Erinnerungen an
den Frühling
(für Evi - Opfer eines Verkehrsunfalls)
Kannst Du die Winterstille hören?
- Sie legt sich fest auf Wald und Weg.
- Nichts soll die Totenruhe stören,
Der Schnee liegt dicht am kleinen Steg.
Das Eis des Flüsschens schimmert blau
- Wie sollt´ es anders sein?
Ist´s Frühling, liegt dies Plätzchen lau
Im warmen Sonnenschein.
10.12.96
Verklärter
Schneefall
Dicke Flocken schweben nieder,
Schneien sacht auf Baum und Stein,
Auf und nieder, immer wieder,
Und ich sitze hier allein.
Kühl ist´s in den leeren Straßen,
Fern scheint jede Fröhlichkeit;
Winter, den wir fast vergaßen,
Mischt sich in die Frühlingszeit.
Weiß sind Bäume, Felder, Schienen,
Kalt zeigt Winter seine Macht,
Auch das Summen uns´rer Bienen
Ist verstummt - fast über Nacht.
21.03.1997
Wintergedanken
Es wächst eine
Liebe in mir, seit langer Zeit,
Doch bleibt sie
unerfüllt.
In mir ist
Traurigkeit,
Fast wie ein graues
Bild.
Doch was ist mit
der Liebe?
Sie tut uns doch so
gut.
Wenn sie in mir nur
bliebe!
- Denn sie ist
meine Glut.
Der Winter mit
seinen Sorgen
Schließt fester die
Menschen ein,
Doch sitzen sie
warm und geborgen
In ihrem hellen
Schein.
Das sind meine Wintergedanken,
Ich denke so oft an sie.
Und hat das Leben auch Schranken,
Die Liebe vergesse ich nie.
25.11.1997
Weihnacht
Es brannten die unteren Kerzen nur
Und spendeten glitzerndes Licht.
Die oberen Kerzen
- Sie schienen zu scherzen,
Denn sie brannten nicht.
Es fiel der Schnee in der heiligen Nacht
und färbte die Gegend so weiß,
Und hat so vielen Glück gebracht,
Die Englein sangen leis.
Es kam der Nikolaus daher,
Er wollte Geschenke bringen,
Doch stand er ganz plötzlich vor unserem Baum
Und hörte die Englein singen.
Ich sah das ganze vom Fenster aus
und wollte zum Nikolaus gehen,
Doch stand ich auf einmal
Alleine vor´m Haus
Und konnte ihn nicht mehr sehen.
25. - 26.12.1997
Schneetanz
Erstrahlt der Baum
Im hellen Lichterglanze,
Die Flocken schneien nieder
Rein und weiß,
Und tanzen munter
Ihren stillen Tanze
Und sinken nieder
Auf das grüne Tannenreis.
Oh, Weihnacht,
Die Du kommst in unser Lande,
Gib uns den Frieden,
Der das Leben hält!
Und laß´ uns strahlen,
Wie der Baum im Lichterglanze,
Und gib uns Hoffnung
In uns´rer kranken Welt!
04.12.1999
Man kann den
Winter riechen
Man kann den Winter riechen,
Die Kälte und den Schnee,
Gefroren ist das Wasser,
In Fluß, in Bach und See.
Man kann den Winter riechen,
Die Kälte und die Not,
Die Leere und die Stille,
Das Leiden und den Tod.
Und seine Eiseskälte,
Dringt tief bis in mein Herz,
Ich kann fast nichts mehr spüren,
Als ihren kalten Schmerz.
Doch milde Sonnenstrahlen,
Zieh´n wieder ein ins Land,
Vertreiben all den Winter
Und seine Eiseshand.
Mit Wärme und mit Liebe,
Mit Gnade und mit Kraft,
Zieht Frühling ein auf`s neue,
Der alles Leben schafft.
Oh, Frühling, komme wieder,
Der uns das Leben gibt,
Mach´ warm mit Deiner Sonne,
Daß Winter nicht mehr siegt.
09. - 10.11.2001
Weihnachtswunder
Auf´s Neue naht
Die Weihnachtszeit,
Die uns von aller Not befreit.
Wir denken an
Herrn Jesus Christ,
Der wieder uns
Geboren ist.
Da lag es nun,
Das Christuskind,
Geschützt vor Regen,
Sturm und Wind.
Gott hat uns
In der Weihnachtsnacht
Den Menschensohne
Dargebracht
Nun lag das Kind
Auf bloßem Stroh,
Maria und Josef
- Sie waren so froh.
Und ein paar Englein
- Sie sangen im Chor
Und wärmten das Kindlein,
Damit es nicht fror.
Oh, lieber Jesus,
Gedenke mein
und laß´ mich
Ohne Sünde sein.
Bewahre mich
Vor Angst und Not
Du, Sieger über Furcht und Tod!
26.11. + 16.12.2003
Fortsetzung folgt - Philipp
Bock