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Ja hier kommen wie man sich schon denken kann Tips und Tricks rein
Wir bauen uns eine Atombombe
Besorgen Sie sich zunächst etwa 100 Pfund (50 Kilo) Waffengeeignetes Plutonium von Ihrem örtlichen Lieferanten. Ein Atomkraftwerk oder eine Wiederaufbereitungsanlage empfiehlt sich hierfür nicht, da das Fehlen von größeren Mengen Plutonium die Ingenieure, die dort arbeiten, recht unglücklich machen kann. Wir schlagen Ihnen vor, sich mit der örtlichen
Terroristenorganisation oder vielleicht mit den jungen Unternehmern in Ihrer Nachbarschaft in Verbindung zu setzen.
Bitte denken Sie daran, daß Plutonium, insbesondere reines, angereichertes Plutonium, ein wenig gefährlich ist. Waschen Sie nach dem Basteln Ihre Hände mit Seife und warmen Wasser, und erlauben Sie Ihren Kindern oder Haustieren nicht, im Plutonium zu spielen oder es zu essen. Übriggebliebener Plutoniumstaub eignet sich hervorragend, um Insekten zu vertreiben. Sie können die Substanz gerne in einem Bleibehälter aufbewahren, wenn Sie auf Ihrem örtlichen Schrottplatz
gerade etwas geeignetes finden. Aber eine alte Keksdose tut's eigentlich genauso gut.
Formen sie jetzt ein Metallbehältnis, in dem Sie die Bombe zu Hause aufbewahren können. Die meisten handelsüblichen Metallfolien können so gebogen werden, daß man den Behälter als Briefkasten, Henkelmann oder VW-Käfer tarnen kann. Benutzen Sie keine Alufolie.
Ordnen Sie das Plutonium in zwei Halbkugeln an, die etwa 4 cm voneinander entfernt sind. Benutzen sie z.B. Pattex, um den Plutoniumstaub zusammenzukleben. Nun besorgen Sie sich 200 Pfund (100 Kilo) Trinitrotoluol (TNT). Ein guter Plastiksprengstoff ist zwar viel besser, macht aber auch viel mehr Arbeit. Ihr hilfsbereiter Hardware-Spezialist wird Sie sicher gerne damit versorgen.
Befestigen Sie das TNT auf den Halbkugeln, die Sie in Schritt 4 geformt haben. Falls Sie keinen Plastiksprengstoff bekommen konnten, scheuen Sie sich nicht, das TNT mit Uhu oder Fixogum oder irgendeinem Modellbaukleber festzumachen. Sie können auch gefärbten Klebstoff verwenden, aber man muß hier nicht unbedingt übertreiben.
Verstauen Sie nun das Ergebnis Ihrer Bemühungen aus Schritt 6 in dem Behälter aus Schritt 3. Benutzen Sie jetzt einen starken Klebstoff wie z.B. Acrylkleber, um die beiden Halbkugeln sicher im Briefkasten zu befestigen. Sie vermeiden so eine zufällige Detonation, die durch Vibrationen oder falsche Behandlung ausgelöst werden könnte.
Um die Bombe zur Explosion zu bringen, besorgen Sie sich eine Fernsteuerung, wie man sie für Modellflugzeuge und kleine Autos verwendet. Mit geringer Mühe kann man einen ferngesteuerten Kolben bauen, der auf eine Sprengkapsel schlägt und so eine kleine Explosion auslöst. Diese Sprengkapseln finden Sie in der Elektroabteilung Ihres Supermarktes. Wir empfehlen "Platzbald", weil dies pfandfreie Einwegkapseln sind. Witze von
Verstecken Sie jetzt die fertige Bombe vor Nachbarn und Kindern. Ihre Garage ist dafür ungeeignet, weil sie meist sehr feucht ist und die Temperatur erfahrungsgemäß stark schwankt. Es hat sich gezeigt, daß Atombomben unter instabilen Bedingungen spontan detonieren. Der Geschirrschrank oder der Platz unter der Küchenspüle ist dagegen vorzüglich geeignet.
Jetzt sind Sie der stolze Besitzer einer funktionstüchtigen thermonuklearen Bombe !
Sie ist DER Party-Gag und dient im Notfall der nationalen Verteidigung.
Du bist allein zu Haus.. und dir ist einfach nur LANGWEILIG?? dann änder das doch einfach.. schicke eine SMS mit dem Kennwort "ARSCHLOCH" ann die 110 und schon kommt toller besuch zu dir!!
Sodale
da muss ich ein anderes grün holen weil mans sonst ne dlese kann
für die dies ned könne oda ihr horrizont erweitern wolle xD
| Saarländisch | Deutsch |
| A jo. | Ach ja. |
| Abbord, Ärtche, Logus, | Toilette |
| ach woher dann | niemals |
| Äbbes/Ebbes | Etwas |
| Affezibbel | wörtlich: Affenzipfel jemand der hochgestochen/eingebildet ist |
| all gebott, sau oft | andauernd, ständig |
| Allee dann | Auf Wiedersehen abgeleitet vom franz. "aller" (=gehen) |
| Ämetzen | Ameisen |
| anschdegge, ahnmache, | anzünden, |
| arisch | abgeleitet von arg Isch hann arisch kalt |
| Auatsch | Au wobei die Verlängerung "atsch" den Schmerzensruf verstärkt |
| Ballawer | Krach, Laerm abgeleitet vom Portugiesischen "Palavra" |
| baudele / baudeln | mühsam, kleinlich arbeiten ohne rechten Erfolg |
| Baudeler / Baudelsack | jemand der "baudelt", also etwas ohne rechten Erfolg versucht |
| Bääredreck | wörtl: Bärendreck, Lakritze |
| bekeppen, haschde verschdann? | kapieren, hast du verstanden? |
| Bettsächer | Löwenzahn |
| bibb | muede, abgeschafft |
| Brand | Durst |
| Bredullje | schwierige Situation abgeleitet vom franz. "breduille"=Niederlage/Mißerfolg |
| Bremborium | zuviel drumherum abgeleitet vom lateinischen Wort "breviarium" das im französischen zu "brimborion"=Kleinigkeit/Lappalie verballhornt wurde |
| bressiere / es bressiert | eilen / es eilt |
| bruddse | beleidigt, eingeschnappt sein |
| Bu, Bub | Junge |
| Buddik | Unordnung abgeleitet von dem franz. "boutique" (=Laden/Angelegenheit) |
| Bux/Box Mehrzahl: Buxen | Hose |
| dahemm | Haus, zuhause |
| däädschde, kinndschde ... mol komme, | würdest Du bitte (würdest, könntest du bitte einmal kommen) |
| dabber | schnell |
| Dabberlaaf, Dabberdommeldisch, Schtratz | Durchfall |
| Dabbes | Dummkopf (evtl. von Depp) |
| debbisch | dumm, blöd, aber auch: Teppich |
| deichsele | etwas regeln der wird das schon deichsele. (=früher: lenken eines Fuhrwerks) |
| deeringele | peinigen, plagen, quälen im Sinne von "drängeln" (=früher: lenken e |
| Dibbe / Dibbsche | Becher, Topf, auch Nachttopf / kleiner |
| Dierschleng | Türgriff |
| Dischbudd | Krach, Streit (evtl von Diskussion) |
| Diwwele | Dübel |
| do | da |
| Dochdermann | Schwiegersohn, altsaarländisch |
| Droddwa | Bürgersteig |
| Droooschele | Stachelbeeren |
| Droooschelschdegg | Stachelbeerensträucher |
| drunner | darunter |
| Duddele | umrühren /jemanden im Kreis drehen |
| dummele | beeilen |
Ebbes/Äbbes Etwas
| Egge | Karo | |
| Egskiesekärbsche | zusammengesetzt aus: franz. excuse=Entschuldigung + Körbchen. =Korb/Tasche einer faulen Hausfrau die wichtige Besorgungen vortäuscht, in Wirklichkeit aber bummeln geht. |
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| ei | einleitender Laut ohne Sinngehalt entspricht dem amerikanischen "well" sehr beliebt bei Zustimmung oder Ablehnung: ei jooh ! -ei näh, das war isch net! |
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| es/et | sie, die...(weibl. Person) hat es sei Aufgabe schon gemach? |
| Fäng | Prügel, Schläge, abgeleitet von dem Verb "fangen". Hann mir frieher oft die Fäng grieht...! |
| fa se / for se | um zu |
| fabooze | verkleiden |
| Faasenachd | Fastnacht |
| Fisematente | Schwierigkeiten Abgeleitet vom franz. "visitez ma tente" (=Besuchen Sie mein Zelt) Dies haben die napoleonischen Soldaten den deutschen Mädchen öfter nachgerufen, und wenn ein "Frollein" diesem Ansinnen nachkam, dann heiß es "Ähs macht Fissematente" |
| Fixfeier | Streichholz |
| Flemmche | kleines Feuer (komm, mir mache mol e Flemmche) |
| Flemm hann isch die Flemm! |
depressiver Zustand, abgeleitet von der franz. Redewendung "aveor la flême" (=faulenzen) hann isch die Flemm, isch gehn jetzt hemm |
| Forzklopper | kleines Auto |
| Freck | Erkältungskrankheit, Grippe wahrscheinlich vom Verb "verrecken" |
| Freggert | kleiner frecher Junger |
| (Er) froot | Er fragt |
| Gääs | Geiß = Ziege mit Gewalt hebt ma e Gääs erum |
| gehatt | gehabt |
| Gallier | Hosenträger |
| Gebuddigs | Unordnung, unnötiges Zeug |
| gedoppt | verrückt du springscht rum wie gedoppt |
| Geheischnis haben | Ansprache, Traulichkeit haben, sich heimelig fühlen |
| Gellerriieb | Gelbrübe / Karotte |
| Gequellte | Pellkartoffeln evtl. von "aufquellen" abgeleitet |
| Geschtern | Gestern |
| Gespridsdes | Colabier |
| Gewwel | Dachgiebel |
| Gimms | Lust / Heißhunger |
| glòòr | lustig |
| gnordslisch | verkrüppelt, krumm, klein, schief |
| Goohd | Patin/Patentante |
| Grad-se-läääds | Jetzt erst recht |
| greilich | furchtbar |
| Griewe | kross gebratene Zwiebeln (zum Schmalz) |
| Griffelspitzer | ein Mensch, der es sehr genau nimmt |
| Grienzeisch | wörtlich: Grünzeug Salat, Blumen aber auch Bäume |
| Grombeere, Grumbern | Kartoffel abgeleitet von "Grundbeere" bzw. "Grundbirne" oder: von "Krummbeerne" |
| Growurscht | Salami |
| Grumbeerkiechelsche | Kartoffelpuffer |
| Gummer | Gurke, schwerzhaft auch für "Nase" Mann hat der Schorsch e Gummer im Gesischt! |
| Gutzje | Bonbon |
| Guck e mol | Schau mal |
| Gudsje | Bonbon |
| Häääpsche oder Hääääfsche | Nachttopf |
| Halskaul (=Leiskanzel) | Genick / Vertiefung an der Rückseite des Halses |
| hann | haben |
| haschde gehurt / geheert | hast Du gehört |
| hause | wohnen, abwerdend die hause im Hinnerhof... |
| Hawe / Hafe | Topf, abgeleitet von "Hafen" |
| Hewwel | Hebel / aber auch:Ungehobelter Mensch |
| Hinkel | Huhn |
| Hitt | Hütte Em Erich sei Dochdermann schafft in Dillinge o de Hitt |
| holle | (mit-), (zu-), (ab-) nehmen |
| Huddel | Ärger, Problem,Schwierigkeiten verwandt mit "hudeln" |
| hugge / hugg dich ! | sitzen / setz dich ! |
| Hupp ! | Hinterteil, wahrscheinlich abgeleitet von "Huppe" Isch tapp dir in die Hupp! |
| im Läwwe nit | nie im Leben niemals |
| innewenzisch | innen/inwendig |
| je | weg / fort "Wie ma ne verklobbe wollde is a je" ="Als wir ihn verhauen wollten ist er fortgelaufen" |
| jedds awwa dabber | jetzt aber Beeilung |
| Jo | Ja |
| Johanissbiebsche | Marienkäfer |
| Jubbe | Jacke abgeleitet vom franz. "juppe" (=Rock) |
| Jubbefaller | Jemand der einem auf die Nerven geht |
| Kabbes | Unsinn, Weißkohl |
| kalder Kaffee aber: das iss jo kalder Kaffee |
Cola-Limo aber: das ist unwichtiger,alter Quatsch! |
| Kapp | Mütze |
| kenn meh .... meh | kein mehr isch hann kenn meh Geld meh (siehe auch Verneinung) |
| Kerb | Jahrmarkt, Kirmes |
| Kerwegeld | Geld, daß die Eltern oder Oma/Opa den Kindern geben, damit sie auf dem Karussell fahren können |
| Kingalitzja | Kleinigkeiten |
| Kladdarradatsch | Ungeordnetes Durcheinander |
| Kleebsche | Pfeife, ursprünglich die kleine, krumme Pfeife |
| kloor | witzig/interessant/lustig wahrscheinlich abgeleitet von "klar" |
| klunsche | schauckeln, kippen |
| Knäusje / oder Knäus-sche gesprochen | Brotende |
| Knauber | jemand der alles selbst probiert (handwerklich) und es irgendwie auch fertig bekommt. Egal wie es aussieht, die Hauptsache es funktioniert |
| Knies | Streit |
| knoddeln | vor sich hin wursteln |
| Knuschd | starker Schmutz |
| Koozel | Schulter |
| Kooldamp | Hunger |
| Koowe | Krähen (Rabenvögel) |
| Krott/Grott | Kröte/aber auch: kleines Mädchen |
| Kuchedrooht / Kuuchedeggel | Drahtgitter auf das der heiße Kuchen gelegt wird |
| Kuwweer | Briefumschlag |
| Ladwäärsch | Zwedschgen-/Pflaumenmarmelade, die so lange gekocht wurde bis sie keine Hautbestandteile mehr hat. (Zäh und Braun wie Sirup) |
| Lameng, aus de | routiniert abgeleitet vom franz. "la main" De Jupp macht das aus de Lameng. |
| läädisch mir is so läädisch |
mißmutig, schlecht gelaunt ich bin so schlecht drauf, dass ich mir selbst leid tue |
| latzen/laddse | es sich schmecken lassen, satt essen abgeleitet von "Latz" der rustikalen Serviette. |
| Lewwerworscht | Leberwurst |
| Leiskanzel (=Halskaul) | Genick / Vertiefung an der Rückseite des Halses wörtlich "Läusekanzel" |
| Leischimbs | der traditionelle Kaffe nach der Beerditung. MUSS im Saarland "Krimmelkuche" (Streuselkuchen) und Wurschtschnittcha (Wursweck) enthalten! |
| Läder | Leiter |
| lääädisch | erschöpft |
| läbbsch | fade (Geschmack) |
| läbbisch | nicht der Rede wert |
| Latzeroner | Lümmel, Schelm |
| Luische | jemand schmuddeliges; auch jemand, der Krallen macht und andere über den Tisch ziehen will |
| Lumbe | Lappen/Fetzen |
| Märe | Mädchen |
| mausen / rammele | Geschlechtsverkehr haben |
| Meffert | Schwächlicher, kleiner verdrießlicher Mensch |
| Mengenkesja | unnötige Schwierigkeiten |
| mensch de das grädsche? | Meinst Du, Du bekommst es? |
| Messinggraane | Wasserhahn aus Messing |
| Migge | Mücken |
| Mir | Wir |
| Mischt | Komposthaufen |
| murkse / abmurkse | arbeiten / schwer arbeiten |
| Nääz | Zwirn wahrscheinlich Verstümmelung von "Nähzeug". |
| Naube | Eigenarten |
| näwenaus | fremd, im Sinne von "fremd gehen" |
| net / nit | nicht |
| Nischdel | Schnuersenkel von dem mittelhochdeutschen Wort "nesteln" (=knüpfen, schnüren) |
| nolääfsches | fangen spielen |
| of | auf saarländische Universalpräposition |
| oorscherisch | kümmerlich abgeleitet von "eingeschirrig" (Bauer mit nur einer Kuh) |
| Orwerse | Reste |
| owwe | oben |
| packen | schaffen, erreichen |
| Panascheeee | Bier mit klarer Limo (von frz.: panachee), Radler |
| Patt | Pate |
| Plafong | Zimmerdecke |
| Portmonnéee | Geldbeutel (aus dem französischen) |
| Quantum | Menge vom lateinischen "quantus" (=wie viel) saarländische Maßeinheit für übertriebenen Alkoholkonsum: "Der hat sei Quantum weg!" |
| Queddschebaam | Zwetschgenbaum |
| Queddscheschmier | Zwetschgenmarmeladenbrot |
| rangse | quitschen Die Diier rangst schon widder =Die Tür quitscht schon wieder |
| redduur | zurück |
| Riddo | Vorhang, altsaarländisch von dem franz. Wort "rideau" (=Vorhang) |
| Rippschdrang | wörtl. Rippenstrang Wirbelsäule |
| rischde | vorbereiten, anrichten |
| riwwele | rubbeln |
| Roschtwurschtbud | Rostwurstbude =Imbiß |
| ruffzus, ruffer gehn, nuffer gehn | in Richtung rauf = hinauf (ruffzus loß ich mich fahre, runnerzus dun ich laafe) |
| Rummele | Zuckerüben |
| runnazus, enunner | in Richtung runter |
| Sackduuch | Taschentuch |
| Saa nur | Was du nicht sagst |
| Schdiggsche | Gebäck, Teilchen, Kaffeestückchen |
| Schlabbe | Hausschuhe |
| Schlenggerdibbsche Schlenkderdéppchen |
Blechdose ohne Deckel, am oberen Rand 2 gegenüberliegende Löcher mit Schnur durch als Griff. Die Dose wurde mit welkem Laub oder Gräsern gefüllt, angezündet und kreisend in der Luft herumbewirbelt um Glut zu entfachen. |
| Saalschläbbscha | Gymnastikschuhe |
| Schääsewäähnsche | Kinderwagen vom franz. "chaise", wörtlich: kleiner Stuhlwagen |
| schaffe | arbeiten |
| Schaffschuhverstecker | jmd, der andere von der Arbeit abhält |
| Schdammkneip | =Stammkneipe, Lieblingsgasthaus |
| Schesselong | Sofa |
| Schibbe-siwwener | Pic-sieben |
| Schirdsesaggnoht | Schürtzentaschennaht |
| schlooooosn | hageln |
| schmaggt | schmeckt |
| Schmier | belegtes Brot abgeleitet von "schmieren" |
| schnäge | naschen |
| schnäkisch | kulinarisch (zu) anspruchsvoll |
| schnatz | schick |
| Schneesiewa | wörtl.: Schneesieber jemand der etwas unnützes wie Schnee sieben macht |
| Schniss | Mund |
| schwaade | verprüglen wahrscheinlich abgeleitet von dem Substantiv "Schwarte". |
| Schnisschwader | Schnellsprecher, wörtlich: "Mundprügler" |
| Schtampes (Milschkadoffele) | Kartoffelpüree |
| Schuhnischdel | Schnürsenkel |
| schrooo | hässlich |
| schwätze | sprechen, reden |
| sellmols | damals |
| serleb Daachs net | niemals |
| sich dummele | sich beeilen |
| Sießschmier | Marmelade abgeleitet von "Süße Schmiere" |
| Sießschniss | Leckermäulchen |
| Simple | Pony (Frisur) |
| so | umsonst "Kinne ma das so griehn, oder koscht das was?" "Können wir das umsonst mitnehmen oder kostet es etwas?" |
| Sohnsfraa | Schwiegertochter, altsaarländisch |
| Sonndasgeld | Geld, daß die Eltern oder die Omas und Opas den Kindern Sonntags geben (Taschengeld) |
| Sperenzjer | Widerstände vom lateinischen "sperenza" (=Hoffnung) abgeleitet, wurde zu sperren eingedeutscht, wer Sperenzjer macht, der "sperrt" sich gegen etwas. |
| Spingel | Nadel, altsaarländisch abgeleitet vom franz. "épingle" |
| strack | faul / betrunken / steif |
| Struddler | unordentlicher Mensch |
| stribbe | stehlen, aber auch: (sich richtig) anziehen, ausziehen vom engl. "stip" abgeleitet. "Bevor du aus dem Haus geschd, duschd du disch awwa mol ordendlisch stribbe." |
| struwwelisch | struppig/ungekämmt |
| tooobisch | schusselig, dusselig |
| Trottwa | Bürgersteig, altsaarländisch von dem französischen Wort "trottoir" |
| tunke, ähni | runterhauen dem soll isch awwer ähni getunkt hann... |
| Uff | Auf |
| Unn ? | Hallo! Wie geht's denn so? |
| unne | unten |
| unnere | wohnen (in inoffizieller Untermiete) der unnert bei seiner Freundin |
| Urwesse | Speisereste auf dem Essteller |
| Uwweraschd | Unordnung |
| versuddele/versuddeln | verschütten, sich überschütte |
| verdzä Pär | vierzehn Pferde |
| verkassemaduckele | hinters Licht führen, verprügeln |
| Viets | Apfelwein |
| Wagges/Wackes | Elsässer/Lothringer, abwertend, abgeleitet von "Wasgau" oder aber auch: man hat sich früher über die Grenze mit Steinen (Waggese) beworfen. |
| Wazzekligga | freches Kind |
| Weck | Brötchen |
| Welljaholz | Nudelholz |
| Werdschafd | Gastwirtschaft |
| Wersching | Wirsing |
| Widdfraa | Witwe |
| Wuddsebu | kleiner Junge, der sich immer schmutzig macht |
| wurgse | würgen |
| wusselisch | nervös |
| Xangsverein | Gesangverein |
| Zabbe | Ende wahrscheinlich von "Zapfenstreich" |
| Zabbeduschter | endgültig Schluss |
| Zinke | große Nase |
| Zores | Schwierigkeiten/ aber auch abwertend für Kinder Demm sei Zores is ganz scheen fresch! |
| Zwiwwelle | Zwiebeln |
Fortgeschrittene
- 1 -
das Hochdeutsche werden heißt im Saarländischen geben
also je nach Standort im Saarland:
genn, gäbt oder gäft
hier einige Beispiele zur besseren Verständlichkeit:
| "Isch genn morje konfirmiert" | "Morgen werde ich konfirmiert" |
| "Eisch gäft dat lo nit so mache!" (Saarlouis) | "Das würde ich nicht so machen!" |
| "Hascht du eigendlisch mitgridd, dass es Lis gischda schon 40 genn is?" | "Hast du gemerkt, dass die Elisabeth gestern ihren 40. Geburtstag hatte?" |
| Saarländisch | Deutsch |
| Allewei is awwer Zabbeduschder | Jetzt ist aber Schluss |
| Allee hobb jezz | Jetzt aber schnell |
| Mach mool e bissje nonanner do | mach mal ein bischen nacheinander da Arbeiten Sie schneller |
| Alle dann | Also dann... Auf Wiedersehen |
| Das glaabschde awwer / allemol | bestimmt, selbstverständlich |
| Das doo (Saarlouis: Dat looo) is meiner Das doo (Saarlouis: Dat looo) is meins |
(Darf ich vorstellen:) Das ist mein Ehegatte Das ist meine Ehegattin |
| Das is mei -Babbe, Vadder -Mamme, Mudder -Goooodi -Paddeeee -Dochdermann -Sohnsfra -unser Klääner -unser Klänschdes -ähs -de Anner -Gäwwelpisser/Giwwelpisser |
darf ich vorstellen, mein(e) -Vater -Mutter -Patin -Pate -Schwiegersohn -Schwiegertochter -der jüngste Sohn -die jüngste Tocher -die Frau über die wir eben gelästert haben -der Mann dessen Name ich nicht mehr weiß -zukünftige Schwiegersohn / der immer drausen warten und an den Giebel pinkeln muß |
| Griescht ma s Dellese Mariesche | Grüßen Sie bitte die Maria Delles herzlich von mir |
| War das e murkserei Hann isch misch gischda abgemurkst |
War das eine schwere Arbeit Habe ich mich gestern angestrengt! |
| Wenn das do meiner wär, dät isch denne in de Sengel stelle! |
Wenn der Junge da mein Sohn wäre, würde ich dem jetzt eine Strafpredigt halten! |
| Das war doch iwwahaupt nit so gemennt nix fir ungudd jetz mach da mol nit ins Hemb |
das war doch nicht so gemeint nichts für ungut jetzt mach dir nicht das Hemd voll alles = das tut mir leid |
| Isch glaab disch hann se | wörtlich: Ich glaube dich haben sie jetzt glaube ich du bist verrückt! |
| Kindschde mol grad | würdest du mal bitte... |
| Kann isch mol de Meier schwätze | Ich möchte bitte mit dem Herrn Meier reden |
| Kannschde mir mol graad das Hefdsche do genn | wörtlich: Kannst Du mir gerade mal das Heftchen da geben Würden Sie die Freundlichkeit besitzen und mir leihweise das Programmheft überlassen? |
| Mach jetz mol e bissje enanner no | wörtlich: Mach jetzt mal ein bisschen einander nach Beeil dich jetzt mal ein bisschen! |
| Wo kamma das dann grieeeenhn? | Wo gibt es das denn zu kaufen? |
| Kingalitzja | Kleinigkeiten |
| Männschde nit aach? | meinst du nicht? |
| O leck | nun muß ich mich aber sehr wundern |
| Do kinndschd du doch die Gäisegischt kriehn! | wörtl. Da könntest du doch die Ziegengicht bekommen! Das ist doch zum verrücktwerden/ausflippen! |
| Sa lebdach nit / Im Lääääwe nit | Nie im Leben |
| So lang zu die Fiiieeees unner mei Disch schdeggschd gebt gemach was isch saaaahn! |
Angewendet oft bei gerade 18jährigen: So lange du die Beine unter meinen Tisch streckst (bei mir am Tisch ißt) wird gemacht was ich sage (bestimme ich hier) |
| Saaa nur! | wörtlich: "Sag nur!" das erstaunt mich aber |
| Mit demm kann ma schwätze | wörtlich: "Mit dem kann man reden" dies ist ein unbürokratischer Politiker/Beamter |
| Uff die Schnerr gehn | einkaufen/shoppen bzw mit Freundinnen Kaffeetrinken gehen |
| Die Sach gebbd gedeixelt | das funktioniert schon irgendwie, mach dir keine Sorgen |
| Se hann sisch werklisch net lumbe geloss | anerkennende Äußerung über eine gelungene Bewirtung |
| Do hats la mass die meng zu esse genn unn gudd kann isch da sahn |
da hat es sehr viel zu essen gegeben und es hat auch noch sehr gut geschmeckt |
| Leischimbs | Kaffee nach einer Beerdigung. (siehe Leischimbs) |
| Jetzt mach kenn schberenzja unn schtribb disch ordendlich du hascht disch mit da Bibbelschesbohnesupp verschdruddelt. |
Jetzt mach keine Schwierigkeiten und geh dich umziehen du hast dich mit der Bohnensuppe bekleckert. |
| Jezzz liiieschde ma doch die Säck voll | Jetzt lügst du mir doch die Säcke voll Das glaube ich dir nicht, du lügst doch |
| Mann gescht du mir heit uff de Jubbe | wörtl: Mann gehst du mir heute auf den Rückenteil meines Jackets Du nervst mich heute fürchterlich! |
| Gleisch trääät isch dir in die Hupp! Soll isch dir in die Hupp änin träääde? |
Gleich trete ich dir in den Hintern! Soll ich dir in den Hintern treten? |
| Du willscht ma wohl am Zeisch fligge? | wörtl: Du willst mir wohl am Zeug flicken Du möchtest mir wohl etwas böses anhängen |
| Der Lade doo hat Preise wie uff da Hochschul! Das hättschde da grad so gudd in da Abothek kaafe kinne! |
Das Geschäft in dem wir stehen hat Preise die sehr hoch sind. Den Artikel hättest Du Dir für das Geld auch in der Apotheke kaufen können! |
| Doo is die Briiieh deira wie die Brogge | Da ist die Brühe teurer als die Brocken Das Drumherum ist kostspieliger als die Sache selbst |
| Unn jetzt de ganze Kladdaradatsch von vorne | ..sagte unser Lehrer wenn wir den Abschnitt wiederholen mußten. |
| "Mei Alder is uff Schicht" | Aus diesem Satz, wörtlich: "Mein Ehemann ist auf der Schicht!" folgert der intelligente Saarländer folgendes: Dieses Ehepaar ist schon eine zeitlang verheiratet (="Alder" für Ehemann) er arbeitet aller wahrscheinlichkeit nach auf der Hütte oder in der Grube (je nach dem was dem jeweiligen Standort näher liegt, denn wäre es das weiter entfernt liegende oder wäre er gar so etwas "exotisches" wie Krankenpfleger würde dies gesondert erwähnt). und der Ehemann hat gerade "Früh-, Mittag- oder Nachtschicht" (je nach Zeitpunkt der Aussage). Das wiederum läßt darauf folgern wann dieser am nächsten Tag zu erreichen ist da die Schichten immer im gleichen Rhytmus und immer zu gleichen Zeiten laufen. Also käme kein halbwegs intelligenter Saarländer auf die Idee am nächsten Morgen um 10 Uhr noch einmal nach dem Ehemann zu fragen nachdem obige Aussage Abends um 10 Uhr gemacht wurde. Denn der Mann hatte Nachtschicht und schläft um diese Uhrzeit.... |
| Der wo Owwerbirjameischda wor is, denne kenn isch schonnn seit Joohre! | Der jetzige Oberbürgermeister ist mir schon jahrelang bekannt! |
| Mei Alder is e sturer Klotzkobb was es Esse betreffe dud! | Mein Gatte ist, was Essen betrifft, ziemlich verwöhnt! |
| Himmel saggra nuundidjee! Dudswidd, dudswidd drawwaljee! | duddswidd = schnell, rasch Aus dem Französischen stammend: sacré nom de dieu = heiliger Name Gottes travailler = arbeiten Sinn also: Himmelsakrament Ihr sollt schneller arbeiten! |
| Saarländisch | Deutsch |
| Wanns dimmeld iwwer de kahle Wald, dooo muss verderwe Jungg un Ald | Wenn es donnert über dem kahlen Wald, dann muss verderben Jung und Alt Meint: Im kommenden Jahr wird die Ernte karg sein so dass viele Menschen Notleiden werden. |
| Die Hinkele, die am meischte gakse, läe die wenigschde Eier | Die Hühner, die am meisten gakkern, legen die wenigsten Eier Meint: Wer viel vom arbeiten redet, (statt zu arbeiten) hat meistens wenig Erfolg. |
| E schleschdi Awed hallt von Zwölef bis Middach | Eine schlechte Arbeit hält von Zwölf Uhr bis zum Mittag |
| Von me Ochs kann ma net meh verlange wie e gutt Steck Rindflääsch | Von einem Ochsen kann man nicht mehr verlangen als ein gutes Stück Rindfleisch Meint: Man soll seine (dummen) Mitmenschen nicht überschätzen. |
| Wo e Brauhaus is, brauch ma käään Backofe | Wo eine Brauerei ist braucht man keinen Backofen mehr |
| E trockener Huschde is em Doood sei Drombeeeda | Ein trockener Husten ist dem Tod sein Trompeter |
| Nit alles was Bagge hat is e Gesischd | Nicht alles was Backen hat ist ein Gesicht |
| E Kamel sieed nur de Buggel bei de annere | Ein Kamel sieht nur den Buckel bei den anderen Meint: Ein dummer Mensch sieht nie seine eigenen Fehler. |
| Gesetze sinn wie Schbinneweewe: de Hummele bresche dorsch unn de kläne Migge bleiwe drin hänge | Gesetze sind wie Spinnweben: Die Hummeln brechen durch und die kleinen Mücken bleiben darin hängen Meint: Die kleinen Verbrecher werden bestraft, die großen entkommen. |
| Saarländisch | Deutsch |
| Trenk eisch Bier, dann genn eisch foul, Trenk eisch Viez, vaziehn eich t Moul Trenk eisch Wein, dann genn eisch voll, Eisch wäääs net wat eisch tränge soll! |
Trinke ich Bier, denn werde ich faul Trinke ich Viez (=Apfelwein), dann verziehe ich den Mund Trinke ich Wein, dann werde ich besoffen Ich weiß nicht was ich trinken soll! |
Grammatik
Deutsch
Saarländisch
SB / SLSBier haben
in der Schule sein
die Hochschule besuchengeschlagen werden
ich
isch/eisch
hann mei Bier
bin uff da Penn
genn gehau
du
du/dau
hascht dei Bier
bischt uff da Penn
gebscht/gäfscht gehau
er
er
hat sei Bier
iss uff da Penn
gebt/gäft gehau
sie
es/et
hat sei Bier
iss uff da Penn
gebt/gäft gehau
es
es/et
hat sei Bier
iss uff da Penn
gebt/gäft gehau
wir
mir
hann unsa/uuuser Bier
sinn uff da Penn
genn/gäfde gehau
ihr
ihr
hann eier/auer Bier
sinn uff da Penn
genn/gäfde gehau
sie
die do /dir
hann ihr Bier
sinn uff da Penn
genn/gäfde gehau
Saarländisch
wörtl. Übersetzung
Hochdeutsch
Zeit
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isch saufe
ich saufe
ich trinke viel
Präsens/Gegenwart/Present
isch war saufe
ich war saufen
ich trank
Perfekt/Vergangenheit/Past
isch gehn saufe
ich gehe saufen
ich werde trinken gehen
Futur/Zukunft/Future
Isch dääd* saufe
ich täte saufen
ich würde saufen
Conditional
isch hann gesuff
ich habe gesoffen
ich habe getrunken
Present Perfect
isch hoood gesuff
ich hatte gesoffen
ich hatte getrunken
Plusquamperfekt/vollendete Vergangenheit/Past Perfect
do werr isch gesuff hann
dann werde ich gesoffen haben
ich werde getrunken haben
Futur 2 / vollendete Zukunft / Future Perfect
Dääät* isch jetzt schon gesuff hann
täte ich jetzt schon gesoffen haben
hätte ich jetzt (schon) getrunken
/ Möglichkeitsform / Conditional Perfect
Die Saarländische Universalpräposition ist:
uff oder auch off
Hochdeutsch wörtlich "auf"
"Meiner Sohnsfrah ihr Junger geht off die Schul!"
= Der Stiefsohn meines Sohnes besucht die Hochschule
"Mei Alder is uff Schicht"
Aus diesem Satz, wörtlich: "Mein Ehemann ist auf der Schicht!"
(zu diesem Satz siehe auch "Saarländisch für Fortgeschrittene")
| "Isch dääd sinn" | "Ich wäre gewesen / ich sei" |
| "Isch hann gemennt, dass ihr kumme däääde" | "Ich dachte ihr würdet kommen." |
| "Däät isch domols nit so doof gewähn sinn, hätts sinn kinne dass mei Alde misch uff da Penn angemeld hann däääde." möglich aber auch: "Wär isch domols nit so doof gewähn, hätts sinn kinne dass mei Alde misch uff da Penn angemeld hädde.". |
"Wäre ich damals nicht so schlecht in der Schule gewesen, hätte es sein können, dass meine Eltern mich auf dem Gymnasium angemeldet hätten." |
| "Mir komme zu eisch nit eher schwenke, als dass ihr mol bei uns gewähn sin dääde." | "Wir kommen nicht eher zu euch Schwenkbraten machen (eine Grillparty feiern), als dass ihr uns einmal besucht habt." |
Der Saarländer ist ein höflicher Mensch und legt sich nie so genau fest. Das äußert sich darin, dass er nie nur "joo" oder "näää" sagt.
Auf die Frage:
"Helfschd zu mir morje beim baue fumm Gadehäusje"
(hilfst Du mir morgen beim bauen meiner Gartenlaube)
gibt es viele Antworten:
"Ei jo - nee," -überlegen-
"Wennde e Kaschde Bier kaafschd" (Wenn Du einen Kasten Bier besorgst = Zustimmung in diesem Fall)
"mol sieeehn" läßt alle Möglichkeiten offen
mit dem Zusatz "ob isch Zeit hann" ist kaum mit einem Erscheinen zu rechnen.
Der Saarländer ist ein höflicher Mensch. Wenn man jemand Bekannten trifft sagt man:
| Saarländisch | wörtl. Übersetzung | Deutsch | Sinn: |
| "Tach" | "Tag" | "Guten Tag" | |
| "Tach aach" | "Tag auch" | "Einen wunderschönen guten Tag" | soll beiläufig, witzig klingen |
| "Moin" | "Morgen" | "guten Morgen" | |
| "n' owend" | "Abend" | "guten Abend" |
Gewöhnlich wird das Gespräch fortgesetzt mit:
Will man dem Gegenüber dringend etwas Wichtiges mitteilen beginnt man mit dem Satzteil:
Also:
Du wirscht lache, unser Stammdisch fallt heut aus! Oder:
Du wirscht lache, der Pitt is in de Bach gefall!
Befremdlich für "Fremde" ist, dass diese Einleitung auch für traurige Begebenheiten benutzt wird weil es eben eine Floskel ohne Sinn ist. Also ist es durchaus möglich, dass ein Saarländer sagt:
"Du wirscht lache, awwer dei Auto is grad abgeschleppt genn!" oder
"Du wirscht lache, unser Uroma is doood!"
Wenn das Gespräch langweileig wird kann man mal auf die Uhr sehen und sagen:
"Jetz muss isch awwer mol langsam!" (=jetzt muss ich aber langsam mal weitergehen)
Das wird jeder höfliche Saarländer kapieren und sich mit folgenden Worten Verabschieden:
(bei besonders hartnäckigen Fällen wenden Sie selbst eine der folgenden Redewendungen an)
| Saarländisch | wörtl. Übersetzung | Deutsch | Sinn: |
| "Alle dann" | "na dann..." | ich will zwar noch nicht gehen aber raffe mich jetzt trotzdem dazu auf | |
| "Machs gudd" | "Mach es gut" | "Ich wünsche Dir alles gute" | wird häufig bei "Schwierigkeiten am Horizont" gebraucht |
| "Machs gudd awwer nit zu oft" | "Mach es gut aber nicht zu oft" | - kein Kommentar - | hiermit wird obere Verabschiedung unter guten Freunden verballhornt |
| "bis dann" | "bis dann" | "bis dann" | lass es dir gut gehen bis wir uns wiedersehen |
| "e scheener Gruß noch an de Jupp" | "ein schöner Gruß noch an den Jupp" | "richte Johannes bitte einen schönen Gruß von mir aus" | |
| "alles gudde noch for Dehemm" | "alles Gute noch für Daheim" | "Wünsche Deiner Familie alles gute von mir" | (und sag Ihnen dass du mich getroffen hast, erzähle denen alle Neuigkeiten und grüße sie herzlich von mir) |
Hochdeutsch
Saarländisch
wörtliche Übersetzung
1.
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben
Isch bin der Hauptscheff
Ich bin der Hauptchef
2.
Du sollst den Namen des Herrn nicht mißbrauchen
Du derfscht iwwa alles dummbraddle, awwer net iwwer de liwwe Gott
Du darfst über alles dumm daherreden, aber nicht über Gott
3.
Du sollst den Feiertag heiligen
Am Sunndach wollt isch sowieso Krangeschein mache.
Am Sonntag wollte ich sowieso Krankenschein machen.
4.
Du sollst Vater und Mutter ehren
Solang du die Fieß unner mei Disch schdeggschd wird gemach was isch da sahn
So lange du die Füße unter meinen Tisch streckst wird gemacht was ich sage
5.
Du sollst nicht töten
Kabuttschlaan isss nit
Kaputtgeschlagen wird hier nichts
6.
Du sollst nicht ehebrechen
Du sollscht nit demmm anner seins holle
Du sollst nicht dem anderen seine Frau nehmen
7.
Du sollst nicht stehlen
Werkzeisch kann ma aach kaafe
Werkzeug kann man auch kaufen
8.
Du sollst nicht lügen
Rick endlisch mit da Worhäät raus
Rücke endlich mit der Wahrheit raus
9.
Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus
Du sollschd demm anner sei Zeisch gönnne
Du sollst deinem Mitbürger seinen Besitz gönnen
10.
Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib,
De abbedit kannschde da holle, awwer gess wird dahemm
den Appetit kannst du dir holen, aber gegessen wird zu hause.
Schimpfwörter
| Faulenzer | Schlooseklobber, Wänscheszia, Schaffschuhverstegger oder Schiffsschaukelbremser |
| Der Herr da vorne ist Polizist | Der do is a Gruweschuhverschteckla |
| Jemand, der dummes Zeug redet | Foozer oder Dummfoozer |
| Kleiner, ungezogener Junge | Fräggat |
| Sehr strenge Frau | Beesem |
| Jemand, der in der Grube beschäftigt ist | Gruweluische, |
| Schleimer allgemein | Arschkriecher oder Keffdegrawweler |
| Jemand, der die Angewohnheit hat, sich seines Nageldrecks an den Füßen mit den Fingern zu entledigen | Zewegriwweler |
| Jemand, der sich sein Nasensekret mittels des Fingers in den Mund befördert | Botzefresser, Pobbeler, Nasebohrer |
| Lausbube | Lauserd |
| Frecher kleiner Junge | Fraeckad |
| Jemand, der dummes Zeug redet | Haawebraddler |