bin ja hobby autor und will euch meine tollen werke ja nich vorenthalten also ja ich hau etz einfach ma n bisschen was rein. PS: öhm joa ihr werdet sicher n paar grammatik und rechtschreibfehler finden aber ich bin irgendwie nich so der typ der nachkorrekturen macht *g*
Der Vampir 1 - 3
Vorwort: des war so ziemlich meine erste Kurzgeschichte die ich irgendwo veröffentlicht habe (davor hab ich nur mal n buch names "Legende eines Elfen" angefangen wo ich bis etz noch nich recht weit gekommen bin). Der erste Teil war eigentlich eher scherzhaft gedacht weil des mehr ein gag sein sollte und naja meine schreibkünste waren da etz auch noch nich so toll. Sind ne menge Insider Witze eingebaut. Die Rollen spielen alles leute aus meiner klasse naja genug bla bla hier is es:
Der tragischen Komödie erster Teil
Nur wenige Lichtstrahlen brachen in die kleine Baracke die unter den tausenden Häuserreihen Londons gut versteckt war. Insgesamt gab das verfallene Gewölbe einen grauen Eindruck ab passen zu der Stadt in der es sich befand. Es war recht früh und wer hier von einem Morgenrot spricht scheint London nicht gut zu kennen. Denn wie so oft lag ein dicker Nebel in der Luft der auch in die Baracke seinen Weg fand. Jensuel starrte seine Partner eine weile an, denn es war ein beindruckendes Bild, fast wie in einem Gemälde. Um ihre Köpfe tanzten die Nebelstreifen ihren traurigen Tanz und das neugierige Funkeln in ihren Augen rundete das Bild ab. Dann erhob er jedoch wieder das Wort: "Es muss heute Nacht gestehen... heute wird der Vampir fallen!"
Brinerla begann ihren Blick nun abzuwenden denn die kalte Angst zeichnete sich in ihrem knochigem Gesicht ab. Martell blickte Jensuel jedoch unbeeindruckt weiter stumpf an, es hatte den Anschein als hätte er den Sachverhalt nicht richtig wahrgenommen. Jenselott runzelte die Stirn und flüsterte Martell zu: "hast du verstanden was ich gerade verkündet habe?" Martell starrte an ihm vorbei und gab den Eindruck als würde sein Gehirn auf Hochtouren laufen, dann gelang es ihm jedoch ein langgezogenes "jaaa" auszuspucken. Jenseul verdrehte die Augen und erwiderte genervt: "gut merke nun auf, ich werde den Plan verkünden!" So gingen sie denn Plan durch den Jensuel geschmiedet hatte, oft mussten sie die Einzelheiten jedoch wiederholen, sodass Martell sie sich einprägen konnte. So zog sich die Unterhaltung bis in die frühen Nachmittagsstunden hinein ehe sie die immer noch grau erscheinende Baracke verließen.
Der erste Teil ihres Planes war in die Londoner Kathedrale einzubrechen um dort das vom Papst persönlich gesegnete Silberkreuz zu klauen, in der Absicht später mächtige Silberkugeln daraus zu gießen. Martell war ein Meister in der Führung von Schusswaffen, dies verbunden mit der heiligen Munition würde eine tödliche Kombination abgeben. Seine beiden 45'er Revolver waren Martell's ein und alles, sodass er ihnen die Namen "Hoffnung" und "Zorn" gab. Jensuel indessen war ein ehemaliger Paladin des Königlichen Tempelordens! Jedoch wurde er verbannt da er eines Tages austickte und einen arroganten Priester vor Zorn den Schädel abschlug. Gott hatte ihn stattdessen nie verlassen und war noch immer an seiner Seite, sodass er noch immer die ihm vom Himmelsreich verliehenen Fähigkeiten besaß. Brinerla hingegen bediente sich andrer Mächte, sie war eine ausgezeichnete Hexe die mit arkanen Kräften ausgerüstet war. Sie und Jensuel waren Menschen von denen die Allgemeinheit nichts wusste und die stets im Untergrund agierten. Genauso wenig war die Allgemeinheit in dem Wissen dass Vampiere auf der Oberfläche der Erde wandelten, denn von den Medien wurden diese stets als Meuchelmörder dargestellt. Ob dies beabsichtigt ist oder nicht sei dahingestellt, da dies nichts zu dieser Geschichte beiträgt.
Die Aktion begann als die Sonne langsam hinter den Häusern Londons verschwand und die Nacht hereinbrach. Das Schloss in dem der Vampir wohnte stand ungefähr 20 km von London entfernt. Die drei Helden hatten sich bereits am späten Nachmittag dort hin begeben.
Dann war es soweit! Die drei wollten gerade die Mauer entlang laufen um durch den Abfluss in das Schloss zu gelangen als sich plötzlich die mächtige Holztür auftat. Misstrauisch und beeindruckt zugleich bestaunten Jensuel und Brinerla das Spektakel. Martell indessen befand es anscheinend wichtiger mit seinen Fingern die Nase zu reinigen. Brinerla warf Jensuel flüchtig einen fragenden Blick zu (Martell steckte in der Zwischenzeit den Finger in seinen Mund, hoffnungsvoll nicht den, der kurz zuvor noch in seiner Nase bohrte, doch dies war nur eine schwache Hoffnung). Jensuel nickte und schwenkte seinen Kopf zu dem Tor hin. Mit vorsichtigen Schritten näherten sie sich nun den Eingang der eher für einen Riesen als für einen Menschen gedacht zu sein schien.Hinter dem riesigen Eingang erwartete sie ein noch viel riesiger Raum der einer Halle ähnelte. Die Wände waren mit vielen wunderschönen Gemälden und Wandteppichen bestückt. Der Boden sowie die Säulen waren aus reinem Marmor gebaut. Am anderen Ende des Raumes führte eine große Treppe die mit einem roten Teppich bedeckt war nach oben.
Während Brinerla den wunderschönen Raum weiter begutachtete und Martell erneut dazu ansetzte den Finger in seine Nase zu stecken erkannt Jensuel die Gefahr die sich ihnen bot. Auf den Treppen stand der besagte Vampir. Er war mit einem teuren Seideanzug bekleidet und in seiner Hand hielt er einen Juwelen bestückten Gehstock. Nicht umsonst nennt man ihn den illusionären Gentleman.
"Herzlich Willkommen meine Gäste, mit welchem Begehr betretet ihr mein Heim?" hallte es in den riesigen Raum. "Wir sind hier, um dir ein Ende zu setzen Rötznack!!" schrie Jensuel zornig. Doch die einzige Antwort die der ehemalige Paladin darauf bekam war ein hämisches Lachen. Immer mehr Zorn staute sich in Jensuel an, sodass er seinen rechten Arm zum Himmel empor streckte und in seiner Hand ein blendendes Licht entfachte. Ein breites Grinsen zeichnete sich in Jensuels Gesicht ab als er die Energiekugel in die Richtung Rötznack's schleuderte. Als diese traf wurde der gesamte Raum durch ein grelles blaues Licht erleuchtet dass bei den Treppen seinen Ursprung hatte. Jensuel kniff die Augen zusammen und blickte konzentriert zu der anderen Seite des Raumes. Die Treppen waren völlig zerstört und ein großes Loch war nun dort wo einst ein riesiges Porträt Röznack's hing. Röznack selbst konnte er jedoch nirgends entdecken. "War das schon alles Röznack" schrie Jensuel glücklich. Doch als er diesen Satz vollendet hatte zuckten die drei kurz zusammen. Eine monarchische Melodie lag in dem Raum. Nervös blickten sie sich um und machten sich auf einen Angriff bereit, doch Röznack war noch immer nirgends zu entdecken. Dannumgab sie plötzlich wie aus dem nichts ein dunkler Nebel. Jensuel weitete voller Angst seine Augen und sprach leise: "Er... er ist ein Schattentänzer". Dann formte sich plötzlich direkt hinter Jensuel aus einem der Nebelstreifen eine Hand die mit einem Dolch bewaffnet war. Es war dem ehemaligen Paladin nicht möglich rechtzeitig zu reagieren, sodass der Dolch in seine Rücken eindrang und sich durch seinen Körper bohrte. Jensuel sackte schließlich mit schmerzverzerrtem Gesicht zu boden und rührte sich nicht mehr. "Und was jetzt?" schrie Martell unsicher. Brinerla antwortete nur trocken: "kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen" Dann hielt sie inne, aus den Augenwinkeln konnte sie erkennen wie sich erneut ein mit Dolch bewaffneter Arm aus dem Nebel formte. Sie war wie versteinert, der leere Blick immerzu auf den Dolch gerichtet. Dann zuckte sie zusammen! Aus Martell's Revolver stieg Rauch empor, nachdem er den Dolch aus der Hand des Angreifers geschossen hatte.
Brinerla ging einen Schritt zurück und streckte ihre Arme aus. Ihre Augen färbten sich rot als sie laut schrie "Bannsiegel des Lichts"
Ein lautes "Neeeiiin" übertönte nun die monarchische Musik. Der Nebel zog sich zusammen und Rötznack stand nun anstelle des Nebels vor ihnen. Wütend sprach er: "Ihr könnt nicht gewinnen!" Eine Reiher lauter Schüsse ertönten völlig unerwartet und die Kugeln die diese abfeuerten durchlöcherten den Vampir. Martell lachte fröhlich doch nicht allzu lange, denn der Vampir stand immer noch vor ihnen, als ob er die Schüsse nicht bemerkt hätte. Brinerl starrte den Vampir wieder mit einem leeren Blick an und flüsterte sich leise zu: "ich verstehe nicht, es sind doch Silberkugeln!"
Dann hörte sie eine Stimme in ihrem Kopf die spottend sprach: "Denkst du wirklich eine von Menschen geschmiedete Waffe könnte mich niederstrecken selbst wenn sie von euern erbärmlichen Gott gesegnet ist? Nn dann irrst du, Weib"
Rötznack blickte Martell grinsend an. Dann schleuderte er die selben Kugeln die Martell auf ihn geschossen hatte aus seinen Körper die nun den Schützen selbst durchlöcherten. Dieser sackte wie schon Jensuel zuvor zu boden.
"Jetzt sind nur noch wir beide übrig meine kleine" sprach Rötznack in einem wollüstigen Unterton. Dann streckte er seine Hand zu ihr aus, kniff seine Augen zusammen und schwenkte die Hand ruckartig zur Seite. Damit riss er Brinerla alle Kleider vom Körper
Ab jetzt kommt Scheiß:
Doch was er sah gefiel dem Vampir nicht so recht. Brinerla war eine Untote! Kein Vampier wie er sondern eine Lich. Denn ihr Körper bestand nur aus Knochen. Brinerla setzte ein Grinsen auf und sprach stöhnend: "oh ja!"
In dieser Nacht starb der Vampir dann doch, den Brinerla war ihm einen Tick zu heftig im Bett!
So lebten alle glücklich weiter (bis auf den Vampier, Jensuel und Martell die tot waren) und ich komme endlich zum Ende der Geschichte!!!
Der tragischen Komödie zweiter Teil
Es war viel Zeit vergangen seit Rötznack in den Straßen Londons sein Unwesen trieb und die drei Helden die ihm das Handwerk legten wurden nie bekannt. Selbst der Zwischenfall an sich drang nie an die Öffentlichkeit. In den Medien wurde lediglich berichtet dass ein gewisser Fürst tot in seinem Bett aufgefunden wurde. Niemand wusste je etwas von den Heldentaten von Jensuel, Martell und Brinerla. Das Schloss wiederum steht immer noch, und immer noch birgt es die Körper von Jensuel und Martell.
An dieser Stelle möchte ich ein wenig die Geschichte Rötznacks erläutern: Der Vampir war einst tatsächlich ein Fürst, der jedoch so gut wie nie sein Gemach verließ. Bei seinen Dienern war er unbeliebt und auch sonst waren ihm keine Freunde vergönnt. Eines Tages setzte er einen seiner Diener auf die Straße, der Bruder des Dieners arbeitete jedoch noch immer in dem Anwesen. Dieser war derart erzürnt über den Rausschmiss seines Bruders, dass er zu einer Heckenschere griff und seinen Meister damit erstach. Seinen Leichnam ließ er in dem Bett liegen in dem ihn der Tod ereilte. Doch sein Körper lag nicht für lange dort, denn das Schloss birgt ein düsteres Geheimnis. Jeder der in dem Schloss eines Mordes erliegt wird zum Zeitpunkt in dem Anfang und Ende sich treffen wieder auferstehen.
Kommen wir zur eigentlichen Geschichte zurück. Es war 10 Uhr am 31.12.! Eine Gruppe von Leuten näherte sich dem Rötznack Anwesen. Das Gegröle und die Schreie kündigten ihre Ankunft schon lange an. Es waren 12 Personen unter denen genau die Hälfte Frauen und die andere Hälfte Männer waren. Sie alle waren mit großen Mengen Alkohol sowie diversen Feuerwerkskörper ausgerüstet. Einer der Männer unterbrach schließlich das Gegröle und verkündete lautstark: „Hier ist es, dass alte Schloss! Es gibt keinen besseren Ort für eine Silvesterfete!“Auf seine Worte folgte eine Welle Jubelgesänge bis auch diese von einem der Männer unterbunden wurden. Er trug eine Baseballkappe die er tief ins Gesicht gezogen hatte, sodass nur sein unrasierter unterer Teil des Gesichtes zu erkennen war. So sprach er: „Sag mir werter Joseph, steckt kein Anstand in dir, weißt du nicht um die grausigen Geschichten dieses Ortes!“ Joseph starrte ihn eine weile an und antwortete dann doch schließlich: „Das ist doch völlig pille palle, wir sind hier um zu feiern und nicht um unsere Gedanken mit derartigen Dingen zu trüben, Maudal!“ Die Stimmung war nun sichtlich angespannt, alle anderen blickten angespannt auf die Beiden und warteten gespannt auf die Antwort Maudal’s. Dieser sagte jedoch lediglich: „Nun dann sei es so!“ Obwohl dies eine doch recht magere Antwort war löste sie bei den Umstehenden erneut Jubelgesänge aus.
Wenig später ließen sich die Zwölf in der Eingangshalle des Schlosses nieder.
An dieser Stelle will ich noch ein letztes mal unterbrechen und die einzelnen Personen vorstellen: Rechts etwas entfernt von der Gruppe saßen die Gebrüder Alexandro und Alexus die Eifrig dass Feuerwerk vorbereiteten. Auch ein wenig entfernt von der Gruppe saß Maudal, nicht weil er ein Feuerwerk hätte dass er vorbereiten musste, sondern weil er lediglich nicht sehr beliebt. An dem Kopf der Gruppe saß der bereits erwähnte Joseph. Zu seiner rechten saß die eher ruhige Lonala und zu seiner linken der ziemlich lautstarke Flipsen. Auf der anderen Seite des Kreises saß Mimila und Mariandel die immerzu damit beschäftigt waren neue Gentränkemischungen zu kreieren. Auf der linken Seite saß die sichtlich angetrunkene Dinalia, die gut gelaunte Carolina und der charmante Trog. Zu guter letzt muss noch die stehende Evane erwähnt werden die gespannt Alexandro und Alexus bei der vorbereitung des Feuerwerks beobachtete.
Langsam näherte sich die Zeit dann dem Jahreswechsel. Dinalia war inzwischen nach oben gewandert und hatte sich von ihrer Betrunkenheit angetrieben einen Platz zum Schlafen gesucht. Die anderen blickten angespannt auf ihre Uhren und sehnten dass Ereignis herbei. Schließlich waren es noch zehn Sekunden bis Mitternacht und die Gruppe bekann die restlichen Sekunden herunter zu zählen.
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
Sein Auge schnallte mit blitzesschnelle auf. Das erste was er sah war der Mondschein der durch das Fenster fiel. Er war wieder am leben – und kampflustig. Langsam richtete sich Jensuel auf, in seinem Augenwinkel konnte er erkennen wie auch Martell wieder zum leben erweckt war. Die beiden starrten sich grinsend an bis Jensuel sprach: „Ich rieche Blut!“ Martell erwiderte: „Ja nicht nur du“. Dann zog Martell einen seiner Revolver hervor und ließ seine Zunge über den Lauf der Waffe gleiten. Ein teuflisches Feuer brannte in Jensuels Augen als er sagte: „Gehen wir, alter Freund“Als Antwort erhielt er ein krankes Lachen und die Worte: „Ja... töten, erschlagen, Blut... trinken“. Jensuel schnaufte angestrengt und verließ schließlich zusammen mit Martell das Zimmer.
Als die beiden die Treppen erreichten die zur Halle führten fanden sie die Quelle des Blutduftes. Unten saß eine Gruppe feiernder Jugendlicher. Martell warf Jensuel ein satanisches Grinsen zu und zog seine Revolver. Dann eröffnete er das Feuer. Martell ließ von dem sterben seiner Opfer angetan seine Zunge aus dem Mund hängen an der Speichel hinuntertropfte. Aus seinem Mund erklang ein teuflisches und geisteskrankes Lachen als er immer wieder auf die Halle feuerte. Nach ungefähr einer Minute hielt er schließlich inne. Jensuel begutachtete die Situation, auf dem Boden der Halle lagen 5 Körper, und die Überlebenden hatten sich entweder hinter Säulen oder Felsbrocken versteckt.
Joseph presste seinen Körper gegen einen Felsbrocken. An seiner Stirn lief Angstschweiß hinunter und sein Atem war tief. Er ließ seinen Blick zu der Mitte der Halle schweifen um die Opfer zu zählen: Flipsen, Alexandro, Evane, Carolina und Trog lagen durchlöchert auf dem Boden. Neben ihm saß zusammengekauert die weinende Lonala.
Jensuel sprang von den Treppen hinunter und landete in einer Hocke auf dem Boden der Halle. Er hatte den Kopf nach unten geneigt wodurch sein Gesicht von seinen Haaren verdeckt wurde. Dennoch konnte man deutlich seine leuchtenden Augen sowie ein breites Grinsen erkennen. Er blieb noch einige Zeit in der Hockestellung, um ihn herum entstand ein dunkler Nebel und auf dem Boden tropfte Speichel, der durch die immense Kampflust entstand. Dann sprang er mit Hilfe der vampirischen Kräfte die er nun besaß mehrere Meter in die Luft und erschuf einedunkle Energiekugel um die rote Blitze tanzten. Er visierte kurz ein Ziel an und schleuderte die Kugel schließlich auf den gegen einen Felsen lehnenden Joseph. Dieser konnte jedoch im letzten Moment ausweichen und blieb so von der Todesenergie verschont. Jensuel landete wieder auf dem Boden und war nun zornig sein Ziel verfehlt zu haben. Ein weiteres Mal würde dies nicht geschehen! Er wollte gerade eine weitere Energiekugel erschaffen als sein Gesicht plötzlich von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde. Alexus stand am anderen Ende des Raumes und schrie Jensuel zu: „Das ist für Alexandro, du Schwein!!“ Jensuels Muskeln bgannen zu zucken, der Zorn in ihm war nun kaum mehr zu bändigen. Es fiel ihm schwer sich zu entscheiden wenn er als erstes angreifen würde. Dann erhielt etwas anderes seine Aufmerksamkeit. Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen wie Mimila und Mariandel gerade nach oben flüchten wollten. Jensuel stieß einen schrillen Schrei aus der so laut war dass alle anderen gezwungen waren ihre Ohren zu verdecken. Dann richtete er seinen Arm auf Mariandel und entfesselte einen roten Blitz der das Ziel an der Stelle durchlöcherte an der normalerweise ihr Herz schlug. Mimila stand versteinert da und musste beobachten wie Jensuel den Arm nun auf sie richtete.
Der Vampier wollte gerade wieder einen Blitz entfesseln als ihn Maudel von hinten mit einem Felsbrocken auf den Kopf schlug. Jedoch sackte Jensuel nicht wie erwartet zu Boden sondern drehte seinen Kopf zu Maudel hin und schleckte mit seiner Zunge an der Unterlippe entlang. Dann fiel er Maudel um an und bohrte seine Eckzähne tief in den Hals seines Opfers. Als Jensuel seine Beute schließlich wieder losließ fiel Maudel sofort zu Boden. Jensuel wischte sich das Blut vom Gesicht und sprach nun etwas gelassener als vor seiner Mahlzeit: „Hmm das andere Mädchen ist nach oben verschwunden. Lauft nicht weg ich bin gleich wieder da“ dann sprang er in den oberen Stock hinauf und verschwand.
In der Zwischenzeit war Dinalia von ihrem Schlaf erwacht. Eine knarrende Tür hatte sie aus ihren Träumen gerissen. In dem Türrahmen stand eine dunkle Gestalt die Dinalia aufgrund des hohen Alkoholkonsums nur verschwommen wahrnahm. „Wer ist da“ fragte sie unsicher. „Ich!“ sprach Martell keuchend während er gierig und mit offenem Mund auf Dinalia blickte.
Sobald Jensuel verschwunden war, sprach Alexus zitternd: „Na los, dass ist unsere Chance zu flüchte, verschwinden wir von diesem verwunschen Ort“ Joseph blickte nach unten und schien nachzudenken. Dann richtete er seinen Kopf auf und antwortete: „Wenn ihr gehen wollt dann geht, ich jedenfalls werde nicht von hier verschwinden solange Mimilaund Dinalia noch da oben sind!“ Dann kehrte er Lonala und Alexus den Rücken zu und kletterte nach oben. „Das ist reiner Selbstmord“ schrie ihm Alexus hinterher. Lonala jedoch sprach: „Ich werde mit ihm gehen“ und rannt ebenfalls auf die zerstörten Treppen zu. Alexus schüttelte den Kopf und wand sich dem Ausgang zu. Er hielt jedoch schon bald aufgrund eines Geräusches hinter ihm inne und drehte sich langsam um. Maudel richtete sich langsam wieder auf. „Maudel! Du lebst!!“ schrie Alexus als er auf ihn zu lief um ihn in die Arme zu nehmen. Dann hielt er kurz vor Maudel an und sprach verängstigt: „Maudel, was ist mit dir?“ Sein Gegenüber indessen grinste ihn nur an und riss ihn den Kopf von den Schultern den er dann gegen eine Wand schleuderte.
Maudel der nun ebenfalls ein Untoter war schaute zu den Treppen hin und beschloss ein neues Opfer zu finden, als er plötzlich von einem grellen Lichtstrahl durchlöchert wurde und sich in Asche auflöste.
Dinalia ergriff jeden Gegenstand der in ihrer Reichweite war und schleuderte ihn auf den näherrückenden Martell. Dieser blieb jedoch unbeeindruckt und ging weiter zielstrebig und sabbernd auf sein Opfer zu. „Verschwinde!“ schrie Dinalia als sie ihm eine Vase an den Kopf schmetterte die anschließend auf seiner Stirn zerschellte. Martell jedoch schien dies nicht einmal wahrzunehmen, denn sein Blick war weiterhin von Hunger und gleichzeitiger Wolllust gezeichnet. Schließlich stand er vor Dinalia und begann sich zu ihr hinunter zu beugen. Das Mädchen schloss ihre Augen und machte sich auf ihr ungewisses Schicksal bereit. Dann hörte sie einen lauten Knall und fühlte eine warme Flüssigkeit in ihrem Gesicht. Sie öffnete ihre Augen und sah etwas dass sie ganz und gar nicht erwartet hatte. Ein großes Loch prägte Martell’s Stirn. Als der Vampir zu Boden fiel konnte sie eine weitere Person, die ihren Arm ausgestreckt hielt, im Türrahmen entdecken. Es war Joseph! „Du kannst dir nicht vorstellen wie froh ich bin dich zu sehen, alter Freund“ schrie Dinalia fröhlich. „Schnell beeile dich, wir müssen noch Mimila finden!“ erwiderte Joseph mit ernster Mine. Dinalia folgte dieser Anweisung sofort und sprang vom Bett auf. Nun konnte sie auch Lonala erkennen die dicht hinter Joseph stand. „Wo hast du eigentlich die Waffe her?“ fragte Dinalia verwirrt. Joseph schwenkte seinen Kopfnach links und antwortete: „Hab sie in einem der Räume gefunden!“. Die drei schritten in nach draußen in den Flur und wollten sich gerade nach rechts wenden als plötzlich Jensuel grinsend vor ihnen Stand. „Ihr könnt nicht entkommen!“ sprach er leise und streckte seinen Arm aus. Dann kniff er seine Hand zusammen und riss den Arm nach oben. Im selben Moment erhob sich auch Dinalia von den Füßen und schwebte in der Luft. Jensuel’s Grinsen wuchs ein wenig als er mit seinem Arme eine wegstoßende Bewegung vollbrachte. Zeitgleich wurde Dinalia durch die Luft geschleudert bis sie von einer an der Wand befestigten Lanze aufgefangen wurde. Von der Lanze aufgespießt tat sie noch wenige Atemzüge bis sie ein letztes mal etwas Blut ausspuckte und ihrer Verletzung erlag. Josephs Muskeln begannen vor Wut zu zucken. Er hielt seine Waffe etwas fester und sprach stotternd vor Zorn: „Du... Du verdammtes Schwein“ Als antwort darauf erhielt er ein hämisches Lachen von Jensuel. Joseph schaute Lonala in die Augen und sagte eindringlich: „Schnell verschwinde von hier“ Über Lonala’s Wangen lief eine Träne als sie unsicher erwiderte: „Ja... aber...“ Joseph begann zu schreien „Verschwinde! Sofort!“ Daraufhin lief Lonala schließlich los und verschwan schon bald hinter einer Ecke.
Nachdem Lonala durch ein paar Flure gerannt war gelangte sie schließlich in einen großen Raum in dem sie eine Rast einlegte. Sie saß eine Weile auf dem Boden und weinte über den Verlust mehrerer Freunde bis ihr ein großes Bild auf der anderen Seite des Raumes ins Auge fiel. Ein riesiges Pentagramm zierte die das Ende des Raumes. Lonala stand auf und näherte sich verängstigt dem Pentagramm. Als sie nah genug war, begann sie das Bild zu untersuchen. Doch sie konnte nichts sonderliches entdecken, es war ein üppiges Pentagramm. Dann fiel ihr doch etwas ins Auge, eine Unterschrift. Es gelang ihr nicht den Namen herauszufinden, doch den ersten Buchstaben konnte sie klar als „L“ entziffern. „Luzifer?“ dachte sie sich. Doch dann stellte sie fest dass der dritte Buchstabe ein „n“ war. Schritte unterbrachen schließlich ihre Gedanken. Sie drehte sich um und sah wie Jensuel mit leuchtenden Augen auf sie zu kam. In seiner Hand hielt er.... Josephs Kopf! Lonala stieß ein lautes „Nein!!!“ von sich. Dann wurde Jensuel plötzlich von einem Feuerstreifen der Weg versperrt. „Schön dich mal wieder zu sehen, Jensuel!“ drang es aus einer Ecke des Raumes. Lonala drehte ihren Kopf in die Richtung der Stimme und konnte eine Frau entdecken die in der Ecke hockte. Um ihren Arm zuckten mehrere kleine Flammen auf. „War sie schon die ganze Zeit über hier, hab ich sie nicht bemerkt?“ wunderte sich Lonala. „Was tust du hier, Brinerla?“ rief Jensuel sauer. „Ich hab nur mal auf einen Sprung vorbeischaut. Ach übrings, um deinen untoten Diener hab ich mich bereits gekümmert!“ antwortete Brinerla trocken. „Dafür wirst du Leiden“ sprach Jensuel zornig. Brinerla stand nun auf und entfesselte eine Reihe Energiestrahlen die alle auf Jensuel zuflogen. Jedoch wurden sie alle von einer art Schild aufgehalten das der Vampier um sich erschaffen haben musste. „Ich bin viel zu mächtig, nicht einmal du vermagst mich nun mehr aufzuhalten!“ sprach Jensuel mit einem wahnsinnigen Gesichtsausdruck. Dann tat er eine schleudernde Armbewegung zu Brinerla hin, worauf mehrere dunkle Energieklingen entstanden die nun auf den Gegner zuflogen. Brinerla stand wie versteinert da bis ihr Körper schließlich in ihre Einzelteile zerfiel.
Jensuel stieß ein weiteres lautstarkes Lachen aus. Doch dann riss er seine Augen auf und blickte nach unten. Ein Holzpfahl ragte aus seiner Brust. Tief atmend drehte er seinen Kopf und konnte Mimila hinter sich entdecken die ihn mit ernsten Blick in die Augen sah. „Wie... wie kann das sein?“ brachte der Vampir nochhervor ehe er zu staub zerfiel.
„Du hast es geschafft, du hast den Vampir getötet!“ rief Lonala überglücklich. Mimila lächelte und rannte auf Lonala zu um sie zu umarmen, dann ertönte jedoch eine Reihe Schüsse! In Mimilas Augen stauten sich Tränen an als sie zu Boden sackte wo sie kurz darauf starb.
Martell kratzte sich mit seinem Revolver am Kopf. Lonala kniete verzweifelt nieder, denn sie wusste nicht was sie nun noch tun sollte. Dann geschah etwas das Lonala ganz und gar nicht erwartet hatte. Martell steckte seine Waffen nieder und verbeugte sich, dann sprach er: „Alle Objekte sind ausgelöscht Meister, wie lauten ihre Befehle?“ Lonala blickte sich verwundert um, denn sie wusste nicht mit wem Martell sprach, war es das Pentagramm? Lonala schluckte ein paar mal und sagte dann schließlich: „Mit wem sprichst du?“ als antwort erhielt sie etwas dass sie mehr als alles andere schockierte was sie bisher erlebt hatte: „Mit ihnen, Meister!“ „Was?!?“ schrie Lonala ungläubig.”„Es gibt ein paar Dinge die Erklärung bedürften wie mir scheint, sie sind Lonala, eine Fürstin der Hölle! Sie haben die sogenannten Blutschlösser erschaffen so wie dieses!“ erwiderte Martell ruhig. „Das ist nicht möglich, ich bin für all dies verantwortlich??“ sagte Lonala immer noch ungläubig. „Ihr Gedächtnis wurde von der heiligen Kirche ausgelöscht!“ erläuterte Martell. Dann kehrte Lonalas Gedächtnis zurück und sie erinnerte sich wie sie einst diese Gebäude erschaffen hatte. Nun spürte sie auch die enorme Macht die in ihr geschlummert hatte und jetzt wieder zum Leben erweckt war. Ihr besorgter Gesichtsausdruck wandelte sich in ein boshaftes Grinsen und sie sprach in einer teuflischen und rauen Stimme: „Es wird eine dunkle Zeit anbrechen für die Menschen....“
Das Finale
Es sind 5 Jahre vergangen seit Lonala ihren Schreckensfeldzug begonnen hat. Die Hälfte der Erdbevölkerung wurde bereits vernichtet und etliche Großstädte abgebrannt.Es gab kaum noch Hoffnung für die Menschheit, denn alle versuche Lonala aufzuhalten wurden zunichte gemacht. Eine letzte Organisation bestand noch die gegen die Tyrannin ankämpfte. Sie hatte ihren Sitz in Cardiff, dort wo zu diesem Zeitpunkt eine Konferenz gehalten wurde.
„Sie sagten sie wüssten einen Ausweg aus dieser Situation, Mr. Gritsch!“ sprach einer der Männer in Anzug. „Nun warten sie doch bitte ab werter Kollege, ich will jetzt bitte nicht andauernd durch irgendwelche Nebenkriegsschauplätze gestört werden, danke!“ antwortete Mr. Gritsch ruhig. Dann rief er einer stehenden Frau, die einen Projektor zu bedienen schien, zu: „Thunderwomen bitte lassen sie den Tageslichtprojektor laufen“ Die Frau nickte und erwiderte „sofort Mr. Gritsch!“ Kurz darauf erschien auf der Leinwand das Bild eines dunkelhäutigen Mannes der grimmig mit verschränkten Armen drein schaute. „Den Herren den sie hier sehen ist ein Vampirjäger aus dem Morgenland, sein Name ist Kurtyboy!“ verkündete Mr. Gritsch während er mit einem Zeigestab in dem Bild des Mannes umherfuchtelte. „Was soll bitte ein einzelner Vampirjäger gegen eine solche Macht ausrichten?“ rief einer der Männer in die Runde. Mr. Gritsch verzog sein Gesicht ein wenig und antwortete beleidigt: „Also gut, wir können hier jetzt auch Kinderfasching machen, Herr Kollege! Heben sie sich ihre Einwände bitte für das Ende des Vortrages auf!“ Dann wandte er sich wieder Thunderwomen zu: „Holen sie bitte Ms. Käsler herein!“ Thunderwomen nickte und öffnete die Tür. Herein kam eine junge, blonde Dame die mit einem Lederanzug bekleidet war. „Das hier ist Ms. Käsler, sie ist ebenfalls Vampirjägerin. Auch sie wird zur Operation erloschenes Feuer beitragen!“ sagte Mr. Gritsch stolz. Danach zeigte er Thunderwomen mit einem Handzeichen an dass sie die nächste Folie auflegen solle. Diesmal erschien das Bild eines bärtigen kahlköpfigen Mannes. „Diesen Mann hier schickt uns die katholische Kirche aus Rom. Er ist Mönch des heiligen Vatikanordens und man kennt ihn unter den Decknamen Doom. Er sollte bereits auf dem Weg hierher sein.“ Die Blicke der Umsitzenden wurden zunehmend interessierter während Mr. Gritsch weitersprach: „Des weiteren hat die katholische Kirche beschlossen einen mächtigen Krieger aus dem Jenseits wiederzuerwecken. Ich kann nicht gerade behaupten dass ich recht begeistert bin von diesem Vorhaben, aber wenn es zur Rettung des Planeten beiträgt soll es mir recht sein!“ Ausnahmsweise hob einer der Zuhörer die Hand anstatt sofort in die Runde zu schreien. Dies schien Mr. Gritsch zu gefallen, den ein leichtes Lächeln entstand nun auf seinen Lippen. In einem freundlichen Ton sagte er dann: „Ja bitte, sie haben eine Frage?“. Der Mann schien recht schüchtern zu sein, denn es dauerte eine Weile bis er begann seine Frage zu stellen: „Wie ist der Name des besagten Kriegers.“ Mr. Gritsch runzelte die Stirn und antwortete: „Verzeihen sie mir bitte dass ich vergessen habe ihnen den Namen zu nennen, er heißt Jensuel!“ Ein greller Blitz erleuchtete den Raum, als ob Gott persönlich eine Warnung aussprechen wollte. Allgemeines Gemurmel lag in dem Raum bis schließlich einer der Männer diesmal ohne sich vorher gemeldet zu haben besorgt rief: Jensuel? Er war doch ein brutaler Vampier!!“ Mr. Gritsch blieb unerwartet ruhig und erwiderte: „Das ist eine ganz andere Kiste, die Kirche wird selbstverständlich einen Bannzauber auf ihn wirken!“ Er schaute kurz in die Runde und fuhr schließlich fort: „Ich werde jetzt zusammen mit Thunderwomen und Ms. Käsler nach New York aufbrechen, dort wo sich Kurtyboy zur Zeit aufhält, die Sitzung ist beendet!“
Einen Tag später am Flughafen in New York:
„Wo geht es jetzt hin Mr. Gritsch?“ fragte Thunderwomen erschöpft von den Reisestrapazen. „Wir finden Kurtyboy im „Body-Talk“ in der Bronx“ antwortete Mr. Gritsch während er auf die Straße blickte. Thunderwomen ließ einen Seufzer von sich während Ms. Käsler nicht den geringsten Anschein von Erschöpfung zuließ. „Halt! Taxi“ schrie Mr. Gritsch lautstark, doch immer wieder fuhren die Fahrer unbeeindruckt an ihm vorbei, als ob sie ihn nicht wahrnehmen würden. Ms. Käsler nahm schließlich ihre Sonnenbrille ab, ging zum Straßenrand und schnipste mit den Fingern. Hört sich eigentlich nach einer Szene an in der sofort ein Taxi vor ihren Füßen anhalten würde, nun dies ist jedoch die Realität, sodass sie als Antwort lediglich von einem vorbeifahrendem Taxi etwas Dreck ins Gesicht gespritzt bekam.Schließlich sprang Mr. Gritsch auf die Straße und zwang eines der Taxen anzuhalten. Allerdings bereute er dies kurz darauf obwohl er Erfolg dabei hatte, da das Taxi ihn am Fuß anfuhr und er auf der Motorhaube landete.
Nach einer halben Stunde Fahrtdauer mit dem Taxi von dem Mr. Gritsch vorerst von der Windschutzscheibe abgekratzt werden musste, standen die drei schließlich vor dem „Body-Talk“. Innen war es recht dunkel bis auf die pink erhellten käfige in denen sich attraktive Frauen zur Schau gaben. Ms. Käsler vergrub das Gesicht in ihrer Hand, nicht weil sie sich schämte in einem derartigen Schuppen zu verkehren, nein, es war Mr. Gritsch der ihr peinlich war. Es hatte den Anschein als wollte er unbedingt „hip“ erscheinen, denn er hatte sich eine Baseball Kappe aufgesetzt kurz bevor sie den Club betreten hatten und in seiner Hand schwang er eine dunkle Sonnebrille. Nach einigen Drängeleien gelangten sie schon bald an einem Tisch an dem ein dunkelhäutiger Mann saß während je eine Frau auf jeder Seite eifrig damit beschäftigt war ihn an allen möglichen Körperstellen zu berühren. Es handelte sich anscheinend um Kurtyboy. So sprach Mr. Gritsch: „Ich arbeite für die Last Stand Organisation, sie müssen Kutyboy sein!“ Der Mann schaute Mr. Gritsch eine weile musternd an und antwortete: „Ey Man, hast du Auto?“ Mr. Gritsch schaute verwirrt und brach schließlich ein „Äh nein ich bin mit dem Flugzeug hier“ über die Lippen. Kurtyboy machte eine abweisende Armbewegung während er erwiderte: „Ey Man, dann sei ruhig!“ Plötzlich drängte sich Ms. Käsler in den Vordergrund und sagte: „Was soll dass, was willst du uns mit deinen Sprüchen ausdrücken“ Kurtyboy fuchtelte mit den Armen herum, kniff die Augen zusammen und sprach: Ey jo, sei mal ein bisschen lockerer, ich glaube du musst mal gevögelt werden, dass wenigstens deine Muskeln hier unten lockerer werden! Ja, komm später in Kurtyboy-Liebeszimmer! Ms. Käsler schaute schockiert und rief: „Wie bitte?“. Kurtyboy, der sich gerade wieder seinen Liebehaberinnen zuwenden wollte, rollte mit den Augen und erwiderte: „Nicht reden! Später in Kurtyboy-Liebeszimmer kommen!“ Jetzt erhob Mr. Gritsch wieder das Wort: „Jetzt sein sie doch vernünftig, es geht um das Überleben der Menschheit“ Kurtyboy der nun sichtlich genervt erhob sich von seinem Sitz und sprach: „Ey Alter, etz hör mir mal zu, auf den Kurtyboy jr. Kommt heute noch viel Arbeit zu und der große Kurtyboy will sich darum nicht mit den Scheiße die du labberst beschäftigen.Mr. Gritsch warf Thunderwomen einen flüchtigen Blick zu und sagte: „Zeig ihm das Geld!“ Daraufhin öffnete Thunderwomen den großen roten Koffer den sie die ganze Zeit über mit sich geschleppt hatte. In ihm war eine große Menge an 500 $ Scheinen verstaut. Kurtyboy zog bei dem Anblick seine Augenbraun hoch und sagte: „Ey jo, viel Kohle für armen Kurtyboy, in Ordung Franz-Josef ich bin dabei!“ Mr. Gritsch nickte zufrieden und weihte ihn daraufhin in die Operation erloschenes Feuer ein.
Lonala und ihre Handlanger standen in der Zwischenzeit vor Paris, eine der letzten noch erhaltenen Großstädte Europas. Lonala blickte mit einem traurigen und doch teuflischen Blick auf die Stadt und ihre Lichter. Dann bückte sie sich und hob eine Hand voll Erde auf an der sie einmal tief schnupperte bis die Erde von einem Windhauch aus ihrer Hand geweht wurde und um ihr Gesicht tanzte. Er hatte ihr auch eine Locke ins Gesicht geblasen die sie jedoch langsam wieder beiseite schob. Dann blickte sie ein weiteres Mal auf Paris und senkte ihre Hand wieder zum Boden hin. Sie schloss ihre Augen eine Weile und neigte ihren Kopf nach oben um den Kühlen Wind auf ihrer Haut zu spüren der ihre Haare wie Flammen aufzucken ließ. Dann schossen ihre Augen plötzlich wieder auf und sie sprach ruhig und in einer sanften Stimme: „Adieu Stadt der Lichter und der Kunst!“ Auf ihrem Gesicht, in dem man erst Sorge undKummer finden konnte entstand nun ein teuflisches Lachen als eine Reihe grüne Blitze aus ihrer Hand entflohen und in die Erde unter ihr verschwanden. Nur wenige Augenblicke später tat sich ein riesiger Erdspalt auf der durch ganz Paris ging und mehrere Häuser verschlang. In der Zwischenzeit hatte sich Lonala wieder aufgerichtet und schnaufte von dem Anblick angetan tief ein und aus. Dann sagte sie mit einem finsteren Gesichtsausdruck: „Ich will dass ihr den Rest von Paris ebenfalls den Erdboden gleichmacht!“ Daraufhin stürmten alle ihre Handlanger mit Martell an der Spitze wie vom Teufel geritten auf die Stadt zu. Lonala betrachtete von ihrem Ausblickspunkt aus wie immer wieder gewaltige Flammen an verschiedenen Orten in Paris entfachten. Der Eifelturm lag gebrochen auf dem Boden, er war ein Sinnbild für den Zustand der gesamten Stadt. Lonala lachte laut auf und wand der zerstörten Stadt ihren Rücken zu.
Wenige Tage später in Cardiff:
Mr. Gritsch blickte die 4 Krieger der Operation Erloschene Flamme an und erhob das Wort: Wir haben uns hier versammelt um der Tyrannin Lonala ein für alle mal das Handwerk zu legen! Ihr seit die besten der besten, wenn nicht ihr sie aufhalten könnt dann niemand. Jensuel schob die Haare beiseite die ihm die Sicht blockierten und blickte Mr. Gritsch ernst an, seine Hand zierte fortan eine Tätowierung, ein Bannsiegel dass ihm von der heiligen katholischen Kirche auferlegt worden ist. Doom hielt ein silbernes Kreuz fest in seinen Händen und schien zu beten. Ms. Käslertrug trotz der Dunkelheit des Raumes eine Sonnenbrille und spielte an ihren Fingernägeln umher. Kurtyboy beeindruckte die Situation noch weit weniger als Ms. Käsler denn er begann sich an seiner Schamgegend zu kratzen. Mr. Gritsch hatte anscheinend nur Doom im Blickfeld den sein Gesicht war weiter von Stolz erfüllt. Die Schreie Thunderwomens brachen plötzlich das Schweigen: „Mr. Gritsch!! Mr. Gritsch!! Sie werden es nicht für möglich befinden, aber Cardiff wird gerade von Lonala und ihrer Heerschar angegriffen!“ „Was“ schrie Mr. Gritsch besorgt „Nun denn, wir werden ihr eines besseres belehren als den Standpunkt der Last-Stand-Organisation anzugreifen! Zieht los ihr letzten Krieger der Menschheit, die Stunde der Vergeltungist angebrochen! Lonala muss für ihre Grolltaten bezahlen!“ Jensuel konnte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht nicht verkneifen und rannte dicht gefolgt von Ms. Käsler und Doom auf den Ausgang zu. Nur Kurtyboy schlenderte langsam und mit geschmeidigen Schritten den anderen hinterher wobei er ab und zu anhielt um sein Glied richtig in der Hose zu positionieren. Mr. Gritsch war nicht gerade begeistert über die Gemütlichkeit Kurtyboys, sodass er schrie: „Kurtyboy verdammt beeilen sie sich!!!“ Kurtyboy schaute genervt auf Mr. Gritsch, fasste sich an den Knie bereich und sagte: „Ey jo Man, siehst du das? Ich muss noch den Kurtyboy jr. Mit mir herumschleppen, ey der stört hier voll!“ er deutete erneut auf seine Kniegegend an der „Kurtyboy jr.“ Anscheinend seinen Anfang nahm. Dann ging er wie vorher mit geschmeidigen und rhythmischen Schritten auf den Ausgang zu.
Jensuel, Doom und Ms. Käsler standen inzwischen bereits außerhalb der Basis und betrachteten die Gegend. Hier musste Lonala bereits gehaust haben den alles um sie herum war von völlige Zerstörung gekennzeichnet. Jensuel blickte zu den beiden anderen und verkündete: „Wir sollten uns aufteilen“. Dann rannte er nach rechts los um sich seinen ungewissen Schicksal zu stellen. Doom nickte, umklammerte sein Kreuz und wandte sich nach links. Ms Käsler beschloss jedoch hier zu bleiben und auf Kurtyboy zu warten.
Jensuel tratt aufeine angebrannte alte Puppe und blickte sich um. Auch hier waren die Häuser abgebrannt und Schutt lag auf dem Boden. Dann hörte er plötzlich ein Geräusch hinter einem Berg voll Geröll. Vorsichtig ging der Vampir in Kampfstellung. Seine Augen, in denen ein gefährliches Feuer loderte waren auf den Berg gerichtet. Dann erkannte er plötzlich ein rotes Augenpaar, dass auf ihn zurückblickte. Ein paar kleiner Steine rollten den Berg hinunter als plötzlich mehrere kampflustige Vampire um ihn herum aus ihren Verstecken kamen. „Das ist er, der Verräter!“ schrie einer von ihnen und löste damit ein allgemeines wütendes Geknurre aus. Jensuel verzog das Gesicht und ließ seine Gegner wissen: Jedem von euch der es wagt mich anzugreifen wird der kalte Tod ereilen.“ Auf diese Worte wichen die Vampire immer noch knurrend aber diesmal in einem ängstigen Tonfall, ein paar Schritte zurück. Jensuel lachte kurz leise schrie dann jedoch in einem extrem lauten Ton: „Was ist los, ihr wollt doch eure Herrin nicht enttäuschen, kommt her und stellt euch eurer Bestimmung!!“ Die Vampire schauten sich ungewiss an und richteten ihre Blicke dann wieder auf Jensuel. Schließlich rief einer der Untoten: „Na los meine Brüder auf in den Tod!“ Ein anderer leckte sich an den Zähnen und rief ebenfalls: „Ja greifen wir an, für Chaos und Zerstörung!“Dann kamen sie alle auf ein mal von dem Schutt heruntergestürmt und liefen alle auf Jensuel zu. Dieser ließ einen lauten Schrei los und zuckte mit den Muskeln, worauf sein rechter Arm von mehreren roten Blitzen umgeben war. Dann streckte er diesen Arm aus und entfesselte einen gewaltigen Energiestrahl der das gesamte Zentrum der Angreifer auslöschte.Aus den Augenwinkeln konnte Jensuel erkennen wie einer seiner Wiedersacher zum Sprung ansetzte, worauf er sich selbst in die Luft erhob und den Untoten mit seinem Fuß den Kopf abschlug. Dann landete er in einer Hocke auf den Boden. Er schaute nach oben und leckte sich mit der Zunge über die Unterlippe, zog einen Holzpfahl aus seinem Stiefel und sprang auf seinen nächsten Gegner zu den er den Holzpfahl durchs Herz jagte.
5 Minuten später:
Jensuel stand tief schnaufend da und blickte sich um, kein Gegner war mehr zu sehen. Er steckte den Holzpfahl zurück in seinen Stiefel und zog schließlich weiter um Lonala ausfindig zu machen.
Nach ein paar Minuten kam er zu einem abgebrannten Parkhaus von dem nur noch die Stahlträger einigermaßen erhalten waren. Jensuel ließ seinen Blick langsam über das Gerüst schweifen ohne wirklich einen Grund dafür zu haben. Eigentlich tat er dies nur nebenbei, denn er hatte nicht angehalten und leitete seine Schritte weiter ins Zentrum der Stadt. Dann riss er seine vorher noch leicht zusammengekniffenen Augen auf. Auf einem der Stahlträger saß mit dem Fuße schwingend und grinsend Martell. Seine Arme hingen lässig nach unten und in beiden Händen hielt er einen Revolver. „Lange nicht mehr gesehen, alter Freund“ sprach er gut gelaunt. Ein leises Lachen entfloh Jensuel ehe er antwortete: „So sieht man sich wieder!“, spöttisch fügte er diesem hinzu: „Wie ist es in den Diensten einer Wahnsinnigen zu stehen?“ Martell schaute verwundert, lächelte aber immer noch. Dann sagte er: „Sind wir nicht beide genauso wahnsinnig?“ Jensuels lachte wieder kurz, antwortete dann aber in einem eher beißendem Ton: „Das mag vielleicht sein, aber ich werde sie dennoch zerstören und wenn du dich mir in den Weg stellst werde ich dich ebenfalls zerstören!!“Martell sprang von dem Gerüst herunter und ließ grinsend seine Revolver in den Händen tanzen. Dann sagte ruhig: „Sieht aus als würden dies unser erster Kampf werden, was mein alter Freund!“ Jensuel nickte ging in Kampfstellung und erwiderte: „Wer hätte gedacht dass wir einmal gegeneinander kämpfen würden!“ Martell runzelte mit der Stirn und sprach: „Nun, du wirst dich wohl noch ein wenig Gedulden müssen, erst wollen dich diese beiden netten Personen hier näher kennen lernen.“ Martell zeigten mit dem Lauf seines Revolvers zu Jensuels rechten worauf dieser den Kopf in diese Richtung wandte. Was er dann sah vermochte er kaum zu glauben. Vor ihm standen ein großer muskulöser Mann mit verschränkten Armen und eine schlanke dunkelhaarige Frau die ihren einen Arm an die Hüfte lehnte und den anderen nach unten hängen ließ. Es waren zwei alte Bekannte: Mimila und Flipsen! „Was soll das Martell?“ schrie Jensuel doch als er sich wieder umwandte war Martell plötzlich verschwunden. Er knirschte mit den Zähnen und drehte sich wieder zu Mimila und Flipsen hin. Dann sagte er „ Na gut dann werde ich mich eben erst um euch kümmern, leider kann ich mich nicht all zu lange mit euch aufhalten, denn ich habe mit Martell noch ein Hünchen zu rüpfen“
Mimila tratt einen Schritt nach vorn und zog ein langes und funkelndes Katana aus der Scheide die an ihrem Gürtel befestigt war. Danach sagte sie hämisch: „Ich habe dich bereits einmal getötet, willst du dass ich dich ein zweites mal ins Jenseits schicke?“ Jensuel antwortete lachend: „Sei Gewiss dies wird nicht mehr geschehen!“ Nun zog Mimila noch einen Holzpfahl aus ihren Gürtel und ging in eine geduckte Stellung. „Wir werden sehen!“ sagte sie zornig. Flipsen hatte in der Zwischenzeit eine Flasche Schnaps hervorgeholt und leerte diese in einen Zug. Danach schmiss erdie Flasche zur Seite und wischte sich den Mund ab. Jensuel musste seine Aufmerksamkeit schnell wieder Mimila schenken die nun angriff. Doch Jensuel war nicht schnell genug für die flinke Frau, die mit dem Pfahl unter Jensuels Kinn ansetzte und diesen mit den Rücken ihres Katanas in sein Kiefer rammte. Jensuel stolperte ein paar Schritte zurück und zog laut schreiend, soweit ihm dies möglich war denn sein Unterkiefer war völlig zertrümmert, den Holzpfahl aus seinem Gesicht. Der Vampir konzentrierte sich um den zerstörten Teil seines Gesichts zu regenerieren doch Mimila setzte bereits zum nächsten Angriff an. Diesen konnte Jensuel jedoch im letzten Moment ausweichen indem er sich nach hinten lehnte und so Mimilas Schwert ins leere sausen ließ. Nachdem Jensuel ein paar weiteren Angriffen ausgewichen war sprang er mehrere Meter hoch auf ein noch erhaltenes Hausdach. Von hier aus setzte er zum Gegenschlag an indem er eine Reihe Energiestrahlen auf seine Gegnerin losließ. Mimilas Agilität war es zu verdanken dass sie keine großen Mühe hatte diesen auszuweichen und ebenfalls auf das Hausdach sprang. Mittlerweile war Jensuels Kiefer regeneriert sodass er sich nun voll und ganz auf die Schläge seiner Gegnerin konzentrieren konnte. Jedoch dauerte es nicht lange bis Mimila einen schmerzhaften Treffer auf seinen Rücken landete und ihn mit einem Tritt gegen den Schädel vom Hausdach schlug. Mit schmerzverzerrten Gesicht landete Jensuel auf dem Boden. An der Stelle an der er Einschlug war von dem wuchtigen Aufprall ein kleiner Krater entstanden. Mimila schaute mit einem triumphierenden Blick nach unten als Jensuel langsam wieder aufstand um einen Gegenschlag zu landen der seine Wiedersacherin auslöschen würde. Doch plötzlich packte jemand von hinten seine Arme und hielt ihn mit steinernen Griff fest. Als er seinen Kopf ein wenig zur Seite drehte konnte er erkennen dass es sich um Flipsen handelte. „Las mich augenblicklich los, du feiges Schwein“ schrie Jensuel wütend. Doch die einzige Wirkung die seine Worte hatten war, dass Flipsen seinen Griff noch weiter verhärtete. Mimila war in der Zwischenzeit von dem Hausdach heruntergesprungen und ging langsam auf Jensuel zu. Auf halben weg hielt sie an und hob den Pfahl auf den Jensuel aus seinem Schädel gezogen hatte. Als sie dann vor ihm Stand flüsterte sie Jensuel ins Ohr: „Hmm irgendwoher kenn ich das doch, du nicht auch?“ Dann tratt sie einen Schritt zurück und holte mit dem Pfahl aus. Jensuel knurrte zornig und warf seinen Kopf zurück, sodass er mit seinem Hinterkopf Flipsens Stirn traff. Doch es war zu spät, Mimila traff mit dem Pfahl genau an die Stelle an der Jensuels Herz war. Sie hatte ihre Augen weiter auf den Pfahl gerichtet und erkannte schließlich dass dieser nicht durch Jensuels Brust gedrungen war sondern lediglich in seiner Haut feststeckte. Dann sah sie wie ein Tropfen Speichel auf ihre Hand tropfte. Sie blickte ängstlich auf und sah in Jensuels Gesicht. In seinen Augen funkelte Hass und sein Mund war zu einem dämonischen Grinsen verzogen. Dann schweifte sie mit dem Blick nach unten wo ein grelles Licht entstanden war. Die kalte Angst zeichnete sich in ihren Augen ab kurz bevor Sie Jensuel mit einem Energiestrahl durchlöcherte. Dann schlug Jensuel Sie zur Seite um sich Flipsen zu zuwenden. Dieser hatte in der Zwischenzeit eine Art Revolver hervorgeholt der 8 riesige Läufe hatte. Er hatte die Waffe mit einer Hand auf Jensuel gerichtet und feuerte die erste Kugel ab. Nun es war nicht direkt eine Kugel, mehr eine Rakete. Dort wo Flipsen getroffen hatte entstand eine zerstörerische Explosion. Flipsen blickte sich, vor Wut schnaufend, um. Jedoch fiel es ihm schwer etwas zu erkennen, denn seine Sicht war durch den vielen Staub, der durch die Explosion aufkam, völlig verdeckt. Dies veranlasste ihn auch die restlichen 7 Raketen in alle Richtungen zu feuern in der Hoffnung Jensuel irgendwie zu treffen. Durch die vielen Explosionen entstand eine Art Feuerwelle um Flipsen herum. Er musste seinen Gegner getroffen haben denn es war unmöglich allen Explosionen zu entgehen.
Jensuel schaute von dem Gestänge des Parkhauses auf Flipsen herab. Dann erhob er seine Hand und erschuff in ihr eine Energieklinge. Doch kurz bevor er diese auf Flipsen schleudern konnte wurde seine Hand durch eine Schwertklinge abgetrennt. Jenseul schien dies kaum zu stören den er schaute unbeeindruckt an die Stelle von der der Angriff kam. Dort konnte er wie er es bereits erwartet hatte Mimila entdecken. Das Loch in ihrem Bauch war verschwunden. „Du beherrscht also die Fähigkeit dich zu regenerieren!“ sagte Jensuel während er seine Hand nachwachsen ließ. Mimila nickte und sprang auf ihren Gegner zu um ihn mit ihrem Schwert den Kopf abzutrennen. Doch sobald sie in der Luft war, wurde sie von einem schweren Windschlag zurückgeschleudert und krachte gegen eine Hauswand die bei dem Aufprall einstürzte. Jensuel blickte sich verwundert um und sah auf einem der Stahlträger mit ausgestreckter Hand Doom stehen. „Nimm du dir denn da unten vor, ich kümmere mich inzwischen um die Frau! Möge Gott gnade mit uns haben!“ Jensuel verdrehte genervt die Augen und sprang nach unten wo Flipsen bereits auf ihn wartete. Doom rannte inzwischen die Stahlträger entlang und sprang in das Haus in das Mimila gekracht war.Flipsen hatte gerade seine 8 – läufige Kanone nachgeladen als Jensuel vor ihm auf den Boden sprang. „Na los, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit“ sagte dieser trotzig. Flipsen verzog verärgert das Gesicht, richtete die Waffe auf Jensuel und feuerte eine der Raketen ab. Flipsens Haare wurden von der gewaltigen Explosion nach hinten geblasen während er lachend mit zusammengekniffenen Augen auf die Stelle des Treffers starrte. Dann entfloh ihn ein kurzer Schrei! Wie aus dem Nichts stand plötzlich Jensuel vor ihm. Mit blitzesschnelle drang er mit seiner Hand in Flipsens Brust ein und riss ihm das Herz heraus. Es pulsierte noch als er es langsam in seiner Hand zerquetschte. Flipsen hatte geschockt die Augen aufgerissen bis diese sowie der Rest seines Körpers zu staub zerfiel.
„Ich werde dir jeden Knochen einzeln brechen“ sagte Mimial zornig zu Doom. Dieser griff zu seinem Kreuz und küsste es dann sagte er fast andächtig: „Ich kann dir noch helfen, es ist nicht zu spät!“ „Ich will deine Hilfe aber nicht!“ schrie Mimila und rannte mit ausgeholtem Schwert auf Doom zu. Ihren Schlag fing dieser jedoch mit seiner Hand ab. Mimila zappelte wie wild und versuchte mit allen Mitteln sich loszureißen. Dann spürte sie plötzlich eine reinigende Wärme, erst nur in ihrer Hand doch bald in ihrem gesamten Körper. Langsam hörte sie auf zu zappeln und begann nachzugeben. Sie schaute nach unten und ließ eine Träne aus ihren Augen entschwinden. Doom hatte das Böse aus ihr herausgewaschen. Sie schaute ihn weinend in die Augen und flüsterte stotternd: „Danke! Sie griff seine Hand fester und wartete die Antwort Dooms ab. Dieser lächelte nur bis plötzlich ein schwarzer Blitz durch Mimials Brust schoss und sie nach Luft ringend zu Boden fiel. Doom kniete nieder und hielt ihre Hand noch immer fest während er laut schrie: „Neeeeiiiiin, sie war gereinigt!“ „Ich hatte noch eine Rechnung mit ihr zu begleichen.“ Erwiderte Jensuel mit einem Gesichtsausdruck voller Genugtuung. „Das wirst du büßen“ sagte Doom zitternd vor Hass. Er streckte seine Arme auseinander und sprach wieder „Du hast eine Unschuldige getötet du bist das Böse, und ich vernichte alles Böse“ Jensuel beeindruckten diese Worte nicht, sie gefielen ihn eher. Dann schrie Doom plötzlich „Untote vertreiben!!!“ Sobald er diese Worte gesprochen hatte wurde Jensuel eisig kalt und eine Welle von Schwäche überkam ihn. Nur langsam konnte er sich wieder fangen und ging mit langsamen Schritten auf Doom zu. „Denkst du dein Hokus Pokus kann mich aufhalten, nun dann täuscht du dich!“ Das Böse in Jensuel war wieder aufgetaucht anscheinend war, anscheinend war das Böse in seinem Herzen zu groß als dass ein Bannzauber es zurück halten hätte können. Dann rannte Jensuel los und stürzte sich auf Doom womit er ihn zu Boden riss. „Hinfort mit dir Kreatur der Unterwelt“ schrie Doom noch bevor Jensuel dass erste mal mit seiner Faust auf sein Gesicht eindonnerte. Nach ein paar Schlägen war Dooms Gesicht blau, nach ein paar mehr fing es an zu Bluten. Es waren bereits 5 Minuten vergangen seit Jensuel ersten Schlag, und er dreschte immer noch wie wild auf Dooms Gesicht ein, solange bis schließlich das Blut von seinen Fäusten heruntertropfte. Sein Opfer hatte sich bereits seit zwei Minuten nicht mehr gerührt, was nicht wunderlich ist immerhinhatte Jensuel den Schädel des Mönches völlig zerstört. Der Vampir holte tief Luft und leckte das Blut von seinen Händen. Dann stand er auf um Martell zu finden!
Manch einer wird sich jetzt fragen was aus Ms. Käsler und Kurtyboy geworden ist, nun sagen wir so „Kurtyboy jr.“ Hat wieder Arbeit bekommen. Darum zurück zu Jensuel!
Jensuel musste nicht lange suchen um sein Ziel zu finden. Sobald er die Baracke verlassen hatte hörte er hinter sich eine Stimme die sagte: „Nicht schlecht alter Freund, willst du dich jetzt wieder uns anschließen?“ Jensuel starrte Martell eine Weile an, antwortete dann jedoch: „Ich verspüre nicht den Drang mich irgendjemanden zu unterwerfen, vielmehr verspüre ich den Drang zu töten! Ich glaube mit dir fang ich an!!“Martell kratzte sich unbeeindruckt mit seinem Revolver am Kopf und antwortete: „Schade! Hast du gewusst dass ich noch immer mit Silberkugeln schieße?“ Dann richtete er locker seinen Revolver auf Jensuel und schoss eine Reihe kugeln ab die alle ins Ziel traffen. Martell wollte gerade seine Waffe wegstecken als er ein leises und dennoch teuflisches Lachen vernahm. „Du weißt nicht wie mächtig ich geworden bin! Sogar weit mächtiger als Rötznack damals!!“ sagte Jensuel kurz bevor er einen lauten Schrei losließ und alle Kugeln aus seinem Körper schoss. „Das ist nicht möglich“ stotterte Martell panisch. „Doch das ist es“ antwortete Jensuel trocken. Martell setzte einen grimmigen Gesichtsausdruck auf und feuerte nun mit beiden Waffen laut schreiend auf Jensuel. Diesmal jedoch traffen die Kugeln nicht sondern wurden alle von einem Energieschild das Jensuel erschaffen hatte aufgefangen. „Du bist keine Herausforderung mehr! Der Hass in mir der wieder zum Leben erweckt ist hat meine Kräfte ins unermessliche gesteigert!“ Dann begann Jensuel Energie zu sammeln um sie auf Martell loszulassen. Dieser weitete ängstlich seine Augen als sein früherer Freund eine riesige Welle Energie entfesselte. Als sie auf Martell traf löschte sie jede einzelne Zelle von ihm aus, sodass nicht einmal mehr wie sonst bei Vampiren üblich Staub von ihm übrig blieb. „So endet also die glorreiche Zeit Martells... nun ich schätze es war ein würdiger Tod!“ Diesmal lachte Jensuel nicht wie sonst nachdem er ein Leben ausgelöscht hatte, Martell war einer den er Respekt zollen würde. Nun stand nur noch einer auf seiner Liste: Lonala!
Ok die Geschichte is scho lang genug, glaub ich brauche nicht beschreiben wie Jensuel Lonala sucht. Steigen wir einfach bei der Stelle ein, an der sie sich treffen:
„Nun hast du mich doch gefunden!“ sagte Lonala gut gelaunt. „Ich habe deine gesamte Schar ausgelöscht, und mit dir werde ich weitermachen!“ antwortete Jensuel kampflustig. Lonala zog die Augenbraun hoch und sagte dann wieder: „Warum musst du eigentlich gleich immer so aggressiv werden, Jensuel?“ Der Vampir musste lachen und sprach schließlich: „Das solltest du doch am besten wissen, immerhin war es dein Blutschloss dass mein Herz verdunkelt hat!“ Lonala schüttelte mit dem Kopf als sie antwortete: „Die Kirche hat den Fluch von dir genommen“. „Das mag sein, doch er ist zurück gekehrt!“ sprach Jensuel in einen überzeugenden Ton. Lonala hielt ihre Hand vor den Mund um ein weiteres Lachen zu verbergen bevor sie erwiderte: „Da irrst du mein Freund, es ist nicht der Fluch der dich gewalttätig macht, es ist dein eigener Hass, der schon immer tief in deinem Herzen verwurzelt war und irgendwie durch den Fluch ans Tageslicht kam.“ Jensuel starrte Lonala geschockt an und sprach ungläubig in einer zittrigen Stimme: „Nein... Nein das ist nicht möglich!“ Lonala nickte lächelnd und sagte dann: „Ich hielt auch einiges nicht für möglich, doch so ist es nun einmal! Der Hass in dir kommt von dir selbst nicht von dem Fluch.“ Jensuel starrte nach unten den Boden an. „Könnte sie recht haben, war ich schon immer ein schlechter Mensch voller Hass und Mordlust?“ dachte er sich. Dann schaute er plötzlich wieder auf zu Lonala und schrie laut: „Nun so soll es dann sein, ich werde dir zeigen was mein Hass anrichten kann!“ Danach begann er alle Energie zu sammeln die in ihm steckte. Am Himmel zogen Wolken auf die sich zu einem Trichter direkt über Jensuel formten. Dieser ließ einen lauten Schrei los als riesige Blitze vom Boden aufstiegen die dann in seine Hände übergingen und sich mit der bereits gesammelten Energie zusammentan. Irgendwann hatte er eine so gewaltige Masse angesammelt dass er Schwierigkeiten hatte diese zu bändigen. In folge dessen richtete er beide Arme auf Lonala und entfesselte eine gewaltige Todeswelle. Seine Augen waren geblendet von dem grellen Licht das durch seine Attacke entstand. Nur ein paar Augenblicke später entstand eine riesige Explosion, die so gewaltig war, dass man sie vom Mond aus hätte sehen können. Jensuel wurde von dem Druck der entstand beinahe weggeweht! Man will eigentlich nicht wissen wie Lonala sich gefühlt haben muss die im Zentrum der Explosion stand. Nun, ich will dennoch erläutern wie sich Lonala fühlte. Sie hatte sicherlich leichte Schmerzen, jedoch konnte ihr die Attacke nicht allzu viel anhaben, sodass sie grinsend umgeben von Zerstörung da stand und abwartete bis die Explosion nachließ. Als sich schließlich die letzten Staubschwadenverzogen hatten und Jensuel die immer noch grinsende Lonala entdecken konnte, riss er schockiert die Augen auf. Dies war das erstemal das Jensuel Angst vor einem seiner Gegner hatte. „Nun bin ich die ersehnte Herausforderung?“ sprach Lonala hämisch. Jensuel war die Angst nun sichtlich ins Gesicht geschrieben. Panisch feuerte er eine Reihe Blitze auf Lonala ab die jedoch alle von einem Energieschild abgefangen wurden. Lonala hatte ihr Grinsen noch immer nicht abgelegt als sie von der Erde abhob und mit angewinkelten Armen in der Luft schwebte. „Sie besitzt die Macht zu schweben?“ dachte sich Jensuel erstaunt. „Ich beherrsche noch viele andere Mächte!“ erklang es plötzlich in seinem Kopf, doch es war nicht seine Stimme! „Ja, ich kann in Gedanken eindringen und die Gedanken anderer lesen! Du hast dich nie bemüht solche Kräfte zu erringen, alles was du anstrebtest war deine zerstörerische Macht zu steigern! Du hast nicht den Stil eines wahren Vampirs so wie einst Röznackeiner war.“ Erklang es wieder in seinem Kopf. „Tja Rötznack ist jetzt tot, sein Stil konnte ihn leider nicht retten!“ sagte Jensuel mit einem Hauch Sarkasmus. „Er wurde von Brinerla heimtückisch durch eine Illusion getäuscht, nur so konnte er von euch jämmerlichen Gestalten bezwungen werden!“ sagte die Stimme in seinem Kopf nun etwas zorniger. „Heimtückisch? Ich würde meinen Röznack war selbst nicht ein Freund des direkten Angriffes. Immerhin war er ein Schattentänzer!“ sprach Jensuel rechthaberisch. „Ja da hast du Recht, er war in der Tat der Technik des Schattentanzes mächtig, eine Technik die nur sehr wenige Vampire beherrschen. Nicht einmal ich kenne Sie, doch ich beherrsche eine weit gefährlichere Technik! Sprach Lonala diesmal direkt über den Mund zu ihm, kurz bevor ihr gesamter Körper sich in ein Flammenkleid hüllte. „Nein! Du... du bist eine Flammenwandlerin?“ fragte Jensuel verzweifelt nach. Die einzige Antwort die er hierauf erhielt war ein Boshaftes Lachen Lonalas, die nun eine Art Feuerwirbel um sich herum erschuf die Jensuel schon bald erreichte. Es waren keine gewöhnlichen Flammen, den sie waren weit zerstörerischer als alles andere das Jensuel je erlebt hatte. Er stand immer noch starr da als die Flammen seine gesamte Haut verbrannten. „Sie ist tatsächlich eine Flammenwandlerin...“ sprach er nachdenklich als die ersten Fleischstücke von ihm herunterfielen und sich kurz darauf völlig auflösten. In seinen Augen war die blanke Verzweiflung, die Asche die von ihm wegging und in der Luft umherwirbelte schien einen Tanz der Trauer zu tanzen. Dann wurde sein Körper zu schwach um sich auf den Beinen zu halten, sodass er auf die Knie fiel. Dann sprach er seine letzten Worte: „So endet also die Zeit der Welt, denn alle Hoffnung scheint verloren..“. An dieser Stelle brach er ab, er hatte nicht genug Kraft übrig um den Satz zu vollenden. Ein paar Sekunden später war nur nichts mehr von Jensuel zu sehen. Lonala schaute auf die Stelle an der Jensuel einst stand und sprach leise: „Es scheint als wäre die Zeit Jensuels entgültig vorbei... die Zeit eines Mannes der sein gesamtes Leben lang, selbst vor seiner Zeit als Vampir von Hass begleitet war. So wie ich!“
„Ey jo, Schnegge! Was verzapfst du da für eine Scheiße Mensch?!?“ drang es plötzlich hinter einem der Häuser hervor. Lonala blickte umher um den Ursprung der Worte zu finden bis sie einen dunkelhäutigen Morgenländer entdeckte, der mit lässigen Schritt auf sie zu ging. „Okey Schnegge, hör zu mein Hausmeister ist heute gestorben, muss ich noch zu Beerdigung! Also leg dich mal schön hin und dann BAM BAM BAM!“ verkündete Kurtyboy! Lonala schaute verwirrt und ehe sie überhaupt realisierte was sie tat lag sie bereits auf dem Boden und wartete darauf von Kurtyboy „behandelt“ zu werden. Dieser öffnete seinen seidenen Morgenmantel der mit vielen Halbmonden geschmückt war und entblößte Kurtyboy jr. Dessen Vorhaut abgetrennt worden war wodurch er um einiges größer erschien als es tatsächlich der Fall war. (Dies ist die Theorie Kurtyboys! Ob sie glaubhaft ist bleibt jedem selbst überlassen.)
Die darauf folgenden Minuten wurden vom Autor zensiert!
Lonala lag regungslos am Boden, aus ihren Mund schaute Kurtyboy jr. heraus. Dieser war während des Aktes so sehr angeschwollen dass er ihren gesamten Körper durchlöcherte. Nun begann der große Kurtyboy den ebenfalls großen Kurtyboy jr. mit beiden Händen aus den Vaginaleingang herauszuziehen was mehrere Minuten dauerte. Bis heute ist es nicht bekannt ob Kurtyboy wusste dass er durch seine „Liebe“ die gesamte Welt gerettet hatte.
Fin
Die Teufel von Porte Viesau
Nachdem meine Vampir Geschichte eigentlich recht gut eingeschlagen hatte in der Klasse hab ich halt gedacht dass noch ne Story her muss. Also hab ich halt auf die schnelle den Scheiß hiergeschrieben. Übrigens is die Story hier von den Todesfällen her Rekordhalter. In keiner andern Story von mir sterben so viele Menschen in so kurzer Zeit wie in der hier. Naja wer immer des lesen tut viel spaß
Die Sonne war schon fast hinter den Häusern Porte Viesau’s verschwunden als man das sanfte Galoppieren eines Pferdes in den leeren Straßen vernehmen konnte. Auf dem Pferd saß ein Fremder der einen weißen Mantel sowie einen dazu passenden weißen Hut trug. Sein Augen wurden von dem Schattender von seinem Hut fiel verdeckt und alles was von seinem Gesicht zu erkennen war, war ein charmantes Lächeln und ein unrasiertes Kinn. Der Reiter hielt schließlich vor einer Bar an die den reizenden Namen „Devils Bar“ trug und ließ sein Pferd an der Wasserschenke rasten. Er hatte es nicht, wie es sonst üblich war, festgebunden. Entweder schenkte er seinem treuen Ross großes vertrauen oder war schlichtweg töricht. Nun gehen wir vorerst von der ersten Alternative aus. Das Knarren der Tür kündigte den Fremden an, worauf alle Blicke für kurze Zeit auf ihn gerichtet waren. Jedoch ging dieser unbeeindruckt weiter zielstrebig auf die Theke zu. Ein Arm der plötzlich an seine Brust griff hinderte ihn schließlich am weitergehen. „Wir wollen hier keine Fremden in Porte Viesau!“ sagte ein großer bärtiger Mann knurrend. Der Fremde blickte jedoch weiterhin nach vorne unbeeindruckt von den drohenden Worten des Mannes. „Hast du mich nicht verstanden?“ schrie der Mann erneut ehe er verängstigt aufschreckte. Er hatte ein einziges Mal geblinzelt und sah nun plötzlich in den Lauf eines Revolvers. Es folgte ein lauter Knall! Blut spritzte auf den Boden und der Mann fiel mit verdrehten Augen nieder. Der Fremde steckte seinen Revolver zurück und ging als ob nichts passiert wäre auf die Bar zu. „Einen Doppelten“ sagte der Fremde als er die Bar erreicht hatte, worauf der Barkeeper nickte und sich den Schnapsflaschen zu wendete. Nach ein paar Sekunden stand ein mit Whisky gefülltes Glas vor dem Fremden was dieser jedoch sofort mit einem Zug leerte und sich den Mund abwischte. Danach blickte er einmal langsam durch den Raum ehe er von seinem Hocker aufstand und wieder zum Ausgang hin ging. Draußen angelangt sah er einen Mann der mit verschränkten Armen gegen einen Holzpfahl lehnte. „Es verläuft alles nach Plan!“ sagte der in Weiß gekleidete Fremde. „Soll ich jetzt los reiten Jenos?“ erwiderte der andere. „Ja, wir sehen uns dann Morgen Mittag, Marton!“ sagte der Fremde, der anscheinend den Namen Jenos trug, eindringlich. Marton nickte und ging auf sein Pferd zu mit dem er kurze Zeit später aus der Stadt ritt. Jenos wiederum zündete eine Zigarette an und ging auf das gegenüberliegende Hotel zu in dem er die Nacht verbringen würde.
Es war bereits tiefste Nacht als aus dem Fenster des Scherriffsbüros noch Licht schien. „Ich hoffe für Morgen ist alles vorbereitet, Trogner!“ sprach ein Mann mit Anzug zu dem Sheriff. „Sie brauchen sich keine Sorgen machen Don Grets.“ Erwiderte dieser während er mit seinem Stuhl hin und her schaukelte. „Das will ich hoffen, haben sie die Männer besorgt die alles überwachen sollen?“ fragte Don Grets misstrauisch. „Ja ja, machen sie sich keine Sorgen sie werden kurz vor Morgen Mittag hier eintreffen!“ antwortete Trogner kurz bevor er einen von Müdigkeit zeugenden Gähner von sich ließ. Don Grets sah so aus als wollte er sich verabschieden ehe im ein Gedanken in den Kopf schoß den er sofort an Trogner weitergab: „Wer war das eigentlich mit dem Mord heute Abend?“. „So schnell kann ich das nun auch wieder nicht herausfinden...“ sagte der Sheriff gelangweilt. „Nun ich hoffe für sie dass dieser Mann nicht den Vorgang in Gefahr bring, aber nun wünsche ich ihnen eine gute Nacht.“ Sagte Don Grets ehe er sich umdrehte und mit seinen zwei Handlangern dass Büro verließ. Trogner hob noch halbherzig seine Hand zur Verabschiedung aber schlief dann kurz darauf ein.
Am nächsten Tag Mittags in der Devils Bar:
Don Grets saß mit Maudsen, einem seiner zwei Handlanger an einem Tisch und wartete geduldig auf die Ankunft der Wachen. Während sie warteten, begutachteten sie vergnügt die Rothaarige Tänzerin die zu dem Gröhlen der Massen und den Klängen des Klaviers rythmischihre Beine auf und ab schlug. Kurz nachdem der Tanz vorbei war kam plötzlich Brinla die zweite Handlangerin in den Saloun gestürmt und schrie lautstark: Don Grets sie kommen!! Die Wachen kommen!“ Dieser sprang sofort von seinem Stuhl auf und rannte nach draußen um die Reiter zu empfangen. Maudsen wollte ebenfalls gerade von seinem Stuhl aufstehen als eine zarte Frauenhand ihn zurückhielt. „Hallo starker Mann, ich bin Maria! Willst du nicht mit nach oben kommen?“ sagte die rothaarige Tänzerin verführerisch. Maudsen grinste und konnte der Versuchung nicht wiederstehen, sodass er Maria mit nach oben auf ein Zimmer folgte.
Durch die grelle Sonne konnte man nur verschwommen die Umrisse von vier Reitern erkennen die eifrig in die Stadt galoppierten. „Das sind sie!“ rief Don Gritsch glücklich. „Sehen Sie? Alles läuft nach Plan!“ sagte Trogner zufrieden und leise, sodass es niemand verstehen konnte fügte er diesem hinzu: „Alles...“ Schließlich hielten die vier Reiter vor dem Salon an. Sie alle hatten ihr Gesicht mit einem Tuch verhüllt und den Hut weit nach unten gezogen. Schon bald sprach einer der Vieren: „Wer von euch ist Don Grets?“ Der gemeinte trat vor und antwortete: „Das wäre dann wohl ich, seit gegrüßt! Ihr seit hier um eine Geldübergabe zu überwachen.“ Der Reiter der zuvor gesprochen hatte nickte und hörte weiter Don Grets zu. Dieser fuhr nun fort: „Wartet hier bis die Kutsch eintrifft!“ Trogner tippte Don Grets an die Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: „Kann ich euch einmal bitte dort drüben sprechen?“ er deutete auf die Ecke des Salons. Don Grets winkte Brinla herbei und verschwand mit ihr und Trogner schließlich hinter der Ecke.
In der Zwischenzeit hatten Maria und Maudsen dasZimmer erreicht. Dort angekommen setzte sich Maudsen als erstes auf einen Stuhl in der Mitte des Zimmers. „Willst du in mich eindringen?“ fragte Maria wollüstig. Maudsen fragte noch einmal nach um sicherzugehen dass er sich nicht verhört hatte: „Wie bitte?“ Maria kicherte und wiederholte ihre Frage: „Willst du in mich eindringen?“ Maudsen grinste und antwortete nun schließlich: „Ja, ja das will ich!!“ Maria glitt mit ihrer Hand durch seine Haare und sprach: „Dann ist es doch nur fair...“, sie brach ab und streichelte über Maudsens Wange, „... wenn ich zuerst in dich eindringen darf!“ Maudsen lies einen lauten Schmerzensschrei von sich, Maria hatte ihn gerade einen Dolch in den Rücken gestoßen. Dann lachte sie hämisch und flüsterte ihrem Opfer ins Ohr: „Tut mir leid aber ich musste es machen!“ Ob Maudsen diese Worte noch vernommen hatte oder bereits tot war bleibt jedoch ungewiss.
„Was ist los Trogner?“ fragte Don Grets mürrisch. „Einen Moment“ erwiderte Trogner. Don Grets zog die Augenbraun hoch und wollte gerade etwas sagen als plötzlich ein lauter Knall aufschallte. Brinla ließ einen schmerzhaften Stöhner von sich und sackte zu Boden. Don Grets blickte in die Richtung des Knalls und konnte einen in weiß gekleideten Fremden entdecken der mit einem rauchenden Revolver and die Wand des Salouns lehnte. „Was geht hier vor sich?“ fragte er ängstlich Trogner. Dann holte er tief Luft als er sah das Trogner einen Revolver in sein Gesicht hielt. „Auf Wiedersehen Don Grets!“ sagte dieser hämisch kurz bevor er ihm eine Kugel zwischen die Augen jagte. „Du hast gute Arbeit geleistet, Trogner.“ Sagte Jenos zufrieden. Der Sheriff lächelte und drehte Jenos seinen Rücken zu, dann sprach er: „Wir müssen uns noch um eine Sache kümmern!“ Jenos stützte sich von der Wand ab und antwortete: „Das stimmt nicht ganz, ich muss mich um eine Sache kümmern!“ und kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen richtete er seinen Revolver auf Trogner und schoß dem nichtsahnenden Sheriff ins Genick. Dann holte er eine Zigarette aus seiner Manteltasche, die er kurz darauf wieder an der Wand lehnend rauchte.
Kurz darauf traff eine Kutsche in Porte Visau ein, die vor dem Salon hielt. „Seit ihr diejenigen die das Geld abholen sollen?“ fragte der Kutscher die vier verhüllten Männer. Statt eine Antwort zu geben nickte einer der vieren einen anderen zu um ihn ein bestimmtes Zeichen zu geben. Der andere zog darauf seinen Revolver und ließ 3 Schuss auf den Kutscher los. Jenos der die Schüsse gehört hatte trat nun hinter dem Salon hervor. Mit einem Lächeln rief er den verhüllten Männern zu: „Na los das Geld ist hinten!“ Kurz darauf stürmten drei der Männer in die Kutsche um sich das Geld unter den Nagel zu reißen. Jenos ging in der Zwischenzeit zu dem einen der nicht in die Kutsche gestürmt war hin uns sagte: „Alles klar!“ Der verhüllte Mann zog nun sein Tuch herunter und gab sich als Marton zu erkennen. Dann erwiderte er mit gehobenen Augenbraun: „Beenden wir es?“ Jenos nickte und zog zwei Revolver aus seinem Gürtel. Marton, der Jenos Reaktion beobachtet hatte, tat es ihm daraufhin gleich. Danach gingen die Beiden auf die Kutsche zu und eröffneten das Feuer auf die drei Männer. Diese waren zu sehr überrascht, als dass sie das Feuer erwidern konnten, sodass sie alle drei mit schmerzverzerrten Gesicht zu Boden sackten. Jenos und Marton indessen packten schnell das Geld und wollten gerade aus der Stadt reiten als Maria aus dem Salon gerannt kam und rief: „Halt wartet, was ist mit meinem Lohn?“ Marton schaute Jenos fragend an wandte sich jedoch dann der Frau zu und antwortete: „Hier, das ist dein Lohn!“ Er feuerte ihr eine Reihe Kugeln in den Körper und ritt dann zusammen mit Jenos schließlich los.
Nach ein paar Metern hielten sie jedoch an und schauten sich gegenseitig an. Nach ungefähr einer Minute schweigen unterbrach schließlich Marton die Stille: „Na los tragen wir es nach der alten Tradition aus!“ Jenos nickte und stieg von seinen Pferd. Marton tat das gleiche. Dann gingen sie beide ein paar Schritte in die entgegengesetzte Richtung und lockerten ihren Revolver. Sie schauten sich tief in die Augen die hin und wieder zusammenzuckten. Dann wanderten die Arme langsam Richtung Revolver. Plötzlich geschah es mit Blitzesschnelle! Zwei laute Schüsse halten in den verlassenen Straßen Porte Visaus wieder. Blauer Dunst stieß aus Jenos und Martons Revolverläufen. Noch immer schauten die Beiden sich in die Augen. Irgendwann jedoch fiel Marton regungslos zu Boden. Jensos grinste noch kurz, fiel jedoch dann genauso wie sein Komplize nieder. Sie hatten beide gleichzeitig geschossen. Nun waren alle Beteiligten umgekommen, das einzige was blieb waren zwei große Säcke voller Geld. Zwei Säcke Geld ohne Besitzer...
With out a Soul
Hierzu muss ich sagen dass des Ding noch nich ganz fertig is, es fehlt noch ne Episode! hmm mal schauen irgendwann werd ich sie schon ma schreiben demnächst. Aufjedenfall is die Geschichte in Episoden aufgeteilt wie ihr sicher schon klever kombiniert habt *g*. Ich muss auch noch darauf hinweisen dass einiges an Hintergrund fehlt in der Geschichte... naja bin ein fauler Autor ^^ Aber sie is dennoch ganz nett glaub ich. Naja lest es einfach ma selbst woa?
Episode 1
Sein Herz muss den Wunsch verspüren gereinigt zu werden, nur dann sollst du bemächtigt sein das Herz von der Seele zu trennen. Nur dann wird die Kraft in ihm erwachen und der Bote auferstehen! Nur dann wird er die Erde von den Insekten die an ihr nagen befreien und ein neues Zeitalter wird anbrechen.
„Wie oft die Augen an mir vorbeigleiten und doch übersehen sie mich jedes mal! Allein der Schmerz in meinem Herzen übersieht mich nicht, keine Chance lässt er aus um mich niederer zu machen als ich es jetzt schon bin. Gefühle... wie oft frage ich mich ob sie nun Glück oder Elend für mich bedeuten.“ Martjes war wie so oft in Gedanken versunken als sich ein bekanntes Szenario vor ihm abspielte. Es war Sportstunde und wie immer wurde er als letztes in eines der beiden Basketballteams gewählt. „Warum müssen wir ihn nehmen?“ fragte der Kapitän der Mannschaftdie als letztes wählen durfte und gezwungen war Martjes aufzunehmen. Martjes konnte sich nur wage an den Namen des Jungen erinnern obwohl er nun schon fast ein Jahr mit ihm in die Klasse ging. UnnützeDinge wie Namen fanden nur schwer platz in seinen Gedanken. Schließlich fiel ihm der Name Flima ein. „Dafür habt ihr als erstes wählen dürfen!“ erwiderte Trogial der Kapitän des anderen Teams. Obwohl Martjes es gewohnt war abgewiesen zu werden bereitete es ihm doch immer wieder Kummer wenn es soweit kam. „Hassen mich die Menschen? Wie können sie jemanden hassen der so gut wie nie einen Gedanken mit einem anderen teilt. Wie können sie jemanden hassen der sie nie beleidigt oder kritisiert sonder viel eher seine Gedanken hütet wie einen Schatz? Ich glaube sie fühlen sich nur in meiner Gegenwart unwohl. Können sie nicht verstehen, dass ich keinen Sinn darin sehe mich mit anderen Menschen zu unterhalten? Welchen Sinn hat eine Unterhaltung, es ist doch nichts weiter als der Versuch sich zu präsentieren! Ich brauche nicht die Gedanken der anderen zu kennen ich ziehe es vor Konflikte mit mir selbst zu lösen!“ Ein Schrei einer seiner Mitschüler riss Martjes schließlich aus seinen Träumereien: „Hey du Freak, hast du nicht gehört? Du sollst rübergehen und mit den Mädchen Seilhüpfen!“ Martjes nickte geistesabwesend und kehrte den restlichen Jungen den Rücken zu. Er war nicht allzu erschüttert darüber nicht Basketball spielen zu können, er sah es ohnehinnur als ein sinnloses Spiel in dem die Besseren den Schwächeren ihre Überlegenheit beweisen konnten. Viel mehr schmerzte ihn die Tatsache nicht akzeptiert zu werden. Jedoch hatte er weit weniger Lust darauf die hämischen Blicke der Mädchen zu ertragen bedingt durch die Tatsache dass er wieder einmal abgestoßen wurde. Nein er würde es nicht ertragen . Er beschloss zum Sportlehrer zu gehen und sich vom Sportunterricht zu befreien. Der Sportlehrer war ein ehrgeiziger Mann der sich in seiner Jugend mehrere Pokale und Urkunden erkämpfte. Als Martjes ihm schließlich seine Bitte vortrug kam es wie erwartet. Fast Gefühllos ließ er jedoch die Moralpredigt des Sportlehrers die mit den üblichen Schimpfwörtern wie Weichei, Jammerlappen und Verlierer geschmückt war über sich ergehen. „Was will er mit seinen Worten nur bezwecken? Er kann wohl nicht erwarten dass sie irgend einen Effekt der Veränderung bewirken. Nein er will sich nur selbst besser machen in dem er mich mit seinen Worten entwürdigt.“ Dachte sich Martjes als der Sportlehrer langsam zum Ende seines Predigt kam. „Und jetzt geh mir endlich aus den Augen!“ schnauzte der Sportlehrer zornig. Martjes ging dem Befehl nach und ging langsam auf die Umkleidekabinen zu. „Warum streben die Menschen nur ständig danach gut da zu stehen? Selbst ich wünsche mir akzeptiert zu werden. Jedoch finde ich es einfach nicht gerecht dass andere anerkannt werden die genauso wenig Nutzen haben wie ich nur weil sie sich besser darstellen als sie sind. Vielleicht ist es auch so dass ich einfach faul bin und mir wünsche Annerkannt zu werden ohne etwas dafür zu tun, vielleicht ist es aber auch so dass ich nicht verstehe wie die Leute sich so sehr von Worten der anderen manipulieren lassen können und dabei völlig den Nutzen der Person vergessen.“ Wie so oft verstand Martjes seine eigenen Gedanken nicht mehr während er verträumt seine Schuhe schnürte.
Der Pausenhof war völlig leer um diese Zeit. Martjes hatte vor den Rest der Sportstunde mit einem Buch tot zu schlagen. Dann fiel ihm jedoch eine Person ins Auge. Er trug einen Anzug der mit mehreren Abzeichen versehen war und hatte schwarze Stiefel an die mit Scharnieren verschlossen waren. Martjes hatte das Gefühl als würde der Mann ihn beobachten obwohl er seinen Kopf gesenkt hatte und seine Augen größtenteils von seinen langen dunklen Haaren verdeckt waren. „Du musst Martjes sein!“ schrie er plötzlich nachdem er einen langen Zug an seiner Zigarette genommen hatte. Martjes weitete erstaunt seine Augen. Er konnte sich nicht daran erinnern wann jemand das letzte Mal mit ihm reden wollte. Ungeübt im Umgang mit Menschen stotterte er schließlich ein schlichtes „ja“ heraus. „Ich muss mit dir sprechen“ sagte der Fremde ruhig zog ein weiteres mal an seiner Zigarette die er dann lässig auf den Boden schmiss. Mit vorsichtigen Schritten näherte sich Martjes der Person die ihn mit seiner gelassenen Art doch ein wenig beeindruckte. „Hör mir zu, ich bin ein Empiel.“ Martjen schaute ein wenig verdutzt und fragte vorsichtig: „Was ist ein Empiel?“ Daraufhin antwortete der Fremde: „Ein Empiel ist eine Mischung aus Dämon und Mensch. Er kennt so gut wie keine Gefühle und kämpft nur für seinen Meister das Schicksal. Ich bin nicht so wie ihr Menschen, stets nur auf meinen eigenen Vorteil bedacht ich erfülle jedeglichdie Aufgabe die mir vom Schicksal auferlegt worden ist. Ich bin gekommen um dir auch ein Leben als Empiel anzubieten. Hilf uns eine Welt zu erschaffen in der die Bewohner sich nicht gegenseitig übertrumpfen wollen, in der sich die Leute nichts um Ansehen und derartige Dinge scheren. Ich kenne deine Gedanken, das ist es doch was du dir wünscht oder?“ Martjes schaute nachdenklich zu Boden, er scheinte selbst nicht genau zu wissen was er eigentlich will. Dann richtete er seinen Kopf aus und sprach unsicher: „Ich soll meine Seele aufgeben? Ich wünsche mir eine solche Ideal Welt doch will ich auch nicht meine Seele aufgeben, immerhin macht sie mich zu dem was ich bin.“ Der Fremde schaute ihm tief in die Augen als wolle er seine Gedanken lesen. Dann sagte er in einer Stimme die noch ruhiger war als dies vorher bereits der Fall war: „Und was bist du jetzt? Du bist nicht mehr als ein nutzloses Lebewesen, willst du das nicht ändern? Als Empiel hättest du einen Nutzen! Und empfindest du nicht selbst Gefühle als Laster? Bis jetzt haben Sie dir nur Schmerzen zugefügt, das beste Beispiel dafür sind deine Gefühle für dieses Weib!“ Insgeheim musste Martjes ihm recht geben. Es gab in seiner Klasse ein Mädchen für das er große Gefühle hatte, sie gehörte zu den wenigen Personen deren Namen er sofort wusste. Sie hieß Tiala und war in seinen Augen das Schönste was er je erblickte auf dieser Welt. Allerdings fühlte sie rein gar nichts für ihn, noch schlimmer sie konnte ihn nicht einmal ausstehen. Dann musste er allerdings an seine Mutter denken, sie hatte ihn immer so genommen wie er war, sie hatte ihn immer verstanden. „Wie könnte ich es nur zulassen dass meine Mutter mir nie wieder etwas bedeutet, sie wäre am Boden zerstört!“ Martjes wollte dem Empiel gerade erneut klar machen dass er kein Interesse daran hatte genauso zu werden wie er als plötzlich einen Schrei vernahm. „Wer ist dass denn??“ schrie Fuma mit einem spöttischen Unterton. Mit sicheren Schritt wie man es von ihm gewohnt war und wie immer mit seiner Gruppe im Schlepptau näherte er sich den beiden. Erst ein paar cm vor dem Empiel blieb er schließlich stehen und begutachtete sein Gesicht. „Na los wer bist du und was willst du hier? Scheinst ein ziemlich großer Verlierer zu sein wenn du mit einem Freak wie dem da redest“ sagte Fuma während er sich auf seine Zehenspitzen stellte um größer zu wirken. Dann geschah alles recht schnell. Innerhalb von einer Sekunde zog der Empiel ein langes japanisches Kampfschwert und schnitt damit Fumas Kopf in der mitte hindurch. Alle anderen standen wie versteinert da und beobachteten mit weitaufgerissenen Augen wie Fumas obere Schädelhälfte langsam von der unteren herunterrutschte und schließlich mit einem lauten platschen auf dem Boden aufkam. Schließlich sprach der Fremde wieder in der immer noch ruhigen Stimme: „Siehst du Martjes, solche Personen sind nutzlos, ihr Leben erfüllt keinen Sinn also muss man sie entsorgen.“ Dann steckte er sein Schwert in die Scheide zurück und bedeckte sein Gesicht mit einem Schal. „Denk darüber nach Martjes, solltest du zu einem Entschluss kommen dann ruf meinen Namen- Jenel!“ Mit diesen letzten Worten verschwand Jenel im dem er hoch in die Luft sprang und mit Flügeln die denen eines Drachen glichen davon flug! Martjes wusste nicht was auf ihn zukommen würde, er wusste nur eins, sein Leben würde nach diesem Tag nie wieder so sein wie es einmal war.
Episode 2
Für ein paar Sekunden herrschte völlige Stille auf dem Pausenhof. Doch dann, als ob jemand den Ton wieder angeschalten hatte, brach eine laute Welle von Kreischen und Schreien herein. Martjes schaute nachdenklich durch die Runde. Viele der Mädchen weinten, eines kniete über Flima und flüsterte sich mehrmals ein schockiertes „Nein“ zu. Martjes konnte ihr anerkennen dass sie Flima gern in die Arme genommen hätte sich jedoch von dem gespaltenen Schädel ekelte. Doch das war für ihn im Moment Nebensache, es gab Wichtigeres über das er sich Gedanken machen musste. „Warum ich? Warum soll unter all den Millionen Menschen der Erde ausgerechnet ein Verlierer wie ich Empiel werden? Was geht hier überhaupt vor sich? Ich hatte nie an das Übernatürliche geglaubt und nun bricht es in meine Welt ein.“ Dachte sich Martjes ehe eine Hand sein Hemd ergriff und ihn gegen einen Baum drückte. Trogial, der nun seine volle Konzentration erhielt, schaute ihn zornig und mit Tränen in den Augen an. „Wer war das verdammt? Du kennst den doch, sag mir auf der Stelle wer das war!“ schrie dieser aufgebracht. Martjes hingegen schüttelte nur mit dem Kopf und antwortete: „Ich hab ihn selbst zum ersten Mal getroffen.“ Man konnte Trogial ansehen dass sein Zorn durch diese Antwort um einiges anwuchs. „Verarsch mich nicht, Freak!!“ schrie er während er Martjes zu Boden schleuderte. Dann sprang er auf seinen Bauch und fing an aus Martjes Gesicht einzuprügeln. Dieser ließ das ganze mehr oder weniger emotionslos über sich ergehen. Er war betäubt von der Traumwelt in die er erneut hineinflüchtete und nahm die Schläge Trogials beinahe nicht mehr wahr. „Vielleicht hatte Jenel doch recht. Es kommt mir vor als würde jedes Gefühl früher oder später in Hass münden. Warum schlägt mich dieser Junge? Habe ich seinen Freund getötet? Es ist der Hass in ihm, der seine Vernunft bezwingt!“ Eine laute Sirene beendete schließlich die Schläge von Trogial. Kurz nachdem dieser aufgestanden war erhob sich auch Martjes wieder. Er bemerkte wie ihn die Umstehenden anstarrten. Als er in die Gesichter der Menschen blickte konnte er in so manchem Augenpaar eine deutliche Furcht erkennen. Er wusste jedoch nicht warum bis er etwas genauer auf das Geflüster der Leute achtete: „Nicht einen Kratzer, er hat nicht einen Kratzer!“ Martjes fasste sich an sein Gesicht, sie hatten recht er hatte tatsächlich trotz der heftigen Schläge von Trogial keinen Schaden erlitten.
Eine halbe Stunde später saß er auf der Wache einem Polizeibeamten gegenüber. Im Polizeiauto hatte er die Zeit damit verbracht parallel über die Tatsache nach zu denken, dass er anscheinend unverletzlich war und sich eine gute Geschichte auszudenken um die Begegnung mit Jenel zu erklären. Würde er ihnen erzählen, dass Jenel ein Empiel ist, erklärten sie ihn sicher für verrückt.
Schließlich eröffnete der Beamte dann das Gespräch: „Also, wir haben gehört dass du mit dem Mörder eine Unterhaltung geführt hast kurz vor der Tat, könntest du uns wohl schildern was er dir da gesagt hat?“ Martjes schaute zu Boden, denn er wollte dem Polizisten sicher nicht in die Augen schauen während er sprach. Er ließ noch einmal die Geschichte die er sich ausgedacht hatte in seinem Kopf ablaufen und antwortete dann: „Er war Mitglied in einer Gang, er wollte das ich bei ihnen mitmache. Ich weiß selbst nicht warum sie ausgerechnet mich anheuern wollten.“ Der Polizist schlug mit einem Bleistift mehrmals auf die Tischkante und stellte seine nächste Frage: „Hat er dir den Namen der Gang oder seinen eigenen verraten?“ Martjes beschloss das er den Begriff „Empiel“ vorerst für sich behalten sollte und antwortete dementsprechend: „Er hieß Jenel, den Namen der Gang nannte er jedoch noch nicht.“ Daraufhin nahm der Polizist noch die Personalien von Martjes auf und lies ihn dann schließlich gehen.
Martjes war froh nicht länger in der Polizeistation zu sein als er mit einer alten Cola Dose fußballspielend an den Häuserreihen vorbeischlenderte. Dann fiel ihm plötzlich ein Mann auf der auf einer der Haustreppen saß und in einen rotem Kapuzenmantel gehüllt war. Er hatte ihn seit ein paar Wochen des öfteren herumhocken sehen. Er begann sich zu fragen ob er vielleicht auch ein Empiel war. Jedoch kam es ihm so vor als würde er unter Verfolgungswahn stehen, sodass er sich einredete es würde sich um einen herkömmlichen Bettler handeln. Ungefähr 20 Minuten später hatte er den Mann bereits wieder vergessen und stand vor der Eingangstür zu seinem Haus. Kurz nachdem er die Tür aufgesperrt hatte stürmte bereits seine Mutter auf ihn zu und umarmte ihn. „Wo bist du nur gewesen, ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht. Ich habe von einem der Nachbarn erfahren was in der Schule los war. Ist dir auch nichts passiert?“ seine Mutter redete so schnell dass Martjes nur schwer verstehen konnte was sie sagte. Dann antwortete er: „Nein Mutter mit mir ist alles in Ordnung! Ich brauche jetzt nur ein bisschen Zeit zum Nachdenken!“ Seine Mutter lächelte ihn an, er konnte ihr ansehen dass sie erleichtert war ihn zu sehen. Dann erwiderte sie: „Ist gut Martjes, sag bescheid wenn du Hunger bekommst!“ Martjes nickte und ging die Treppen nach oben auf sein Zimmer. „Mutter ist immer so verständnisvoll, wie könnte ich je zu lassen dass sie mir nichts mehr bedeutet? Nein ich werde meine Seele behalten!“
Martjes öffnete die Tür zu seinem Zimmer und erschrak! „Was zum Teufel tust du hier?“ fragte er Jenel der es sich auf Martjes Fensterrahmen bequem gemacht hat. Jedoch ging er überhaupt nicht auf die Frage ein die Martjes ihm gestellt hatte sondern sprach: „Du scheinst deiner Mutter viel zu bedeuten! Anscheinend ist das der Grund warum du dich nicht von deinen lästige Gefühlen befreien willst.“ Martjes nickte und antwortete bissig: „Du hast es erfasst und jetzt verschwinde, ich habe bereits genug ärger wegen dir bekommen!“ Selbst jetzt noch sprach Jenes in dieser beruhigenden und vertrauten Stimme als ob er Martjes damit verzaubern wollte: „Sag mir eins, glaubst du Sie würde sich auch um dich sorgen wenn du nicht ihr Sohn währst? Es geht nicht darum dass sie dich mag, sie fühlt sich doch nur verpflichtet ihrem Kind beizustehen. Wärst du nicht ihr Kind würde sie dich wahrscheinlich auch nicht ausstehen können wenn du sie kennen würdest! Allerdings hat es das Schicksal so vorgesehen, die Eltern kümmern sich um ihre Kinder weil es ihre Aufgabe ist, sie haben einen Nutzen und das wird auch in der Welt so sein die wir erschaffen wollen.“ In manchen Punkten musste ihm Martjes in der Tat recht geben. Allerdings hatte er noch weiterhin seine Zweifel: „Aber macht es dann überhaupt einen Sinn zu leben wenn man nicht versucht das Leben auszuschöpfen?“ Martjes wischte die Haare die in sein Gesicht bei Seite und antwortete darauf überzeugend: „Gefühle wie Glück und Freude sind auch nur eine Illusion, auch dieses leben hier ist sinnlos! Es liegt jedoch nicht in unserer Hand zu entscheiden was Sinnlos ist und was nicht, es liegt einzig und allein in der Hand des Schicksals. Denk über meine Worte nach Martjes ich werde wiederkommen!“ Jenes wollte sich gerade aus dem Fenster stürzen als Martjes laut „Halt! Warte ich habe noch eine Frage!“ schrie. Jenes drehte ihm seinen Kopf zu und sagte: „Dann stelle deine Frage!“ Es gab etwas das Martjes unbedingt von ihm wissen wollte sodass er sprach: „Gibt es hier eigentlich noch weitere Empiels?“ Es hatte den Anschein als ob Jenes überlegen würde ob er ihm die Wahrheit sagen sollte oder nicht. Allerdings sagte er dann: „Ich bin einer der drei Engel es Neuanfangs, die beiden anderen wandeln auch in eurer Welt. Um genau zu sein ist einer von uns schon seit langer Zeit in deiner Nähe und beobachtet dich.“ Martjes dachte an den Mann im roten Kapuzenmantel. War es doch möglich dass er ein Empiel war? Er wollte Jenel gerade darauf ansprechen als er erkannte das dieser bereits sein Zimmer verlassen hatte. Martjes rannte zum Fenster hin und schaute hinaus, er konnte Jenel jedoch nirgends entdecken.
In der Zwischenzeit hatte es sich Jenel auf einem Ast bequem gemacht. Er beschloss bis zum nächsten Morgen zu schlafen um seine Kräfte zu sammeln. Dann riss er blitzartig seine Augen auf und erhob sich in die Lüft nur einen Augenblick bevor der Baum in tausend Stücke zersplitterte. Mehrere kleine Blitze huschten über den Boden die durch den Aufprall der Energiekugel entstanden. „Gabriel!“ schrie Jenel der geflügelten Person über ihn zu. „Was willst du hier?“ Gabriel der einen weißen Anzug trug ähnlich wie der von Jenel, antwortete in einer klaren Stimme: „Du darfst den Boten nicht auferstehen lassen! Du kannst dir nicht vorstellen was er anrichten wird sobald er sich seiner Seele entledigt hat!“ Jenel lächelte und erwiderte: „Ich weiß sogar Haar genau was er anrichten wird!“ In Gabriels Händen flackerte ein gefährliches Licht als er rief: „Du weißt nicht mit was du dich da einlässt!“ Nachdem er diesen Satz gerufen hatte führte er seine Hände zueinander hin und vereinigte die beiden Lichter zu einem großen. Die Lichtkugel wuchs noch einmal auf die dreifache Größe ihrer ursprünglichen Form ehe Gabriel die Kugel ausgestreckt über seinen Kopf hielt und sie auf Jenel schleuderte. Dieser konnte der Attacke gerade noch ausweichen wurde dann jedoch von der Wucht der Explosion weggeschleudert sodass erKopf voraus gegen eine Hauswand flog welche er durch die enorme Geschwindigkeit einriss. Triumphäischschwebte Gabriel, von seinen gefiederten Flügeln getragen, über den Haufen Schutt der vor kurzem noch ein Haus war. Dann musste er seine Augen bedecken, denn zwischen den Steinen schien ein grelles blendendes Licht hervor. Kurz darauf erhoben sich die Einzelteile des Hauses in die Lüfte und in ihrer Mitte schwebte mit leuchtenden roten Augen Jenel. Er hatte mittlerweile sein Kampfschwert gezogen und verkündete in einer rauen Stimme ganz und gar nicht ruhig wie dies sonst der Fall war: „Ich werde dich töten Engel!“ In einer schnellen Bewegung streckte Jenel seinen Arm aus und ließ einen herumwirbelnden Diskus aus arkaner Energie über seiner Hand erscheinen. „Stirb Jünger Gottes!“ schrie er während er den Diskus auf den Engel schleuderte. Der Diskus flog direkt auf Gabriels Gesicht zu! Dieser brachte es jedoch fertig der tödlichen Attacke gerade noch auszuweichen, allerdings hatte der Diskus trotz allem seine Wange gestriefen und eine blutende Wunde hinterlassen. Der Engel sah ein dass er sich verschätzt hatte. Sein Gegenüber war weitaus stärker als er selbst, er würde einen anderen Weg finden müssen um ihn aufzuhalten. Er ließ einen Strahl aus Licht in seiner Hand erscheinen der sich kurz darauf in sein vertrautes Schwert verwandelte. Damit schnitt er ruckartig ein Loch in die Wand dieser Dimension in das er flüchten konnte. „Wir werden uns wieder sehen Jenel!“ rief er seinem Gegner zu ehe er in dem Loch verschwand das sich kurz darauf wieder schloss. Der Empiel steckte sein Schwert zurück und dachte sich: „Engel... nichts weiter als feige kleine Kreaturen. Bald wird eure Zeit zu ende gehen, das schwöre ich dir Gabriel!“
Episode 3
Wie an jedem anderen Wochentag auch öffnete Martjes die Tür zu seinem Klassenzimmer. Allerdings war es an diesem Tag bei nicht so wie an den üblichen Schultagen. Wäre es wie immer gewesen hätte niemand bemerkt das Martjes das Zimmer betreten hatte, denn gar kam es ihm so vor als würde die Tür bei ihm jedes Mal auf das übliche Schließgeräusch verzichten weil er es einfach nicht wert war. Heute war es nicht so. Innerhalb eines Augenblicks verstummten alle Gespräche und sämtliche Blicke begannen seinen Schritten zu folgen während Martjes, sich durch die Situation ziemlich unwohl fühlend, auf seinen Platz zu ging. In den Augen seiner Mitschüler lag eindeutig Furcht!
Sein gemurmeltes „Morgen“ wurde jedoch wie immer nur von seiner Nachbarin erwidert. Ihre Blicke hatten ihn auch als einzige nicht verfolgt sondern waren weiter beständig auf das vor ihr liegende Buch gerichtet. In der Gegenwart von Brina – seiner Nachbarin - hatte er sich immer um einiges wohler gefühlt als dies bei dem Rest der Klasse der Fall war. Auch sie zog es lieber vor zu Schweigen wodurch sie auch nicht oft ein Wort miteinander gewechselt hatten innerhalb des Schuljahres. Von den restlichen Mitschülern wurde sie genauso wie Martjes gehänselt - nun nicht so sehr wie Martjes aber sie wurde es trotzdem ziemlich oft.
Gehänselt wurde an diesem Tag keiner der beiden. Es hatte den Anschein als würden alle befürchten Martjes könnte einen Killer auf sie losschicken wenn ihm ihr Verhalten ihm gegenüber missfallen würde. Aus den Getuschel der Zwischenstunden konnte Martjes des öfteren heraushören dass er und Jenel das Gesprächsthema Nummer 1 waren an diesem Tag. Was nicht sonderlich verwunderlich war den immerhin wurde nicht gerade an jedem Tag jemanden mitten auf dem Schulhofder Schädel in zwei Stücke geschnitten. Ein lauter Seufzer entwich Martjes als er endlich den Gong Schlag zur Pause vernahm.
Die Sonne brannte an diesem heißen Sommertag besonders stark herunter, sodass Martjes sich einen Platz im Schatten suchte der wie gewohnt soweit weg wie möglich von den anderen Schülern war. Er zog das Pausenbrot heraus dass ihm seine Mutter wie jeden Tag für die Pause mitgab und wollte gerade hineinbeißen als er es vor Schock fast fallen ließ. Unter einem der Bäume saß der Mann im roten Kapuzenmantel den er bereits gestern gesehen hatte. „Was tut er hier? Vielleicht ist er tatsächlich ein Empiel und verfolgt mich!“ Martjes packte seine Mahlzeit wieder ein und stand von seinem Platz auf. Lieber würde er in der Nähe der anderen Schülern bleiben als in der Nähe des ziemlich unheimlich wirkenden Fremden. „Bist du der Bote?“ Martjes drehte sich ängstlich zu dem Baum hin wo der verhüllte Mann saß doch er war plötzlich verschwunden. „Wer zum Teufel hat gerade diese Frage gestellt?“ krübelte Marjtes fast etwas panisch . „Du da! Bist du der Bote?“ Diesmal konnte Martjes erkennen aus welcher Richtung die Frage kam, sodass er sich nach rechts drehte und einen Mann mit einem langen schwarzen Stoffmantel entdecken konnte der einen dazupassenden schwarzen Hut trug. „Ich weiß nicht... ich heiße Martjes.“ Stotterte er ängstlich. „Du bist also der Bote!“ sprach der Mann in einer Angst einflössenden Stimme die ganz und gar nicht der von Jenel glich. „Es tut mir Leid Martjes aber ich kann dich nicht am leben lassen. Das Schicksal hat mir gesagt du wärst eine Bedrohung für die Erde.“ Martjes war gleichzeitig verängstigt als auch verwundert „Er ist also auch ein Empiel“ dachte er sich und sprach dann: „Du irrst! Jenel sagte mir das Schicksal hätte ihm die Aufgabe auferlegt mich zu einem Empiel zu machen!“ Der Empiel schaute Martjes musternd an und erwiderte: „Ich glaube viel mehr Jenel selbst irrt sich, ich bin ein Karten Magier und kann mit dem Schicksal persönlich kommunizieren!“ Martjes wollte darauf antworten brach dann jedoch ab als er beobachtete wie der Empiel eine Karte aus seiner Hand zauberte. Er kniff die Augen zusammen um erkennen zu können was auf der Karte abgebildet war. Das Motiv der Karte war eine Reihe blitzender Wurfmesser. Martjes begann panisch um sein Leben zu bangen, denn die Abbildung auf der Karte konnte unmöglich etwas Gutes verheißen. Dann sah er plötzlichnur noch einen roten Umhang vor seinem Gesicht im Wind flattern. Es war der Mann vor dem er gerade noch flüchten wollte! Er hatte Marjtes den Rückenzugekehrt und stand nun dem Karten Magier gegenüber während er in seiner rechten Hand ein langes Breitschwert hochhielt.
Mittlerweile hatten nun auch die anderen Mitschüler mitbekommen was sich auf dem Pausenhof abspielte. Einige hatten Lehrer geholt welche sich jedoch nicht trauten näher an die beiden Männer heranzutreten. „Du? Was willst du hier?“ fragte der Karten Magier. Martjes konnte schwören einen fernen Funken der Furcht in seinen Augen entdeckt zu haben. „Ich werde nicht zulassen das du ihn tötest Alexiel – Protka!“ Der Empiel drehte seinen Kopf zur Seite und zog ein selbstsicheres Grinsen „Das wollen wir doch erst einmal sehen!“ Mit einer schnellen Bewegung aus dem Handgelenk heraus warf der Kartenmagier die Messerkarte auf seinen Widersacher. Martjes wusste nicht was in mehr verwunderte, die Tatsache das die Karte fast wie ein Pfeil durch die Luft zischte oder die Tatsache dass sie sich während des Fluges verfünffacht hatte. Martjes hatte gut daran getan vor dem Beginn des Kampfes auf die Seite auszuweichen denn der Mann im roten Umhang war blitzesschnell verschwunden sodass die anscheinend Messerscharfen Karten Haarscharf an ihm vorbeizischten und in der Wand des Schulhauses bzw. zwischen den Augen von Mark, einem neugierigen Jungen aus Martjes Klasse stecken blieben. Alexiel – Protka hingegen konnte in letzter Sekunde entdecken dass der Mann im Kapuzenmantel hinter ihm aufgetaucht war und mit seinem Schwert bereits zum Schlag ausgeholt hatte. So brachte er es fertig dem Schlag mit einer gekonnten Duckbewegung auszuweichen und das herabzischende Schwert ins leere sausen zu lassen. Beinahe zeitgleich verpasste er dem leicht aus dem Gleichgewicht gekommenen Fremden einen gezielten Tritt in die Seite worauf dieser ein paar Meter durch die Luft flog, dann jedoch sicher auf den Beinen landete wobei er sich mit seiner freien Hand auf dem Boden abstützte. Der Katen Magier tat dem Fremden nicht den Gefallen ihm die Gelegenheit zu geben sich neu zu sammeln und zauberte drei weitere Karten aus seiner Hand die er dann in einem Dreieck vor sich in der Luft schwirren ließ. Martjes war gespannt darauf was nun passieren würde und konnte erkennen das auf jedem der Karten das Eckstück einer Pyramide abgebildet war. Alexiel – Protka hielt seine Hand in der Mitte des Dreiecks ausgestreckt und sprach teuflisch grinsend eine Art Zauberspruch. Kaum hatte er den Spruch vollendet begann jede Karte in ihrer eigenen Farbe zu leuchten (Eine in Gelb, eine in Blau und eine in rot) um dann plötzlich einen gleichfarbigen Energiestrahl aufden Boden abzufeuern der sich in einer rasenden Geschwindigkeit auf den Fremden zu bewegte. Auf dem Weg dorthin hinterließen die drei Strahlen eine tiefe Kraterspur, sodass man davon ausgehen konnte dass sie dem verhüllten Mann mit Sicherheit völlig ausgelöscht hätten, wäre dieser nicht aus der geduckten Stellung heraus in die Lüfte abgehoben. Wie auch Jenel hatte er Flügel, die jedoch viel eher an die einer Fledermaus erinnerten als an die eines Drachen.
Martjes musst feststellen dass die Fliegfertigkeit dem geflügelten Fremden einen verhofften Schutz versagen würde denn nur mit einer Handbewegung lenkte der Empiel die Strahlen in den Himmel hinauf. Getroffen wurde er nicht, denn bevor die Strahlen ihn erreichen konnten ließ der Mann im Kapuzenmantel einen dunklen Energieball in seiner linken Hand erscheinen um den kleine rote Blitze kreisten. Nur einen Moment später schleuderte er den kleinen Energieball auf Alexiel – Protka. Dieser brach reaktionsschnell seinen Angriff ab um eine weiter Karte herbeizubeschwören die das Bild eines Schildes trug. Er hielt sie im letzten Moment dem Energieball entgegen und erschuf somit eine Art Energieschild auf dem die Attacke abprallte. Unbeeindruckt setzte der Fremde zu einem weiteren Angriff an: In einer schwungvollen und geschmeidigen Bewegung holte er mit seinem Schwert aus, das er seinem Gegner kurz darauf entgegenschleuderte. Fast wie ein Meteor schwirrte es plötzlich von Flammen umgeben auf den Empiel zu. Diesmal verschwand jedoch das selbstsicheres Grinsen des Kartenmagiersund wurde durch einen Ausdruck der Panik ersetzt als das Schwert sein Schild durchbrach und sich einen Moment später durch sein Herz bohrte.
Der Fremde senkte sich nun wieder zu Boden zog sein Schwert aus Alexiel – Protkas Brust und löste sich ohne ein weiteres Wort zu verlieren in dunklen Rauch auf. Das war nun entgültig zu viel für die Besucher der Schule. Keiner konnte so recht glauben was er gerade zu sehen bekam, nicht einmal Martjes wusste so recht ob das nun wirklich passiert war oder ob er es vielleicht alles geträumt hatte. Wie gestern waren auch heute schon nach kurzer Zeit Polizei Sirenen zu hören. Doch nicht einmal dieses schrille Geräusch vermochte die Schüler aus ihrer Trance zu wecken. Jedeglich Martjes konnte sich wieder fassen. Ihm war klar dass man annehmen würde er währe in die ganze Sache verwickelt. Das schlimme daran war, dass heute gleich zwei Menschen auf dem Pausenhof ums Leben kamen, dieser Empiel und der Junge der eine Messerkarte zwischen die Augen bekommen hatte. Martjes war ziemlich verzweifelt als die zwei Polizisten mit ernster Mine direkt auf ihn zukamen. Dann riss er jedoch erstaunt seinen Mund auf als er beobachtete wie ein greller Blitz durch den Hals des einen Polizisten hindurchzuckte und seinen Kopf von den Schultern trennte. „Verschwinde von hier!“ rief Jenel durch den Schal der sein Gesicht verdeckte hindurch während er den Arm an jener Stelle ausgestreckt hatte wo vor ein paar Augenblicken noch der Polizist auf ihn zugegangen war. Ohne groß darüber Nachzudenken rannte Martjes los ohne sich ein weiteres Mal umzudrehen. Selbst als er eine Reihe Schüsse hörte lies er seinen Blick steif nach vorne gerichtet und lief auf den in der Nähe liegenden Wald zu.
Erschöpft ließ sich Martjes tief im Wald zu Boden fallen. „Wie konnte ich nur wegrennen? Verdammt ich werde in ne Menge Schwierigkeiten kommen. Was soll ich denn jetzt bloß tun? Wo soll ich nun hingehen? Vielleicht sollte ich nun wirklich meine Seele aufgeben das würde mir wenigstens die Angst nehmen!“ Er kniete nieder und richtete seien Blick in den Himmel empor: „Sag mir Gott... warum musste das alles passieren??“
Episode 4
“Jetzt ist es schon fast 10 Uhr! Und er ist immer noch nicht zurück. Was ist in letzter Zeit nur mit ihm los?“ Martjes Mutter saß besorgt an dem Küchentisch und schwenkte mit dem Blick immer wieder zwischen Uhr und Haustür. Schon seit Stunden wartete sie darauf dass ihr Sohn jeden Moment von der Tür hereinkommen würde. Doch dann als sie schon beinahe alle Hoffnung aufgegeben hatte öffnete sich quietschend die Tür. Sie sprang sofort von ihrem Stuhl auf und rannte auf den Eingang los um ihren Sohn erleichtert um den Hals zu fallen „Martjes! Ich habe mir solche....“ sie bruch schockiert ab. „Wer sind sie und wie sind sie in mein Haus gekommen?“ Statt eine Antwort zu geben kam der Eindringling näher während sein roter Umhang im Wind flackerte. „Verschwinden sie! Kommen sie keinen Schritt näher oder ich schreie!“ kreischteMartjes Mutter panisch. Unbeeindruckt und immer noch ohne ein Wort zu verlieren kam der Mann näher.
In der Zwischenzeit hatte sich Martjes wieder beruhigt und ging mit den Händen tief in den Hosentaschen vergraben nach Hause. „Wie soll ich das nur alles erklären? Mir wird kein Mensch der Welt glauben, sie werden mich höchstens für verrückt halten. Nun um ehrlich zu sein machen sie das bereits die ganze Zeit mit dem Unterschied dass dies nun in einer Art und Weise geschieht in welcher ich Aufmerksamkeit erhalte. So werden mich die Leute zumindest nicht mehr ansprechen!“ Martjes Gedanken schienen im Konflikt miteinander zu existieren, er wusste in der Tat selbst nicht mehr an was er glauben sollte. In Gedanken versunken stand er ehe er sich versah bereits vor seinem Haus. Fast hätte er nicht wahrgenommen wie der Fremde von heute Mittag über die Hausdächer gehuscht ist. „Was will der denn hier? Beobachtet er mich wieder?“Martjes schüttelte genervt den Kopf und ging auf die Eingangstür zu. Etwas war anders als sonst! „Warum steht denn die Haustür offen?“ fragte er sich etwas beunruhigt kurz bevor er einen Fuß in die Wohnung setzte. In der Luft lag ein fürchterlicher Gestank und er konnte bereits hier mehrere kleine Rauchschwaden erkennen. Durch eine böse Vorahnung inspiriert rannte er in die Küche, von wo der Rauch seinen Ursprung zu haben schien. Sein Blick viel als erstes auf den Ofen, aus dem der übelriechende Qualm aufstieg. „Ich schätze mal das Abendessen ist hinüber“ dachte sich Martjes während er seufzend die Klappe des Ofens öffnete. Er musste seinen Kopf hustend wegdrehen da er sofort von einer dicken Qualmwolke begrüßt wurde.Der üble Gestank brachte ihn beinahe dazu sich zu Übergeben als er die Backpfanne herauszog die sich in dem Ofen befunden hatte. Durch den heftigen Rauch konnte er jedoch kaum erkennen was sich in der Pfanne befand, sodass er mit dem Arm zu einem der Schubläden griff und eine lange Grillgabel herauszog. Hustend steckte er die Gabel in das verkohlte Abendessen welches er noch immer nicht identifizieren konnte da er gezwungen war seinen Kopf nach Luft schnappen von der Pfanne wegzuhalten. Er stocherte eine Weile darin herum bis er es schließlich schaffte einen Brocken mit der Gabel aufzuspießen. Er zog das Grill Werkzeug hervor und wandte sich sofort würgend von dem Ofen ab. Er verschnaufte kurz und hielt den Brocken schließlich zur Begutachtung hoch.
Als er erkannte um was es sich handelte riss er schockiert die Augen auf. Er hatte ein verkohltes Ohr aufgespießt! Er ließ die Gabel im gleichen Moment angewidert fallen und begann sich zu übergeben. Als er sich wieder aufrichten wollte griff er nach dem kleinen Standtischchen das seine Mutter damals in der Ecke des Raumes platziert hatte. Das Einzige was er damit erreichte war des er ein weiteres mal zu Boden fiel und den kleinen Tisch mit sich riss. Dann sah er plötzlich wie ein Notizzettel vor seinen Augen langsam auf den Boden landete. Martjes richtete sich schließlich auf und ergriff den kleinen Zettel. Dann begann er die Buchstaben zu lesen die anscheinend von seiner Mutter hektisch hinaufgekritzelt wurden: „Die ganze Zeit musste ich darüber nachdenken wo du sein könntest, mein gesamter Kopf hat geraucht vor lauter Nachdenken. Im Ofen steht was zu Essen ich bin im Wohnzimmer und schaue fern!“ Martjes zerknüllte wütend den Zettel und eilte sofort ins Wohnzimmer. Dann fiel er weinend auf die Knie als er den Anblick ertragen musste der sich ihm bot. Nicht nur das der Fernseher lief und seine kopflose Mutter so platziert war als würde sie zuschauen, jemand hatte ihr mit Klebeband einen Teller am Rumpf ihres Halses befestigt auf dem ein lachendes Gesicht gemalt war. Eine Welle voll Zorn und Trauer durchging seinen Körper als er auf die Decke des Zimmers blickte und so laut wie er noch nie in seinem Leben geschriehenhatte „NEIN!!!“ kreischte.
Martjes lag noch viele Stunden weinend auf dem Boden ehe er einschlief. Als er am nächsten Morgen erwachte hatte er nur eines im Sinn: „Sich an dem Mörder seiner Mutter zu rächen!“ Er wusste mittlerweile dass es sich um einen Empiel handeln musste, würde er Jenel finden würde er sicher auch bald den Mann im roten Kapuzenmantel ausmachen!“ So durchsuchte er vom Zorne angepeitscht stundenlang die gesamte Stadt. „Er taucht doch sonst immer auf! Wo ist dieser verdammte Empiel?“ Als ihm dieser Gedanke durch den Kopf schoss bemerkte er dass er auf dem Schulhof stand. Die anderen waren vermutlich alle im Klassenzimmer. Würde einer seiner Mitschüler ihn heute nur ein einziges mal auf eine Weise ansprechen die ihm missfällt würde er denjenigen wahrscheinlich umbringen. Dann erinnerte er sich plötzlich an die Worte die ihm Jenel vorgestern mitteilte: „Solltest du dich entschieden haben, schrei einfach meinen Namen!“ Kurz darauf öffnete Martjes seinen Mund und ließ einen gewaltigen Schrei los: „Jenel! Komm sofort her Jenel!“ Er war ziemlich verwundert als er bereits jetzt eine Antwort erhielt: „Was ist? Hast du dich entschieden?“ Er wandte sich sofort zu Jenel um der hoffnungsvoll hinter ihm stand und sprach zornig und mit Tränen in den Augen: „Dein Komplize hat meine Mutter getötet du Schwein!“ Jenel runzelte verwundert mit der Stirn: „Brina? Das glaube ich nicht! Wir waren uns im Klaren darüber dass du uns nie helfen würdest wenn wir deine Mutter töten würden.“ Normalerweise wäre Martjes wohl ziemlich schockiert darüber gewesen zu erfahren dass Brina ein Empiel war, obwohl sie mit ihrer Art ganz gut ins Bild passte. In diesem Moment gab es aber wichtigeres über das er sprechen musste sodass er antwortete: „Ich rede nicht von Brina! Ich rede von dem Mann im roten Kapuzenumhang der mich gestern noch von deinem anderen Komplizen beschützt hat, der versuchte mich umzubringen ganz nebenbei!“ Jenel schaute beinahe Entsetzt, einen solchen Gesichtsausdruck hatte Martjes noch nie bei ihm gesehen. Beunruhigt erwiderte er schließlich: „Ein Mann mit roten Kapuzenumhang sagst du? Das kann nur einer sein...“
„Luzifer! Solche Spielereien passen zu dir, du konntest es dir wohl nicht verkneifen ihre Leiche dermaßen zu entwürdigen!“ sagte Brina in ihrer sanften Stimme während sie dem im roten Kapuzenumhang verhüllten Erzteufel auf einem der Hausdächer gegenüberstand. „Du hättest sein Gesicht sehen sollen!“ sprach Luzifer und ließ einen dämonisches Lachen von sich. „Du vergisst das ich keine Gefühle besitze und würde es nicht so sein bezweifle ich stark das ich daran Gefallen finden könnte.“ Luzifer deutete seine Kampfbereitschaft an indem er sein Breitschwert zog, sprach dann jedoch wieder: „Ihr Empiel seit so lächerlich! Ihr wisst gar nicht was ihr ohne eure Gefühle verpasst. Martjes hingegen wird noch viel Freude am töten finden wenn Jenel erst einmal sein Herz gereinigt hat!“ Brina schaute ihn ein wenig ungläubig an und erwiderte: „Was meinst du damit? Wenn Jenel ihn reinigt wird er ein Empiel werden wie ich und allein für das Schicksal kämpfen!“ Als er diese Worte hörte ließ Luzifer erneut ein dämonisches Lachen von sich und sprach in einem hämischen Unterton: „Ihr seit solche Narren wenngleich auch sehr nützliche Werkzeuge. Ich selbst hätte sein Herz wohl nie reinigen können. Aber ich musste es ja auch nicht tun, alles für das ich sorgen musste war das er jeglichen gefallen an dieser Welt verliert. Und nun wird Jenel ihm alle Gefühle aus dem Herzen waschen bis auf eines – Hass!“ Brina starrte ihn schockiert an und konnte kaum glauben was ihre Ohren vernahmen. Unsicher stotterte sie „A... Aber die Prophezeiung...“ Der Erzteufel musste erneut lachen ehe er antwortete: „In der Prophezeiung steht er würde die Erde von den Insekten befreien die an ihr nagen. Damit ist alles Leben gemeint: Menschen, Wälder, Tiere, Flüsse, Berge und auch ihr Empiels! Sei es von Nutzem oder nicht, er wird es zerstören! Und ein neues Zeitalter wird anbrechen, ein Zeitalter in dem alles Leben erlischt und die Pforten der Hölle mit Seelen überschwemmt werden! Ihr törichten Narren, ihr habt die Prophezeiung stets falsch gedeutet, allein Alexiel – Protka hat sie verstanden, doch der ist jetzt tot.“ Brina verschwendete keine Sekunde länger damit zu antworten sondern sprang sofort von dem Hausdach herunter und landete mit den Füßen auf der Straße. „Ich muss Jenel aufhalten! Er darf Martjes unter keinen Umständen reinigen!“ Sie wollte gerade losrennen als plötzlich Luzifer wieder vor ihr stand. „Dachtest du wirklich ich würde dich jetzt einfach so entkommen lassen?“ sprach er in seiner bösartigen und klaren Stimme. Brina sprang ein Stück zurück und machte mit ihren Händen eine Bewegung die anscheinend einen Zauber herbeibeschwören sollte. Kurz darauf bebte die Erde um den Erzteufel herum was diesen anscheinen stark beunruhigte da er sofort in seine Kampfhaltung ging. Brina hatte ihren Zeigefinger angewinkelt als ob sie den Zauber damit bereithalten würde, dann lies sie ihn plötzlich nach oben schnallen. Luzifer brachte es nicht fertig schnell genug zu reagieren als duzende Wurzeln aus dem Erdreich empor keimten und seinen Körper festhielten. Brina indessen nutzte die Situation und lokalisierte Jenel indem sie den Erdboden nach seinem Aufenthaltsort befragte. Sie berührte das kühle Gras eine kurze Weile bis sie schließlich nickte und anscheinend eine Antwort erhielt. Einen Augenblick später hatte sie sich bereits wieder aufgerichtet und rannte zu dem Ort hin an dem sich Jenel derzeit befand. Luzifer hingegen versuchte noch immer sich von den lästigen Wurzeln zu befreien. Mit der Zeit baute sich eine gewaltige Wut in ihm auf, bis schließlich ein feuriges Glühen in seinen Augen entstand das aus der Dunkelheit der Kapuze herausstach. Er ließ einen von Hass zeugenden Schrei los während die Wurzeln um ihn herum zu Asche zerfielen. Dann erhob er sich in die Lüfte um Brina zu entdecken. Allerdings wurden seine adlerhaften Augen kurz darauf von einem grellen Licht geblendet, sodass er gezwungen war den Arm schützend vor sein Gesicht zu heben. Noch zorniger als es bereits vorher der Fall war schrie er dann: „Gabriel... Ich werde dich in Stücke zerreißen!“
Martjes blickte Jenel unsicher an. Dann sprach er in seiner Verzweiflung: „Ich ertrage diese Schmerzen nicht länger! Befreie mich endlich davon, ich will dass du mein Herz reinigst Jenel!“
Episode 5
Ohne in irgend einer Form Freude über Martjes Entscheidung zu zeigen nickte Jenel nur ruhig. „Gut, dann komm mit mir zum Schicksalstempel nur dort verfüge ich über die Kräfte das Herz einer Person zu reinigen. Nimm meine Hand ich werde dich dort hinbringen!“ sprach er schließlich während er Martjes die Hand reichte. Kurz darauf hielt er Martjes mit festem Griff an der Hand und erhob sich mit ihm in die Lüfte. Anfangs hatte Martjes die Augen geschlossen ließ sich jedoch dann von der Neugier dazu verleiten einen Blick nach Unten zu werfen. Martjes war begeistert davon so frei in der Luft zu schweben und die Welt unter sich zu betrachten. „Wenn ich erst einmal ein Empiel bin werde ich sicher selbst fliegen können, dann bin ich frei! Frei von allen Lasten!“
„So sieht man sich wieder Luzifer, es ist in der Tat lange her!“ rief Gabriel von oben herunter dem Erzteufel zu. „Eins schwöre ich dir Engel, dass hier wird unser letztes Aufeinandertreffen sein!“ erwiderte Luzifer den Arm immer noch vor seine Augen haltend um sie vor dem blendenden Licht zu schilden. „Dieses Mal muss ich dir Recht geben Erzteufel“ sprach Gabriel mit ernster Mine kurz bevor er einen Schrei von sich gab der seinen Angriff ankündigte. Immer noch hell leuchtend stürzte er auf Luzifer herab. Dieser Kniff seine Augen zusammen um zumindest die Umrisse seines Gegners zu erkennen. Dann konnte er ihn schließlich entdecken – direkt vor ihm das Schwert zum Schlag ausgeholt! Seiner Geschicklichkeit war es zu verdanken das Luzifer in letzter Sekunde das Schwert hoch bekam um den Angriff des Engels zu vereiteln. Blitze zuckten auf an der Stelle an der sich die Schwerter trafen. An Gabriels Stirn liefen Schweißperlen hinunter als er mit aller Kraft sein Schwert gegen das von Luzifer drückte um sich einen Vorteil zu erkämpfen. Dann sah er plötzlich durch die Kapuze hindurch das Feuer dass in den Augen des Teufels brannte. Er erkannte auch die Energieschwaden die von seinem Körper weggingen und einen gewaltigen Angriff ankündigten. Es war zu spät für den Engel um darauf zu reagieren denn der Teufel ließ einen ohrenbetäubenden, schrillen Schrei los der einen gewaltigen Sturm entfesselte. Gabriel wurde weit durch die Lüfte geschleudert und musste ansehen wie der Sturm alles in einem Umkreis von 300 m niederriss. Seine Haut brannte als der Sturm ihn in der Luft tanzen ließ, er fühlte sich als würde er sich jeden Moment in seine Einzelteile auflösen. So wäre es auch gekommen gehörte Gabriel nicht der Engelsrasse an. Als der Sturm schließlich nachließ fiel der Engel erschöpft zu Boden, denn es hatte ihn fast alle Kräfte geraubt diese mächtige Attacke zu überleben.
„Du bist zäher als ich dachte Gabriel! Allerdings macht es eigentlich keinen Unterschied ob du ein paar Sekunden früher oder später stirbst.“ Sagte Luzifer mit einem Hauch Wohlgefallen während er eine Art roten Nebel erschuff der um seine linke Hand tanzte. Langsam streckte er seinen Arm nach dem Engel aus und konnte sich ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen. Dann begann der Nebel schneller um seine Hand zu kreisen bis er sich schließlich zu einer Kugel zusammentat und auf den Engel nieder sauste. Gabriel riss panisch die Augen auf als der Nebel auf ihn traf und in seinen Körper eindrung. Sein Kopf schnallte hoch während er keuchend nach Luft rang. Dann entstanden plötzlich die erste Falten in dem normalerweise schönen Gesicht des Engels. Immer noch nach Luft ringend fasste er sich mit seinen Händen an die Wangen, seine Finger waren grün und dünn geworden. Schließlich wurden auch seine Haare Grau sein Gesicht schien nur noch aus bleicher Haut und Knochen zu entstehen. Seine Augen wahren weiß geworden und zerbröselten wenige Momente später in Staub. Kurz darauf war nur noch ein von schrumpliger, fauler Haut umgebenes Skelett von dem Engel übrig. Luzifer hatte einen Verdorrzauber auf ihn gewirkt, den qualvollsten Zauber den er kannte. „ Das wäre erledigt! Nun ist es an der Zeit diese nervige Empiel Druidin zu entsorgen.“ Sprach sich Luzifer leise zu kurz bevor er wieder in die Lüfte stieg um Brina auszumachen.
In der Zwischenzeit war Brina am Schulhof angekommen den sie jedoch völlig menschenleer auffand. „Verdammt sie müssen bereits auf dem Weg zum Schicksals Tempel sein!“ kombinierte sie in ihrem Kopf und begann etwas unverständliches in den Wind zu flüstern. Nur einige Augenblicke später stürzte plötzlich ein riesiger Adler auf den Schulhof herab und landete direkt vor Brinas Füßen.
Martjes stand beeindruckt vor dem riesigen Tempel dessen verzierte Wände die Geschichte der Zeit zu erzählen schienen. „Wir sind angekommen!“ sagte Jenel der neben ihm stand. Martjes schaute den Empiel kurz fragend an, sprach dann jedoch: „Gehen wir hinein?“ Jenel nickte ruhig, öffnete kurz darauf die gewaltigen Eisentüren und geleitete Martjes zu dem goldenen Schrein der am anderen Ende des Tempels platziert war. Darauf stand ein einfacher Kelch, ohne jegliche Verzierung oder andere Dinge die auf eine hohe Bedeutung hinweisen würden. Martjes warf einen Blick darauf und konnte erkennen dass er beinahe bis zum Rand mit einer klaren Flüssigkeit die Aussah wie Wasser gefüllt war. Er begann sich zu fragen ob der Inhalt des Kelches genießbar war. Die Flüssigkeit musste sich schon seit langer Zeit in dem Kelch befinden und es gab nichts was so lange Zeit überdauern konnte ohne zu faulen. So fragte er Jenel: „Was ist das für eine Flüssigkeit in dem Kelch?“ Daraufhinnahm der Empiel den Kelch in die Hand und antwortete: „Es ist reines Wasser, welches du aus diesem Kelch trinken musst!“
Endlich kam der Tempel in Sichtweite, Brina hatte es beinahe geschafft. Die Hoffnung die sie meinte verloren zu haben keimte nun wieder auf. Wenn auch nicht für lange! Ein Energiegeschoss hatte sich durch das Herz des Adlers gebrannt, sodass dieser mit Brina auf dem Rücken zu Boden stürzte. Kurz bevor der tote Körper knochenzerschmetternd aufprallte sprang Brina ab und landete mit festen Fuß auf dem feuchten Waldboden. Neben ihr stand bereits Luzifer! „Dachtest du in der Tat es wäre so einfach mich abzuschütteln? Du törichte Närrin!“ Brina hatte keine Zeit zu verlieren, sie musst Luzifer mit allen Mitteln ein weiteres Mal aufhalten! Sie streckte ihren rechten Arm zu Seite aus und vollbrachte mit ihrer Hand eine Greifbewegung. Als sie den Arm nach oben schnallen ließ erhob sich zeitgleich ein Baum von seinen Wurzeln. Die Stelle an der er gebrochen wurde war gefährlich Spitz, sodass er den Eindruck einer riesigen Lanze gab. Dann richtete sie den Arm auf Luzifer, was den Baum auf sein Ziel sausen ließ. Dieser stand jedoch weiter fast unbeeindruckt da und zog erst im letzten Moment sein gewaltiges Breitschwert mit dem er den Baum in einem Schlag in tauende kleiner Splitter zerschellen ließ. „Zeit zu sterben kleine Druidin!“ sprach der Erzteufel vergnügt kurz bevor er in einem tausendstel Bruchteil einer Sekunde verschwand und mit blutiger Klinge 10 Meter hinter Brina wieder auftauchte. Diese war völlig versteinert und hatte ihre Augen starr aufgerissen, einen Moment bevor ihr Körper der länge nach in zwei Teile zerfiel und jeweils nach rechts und links zu boden stürzte. Luzifer leckte lustvoll das Blut von seiner Klinge und begab sich kurz darauf zum Tempel, dort wo ein Spektakel wartete das er unter keinen Umständen verpassen wollte.
Martjes hob den Kelch zu seinem Munde hin und legte die Lippen langsam auf den Rand des Gefäßes. Dann ließ er das Wasser das verwunderlich kühl war in seinen Rachen fließen. Inzwischen hatte Jenel den Zeigefinger auf seine Stirn gestützt und sprach eine Art Zauberspruch in einer Sprache die Martjes völlig fremd war. Er konnte spüren wie das Wasser durch seinen Körper ging und dabei alle Sorgen wegwusch. Er fühlte sich nicht länger traurig, jedoch auch nicht glücklich. Genaugenommen fühlte er gar nichts mehr. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt indem es plötzlichin ihm aufstieg, das Schlimmste aller Gefühle! Der blanke, reine Hass!!
Jenel senkte seinen Zeigefinger nieder und fragte Marjtes vorsichtig: „Sag, wie fühlst du dich?“ Martjes blickte ihn nicht an er hatte den Blick nach unten gerichtet. In seinen Augen war alles lebendige verschwunden und alles weiche schien aus seinem Gesicht verbannt zu sein. Plötzlich richteten sich seine Haare auf und tanzten in der Luft wie Feuer. Duzende kleiner Energie Funken stiegen vom Boden des Tempels um Martjes herum in die Luft hinauf. Jenel bemerkte die mächtige Aura die von Martjes ausging, sodass er mit einem Hauch Sorge fragte: „Martjes? Was ist los mit dir?“ Dieses mal erhielt der Empiel schließlich eine Reaktion, wenngleich sie nicht so aussah wie die, die er sich erhofft hatte. Langsam erhob der auferstandene Bote seinen Arm und hielt die Handfläche Jenel entgegen. Dann wurde dieser von einer Kraft wie er sie noch nie zuvor in seinem Leben gespürt hatte mit Samt der Tempelwand weggeschleudert! Jenel landete vor Schmerzen stöhnend direkt vor den Füßen Luzifers. Diesen bemerkte der Empiel anscheinend nicht da er anfing schockiert vor sich hin zu murmeln: „Wie konnte das passieren? Er ist völlig von Hass gelenkt!“ Der Erzteufel der nun in eine Hocke gegangen war und Jenel ins Gesicht blickte musste lachen. Er hatte seine Kapuze heruntergezogen und offenbarte seit langem einmal wieder sein hübsches Gesicht, dass dem eines Engels gleichkam. Dann flüsterte er Jenel leise ins Ohr: „Ich will dir sagen wie das passieren konnte. Du warst so versessen darauf das Schicksal wieder in seiner früheren mächtigen Stellung zu sehen, dass du die Worte des Karten Magiers für irrsinnig erklärt hast. Fehler wie sie sonst nur Menschen machen!“ Jenel schienen anscheinend die Wörter zu fehlen sodass er nur schweigend auf dem kühlen Boden des Waldes liegen blieb. Indessen richtete sich Luzifer wieder auf und öffnete ein Portal zur Unterwelt. Bevor er hindurchschritte sagte er jedoch noch: „Ich werde jetzt lieber gehen, hier könnte es noch ziemlich gefährlich werden!“ Dann verließ er schließlich lachend diese Welt.
Plötzlich schoss ein gewaltiges, blendendes Licht in den Himmel hinauf während der Tempel in seine Einzelteile zerfiel. Inmitten der Lichtsäule schwebte, mit einem Gesichtsausdruck der an Kälte nicht zu überbieten war, Martjes. Jenel wusste nicht wie er seinen Fehler ausmerzen konnte, er blieb weiter auf dem Boden und dachte sich das er genauso gut sterben konnte, aufhalten konnte er den Boten des Untergangs so oder so nicht. Langsam verging das Licht und Martjes erhob seine Hände zum Himmel empor auf denen kurz darauf eine zuckende Energiekugel entstand. Fassungslos schaute Jenel nach oben als er die mächtige Zerstörungskraft der Kugel spüren konnte. Er hatte noch nie miterlebt wie jemand so viel Energie in einer Kugel von dieser Größe komprimieren konnte. Martjes schloss noch einmal seine Augen um den Moment seiner Auferstehung zu genießen. Dann schnallten seine leeren Augen plötzlich wieder auf und kündigten damit gleichzeitig den Anbeginn einer neuen Zeitrechnung an. Schweigend und ohne einen Schrei der Zerstörungslust schleuderte er die Energiekugel ziellos auf den Boden.
Wenige Sekunden später war alles in einem Umkreis von Ungefähr 100 km zerstört, die Berge, die Wälder, die Tiere, die Häuser mit ihren Bewohnern und auch alles andere was sich in dem Wirkungsbereiches des Angriffes befand. Martjes zeigte noch immer keine Reaktion, noch immer schwebte er in der Luft und schaute mit gleichgültigen Blick auf die Erde herab.
„Der Bote ist auferstanden Meister!“ sprach Luzifer zu Mephisto dem Oberteufel aller Höllen. „Ich habe schlechte Kunde Luzifer. Rosiel ist wiederauferstanden! Es kommt mir so vor als hätten ihn die Wehklagen der Erde aufgeweckt.“ Teilte der Oberteufel seinem loyalen Diener mit. „Machen Sie sich keine Sorgen Meister, ich habe die Macht des Boten gesehen, nicht einmal Rosiel vermag ihn mehr aufzuhalten!“
Episode 6
„Na los du blöder Zeiger, nur noch ein kleines Stück!“ feuerte Tiala den Uhrzeiger unnötigerweise an. Bald würde der erlösende Gongschlag den Beginn der Mittagspause ankündigen was sie dazu bewegte das Herunterzählen der restlichen Sekunden in den Vordergrund zu stellen während die Lehren des Wirtschaftslehrers immer mehr zu einer Ansammlung unverständlicher Geräusche wurde. 57, 58, 59 Pause!! Sie bekam die Hand nicht früh genug vor den Mund um den Freudenschrei zu dämpfen, der ihr einen skeptischen und auch ein wenig verletzten Blick ihrers Lehrers bescherte. Sie senkte leicht errötet den Kopf, tat ihm jedoch nicht den Gefallen sich zu entschuldigen. Dann huschte sie zusammen mit ihrer Banknachbarin und zugleich besten Freundin Franzil aus dem Klassenzimmer wobei sie peinlich genau darauf achtete Augenkontakt mit ihrem Lehrer zu meiden.
Kurze Zeit später saßen sie zusammen vor einer Portion Pommes und tauschten gegenseitig die aktuellsten Neuigkeiten aus wobei sie abwechselnd, in der Lautstärke je nach Lustigkeitsgrad variierend, zu kichern begannen. Tiala war ein lebensfrohes Mädchen dass eine bemerkenswert attraktive Figur besaß. Ihr hübsches Gesicht wurde von einer niedlichen Stubsnase gekrönt. Nachdem Tiala dank einer eifrigen Bewegung den Kampf um die letzte Fritte gewonnen hatte schlenderte sie zusammen mit Franzil gut gelaunt auf den Pausenhof wo sich der Rest der Klasse bereits um eine im Schatten liegende Bank versammelt hatte. Das Gesprächsthema war das gleiche wie in den letzten Tagen auch - Martjes in Verbindung mit den tragischen Ereignissen auf dem Pausenhof. Weder Franzil, noch Tiala waren Personen die sich schnell verrückt machen ließen. Eine Eigenschaft die ihre Mitschüler allerdings nicht teilten. „Hab ihn heute Morgen vom Bus aus heulend durch die Straßen rennen sehen. Wahrscheinlich kann sich seine Mutter den Profikiller nicht länger leisten!“ tönte Trogial über seinen eigenen Scherz lachend. Tiala hatte keine Lust zu entscheiden ob er mit solchen Sprüchen seine Panik überspielen wollte oder schlicht und einfach geschmacklos war. Seine Art missfiel ihr in jedem Fall, sodass sie verärgert sprach: „Hast du sie eigentlich noch alle? Die Sachen über die du hier Witze machst sind schrecklich aber bestimmt nicht witzig!“ Trogial schaute verdutzt, er was nicht gewohnt auf diese Art und Weise angesprochen zu werden, da er stets der beliebteren Schicht der Klasse angehörte. Man sah ihn an dass er verzweifelt nach einem Konter suchte. Er öffnete ein paar mal den Mund um etwas zu sagen belies es schließlich bei einem schwachen „Misch dich nicht ein“Tiala hatte viel über die Vorfälle nachgedacht, zog es allerdings vor sich nicht an dem Erfinden skurriler Theorien zu beteiligen. Mit einer Mischung aus Bedrücktheit und Zorn sprach sie dann schließlich: „Keiner von euch hat doch die geringste Ahnung was da wirklich abläuft, also hört endlich mit euren Schuldpredigen über Martjes auf. Vielleicht ist er ja selbst in Gefahr!“
Als Jenel seine Augenlieder wieder hob blickte er plötzlich in das vorerst verschwommene, dann jedoch deutlich klarer werdende Gesicht eines Engels. Er schaute besorgt mit seinen leuchtend blauen Augen auf ihn herab während er Jenels Kopf sicher in den Armen hielt. Schließlich brachte dieser es fertig„Rosiel?“ über seine trockenen Lippen zu bringen. Ein leichtes Lächeln huschte auf das Gesicht des Engels als er ein vorsichtiges Nicken von sich gab. Plötzlich fühlte Jenel etwas dass er für so lange Zeit nicht mehr verspürt hatte und das er bereits fast verloren glaubte – das Gefühl der Freude. „Aber wie ist das möglich?“ fragte Jenel mehr zu sich selbst als zu Rosiel, wobei nicht herauszuhören war ob er damit die Wiederkehr des Engels oder seiner Gefühle meinte. Es hatte den Anschein als wollte Rosiel beides beantworten in dem er in einer unvorstellbaren melodisch und schönen Stimme erwiderte: „Ich habe sie gespürt, die Schmerzen der Erde. Sie waren es die mich von den bindenden Ketten lösten! Auch der Fluch der auf dir lastete ist verwirkt, denn ich habe dir deine Gefühle zurückgegeben.“ In Jenels Augenwinkeln bildeten sich Tränen, der plötzliche Ansturm diverser Gefühle war zu viel für ihn. Dann setzte plötzlich sein Verstand wieder ein: „Martjes! Wo ist er?“ Rosiel streichelte sanft über Jenels Kopf in einer Geste der Beruhigung ehe er mit seinem Kopf nach rechts deutete und sprach: „Er ist noch dort drüben, ungefähr 100 Meter von uns entfernt. Es ist mir gelungen dich und mich selbst vor seiner Attacke zu schützen.“
„Du musst auch ihm seine Gefühle wiedergeben!“ Jenel verlieh seinen Worten Ausdruck indem er Rosiel am Ärmel packte. Dieser schüttelte nur traurig den Kopf und antwortete: „Es ist unmöglich, er hat sein Herz zu sehr verschlossen. Aber ich muss ihn dennoch aufhalten ehe er noch mehr Chaos und Tod über die Welt bringt.“Jenel schaute ihn ungläubig an und fragte unsicher: „Du willst gegen ihn kämpfen?“
„Ich muss.“ Erwiderte Rosiel wobei er ein Lächeln andeutete, dass Jenel fast auf magische Art und Weise jegliche Panik nahm. Kurz darauf streckte er seine silbrig schimmernden Flügel aus und flog davon ehe Jenel ein weiteres Wort sprechen konnte.
Rosiel fand Martjes genauso vor, wie er ihn verlassen hatte. Noch immer schwebte er in der Luft und schien seine Gedanken und Kräfte zu bündeln während seine fast leblosen Augen auf das Chaos unter ihm blickten. Der Engel verzichtete darauf ihn anzusprechen, in dem sicheren Wissen nichts damit erreichen zu können. Nein, er würde den Vorteil des ersten Schlages ausnützen.
Rosiel revidierte seine Taktik, er hätte schon Glück wenn er Martjes mit einer einfachen Attacke ein nerviges prickeln bescheren würde. So faltete er seine Hände in einer Geste die einem Gebet ziemlich nahe kam und murmelte mächtige Wörter in einer Sprache die bereits vor tausenden Jahren in Vergessenheit geriet. Seine Augen leuchteten in einem gefährlichen hellblauen Ton und für einen Moment erlosch jegliche beruhigende Wärme die der Engel ausstrahlte. Nun war er nimmermehr der sanfte Bote des Friedens, sondern ein gefährlicher Krieger Gottes. Die letzen Worte seines Spruches murmelte er nicht länger sondern schrie sie in einem wiederhallenden Ton wobei er zeitgleich seine Hände auseinander riss, die nun durch einen zuckenden Strom arkaner Energie verbunden waren.
Dann kam Schwärze. Doch es war keine übliche Schwärze wie etwa in einem verdunkelten Raum. Rosiel konnte den noch immer reglosen Martjes bis ins kleinste Detail erkennen. Die Beiden waren fast wie zwei Farbkleckse auf einem schwarzen Blatt Papier, die nichts von ihrer Helligkeit einbüßten. Dann erreichte die ungewöhnliche Veränderung der Umgebung schließlich etwas bei Martjes. Nicht viel, aber immerhin gab er nun ein Lebenszeichen von sich indem er Rosiel mit kalten Augen anstarrte. Beide verblieben einige Sekunden in dieser Position, wobei es dem Engel kalt über den Rücken lief, ehe Martjes leise und doch verständlich genug, dass Rosiel es verstehen konnte sprach: „Du scheinst der zu sein, der den drei Mächten so nahe kommt wie kein anderer. Der, den Gott als seinen Stellvertreter erschaffen hat und der, der die Gabe der Schöpfung in sich trägt. Doch hättest du dir in der Gestaltung dieser neuerschaffenen Welt wahrlich mehr Mühe geben können. Schwarz ist einfach so niederschlagend, findest du nicht auch?“ Rosiel antwortete seinem Gegenüber nicht, er hütete sich davor dieses wirre Spiel mit ihm zu spielen. Stattdessen streckte er seinen Arm diagonal aus und öffnete seine Hand, sodass von Schulter bis Finger eine gedachte gerade Linie entstand. Kurz darauf bildeten sich helle Lichter um seine Hand herum die sich einen Moment später in feurige Meteoren verwandelten. Dann richtete er den Arm geradeaus wobei die Fingerspitzen auf seinen Widersacher deuteten. Zeitgleich schoss der Meteorenschwarm auf sein Ziel zu um einen Sekundenbruchteil später eine Reihe von Explosionen um Martjes herum auszulösen . Rosiel betrachtete die Stelle aufmerksam um das Ergebnis seiner Attacke auszumachen, doch als schließlich die letzten Rauchschwaden verzogen waren fiel der Engel in Ernüchterung. Martjes hatte nicht einen Kratzer davongetragen und verhaarte noch immer in der selben Position wie vorher, wobei er den Engel weiterhin mit seinen kühlen Blicken musterte. Rosiel begann sich zu fragen ob er den Angriff überhaupt bemerkt hatte oder zu vertieft in das war, was immer er gerade tat. Schließlich zeigte Martjes dann doch eine Reaktion, indem er seinen Arm nach vorne riss und mit der flachen Hand auf Rosiel zeigte. Ein duzend greller Energiestrahlen schossen in rasender Geschwindigkeit auf den Engel zu, allerdings nicht schnell genug um ihr Ziel zu erreichen ehe Rosiel die Hand in einer befehlenden Geste vor die Brust bekam. Statt ihn zu treffen verschwanden die Strahlen vor ihn im Nichts als ob sie in einen imaginären Wasserspiegel eintauchen würden. Er war Herr dieser Welt und er konnte in ihr regieren wie es ihm beliebte!
Zum ersten Mal schien Martjes tatsächlich beeindruckt zu sein. Es war allerdings keine Furcht in seinem Gesicht, vielmehr eine Neugierde nach den Mächten seines Gegners. Dieser riss nun die Hand in einer schneidenden Bewegung zur Seite, wobei sich zeitgleich der imaginäre Wasserspiegel 2 cm vor Martjes Brust wieder auftat und jedes einzelne seiner Geschosse wieder ausspuckte. Von der Wucht seiner eigenen mörderischen Attacke getroffen schwankte Martjes mit schmerzverzerrtem (oder doch nur hasserfülltem?) Gesicht zurück ehe er wieder die Kontrolle über seinen Körper erlangte. Auch wenn Rosiels letzte Aktion nicht allzu viel ausrichtete, hatte sie doch eine positive Wirkung auf ihn, denn sie machte ihm klar dass sein Gegner nicht unbesiegbar war! Im Großen und ganzen konnte er sich eigentlich überhaupt nicht über den bisherigen Ablauf des Kampfes beschweren und er war entschlossen dafür zu sorgen dass dieser Zustand noch eine Weile anhielt. In dieser Welt war der Engel nicht nur Herr über Raum, sondern auch über Zeit. Ein Umstand den Rosiel nun nutzen würde indem er die Geschwindigkeit seines eigenen Körpers auf das 20 Fache erhöhte. Dann zog er sein Schwert und griff an!
Es war nicht einmal eine 1000stel Sekunde die Rosiel benötigte um zu Martjes zu fliegen und ihm sein Schwert entgegenzudonnern. Bemerkenswert schnell, allerdings nicht schnell genug für seinen Gegner, der nur seinen Oberkörper zurücklehnte um das Schwert ins leere sausen zu lassen. Unbeeindruckt nutzte Rosiel den Schwung seines Schwertes um es in die Höhe zu reißen und erneut zum Schlag auszuholen. Wieder war Martjes schneller.
Das Szenario wiederholte sich einige Male, wobei Martjes den Hieben jedes Mal, mit keinem Deut mehr Aufwand als nötig gewesen wäre, auswich. Schließlich wurde Rosiel klar dass er handeln musste ehe Martjes von dem Katz und Maus Spiel das er mit dem Engel spielte genug hatte. Er erhöhte die Geschwindigkeit seines eigenen Körpers auf das hundertfache – soviel wie möglich war ehe seine erschaffene Welt zusammenbrechen würde.
Ein Normalsterblicher hätte die Schläge des Engels wohl genauso gut erkannt wie die abgefeuerte Kugel einer Pistole, nur dass seine Schläge um weitere 1000 km/h schneller waren. Martjes war kein Normalsterblicher! Es hatte den Anschein als hätte er sich der Geschwindigkeit seines Gegenübers problemlos angepasst, denn es war das gleiche bizarre Spiel: Rosiel schlug zu und Martjes wich mit einer Leichtigkeit die an Arroganz glich aus. Zumindest solange bis Martjes schließlich genug davon hatte und dem, erneut zum Schlag ausholenden Engel einen zerschmetternden Tritt in die Seite verpasste. Rosiel hörte ein lautes Brechen als der Fuß in seine Rippen schmetterte und flog unter betäubenden Schmerzen durch die Luft. Zeitgleich vollbrachte Martjes eine routiniert wirkende Geste bei der er den Arm mit flachangewinkelter Hand nach Rosiel ausstreckte. Sofort schoss ein grell zuckender Energieball aus seiner Hand, direkt auf den Engel zu. Diesem gelang es trotz der erbarmungslosenden Schmerzen in seiner Seite bei klarem Verstand zu bleiben und die unglaubliche Zerstörungskraft der Energiekugel zu spüren. Er würde sie mit einem schlichten Gegenangriff nicht aufhalten können. Noch während er diesen Gedanken dachte sammelte er jedes bisschen Energie in seinem Körper um es dem zerstörerischen Angriff entgegenzuschleudern. Sein verzweifelter Versuch zeigte Wirkung! Wenige Meter vor ihm trafen die beiden Geschosse aufeinander wobei sie eine blendende Explosion verursachten. Rosiel hoffte inständig dass nicht nur er sondern auch sein Gegner von dem grellen Licht geblendet sein würde. Im gleichen Moment wurde ihm etwas anderes klar: Er konnte mit diesem Kampf nichts erreichen! Es hatte ihm alles abverlangt was er hatte um diesen Angriff zu vereilten. Martjes hingegen schien nicht die geringste Mühe damit zu haben eine Energiekugel von solcher Macht abzufeuern. Würde er den Kampf auf diese Weise fortsetzen, würde dies nur dazu führen dass sein Gegner wirklich zornig wird. Das wiederum hätte seinen sichern Tod zur Folge. Nein, er musste es mit einer einzigen gezielten Attacke beenden! Dann kam ihn eine Idee.
Nach einigen Minuten kehrte endlich wieder etwas Kraft in Jenels Körper zurück. Mittlerweile hatte es sich in eine hockende Position aufgerichtet und hielt mit der Hand seinen sonderbar schwer wirkenden Kopf. „Reiß dich zusammen Jenel“ flüsterte er sich eindringlich zu. Schließlich beschloss er seine Kräfte auf die Probe zu stellen und versuchte aufzustehen. Er war verwundert wie leicht es ihm viel, er hatte sich deutlich schwächer eingeschätzt. Jenel kam zu dem Entschluss, dass Rosiel wohl einen mächtigen heilenden Zauber auf ihn gewirkt haben muss. Als er diesen Gedanken dachte machte sich im gleichen Moment Sorge in ihm breit. Er hatte bis jetzt keine Anzeichen eines Kampfes wahrgenommen. „Ob Martjes ihn bereits..“ Jenel hütete sich davor den Satz zu Ende zu denken. Er würde sich selbst ein Bild der Lage machen! Von der Kraft seiner Verzweiflung angetrieben, spannte er seine Flügel aus und flog zu der Stelle an der Rosiel auf Martjes hätte treffen müssen.
Er sah niemanden, weder Rosiel noch Martjes. Sein Verstand begann nach einer Erklärung zu suchen wobei jede die er ausspuckte mit einem beachtlichen Maß Schrecken gespickt war. Fast automatisch schrie Jenel laut den Namen des Engels. Es war ein reiner Reflex und er glaubte nicht wirklich daran eine Antwort zu erhalten.
Umso erstaunter war er, als er sie dennoch bekam.
„Ja?“
Die Stimme klang rau und erschöpft, wobei die Antwort war mehr gekeucht als gesprochen wurde. Sie ähnelte Rosiels melodischer Stimme in keiner Weise, dennoch konnte Jenel sie eindeutig als die seine identifizieren. „Du lebst?“ fragte Jenel in einer Mischung aus Überraschung und Erleichterung. Ohne Rosiels ohnehin unnötige Antwort abzuwarten hängte Jenel sofort die nächste Frage an: „Was ist mit Martjes?“
In Rosiels Gesicht lag beinahe so etwas wie Bedauern als er antwortete: Ich habe ihn in einer anderen Welt zurückgelassen und die Verbindung zu den anderen Dimensionen getrennt. Er wird für immer dort gefangen sein!“Jenel konnte ein erleichtertes Grinsen nicht unterdrücken als er freudig sagte: „Du hast es also geschafft, die Welt wird doch nicht untergehen!“ Nun lächelte auch Rosiel als er immer noch erschöpft erwiderte: „Es sieht wohl so aus!“
Blutige Kosmetik
auch bekannt als der Beep Krimi, den anders als bei den andern Geschichten schlüpfen hier die Leute aus dem Beepchat in die Rollen der Charakter. Bin bis etz noch nich sehr weit mit der Story und hab erst das erste Kapitel, aber naja ich schreib halt z.Z. dran. Hier ist zumindest der Anfang! Übrigens: Die Geschichte mit dazupassenden Manga Bildern (!!!) findet ihr auf der HP von Engel-Kahty deren Adresse ich etz vergessen hab, hier aber erwähnen werde sobald ich sie wieder weiß. Okay also hier is mal das erste Kapitel:
Kapitel 1
Es waren nun schon 2 Tage vergangen seit Inkognito den Spinnenvorfall gelöst hatte, doch die wahre Arbeit begann erst nach dem Lösen des Falles. Der Detektiv hatte bereits nach einem Jahr seiner Dienstzeit aufgehört sich nach dem Sinn der endlos erscheinenden Papierarbeit zu fragen. Er verfluchte seinen Vorgesetzten ein weiteres Mal für das Ausbleiben einer Hilfskraft und nahm einen Schluck aus der dampfenden Tasse voll Instant Kaffee. Inkognito verzog wieder einmal angewidert das Gesicht als die dunkle Flüssigkeit seine Zunge berührte. Der Instant schmeckte wie gewohnt schrecklich!
Als er sich dann wieder an seinen Bericht machen wollte klopfte es plötzlich an der Tür des Büros. Noch mehr Arbeit erahnend antwortete er mit genervtem Unterton: „Kommen Sie rein!“ Sobald er sah wer an seiner Tür geklopft hatte beschimpfte er sich in Gedanken für seine Unhöflichkeit. Es war weder sein Chef noch eine unter Verfolgungswahn stehende Großmutter sondern eine attraktive junge Dame. Ihre Kleider ließen auf einen überdurchschnittlichen Wohlstand hindeuten und ihr Gang war der einer selbstsicheren, nach Erfolg strebenden Frau. Inkognito hatte in den 30 Jahren in denen er nun schon auf dieser Erde lebte gelernt sich den Waffen einer Frau zu wiedersetzen aber diese Person machte es ihm mit ihrem verführerischen Blick schon verdammt schwer.
Sie schien großen Wert auf ihr Erscheinungsbild zu legen und jede einzelne ihrer Bewegungen wirkte überlegt, dennoch konnte sie einen Hauch Nervosität nicht verbergen. Statt mit einer Begrüßung eröffnete sie das Gespräch sofort mit dem Grund ihres Kommens: „Sie haben doch sicher schon einmal von diesem Inkhal gehört? Ich will dass Sie ihn schnappen!“ Dank seines gut ausgeprägtem Wahrnehmungssinnes konnte der Detektiv in ihren Gesichtszügen ablesen von welcher Wichtigkeit dies für sie war. Diese Frau machte nicht den Eindruck als hätte man ihr etwas angetan, vielmehr schien es so als befürchtete sie, dass dies erst geschehen würde. Inkognito beschloss der Sache nachzugehen: „Können sie mir sagen warum sie das wollen?“ Der Ausdruck von Verwunderung im Gesicht der Fremden verriet ihm, dass sie sich wohl kaum auf Gegenfragen eingestellt hatte. Sie musste in Eile zu ihm gekommen sein. Dann wich die Verwunderung schlagartig wieder der Selbstsicherheit die sie schon seit dem Betreten des Büros ausstrahlte. In Koordination mit ihrer Ausstrahlung fiel ihre Antwort aus: „Ich glaube jeder Bürger hat das Recht vor Verbrechern geschützt zu werden, sie kennen diesen Inkhal doch oder?“Inkognito musste in Gedanken lachen, er kannte Inkhal nicht nur sehr gut, erwar auch sein größter Widersacher. Bis zum heutigen Tag war es ihm nicht gelungen diesen Mistkerl in die Finger zu bekommen. Schließlich fuhr die Frau fort: „Ich habe von ihnen gehört, ich weiß dass sie einer der besten sind. Lassen sie sich doch von dem nicht länger verarschen! Sie wissen genauso gut wie ich dass sie das Zeug dazu haben diesen Verbrecher ausfindig zu machen.“ Die Worte der Fremden hatten etwas in Inkognito geweckt. Er dachte zum ersten mal das, vor dem er sich so sehr gehütet hatte es zu denken. Nämlich dass er sich schon seit langer Zeit unbewusst damit abgefunden hatte in Inkhal seinen Meister gefunden zu haben. Es war ein großer Umbruch im Leben des Detektivs, ausgelöst durch eine Frau die er kaum kannte. Nach außen hin gab er nur ein stummes Nicken von sich. Die Dame wiederum deutet mit einem Wink ihrer Rechten Hand die Absicht zum Gehen an. Er schaute ihr einige Momente musternd nach. Wer war diese bemerkenswerte Person nur, der es gelang mit so wenigen Worten einen Ergeiz zu wecken den er selbst bereits verloren glaubte unter einer Kruste von Gleichgültigkeit. In diesem Moment wurde ihm klar, dass er noch nicht einmal ihren Namen kannte. Es gelang ihm nicht völlig die Bewunderung in seiner Stimme zu überspielen als er ihr eilig nachrief: Halt... ihren Namen! Wollen Sie ihn mir nicht nennen?“ Ohne ihn noch einmal anzusehen antwortete die Fremde: „Frau Engel!“
Inkognito wunderte sich über sich selbst als er neugierig nachfragte: „Sagen Sie mir auch ihren Vornamen?“ Schließlich hielt sie doch ein und wandte sich dem Detektiv langsam zu. Er sah ihr an wie gerührt sie von diesen einfachen Worten war. Sie machte den Eindruck einer Person die zum ersten mal nach ihrem Vornamen gefragt wurde und nicht wusste wie sie auf solch eine Situation reagieren sollte. Als ob sie sich ihren Namen in Erinnerung zurückrufen müsste antwortete sie erst stockend nach ein paar Sekunden: „K.. Kathy“
Der Detektiv nahm ihren Namen nickend zur Kenntnis und fixierte den Blick auf einen imaginären Punkt im Raum. Über Kathys Lippen huschte ein flüchtiges Lächeln ehe sie sich dann wieder der Tür zudrehte und im Nebel draußen verschwand.
Inkognito wurde am nächsten Morgen von den ersten Lichtstrahlen denen es gelang durch das von Staub verdunkelte Fenster zu brechen, geweckt. Als er seine Augen müde und wiederwillig öffnete sprang ihm als erstes der nicht kleiner gewordene Stapel Papier ins Auge. Er musste gestern Abend unmittelbar nachdem Kathy verschwunden war eingeschlafen sein. Er verfluchte den Papierkram, sowie seine Leichtsinnigkeit trotz der nicht gerade großzügigen Frist für die Abgabe seiner Berichte einzuschlafen. Er nahm den oben liegenden Fragebogen in die Hand und ging ihn durch. Allerdings ergab das Geschriebene statt sinnergebender Fragen nur eine unverständliche Zusammensetzung mehrerer Zeichen, die er nur im Gesamtbild betrachten konnte. Der Detektiv rieb gähnend seine Augen und beschloss, dass ihn eine weitere Stunde Leichtsinn auch nicht umbringen würde. Vor allem wenn er diese Stunde zu einem erfrischenden Morgenspaziergang nutzte.
Er ging zu dem schlichten Kleiderständer der sein Büro zierte und entnahm ihm Hut und Mantel. Nachdem er sich angezogen hatte öffnete er die Tür und wurde auf eine grausame Weise von dem kalten Morgenwind begrüßt. Inkognito zog seinen Hut ins Gesicht und verschwand kurz darauf mit zusammengebissenen Zähnen in die Außenwelt. Nach ein paar Schritten durchkramte der Detektiv seine Manteltasche nach Zigaretten und zog schließlich eine Lucky Strike Packung hervor. Kurz darauf wirbelten rotglühende Funken in die Luft als er seinen ersten Zug nahm. Den Rauch durch die Nase ausatmend zog er den Mantelkragen hoch um sein Genick vor dem eisigen Wind zu schützen. Er spielte mit dem Gedanken umzukehren und in sein wenn auch unbeliebtes doch Wärme spendendes Büro zu flüchten als er plötzlich die unberuhigenden aber ihm doch vertrauten Geräusche einer aufgebrachten Menschenmasse vernahm. Er hob langsam seinen Kopf und richtete seinen Blick nach links in eine breite Seitenstraße von wo aus er meinte die Geräusche gehört zu haben und konnte wie erwartet eine schnell größer werdende Menschenansammlung ausmachen. Für einen Moment wollte er die Masse nicht weiter beachten und einfach weitergehen als sich sein Pflichtbewusstsein als Hüter des Gesetzes einschaltete und ihm befohl seinen verdammten Job zu erledigen. So lenkte er seine Schritte fluchend nach links und näherte sich der Menschenansammlung.
Dann erblickte sein Auge etwas, dass seine übliche, morgendliche Griesgrämigkeit zumindest ein wenig linderte ohne dass er wirklich wusste warum. Etwas abseits der anderen Schaulustigen stand Kathy! Sie hielt ihren Hut vor dem langsam stärker werdenden Wind fest auf den Kopf gedrückt während ihr Kleid in Windrichtung nach hinten flatterte.
Er unterdrückte den Impuls laut ihren Namen zu schreien, da er keinesfalls wie ein Hampelmann wirken wollte, der vor Begeisterung beinahe in Ohnmacht fällt wenn er ein bekanntes Gesicht auf der Straße erblickt. Als er mit langsamen, zielsicheren Schritten und mit einem genau dosierten Anteil Gleichgültigkeit auf sie zu ging bemerkte auch sie ihn schließlich. Es hatte den Anschein als würde sie Inkognitos Ansichten teilen, denn sie musterte ihn zwar, mit einem leer wirkenden Blick, machte sich aber nicht die Mühe ihn durch ein heben der Hand oder gar mit ein paar Worten zu begrüßen. So war er es schließlich der das Gespräch mit „schön dich zu sehen Kathy“ eröffnete. Frau Engel wirkte an diesem Tag alles andere als selbstbewusst, viel eher hilflos und entgeistert. Nachdem ein paar Sekunden verstrichen waren antwortete sie schließlich mit einem leisen, fast geflüsterten „Hallo“. Anscheinend war seine Theorie über die ausbleibende Begrüßung doch nicht so treffend wie er glaubte. Er kam schnell zu dem Schluss dass etwas vorgefallen sein musste und wahrscheinlich stand es direkt mit der Menschenansammlung in Verbindung. Wenn dem so wäre würde es wohl wenig Sinn machen sie direkt darauf anzusprechen. Er schmiedete in Gedanken ein paar geschickte Sätze mit deren Hilfe er vielleicht doch die Chance hatte das ein oder andere aus ihr herauszubekommen, als er in den Schatten einer kleinen Seitengasse die Umrisse einer vertrauten Gestalt bemerkte.
Was zum Teufel tust du hier?
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, war Inkhal schon wieder in den Schutz der schmalen Gassen geflüchtet. Beinahe aus einem Reflex heraus eilte der Detektiv seinen Rivalen hinterher und schrie Kathy erst nach ein paar Sekunden laut „Warte hier!“ zu. Er ignorierte völlig das verblüffte „Wie?“ welches er zur Antwort erhielt und beschleunigte zu einem Sprint.
Nach ca. 100 Metern hielt er inne! Nicht etwa weil seine Kondition aufgebraucht war, sonder viel eher weil ihm in diesem Moment klar wurde welchen fürchterlichen Fehler er begannen hatte. Inkhal war ein Profi, er würde es nie riskieren den Schauplatz eines Verbrechens (für das er nach den Ansichten des Detektives 100% verantwortlich war) zu inspizieren während er selbst nur wenige Meter von ihm wegstand. Das heißt sofern er nicht entdeckt werden wollte.
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, kam Inkhal plötzlich aus der Dunkelheit hervor und stand mit gezogener Waffe vor ihm! Er hielt die alte doppelläufige Pistole auf seine Brust gerichtet und hatte des Gesicht zu einer verärgerten Grimasse verzogen. Dann erschallte ein lauter Knall in der dunklen Gasse während zeitgleich ein unerträglicher Schmerz in Inkognitos Schulter explodierte. Von der Wucht des Treffers nach hinten geworfen landete Inkognito mit dem Hinterkopf auf dem nassen Asphalt. Den pochenden Schmerz an seinem Kopf nahm er allerdings kaum mehr wahr, da er fast augenblicklich das Bewusstsein verlor.
Schwerfällig öffnete Inkognito seine Augen und blickte müde auf eine weiße Fläche über ihm. Es dauerte einige Zeit bis ihm klar wurde dass es sich bei der Fläche schlicht und einfach um eine gewöhnliche Zimmerdecke handelte. Er verbesserte sich: Eine gewöhnliche Zimmerdecke für ein Krankenhaus. Inkognito hatte schon immer eine Abneigung gegenüber Krankenhäusern und die Tatsache dass solche Gebäude gebaut wurden um den Menschen zu helfen empfand er kindischer Weise absurd. Die Infusionin seinem rechten Unterarm war einer der Gründe für seine Denkensweise. „Du bist wach?“
Die Stimme gehörte Kathy, die neben seinem Bett auf einem einfachen Holzstuhl platz genommen hatte. Inkognito wunderte sich wie lange sie wohl schon dort gesessen hatte – und vor allem warum!
Als sie keine, ohnehin unnötige, Antwort erhielt erkundigte sie sich nach dem Zustand des Detektivs. Erst jetzt bemerkte dieser schließlich wieder die rebellierenden Schmerzen in seiner Schulter. Dennoch antwortete er mit „Es geht schon“
Kathy musterte ihn nun mit den blicken einer Mutter die ihrem Kind nicht böse sein kann wenn es tollpatschig ein Glas auf den Boden fallen lässt. „Du weißt nicht ob du deinen Arm je wieder benutzen kannst und antwortest mit ‚Es geht schon’?“ Sofort schoss Panik in Inkognitos Kopf. Ungläubig starrte er Kathy aus großen Augen an. Anscheinend bot er damit einen recht lächerlichen Anblick, denn die junge Dame konnte sich ein Lachen nicht länger verkneifen. Schließlich wurde ihm klar dass Kathy lediglich einen Scherz gemacht hatte, den er peinlicherweise etwas zu ernst genommen hatte. „Was ist eigentlich gestern passiert?“ fragte er Frau Engel während er ihr einen verärgerten Blick zuwarf. Plötzlich verblasste Kathys lachen und machte einem Ausdruck tiefster Trauer platz. „Dr. Vegeta Prinz... er ist Tod.” Sagte sie mit einer beängstigend leisen Stimme. Inkognito krallte sich mit seiner rechten Hand zornig an der Bettdecke fest als er mit ebenso beängstigender Stimme erwiderte: Inkhal, dieses verdammte Schwein! Ich schwöre dir, ich werde den Mistkerl zur Strecke bringen!!“ Anscheinend paarten sich Inkognitos Worte nicht sehr gut mit seinem Zustand, denn nun lächelte Kathy wieder. Allerdings klang sie keinesfalls vergnügt sondern viel eher besorgt als sie antwortete: „Du solltest dich lieber ein paar Tage ausruhen.“Inkognito warf einen Blick unter seine Bettlacken und begutachtete seine Schulter. Allerdings konnte er wegen dem Verband nicht viel über den Zustand seiner Wunde ausmachen. Als sie die prüfenden Blicke des Detektivs bemerkte sagte Kathy „Sie haben die Kugel entfernt während du Bewusstlos warst.“
„Gut, dann gibt es ja keinen Grund mehr für mich hier zu bleiben.“ Bevor Kathy auch nur ein Wort sagen konnte richtete sich der Detektiv auf. Seine Schulter bestrafte ihn mit einer Explosion aus Schmerzen die ihn zurück ins Bett fallen lies. Kathy schüttelte seufzend den Kopf während Inkognito sich zu fragen begann wie oft er sich wohl noch lächerlich machen würde während dieses Gespräches.
Plötzlich schoss ein völlig anderer Gedanke durch Inkognitos Kopf: Ihm war es nie aufgefallen, aber Inkhal hatte in all den Jahren nie versucht ihn zu töten. Vielleicht weil er einen Gegenspieler benötigte um den Kick aufrechtzuerhalten dem in dieses Katz- und Mausspiel zu geben schien.
Zumindest war es so bis gestern gewesen.
Kapitel 2
Eine Woche später wechselte Inkognitos Umgebung schließlich wieder vom unbehaglichen Krankenhauszimmer zu seinem gewohnten Arbeitsplatz. Von der Beliebtheit her war es keine allzu große Steigerung, aber immerhin eine kleine. Der Detektiv saß vor dem alten Schreibtisch aus Eichenholz und zerbrach sich über die Frage den Kopf welchen Nutzen Inkhal an der Ermordung von Dr. Prinz hatte. Eine Frage die ihm schon im Krankenhaus die ein oder andere schlaflose Nacht bescherte. In Gedanken versunken blickte er verkrampft auf die Kante des Schreibtisches. Woher kamen eigentlich die etlichen Scharten und Kratzer darin? Inkognito verscheuchte den Gedanken hastig wieder, denn es gab wichtigeres auszuknobeln als die Geheimnisse seiner Büroausstattung. Verzweifelt stützte er mit dem rechtem Arm seinen Kopf und streckte den anderen wiederwillig nach der Tasse Instant Kaffee aus.
Nachdem er seine Geschmacksnerven ein weiteres mal mit dem Kaffee gefoltert hatte sammelte Inkognito sein letztes bisschen Konzentration. Herr Puschel war einer von drei Vorsitzenden der Beep-Kosmetik GmbH. Die anderen beiden waren Dr. Vegeta Prinz und Giessela Engel – Kathys Mutter! Vielleicht gab es einen Vorfall zwischen Inkhal und dem Unternehmen und der Mord war lediglich ein Akt der Rache. Wäre dem so, würden auch die anderen beiden Vorsitzenden in unmittelbarer Gefahr schweben.
Es gab allerdings noch eine zweite Sache die in Störte. Kathy! Sie hatte bereits vorher gewusst dass etwas passieren würde, nur woher?
Nur eines war dem Detektiv klar, Kathy Engel verschwieg ihm etwas.
Das nervtötende Klingeln des veralterten Telefons neben ihm ertönte. Im gleichen Moment griff die Hand des Detektivs zum Hörer und hob ihn ab. Er gehörte nicht zu jenen Menschen, die aus purem Stolz ein zweifaches Klingeln abwarteten. Allerdings verzichtete er auf eine amtliche Begrüßung, sondern antwortete stattdessen mit einem knappen „Hallo“
„Hier ist Kathy“ ertönte es aus dem Lautsprecher des Telefonhörers. Inkognito ignorierte bewusst die Tatsache, dass Kathy ihn noch nie in seinem Leben begrüßt hatte (anscheinend war es nicht ihre Art) und sprach „Schön dich zu hören Kathy“ in das Telefon.
Schön dich zu hören... gibt es diese Floskel überhaupt?
Kathys Stimme ließ ihn den Gedanken schließlich vergessen: „Wie geht es dir denn?“
Der Detektiv musste lächeln als er seinerseits erwiderte: „Gut, aber ich bin mir sicher du rufst nicht nur an um dich nach meinem Zustand zu erkunden, liege ich da richtig?
„Scharf kombiniert, Sherlock“, drang es sarkastisch aus dem Lautsprecher, „meine Mutter will dich zu einem Fest auf ihrem Anwesen einladen, sozusagen als Dank für deine Bemühungen!“ Inkognito log keinesfalls als er antwortete: „Das freut mich sehr, ich komme gern.“
„Gut, dann hole ich dich Morgen gegen 8 Uhr Abends ab, in Ordnung?“ sagte Kathy fröhlich.
„Ist gut mit mir!“
In der gleichen gutgelaunten Stimme wie vorhin verabschiedete sich Kathy mit den Worten: „Bis dann, Ciao!“
Inkognito wollte sich auf die gleiche Weise verabschieden, brach jedoch ab als er das Freizeichen aus dem Lautsprecher vernahm. Er legte schließlich den Hörer zurück und ließ sich Luft ausblasend in seinen unbequemen Stuhl fallen.
Pünktlich um 8 Uhr stand vor Inkognitos Wohnung ein schwarzer BMW. Am Steuer saß Kathy. Inkognito hatte 10 Minuten vorher das Haus verlassen, allerdings nicht um pünktlich zu sein, sondern schlicht und einfach aus Langeweile heraus. Das „Hallo Kathy“, das er beim einsteigen von sich gab erwiderte diese mit einem einfachen Nicken. Leicht verärgert begann sich der Detektiv zu fragen wann er wohl zum ersten mal die Ehre haben würde mit einem netten Wort von ihr begrüßt zu werden. Er befriedigte seine Verärgerung mit dem Beschluss es ihr gleich zu tun, wobei er bereits in diesem Moment wusste dass er diesen Plan nie einhalten würde.
Die ersten 5 Minuten der Fahrt verbrachten die beiden schweigend. Kathy konzentrierte sich auf den nicht vorhandenen Verkehr und Inkognito starrte aus dem Fenster und beobachtete geistesabwesend die vorbeiziehende Landschaft. Schließlich war es Kathy, die das Gespräch eröffnete: „Bist du schon vorangekommen mit deinen Überlegungen?“ Inkognito war klar, dass Kathy ihm diese Frage nur stellte um Konversation zu machen, allerdings kam es ihm eigentlich gerade recht. Ohne direkt auf Ihre Frage einzugehen sagte er: „Sie hatten etwas geahnt nicht wahr?“ Er hatte bewusst nicht gefragt warum sie gewusst hatte, dass etwas passieren würde. Es war keinesfalls seine Absicht sie einzuschüchtern sodass sie möglicherweise auf völlige Blockade schalten könnte. Kathy antwortete nicht mit einem hastigen „Nein“ wie es törichte Lügner gerne tun – es hätte auch keinesfalls zu ihr gepasst. Stattdessen sagte sie mit ruhiger Stimme: „Die Pförtner hatten behauptet zwei Nächte vor dem Mord eine Person vor der Beep Kosmetik GmbH gesehen zu haben. Natürlich nicht irgend jemanden, sie sagten sie hätten Inkhals Gesicht erkannt.“
Kathy war eine ausgesprochen gute Lügnerin, allerdings keine sehr einfallsreiche. Auch wenn man von der Tatsache absah, dass Inkhal nicht erkannt wird wenn er es wünscht, war die Geschichte bizarr. Hätten die Pförtner Inkhal wirklich gesehen hätten Sie höchst wahrscheinlich im gleichen Moment die Polizei, wenn nicht gleich die Nationale Garde kontaktiert. Inkognito beschloss diesen Gedanken nicht mit Kathy zu teilen sondern ihre Antwort zu nutzen um unauffällig ein paar Informationen aus ihr herauszukitzeln die sie anders gefragt nicht preis gegeben hätte: „Anscheinend musste er einen sehr starken Groll gegen das Unternehmen deiner Mutter hegen, Inkhal macht sich die Mühe eines sorgfältig geplanten Mordes nur wenn er jemanden wirklich aus tiefstem Herzen Tod sehen will.“
Kathy zuckte gleichgültig mit den Schultern und antwortete: „Vielleicht gab es ja wirklich einen Zwischenfall, meine Mutter weit mich selten in geschäftliche Angelegen ein.“ Der Detektiv gab das Unterfangen auf etwas aus ihr herauszukitzeln. Es war ohnehin nicht oberste Priorität herauszubekommen warum Sie das Unglück hat kommen sehen, sonder viel eher Inkhal ausfindig zu machen – etwas das bis jetzt so gut wie nie seine Beachtung erhielt. Er würde anfangen sich über diese Aufgabe Gedanken zu machen – allerdings nicht jetzt. Er war hier um sich auf der Feier zu amüsieren, nicht um den Leuten lästige Fragen zu stellen.
Ungefähr 10 Minuten später verlangsamte sich schließlich die vorbeiziehende Landschaft hinter dem Fenster, ehe sie vollends zum Stillstand kam. Sie waren angekommen.
Was Kathy ‚Anwesen’ genannt hatte, entpuppte sich als prachtvolles Schloß. Die Geschäfte der Beep Kosmetik GmbH mussten ausgezeichnet laufen, wenn ihre Geschäftsführer solche Anwesen in ihrem Besitz hatten. Ein hünenhafter Angestellter mit kurz geschnittenen Haaren empfing sie vor der großen Eingangstür die mit vielen aufwendigen Schnitzerein überzogen war und beinahe majestätisch auf den Detektiv wirkte. „Herzlich Willkommen“ sagte der Hüne nachdem er ein gespieltes Lächeln aufgesetzt hatte. Kathy deutete ihm mit einem Nicken an die Türe zu öffnen und zupfte ihr Kleid zurecht. Der Angestellte wiederum befolge ihren unausgesprochenen Befehl und öffnete - verwundernswerter Weise ohne sichtliche Anstrengung - die schwere Eichentür. Inkognito folgte Kathy durch den Eingang in einen hell erleuchteten Saal. Die seitlichen Wände wurden von prachtvollen Wandteppichen geziert, die Decke wiederum von einer Vielzahl mächtiger, funkelnder Kronleuchter. Die Kosten dieses Schlosses mussten den Jahreseinnahmen eines Zwergstaates gleichkommen, dachte sich der Detektiv, woher nahm Gisela Engel nur das Geld für solch eine Anschaffung?
Der Saal war mit etwa 50 Leuten gefüllt, deren elegante Designer Anzüge und Kleider den schlichten Anzug des Detektivs beinahe lächerlich wirken ließen. Ein leises Gefühl von Unwohlsein durchdrang Inkognito während Kathy ihn in die Mitte des Raumes führte, bis sie vor einer Gruppe von 4 Leuten stehen blieb. Das Gespräch schien eine ca. 50 jährige Frau zu leiten, die ihren einen Arm auf die Hüfte stützte und in der anderen auf jene Weise ein Glas Sekt hielt, wie es den Reichen würdig erschien. Die anderen drei waren allesamt Männer mit fein geschnittenen Bärten die dann und wann, beinahe im Chor ein gespieltes Lachen von sich ließen. Es dauerte ungefähr 1 Minute bis Kathy sich schließlich übertrieben räusperte um die Aufmerksamkeit der Frau zu erhalten.
„Kathy Schätzen! Wie ich sehe, hast du deinen Freund den Detektiv mitgebracht“ sagte die Dame während sie Inkognito mit einem Blick musterte als stände sie einem schmutzigen Haustier gegenüber.
Kathy senkte blamiert den Kopf und antwortete: „Ja Mutter, das ist Inkognito.“
„Welch eine Ehre sie kennen zu lernen.“, sagte Frau Engel auf eine Art und Weise die ihre wahren Ansichten gegenüber dem Detektiv deutlich machte.
Dennoch antwortete Inkognito freundlich, „Die Ehre ist ganz meinerseits Frau Engel“ während er ihr die Hand entgegen streckte. Wiederwillig schüttelte Frau Engel angewidert seine Hand als wäre es ein verschimmeltes Stück Fleisch und wandte sich wieder Kathy zu: „Da fällt mir ein, Dr. Prinz wollte dich sprechen. Warum geht ihr nicht kurz zu ihm?“ Kathy nickte beinahe erleichtert und kehrte ihrer Mutter den Rücken zu.
Es dauerte eine Weile ehe sie Dr. Prinz ausfindig machen konnten, den er stand weit abseits der restlichen Menschen in einer dunklen Ecke des Saales. In der Hand hielt er kein Glas Sekt, dafür aber eine lange kubanische Zigarre. Er musste etwas jünger als Kathys Mutter sein, aber sein Gesicht strahlte eine Weisheit aus die man bei Gisela Engel vergeblich gesucht hätte. Aus irgend einem Grund fühlte sich Inkognito deutlich wohler in seiner Gegenwart, als es bei Frau Engel der Fall war.