Heroin Opium
Opium ist der getrocknete Saft, der aus der Mohnpflanze (Papaver somniferum) gewonnen wird. Opium enthält verschiedene Opiate, z. B. Morphin. 1804 isolierte der deutsche Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner einen Wirkstoff aus Opium, der für einen Rausch am wichtigsten ist. Er nannte ihn “Morphium”, das mit Morphin identisch ist und nach dem griechischen Gott des Schlafes “Morpheus” bezeichnet ist. Ab 1826 wurde die Substanz als Medikament gehandelt.
Auf der Suche nach Stoffen, die genauso gut wirken, jedoch weniger abhängig machen, synthetisierte man Diacetylmorphin, besser bekannt als Heroin. Der Name geht auf das griechische Wort Held zurück. Der Begriff "Heroin" wurde am 16.05.1898 beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin als Wortmarke eingereicht. Registrierungen in anderen Ländern folgten. Ab dem Jahr 1898 begann die kommerzielle Produktion von Heroin in großem Stil durch die Firma Bayer. Heroin wurde als oral einzunehmendes Hustenmittel angeboten. Von den Ärzten und vor allem den Patienten wurde es überaus positiv aufgenommen. Das Medikament wurde damals außerdem dazu eingesetzt, um die Entzugssymptome des Morphiums zu unterdrücken. Auf Grund des dann erkannten Suchtpotenzials wurde im Jahr 1931 von der Firma Bayer die Produktion eingestellt.
Durch die, im Vergleich zu Morphin, starke Wirkung von Heroin kommt es schnell zur Entstehung der Heroinabhängigkeit und zur Toleranzentwicklung. Eine Toleranzentwicklung tritt ein, wenn zur Erzielung eines gleichbleibenden Effektes die Dosierung gesteigert werden muss.
Abhängigkeit wird unterteilt in psychische und physische Abhängigkeit. Die psychische Abhängigkeit beinhaltet ein anfangs noch beherrschbares Verlangen, dass später nicht mehr zu kontrollieren ist. Dieses Verlangen wird „craving“ genannt.
Psychische Abhängigkeit von Heroin entsteht größtenteils durch die intensive euphorische Wirkung der Substanz. Bei physischer Abhängigkeit ist die Droge für das normale Funktionieren des Körpers unerlässlich. Wird die Substanz nicht zugeführt treten typische Entzugssymptome auf.
Bei einem Entzug von Heroin kommt es Anfangs zu Gänsehaut, Schweißausbrüchen, Tränenfluss, Unruhe und Angst. Ausgeprägte Entzugserscheinungen sind Durchfall, Erbrechen, Anstieg der Körpertemperatur und Anstieg der Herzfrequenz. Ferner treten starke Schmerzen im Bauch und den Extremitäten auf, sowie Blutdruckkrisen und Kreislaufversagen.
Bei Heroin kennen die Gerichte am wenigsten pardon, hier muss immer mit sehr harten Strafen gerechnet werden. Über die entsprechenden Entwicklungen bei den Gerichten bundesweit informiere ich mich u.a.über die Bundesvereinigung der Fachanwälte für Strafrecht e.V.i.G. ( BdFfS ):
www.bundesvereinigung.com