Hamid Karzai
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Geboren 1958 in
der Provinz Kandahar
Karzais väterliche Vorfahren trugen den Titel eines Khans, eines
Fürsten, und waren Clan-Chefs der Popalzai, seit 1999 trägt Hamid
Karzai Titel und Bürde.
Die Popalzai
zählen ca. 500.000 Personen, sind in der Region Kandahar daheim und
sog. Durrani-Pashtunen (benannt nach Ahmad Shah Durrani, Persischer
Armee-Kommandeur, der Kandahar eroberte und 1747 der erste König
Afghanistans wurde).
Sein Großvater,
Abdul Ahad Karzai, war überdies Präsident des Nationalrates während
der konstitutionellen Monarchie, sein Vater Abgeordneter und
Inhaber mehrerer hoher Posten während der Regierung Zahir
Shahs.
Karzais tribale Position einerseits und seine westliche
Orientierung andererseits machen ihn sowohl für die Mujaheddin wie
für ihre ausländischen Protektoren attraktiv als Bündnispartner und
Funktionsträger:
Er studierte Rechtswissenschaften in Kabul, Simla (Indien) und in
den USA.
1978ff lebte seine Familie in Pakistan;
ab 1982 nahm er am Kampf gegen afghanische Regierungsarmee und die
Sowjettruppen teil.
Spätestens ab
Mitte 1980er fungierte er als Verbindungsglied zwischen den
verschiedenen Mujaheddin-Gruppen einerseits und der US-Regierung
resp. dem CIA andererseits, um die Waffenlieferungen zu regeln und
zu sichern.
Nach dem Sturz Najibullahs:
1992-94 war er stellvertretender Außenminister.
Auch die "Taliban"
umwarben ihn, den Stammesfürsten der Popalzai, zu denen auch ihr
Führer Emir
Umar* gehören soll, lange schon bevor sie zum Machtfaktor
wurden. Und er unterstützte sie.
Es war dies der
Zeitpunkt, da sowohl die USA wie Pakistan den Bürgerkrieg beenden
und die Situation in Afghanistan stabilisieren wollten - ein
weiteres Mal, aber dringender als vordem, da es nun um ein
ambitioniertes transafghanisches Pipeline-Projekt ging.
Karzai arbeitete als Berater des US-Ölkonzerns Unocal, als dieser
die Möglichkeit des Pipelinebaus von den Ölfeldern des Kaspischen
Meeres durch Afghanistan nach Karachi in Pakistan untersuchte (wie
auch Khalilzad*,
sein Pendant in den USA).
1994-96 verhandelte man noch zweigleisig:
Am 6. Juni 1996 richtete die Rabbani-Regierung*
eine Kommission zur Erkundung der Durchführbarkeit des
transafghanischen Erdgaspipeline-Projektes ein.
Unocal aber setzte auf die "Taliban"*.
Am 27. September 1996 eroberten die Taliban-Milizen Kabul und
lösten die Rabbani-Regierung de facto ab.
1996 Nach ihrem "takeover" bot die Taliban-Regierung Karzai den
Posten eines Botschafters in der UN an. Doch Karzai war bereits
anders orientiert und lehnte die Offerte ab.
Was genau die Ursache für das Zerwürfnis zwischen ihm und der
"Taliban"-Führung war, ist unklar - vermutlich Eifersucht und
verletzter Stolz wegen der zunehmenden Präsenz und Dominanz von Bin
Ladin und seiner arabischen Al Qa'ida. Jedenfalls soll er, so die
saudiarabische Zeitschrift "Al Watan", bald schon die USA vor bin
Ladin gewarnt und deren Unterstützung für seinen
undercover-Widerstand erhalten haben.
1997 Lt. "al Watan" begann Karzai bereits 1997, koordiniert und in
Zusammenarbeit mit dem CIA, mit der Ausarbeitung einer
großangelegten verdeckten Operation innerhalb Afghanistans mit dem
Ziel, einen Volksaufstand gegen das Taliban-Regime anzufachen.
Überdies hegte er die Hoffnung, daß die Amerikaner eine (weitere)
bewaffnete Afghanische Bewegung unterstützen würden, die das
Taliban-Regime von innen zu überwinden und bin Ladin und seine
Leute loszuwerden suchte, ehe es zum großen Desaster
käme.
Im Mai 1997 wurde
die Taliban-Regierung von Pakistan, Saudi-Arabien und den
Vereinigten Arabischen Emiraten als legitime Regierung anerkannt.
Die US-Regierung zögerte noch, ungeachtet des Drängens seitens der
Unocal.
Dennoch wurde die
Taliban-Regierung im Jahre 1997 noch von der US-Regierung
finanziell unterstützt. Und im Januar 1998 unterzeichnete erstere
ein Abkommen, das den Bau der Erdgaspipeline erlaubte. Zum Bruch
der inoffiziellen Allianz USA-Regierung-Taliban kam es erst im
Laufe des Jahres 1998.
Als am
25.6.1998 eine Delegation aus Afghanistan wegen wirtschaftlicher
Aufbauhilfe vor dem US-Senat vorsprach, waren Vertreter der
afghanischen Exil-Regierung und diverser Oppositionsgruppen dabei,
nicht aber der Taliban-Tegierung.
07.08.98: Terroranschläge auf die US-Botschaften in Nairobi (Kenia)
und Dar as Salam (Tansania). Usama bin Ladin gilt als
Auftraggeber.
20.8.98: Vergeltungsschläge seitens der USA gegen mutmaßliche
Stützpunkte islamischer Fundamentalisten im Sudan und in
Afghanistan. Jalalabad und Ghost wurden von US-Marschflugkörpern
attackiert.
21.8.98 gab die
UNOCAL die Stornierung des Projektes bekannt: das Vorhaben werde
erst wieder aufgenommen, wenn in Afghanistan eine Regierung
eingesetzt sei, die sowohl von den USA als auch den Vereinten
Nationen anerkannt werde.
Seit 1999, so al-Watan, habe Karzai seine Bereitschaft zum Ausdruck
gebracht, heimlich nach Afghanistan zurückzukehren und dort in
geheimer Mission und Kooperation mit den USA, einen Volksaufstand
anzuzetteln, speziell in der Reihen der Pashtunen. Die US-Regierung
habe das Ansinnen aber zurückgewiesen.
Ungeachtet dieser Weigerung aber habe Karzai von Pakistan aus
begonnen, Kontakte mit den pasthunischen Stammesoberhäuptern zu
knüpfen und sie gegen das Taliban-Regime einzunehmen.
Resultat dieser geheimen Aktivität, sei die Ermordung seines
Vaters, Abdul Ahad, gewesen:
Juli 1999 wird Karzais Vater auf dem Heimweg
von der nahegelegenen Moschee in Quetta (Pakistan) erschossen. Die
Attentäter fliehen auf einem Motorrad.
Die Exekution wird, wie viele andere, die im Grenzgebiet zu
Pakistan passierten, den "Taliban" angelastet.
[Umgekehrt soll am 24. August 1999 eine Autobombe vor dem Haus des
Emirs in Kandahar explodiert sein und eine seiner Ehefrauen getötet
haben.]
Nach einer Meldung
vom
September 2000 soll Hamid Karzai, in dessen Stammesgebiet die
Führer Mullah Muhammad Umar ("Taliban") und Usama bin Ladin
(al-Qa'ida) ihre Basis haben, mit einer Gruppe Schwerbewaffneter
Quetta (Pakistan) verlassen und die Grenze nach Süd-Afghanistan
überschritten haben.
Der 11. 9. 2001 brachte die Wende in der US-Politik.
Lt. "Al-Watan" wurde der US-Regierung von Karzai ein Plan
übermittelt, der vorsah mit einer Gruppe Männer heimlich die Grenze
nach Südafghanistan zu überschreiten, sich mit pashtunischen
Clan-Chefs in den Provinzen Kandahar, Zabul, Uruzgan und Helmand zu
treffen und sie zum bewaffneten Volks-Aufstand gegen das
Taliban-Regime zu ermutigen. Gleichzeitig sollte eine erweiterte
Afghanische Nationalversammlung (Loya Jirga) zusammengerufen werden
in der Absicht, eine neue Führung zu bilden, die das Taliban-Regime
ersetzt.
Ex-Schah Muhammad Zahir habe den Plan unterstützt. Ebenso habe die
US-Regierung, incl. der CIA, ihre Unterstützung des Plans und die
Bereitschaft, bewaffnete Kräfte nach Afghanistan zu senden, die die
"Taliban" splitten sollten, signalisiert. Allerdings sollte er mit
seinem Vorstoß nach Südafghanistan warten, bis die USA "grünes
Licht" gebe.
7.10.01 Beginn des Bombardements in Afghanistan.
8.10.01 24 Stunden später passieren Karzai und eine Gruppe seiner
Männer heimlich die Grenze nach Südafghanistan, mit dem Ziel
pashtunische Stämme gegen die Taliban einzunehmen.
Karzais Vorgehen war mit dem US Defence Secretary Donald Rumsfeld
und dem CIA Director George Tenet abgesprochen; (Abdul
Haqs* hatte dieselbe Aufgabe und führte Ende Oktober ebenfalls
70 Bewaffnete nach Afghanistan. Das Ziel wurde in diesem Fall
verfehlt, die Männer gefangen genommen und am 26. Okt.
hingerichtet).
Anfang November wurde die von Karzai geführte Gruppe von den
Taliban entdeckt und gefangen genommen, Karzai selbst mit einem
US-Militärhubschrauber nach Pakistan ausgeflogen.
13.11.01 wurde Kabul von der Nordallianz eingenommen und Karzai
verband seine Truppen mit denen von Gul
Agha*, des früheren Gouverneurs der Provinz Kandahar, um
gemeinsam die Stadt Kandahar, Hochburg der Taliban,
einzunehmen,
24. Nov.-5. Dez. 2001 UN-Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg
in Königswinter bei Bonn:
38 Delegierte trafen sich, um über die Zukunft Aghanistans zu
verhandeln und speziell um die Vergabe des Chefs-Postens der
geplanten Übergangsregierung (auch Reform-, Interimsregierung und
provisorische Regierung genannt), die Afghanistan 18 Monate lang
führen soll, zu streiten.
Karzais Teilnahme an Kärmpfen ermörglichte ihm einen
medienwirksamen Auftritt. Per Telefon wandte er sich an die
Konferenzteilnehmer und mahnte, eigene Interessen zugunsten des
Friedens zurürckzustellen.
Favorit der USA war von vornherein Hamid Karzai
(PESHAWAR-Gruppe).
Karzai ist Pashtune, gilt als reformwillig, diplomatisch geschickt,
und er sei, so hieß es, im Vielvölkerstaat Afghanistan mit
niemandem verfeindet.
Der
Royalist Abdul Sattar Sirat (Vertrauter des Ex-Shah Zahir und
Delegierter der ROM-Gruppe) dagegen schied aus. Damit war indirekt
eine Entscheidung auch über die künftige Rolle des Ex-Königs
gefallen.
Das galt auch für den Islamisten Burhanuddin Rabbani - formell
immer noch Afg's amtierenden Präsidenten -, der an der Konferenz
zwar nicht teilnahm, aber die Bildung der Übergangsregierung von
Kabul aus zu torpedieren versucht hatte. Rabbani*
sei ein "Auslaufmodell", hieß es in UN-Kreisen.
Die mächtige Nordallianz-Gruppe erhob keinen Anspruch auf das Amt
des Regierungschefs, verlangte aber 70% aller Sitze im
provisorischen Kabinett mit der Begründung, daß alle Ethnien in der
Nordallianz vertreten seien.
Eine Namensliste für das provisorische Kabinett hat die intern über
den politischen Kurs zerstrittene, nach außen aber selbstsicher
auftretende Nordallianz lange nicht vorgelegt. Man mutmaßte, daß
sie die wichtigen Ministerien für Inneres, Verteidigung und
Äußeres, die sie auch derzeit innehabe, zu behalten versuche [was
ihr gelang].
Das Kabinett werde eine Mischung "aus politischen Schwergewichten
und Experten" sein, hieß es aus Delegationskreisen. Es soll
möglichst noch im Dezember seine Arbeit aufnehmen und neben anderem
eine Kommission bilden, die die Einberufung der Luja Jirga
(Stammesversammlung) unter dem Vorsitz des Ex-Schah Zahir
vorbereite. [Quelle: dpa - Meldungen vom 2. und
3.12.01].
Karzai selbst ist
auf der Konferenz nicht anwesend, da weiterhin in Süd-Afghanistan
militärisch im Einsatz.
Am 5. Dezember 2001, einigt sich die Afghanistan-Konferenz
offiziell auf den südafghanischen Pashtunen-Führer, Khan Hamid
Karzai, als Regierungschef.
Von
Karzais Vorzügen konnte man sich indessen bereits überzeugen. Nicht
nur, daß es ihm binnen weniger Wochen gelungen war, die
rivalisierenden Milizen in Kandahar zu einigen, er bewies auch ein
surplusan diplomatischem Geschick: Der
Übergangsregierungschef in spe hatte im Gegenzug für die Aufgabe
Kandahars den "Taliban" Amnestie angeboten - auch ihrem Führer
Umar, der sich allerdings vom Terrorismus lossagen müsse - und
damit den US-Präsidenten George W. Bush in Verlegenheit gebracht,
der sich nunmehr genötigt sah zu wiederholen, daß jene, die
Terroristen Unterschlupf gewährten, vor Gericht zu stellen seien.
Und Umar habe Terroristen Unterschlupf gewährt.
Washington drohte gar mit Entzug aller Unterstützung, um Karzai zur
Räson zu bringen. Der lenkte ein, ließ den im Einvernehmen mit den
lokalen Stammesfürsten ausgehandelten Schutzplan für Umar fallen
und betonte: Umar müsse in Afghanistan vor Gericht gestellt werden
- Zugeständnis und Abwehr gleichermaßen (in Anbetracht des
Vorhabens, ihn vor ein US-Gericht zu bringen); sein
Gesinnungswandel indes war rasch begründet: "Er hat sich nicht vom
Terrorismus losgesagt". In der Folge freilich verhielt Karzai sich
nicht eigentlich anders als einst Emir Umar selber resp. sein
Außenminister, als es um die Auslieferung seines Gastes ging: er
wisse nicht, wo bin Ladin sei, werde aber, sollte jener sich melde,
bescheid geben. Jetzt ließ Karzai die Nachrichtenagentur AP melden,
er wisse nicht, wo Umar sich aufhalte, habe auch nichts über seinen
Verbleib gehört, suche ihn aber und werde ihn dann festnehmen
lassen. [ap - Meldung vom 6. und 7.12.01]
Die US-Regierung
und "ihr" Interims-Präsident sehen sich nun folgenden
Schwierigkeiten gegenüber:
Zunächst hat weder Karzai noch eine andere "Zentral"-Regierung in
Afghanistan die Macht, sich gegen Clanfürsten durchzusetzen, es
fehlt allein schon topographisch die Möglichkeit der Kontrolle.
Außerdem nützt Karzais diplomatisches Geschick wenig, wenn sein
Wort nichts gilt.
Immerhin hatte er die Kapitulationsbedingungen mit den "Taliban" am
Tag vor dem Dementi persönlich ausgehandelt: Sei es, daß ihm die
Bestimmung aus dem Anhang des Petersberger Papiers (die die
provisorische Regierung verpflichtet, keine Amnestie für
Kriegsverbrechen zu verkünden) noch nicht bekannt war, sei es, daß
er sie ignoriert oder anders interpretiert hat bzw. in Umar keinen
Kriegsverbrecher sah, ohne Bewegungsfreiheit jedenfalls läßt sich
schwerlich ein Konsens mit konkurrierenden Stammesführern
fabrizieren.
Und sollte Karzai den Eindruck erwecken, er sei nichts als ein
Vasall Amerikas, hat er ohnehin verloren.
Zunächst wurde vermutet, daß Mullah Umar in
einem der Hohheitsgebiete der benachbarten pashtunischen Rivalen,
Mullah Nakib Ullah und Gul Agha, die die Kapitulation Kandahars
durch ihre Zusagen an Mullah Umar erreicht hatten, Asyl gewährt
werde; danach war abwechselnd von Helmand und Baghlan die
Rede.
Die US-Regierung
hat also sowohl den Eindruck zu vermeiden, Afghanistans Staatschef
sei nurmehr ein Vasall Amerikas, als auch ihr militärisches
Engagement bei den Amerikanern zu rechtfertigen, d.h. ihr erklärtes
Ziel, den Zugriff auf die beiden Führer Umar und Usama, nicht zu
verfehlen.
22.12.2001:
Vereidigung Karzais zum (Interims-)Präsidenten.
Entsprechend einem Anhang zum Rahmenabkommen,
sollen die Vereinten Nationen bei der 2jährigen politischen
Übergangsperiode eine stabilisierende Rolle übernehmen und
Einmischungen seitens anderer Staaten in die Belange Afghanistans
verhindern.
Außerdem wird die provisorische Regierung verpflichtet, keine
Amnestie für Kriegsverbrechen zu verkünden; die UN werde
Menschenrechtsverletzungen verfolgen.
11.
Juni 2002 Einberufung der Loja Jirga zur Wahl des Präsidenten
(Legislaturperiode bis zum Jahr 2004).
Karzai proklamiert sich nach seiner Eröffnungsrede selbst zum neuen
Chef, muß aber zurückstecken, da die Ratsversammelten auf einer
formellen Wahl bestehen.
12.
Juni 2002 Probleme wegen der Funktion des Ex-Shah: Da einigen
Delegierten offenbar noch nicht deutlich war, daß dem Ex-Shah nur
noch symbolische Funktion zugestanden wurde und nicht etwa das Amt
des Staatschefs, muß die Konferenz um 24 Stunden verschoben
werden.
13.
Juni 2002 Donnerstagabend wird Karzai - erstmals nicht qua
Akklamation, sondern geheimer Abstimmug - von 1295 der insgesamt
1555 Delegierten gewählt (und am 19.6. vereidigt).
Die beiden Gegenkandidaten waren und blieben von vornherein
chancenlos: die 34-jährige Ärztin Masuda Jalal erhielt 171 und Mir
Muhammad Mahfus Nadai 89 Stimmen.
Die Loja Jirga tagt noch bis 16. Juni, um einen 111-köpfigen
Konsultativrat zu bestimmen, der als provisorisches Parlament
dienen soll, und über die Zusammensetzung des künftigen Kabinetts
zu debattiert.
Staatschef ohne Land?!
Wie eh und je entziehen sich die Lokalfürsten der Kontrolle.
Diejenigen, die sich loyal verhalten, sind aufgrund von Privilegien
und materiellen Zuwendungen überzeugt. So betrachtet, unterscheidet
sich die jetzige, US-gestützte Karzai- nicht von der letzten
SU-gestützten Najibullah-Regierung.
5. September 2002 Ein afghanischer Wachmann schießt in Karzai's
Limousine, nachdem diese die Residenz des Gouverneurs in Kandahar
verlassen hat. Der Interimspräsident bleibt unversehrt, der
Gouverneur, Gul Agha Sharzai, wird verletzt. Der Zwischenfall
ereignete sich wenige Stunden, nachdem eine Autobombe in der
Hauptstadt Kabul detoniert war.



