Wer sind  "WIR" ??

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Nachdem diese Homepage ja nun schon einige Jahre besteht, ist es auch einmal an der Zeit, dass wir etwas über "uns" schreiben.

Also, mein Name ist Gabi, ich halte seit meiner frühesten Kindheit Meerschweinchen, habe also fast 35 Jahre Erfahrung darin!

(oh je, hört sich das alt an)

Und seit dem meine Kinder etwas größer sind, haben es mir die Rassemeerschweinchen angetan.

Meine kleine Hobbyzucht besteht seit 1996, also über  13 Jahre. Vorher war ich "reiner Liebhaber der Meerschweinchen" - d.h. ich hatte zwei Tiere ohne Zuchtambitionen.

Seit knapp 10 Jahren habe ich eine Zuchtpartnerin - die Rassemeerschweinchenzucht "Zum Röhlingswald",

zusammen treten wir als "Zuchtgemeinschaft zur Rhön" auf Ausstellungen auf,

 

Angefangen hat alles damit, dass ich in einem Buch ein Bild über ein "Peruanisches Seidentier" gefunden habe, auch als "Sheltie" bekannt.

Dann habe ich mich auf die Suche gemacht, und mich nach Züchtern umgehört. War nicht so einfach, denn zu der Zeit gab es eigentlich nur die spitznasigen, recht kleinen Stehohren-Meerschweinchen, die zwar niedlich sind, mir persönlich aber nicht so gefallen.

Meine beiden ersten Meerschweinchen - 1969 gekauft - hatten bereits auch schon runde Köpfchen und hängende Öhrchen.  Und damals wußte ich noch nichts vom Standard, weil es ihn auch noch nicht gab.

Das schien wohl auch den meisten Menschen besonders gut gefallen zu haben, ist doch der Standard nur eine Niederschrift des Geschmackes der meisten Leute. Also, das was im Standard drin steht, spiegelt den Geschmack der Mehrheit der Meerschweinchenhalter wieder.

Jedenfalls kann man das auf Typ und Bau, Augen und Ohren beziehen.

Die Farben und die Rassen sind letztendlich "Geschmacksache".

Der eine mag es kurz, der andere lang, der eine lockig, der andere glatt.

Bei den vielen Meerschweinchenrassen, die es inzwischen gibt, ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Mein erstes Rassemeerschweinchen war "Tiffy", eine Coronet in goldagouti-rot-weiß. Auf sie habe ich viele Monate gewartet, bekam sie dann mit einem anderen Weibchen zusammen "Krümel", einer rot-weißen Peruaner-Dame.

Durch einen "ausgeliehenen" Sheltie-Bock in schwarz-rot, kamen wir zum ersten Nachwuchs und waren begeistert, und so wurden aus zwei Meerschweinchen immer mehr.

Durch ein paar nette Bekannte kamen wir dann zu "Galileo" - einem wunderschönen Coronet-Bock in schildpatt mit weiß.

Und dann war der Gedanke da - o.k. - wir züchten. Wir möchten ab und zu Babys, und wir wollen uns dem Standard anpassen, denn die Beschreibung dort gefiel uns.

Also traten wir dem MFD, Deutschland, bei.

Ich lernte damals auch recht bald Thea Paar kennen. Sie wohnte - wie ich auch früher - in Kassel und war schon sehr bewandert mit der Zucht von Coronets. Ihre Hauptfarbe war rot-weiß.

Thea hatte Tiere aus England importiert. Wunderschöne Tiere, große Augen und runde Köpfchen und einen ganz bestimmten Ausdruck im Gesicht. Irgendwie wirkten diese Tiere ungemein vornehm, so - als wüßten sie, dass sie etwas Besonderes wären.

Thea war sehr hilfsbereit und bot mir an, meine inzwischen 5 Zuchttiere anzusehen und mir mit Rat und Tat zur SEite zu stehen. Ich nahm das Angebot mit gemischten Gefühlen an. Hatte ich doch selbst noch nicht so rechtes Vertrauen in  meine Ahnung vom Standard-Rassemeerschweinchen.

Doch anstatt, dass sie enttäuscht war, war sie von meinen Tieren begeistert. Sie fand den Typ toll, ihr gefiel die Farbe, und sie kaufte mir sogar ein Jungtier ab. Worauf ich sehr stolz war.

Thea habe ich auch fast alle mein Wissen über Meerschweinchen zu verdanken, und ich war sehr bestürzt, als ich erfahren habe, dass sie nicht mehr unter uns ist.

Im Sommer 1998 nahm mich Thea dann mit nach Holland auf den "Caviatag".

Wir mussten in aller Herrgottsfrühe in Kassel losfahren. Teilten uns die wenigen Plätze in Theas kleinem Auto brüderlich mit unseren Tieren, denn wir wollten die dort ausstellen. Alles war irre aufregend.

Gallileo war ja wunderschön, er hatte einen schwarzen Kopf, ein weißes Band um Bauch und Rücken und ein rotes Hinterteil.

Thea hat mir dann die Bewertung vom Holländischen ins Deutsche übersetzt. Galileo bekam natürlich keinen Preis, dafür gab es zu viele andere wunderschöne Tiere, aber er bekam super gute Einzelbewertungen, und mein Gefallen an Ausstellungen war geweckt.

Durch das Internet lernte ich dann andere Meerschweinchenzüchter im europäischen In- und Ausland kennen.

Mit vielen besteht nach wie vor eine super gute Zusammenarbeit. Man hilft sich gegenseitig mit Jungtieren aus, hat Tipps für gutes Futter, trifft sich auf Ausstellungen, geht abends zusammen aus. Es sind wunderschöne Freundschaften entstanden.

Nur muss man natürlich für eine Freundschaft auch etwas tun. So vergessen viele Leute, dass man nicht auf die Dauer immer nur nehmen kann, sondern - will man eine Freundschaft aufbauen - auch mal geben muss.

Tut man das nicht, gibt es keine Freundschaft, denn kein Mensch will sich auf Dauer immer nur ausnutzen lassen.

 

Den roten-weißen Coronets sind wir bis heute treu geblieben, auch wenn es nur noch ganz selten Verpaarungen in dieser Farbe gibt.

 

 

Jedes Tier hat seinen Namen und seine eigene Persönlichkeit. Durch unsere vielen Kontakte erfährt man dann immer mal wieder von unseren "Ex-Meerschweinchen", und wenn ich dann Fotos von sehr gepflegten, wunderschönen Tieren sehe, bin ich sehr froh und glücklich.

Es ist auch für mich heute noch schwer, wenn ich ein richtig schönes Tier angeboten bekomme, NEIN zu sagen.

 

Eigentlich müssten die kleinen Tiere deshalb auch "MeHrschweinchen" heißen.

Inzwischen beläuft sich mein Bestand auf ca. 30 Tiere. Wenn Babys im Stall sind, gibt es auch schon mal ein paar mehr, aber wir versuchen, so schwer es einem fällt, nur so viele Würfe zuzulassen, wie wir auch behalten bzw. dauerhaft gut unterbringen können.

Falls mal ein Wurf gar nicht so ausfällt, wie wir uns das vorstellen, und es findet sich kein Käufer, muss auch Platz sein, die Tiere bei uns zu behalten, denn WIR sind für die Kleinen verantwortlich.

Da wir auch schon seit vielen Jahren im Tierschutz arbeiten - Sparte Kleintiere - kommt dann ab und zu auch nochmals ein Notfall dazu, da kriegt man einfach unerwünschten Nachwuchs in die Hand gedrückt, nach dem Motto: "Sie haben doch so viele davon, da kommt es auf drei mehr ja auch nicht an!" -

Wir helfen dann gerne bei der Weitervermittlung von Notfällen, päppeln Babys und kranke auf, allerdings dann in sep. Räumlichkeiten, um unserer eigenen Tiere nicht zu gefährden.

Das rate ich auch jedem anderen MS-Halter.

Siehe Link:    gesundesms

Meine Zuchtziele:

1. große kräftige Tiere

2. ausgeglichener Charakter

3. große Augen, rundes Köpfchen und hängende Ohren

4. kräftige Farben

Nachkommen meiner Tiere findet man außer in Deutschland:

Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Slowenien, Tschechien, Portugal.

Wird fortgesetzt!

 


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