Ökotipp Biomasse
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Biomasse rechnet sich.
Biomasse, vor allem Holz als Energieträger, ist heute auch ohne Zuschüsse in
zahlreichen Fällen schon wirtschaftlich und damit weitgehend unabhängig von
politischen Veränderungen. Biomassefeuerungen werden hauptsächlich zur
Wärmeerzeugung eingesetzt. Mit steigenden Öl- und Gaspreisen verbessern sich
Wirtschaftlichkeit und Rendite.
Saubere Energiegewinnung durch Biokraftwerke
Biokraftwerke erzeugen Gas in nahezu Erdgasqualität durch die Vergärung
organischer Reststoffe, die nicht mehr anders verwendbarer sind. Das dabei
gewonnene Gas wird in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, wobei Strom und
Wärme entstehen. Biokraftwerke bieten mehrere Einnahmemöglichkeiten: Verkauf
von Strom und Wärme, von "Green Gas" und von Reststoffen (Flüssigdünger)
Der Strom wird von Energieversorgungsunternehmen aufgrund der bekannten
gesetzlichen Einspeisevergütungen für regenerative Stromerzeugung langfristig
abgenommen und bezahlt. Darüber hinaus soll die produzierte Wärme an örtliche
Abnehmer verkauft werden. Dasselbe gilt für das Gas und für den Flüssigdünger.
Biokraftwerke sind eine innovative und sinnvolle Lösung der Abfallbeseitigung;
sie setzen die in organischen Reststoffen gebundene Energie in Form von Biogas
frei und genügen damit dem Kreislaufgedanken der Natur.
Bei entsprechendem Know-How und Erfahrung der Initiatoren bietet die
Beteiligung an Biokraftwerken ähnlich wie mit Wind, Wasser und Sonne, daher
eine langfristig abgesicherte, ökologisch sinnvolle und wirtschaftlich mit
guten Renditechancen versehene Investition.
Es lohnt sich also jetzt, in sog. Energiefonds einzusteigen.
Holzenergieprojekte haben derzeit ähnliche Renditen wie Windfonds. Die
Gesamtausschüttungen betragen 230-290% über die Laufzeit von 15 bis 20
Jahren gerechnet.
Bei Windfonds ist die Wirtschaftlichkeit vom Wind und von der
Einspeisevergütung des "Erneuerbare-Energien-Gesetzes" abhängig. Die
Wirtschaftlichkeit von Holz hängt dagegen vor allem von den Konkurrenten Öl
und Gas ab, deren Preis sich seit 1999 etwa verdopppelt hat.
Bei Holzheizkraftwerken werden für den erzeugten Strom folgende Vergütungen
bezahlt: bis 500 kW 10 Cent je kW/h; 500 bis 5.000 kW 9 Cent je kW/h. Die
Vergütung wird 20 Jahre lang gezahlt.
Die Biomassekraftwerke der KWA arbeiten z.B. mit Blockheizkraftwerken und
Kraft-Wärme-Kopplung mit möglichst hoher Energie- und Umwelteffizienz.
Kraftwerke auf der grünen Wiese sollen nicht entstehen. Geplant sind
Kombinationsprojekte aus Biomasse und Solarenergie.
Erfreulich:
Die Europäische Kommission hat am 22.05. in Brüssel bekanntgegeben, daß sie
künftig zwei für den Klimaschutz in Deutschland bedeutsame Gesetze das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)
akzeptieren wird. Nach der Einschätzung der EU-Kommission handelt es sich
bei beiden Regelungen nicht um staatliche Beihilfen im Sinne des EU-Vertrages.
Die Kommission schließt sich mit ihrer Einschätzung dem Urteil des
Europäischen Gerichtshofs vom März 2001 an, der diese Beurteilung schon für
die deutsche Vorgängerregelung getroffen hatte.
Und noch aus einem anderen Grund ist die jetzt von der EU-Kommission
getroffene Entscheidung bedeutsam: Eine anders zusammengesetzte neue deutsche
Regierung würde an diesen Gesetzen, die inzwischen Vorbild für andere
europäische Länder sind, nicht mehr rütteln können.