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WISSENSWERTES ÜBER KRANKHEITEN & CO
BORRELIOSE | ANAPLASMOSE | MITTELMEER-KRANKHEITEN
STAUPE | HEPATITIS | LEPTOSPIROSE | PARVOVIROSE | ZWINGERHUSTEN
TOLLWUT | IMPFEN | NIERENINSUFFIZIENS | WÜRMER
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ALLGEMEINES: Bevor der Hund eine Cortisonkur unterzogen wird, sollten die Mittelmeerkrankheiten gecheckt werden (vorzugsweise bei LABOKLIN). Bei einer vorliegenden unerkannten Leishmaniose, wäre eine hohe Cortisongabe tötlich. Grundsätzlich sollte nach Möglichkeit auf Cortison verzichtet werden.
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Die Borreliose wird durch Zecken übertragen und ist eine bakterielle Infektion. Hauptüberträger ist die Zecke. Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke Blut gesaugt hat.
• anfangs wenig markante Symptome (ähnliche dem Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten), z.B. Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.
• im Verlauf: einsetzenden Gelenksentzündungen verhärten Verdacht auf Borreliose. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen.
• Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen und im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden.
Die Behandlung der Borreliose ist zwar möglich, doch sehr langwierig. (Mittel der Wahl: Doxycyclin Hyclat)
Infizieren kann man sich praktisch überall, da fast überall Zecken beheimatet sind, allerdings trägt nicht jede Zecke den Erreger ins ich. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst.
Eine Impfung ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Besser repellierende Präparate zu verwenden und den Hund nach den Spaziergängen in der Saisonzeit immer nach Zecken abzusuchen.
Die Übertragung des Krankheitserregers erfolgt durch den Stich der bei uns beheimateten Zeckenart, dem Holzbock. Nach der Infektion befallen die Anaplasmen bestimmte weiße Blutzellen (Granulozyten), vermehren sich in ihnen und zerstören sie.
Endemiegebiete: Der Erreger Anaplasma kommt in all den Regionen vor, in denen der Holzbock verbreitet ist. Hierzu zählen die Länder England, Schweden, Dänemark, Norwegen, Holland, Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Nordspanien, Norditalien, Polen, Ungarn, Tschechische Republik, Bulgarien, Slowenien und Kroatien. Deutschland liegt mitten in diesem Verbreitungsgebiet und zählt somit zum Endemiegebiet der Anaplasmose. Die Befallsrate der Zecken in Deutschland beträgt ca. 2-5%, d.h. jede 20. Zecke kann mit dem Erreger infiziert sein und bei ihrer Blutmahlzeit unsere Hunde infizieren.
Symptome: Die klinischen Symptome der Anaplasmose reichen von Apathie, hohem Fieber über 3-5 Tage, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Milz- und Lebervergrößerung, Atemnot, Ödemen in den Gliedmaßen, Lymphknotenschwellungen bis hin zu Bewegungsunlust und Lahmheiten aufgrund von Gelenkentzündungen (Polyarthritis) und Gelenkschwellungen. Auch das Zentrale Nervensystem kann betroffen sein (Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen). Im Blutbild fallen zu wenig Blutplättchen = Thrombozyten, zu wenig weiße Blutkörperchen = Leukozyten, und zu wenig rote Blutkörperchen = Erythrozyten (Anämie) auf.
Diagnostik: Ca. einen Monat nach der Infektion können im Blut Antikörper nachgewiesen werden. In der Regel treten auch erst zu diesem Zeitpunkt Symptome auf, so dass das Tier dem Tierarzt vorgestellt wird. Der direkte Erregernachweis durch PCR ist bei einem unklaren serologischen Befund sowie zur Therapiekontrolle geeignet.
Therapie: Die Anaplasmose wird mit einem speziellen Antibiotikum (Doxycyclin Hyclat) therapiert. Zusätzlich muss je nach Beschwerden symptomatisch behandelt werden. (Behandlungsdauer mind 4-6 Wochen)
Prognose: Die Prognose ist bei rechtzeitiger Behandlung in der Regel günstig (ungünstig bei fortgeschrittenen Fällen).
Prophylaxe: Zum Schutz vor der Anaplasmose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten (FSME, Borreliose, Babesiose u.a.) sollten unsere Hunde konsequent unter Zeckenschutz stehen. Mittel der Wahl sind dabei Präparate, die alle, vor allem die in Deutschland vorkommenden Zeckenarten abwehren. Besonders effektiv sind dabei Präparate, die eine so genannte repellierende Wirkung haben, d.h. die Zecke wird abgewehrt bevor es zum gefährlichen Saugakt und der Erregerübertragung kommt. Zum Schutz des Umfeldes und uns Menschen sollten die Mittel darüber hinaus auch eine abtötende Komponente enthalten. Allein das Absammeln von Zecken nach dem Spazierengehen reicht leider als Zeckenschutz nicht aus – bitte schützen Sie Ihr Tier!
ANMERKUNG: Bei einem ähnlichen Krankheitsbild sollte der kompletten Mittelmeercheck wiederholt werden – Ist er negativ, sollte das noch im Labor vorhandene Blut auf Anaplasmose (und Borreliose) nachtgetestet werden. Eventuell auftretende Leishmaniosetiter können auf eine Kreuzreaktion hindeuten. Die Leishmaniose wird immer erst zum Schluss behandelt, nach Möglichkeit nicht gleichzeitig.
Mittelmeerkrankheiten = parasitäre Krankheiten
Informationssendenung des WDR zum Thema Mittelmeerkrankheiten.
Zu Wort kommen: Dr med Vet. Borgers und Ursula Löckenhoff, 1. Vorsitzende der GALGO-HILFE e.V.
Verantwortungsvoll im Süden arbeitende Tierschutzvereine vermitteln ihre Hunde nicht, ohne sie vorher auf Parasitenbefall: Würmer, Flöhe und die so genannten Mittelmeerkrankheiten untersucht zu haben. Trotz negativem Test bei Ausreise, muss der Adoptant auf die Mittelmeerkrankheiten und einen eventeullen Ausbruch, aufmerksam gemacht werden. Hundebesitzer, die den Verdacht haben, ihr Tier könnte dennoch infiziert sein, sollten einen, im Umgang mit Mittelmeerkrankheiten erfahrenen Tierarzt konsultieren. Der Test sollte ein halbes Jahr spätestens ein Jahr nach Ausreise wiederholt werden, denn nicht immer ist ein Krankheitsbild erkennbar, Verschleppungen werden so vermieden. Ist ihr Hund tatsächlich positiv, sollte Ihnen die vermittelnde Organsiation mit Rat und Tat, auch in der Wahl des weiterbehandelnden Arztes zur Seite stehen. Ein positiver Befund ist kein Todesurteil, sondern gibt Auskunft darüber, wo man ansetzen kann, um dem Tier zu helfen.
FILARIEN |BABESIOSE | EHRLICHIOSE | LEISHMANIOSE
Filarien können als Makro- und Mikrofilarien (Herzwurm nachweisbar über einen ELISA Test, alle Fialrienarten über KNOTTEST) vorliegen. Die Mikrofilarien sind die Larven der adulten Markrofilarien. Filarien sind nur übertragbar durch einen Zwischenwirt: Mücke, Floh, Zecke. Der Wirt überträgt dabei die Mikrofilarie. Eine direkte Ansteckung (von Hund zu Hund, von Hund zu Mensch) ist nicht möglich. Ein positiv getesteter Hund ist durch die Gabe von ADVOCAT SPOT ON, aber auch durch IVOMECTIN nicht mehr ansteckend.
Symptome: Vorkommen können Husten, Gewichtsverlust, Schwäche, Atemnot (Herz- oder Organfilarie*) oder Hauterhebungen und Ekzeme (Hautfilarie*). Zuverlässiger als die Symptombeobachtung ist ein ELISA Test.
*Eine genaue Differenzierung der Filarienart ist nur durch PCR Test möglich
Therapie: Advocat Spot on / Immiticide / Doxyciclin hyclat (Unseren Recherchen zufolge, wird Doxycylcin bereits in der Humanmedizin bei der Behandlung der afrikanischen Bevölkerung während der Filarientherapie (Elephantiasis) angewendet. Studien liegen hier bereits von Dr. Prof. Hörauf vor ( Quelle1 / Quelle 2 ). Ein Mailkontakt mit Hörauf bestätigte unsere Recherchen und bestärkt uns in der Wahl dieser Therapieform). – Bitte nur in Absprache mit dem Tierarzt.
• Mehr infos auch unter LABOKLIN.de: Filarien
Wir haben ein Info PDF erstellt, welches ständig aktualisiert wird. Bitte bei Fragen zur Filaria unter KONTAKT anfordern
Die Hunde der GALGO-HILFE werden alle KURZ vor Ausreise auf Filaria getestet!
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Man spricht auch von der Hundemalaria (Gelbsucht). Wird durch Zecken übertragen. Babesiose gibt es in vielen Europäischen Ländern, inzwischen auch in Süd- Deutschland, vor allem aber im Mittelmeerraum sowie in östlichen Ländern. Babesien befallen die roten Blutkörperchen und zerstören sie. Bei zu später Erkennung führt Babesiose häufig zum Tod des Tieres. Babesiose sollte bei Befall mehrer parasitäre Krankheiten, als erstes therapiert werden. Ein Babesiosebefall kann den Titer der anderen MM-Krankheite hochdrücken. Beim Babesiosebefall sind die Leberwerte ganz schlecht. Einige Babesien können über Zecken auf Menschen übertragen werden.
Symptome: Übelkeit, Schwäche, hohes Fieber, brauner Urin, der Hund wird gelb
Therapie: Ein rechtzeitig behandelter Hund hat sehr gut Chancen auf Heilung. Behandelt wird mit Carbesia – ACHTUNG dies hat in Deutschland nicht jeder Tierarzt vorrätig. Unser persönlicher Rat: Erst die Behandlung mit CARBESIA abschließen bevor weitere Medikamente (wie zb Allopurinol) gegeben werden. Es besteht sonst noch eher die Gefahr einer Nierenschädigung. – Bitte nur in Absprache mit dem Tierarzt.
Die Hunde der GALGO-HILFE werden alle KURZ vor Ausreise auf Babesiose getestet!
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Übertragung durch Zecken. Ehrlichiose gibt es überall in Europa, aber besonders häufig im Süden und in östlichen Ländern.
Ehrlichien sind eine Art von Bakterien. Sie befallen die weißen Blutkörperchen und schädigen das Immunsystem. Eine unbehandelte Ehrlichiose kann infolge zunehmender, ggf. über Jahre andauernder, schleichender Blutungsneigung zum Tod des Tieres führen. Ehrlichiose ist vermutlich nicht auf Menschen übertragbar.
* die ANAPLASMOSE verhält sich ähnlich der Ehrlichiose – sie kann nur extra nachgewiesen werden (ist nicht im kopletten MM Check enthalten)
Symptome: Manchmal keine. Häufig sind hohes Fieber, Schwäche, Gelenkbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen. Absinken der Thrombozyten ist typisch (Blutungsneigung – ACHTUNG bei anstehenden OPs) .
Therapie: Ehrlichiose wird mit DOXYCYCLIN HYCLAT behandelt, ein Antibiotikum welches über mindestens 4 - 6 Wochen gegeben werden sollte. Ein erneuter Test kann einen viel höheren Titer aufzeigen. Man kann zur Vorsicht eine zweite Gabe von DOXYCYCILN anschließen. Der Hund ist damit ausreichend gegen die Ehrlichose behandelt – der Titer kann jedoch bis zu 2 Jahre im Blut nachweisbar sein. – Therapie nur in Absprache mit dem Tierarzt.
Die Hunde der GALGO-HILFE werden alle KURZ vor Ausreise auf Ehrlichiose getestet!
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Vorweg: Die Leishmaniose ist KEIN Todesurteil! Ein Leishmaniosetiter bedeutet nicht immer, dass der Hund tot krank oder krank ist. Oft verursachen begleitende Krankheiten die Höhe des Titers (zb eine Babesiose, Wurmbefall, Entzündungen der Gebärmutter). Die Leishmaniose wird bei mehreren vorliegenden Krankheiten immer als letztes behandelt. Ein Hund mit einem Leishmaniosetiter gefährdet NICHT sein Umfeld. Die Leishmaniose ist keine Tierseuche. Es ist in Deutschland genau festgelegt, welche Krankheiten zu den Seuchen zählen, die Leishmaniose gehört nicht dazu. Eine Leishmaniose kann man nicht unbedingt vom Hautbild her erkennen (wahrscheinlicher ist ein Pilz, Allergie oder Milben) – dh kein Tierarzt kann optisch erkennen, ob tatsächlich ein positiver Befund vorliegt!
Eine Übertragung auf den Menschen ist nach jetztigem Wissenstand nur durch den Stich der Sandmücke möglich. Trotz der Millionen deutschen Urlauber, die ihre Ferien in den endemischen Gebieten Europas verbringen (also dort, wo die Leishmanien heimisch sind), sind nur wenige Fälle von Leishmaniose-Erkrankungen bekannt.
Erst durch den Import von Hunden aus den Mittelmeerländern wurde die Diagnose Leishmaniose in Deutschland ein Thema. Sie gehört zu den so genannten Reisekrankheiten. Schützen kann man seine Hunde mit Scalibor Bändern oder Spot on Pärparaten. Grundsätzlich haben die einheimischen Hunde, eine auf die Krankheit besser abgestimmtes Immunsystem, als einreisende Urlaubshunde.
Es gibt leider immer noch Tierärzte, die die Hysterie um die Leishmaniose aus Unkenntnis schüren. Wir möchten dabei zu bedenken geben, dass sich jeder Urlauber beim Spanienurlaub infizieren könnte, dies aber sicher nicht an der Tagesordnung ist, denn sonst würde keiner mehr nach Spanien reisen. Leishmaniose ist eine Infektion, die von parasitären Einzellern, Leishmanien (Phlebotomus) ausgelöst wird. Für die Hunde ist dies Krankheit bei Verschleppung lebensgefährlich.
*Es gibt in Deutschland Sichtungen von Sandmücken (Quelle Laboklin: entlang des Rheingrabens in Baden-Württemberg und im Süden von Rheinland-Pfalz) – diese haben in unserern Klimazonen bei positiven Bedingungen eine Lebenserwartung von 15 Tagen (nach Dr Naucke, Seminar vom 4.April 2009).
Übertragung

Übertragen werden die Leishmanien durch den Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke (Gattung Phlebotomus) , die infiziertes Blut aufnimmt und durch einen neuen Stich weitergibt (7-9 Tage nach dem Blutsaugakt
sind sie infektiös). Hin und wieder wird behauptet, dass Leishmanien durch Zecken, Flöhe, andere Mückenarten oder Milben, durch Beissereien zwischen Hunden oder durch Speichel übertragen werden, diese Aussagen sind schlichtweg falsch und nicht dokumentiert! Durch den nächtlichen Stich der Sandmücke werden die Leishmanien zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere Organe (Milz, Leber, Knochenmark) verbreitet. Die Inkubationszeit beträgt fünf Wochen bis sieben Jahren. Ohne Behandlung sterben die Tiere auf Grund von Schädigungen der inneren Organe oder an Folgeerkrankungen.
Symptome: Sind so vielschichtig, dass sie nicht alle aufgeführt werden können (das Ausmaß reicht von Hautrötungen bis zu eitrigen Geschwüren, die nur schwer oder nicht heilen, Lymphadenopathie, Nasenbluten, unstillbarer Durchfall, allgemeine Trägheit). Symptome wie Hautveränderungen an den Ohrrändern, Nasenspiegel und Brillenbildung an den Augen, reduzierter Belastbarkeit, Gewichtsverlust, schuppige nicht juckenden Hautveränderungen können auch andere Ursachen haben und lassen nicht ohne weitere Untersuchungen, eindeutig auf eine Leishmaniose Infektion schließen.
In Europa findet man fast nur die viscerale Form der Leishmaniose, die äußeren Veränderungen sind stets sekundär, meist sind die inneren Organe mehr oder weniger stark betroffen (vor allem Niere, Leber).
Aufschluß gibt ein Bluttest (bitte nur ein in Mittelmeerkrankheeiten erfahrenes Labor wählen, zb LABOKLIN), zusammen mit einem großen allgemeinen Blutbild und einer Eiweißelektrophoresekurve. Auch das Urin sollte auf die Funktionstüchtigkeit der Niere untersucht werden.
Therapie: Muss auf jeden Hund abgestimmt werden. Eine Leishmaniosetherapie ist nur dann erfolgreich, wenn KEINE andere (parasitäre) Infektion vorliegt. Ausgeschlossen werden muss ZUVOR eine Ehrlichiose, Babesiose, Borreliose, Annaplasmose, Dirofilariose und der Hund muss entwurmt sein! Wichtig zur Therapiebestimmung und ob überhaupt behandelt werden muss, ist umfassender Mittelmeercheck (NÜCHTERN! vorzugsweise am Abend) und ein großes Blutbild mit Eiweißelektrophoresekurve, sowie Urinkontrolle.
Mittel der Wahl ist Allopurinol und homöopathisches zur Unterstützung der Immunabwehr (Vit. B, Lymphomiosot und Co- Enzymen – bitte KEIN Echinacea!). Die Therapie mit Cortison oder cortisolhaltigen Salben ist absolut kontraindiziert.
• Mehr infos auch unter LABOKLIN.de: Leishmaniose
Die Hunde der GALGO-HILFE werden alle KURZ vor Ausreise auf Leishmaniose getestet!
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluss und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die aber ineinander übergehen können:
. Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen.
. Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluß und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet.
. Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewußtsein. Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich.
Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück
Nicht weniger gefährlich als das Staupevirus ist das der ansteckenden Leberentzündung, die der Tierarzt Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c. nennt. Die Ansteckung erfolgt auf gleichem Wege wie bei der Staupe. Auch die Krankheitssymptome gleichen denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme und leiden an starken Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind nervöse Störungen in diesem Zusammenhang beobachtet worden. Hunde, die die Krankheit überlebt haben, behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.
Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Die Erreger dieser Erkrankung gehören zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium.
Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.
Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm- Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tod führt.
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dass mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen: Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Para-influenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner wird der Zwingerhusten durch eine intensive Hundehaltung (hohe Besatzdichte, starker Tierumsatz) begünstigt. Die geschwächten oder gestreßten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluß und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zur Lungenentzündung. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.
„Unsere" Hunde sind normalerweise gegen Zwingerhusten geimpft, solltne ähnliche Symptome auftreten, handelt es sich meist um eine normale Erkältung, die gut mit einfachen Hustensäften behandelt werden kann und nur in wirklich schweren Fällen antibiotisch – auf keinen Fall mit Cortison, behandelt werden sollte.
Die Tollwut ist für alle Säugetiere, ebenso für den Menschen lebensgefährlich. Das Tollwutvirus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tode. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biß durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigem Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut geimpft.
Empfohlenes Impfschema gegen oben aufgeführte Krankheiten
8. Lebenswoche: 1. Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten
12. Lebenswoche: 1. Impfung gegen Tollwut, 2. Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten
16. Lebenswoche: 2. Impfung gegen Tollwut
Danach sollten jährlich folgende Impfungen wiederholt werden:
. Staupe
. Hepatitis
. Leptospirose
. Parvovirose
. Zwingerhusten
nach neuen Erkenntnissen hält der Impfstoff für die Tollwut über drei Jahre an. Bei geschwächten Tieren ist demzufolge ein dreijähriger Tollwutimpftonus ratsam.
Generell können Nierenerkrankungen bei Tieren aller Altersstufen und bei allen Rassen vorkommen. Einschränkungen der Nierenfunktion werden jedoch besonders bei älteren Hunden und Katzen, d. h. ab dem siebten oder achten Lebensjahr, beobachtet.
Typische Anzeichen für eine Nierenerkrankung bzw. -schädigung sinStellt man diese Symptome fest, so sollte man schnellstens einen Tierarzt aufsuchen, denn das Gefährliche und Heimtückische an einer Nierenerkrankung ist, dass sie erst sichtbar wird, wenn die Nieren schon zu über zwei Drittel geschädigt sind. Zudem ist es so, dass bei eine eingetretenen Nierenschädigung keine Regeneration des zerstörten Nierengewebes mehr möglich ist- Nierenschäden verschlimmern sich hingegen noch mit der Zeit. Der Tierarzt kann dann anhand einer Blutuntersuchung und einer Urinprobe schnell feststellen, ob es sich um eine Nierenerkrankung handelt.
Ursachen: Die Ursachen für eine Nierenerkrankung können vielschichtig sein. So sind z.B. ererbte Veranlagung ( sog. Nierendysplasie, vor allem beim Golden Retrieve, Sheltie, Dobermann Pinscher und Berger de Brie), Gifte, altersbedingte Einschränkungen, nicht ausgeheilte Infektionen oder Immunkrankheiten oder falsche Ernährung, Gründe für eine Nierenerkrankung.
Behandlung: Ziel einer jeden Behandlung ist es, dass der gesunde Teil der Niere gerettet wird bzw. funktionstüchtig bleibt. Wichtig ist es mit seinem Tierarzt ab zu sprechen in wie weit die Niere schon geschädigt ist und welche Maßnahmen möglich sind. Kann man mit einer Behandlung helfen, so werden oft Medikamente gegeben, die die Durchblutung der Nieren fördern und den Austausch der Abfallstoffe unterstützen. Zudem kann es nötig sein, dass dem Tier Infusionen verabreicht werden müssen, wenn es zu stark ausgetrocknet war. Auch werden häufig so genannte ACE- Blocker eingesetzt, die den erhöhten Blutdruck senken sollen.
Baut der Körper zudem noch Muskelgewebe ab, so werden häufig Anabolika gespritzt, die das Muskelwachstum und den -aufbau fördern.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Tierarztkosten schnell immense Höhen erreichen können.
Generell sollte man jedoch:
- eine Nierendiät streng einhalten, d.h. man muss spezielles Futter füttern, welches einen reduzierten Gehalt an hochwertigem Protein ( Eiweiß )aufweist, damit die Nieren weniger Abbauprodukte ausscheiden müssen und somit die Krankheitssymptome gemindert werden. (zb Canidae Platinum, zu beziehen über Cats Country, bzw. Solid Gold Hoilistique Blendz, zu beziehen über Pfotino oder aber barfen, sprich ihn mit Rohfutter füttern.
- Salz ( Natrium )- und phosphorhaltiges Futter und Leckerchen meiden, um die durch überschüssige Phosphoraufnahme verursachten Schäden zu verhindern und um den häufig erhöhten Blutdruck durch weniger Natrium im Futter zu senken
- da nierenkranke Hunde nicht immer Appetit haben, sollte man Ihnen das Futter attraktiv machen, d.h. man erwärmt es am besten auf 36° bis 37°C und bieten Sie es Ihrem Hund in kleinen Portionen an
- Futter in kleinen Portionen über den Tag verteilt geben, so dass die Nieren weniger Arbeit auf einmal zu leisten haben
- immer frisches Wasser bereit stehen haben
- dem Hund viel Aufmerksamkeit zukommen lassen
- den Hund nicht überfordern- je nach Tagesform kann er mal längere und mal nur kürzere Strecken zurücklegen
WURMBEFALL | RUNDWÜRMER | BANDWÜRMER
Wie äußert sich nun Wurmbefall?
Fast alle Hunde und Katzen durchlaufen in ihrem Leben eine Wurminfektion. Die Symptome hängen stark von Alter, Gesundheitszustand und Widerstandsfähigkeit des Tieres und von der jeweiligen Wurmart ab. Da die Symptome aber meist keinen direkten Rückschluss auf die Art der Wurminfektion zulassen, empfiehlt sich die Behandlung mit einem Mittel, dass gegen alle Wurmarten wirkt.
Folgende Symptome können auf Wurmbefall hinweisen
- Sichtbare Wurmteile im Kot (Untersuchung durch Tierarzt)
- Erbrechen
- Blutarmut
- Blut im Kot
- Schlechte Wundheilung
- Glanzloses, struppiges Fell
- Gewichtsverlust, Abmagerung
- aufgeblähter Bauch bei Jungtieren (sog. Wurmbauch)
- verminderte Fruchtbarkeit
- Leistungsminderung
- allgemein herabgesetzte Widerstandskraft und Vitalität
Bei Jungtieren kann massiver Befall der Tiere sogar zum Tod führen
Nach der Infektion wandern viele Wurmarten durch mehrere Organe des Tieres und setzen sich dann meist im Darm des Tieres fest. Die gesundheitlichen Schäden, die Würmer bei Hunden und Katzen anrichten können, sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von der allgemeinen Schwächung des Tieres und dessen Abwehrsystems bis hin zum Tod des Tieres. Neben Gewebeschädigungen durch Wanderung der Wurmlarven und Darmverstopfungen entziehen die Würmer dem Tier lebensnotwendige Vitamine und Nährstoffe.
Zu den so genannte Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auch auf den Menschen übertragen werden können, zählen die Hundespulwürmer. Die Infektion mit Würmern kann zu schweren Organstörungen und -schäden führen, die sogar tödlich verlaufen können. Menschen infizieren sich über den Mund, indem sie die Spulwurmeier aufnehmen (durch Streicheln, wenn die Eier am Hundefell kleben, Gesichtslecken). Schluckt ein Mensch das Ei des Spulwurm, gelangt es über den Magen in den Dünndarm. Dort schlüpft die Larve aus dem Ei und wandert durch die Darmwand in das Blutgefäßsystem. Über das Blutgefäßsystem gelangt sie in die Leber, weiter in die Lunge und in das arterielle Gefäßsystem. Über die Blutgefäße kann die Larve schließlich bis in das Gehirn oder das Auge vordringen und in den genannten Organen Schäden hervorrufen. Da jedoch der Mensch ein Fehlwirt ist, können sich keine Würmer aus den Eiern bilden.
Im Fehlwirt „Mensch" können Würmer Erkrankungen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- oder Lungenentzündungen, Sehstörungen, Hirn- und Rückenmarksschädigungen, epileptische Anfälle, stark juckende Ekzeme und allergische Reaktionen hervorrufen. Art und Ausmaß der Symptome sind davon abhängig, in welchen Organen und in welcher Zahl sie auftreten. In schlimmen Fällen kann es sogar zum Tod kommen.
Wurmkur
Eine Wurmkur sollte mindestens jedes halbe Jahr beim Hund durchgeführt werden. Dazu gibt es verschiedenste Präparate in Tabletten, Pasten oder Tinktur. Man sollte jedoch beachten, dass nicht jedes Präparat gegen alle Wurmarten hilft. Man sollte sich mit seinem Tierarzt absprechen, wenn man sich nicht sicher ist welches Präparat zu nehmen ist, da es auch frei erhältliche Wurmkuren gibt. Auch kann man den Kot des Hundes zur Untersuchung beim Tierarzt abgeben, der dann einen Wurmbefall diagnostizieren kann.
Kotproben
Eine noch bessere Absicherung bekommt man, wenn man Kotproben seines Hundes beim Tierarzt zur Untersuchung abgibt. So muss man nicht unnötig mit Chemie den Hund belasten und kann doch im Falle des Wurmbefalls, eine Wurmkur machen.
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Hakenwurm und Spulwurm
bewegen sich wie kleine Fäden im Kot
Dazu zählt man:
- Hakenwürmer
- Spulwürmer
- Peitschenwürmer
Rundwürmer sind fadenförmige Würmer. Die Länge der ausgewachsenen Würmer reicht je nach Art von 1 Millimeter bis hin zu 25 Zentimetern. Alle Rundwürmer besitzen eine stabile, elastische Haut und einen Verdauungsapparat. Dieser beginnt mit der Mundkapsel, die neben der Nahrungsaufnahme häufig auch zur Anheftung an die Darmwand dient. Rundwürmer ernähren sich vom Darminhalt des Tieres und von dessen Körpersubstanz, z.B. Schleimhautzellen oder Blut.
Jedes erwachsene Wurmweibchen kann täglich mehrere Tausend Eier abgeben. Nach dem Ausscheiden der Eier mit dem Kot des Tieres entstehen infektiöse Larven. Diese können nun von anderen Haustieren, z.B. bei einem Spaziergang, aufgenommen und geschluckt werden. Die Larven wandern dann durch unterschiedliche Organe des Wirtes und können dort beträchtliche Schäden anrichten. Anschließend erreichen sie wieder den Darm, werden dort zu erwachsenen Würmern und beginnen nach der Paarung mit der Eiablage. Der Lebenszyklus beginnt von neuem.
Hakenwürmer
Kennzeichen: hakenförmiger blutsaugender Dünndarmparasit
Übertragung: über Nahrung oder Haut
Länge: bis zu 1,2 cm
Symptome: Abmagerung, Blutarmut, Durchfall
Achtung: Infektionsgefahr für den Menschen
Spulwürmer
Kennzeichen: rötlich-graue oder gelbliche an beiden Enden sich verjüngende Würmer mit drei gut entwickelten Lippen
Übertragung: Von der Mutter auf die Welpen während der Trächtigkeit, Aufnahme von Larven aus der Muttermilch oder Aufnahme von Wurmeiern aus der Umgebung.
Länge: 6-18 cm
Symptome: Lungenentzündung mit Husten und Nasenausfluss, Durchfall und Erbrechen, Abmagerung, allergische Hautentzündungen, Rachitis, aufgeblähter Bauch.
Achtung: Infektionsgefahr für den Menschen
Peitschenwürmer
Kennzeichen: Peitschenförmige Gestalt des Körpers
Übertragung: Aufnahme von Eiern aus der Umgebung
Länge: 45 - 75 mm
Symptome: Teilnahmslosigkeit, Schwäche Fieber, Atemnot, struppiges Fell, blutige Durchfälle, z.T. abwechselnd mit Verstopfung, Koliken, Abmagerung, Blutarmut

Gurkenkernbandwurm
sieht aus wie Reiskorn im Kot
Dazu zählt man:
- Gurkenkernbandwurm
- Fuchsbandwurm
- Taenien
- Mesocestoides
Bandwürmer verdanken ihren Namen der flachen, bandartigen Körperform. Die Würmer leben als Parasiten im Dünndarm der Hunde und Katzen. Der Körper gliedert sich in ein Kopfteil (Anheftung an die Darmwand), einen nicht unterteilten Halsbereich und die sich ständig neu bildenden Glieder (sog. Proglottiden). Die Länge der Gliederkette kann von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Metern reichen. Die Nahrungsaufnahme erfolgt über die Körperoberfläche. Fast alle Bandwurmarten sind Zwitter, d.h., alle Glieder beherbergen männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Die Entwicklung der Larven erfolgt in einem oder mehreren Zwischenwirten. Diese können durch die in den verschiedenen Organen sich entwickelnden und dabei wachsenden Finnen erhebliche Schäden erleiden, die sogar zum Tod des Zwischenwirtes führen können. Die Finnen gelangen über die Nahrungskette (z.B. rohes Fleisch des Zwischenwirtes) in den Darm des Endwirtes und entwickeln sich dort zum erwachsenen Wurm.
Gurkenkernbandwurm
Kennzeichen: Darmparasit, gurkenkernähnliche weißliche Bandwurmglieder sieht man auf dem Kot des Tieres
Übertragung: durch Flöhe
Länge: bis zu 50 cm
Symptome: meist keine deutlichen Symptome, evtl. Juckreiz am After SchlittenfahrenÂÂÂÂ, Verdauungsstörungen, Abmagerung, etc.
Selten: Infektionsgefahr für den Menschen, vor allem jedoch für Kinder, durch versehentliches Verschlucken von infizierten Flöhen
Fuchsbandwurm
Kennzeichen: kleiner Wurm mit 4 Saugnäpfen und großen Haken am Kopf
Übertragung: durch den Verzehr von z.B. Mäusen
Länge: 1.4 - 3,5 mm
Symptome: meist keine deutlichen Symptome, man kann manchmal kleine weißliche Stippchen im Kot finden
Achtung: Infektionsgefahr, z.T. Lebensgefahr für den Menschen
Taenien
Auch Katzenbandwurm, Rehfinnenbandwurm, Schaffinnenbandwurm genannt
Kennzeichen: 4 Saugnäpfe und ein doppelter Hakenkranz am Kopf, bei dem sich lange und kurze Haken abwechseln
Übertragung: Verzehr von Mäusen und Ratten, Innereien von Wild- oder Nutztieren oder rohem Fleisch insbesondere Fleischabfälle
Länge: die kleineren sind ca. 60 cm, die größeren bis 2 m lang
Symptome: Meist sind keine Symptome festzustellen. Man kann manchmal weiße Glieder im Kot finden. Bei Massenbefall kommt es zu Abmagerung, Teilnahmslosigkeit, Schwäche und struppigem Haarkleid. Katzen zeigen Störungen in der Futteraufnahme bis hin zur Futterverweigerung.
Mesocestoides
Kennzeichen: Kopf mit vier unbewaffneten Saugnäpfen
Übertragung: Verzehr von Vögeln, Reptilien und Nagern
Länge: 12-50 cm
Symptome: Keine Symptome bei Wurmbefall. Zwischenstadien können eine Bauchfellentzündung hervorrufen
Hier gibt es noch mehr Infos zumThema Wurmbefall
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