Der Toller

Der "Nova Scotia Duck Tolling Retriever" ist der Kleinste und Wendigste unter den sechs Retrieverrassen.
Er ist intelligent, gelehrig, aufmerksam und sehr ausdauernd bei der Arbeit. Dieser kleine Retriever stammt von der neuschottländischen Halbinsel "Nova Scotia". Womit schon der erste
Teil des Namens erklärt wäre.

                               


 

Man vermutet, dass diese Rasse aus den ehemals dort lebenden Indianerhunden entstand, die von den eingewanderten Schotten mit Cocker, Setter und Collie gekreuzt wurden.
Die Jagdmethode ist ganz einfach: Der Jäger versteckt sich im Dickicht und der Hund rennt und springt (durch den Jäger animiert) freudig wedelnd am Ufer eines Gewässers entlang und erweckt so die Neugierde der Enten und Gänse. Wenn diese nahe genug am Ufer sind, tritt der Jäger aus seinem Versteck, die Vögel fliegen auf und werden erschossen. Auf Kommando apportiert nun der Hund die Vögel aus dem Wasser.
Hieraus erklärt sich nun der Rest des Namens. Duck Tolling bedeutet Enten anlocken und Retriever, wie die Meisten wahrscheinlich wissen, Apportierhund. Es handelt sich also um einen "neuschottländischen, Enten anlockenden Apportierhund".
Um den langen Namen etwas abzukürzen wird der Nova Scotia Duck Tolling Retriever auch kurz "Toller" oder "Duck Toller" genannt.

 

Der Kanadische Kennel Club registrierte den Nova Scotia Duck-Tolling Retriever - auch Toller genannt - erst 1945 unter den reinrassigen Hunden. Der Ursprung der Rasse geht wahrscheinlich auf die Paarung einer leberfarbenen Wavy Coated Retriever Hündin mit einem Labrador ähnlichen Rüden zurück. Eine besondere Eigenheit des Tollers ist, das Wasserwild nicht nur zu apportieren, sondern vorher durch flinke, lustige Bewegungen am Ufer anzulocken.

Rassestandard

FCI-Standard Nr. 122 c / 8.1
Übersetzung: Uwe H. Fischer, von Dr. J.-M. Paschoud überarbeitet
Ursprung: Kanada


KLASSIFIKATION FCI:
    Gruppe 8     Apportierhunde-Stöberhunde-Wasserhunde
   Sektion 1    Apportierhunde mit Arbeitsprüfung.

Verwendung
Der Lockhund rennt, springt und spielt entlang des Strandes und kann dabei von einer Entenschar uneingeschränkt beobachtet werden. Manchmal verschwindet er dabei aus der Sicht, um schnell wieder zu erscheinen. Hierbei wird er von dem Jäger aus dessen Versteck unterstützt, der kleine Stöcke oder Bälle dem Hund zuwirft. Diese spielerische Aktion erweckt die Neugier der Enten, die in einiger Entfernung von der Küste schwimmen; sie werden somit in die Reichweite der Flintengeschosse gelockt. Der Toller wird dann zum Apportieren der toten oder angeschossenen Vögel geschickt.

 

Allg. Erscheinungsbild:
Der Toller ist ein mittelgrosser, kraftvoller, kompakter, harmonischer und gut bemuskelter Hund. Knochensubstanz mittel bis kräftig; mit einem hohen Maß von Flinkheit, Wachsamkeit und Entschlossenheit. Viele Toller zeigen einen etwas traurigen Ausdruck, bis sie an die Arbeit gehen, sodann wechselt ihr Aussehen zu intensiver Konzentration und Erregung. Bei der Arbeit, zeigen die Toller eine schnelle, hetzende Aktion , wobei der Kopf fast in einer Ebene mit der Rückenlinie und der sich ständig bewegende, stark befederten Rute getragen wird.

 

Wesen:
Der Toller ist sehr intelligent, sehr gelehrig und hat Ausdauer. Als starker und befähigter Schwimmer ist er ein talentierter und verlässlicher Apporteur zu Wasser und zu Lande, jederzeit bereit, schwungvoll zu agieren, sobald auch nur das geringste Anzeichen zur Notwendigkeit des Apportierens gegeben ist. Sein ausgeprägter Apportiersinn und sein Spieltrieb sind die unentbehrlichen Grundlagen für seine Lockfähigkeit.

 

Kopf und Schädel:
Gut gemeisselt, etwas keilförmig

 

Augen:
Sind gut voneinander entfernt eingesetzt, mandelförmig und von mittlerer Größe. Sie sind bernsteinfarben oder braun. Der Ausdruck ist freundlich, aufmerksam und intelligent. Die Umrandung der Augen sollte der Farbe der Lefzen entsprechen.

 

Behang:
Die Ohren sind dreieckig, mittelgross, hoch und weit hinten angesetzt; am Ansatz sehr leicht angehoben; gut befedert am hinteren Teil der Faltung, kurzes Haar an den abgerundeten Spitzen.

 

Gebiss:
Der korrekte Biss ist der schließende Scherenbiss; wobei ein komplettes Gebiss vorgeschrieben ist.

 

Hals:
Stark bemuskelt und gut aufgesetzt, von mittlerer Länge. Ohne die geringste Andeutung von loser Kehlhaut.

 

Vorhand:
Gerade und starkknochig; wie zwei parallel stehende Pfeiler.

 

Gebäude:
Tiefer, gewölbter Brustkorb, weder fassförmig noch flach. Kurzer, gerader Rücken, kräftige, muskulöse Lendenpartie. Bauch mässig aufgezogen.

 

Hinterhand:
Muskulös, breit, gerade und parallel. Ober- und Unterschenkel sind etwa gleich lang.

 

Pfoten:
Rund und von mittlerer Grösse; mit kräftigen Schwimmhäuten; Zehen gut aufgeknöchelt und eng aneinander liegend.

 

Rute:
Am Ansatz breit, üppig und stark befedert; reicht mit dem letzten Schwanzwirbel bis zum Sprunggelenk. Darf unterhalb der Rückenlinie getragen werden; bei Aufmerksamkeit wird sie hoch gekrümmt getragen, jedoch nicht den Körper berührend.

 

Haarkleid:
Mittellang und weich, mit einer noch weicheren Unterwolle.

 

Farbe:
Verschiedene Schattierungen von rot oder orange. Gewöhnlich ist mindestens eine der folgenden weissen Farbmarkierungen vorhanden: Rutenspitze, Pfoten (jedoch nicht höher als bis zum Vordermittelfuss), Brust und eine Blesse. Die Nasenfarbe sollte im Einklang mit der Farbe des Haarkleides oder schwarz sein.

 

Grösse:
Rüden: 48–51 cm, Hündinnen: 45–48cm

 

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte

 

Anmerkung:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

 

Weitere Infos: Tollerinfo Schweiz

Text übernommen vom Retriever Club Schweiz

 

 

 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!