Befinde mich in einem Käfig Aus Panzerglas Schlage an die Wände, an meine Fenster Doch verletze nur mich selbst Niemand hört mich schlagen Niemand hört mein schreien Doch in meinen Käfig Können alle hinein schauen Sie sehen meine Wunden Meine Tränen Ihnen schutzlos ausgeliefert, Ihren Blicken Ihrer Hilflosigkeit. Sie können mich nicht retten Denn sie können mir nicht helfen. Der Käfig ist aus Panzerglas Undurchbrechbar - Undurchdringbar! Wird der Käfig gesprengt Geht das Glas in Brüche Doch dann gehe auch ich Ganz in Brüche Und bin genauso zerstört Wie mein Käfig. Ist er nicht mehr Bin auch ich es nicht mehr. Der Käfig gehört zu mir, Ist ein nicht trennbarer Teil von mir, Es ist mein Körper, Dessen Fenster zur Seele meine unübersehbaren Narben sind. Und in ihm bin ich gefangen.
Zu spät Jetzt bin ich hier am Bahnhof Zoo. Ist das meine Endstation? Wie kam ich hier her? Ich fing an zu rauchen, ich nahm Heroin, und alles nur wegen ihm! Der Rausch ließ mich alles vergessen: meine arbeitsgeile Mutter, meinen brüllenden Vater, meine tote Schwester... Ich brauchte immer mehr von dem Stoff. ich ging auf dem Strich, verkaufte mich. Ich brauchte das Geld, immer nur Geld, Geld für Drogen, egal was, einfach nur alle Probleme vergessen! Nun sitze ich hier, auf kaltem Beton. ich muss es schon wieder tun! Ich geh' zu meinem Dealer, er gibt mir immer Stoff. Aber dieses mal ist es anders. Er weigert sich, mein Geld zu nehmen, er hat ein komisches Lächeln im Gesicht. mir ist das egal, ich will meinen Stoff! Doch dann dreht sich alles um mich herum und ich denke mir noch: Oh Gott, das war zu viel! Jetzt ist es zu spät, jetzt können mir meine Eltern nicht mehr weh tun. niemand kann mir mehr weh tun! Jetzt ist es zu spät.