vorhandenes zusammenfügen und fehlendes zu ergänzen ist die Arbeitsweise von Gunnhild Fenia Tegenthoff. Dementsprechend hat jeder Text mehrere Urheber, so auch auf der folgenden Seite, welche 2001 erstellt wurde:
Über die Wahrheit der Pille wird nur selten gesprochen von Gunnhild Fenia Tegenthoff
In deiner Angst vor den Folgen der Sexualität, nämlich erneut schwanger zu werden, kann ich Dich sehr gut verstehen. Die Pille der Frau wurde für den Mann erschaffen - diese Aussage aus den 70er Jahren hat viel wahres an sich. Die Frau soll berechenbar sein und alle Verantwortung in Punkto Verhütung soll bei ihr liegen.
Folgendes ist ein Gedächnisprotokoll von Gunnhild Fenia Tegenthoff, denn die Hp, auf welcher der Originaltext stand, wurde leider gelöscht:
Um über die Wirksamkeit der Pille sich ein Bild zu machen, wurde von der Pillenindustrie in den 70er Jahren eine Untersuchung angestrebt. Dazu wurden Frauen gesucht, welche
über 26 Jahre alt sind
monogam in einer Sexualbeziehung leben
regelmäßig und nicht zu stark ihre Menes haben
jeden Tag um spätestens 22 Uhr ins Bett kommen und ungestört 8 - 9 Stunden durchschlafen können
die letzten 6 Monate durfte die gesuchte Propantin keiner Erkrankung, nicht einmal einen Schnupfen gehabt haben
in der Familie durfte es keinen Bluthochdruck, Venenprobleme, geschweigeden Diabetes ec geben
die Pille mußten jeden Tag exakt zu selben Stunde eingenommen werden.
Diesen Frauen gab man die neuesten Pillenpräparate der damaligen Zeit - und wirklich: 97 von 100 Frauen wurden nicht schwanger. Diese Untersuchung begründete den Siegeszug der Pille. Ende vom Gedächnisprotokoll.
Die folgende Info erreichte mich 2003/2004 via e-mail: Die Frauenärztin Dr. Gabriele Wloka, Ärztin für Frauenheilkunde, Privatpraxis Kriemhildstr. 15, D 69469 Weinheim (Bergstraße), Baden-Württemberg / Deutschland, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Verhütung und zeigt deren Folgen auf.
Kommt das Ende der Pillen-Ära?
Warum ich keine Anti-Baby-Pille verschreibe
Vorwort
Seit 1980 bin ich als Frauenärztin tätig; zunächst an einer gynäkologisch- geburtshilflichen Klinik und ab 1991 in einer eigenen gynäkologischen Kassenarztpraxis. Wie es in den 80er Jahren üblich war, habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit hormonelle Verhütungsmittel verordnet. Das war mir auch in meinem Beruf nicht anders vorstellbar, denn ich war immer eine ganz "normale" Frauenärztin.
Als ich merkte, daß es bei einigen meiner Patientinnen unter der Pilleneinnahme zu gravierenden Zwischenfällen kam, wuchsen in mir die Zweifel.
So erlebte ich eine 35-jährige Patientin, die zweimal einen Schlaganfall erlitt, eine 17-jährige mit Schlaganfall und eine 25-jährige, die einen Herzinfarkt durchmachen mußte. Durch weitere Erfahrungen mit hormongeschädigten Patientinnen und viele Gespräche, in denen auch häufig die psychische Unzufriedenheit der Patientinnen mit der Pille zum Ausdruck kam, plagten mich zunehmend Gewissensbisse.
Nach dem Studium der einschlägigem Fachliteratur habe ich zunächst begonnen, meinen Patientinnen von der Pille abzuraten, habe sie aber trotzdem eine Zeit lang weiter verschrieben. Das wurde aber auf lange Sicht eine unerträgliche Situation. Bis ich zu der Erkenntnis kam, daß auch dieses Verhalten unärztlich und unverantwortlich ist: Gesunde Frauen werden durch die Antibabypille krank oder sterben, die ohne Pille dieses Schicksal nicht ereilt hätte.
Als ich 1991 meine eigene Praxis eröffnete, entschloß ich mich, das Risiko einzugehen und keine Antibabypille mehr zu verschreiben. Inzwischen habe ich keine Zweifel mehr, daß die Pille - das gilt für alle empfängnisverhütenden Hormone, die derzeit am Markt sind - mehr schadet als nützt. Es ist mir im Laufe der Zeit immer mehr unverständlich geworden, warum sich gesunde Frauen den Risiken einer hormonellen Verhütung aussetzen. Die meisten und wichtigsten Daten über die Risiken sind dabei noch nicht einmal geheim, sondern veröffentlicht worden. Diese Daten werden aber vermutlich in ihrer Bedeutung unterschätzt.
Es ist kaum noch zu verstehen, warum Frauenärzte, die es besser wissen müßten, immer noch ihren Patientinnen Hormone zur Empfängnisverhütung verordnen oder sie möglicherweise sogar im Unklaren über die Nebenwirkungen lassen.
Meinungsbildner aus der Wissenschaft veröffentlichen in regelmäßigen Abständen ungünstige Daten über die Pille, können sich aber nicht dazu entschließen ernsthaft abzuraten. Auch die zuständigen Gesundheitsbehörden verhalten sich außerordentlich schwankend. Die letzte - zeitlich begrenzte Maßnahme - war eine Einschränkung für die Altersgruppe der unter 30-jährigen für einige bestimmte Präparate. Das einzige Land der Erde, in dem die Pille aufgrund schwerer Nebenwirkungen verboten ist und nicht verkauft werden darf, ist nach wie vor Japan. Die nahe Zukunft wird nach meiner Einschätzung so etwas wie das Ende der Pillenära bringen. Die gemeldeten schweren Komplikationen nehmen weiter zu. Und die Pharmaindustrie forscht fieberhaft nach anderen Mitteln, die nicht mehr die Nachteile der bisherigen Pillen aufweisen. Aber was erwartet uns dann Neues? Ich hoffe nicht, daß die Frauen wieder eine Generation lang den Pharmaversuchen ausgesetzt sein werden.
Die "Verhütungssicherheit" der Pille
Die Pille umgibt der Mythos, das absolut sicherste Verhütungsmittel zu sein. Während die Unschädlichkeit schon immer angezweifelt wurde und mehr und mehr angezweifelt wird, besteht nach wie vor die Annahme, daß die Pille das sicherste Verhütungsmittel sei.
Bei jedem Verhütungsmittel unterscheiden wir die Methodensicherheit (ohne daß irgendein Fehler gemacht wurde) und die Gebrauchssicherheit (die tatsächliche Sicherheit bei der Anwendung).
Die Methodensicherheit der Pille wird bei korrekter Anwendung und je nach Präparat mit einem Pearl-Index zwischen 0,2 bis 4,3 Schwangerschaften auf 100 Frauenjahre angegeben. Das bedeutet, daß von 10 Frauen, die 10 Jahre lang die Pille nehmen, statistisch 0,2 bis 4,3 während dieser Zeit einmal schwanger werden. Bei den natürlichen Methoden bietet die veraltete Kalendermethode nach Knaus-Ogino die geringste Sicherheit mit einer Indexzahl von 2,2 bis 8 Schwangerschaften auf 100 Frauenjahre. Obwohl diese Kalendermethode nicht mehr zu empfehlen ist, ist sie häufig die einzige Methode, von der viele Menschen je einmal gehört haben. Wesentlich sicherer sind die Messung der Aufwachtemperatur zur Feststellung der unfruchtbaren Zeit mit einer Indexzahl zwischen 0,8 und 3 und schließlich die symptothermale Methode, eine Kombination aus Temperaturmessung und Schleimbeobachtung zur Bestimmung der unfruchtbaren Zeit, deren Index 0,2 bis 0,8 beträgt. Das Kondom liegt abgeschlagen zwischen 7 und 14 und gilt nach wie vor als unsicherstes Verfahren der Empfängnisverhütung. Bei der Spirale wird eine Sicherheit von 2 bis 5 und selbst bei der Sterilisation eine Sicherheit von 1 angegeben, d.h. auch bei einer Sterilisation gibt es keine hundertprozentige Verhütungssicherheit.
Die Gebrauchssicherheit der symptothermalen Methode wurde u.a. in einer Studie von Freundl et al auf dem Gynäkologenkongreß 1992 in Berlin vorgestellt. Es handelte sich um eine prospektive Studie mit bis dahin über 10.000 Zyklen. Man fand eine Gebrauchssicherheit bei normalen Zyklen mit einem Index von 1,5 und bei langen Zyklen (mehr als 35 Zyklustage) mit einem Index von 4,1. Man beachte, daß diese Gebrauchssicherheit sogar im Rahmen der Methodensicherheit der Pille liegt!
Eine Umfrage unter 10.317 Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern über die Anwendung sowie über Nutzen und Risiken der Pille wurde auf dem 3. Kongreß der Europäischen Gesellschaft für Kontrazeption 1994 in Dublin vorgestellt.
"Demnach kam es bei 10 % der Pillenbenutzerinnen zu einer ungewollten Schwangerschaft. Die Ursache waren Pille vergessen, Antibiotikaeinnahme, Zeitunsicherheiten bei der Einnahme, Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Depressionen und anderes."1
Das zeigt, daß die Pille ein unzureichendes Mittel in bezug auf ihre Sicherheit und Nebenwirkungsfreiheit ist.
Gesellschaftliche Auswirkung der hormonalen Kontrazeption
Seit Ende der 60er Jahre (sog. 68er-Generation) schrieb man sich die freie Sexualität auf die Fahnen und vollzog den Generalsturm auf die Ehe. Man forderte das Ausleben der Triebe und besonders des stärksten von allen - des Sexualtriebes. Triebe sind dem Menschen angeboren und dienen der Art- und der Selbsterhaltung.
Im Gegensatz zum Tier sind die Triebe beim Menschen nicht allein naturgesetzlich determiniert. Dem Menschen sind Vernunft und freier Wille als Zügel der Triebe gegeben, er muß die Triebe nicht instinktiv ausleben. Das Zurückstellenkönnen und die Beherrschung sind ein Zeichen der Reife des Menschen. Das hemmungslose Ausleben der Triebe führt dagegen zum Wiederholungszwang und zu Süchten.
Von wievielen Süchten werden die Menschen heute geplagt: von Eß-, Alkohol-, Drogen- und Medikamentensucht, von Macht-, Arbeits-, Erlebnis-, Spielsucht und nicht zuletzt von Sexualsucht. Für all diese Süchte gibt es Selbsthilfegruppen, in denen Menschen Hilfe suchen, die sich des Krankheitscharakters ihrer sinnlichen und körperlichen Knechtschaft bewußt sind.
Alle guten Therapiekonzepte betonen die Beherrschung der Triebe und das Verzichtenlernen. Trotz der zunehmenden psychischen Krankheiten und Abhängigkeiten wird weiterhin in den Medien, im Sexualkundeunterricht der Schulen, in verschiedenen Psychotherapien usw. die Wurzel des Übels verschwiegen und sogar als Heilsweg propagiert. Therapiert wird an den Folgen: Kondome zum Schutz vor Aids statt Treue, Mutter-Kind-Heime und Gruppen für Alleinerziehende statt Schutz der Ehe, kostenlose Pillenabgabe an Jugendliche statt sittliche Erziehung und v.a.m. Die Geschichte berichtet von Völkern, die durch Sittenlosigkeit zugrunde gingen, aber kein einziges ist bekannt, das durch Sittenstrenge Schaden nahm.
Quo vadis? Wo stehen wir heute als Menschheitsfamilie?
Wenn einer in der Familie leidet, leidet die ganze Familie. Die freie Liebe hat die stabile familiäre Beziehung in Frage gestellt. Individualismus ist das Symptom unserer Zeit. Das Resultat ist nicht mehr Liebe, sondern mehr Egoismus, mehr Isolation, mehr Materialismus.
In vielen Großstädten leben heute bis zu 50 % Singles. Wieviel Freiheit von Verantwortung bedeutet das? "Ich mache, was mir Spaß macht, wozu ich Lust habe." Aber wieviel Einsamkeit verbirgt sich dahinter? Die freie Liebe fördert in nie gekanntem Ausmaß die Trennung von Lust und Verantwortung durch voreheliche, außereheliche und eheliche Ausschweifungen.
Das ist der Generalangriff auf die Sicherheit besonders der Kinder, aber auch der Frauen und letztlich auch der Männer. Dies ist nicht der Pille allein zuzuschreiben, sondern der Ideologie eines Teiles unserer Generation, jenes Teiles, der sich besonders Gehör über die Medien verschaffen konnte und damit großen Einfluß hat. Aber die Pille ermöglichte diese Entwicklung entscheidend.
Heute leidet die Menschheitsfamilie an ihren vielen unglücklichen kranken und süchtigen Familienmitgliedern. Sie ist nahe daran, an ihrem Egoismus zugrunde zu gehen. Es nützen ihr keine Trostpflaster und keine Medizin mehr und erst recht keine Pille. Der Chirurg muß her. Das Übel muß an der Wurzel entfernt werden. Das Übel, das da heißt: "Jeder muß nach seiner Fasson selig werden."
"Alle Mädchen lieben" oder: die Pille für Jugendliche
Einmal kam ein Pillenvertreter in meine Praxis und reichte mir seine Visitenkarte. Es war eine Klappkarte, auf dessen erster Seite stilisiert die Umrisse eines nackten Mädchens zu sehen waren, das verführerisch dem Betrachter einen Apfel entgegenhält. Daneben standen die Worte: "Alle Mädchen lieben." Der Vertreter kam mit dem Ziel, Pillen seiner Firma als besonders geeignet für junge Mädchen ab dem Zeitpunkt der Menarche (erste Regel!) anzupreisen. Das war noch ein Markanteil, den es zu erobern galt.
Der Status "Frau" scheint mehr und mehr eine Indikation für lebenslängliche Hormoneinnahme zu werden: In der Pubertät zur Zyklusregulation (da anfangs unregelmäßige Zyklen physiologisch bedingt sind, kann man sie immer regulieren), später zur Kontrazeption (Verhütung), dann wiederum zur Konzeption (bei Kinderwunsch) und anschließend zur Prophylaxe und Therapie in den Wechseljahren.
Lieben denn alle Mädchen wirklich? Sicher wollen alle Mädchen geliebt werden. Aber primär nicht so, wie es die Vertreterkarte vermittelte. Alle Mädchen wollen glücklich werden. Sie wollen bewundert werden und gefallen. Sie flirten, um sich auszuprobieren und zu bestätigen. Sie sehnen sich nach einem Freund, der sie lieb hat, und sie sehnen sich auch danach wiederzulieben. Nun hören und sehen sie überall die moderne Ansicht: "Liebe ist Sex - sonst nichts."
"Wenn du glücklich werden willst, mußt du Sex haben."
So gibt das Mädchen, das Liebe sucht, sich selbst hin. Sex ohne Verantwortung ist aber Sex ohne Liebe. Die Sexualität wird entwertet. Jeder sexuelle Kontakt, ob mit oder ohne Verhütungsmaßnahmen, kann zu einer Schwangerschaft führen, und gerade in der Jugend sind die Versagerquoten der Verhütungsmittel - auch der Pille - nachweislich besonders hoch.
Es ist immer wieder die gleiche Geschichte: Die Frauenärzte verschreiben den jungen Mädchen, oft noch Kindern, die Pille zur Zyklusregulation, wegen Akne oder einfach vorsichtshalber, falls sie mal einen Freund haben. Lernen sie dann wirklich einen Jungen kennen, so ist die Motivation und der Mut zum "Nein-Sagen" wesentlich geringer.
Wie oft mußte ich in meiner Praxis beobachten, wie der Werdegang bei vielen Mädchen ist. Anfangs sind sie noch kindlich und schamhaft. Ihr Gesicht ist noch so liebenswert und rein. Dann bekommen sie die Pille und haben den ersten Freund, mit dem sie bald auch intime Beziehungen eingehen. Die Pille macht dabei das Mädchen sofort und immer verfügbar. Je früher sexuelle Beziehungen eingegangen werden, um so wahrscheinlicher sind zukünftige Partnerwechsel. Man kann bei jedem neuen Praxisbesuch sehen, wie sie sich verändern. Mit 20 Jahren sind sie tolle Frauen mit viel Erfahrung. Aber ihr Gesicht ist unter der Schminke leer und traurig. Sie sind ihrer Schamhaftigkeit und ihres Charmes beraubt. Das Glück, das ihnen in diesem freien Leben mit der Pille versprochen wurde, ist ausgeblieben. Manche sind, um der Sinnlosigkeit zu entfliehen, Süchten verfallen.
Es gibt aber auch andere Beispiele: Mädchen, die mit Stolz und Selbstbewußtsein Jungfrau sind, weil sie auf den Mann warten, den sie wirklich lieben. Sie haben teils religiöse Motive oder oft auch nur ein gesundes Selbstwertgefühl. Die Anzahl dieser Jugendlichen nimmt sogar deutlich zu. Sie spüren, daß sie mit der freien Sexualität betrogen und verkauft sind, und es zeichnet sich eine Trendwende ab, die da heißt: "Wahre Liebe wartet."
Wenn ich Vorträge halte, warum ich keine Antibaby-Pille mehr verschreibe, werde ich oft gefragt:
"Aber was machen Sie mit den Jugendlichen? Denen müssen Sie doch die Pille verschreiben! Das ist doch viel besser, als wenn etwas passiert!"
Besonders häufig fragen die Eltern von Jugendlichen, die in ihrer Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft die Pille für ihre Töchter für unabdingbar halten. Wie oft erlebte ich, daß die Mütter ihre Mädchen zum Frauenarzt brachten und die Pille verlangten, während die Mädchen das gar nicht wollten.
Aber gerade die vorausgegangene Beschreibung des Elends der Jugend veranlaßt mich, eben keine Antibaby-Pille zu verschreiben, sondern zu reden und sie einzuladen auf den Weg zum wahren Glück. Und ich bin überzeugt, die Jugend von heute ist um keinen Grad schlechter als zu jeder anderen Zeit. Sie ist nur hoffnungslos fehlgeleitet und fehlinformiert.
"Lieber Verhüten als Abtreiben"?
Diesen Satz hört man immer wieder. Er ist vor allem Ausdruck der Resignation derer, denen die Risiken und Nebenwirkungen der Kontrazeption sehr bedenklich sind. Sie sehen in der Verhütung aber das sogenannte "kleinere Übel". Das ist verständlich, aber fragwürdig. Fraglich ist, ob man ein Übel mit einem kleineren Übel bekämpfen soll und kann. Noch fraglicher ist, ob die Verhütung die Abtreibung wirklich verhindert. Der Gedanke "lieber Verhüten als Abtreiben" war lange mein Motiv, die Pille trotz aller Bedenken weiter zu verschreiben.
In der Praxis konnte ich aber bald nicht mehr übersehen, wie häufig es zu sog. Pillenversagen, also ungewollten Schwangerschaften trotz Pilleneinnahme, kam. So oft waren die jungen Mädchen betroffen. Auffällig ist, daß gerade den ungewollten Schwangerschaften unter der Pille und Spirale fast ausnahmslos und mit besonderer Härte der Abtreibungswunsch folgt.
Psychologisch scheint sich zu bestätigen, daß die Antibaby-Pille zu einer Antibaby-Einstellung führt. Diese Einstellung ist meines Erachtens schon die Grundlage für die Entscheidung zur Pilleneinnahme, wird aber durch die hormonelle Veränderung der Frau, die ihren weiblichen Zyklus verliert, verstärkt.
Der weibliche Zyklus bedeutet Fruchtbarkeit. Körperliche Fruchtbarkeit aber bedeutet auch geistige Fruchtbarkeit. Die Fruchtbarkeit macht die Frau feminin und mütterlich. Die durch äußere Manipulation unfruchtbar gemachte Frau wird härter, mehr auf sich und ihre Karriere fixiert. Dieses im Einzelfall beobachtete Phänomen schlägt gesellschaftlich massiv zu Buche. Zunehmend werden Weiblichkeit und Mütterlichkeit verachtet und sind keine erstrebenswerten Eigenschaften mehr. Sie gehen verloren zugunsten der Unabhängigkeit und beruflichen Karriere. Die Frauen stehen ihren Mann! Gewürdigt werden männliche Eigenschaften und Einsatzgebiete. Frauen wollen Chefin, Professorin, Politikerin usw. sein. Sie wollen zumindest berufstätig sein, unabhängig davon, wie es den Kindern dabei ergeht. Diese werden dabei schnell zu Opfern, die verhütet und bei Versagen der Verhütung abgetrieben werden müssen.
Die gleiche Wurzel
Die Verhütung hat die gleiche Wurzel wie die Abtreibung: die Lebensfeindlichkeit. Das ist der Grund, weshalb in allen Ländern, in denen die Kontrazeption frei zur Verfügung steht, die Abtreibungen radikal zugenommen haben. Je größer die Akzeptanz der Kontrazeption ist, desto größer wird auch die Akzeptanz der freien Sexualität, desto größer ist die Antibaby-Einstellung und desto größer ist die Akzeptanz der Abtreibung. Je früher, je häufiger und je ungehemmter sexuelle Kontakte aufgenommen werden, um so häufiger sind auch Versager unter der Verhütung zu erwarten. Die Abtreibung wird im letzten zur Absicherung der Kontrazeptionsversager gebraucht. Ende von Dr. med. Gabriele Wloka Bericht.

Die Herausgeberin der Zeitschrift "Emma" Alice Schwarzer sagte des öfteren sinngemäß, "die Pille sei eine Männererfindung, eine mechanistische, patriarchalische Erfindung zur Instrumentalisierung der Frau". Ich las diese Aussage 2004 in "EMMA".

Aus einem Newsletter: Wenn der Papst ja zur Pille gesagt hätte
1968 erschien die Enzyklika "Humanae vitae", die sogenannte "Pillenenzyklika". Dem Papst wurde damals, 1967, von einer Expertenkommission nahegelegt, die Pille zur Verhütung zu empfehlen. Wenn er diesem Vorschlag gefolgt wäre, wäre er heute mitverantwortlich für tausende von tödlichen und nichttödlichen Schlaganfällen, Herzinfarkten und Thrombosen bei jungen Frauen, die ohne Pille diese Erkrankungen nicht bekommen hätten. Er hätte eine Methode empfohlen, deren Nebenwirkungen groß sind, deren Effektivität gering ist und die zur Abtreibung im Mutterschoß führt.
Die medizinischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beweisen die anthropologische Wahrheit des Glaubens. Die heute geschmähte Enzyklika "Humanae vitae" ist eine prophetische Enzyklika, deren Größe möglicherweise erst im 3. Jahrtausend erkannt wird.
Frauen werden darüber bis heute nicht wirklich aufgeklärt.

Folgender Text ist von Gunnhild Fenia Tegenthoff: Um dem Mangel an bekannten Alternativen wett zu machen, habe ich mich umgesehen zum Thema "Wie verhüten Frauen in der Dritten Welt?"
Insbesondere die Arbeit dieser Frau hat es mir angetan:
Verein für Entwicklungszusammenarbeit
Aktion Regen
Biete Wissen gegen Spende
= Finanzierungsgrundlage Ihrer Aufklärungsprojekte zB „Wärme für Sibirien“
Dr. M. Hengstberger
www.aktionregen.at
Ihre Verhütungsanweisungen schwingen mit den Frauen mit und nehmen die Frau als selbstbestimmtes Wesen war, das unregelmäßig schläft, wechselnde Sexpartner hat, auch mal krank ist, unterschiedlich lange individuelle Zyklen hat usw.
Zudem ist zB ihre Zyklenkette für jede Frau leistbar.... oder die Armbanduhr ein herrliche "einmalige" Ausgabe...ein Blick auf die Uhr zum Datumsfenster und der Frau wird bewußt, ob heute einer ihrer fruchtbaren oder unfruchtbaren Tage ist....

Eine Abtreibung ist immer ein endgültiger Vorgang, welcher sich im Nachhinein nicht mehr ungeschehen machen lässt. Es entspricht der wirklichen Wahrheit, dass bei einer Abtreibung nicht nur ein sich entwickelnder Mensch mit all seinen Fähigkeiten und Anlagen getötet wird, sondern das jede Abtreibung unterschiedlich feine Spuren hinterläßt, z.B bei der Mutter, dem Vater, dem damit befaßten durchführenden Ärzten und Pathologen, dem Pflege-, Reinigungs- und Entsorgungspersonal - jeweils mit Familie und: jeweils Generationsübergreifend.
Eine weitere Facette ist die Menge der Abtreibungen - sie beinhaltet massive Gesellschaftliche Auswirkungen.
Den letzten Forschungen und statistischen Beobachtungen nach ist zu bedenken: je leichter Verhütungsmittel zu bekommen sind, desto früher und ausgeprägter wird das Sex-leben praktiziert - zunehmend losgelöster vom Akt der Fortpflanzung und zwar in jeder Altersstruktur. Trotz Zunahme in der Anwendung der Verhütungsmittel sind Teenagerelternschaften nicht häufiger, aber zunehmend mehr Teenager stehen zu ihrem Kind und schaffen bei Bedarf, von zu Hause wegzukommen und bei Bedarf anderswo Unterstützung zu finden. Im Zunehmen sind weiterhin Abtreibungen bei Frauen jenseits ihres 25. Lebensjahres. Dieses Bild ist auch geprägt von den Geburten starken Jahrgängen, welche jetzt über 25 Jahre alt sind, d.h. pro 100 Frauen treiben heute nicht mehr Frauen ab als früher, aber es gibt zur Zeit mehr Frauen in der Altersstruktur über 25.
Die nach außen hin gepredigte und eingeforderte Enthaltsamkeit unterbindet kein sexuelles Leben. Dieses findet dann eben im Verborgenen - gewürzt mit schlechtem Gewissen - statt. Die Früchte dieser Verbindungen werden fast ausnahmlos verleugnet, im Garten/ Keller u.ä. vergraben, in Klostermauern einzementiert oder einer Abtreibung zugeführt....

2007: Ein anderer Blickwinkel der forschungsbetreibenden Ärzte ist das durchgehende Verleugnung der Tatsache, das ein Kind gezeugt wurde und dementsprechend Kinderleichen nach medizinischen Eingriffen aus der Sicht der (meisten) Angehörigen entstehen. Das geht soweit, das Angehörige die Leiche ihres Kindes zur Beerdigung in Ihrem Beisein grundsätzlich und in den allermeisten Fallen nicht ausgehändigt wird - und in den Worten der Kliniken nicht aufscheinen. Lesen Sie dazu folgenden Text, welcher ebenfalls von Gunnhild Fenia Tegenthoff zusammengestellt, erarbeitet und wiedergegeben wurde.
Die Abtreibung an sich und andere medizinische Eingriffe, die mit Kinderleichen aus Sicht der Angehörigen einhergehen ist daher kein Thema mehr, das zum Todschweigen geeignet ist. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung! Mit freundlichen Grüßen Gunnhild Fenia Tegenthoff
Aufgabenstellung:
· es betrifft im Mutterleib verstorbene Kinder: Im Bestattungsrecht werden grundsätzlich nicht alle Kinderleichen erfasst. Das Bestattungsrecht ist Ländersache und daher in jedem Bundesland in A und D anders formuliert, ebenso in den Schweizer Kantonen ec.
· Die Öffentlichkeitsarbeit in den Kliniken ist zu dem Thema miserabel (wir sind eine Klinik der Lebenden und nicht der Toten – diese Information erhielt von einer Ärztin, nachdem ich die Generaldirektion Marhold/ Wiener Krankenanstaltenverbund um Zusammenarbeit zu diesem Themenkreis im Sinne der Arbeitsgemeinschaft Sternenkind.info bat.
· Bestattungsunternehmer liegen offiziell "nur" die Informationen des Bestattungsgesetzes vor – dementsprechend werden zahlreiche Angehörige verstorbener Kinder in ihrem Anliegen durch Mitarbeiter des Bestattungswesens nicht verstanden auf Grund folgender Verflechtungen und Undurchsichtigkeit:
· grundsätzlich werden nicht alle Kinderleichen als Leiche definiert und daher werden nicht alle Kinderleichen in den Bestattungs- und Klinikgesetzen erfasst. Daher fehlt grundsätzlich diesen Angehörigen die Leiche ihres Kindes, damit sie ihr verstorbenes Kind bestatten können
· : Kinderleichen nach medizinischen Eingriffen werden nicht als Leiche definiert. Dazu zählen die
o Einnahme der Pille mit der Folge, dass die befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann,
o IVF gezeugte Kind, die nicht zur Austragung durch die genetische Mutter kommen (Leihmutterschafft ist in einigen Ländern erlaubt, dazu zählt Österreich nicht. Die Adoption von befruchteten Eizellen ist in manchen Ländern erlaubt, dazu zählt Österreich nicht) Die Bestattung der nicht zur Austragung kommenden befruchteten Eizellen ist grundsätzlich in Wien auf Antrag der Eltern möglich, sagen die Mitarbeiter der Wiener Friedhofsverwaltung als auch der Bestattung Wien.
o Kürettage (nicht jede Kürettage geschieht auf Grund der Tatsache, das ein Kind im Mutterleib verstorben ist),
o Schwangerschaftsabbruch/ Fristenlösung (Sonderregellung betrifft Schwangerschaftsabbruch nach pränataler Untersuchung, hier kann die Klinik die Kinderleiche zur Bestattung durch h die Angehörigen freigeben)
Eltern kommen nach der Bestattung (oder eben nicht Bestattung) ihres verstorbenen Kindes zu Gruppentreffen in die Selbsthilfegruppe – Vor dem Zeitpunkt der Bestattung wird Online die Information abgefragt, meist zu Zeiten, wo andere Menschen schlafen, was für Menschen, deren bisherige Lebensplanung so plötzlich auseinanderbracht, vollkommen normal ist.
In den Kliniken steht den frisch verwaisten Eltern kein Internet zum privaten Surfen zur Verfügung . Zudem sind die Frauen mit Medikamenten ruhiggestellt, müssen sich der „Normalität“ eines Klinikalltages zwanghaft anpassen/ unterordnen . Selten gibt es Extrazimmer, zumeist liegen sie auf der gleichen Station, wie jene Frauen, die zeitgleich ihr Kind zum Leben außerhalb des Mutterleibes geboren haben oder aber eben noch „guter Hoffnung“ sind.
Daher wurde der Wunsch nach Herausgabe von Büchern und einer zumindest 4 mal im Jahr erscheinenden Zeitung zunehmend wichtiger. An der Herausgabe der Bücher und am Aufbau der Zeitung arbeiten wir aktuell. Ebenso am dafür notwenigen Verteiler.
Daher wird der Wunsch nach einer eigenen Kinderhospizstation zunehmend lauter, wo Familien sterbender und verstorbener Kinder sich ausklinken können, ihren eigenen Rhythmus der Trauerbewältigung finden können, sich in Ihrer Trauer fallen lassen dürfen – ohne beständig sich gezwungen zu fühlen, das sie den anderen nicht mit ihrer Trauer belasten, konfrontieren dürfen.
Herausgabe von Büchern: Buch Sternenkind.info Band 1 und Band 2 ist in Arbeit.
Zeitung: kommt 2008 erstmalig heraus
Kinderhospiz geplant
Wiener Babygrabfeld: hier werden erfasste Kinderleichen bis zur Körpergröße von 110 cm im Auftrag der Wiener Gesundheitsamtes beerdigt, nachdem die erwachsenen Angehörigen die Bestattung ihres verstorbenen Familienmitgliedes (Kindes) nicht in Auftrag gaben. Mit dieser Gestik wird den Eltern unterstellt, dass Sie ihr Kind selbst nicht beerdigen wollten, das sie selbst schlechte Eltern sind, mangelnde Fürsorgepflicht aufweisen usw. In Wahrheit mangelt es bei den meisten Angehörigen verstorbener Kinder an den für diese Familie richtigen Informationen zu richtigen Zeit!
Den Eltern wird nicht zeitgerecht in ausreichendem ausmaß der Hinweis gegeben, das Sie die Bestattung ihres Kindes in Auftrag geben müssen, denn es besteht grundsätzlich Bestattungspflicht - das sie umgehend auf das zuständige Sozialreferat gemäß Todesort des Kindes gehen müssen, um dort die Bestattung ihres Kindes anzumelden – wenn Sie selbst die Kosten der Überführung, Beerdigung, Grab voraussichtlich nicht selbst zur Gänze bezahlen können.
Grundsätzlich sind die Sozialreferat verpflichtet, die Kosten für eine Einfache Bestattung zu übernehmen. Diese Kinderleichen liegen anschließend nicht am Wiener Babygrabfeld, aber das Nutzungsrecht des Grabes kann nach 10 Jahren auf Kosten der Angehörigen verlängert werden – hingegen das Grabnutzungsrecht am Wiener Babygrabfeld automatisch nach 10 Jahren aufhört.
Wenn beim Sozialreferat betragt, laufen grundsätzlich die Kosten der Bestattung, Grabes ec. auf dem Namen des Verstorbenen.
Personenstandgesetz / Namensrecht gehört geändert: Ungeborene Kinder erreichen während des 6. Schwangerschaftsmonats die 500 Gramm Marke. Da Kinderleichen unter 500 Gramm (und den oben genannten nicht erfassten Kinderleichen) dzt (rechtlich betrachtet) kein Name zusteht, sind die Angehörigen angehalten, um das Ihnen und ihrem verstorbenen Kind Bestattungsrecht als auch die Übernahme der Kosten zu klagen, denn der Mensch ist ab der Zeugung und das Geschlecht des Kindes kann ab der 8. Schwangerschaftswoche, also ab 6 Wochen nach seiner Zeugung unter Zuhilfenahme einer Lichtquelle festgestellt werden – nachlesbar im Buch von Hannah Lotrop (Die Angehörigen werden angehalten, gerichtliche Präzedenzfälle zu schaffen, damit Gesetzesänderungen möglich werden, etwa die Änderung des Personenstandgesetzes, denn es könnte jedem Kind ab der 8. Schwangerschaftswoche ein geschlechtsspezifischer Name gegeben werden.
Erste Erfolge sichtbar: bis zum 1.9.2007 wurden die unter 500 Gramm schweren Kinderleichen - wenn die Angehörigen die Bestattung ihres Kindes nicht in Auftrag gaben – in einem der 9 Wiener Pathologien gesammelt. Davon zumeist in der Gerichtspathologie (Zumindest AKH und Lainz haben extra gesammelt.) Erst wenn die „Fleischkiste“ (= würdeloser Fachausdruck der Ärzte!) voll war, wurde die Bestattung Wien davon in Kenntnisgesetzt. Dank dieser Vorgehensweise konnte zwischen dem Todeszeitpunkt des Kindes und der eigentlichen Bestattung gut 10 Monate vergehen, was nicht selten vorkam.
Seit 1.9.2007 sind alle Pathologen in Wien angehalten, die in einer Klinik erfassten unter 500 Gramm schweren Kinderleichen in eine umweltverträgliche Folie/ Papierbehältnis z.B. http://www.kartonfritze.de/Foetensarg.html zu geben und diese mit den Daten der Mutter lt. Krankenakte und des Kindes zu beschriften. Anschließend werden alle Leichen umgehend durch die Bestattung Wien angeholt – und die Kinderleichen werden in der Feuerhalle Simmering gesammelt. Dank dem beschrifteten Fötensarg ec. haben seit 1.9.2007 die Angehörigen dieser verstorbenen Kinder die Chance, sich selbst um die Bestattung ihres unter 500 Gramm schweren verstorbenen Kindes zu kümmern. Die Wiener Sammelbeerdigung finden an jedem 1. Freitag in den Monaten März, Juni, September und Dezember am Wiener Zentralfriedhof nahe Tor 3 statt. (wenn Werktag, bei Feiertagen Ersatztermin anfragen) Beginn 8 Uhr in der Aufbahrungshalle 3, ca 1 km entfernt von Tor 3. An der Portiersloge befindet sich eine Box für Zeitungen zu freien Entnahme. Diese steht Angehörigen verstorbener Kinder zur Verfügung.
Nach wie vor sind allerdings Kinderleichen nach medizinischen Eingriffen grundsätzlich nicht erfasst - nicht nur diese Diskriminierung zeigen wir auf/ an..