Lasalas

Schule und Berufsvorbereitung

Schule

Durch ausgebildetes Lehrpersonal (Hauptschullehramt) können die Mädchen gemäß ihres individuellen Leistungs- und Bildungsstandes adäquat beschult werden und auf einen Schulabschluss (Hauptschulabschluss durch schulexterne Abschlussprüfung) in Deutschland nach den jeweiligen Landesvorgaben vorbereitet werden. Dabei kann in den ersten Monaten des Aufenthaltes eines Mädchens eine „Lebensschule“ den Inhalten und Zielen einer Regelschule mit deren typischer Fachorientierung vorgeschaltet sein. Hierbei sollen die Jugendlichen an das Lernen herangeführt werden, indem in Form von Projekten Themen fächerübergreifend behandelt werden. Dabei steht motivierendes Lernen mit Unterrichtsprodukten mit „Gebrauchswert“ im Vordergrund. Beispielsweise kann der Bau einer Vogel-Voliere Anlass zum integrativen Lernen werden, wenn beim Planen, Besorgen der Materialien sowie beim Bauen mathematische und biologische Überlegungen sowie werktechnische Handlungsformen eine Rolle spielen. Vielseitige Anknüpfungspunkte zum Lernen bietet zudem die Lebenswelt der Mädchen, so kann der Eintritt in das Fitnessstudio Anlass geben, um über generelle lebenspraktische Fragestellungen wie Verträge, Kündigungen oder Preisvergleichsmodelle nachzudenken.

Sprachschule

Es wird angestrebt, dass die Mädchen bei längerfristigem Aufenthalt in Andalusien die spanische Sprache erlernen, um einen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung bzw. um eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Geschehen zu ermöglichen.

Praktika

Neben der Schule werden die Jugendlichen weiterhin auf die Berufsausbildung vorbereitet. Verschiedene Praktikabereiche vor Ort wie z.B. in der Landwirtschaft (Olivenernte), in der Gastronomie, bei einem Goldschmied, in einem Frisörbetrieb oder der Redaktion einer deutschsprachigen Zeitung können einen Einblick in die Berufspraxis bieten und den Jugendlichen den geregelten Tages- und Wochenrhythmus (hier noch bezogen auf spanische Gegebenheiten) des späteren Arbeitsleben näher bringen. Durchhaltefähigkeit, Ausdauer, Einbindung in eine Arbeitsgruppe sowie das Erleben von Erfolg und Misserfolg sind Ziele für die Jugendlichen, die ihnen die Integration in berufsfördernde Maßnahmen erleichtern. Im Gespräch mit den Pädagogen können berufliche Perspektiven entwickelt werden.

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