser Geschirr? Ja, dem geht es gut, relativ betrachtet. Es hält in diesem Haushalt zwar in der Regel nicht sehr lange durch, aber mit Schwund ist ja schließlich überall zu rechnen...
Das Flugzeug, das Auto und statistisches Pech Einige Leute fragten mich schon leicht entgeistert, wieso wir denn ausgerechnet wieder ein italienisches Auto, und dann quasi das Gleiche, bloß in Weiß, gekauft haben, nachdem der Gelbe sehr hartnäckig wirklich jede Reparatur mitnimmt, die er kriegen kann. Kennt ihr Garp? In dem Buch/Film geht er mit seiner jungen Ehefrau auf Häusersuche. Eines schönen Tages stehen die beiden mit dem Makler nach absolvierter Innenbesichtigung vor einem Haus und sind wirklich recht begeistert. Da donnert ein kleines Sportflugzeug mit Krawumm ins Dach des Hauses. Der Makler bekommt ein trauriges Gesicht, er sieht den Hausverkauf von Dannen ziehen. Garp aber strahlt begeistet und meint: "Wir nehmen es! Die Wahrscheinlichkeit, dass in dieses Dach noch einmal ein Flugzeug abstürzt, ist statistisch gering!" Ja, so ging mir das mit dem Auto. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Weiße annähernd so viele Mucken macht wie...obwohl...wenn ich so darüber nachdenke...(zwei Monate später gab das weiße Auto den Geist auf)
Kein Kaffee Sonntagmorgen. Stille im Haus. Die drei Nervensägen schlafen noch. Ich taumele in die Küche, fische eine Filtertüte aus dem Körbchen und freue mich. Ein ruhiger Sonntagmorgenkaffee. Ich falte die Tüte und stecke sie in den Filter. Wasser in die Kanne, wo war noch der Wasserhahn...ah ja. Schön. Am allerschönsten ist das Blubbern von Kaffeemaschinen, wenn kein Kreischen und Gezanke ("Mein Butterbrot!" "Buttabooot Mimi!") und hektisches Gerenne("ich finde kein T-Shirt, ich finde kein T-Shirt, ich finde kein...") stören. Ich öffne die Kaffeedose. AAAAAAH!!! Kein Kaffee O.k. Ganz ruhig bleiben. Ab in die Speisekammer. Grabbel, wühl. Wühl noch mal. Grübel. Die schlampige Hausfrau hat tatsächlich vergessen, Kaffee einzukaufen. Blöderweise bin ich diese nachlässige Person. Kein anderer da, den man zur Schnecke machen kann. Deprimiert schleiche ich zum Küchenschrank und hole das Cappucchinopulver heraus. Jeder echte Kaffeetrinker wird sofort wissen: Ein kläglicher Ersatz.
Ungefähr Ich werde immer besser als "Ungefähr-Köchin". Diesmal habe ich einen Ungefähr-Kuchen gebacken, und nur so zur Kontrolle meine geschätzten Zutatenmengen gewogen. Ich kam richtig gut ran, bis auf ein paar Gramm mehr oder weniger...ach, Ihr kennt das gar nicht? Also, da ich beim Backen (igitt!) und auch beim Kochen nie so recht motiviert bin, im Kochbuch nachzugucken, wieviel von diesem oder jenem Zeugs man in so ein nach Rezept gekochtes Futter hinein wirft, nehme ich halt Mengen, von denen ich glaube, sie werden schon stimmen...den heutigen Kuchen haben alle brav gegessen. Natürlich funktioniert diese Methode nicht in allen Lebensbereichen, und ich kam bei meinem Mathelehrer nicht so gut an mit "Ich glaube, das sind ungefähr 13 Prozent.". Sein noch mildester Kommentar war stets und immer wieder "Halb zum Klo ist auch in die Hose". Ich möchte ihm an dieser Stelle für seine jahrelangen, vergeblichen Versuche danken, mir die Vorzüge geometrischer Figuren, von Primzahlen, Dezimalkrams und anderen Abstrakten näherzubringen. Danke, Schmiddy, für grenzenlose Geduld und andächtiges Aus-dem-Fenster-Gucken während der Mathearbeiten! Und auch Helmut, ehe ich das vergesse, herzlichen Dank!
Dänemark hat Kreisel Letzten Samstag war es nun soweit, es ging auf große Fahrt nach Dänemark zur Ausstellung! Mit von der Partie waren Steffi und ich in der gelben Blechdose und Manu und Tina im Berti-Auto. Ich war natürlich wieder die arme Wurst, die den weitesten Weg hatte, sammelte Steffi ein und wir fielen, was äußerst ungewöhnlich für mich ist, hochgradig pünktlich bei Manu ein. Dort bekamen wir Order, immer hübsch hinter ihr herzufahren, und ab ging die Fahrt. Leider hatte ich vergessen, vorher auf des Kanarienvogels Altersschwäche aufmerksam zu machen, und so tuckerten wir mühsam hinter der flotten Manu her, ächz, schnauf. Da weder Steffi noch meinereiner des Dänischen mächtig ist und wir leider auch keine Karte im Wagen hatten, futterten wir zur Nervenberuhigung Schokoriegel und texteten uns gegenseitig zu mit Ergüssen über Kindergärten, Ehemänner und ähnlich langweiliges Zeugs. Zum Glück erreichten wir den Ort mit dem unaussprechlichen Namen irgendwann und stolperten an die frische dänische Luft. Ähem. Da war- nix. Also, dachten wir, da muß doch was sein? Wir umkreisten das Gebäude, aber da war immer noch nix. Wir kreiselten von der anderen Seite herum und daaaa, ach, so ein Glück, wir wollten gerade Manu fressen, war die Ausstellung im vollen Gange! Jaaa, hinein! Auf die Käfige gestürzt! Gucken staunen gaffen! Also, Steffi und ich hatten viel Spaß, und der erwartete Kaufrausch stellte sich auch schlagartig ein. Während Steffi ziemlich zielsicher drei Schweinchen anvisierte, jammerte und zögerte ich auf gewohnt entscheidungsfreudige Art herum, drückte dies Schwein, knautschte jenes, stellte zehntausend doofe Fragen, die von den Züchtern geduldig beantwortet wurden, guckte verzweifelt und fand tatsächlich in letzter Minute einen Käfig ohne Verkaufsschild mit der allerniedlichsten Angorasau. "DIE!" kreischte ich, und die wurde es dann auch. Steffi hatte inzwischen schon läääängst die Transportboxen geholt und wir verluden endlich die kleinen Schweinchen, ich grinste dabei wie ein ziemlich dämliches Honigkuchenpferd, aber dat Schwein ist auch ZU süß! Ach ja, die Ausstellung an sich gefiel mir sehr gut, man konnte direkt neben den Richtern stehen und denen bei der Arbeit zugucken. Ich verstand zwar nix, aber allein schon die Atmosphäre dort war faszinierend. Überal liefen Kinder mit Meerschweinchen herum, saßen Leute an Tischen und drückten ihre Schweinchen und die Züchter ließen uns die Verkaufstiere ebenfalls bekuscheln und beschmusen, die waren da sehr tolerant. Sie gaben sich redliche Mühe, uns zwei Pappnasen die Stammbäume zu erklären und dergleichen mehr. Zurück fuhren Steffi und ich schon früher als die anderen beiden, da unser Heimweg doch länger war und die Daheimgebliebenen so laut schrien. Selbstverständlich preschten wir erst mal auf dem falschen Weg aus dem Dörflein heraus, Steffi meinte "rechts!", ich fand eher "links!", letztendlich war beides verkehrt, aber beim zweiten Versuch packten wir es und sausten von einem verflixten dänischen Kreisel zum nächsten. Also, Kreisel kann ich inzwischen echt gut fahren. Ha. Sogar doppelte.
Hedwig Courths-Mahler in Büsum Damals, als ich noch jung und idealistisch war, hielt ich es für eine tolle Idee, auf einem Reiterhof ein paar Wochen lang Kinder und Ponys zu betreuen. Leider hatte der Hofbetreiber "vergessen" zu erwähnen, dass wir zwei Mädels, Urte und meinereiner, mitten auf dem platten Land allein auf einem Resthof bleiben würden mit 12 Mädels und 16 Ponys (14 Hackenbeißer sprich Shetties und zwei Haflinger). Ist so etwas überhaupt erlaubt, frage ich mich heute... "Ihr macht das schon!" hieß es, winke winke, und da standen wir mit 12 zum Teil heulenden, heimwehgeplagten Gören und guckten uns an. Weia. Kochen sollten wir auch. Ich zankte mich gleich mal mit dem bockigsten aller Shetties, das mich sang- und klanglos abwarf, das heißt, es buckelte, und ich hüpfte über den kleinen Teufel und stand dann genau VOR dem Biest, es war sehr merkwürdig. Das verschreckte die restlichen, noch nicht heulenden Kinder nun auch noch, und Urte und ich sahen es ein: Wir brauchten ein Highlight. Wir berieten uns in unserem Zimmer, als uns PLÖTZLICH, wie bei Hedwig eben so üblich, die Rettung zufiel. Sie fiel in Form eines kleinen Heftchens, das auf dem Nachttisch gelegen hatte. Urte griff sich den Fetzen und begann, daraus vorzulesen. Da mein Kichern immer lauter wurde, guckten bald ein paar Kinderchen um die Ecke und gesellten sich zu uns. Das war es also! Von nun an lasen wir unseren Schützlingen in jeder freien Minute aus dem Liebesroman vor, der den schönen Titel "Ich hab dich lieb, Sannerl" trug. Da soll mal noch einer behaupten, wir hätten kein Kulturprogramm gemacht! Leider ließen wir das Heft am Ende der Ferien auf dem Nachttisch, ich befürchte, unsere Nachfolger wußten den Wert des Werkes nicht zu schätzen und warfen es in den Müll... Zu der lieben Urte habe ich noch Kontakt. Sollte ich jemals auf einem Flohmarkt ein Heftchen mit besagtem Titel ergattern, so werde ich es ihr schicken! Das macht Freude!
Zahnbürstennirvana Zahnbürsten scheinen ein eingebautes Verschwindegen zu besitzen. Ist sonst ja nicht zu erklären, daß die kleinen Biester (es gilt: je kleiner, desto schneller futsch) ständig das Weite suchen. Im Kindergarten muß irgendwo ein Nest sein, in dem sie alle herumlungern und hämisch kichernd die Tiraden der Meckermuttis mitanhören (" SCHON WIEDER weg?? Susi/ Stefan/ Paul, wie MACHST du das bloß immer??!" usw.). Bei uns habe im Haus habe ich das Nest unlängst entdeckt: Ich wunderte mich, wie innerhalb einer Woche drei Zahnbürsten entfleuchen konnten, während ich nachdenklich das Bad putzte. Nebenbei fiel mir auf, daß der Abfluss vom Waschbecken immer mickriger wurde, also, Stöpsel raus, mal gucken. Da! Da saßen nein hingen sie! Alle drei! Mitten im Abflussrohr. Wie waren die kleinen Scheißerchen denn dahin gekommen, grübelgrübel? In einer aufwendigen Befreiungsaktion operierte ich mit Sannis Hilfe - oder eher Sanni operierte mit meiner wenig nützlichen Hilfe - die drei Patienten aus dem Rohr. Zwei Wochen später wurde der Abfluß wieder verdächtig arbeitsunwillig. Ich ahnte es schon, bevor ich den Stöpsel rauszog, denn schließlich waren bereits wieder zwei Zahnbürsten vermißt: Tataaa, da steckten sie. Also, wieder Operation Abflußrohr, allgemeine strenge Kinderbefragung ( ohne Resultate) und Bürstenkauf. Eines Abends guckte ich meinem Nachwuchs mal wieder beim Zähneputzen zu und wollte gerade das Bad verlassen, als ich erstarrte: Mit gekonntem Griff zog er den Stöpsel aus dem Waschbecken, warf schwungvoll die Zahnbürste ins Nirvana und guckte ihr zufrieden hinterher. Obwohl ich mir ja nun so etwas in der Art schon hätte denken können, brauchte ich einen Moment, um die passenden Worte zu finden und ein Verhör zu starten. Bei dem übrigens keine näheren Erkenntnisse herauskamen, WIESO denn nur Häschen die Zahnbürsten unbedingt dort hineinwarf. Seither sind nur noch wenige Zahnbürsten im Abfluß gelandet, am Bürstenschwund hat das aber nur geringfügig etwas geändert, immer noch verschwinden mit schöner Regelmäßigkeit die kleinen Dinger. Nuja, irgendwo werden sie schon sitzen und frech grinsen...
Shopping mit Nichtrauchern Heute waren Sanni, Biggi und ich shoppen. Die kleinen Nervensägen wurden mit Fastfood bestochen und hielten brav durch. Als wir wieder aus dem Burgertempel herausgekullert waren und Biggi sich glückselig ENDLICH eine Zigarette gönnte, passierte etwas leicht Absonderliches. Wir gingen so dahin (gut, wir nahmen dabei ziemlich viel Platz ein, drei dicke Tanten nebeneinander), als ein älteres Paar etwas wirr an uns vorüberschoß, sie links an Sanni vorbei, er quetschte sich rechts an Biggi vorbei. Dat war ein bißchen eng, aber Biggi hielt die Luft an, so schrammte der eilige Mensch an der Hauswand knapp vorbei. Naja, dachte ich, etwas unhöflich, meine Schwester so beiseite zu schubsen, aber wir sind ja nicht so. Da rief der Mann "Eine Frau mit einer brennenden Zigarette!!!!!" mit fünf Ausrufungszeichen und guckte zu uns zurück. "Skandal!" schrie ich, und "Besser als eine brennende Frau mit Zigarette!" kam es leicht irritiert von Sanni. "Watt wollen SIE denn, darf man auf der Straße nicht mehr rauchen?" fragte Biggi mit ihrer zarten Stimme (so daß man sie also noch drei Straßen weiter vernahm). Der Mann sah zu, daß er im nächsten Laden verschwand, und wir ergingen uns in Mutmaßungen über ein allgemeines oder ein nur für Frauen geltendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit. War Biggi gar ein schlechtes Vorbild für das Kleingemüse, das neben uns daher trabte? "Ha! DA!" rief Biggi zwischendurch, "ein MANN mit Zigarette!". Selbiger guckte leicht verunsichert, war sich aber offensichtlich keiner Schuld bewußt und rauchte weiter. Ein Stück weiter, man glaubt es kaum, stand vor einem Geschäft eine Frau, die hielt ZWEI Glimmstengel in den Fingern, in jeder Hand einen. Sofort griff Biggi ein und klärte sie darüber auf, daß schon EINE Zigarette etwas äußerst Verruchtes an sich habe. Die arme Passantin (wartete wohl auf eine Freundin, die sich im Laden auskaufrauschte) nickte ergeben, betrachtete abwechselnd die Kippen und hätte wohl vor lauter Verlegenheit Biggi eine abgegeben, wenn ich mein Schwesterlein nicht weitergezerrt hätte. Wir konnten uns leider nicht einigen, was der Mann uns eigentlich hatte sagen wollen, FALLS SIE DAS HIER LESEN, BITTEBITTE KLÄREN SIE UNS AUF!!! Ansonsten habe ich als militante Nichtraucherin noch die Anmerkung zu machen, daß Rauchen der Gesundheit schadet und man Kinder natürlich nicht zum Rauchen verleiten soll und Zigaretten und Feuerzeug nicht in ihre Finger geben darf. Da hin und wieder ja noch ein einsames Raucherlein im Stadtbild auftaucht, denke ich nicht, daß dieser Anblick den Kleinen sofort und nachhaltig schadet, außerdem hege ich den Verdacht, daß spätestens auf dem Schulklo in der weiterführenden Schule die Auswahl an Zigarettensorten ziemlich groß sein wird, da macht die Mutti sich keine Illusionen.
Die Weinprobe Eines Abends bekam ich mitten in der heißen Phase des Kinderinsbettkämpfens einen Anruf. "Wir machen eine Umfrage zum Thema Wein" zwitscherte die Tante am anderen Ende. "Trinken wir nicht. Und das ist jetzt SEHR ungünstig!" knurrte ich. Die Tante ließ sich nicht abschrecken (ist wohl ganz andere Sachen gewöhnt...) und säuselte was von drei kurzen Fragen, ach, bittebitte. Na denn, was soll`s, dachte ich, die Gören kreischen so oder so. Zwei Tage später rief sie doch glatteweg wieder an, juchu, wir hätten gewonnen. Na toll. Freu. Was denn? Eine Weinprobe, wie originell. Das war ja ein Zufall. "Na, dann schicken sie den Experten mal vorbei" meinte ich nüchtern. Am nächsten Nachmittag war Kinderwuselkaffee hier. Im Obergeschoß schlugen sich zwei Nervensägen die Köppe ein, unten im Wohnzimmer klauten sich Krabbelmonster die Kekse und verschmierten sie auf dem Teppich, als es klingelte. "Wer sind SIE denn?" fragte ich, leicht ins Unhöfliche fallend, den schnieken jungen Mann mit dem Köfferchen. "Ja, aber,..." wagte er einzuwenden, und ich erinnerte mich vage an den Gewinnquatsch. Er durfte im Chaos Platz nehmen, wir fanden sogar ein paar Weingläser im Schrank und los ging`s mit der Probiererei. Die trockenen Weine kamen schlecht an, die Muttis zeigten wenig Begeisterung. Langsam arbeiteten wir uns vor, bis wir bei Edelsüß landeten, kicher, gacker. Mittenmang immer Kindergequietsche, tote Kekse, tieffliegende Teefläschchen und die Monster aus dem ersten Stock. Ach, war ja auch egal, ob die nun kreischten, und die paar Flecken auf dem Teppich, egal, und überhaupt, egaaaaaal! Sanni mußte dann noch einige Rotweine testen, ich bin für das Zeug nicht zu haben, und hatte irgendwann leichte Schwierigkeiten mit der klaren Aussprache, als sie die Weine beurteilen sollte. Aber was ein echter Weinvorführer ist, der kennt die Problematik und sieht höflichst über den einen oder anderen Nuschler hinweg. Zum Schluß gab es noch ein Likörchen, das war schon lecker, schmatz, schleckdasglasaus,hick. Letzere Anmerkung von Sanni. Irgendwann mußte der nette junge Mann leider gehen, und kaum schloß sich die Tür hinter den heftig winkenden, fröhlichen Hausfrauen, guckte mein Göttergatte aus seiner Höhle äh aus seinem Zimmer und musterte uns streng. Na ein Glück, endlich wieder Ruhe. Das Gekicher sei ja nicht zum Aushalten gewesen, und ob wir wohl auch ganz bestimmt nix bestellt hätten? Naaaa? Neenee, beeilten wir uns zu versichern, fast gar nix. Später am Abend fand er dann doch den Bestellschein, aber ich wälzte alles auf Sanni ab.
Auf der Messe Letzte Woche rief mich meine Schwester an (die mit dem Topf und der Vorliebe für Kaninchen) und fragte , ob ich sie begleiten würde. Da sie ständig am Telefon ißt, verstand ich sie nur schlecht und fragte nach: " Wohin? Zur Erotikmesse?? Meinste, das bringt noch was?" "Neee" nuschelte es zurück, und dann, deutlicher, für doofe jüngere Geschwister:" Zur E-SO-TE-RIK-Messe inne Stadthalle". Och, najaaa. Da meine liebe Schwester sich aber schon des öfteren zu Meerschweinchenausstellungen mitzerren ließ, und die ihr nun echt so viel Vergnügen bereiten wie einem Goldfisch das Segeln ("Ach, was für ein süßer Hamster!" "Meerschwein, Biggi, Meerschwein..."), konnte ich mich schlecht drücken. Also, auf ging`s. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit kletterte Biggi am besagten Tag in meinen Kleinwagen und NOCH schneller wieder hinaus, als wir die Stadthalle erreicht hatten. So fix ist sie selten, mir schwante Übles. Wir trafen dann noch Heidi, und hinein stürmten wir in die Halle. Dort feilschte meine Schwester um den Eintritt und gewann, alles andere hätte mich auch gewundert, und klebte sofort irgendwo fest. Da waren wir doch noch nicht mal richtig im Getümmel! Ich ging also schon mal vor und tauchte ein in die Welt der Klangschalen, Traumfänger, Seelenbilder und Heilsteine. Na, und was da noch so alles herumwuselte, das war schon faszinierend. Heidi gesellte sich zu mir, da meine Schwester kaum vom Fleck zu bewegen war. Kartenleger wollten uns mitschnacken, danke, wir sind Selbstversorger, Biofettwertanalysen wollten wir auch nicht, da sind Hopfen und Malz eh schon verloren ( Heidi und ich kicherten leicht hysterisch), und Edelsteine kann ich zur Zeit nicht gebrauchen, die verschluckt nur der Nachwuchs, und dann muß man das alles wieder aus dem Kleingemüse herausschütteln. Bei enem Stand hielten wir uns länger auf, und Biggi stieß endlich interessiert zu uns: Da konnte man Chakraparfums testen. Da sechs Chakren, somit auch sechs Parfums, duft, nebel ein, halluzinier...eines gefiel mir gut, das habe ich auch gekauft. Ach ja, das allerallerwichtigste war ja das Aurafoto! Da setzt man sich brav auf einen Hocker und legt die Hände auf so merkwürdige Metallplatten (ein Bemerkung zu der gewissen makaberen Ähnlichkeit mit einem elektrischen Stuhl konnte ich mir nicht verkneifen, ih), somit sollen irgendwelche Energieströme und so weiter, und dann gibt es ein hübsches Bild der Aura. Komisch. Ich bin ja nun eigentlich die müdeste, lahmste Schnecke, da hätte es doch ein ganz mattes, blasses Bildchen geben müssen, aber nein, bunt und leuchtend war`s. Und meine Schwester, die echt extrovertiert und quasselig ist, die bekam ein mickriges Foto. Hm. Sehr seltsam. Na, egal, lustig war es trotzdem! Fazit: Guckt Euch auch mal was anderes an, das erweitert den Horizont! Zu irgendwas wird es schon nützen!
Kochbuchlotto: Alles, was man dafür braucht, sind ein einigermaßen brauchbares Kochbuch und eine unmotivierte Köchin. Ersteres ist in diesem Haushalt ständig, letzteres temporär vorhanden. Das Spiel beginnt, wenn eine hungrige Person in die Küche eintritt mit den Worten "Was gibt es denn heute zu essen?" oder, um gleich mal eine Stufe schwieriger zu starten: "Kochst du heute gar nicht?" (bitte mit leicht vorwurfsvollem Unterton). Die lustlose Köchin sitzt mit müdem/gelangweiltem/genervtem (bitte Passendes auswählen) Gesicht am Küchentisch und reagiert mit "Mmmmh.". Dann schweigen die Personen sich an. Schließlich steht die Köchin auf, öffnet (langsam!) den Schrank und zieht mühsam das schwere Kochbuch heraus, legt es umständlich auf den Tisch und setzt sich wieder. Ärmel hochgekrempelt und letzte Energiereserven aktiviert! Unter strengster Beobachtung des Ziehungsbeauftragten schließt die Köchin konzentriert die Augen und greift beherzt nach dem Buch. Mit Schwung wird dieses nun auf irgendeiner Seite aufgeschlagen und das dort beschriebene Rezept ( Augen wieder auf! Sonst schummelt der Ziehungsbeauftragte womöglich!) als das Mittagessen des Tages auserwählt. Mit der Zeit, das muß ich ja zugeben, weiß die Köchin natürlich, in welchem Bereich des Buches sich welche Rezepte aufhalten. Einen KUCHEN z.b. würde sie nie zufällig tippen ( siehe auch weiter oben auf dieser Seite die Notiz zu diesem Thema). Und eine dünne Suppe würde dem Spiel bald ein Ende von Seiten der hungrigen Gestalten bereiten... Alles in allem ein abwechslungsreiches Spiel für die ganze Familie, besonders nach Feiertagen zu empfehlen!
Das Kettensägenmassaker Bei uns im Garten gibt es ziemlich viele Hecken. Hin und wieder, das wissen sogar wir Gartenkulturbanausen, muß man die auch mal schneiden. Eines Tages war es also soweit, ich hatte den Herrn des Hauses genug gequält und genervt und ihm Sannis schöne Kettensäge demonstrativ zurechtgelegt. "Kürzen!" lautete die einfache, klare Anweisung. Ich hielt meine Hand so auf Höhe 1,50m, vergaß aber, diese Maße dem Göttergatten noch mal schriftlich darzulegen. Was dann kam, kann man nur als Kettensägenmassaker der gemeinen Art bezeichnen. An den Auswirkungen laboriert unser Garten heute noch. Der Herr des Hauses setzte die Schutzbrille auf, zückte die Säge und wurde von mir leichtsinnigerweise mit der Arbeit allein gelassen. Als ich drei Stunden später nachschaute, ob die Aktion geglückt war, wurde ich ein bißchen grün im Gesicht. Im Gegensatz zu der Hecke, da war nämlich nicht mehr viel Grün. Herr B. säbelte noch am letzten Büschlein herum, das ihm wohl nicht sehr sympathisch war, anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Höhe des Gewächses nunmehr etwa 60cm betrug. Ich äußerte so etwas wie "Aaargh" und dergleichen, während der Gatte versuchte, sich zu rechtfertigen. Hm, zu Anfang hatte er wohl noch die 1,50m fast getroffen, um genau zu sein, waren es 1,20m, aber ich bin ja nicht kleinlich. Von Busch zu Busch wurden die Maße geringer, so dass der letzte Strunken eben besagte 60cm Höhe aufwies. NEIN, ICH REGTE MICH NICHT AUF!!! Viele Gartenberater weisen ja darauf hin, dass eine asymmetrisch geschnittene Hecke etwas Pep in den Garten bringen kann. Toll. Und so blickdicht. Also, in etwa bei 60-80cm Höhe jedenfalls. Da gucken ja auch die meisten Leute durch. Naja, die ganze Sache hat den Vorteil, dass wir sehr selten die Hecke schneiden müssen. Wo nix ist, kann auch nix geschnitten werden... Leider hat der Göttergatte und Gartenexperte für die nächsten Tage seine Anwesenheit und Arbeitseinsatz im Garten angemeldet. Ich habe so den Eindruck, dass die Büsche schon die Äste einziehen...
KUCHEN wünsch ich mir Ich bin ja eigentlich nicht so die Backfee. Kochen gerne, ich finde, so ein blubbernder Kochtopf und eine rauschende Dunstabzugshaube haben etwas Beruhigendes. Aber letztens fiel mir beim Aufräumen der Speisekammer ein Gläschen Frühkarotten in die Finger und grinste mich an. Baby und ich guckten uns daraufhin an und meinten einhellig: Igitt. Aber es wäre doch so schade um die schönen Möhren, fand ich. Also grub ich ein Backrezept aus, änderte es nach Gutdünken und kippte fröhlich die Zutaten zusammen. Och ja, der Teig war recht genießbar. Meine Schwiegermutter samt Lebensgefährte hatten sich zum Kaffee angemeldet(hatte ich etwa deshalb aufgeräumt...?) und fungierten als ahnungslose Versuchskaninchen. Als die Schwiegermama sogar ein zweites Stück Kuchen verlangte, befand ich das Experiment als gelungen...von hier ein freundliches Winkewinke nach Isenbüttel. Rezept auf Anfrage bei mir erhältlich. Kicher.
Suchste mit? Wie Eric Malpass eine seiner Romanfiguren mal sagen ließ: "Jedes Jahr wird die Uhr im Frühling um eine Stunde vorgestellt und ich fühle mich den ganzen Sommer so, als ob mir nicht nur an einem Morgen, sondern jeden Tag eine Stunde Schlaf gestohlen würde!". So geht es mir, ich suche eine Stunde. Letzte Woche war ja nun das Finale von "Deutschland sucht den Superstar". Selbstverständlich mußten wir das mit einer Party feiern. Hutz und Bianca, die beide so gut wie null Ahnung von der ganzen Angelegenheit hatten, folgten meiner Einladung, denn ich bestach sie skrupellos mit "Es gibt Häppchen und Chipskram!". Sie fügten sich sofort in das Reglement hinein, welches eigentlich nur vorschreibt, dass man während der Gesangseinlagen nicht zu laut schmatzen darf und dass man danach ordentlich zanken muß, ob der Vortrag nun gut, scheußlich oder erträglich war. Wir futterten, was die Teller hergaben, und drückten zwischendurch noch schnell ein paar Meerschweinchen. Am Ende waren wir uns äußerst uneinig, wer denn gewinnen sollte, und fielen, während wir auf die Verkündung des Ergebnisses warteten, fast unter den Tisch. Mein Favorit Tobias gewann, somit war der Abend gerettet.
Iiiih, Pickel Potzpestilenz, heute morgen weckte das Kleingemüse mich mit den freudigen Worten: "Guck mal, ich habe überall Pickel!" Ich öffnete ein Auge, begutachtete die Dinger und fand, sie waren es wert, mit beiden Augen bewundert zu werden. Uj. Kann mich gar nicht dran erinnern, dass Windpocken so zahlreich erscheinen.
Ißte mit? Demnächst können wir Ratedosenmittag spielen. Unser Kleingemüse war in der Speisekammer und fand es einfach genial, die Etiketten von sämtlichen Vorratsdosen (man weiß ja nie, ob man einschneit, deshalb viele Konserven hamstern!) abzupulen. Die Katzenfutterdosen erkennt man zum Glück ja, aber Ravioli, Hühnersuppe, Bohnensuppe, Pfirsiche, Ananas und dergleichen...? Na, so ist immerhin für ein bißchen Spannung gesorgt...
Weihnachten 2005 So, nun haben wir das Weihnachtsfest ordnungsgemäß absolviert, inklusive Verwandtenbesuche, Freßorgien, drei Kilo Übergewicht, selbstverständlich gabe es auch noch rechtzeitig einen Tannenbaum, überall tritt man auf fiese kleine Playmobilmännchen und, da es Ritter sind, auch auf ihre Waffen, und überhaupt sind alle erschöpft und freuen sich schon auf Silvester. Nebenbei habe ich den Eindruck, dass die TV-Sender mal wieder alles gaben und ich kam aus dem Filmegucken gar nicht wieder heraus. Die lieben Kleinen hatten eine Überdosis Kinderkanal, und dann gab es als Geschenk für die Großen eine ganze Ladung DVDs. Na dann...auf in die TV-Serienwelt... 23.12. Ich erwähne es ja nur ungern, aber weit und breit ist kein Baum in Sicht. 22.12. Statusbericht Weihnachtsbaum: Wir nähern uns unerbittlich dem magischen Termin, aber einen BAUM haben wir leider immer noch nicht. Inzwischen habe ich drei Wetten laufen: WANN wird der Baum im Hürsland einziehen? WIE sieht die Gurke dies Jahr aus? WER wird beim Aufbau und Schmücken diesmal am lautesten kreischen? Und die letzten Geschenke sind auch noch nicht gekauft. Wir können ja was Schönes basteln.
13.12. Weia, ich ahne auch in diesem Jahr für den Weihnachtsbaum nix Gutes...ich glaube nicht, dass wir es vor dem 23.12. schaffen, ein Bäumchen zu holen. Ich nehme gerne noch Wetten an.
Im Römertopf In der Cafeteria löffelten Steffi und ich unsere Suppe und fachsimpelten über Meerschweinchen, als uns ein Kaninchenzüchter, der in der Nähe saß, ansprach. Es sei ja gut und schön mit den Meerschweinen, aber Karnickel könne man wenigstens, wenn sie schlechte Ausstellungsergebnisse abliefern, schlachten und in die Röhre stopfen. Was wir also bloß mit den Meerschweinen..." In den Tontopf" erläuterte ich kurz und bündig. "Ach ja?" das Interesse war geweckt. Ich legte den Löffel beiseite und führte aus:" In den Römertopf, am besten mit Honig bestrichen." Ich verzog keine Miene und Steffi nickte eifrig. " Aber doch ohne Fell, nä?!" meinte der Züchter. "Natürlich ohne, wir wollen eine Extrafrauengruppe gründen und die Felle verwerten, da passen die Langhaarrassen natürlich optimal." meinte ich todernst. Die anderen Kaninchenzüchter an den Tischen guckten interessiert auf, na, wenn das man nicht zur Abwechslung vernünftig denkende Meerschweinzüchtertanten waren, dachten sie wohl. " Aber ein kleines Meerschwein in so einem großen Topf...?" zweifelte der freundliche Herr, und Steffi erklärte, dass man am besten drei Schweine nimmt. Im nächsten Moment bekamen der Karnickelzüchter, Steffi und ich einen fürchterlichen Lachkrampf und fielen nahezu unter den Tisch. Vor lauter Begeisterung über diesen mit Humor ausgestatteten Kaninchenfan kaufte ich später beinahe ein wunderschönes Farbzwerglein bei ihm, denn zu meiner unendlichen Begeisterung züchtet der gute Mann nicht nur meine Lieblingsrasse, sondern diese auch noch in meinen Lieblingsfarben. Steffi schlug mir einmal kräftig auf die Finger und sagte streng "Nein!" ganz im Böse-Mama-Ton, und ich ließ das Karnickel sausen. Vielleicht hätten wir zur Sicherheit doch noch ein Schild aufhängen sollen: "Wir essen keine Meerschweinchen".
Weihnachten 2004... 26.12. Ach ja, und dann war ich im Supermarkt, beugte mich gerade tiiief in ein Wurstregal, fand das Gewünschte und warf es mit elegantem Schwung in meinen Einkaufswagen. "Ääääh" sagte ein junger Mann neben mir. " Das ist aber mein Wagen". Grrr, was für `ne blöde Anmache oder halt nein doch nicht wie peinlich, dachte ich. "Ups, Entschuldigung" sagte ich höflich, pflückte die Wurstpackung aus seinem Wagen und hielt Ausschau nach dem meinen. Da konnte ich aber lange gucken. Ist mir ja noch nie passiert, sowas. Das Biest blieb verschwunden, und mit ihm meine mühselig im Weihnachtschaos zusammengesuchten Sachen. Die Ente! Die Rouladen! Such, hektisch herumlauf, mecker. Ich fand ihn dann beim Waschpulver. Zu Hause wurde ich vorwurfsvoll angeguckt. Wieso das so lange gedauert hätte. Ja, SCHATZ, nächstes Jahr gehst dann DU los und machst die Einkäufe, nä! Oder besser noch, stell Dich schon mal auf Silvester ein...hihihi
24.12. Ich muß noch kurz vom gestrigen Vorweihnachtschaos berichten, weil`s so schön war: Ich wollte gerade von meiner ersten Station wegfahren, hielt den Autoschlüssel schon in der Hand, als PLÖTZLICH ein Wagen rückwärts aus der Einfahrt direkt vor meiner Nase sauste. Na, dachte ich noch, der sieht mein Autochen ja, DAS KANN MAN GAR NICHT übersehen. Rumms! O.k., wir stiegen aus und stellten fest, dass wir zwei robuste Gurken besitzen. " Grrr, da haben wir ja noch mal Glück gehabt" knurrte ich, und "Frohe Weihnachten" murmelte der Mann, bevor er davonhuschte. 23.12. Endspurt! Auch wir besitzen nun einen Weihnachtsbaum, im Dunkeln in letzter Minute gekauft, wie jedes Jahr. Da kommt eine Menge Deko dran, dann sieht er superschön aus, und nach der dritten Schachtel Mon Cherie sowieso, und drei Gläsern Grog. Außerdem fressen ihn die Ponys am Ende, denen ist es egal, wie der Besen aussieht..
Steffi und Maike im Schweinefieber oder wen es einmal erwischt… „Ach“, sagte ich eines Tages zu Steffi, „eigentlich könnten wir ja auch dem Verein beitreten und so.“ Steffi, mit der ich seit einiger Zeit Angoras und Peruanermeerschweinchen in Zuchtgemeinschaft züchtete, fand die Idee mehr als gut. Wir kämpften uns durchs Internet, fanden die Anmeldeformular auf der HP des MFD und knabberten uns durch die Papiere. Ein paar Mal telefonierten wir zwischendurch: „Und, hast du alles ausgefüllt?“ „Ja, bis auf den Namen, wie heißt meine Zucht denn nun?“ „Tja, da musst du wohl bei PuderRosa bleiben, auch wenn es saualbern klingt!“ Na toll. „Und, hast du die Papiere schon abgeschickt?“ „Nee, ich wollte warten, bis du so weit bist.“ Schließlich schafften wir es doch noch gemeinsam und erhielten bald jede einen fetten Umschlag mit Vereinszeitschriften, Mitgliedsausweis und Ratgebern. Damit waren wir dann eine Weile beschäftigt. Irgendwann saßen wir bei einem Kaffee und einer Schachtel Mon Cherie herum, so, wie Hausfrauen es am besten können, und spontan sagte ich: “Weißt du was, Steffi, eigentlich könnten wir ja auch gleich mal an der Ausstellung teilnehmen.“ Die Idee fand Steffi gar nicht schlecht, meinte aber, dass lieber die Meerschweine, und nicht wir zwei alten Tanten, ausgestellt werden sollten. „Dafür haben wir zu kurze Haare!“. Vielleicht hatten wir doch ein paar Pralinen oder Kaffee (natürlich nicht entkoffeiniert) genossen. Gesagt, getan. Wir besorgten uns die Anmeldeunterlagen und standen vor einigen gruseligen Problemen: Wo befindet sich beim Meerschwein noch mal die Perinealtasche und was genau sollen wir eigentlich damit machen? Und Haare schneiden? Und wenn ja, wie kurz? Was letzteres betraf, gab es von meiner Seite einen nicht unerheblichen Haken: Sobald ich eine Schere in die Finger bekomme, und dazu ein passendes Opfer, neige ich zum Kahlschlag. Erst, wenn alles ratzekahl kurz geschnippelt ist, kann ich mit dem Frisieren aufhören. Einige Mitglieder meines Haushalts haben sich darüber nachträglich schon bitter beschwert. Steffi traute sich auch nicht so recht in den Friseurberuf für Fusselschweine hinein. Na, da es unsere erste Ausstellung sein sollte, machten wir uns nicht verrückt. Zwischendurch fiel uns auf, dass wir ja noch Transportboxen brauchten, um unsere Herzblätter stilecht zu verschiffen. Bei einem Internetauktionshaus wurden wir fündig und tuckerten bald zu einem Treffen mit dem Anbieter wunderschöner Holzkisten. Freudestrahlend verstauten wir unsere neuen Schätze in meinem Kleinwagen, in den nunmehr tatsächlich nur noch wir zwei Tanten passten, und sausten gen Heimat. Auf der Rückfahrt erkannten wir dann das volle Ausmaß der von der Kistenverkäuferin gemurmelten Anmerkung: “ Die Griffe klappern ein bisschen.“ – Klappern? Scheppern, klötern, klackern, dröhnen traf es irgendwie besser. Vor Schreck mussten wir erst einmal bei einer beliebten Burgerkette anhalten und ein wenig Fast Food in uns hineinschieben. Wir klemmten dann Taschentücher zwischen die Haltegriffe der Kisten, und siehe da, Ruhe kehrte ein. An einem sehr, sehr dunklen Samstagmorgen stand ich bibbernd und schnatternd an meiner Gartenpforte, neben mir einen Berg Transportboxen gestapelt. Endlich tauchten Steffi und ihr Göttergatte auf, um mich mitsamt meinem Getier einzukassieren. Wir erreichten pünktlich die Ausstellungshalle, bei der schon in aller Herrgottsfrühe das Leben, sprich die Kaninchen- und Meerschweinchenzüchter, tobten. Huch, was sollten wir denn jetzt als erstes machen? Und als zweites? Und bei wem melden und was sollten wir sagen? Hallo, da sind wir? Auf uns habt ihr ja gerade noch gewartet? Und wo waren unsere Käfige doch gleich, ich kramte den Zettel mit den Nummern heraus, und die Trinkflaschen? Und wo gab es Wasser? Und Heu? Tiereinsatzkontrolle, ach so, für die Verkaufstiere, und wieso kamen zwei Verkaufszettel an den Käfig? Am Ende des ersten Tages waren wir fix und fertig. Tapfer traten wir am Sonntag morgen wieder an. Und siehe da, es wurde besser. Wir traten nicht mehr in jedes Fettnäpfchen und machten auch nicht mehr allzu viele Fehler, und einige unserer Tiere hatten bei der Bewertung sogar richtig gut abgeschnitten. Als wir jede auch noch einen Preis gewannen, waren Steffi und ich natürlich völlig begeistert. Das bisschen Abbauen schafften wir dann ja ganz fix. Und zu Hause gab es für alle Schweinchen erst mal ein paar ordentliche Leckerchen und für die erschöpften Ausstellerinnen eine riesige Portion Schokolade und eine große Wellness-Pause in der Badewanne. Bis ich eines Tages wieder mit Steffi telefonierte und sie meinte:“ Och, eigentlich könnten wir doch bei dem nächsten Infotag…“
Noch ein Bier, noch ein Ei, noch ein Toaster mit dabei...
Tja, und dann war da noch unser Toaster, den ein Kindlein mal schnell erledigte. Man kann nämlich NICHT zwei Scheiben Toast in eine Seite des Gerätes quetschen. Das haben wir nun auch gelernt und hoffen, dass Toaster Nummer 4 ein etwas längeres Leben hier beschieden sein wird.
Na, mal was anderes: Heute morgen tuckerte ich über die Landstrasse und dachte, na, was ist das mit dem Lenken schwierig heute. Dann, ein paar Meterchen weiter, fand ich es ausgesprochen schwierig, überhaupt noch zu lenken und fuhr an den Strassenrand. Juchhei, der Reifen ist platt! Nun steht mein Auto im nächsten Kuhdorf, und weil da eh meine Mutti wohnt, habe ich mich dort eingenistet, Kaffee gekocht, den Ofen angemacht, die Mama aus dem Bett gescheucht (nja, war noch etwas früh) und ihr die Tagebücher meines Vaters entrissen, die sie in den Müll werfen wollte. Nun, da er schon anderthalb Jahre tot ist, mochte ich darin lesen. Ich muß dazu anmerken, dass er sie nie als geheim betrachtete, und diverse meiner älteren Geschwister haben in ihrer Kinderkrakelschrift eifrig Kommentare hinterlassen. Immerhin sind die Bücher aus den Jahren 1955-1975. Am schönsten fand ich Stellen wie "Brigitte ist erst um 1 Uhr morgens nach Hause gekommen und wurde gemaßregelt" oder "Gitte war frech und bekam eins an die Backen". Wer meine Schwester kennt, der weiß, wie wenig derlei Erziehungsversuche gefruchtet haben...und etwas ganz Wichtiges ist mir aufgefallen: Ich kann ja gar nix dafür, dass ich so einen Tiertick habe! Mein Vater hat mit großer Leidenschaft Brieftauben gezüchtet und ständig irgendwelche Kommentare über Flüge und Anzahl der Tauben, Jungtiere usw. notiert. Na gut, wer nicht flott genug flog, landete im Kochtopf, ist bei den Meerscheinchen definitiv anders, aber ansonsten...Skizzen von der Stallaufteilung, wie ich sie ebenfalls überall hinkritzele...offenbar vererbter Tiertick!
Pseudo-WAS? Ich erzähl mal schnell die Geschichte von den Pseudonomaden: Eines Tages fielen bei meiner Freundin zwei ihrer vier Meerschweine tot um. Besorgt ließ sie eines davon vom Veterinäramt auseinandernehmen und kam dann mit der Diagnose "Pseudonomaden" zu mir. Grübelgrübel. Ich sah aus irgendeinem merkwürdigen Grunde lauter wandernde Menschen vor meinem geistigen Auge. Dann sah ich Mietnomaden, die Wohnungen kurz und klein verwohnten. Nee, dachte ich, auch nicht richtig. Mehr fiel mir nicht ein. Nach wochenlangem Nachdenken erzählte ich Gunnar, unserem Lieblingsbiologen, von den Dingern. Er grinste gemein, stellte das Wort um und hielt mir einen Vortrag über -Pseudomonaden. Mann Mann Mann, was kann man blöd sein...Hirnblockade, ausgelöst durch zu lebhafte Phantasie.
Toaster, meine Leidenschaft Wie einige ja wissen, haben Toaster in unserem Haushalt meistens kein langes Leben. Einen killte unser Großer, als er experimentelles Toasten von ZIEMLICH VIEL TOAST und Knäckebrot durchführte, wobei wir fesstellen konnten,dass Knäckebrot schnell lichterloh brennt. Den Ersatz- Toaster gaben wir ganz schnell im Geschäft zurück, weil er hemmungslos alles brutzelte, egal, auf welcher Stufe man ihn einstellte. Aus Drücken der Stopptaste sprühte er nur Funken und war alles in allem extrem biestig, obwohl man ihn gut behandelte. Toaster Nummer drei wurde dann leider vom Kleingemüse zum Grillen einiger Bleistifte benutzt. Na, fragt man sich da, wieso ziehen diese nachlässigen Leute denn nicht einfach den Stecker? Haben wir gemacht, aber immer dann, wenn man ein klitzekleines bißchen geschlampt hat, hat der Nachwuchs das sofort mitbekommen und seine Chance genutzt. Wir sind ja schon total angepestet von den laut piepsenden Rauchmeldern, die an der Zimmerdecke kleben und schwer erreichbar sind, wenn es denn gerade dringend ist und einem die Ohren von dem Lärm fast abfallen! Und überhaupt, was ist denn bloß so faszinierend an diesen Geräten, dass man da alles hineinstopfen will, hm? Es klingelt Heute rief jemand in der schrecklichsten Phase an, sprich, kurz vor dem Zubettgehkampf mit den kleinen Monstern, die dementsprechend im Hintergrund lärmten. "WER ist dran?" brüllte ich in den Hörer. Etwas unhöflich vielleicht, ups. "Der Schmied!" rief es verzweifelt zurück. "Nicht auflegen!" brüllte ich, "Bleib bloß dran!" und rannte in irgendeinen ruhigeren Winkel des Hauses. Herrjeh! Ich telefonierte nun schon seit Tagen, ach was, seit Wochen hinter ihm her, unserem Lieblingshufschmied. Mal sprach ich mit seinem AB, mal er mit Herrn B., was, wie Kenner des Haushalts wissen, völlig sinnlos ist, da Herr B. nicht in der Lage ist, sich Anrufe oder die Namen der armen Gestalten zu merken, die leichtsinnigerweise darum bitten, er möge mich informieren. Wir rufen zurück! Vielleicht! Wenn uns die Nummer wieder einfällt. Oder der Zettel wiedergefunden wird, auf dem die Nummer steht. Oder wenn irgendwer einen Geistesblitz hat und sich an den Anruf erinnert. Wenn wir das Telefon wiederfinden, rufen wir bestimmt an. Falls der Akku noch mitspielt. Jedenfalls haben wir es wirklich geschafft, einen Termin für die Ponypediküre zu finden! Ich nehme alle Schuld auf mich, dass es so lange gedauert hat!
Vor oder zurück?
Ich kann es mir nicht merken: Ist es nach der Zeitumstellung morgens früher hell und abends später dunkel oder ist es morgens früher hell und abends früher dunkel? Und jedes Jahr die lustigen Umfragen mit verwirrten Bürgern: "Na, wissen Sie das eigentlich, stellen wir die Uhr eine Stunde vor oder zurück?". Zurück natürlich! Die Stunde, die uns den ganzen Sommer über jeden Morgen geklaut wurde, kriegen wir endlich zurück!
Die zerquetschten Elfen Ich stellte mich heute morgen im Buchladen vor die Kasse und sagte, nach meinen Wünschen befragt: "Ich suche das Buch mit den zerquetschten Elfen, haben Sie das?". Die Verkäuferin sah mich an, ich ahnte, sie schwankte zwischen "Weihnachtskoller" und "Hab mich verhört". Sie entschied sich sicherheitshalber für letzteres und fragte höflich "Wie bitte?". Ich leierte mein Sprüchlein noch mal runter, die Kundin neben mir grinste, die Verkäuferin bekam ein "Ich habs gewußt, doch Weihnachtskoller!"-Gesicht. Da mischte sich ihre Kollegin ein und meinte, ja sicher, hm, wie hieß denn das Buch bloß, jaja, sagte ich, wenn ich das nur wüßte. Die zerquetschten Elfen eben. Ich wurde erleichtert an diese Kollegin weiter gereicht, die nun im Computer suchte, dann eine Kollegin anrief ("Ja, die zerquetschten...usw"), und dann eine zufällig vorbei huschende weitere Kollegin interviewte, die sofort wußte, was wir suchten, ja, aber wie hieß das Buch...Lady Irgendwas...darunter fanden sie es dann tatsächlich im PC. Aber ich freute mich zu früh: vergriffen! Mist! Falls ihr euch mal langweilt: "Mein geheimes Elfentagebuch von Lady Cottington" von Terry Jones (der von Monthy Python, und dementsprechend ist der Humor-für alle Elfenfreunde, die den Anblick von zerquetschten Elfen nicht ertragen, nicht geeignet!). Ja, so kann man seine Zeit auch totschlagen, äh, zerquetschen...
Ich bin ja für Lilablau Oh graus oh nein, hätte ich das bloß nicht in den Herbstferien angefangen...: Ich hatte die tolle Idee, ein paar Zimmer zu streichen und ein allgemeines Zimmerwechseln verordnet, weil Kleingemüse viel Platz für Spielzeug und Krempel braucht und alte Leute kaum noch Krempel ansammeln. Also wollte ich heldenhaft ins kleine Zimmer auswandern. Öh. Beim Ausräumen fiel dem Kleingemüse viel Krempel in die Finger, den wir lange nicht gesehen hatten, und verflixt, ich hätte die Sachen liebend gern entsorgt. Ging ja nun nicht mehr. War alles wichtig und wurde zum restlichen Krempel dazu gehäuft. Beim Streichen hatte ich super eifrige Helferlein, die barfuß durch den Saal hopsten und den Pinsel schwangen. Leider hopsten sie dann auch durch den Rest des Hauses, der nun mit lilablauen Fußspuren verziert ist. Ah, die Wände werden blaulila! Joah, aber erst, wenn ich die Teppiche wieder sauber geschrubbt habe. Lustigerweise hatten wir einen unglaublichen Farbverbrauch, der die Verkäufer in meinem Lieblingsbaumarkt erstaunte ("Was, noch ein Topf Lilablau??!"). Ja, sollte ich antworten: "Das klebt alles im Teppich statt an der Wand!"? Na, heute schickte ich alle aus dem Haus, denn es wurde knifflig, weil ich einen ollen Schrank anmalen wollte, und die Farbe (Blaulila, natürlich) hätte ich nicht so leicht wieder aus den Haaren, Teppichen, Gesichtern entfernen können. Den nächsten Raum streiche ich dann doch lieber erst nach den Ferien.
Bonschirosa Übrigens: Wem mal so richtig langweilig ist, der sollte dringend mit einer Bande Kinder Schuhe einkaufen gehen! Ein Zwerg ist grundsätzlich im falschen Regal, einer will da eigentlich nur fernsehen und der dritte möchte bonschirosa Prinzessinnenschuhe, nee, nicht die blauen, robusten Teile. Oder die, die so schön blinken, und die mit Glitzer, und die mit häßlichen kleinen Zeichentrickfiguren aus dem Kika, die extrateuer sind, aber leider nur 2 Monate halten werden. Damals, als ich zweimal im Jahr mit Mami in die Stadt fuhr, um Schuhe zu kaufen, wurde ich kurzerhand auf einen Schemel gesetzt, Mami suchte drei Paar Schuhe aus, ich probierte die brav an (boah, hatte ich coole Moonboots!), eins paßte, und fertig waren wir! Danach noch schön ein Stück Kuchen essen in der Cafeteria, Geld in einen Spielautomaten werfen, uij, waren wir mondän! Dann, verflixt, wie denn nur, den Spielautomaten stoppen, weil wir tatsächlich auf der Gewinnerseite waren, Gewinn einstreichen und davon noch ein Stück Kuchen kaufen. Ja, so war das damals. Nix blinkte, glitzerte oder leuchtete bonschirosa. Schade eigentlich...
Déja vu -oder auch gehört Die Zwerge hören momentan am liebsten meine Lieblingsteenieband, speziell deren Album, das von Sieben und dem zerzausten Tiger handelt. Ein interessanter Kommentar meines Großen:" Das klingt, als ob jemand einer Miezekatze auf den Schwanz getreten hätte.". Ich fragte daraufhin, wieso man denn diese Art Musik so dringend stundenlang rauf und runter hören muß, aber dazu fiel ihm keine passende Antwort ein. Wie mir vor 20 Jahren, als meine Mutter ähnliche Fragen zu der gleichen Musik stellte... Wußtet ihr, dass George Michael seinen Hit "Careless Whisper" laut eigener Aussage innerhalb von 10 Minuten während einer Busfahrt mal eben hinschmierte? Und dass ein anderer Titel, der ihm deutlich näher ging, ihn wochenlang beschäftigte, bevor er fertig war? Und dass es doch echt merkwürdig ist, dass ersterer Titel so ein Riesenwelthit wurde, während der andere, in dem sein Herzblut steckte, nur ganz kurz in den Charts war, an den erinnert man sich kaum noch - dabei war der nicht schlecht. Seltsam. Von allen LPs, die hier so herumgammeln, suchte sich mein Kleingemüse Pink Floyd mit "The Wall" aus und hört das total gern. Fatalerweise tönt es nun laut durchs Haus: "We don`t need no education". Ganz klarer Fall von Schulallergie. Aber Geschmack hat der Zwerg!
Bitte sortieren Sie ihre Meerschweinchen Ich zückte heute Nachmittag fest entschlossen die Krallenschere. Meine Ausstellungsmonster huschten von Dannen, ich natürlich hinterher. Da schlenderte ein Minischwein um die Ecke, guckte mich aus großen Kulleraugen an, fragte: "Mama?!" und tippelte ins nächste Häuschen. Huh, dachte ich, wer bist denn du? Heute morgen waren alle Mamas in Spe noch gemeinschaftlich durch den Stall gekullert, und dieses Baby war supersauber und gewienert. Es stellte sich heraus, dass es noch zwei putzmuntere Geschwister hat (und, leider, ein totes) und zu Haferflocke gehört. Während ich mich noch freute, spazierte vor dem Gitterfenster draußen ein Schweinchen herum. Zack! Ich hatte morgens den Haken nicht vor seinen Außenstall eingehakt. Da hatte er sich wohl aufgemacht, mal nach der Damenwelt(verflixt, wie kommt man da ran durch den Draht??) schauen. Ich stellte ihm den blauen Weidenkorb vor die Nase und sagte streng "Hopp!", woraufhin Zacki sich brav wieder in seine Einraumwohnung begab. Immerhin, da warteten zwei Damen mit besorgten Mienen auf ihn: Brilliante und Virginia Piper. Na, die waren vielleicht glücklich! Uij, ich habe tatsächlich mal wieder alle verfügbaren Bazillen eingesammelt und eine voll krasse Grippe ausgebrütet, upps. Somit mußte der leicht überforderte Herr B. sämtliche Viecher des Haushalts versorgen. Gestrige Frage des Abends: " Waren in der einen Box da im Stall (???) eigentlich zwei oder nur ein Meerschwein drin? Falls es zwei waren, ist jetzt eines in der Meute der Bodengruppe, hm, war das ein Bock?" AAAH! Ich wäre am liebsten vom Krankenlager aufgesprungen und mit der Taschenlampe durch den Stall gekrochen, bis mir einfiel, dass da ja wirklich (ich hatte ein paar mal nachgefragt, um welchen Stall es sich handelte, und auf PRR geschlossen) nur ein Meerschwein in die Box gehörte. Sollte es sich statt dessen um PRZ handeln und Posemuckel hat die ganze Nacht über sein Unwesen getrieben, tja, dann haben wir hier demnächst ganz viel wunderschönen schwarzweißen Nachwuchs zur Abgabe... Neulich beim Einkaufen... Ich besuchte einen meiner Lieblingsdiscounter. Zu meiner Entschuldigung für das folgende Desaster kann ich nur vorbringen, dass es schon sehr spät und ich recht müde war. Ich stand nun denn also mit meiner Tüte gesammelter leerer Plastikflaschen vor diesem entzückenden Automaten und schob sie eine nach der anderen hinein. Piep! sagte der Kasten, und ich schob die nächste Flasche nach. Piiiiiiep! Ah, zu schnell geschoben, sorry, langsamer. Dudellangweilgedankenschweifenab PIIIIIEP!!! ups, ich war wieder zu schnell oder der verflixte Kasten zu langsam. Ich holte die Flasche wieder heraus, wieder hinein, weiter ging es bis zum dritten PIIIEP!!!!! mit fünf Ausrufungszeichen. Ja zum Kuckuck! Nu sprach mich der Kassierer, der bisher nur bei jedem Piepsen zusammengezuckt war, freundlich - energisch quer durch den ganzen Laden an: "Sie müssen die Flaschen richtig einlegen! So wie auf der Abbildung!" Mein irritiert-verschreckter Blick, hä, welche Abbildung?? und ein nervtötendes PIEP! das auf mein erneut inkorrektes Flascheneinlegen folgte, brachten den jungen Mann dazu, geduldig-genervt nochmals sein Glück zu versuchen, die dusselige Hausfrau zu beraten. "Da! Auf dem Automaten ist ein BILD, wie rum man die Flasche dort hineinschieben muß! Sie machen das ver-kehrt herum!". "Aaaaah" machte ich, nachdem ich erneut das Bild betrachtet hatte. Ich schwöre, das ist mir noch nie aufgefallen! Und ich habe bisher noch JEDE Plastikflasche erfolgreich ohne Störgepiepe entsorgt! Ich hatte einfach nur einen schlechten Tag. Oder der Kasten hatte einen schlechten Tag. Später an der Kasse versteckte ich mich hinter einer großen Packung Müsli. Nur nicht noch mal dumm auffallen... Wir sind´s, die Pfadfinder
Am Wochenende hatte ich leider die Kamera nicht mit, wir waren am Wald, und da war es sehr schön grün. Unsere Familie zeichnet sich durch spontanes und flottes Picknicksachenpacken und Losfahren aus (wenn es da einen Wettbewerb gibt, wir machen sofort mit, wir haben gute Gewinnchancen, denke ich), so war es auch dieses Mal: Irgendwer kochte eine Kanne Kaffee, ich grabbelte eine Tüte Kekse aus dem Schrank und wupp, weg und davon! Meine Schwester, die ja bei den Falken war (so eine Pfadfindergruppe) fuhr mit ihrem blauen Auto vor uns Hürsländern her, und mich gruselte es schon ein wenig: Würden wir im Timmasper Wald ankommen oder eher doch an der Ostsee? Oder würden wir in irgendeinem Kaff kurz vor dem Ziel hängen bleiben, weil das gelbe Auto mal wieder den Dienst quittiert? Hatten wir eigentlich genug Sprit im Tank? Alles klappte prima und wir erreichten unser Ziel, eine Bank am Waldrand, ohne Probleme. Da Pfingsten war, krochen tatsächlich ein paar Radfahrer aus ihren Nestern und fuhren mit scheelen Blicken an uns vorbei, die wir es uns so richtig gemütlich gemacht hatten mit Kaffeebechern, Kissen und Freßkorb. Ansonsten kommt dort keine Menschenseele vorbei, aber an dem Tag...in den Wald hinein wollten wir lieber nicht, da wir den schon kennen: Wir verirren uns da jedes Mal. Stunden später landen wir dann völlig entnervt am anderen Ende und jammern, weil das Auto leider ganz wo anders steckt. Nönö, diesmal war uns nicht danach. Ich bin eh mehr für überschaubare, lichte Wälder, durch die man quasi bis zum anderen Waldende durchgucken kann. Da weiß man wenigstens, wohin des Wegs. Auf der Rückfahrt kam meine Schwester übrigens prompt vom Weg ab und landete in irgendeinem ihr bislang völlig unbekannten Nest, wo es aber auch sehr schön war, wie sie und unsere Mama versicherten. |