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Schlafprobleme
Hier hilft das altbewährte Hausmittel Baldrian.

Präparate aus dieser Pflanze sind nebenwirkungsarm, so die NISAS-(Nationwide Insomnia Screening and Awareness Study)-Studie in den USA.

Die Wirkung tritt nach zwei- bis vierwöchiger Therapie ein. Besonders gut: Baldrian hat weder negativen Einfluss auf den Schlaf noch auf die nächtliche Erholung. Eine hohe Dosierung (600 mg pro Tag) wird empfohlen.

 

Kopfschmerzen
Pfefferminzöl eignet sich sowohl zur Therapie als auch zur Vorbeugung gegen Kopfschmerzen.

Die Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): kaltes Pfefferminzöl auf einen Lappen träufeln, damit sanft Schläfe, Scheitel und Nacken einreiben.

Dieser Trick hat häufig denselben Effekt wie ein Gramm Paracetamol oder ASS. 

 

Monatsbeschwerden
leiden Frauen unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS) mit Brustspannen oder Gereiztheit, können sie Mönchspfefferextrakte schlucken.

Forscher der Uni-Klinik Heidelberg zeigten in einer Studie, dass die mehrmonatige Einnahme von 30 bis 40 Miligramm Mönchspfeffer die allgemeine Befindlichkeit in der Zeit vor den Tagen verbessert und Brustschmerzen verringert.

 


Magen-, Darmbeschwerden
Aufstoßen, Magenkrämpfe, Reizdarm – zur Behandlung haben sich nachweislich Auszüge aus Pfefferminze und Kümmel bewährt.

Besonders deren ätherische Öle wirken gegen akute krampfartige Schmerzen im Magen-Darm-Bereich und gegen blähende Koliken bei Kindern.

Genauso hilfreich sind Präparate aus der Artischocke, die zu den Bitterstoffdrogen gehören. Sie regen die gestörte Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an. Laut Studien senken sie zusätzlich das Cholesterin.

Bei Übelkeit und Erbrechen hilft Ingwer. Kamillen- und Melissenblüten wirken krampflösend. 

 

Niedergeschlagenheit
Bei leichten bis mittelschweren Depressionen helfen Johanniskrautextrakte.

In einer Studie bewiesen Wissenschaftler der Uni Gießen die stimmungsaufhellende Wirkung: Nach sechswöchiger Einnahme fühlten sich 84 Prozent der depressiven Teilnehmer besser.

Empfohlen werden täglich 900 Milligramm Extrakt. Vorsicht: Erst zum Arzt gehen und abklären, ob es sich nicht um eine schwere Depression handelt (Selbstmordgefahr), da ist Johanniskraut ungeeignet. Außerdem kann es die Wirkung der Anti-Baby-Pille und von Medikamenten, die nach Transplantationen gegen Abstoßungen gegeben werden, schwächen.

 

Erkältungen und Verletzungen
Honig wird seit alters her als Heilmittel bei Erkältungen und Verletzungen eingesetzt. Neue Forschungen belegen jetzt die Wirksamkeit dieser süßen Medizin.

In der dunklen Jahreszeit haben Husten, Schnupfen und Heiserkeit Hochkonjunktur. Nach statistischen Angaben leidet jeder erwachsene Deutsche zwei bis drei Mal pro Jahr an einer Erkältung, und dies vor allem im Herbst und Winter. 67 Prozent der Erkälteten bevorzugen Hausmittel wie beispielsweise Honig, um die lästigen Symptome in den Griff zu bekommen. Heiße Milch mit Honig erfreut sich bei Husten und Heiserkeit besonderer Beliebtheit. Am besten kommen die Honigwirkstoffe jedoch zur Geltung, wenn man sich einen Löffel der süßen Speise langsam auf der Zunge zergehen lässt. Oder den Honig im Kräutertee genießt. Doch nicht nur bei Erkältungen wird Honig als Heilmittel benutzt. Auch als Mittel zur Wundbehandlung wird Honig von alters her eingesetzt, besonders bei schlecht heilenden, eitrigen Wunden.

Honig enthält neben vielen anderen Inhaltsstoffen Gluconsäure, Wasserstoffperoxid und Inhibine. Die Gluconsäure sorgt für ein saures Milieu im Honig, das viele Keime an der Vermehrung hindert. Wasserstoffperoxid schädigt den Stoffwechsel der Krankheitserreger. Als Inhibine bezeichnet man eine Gruppe verschiedener entzündungshemmender Wirkstoffe, zum Beispiel Lysozym, Flavonoide und aromatische Säuren. Außerdem rückt der Honig den Krankheitserregern mit einem physikalischen Trick auf die Pelle: Durch den hohen Gehalt an Zucker entzieht er den Keimen Wasser. Sie trocknen aus und sterben ab. Bei der Wundbehandlung wird Honig äußerlich auf die Verletzung aufgetragen. Dadurch wird die Wunde luftdicht verschlossen.
Die antibiotischen Wirkstoffe im Honig rücken sogar den gefürchteten Stämmen der Staphylococcus-Bakterien zu Leibe. Da in den vergangenen Jahren Resistenzen gegen Antibiotika stark zugenommen haben, interessiert sich die Wissenschaft heute wieder besonders für die Inhaltsstoffe des Honigs.

Die Wirksamkeit des Honigs bei Erkältungen und Verletzungen ist also kein Ammenmärchen. Inzwischen hat auch die Industrie reagiert und honigimprägnierte Verbände und Wundbandagen entwickelt. Doch Vorsicht: Experten warnen bei der Behandlung schlecht heilender Wunden vor Selbstversuchen. Denn es ist unsicher, ob zum Beispiel Honig aus dem Supermarkt während der Produktion erhitzt wurde und noch ausreichend entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

 

Halsschmerzen
Man wickle eine geschälte Knoblauchzehe in ein kleines Stückchen weiches Brot, kaue diese Masse gut durch und dann: nicht's wie runter damit!
Brennt zwar ein bischen, hilft aber garantiert!
Einzige Nebenwirkung: die nächsten 3 Tage Knoblauchgestank aus allen Poren.
Lohnt sich aber trotzdem, wenn dabei auf Antibiotika verzichtet werden kann.

 

Blähungen
Die süsslich schmeckende Gewürz- und Heilpflanze Anis ist ein echter Magen-Darm-Experte. Ihre ätherischen Öle wirken krampflösend bei Blähungen und regen die Bildung von Magensäften an. Bei leichten Beschwerden reicht es, das Essen kräftig mit Anis zu würzen. Bei heftigeren Blähungen hilft Tee.
Zwei Teelöffel Anis zerquetschen, mit einer Tasse siedendem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Über den Tag verteilt mehrere Tassen möglichst warm und in vielen kleinen Schlucken trinken.

 

 

 

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