Der Berger des Pyrénées

ausgeglichen*aktiv*sensibel*motiviert*zurückhaltend*eifrig*mißtrauisch
 

Charakteristika

Berger des Pyrénées à poil long

FCI-Nomenklatur

FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen
Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde;
FCI-Standard-Nummer 141

Herkunftsland:

Frankreich

Größe:

mittelgroß

Höhe und Gewicht:

38 bis 50 cm bei 8 - 15 kg

Pflege:

sehr aufwendig, täglich bürsten und
kämmen

Wesen:

intelligent, sehr lebhaft, misstrauisch gegen
Fremde

Gebrauchstüchtigkeit:

hervorragende Reflexe, sehr gute Lernfähigkeit,
wachsam, gutes Beobachtungsvermögen

Lebenserwartung:

12 Jahre

Quelle: www.pedigree.com

 

 

 

 

Der Berger des Pyrénées oder auch der Pfiffikus unter den Hütehunden

 

Diese kleine französische Hütehundrasse entwickelte sich über Jahrhunderte lang, ihre Ursprünge liegen im Hüten von Herden, sei es eine Schaf, Pferde, Ziegen oder Schweineherde. Als Hütehund ist er selbstständiges arbeiten gewöhnt, was manchmal zu einem Dominanzproblem mit seinen Besitzern führen kann, aber dazu später.

Die Heimat dieser faszinierenden Rasse sind die Almregionen der französischen Pyrenäen, wo er noch heute selbstständig seine Herden hütet.

Als Hütehund muss er über verschiedene Eigenschaften verfügen, da wären anzuführen: Intelligenz (wer einmal mit einem Berger gearbeitet hat weiß wie intelligent diese Tiere sein können), Eigenständigkeit (das wie gesagt auch zu einem Dominanzproblem führen kann), Vorsicht (besonders fremden Menschen gegenüber), Mut (man nehme einen Pyri und setzte ihn ins Gebirge...) und Energie (weitere Erklärungen nicht nötig ;) ).

 

Allgemeines Erscheinungsbild:

Ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Lebhaftigkeit ausstrahlt. Ein stets aufmerksamer Ausdruck, eine pfiffige und misstrauische Miene verbunden mit ausgesprochen lebhaften Bewegungen, verleihen diesem Hund ein charakteristisches unvergleichliches Benehmen.

 

 

In seiner Art ist er eher misstrauisch gegenüber Fremden, liebt seine Rudel, also seine Familie dafür hingebungsvoll. Während er im Haus liebebedürftig, verschmust und ruhig ist, sofern er ausgelastet ist, ist er in der Natur neugierig und lebenslustig. Man muss dazu sagen, dass wenn ein Pyri bereits als Welpe richtig sozialisiert wird, gibt es dass Problem mit dem Misstrauen eigentlich nicht, Bergers die allerdings in der Prägungsphase keine oder keine guten Kontakte zu Menschen gemacht haben, fällt es sehr schwer Vertrauen zu fremden Menschen zu fassen.

 

Der Berger des Pyrénées ist kein Hund mit dem man nicht viel macht. In einem Hundebuch las ich einmal dass der Pyri bei einer Skala von 1-10 was den Auslauf betrifft auf die Nummer 10 kommt! Das heißt bei jedem Wetter, Regen, Wind, Schnee muss dieses kleine Energiebündel auch mal ein gehöriges Stück laufen. Was aber ebenso, wenn nicht noch wichtiger, als der Auslauf ist, ist die geistige Förderung! Wird der Pyri nicht genug in diesem Sinne gefördert führt das regelrecht zur Verdummung und damit bekommt man auch einen lästigen Hausgenossen, der aus lauter Langeweile, dumme Streiche anstellt. Aber soweit muss es ja zum Glück NICHT kommen. So gut wie jeder Pyri ist für ein paar Leckereien oder Spielzeug zu begeistern und das ist die Grundlage für ein sinnvolles und erfolgreiches Training. Sei es im Agility, Rettungshundebereich, Fährtenarbeit und und und.

Im Prinzip reicht es ja schon immer mal wieder kleine Kunststücken zu üben und zu trainieren. Wenn dieser lernbegierige Hund einmal richtig motiviert ist, stellt z.B. das Erlernen des Kommandos „Rollen“ oder „Toter Hund“ absolut kein Problem mehr da. (Infos unter Tipps und Tricks).

Seine natürlichen Voraussetzungen für solche Sachen sind:

Eine angeborene Arbeitsintelligenz und Gehorsamsintelligenz, Selbstbewusstsein, Lernfähigkeit, eine ausgesprochene Behändigkeit, Ausdauer und vor allem enorme Geländegängigkeit, Tapferkeit, und einen ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt. Mit diesen klugen Tieren zu arbeiten, macht einfach Spaß und die Hunde sind mit feuerreifer dabei.

 

„Der Pyrenäenschäferhund ist eine echte Herausforderung! Er ist ein begabter Hund, der mit begabten Menschen zusammenleben muss!“

 

 

 

Ein klitzekleines Problem, dass in vielen Rassebeschreibungen angesprochen wird ist die Dominanz. Da der Pyri von Natur aus sehr selbstständig sein muss und ist, kann es leicht passieren, dass er versucht in seiner „Herde“ das Ruder an sich zu reißen. Um diesen Fall zu vermeiden, sollte man in der gesamten Erziehung des Hundes auf Konsequenz achten. Wobei ich hier ausdrücklich betonen will, dass Konsequenz ABSOLUT nichts mit Zwang zu tun hat. Zwang ist bei der Erziehung eines Berger des Pyrénées vollkommen am falschen Platz! Er muss sich frei entfalten können (wie jeder Hund) und das kann nur bei einer konsequenten aber LIEBEVOLLEN Erziehung geschehen. Ich persönlich arbeite gerne und ich denke auch erfolgreich mit dem Clicker, was ausschließlich auf positiver Bestärkung basiert, aber wenn man ein Kommando das der Hund kennt von ihm verlangt MUSS dieses auch ausgeführt werden. Der Unterschied ist, ob der Hund begeistert sich in den Platz schmeißt, oder ob er es mit eingezogenem Schwanz macht, oder es einfach ignoriert.  

 

 

 

Es gibt zwei Arten des Berger de Pyrénée:

 

Den FaceRase (rasiertes Gesicht)

 

Gesprochen Fas Raas

Eine kurze Beschreibung aus dem Standart:

Dieser Hund unterscheidet sich vom Langhaartyp darin, dass er eine längere und spitzere Schnauze hat.

Der Kopf hat kurze und feine Haare (daher auch face rase), das Fell auf dem Körper ist halblang, geschmeidig und fein.

Die Beine sind glatt behaart, Hosen an den Hinterläufen

Die Rute ist lang befedert.

 

Der „Glatthaar“ hat einen höheren Widerrist 46-54 cm und auch das Gewicht liegt etwas höher als beim Langhaartyp nämlich bei etwa 18kg.

 

 

Den Museau Normal

 

 

 

Es gibt zwei Varianten die sich in den Behaarungen unterscheiden.

Die Langhaar-Variante 1 hat sehr langes zotthaariges Fell es soll ab etwa Mitte Rücken zur Kruppe hin reichlicher bzw. dichter sein. Die Augen müssen immer frei bleiben. Die Langhaar Variante 2 ist das Deckhaar kürzer sowie die Extremitäten und das Schnauzhaar.

„Die Behaarung der Schnauze soll keinen Schnauzbart bilden, sondern wie im Windstoß von vorne nach hinten liegen, denn durch diese Verteilung der Behaarung entsteht vor allem:

der pfiffige Ausdruck des Pyrenäen – Schäferhundes.

Die Widerristhöhe liegt bei 40-46cm und das Gewicht bei 8 und 12kg.

 

 

und hier ein weiterer Steckbrief (man beachte die unterschiedlichkeit zu dem oben...)

 

Steckbrief:

 

Rasse: Berger de Pyrénée

 

Art: Museau Normal

 

Widerristhöhe: Rüden: von 40 bis 48 cm
                         Hündinnen: von 38 bis 46 cm

Gewicht: 8-14 kg

 

Haarkleid: Haar lang oder halblang aber immer dicht und fast flach oder nur leicht gewellt,   dichter und wolliger auf der Kruppe und den Oberschenkeln. Seine Textur liegt zwischen Ziegenhaar und Schafwolle. Durch die Mischung von trockenem und wollenem Haar kann es bei gewissen Hunden auf Kruppe und Oberschenkel zur Bildung von Zotten kommen. Der Fang ist mit kurzem und weniger dichtem Haar bedeckt. Seitlich am Fang und auf den Backen ist das Haar von vorne nach hinten wie durch den Wind hochgeblasen. Die Augen müssen gut sichtbar bleiben und nicht vom Haar bedeckt werden.

Farben: Mehr oder weniger dunkles fauve mit oder ohne eingestreuten schwarzen Haaren und manchmal etwas weiß an Brust und Pfoten; mehr oder weniger helles grau, oft mit weiß an Kopf, Brust und Pfoten. Harlekinzeichnung in verschiedenen Tönungen, oder gestromte Hunde (uni fauve und uni grau) Schwarz sowie schwarz mit weiß markiert ist wenig verbreitet. Die reinen Farben werden bevorzugt.

Fellpflege: Einmaliges Bürsten in der Woche genügt, vorausgesetzt der Hund hat die vom Standard erwünschte Fellqualität (Wolle an der Haarbasis, Ziegenhaar an der Spitze, harscheres Haar auf der Kruppe und am Rücken). Die"Face rase"-Varietät ist ausgesprochen pflegeleicht. Beide Typen brauchen kein Trimming. Haare lassen sich gut mit dem Staubsauger entfernen.

 

Durchschnittliche Lebenserwartung: 12-14 Jahre (es gibt auch Pyris die erreichten ein Alter von 17 Jahren und waren selbst in hohem Alter noch sehr aktiv)

 

Andere Namen:

Langhaar: Labrit, Berger de Pyrenees.

Kurzhaar: Smooth Muzzled Pyrenean Shepherd Dog

 

 

 



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