Erotische Geschichten
Neu!
Übrigens, kürzlich wollte man mich interviewen. In einer Talkshow. Sie glauben mir nicht? Wäre doch immerhin möglich gewesen! Mein Pech, ich kann schlecht lügen. Also gut: Man stellte mir gar keine Fragen. Auch gab es kein Interview. Denn, wo kommen wir denn hin, wenn ganz normalen und gar nicht mehr jungen- um nicht sagen zu müssen –älteren Damen- Fragen vor der laufenden Kamera gestellt werden!
Keine Fragen? Kein Problem. Ich antwortete trotzdem.
Interview 1
Sie fragen nicht? Ich antworte trotzdem.
Ja, ich bin wirklich über 50 Jahre alt.
Doch, ich mag Sex;
Und bin auch heute noch manchmal verliebt.
Klar, auch ein bisschen verrückt bin ich.
Oder mehr als ein bisschen.
Gern geschehen!
Und gar nicht wie man mich gern hätte.
Na und? Warum nicht?
Hat das etwas mit dem Alter zu tun?
Im Gegenteil, es ist ein völlig neues Gefühl.
Frei.
Freitags ja.
Oh doch, erst recht.
Ja, warum nicht?
Nein, das nicht.
Hab es aber auch noch nicht ausprobiert.
Ja, werd ich tun.
Nein, ich schließe dabei nicht die Augen, im Gegenteil.
Doch, es hält mich jung.
Und es ist ein irres Gefühl.
Ja, Träume, Fantasien.
Aber vieles ist wahr.
Ich, ruhiger?
Wann? Vielleicht mit 66.
Nein, ich schäme mich nicht im Geringsten.
Sollte ich?
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Ein Kuss ...
Irgendwo las ich einmal sinngemäß: Ein Kuss ist eine reizende Erfindung der Natur, die das Reden unterbindet, sobald Worte überflüssig sind ...
Ja, eine reizende ERfindung, und reizend im Doppelsinn! Was ist ein Kuss noch ? Es ist etwas, worauf ich nicht verzichten möchte.
Es gibt so unendlich viele Arten von Küssen. Den liebevollen, den eine Mutter ihrem Kind gibt, den freundschaftlichen Kuss, den Kuss zur Begrüßung und der leichte Kuss zur Verabschiedung.
Ich denke, davon soll hier wohl weniger die Rede sein.
Ich möchte vom Kuss erzählen, den sich Liebende geben. Genauer, vom Kuss, den mein Liebster und ich uns schenken.
Wenn "Er" mich besucht, dann öffne ich die Tür, wir schauen uns tief in die Augen, wir lächeln uns an und geben uns den ersten Kuss. Er ist noch zaghaft, er beinhaltet aber viel Freude über unser Wiedersehen. Dann schließe ich die Tür und wir stehen im Flur. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und lege die Arme um seinen Hals. Ein zarter Kuss mit geschlossenen Lippen folgt, ein zweiter, der dritte wird schon heftiger, er beinhaltet unsere tiefen Gefühle zueinander. Geborgenheit, Liebe, Lust, ja schließlich Verlangen. Die Lippen öffnen sich, wir lassen unsere Zungen spielen.
Wir halten uns ganz fest, schließen die Augen und öffnen sie ab und zu, um den glücklichen Gesichtsausdruck des anderen genießen zu können. Wir vergessen alles um uns herum, sogar, dass wir immer noch im Flur stehen.
Schließlich lösen wir unsere Lippen voneinander, wir gehen ins Wohnzimmer und setzen uns auf die Couch. Manchmal trägt mein Liebster mich auch an diesen Ort und auf dem ach so kurzen Weg dorthin küssen wir uns weiter.
Zarte und heftige Küsse, von seiner Seite aus gemischt mit kleinen Bissen in die Unterlippe, die die Lust aufeinander noch mehr schüren, schließen sich an und wechseln sich ab mit Zungenküssen, die signalisieren- wir wollen mehr als nur unsere Lippen küssen...
und da gibt es doch so vielfältige Stellen am Körper des Geliebten, die man näher in Augenschein nehmen möchte. Oh, es ist so warm im Zimmer...psst! Wir küssen doch, bitte nicht stören! Und was tun wir beide? Auch schweigen? Nein, oh nein, geflüsterte Worte steigern die Lust auf Küssen und mehr, man kann ja auch in den Pausen...
Übrigens, das Küssen soll auch für die Gesundheit gut sein. Aber wohl nicht, wenn man sich vom vielen Küssen ansteckt. Ja, Küssen ist ansteckend, nicht nur wegen einer eventuellen Erkältung. Nein, es macht süchtig auf MEHR!
PS: Nicht unbedingt auf eine wissenschaftliche Erklärung, aber- wer wissen will, was bei wiki steht- bitteschön- einfach auf die Lippen klicken!!Doch- ich finds ernüchternd!!
Das Spiegelzimmer im Stundenhotel
Beide kamen sich mit ihren Autos auf halber Strecke entgegen. Wie immer kam von ihm die erste Sms: Kussi, ich bin unterwegs. Ich freue mich auf dich. Ich kann es kaum erwarten.
Sie antwortete ihm: Ich fahre jetzt auch los. Bin aufgeregt. Kussi.
Dann später er: Ich bin da, ich warte auf dich im Auto.
Schließlich kam auch sie und sah ihn schon von weitem auf dem Parkplatz stehen. Die erste Umarmungund der erste Kuss war für beide immer wieder das Schönste.
Dann die Hürde nehmen, an der Rezeption den Schlüssel holen. Die Empfangsdame lächelte ihr nicht geschäftsmäßig genug, eher etwas süffisant. Er meinte: Lass doch, die wissen eh, was wir hier wollen..
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Das Spiegelkabinett. Sie würden zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. Ja.

