Thailand und Malaysia 2006
Bangkok, Kuala Lumpur, Singapur und Koh Samui
22.02.2006 bis 15.03.2006
22.02.2006
Da Anne mit zum Flughafen wollte, aber um 11:00 Uhr an der Uni sein Musste, haben wir uns bereits um 08.30 Uhr getroffen, haben Torsten in Sossenheim abgeholt und sind dann nach Kelsterbach gefahren, wo wir das Auto abgestellt haben und sind dann mit der S- Bahn zum Flughafen gefahren. Dort sind wir dann direkt ins Terminal 2 und zu McDonalds, wo wir erstmal gefrühstückt haben. Gegen 10.30 Uhr hat sich Anne verabschiedet. Wir restlich verbliebenen sind dann zu den Emirates Schaltern gegangen, wo ich darauf wartete einchecken zu können. Nach ca einer Stunde war ich mein Gepäck los und um 2 Bordkarten reicher. Also wieder zu McDonalds. Bei Kaffee und Cola haben wir dann noch etwas das Flugzeugtreiben beobachtet. Mein Flug hatte 20 Minuten Verspätung, weil der Flug aus Dubai schon verspätet war, also haben wir noch mal eine gute Stunde mit beobachten zugebracht. Doch irgendwann landete auch die Emirates, und wir begaben uns langsam eine Etage tiefer. Vor dem Eingang zum Transitbereich haben wir uns verabschiedet und nachdem ich meine Bordkarten und meinen Pass vorgezeigt habe, war ich allein. Und nun fingen Sie an, meine 3 Wochen Individual Urlaub alleine. Ich bin ja mal gespannt. Ich habe mich dann direkt zu Gate E9 begeben. Von diesem Gate sind Lutz und ich 2004 auch schon abgeflogen, als es Richtung Thailand ging. Die Verspätung hat sich insgesamt auf eine Stunde erweitert. Um 15:20 Uhr hob die Boeing 777-300ER endlich ab. Die vorläufige Reiseflughöhe von 35.000 Fuß war schnell erreicht. Die Maschine war noch recht neu, laut Internet recherché war sie erst wenige Tage im Einsatz. Das machte den Flug sehr angenehm, da die Sitze noch sehr Bequem waren und auch das Entertainmentsystem war absolute klasse. Ein 13“ Bildschirm im Vordersitz, touchscreen, und ein Video on Demandsystem mit 500 Kanälen. Da wird einem nicht so schnell langweilig. Den Flug über war der Wind auf unserer Seite und als es paralel zur Irakischen Grenze über Saudi Arabien entlang ging verhalfen uns 144Km/h Rückenwind zu einer Reisegeschwindigkeit von 1051Km/h. War zwar etwas holprig aber es hat sich gelohnt. Die Verspätung wurde dadurch nämlich aufgeholt. Naja, gelohnt, habe jetzt noch knapp dreieinhalb Stunden warterei vor mir. Bis ich durch die Sicherheitskontrolle war, hatte ich nur noch 3 Stunden vor mir. Und dann war ich mittendrin. Im Dubai International Airport.
Dieser Flughafen ist der Wahnsinn, selbst mitten in der Nacht ist hier noch der Teufel los. Ausserdem geht es sehr Hektisch zu, allerdings kann das auch an den permanenten Ansagen liegen, wo zum Beispiel für FlugXY 5 mal der Final Call kommt. Alles in einem ist Dubai fast wie Bahrain. Nur viel, viel Grösser und voller.
In Bahrain waren Lutz und ich vor einem Jahr in einem Arabischen Burgerladen. Den habe ich hier auch gesucht, leider gibt es hier nur McDonalds. Und Pumpkin Donut, und Starbucks, und Costa Coffee und alles andere was man auch in den USA findet.
Habe dann zwei Runden durch das Terminal gedreht und wegen der Größe war es auch schon Zeit zu gate 7 zu gehen, um auf den Weiterflug nach Bangkok zu warten. Bevor ich das Gate betreten habe, habe ich mir bei Starbucks noch einen Frisch gepressten Orangensaft gekauft. Erfrischt und gestärkt bin ich dann zum Gate und es dauerte nicht lange und ich konnte einsteigen. Mein, von Deutschland aus, online vorreservierte Fensterplatz war schon belegt. War mir aber Egal, war erstens direkt über der Tragfläche, Sicht also gleich null und auf dem Flug nach Dubai, habe ich festgestellt, das der A- Sitz in der Triple 7 einen kleinen Kasten unter dem Sitz hat, der die Beinfreiheit etwas einschränkt. Also habe ich mich an den Gangplatz gesetzt und kurz nach dem Start habe ich versucht zu schlafen. Allerdings wurde ich von der Crew ständig davon abgehalten, weil die Speisekarte verteilt wurde oder die Einreisekarte für Thailand. Irgendwann habe ich es dann doch geschafft und bin für ca 2 Stunden eingeschlafen. Als ich aufwachte lagen noch knappe „ Stunden Flug vor mir und wir waren auf der höhe von Kalkutta. Der restliche Flug verging recht schnell. Allerdings war die Maschine schon älter. Die Sitze waren schon sehr durchgesessen, die Touchscreens waren nur 8“ Gross, gut, damit kann man Leben. Es gab auch kein Video on Demand sondern nur ein paar Filme in einer Endlosschleife, von denen aber keiner funktionierte.
Nach der sehr Holprigen Landung in Bangkok, es war sehr windig, habe ich mir erst mal eine Raucher Ecke gesucht. Böser Fehler, der mich gut eine Halbe Stunde gekostet hat. Aber Egal, Ist ja schließlich Urlaub. Ich ordnete mich an der Schlange vor den Immigration Countern ein und eine Stunde Später hatte ich endlich den Stempel im Pass. Am Gepäckband wartete auch schon meine Tasche auf mich und los ging es Richtung Airportbus. Draussen erwarteten mich erstmal 33 Grad schwüle Hitze. Sehr angenehm wenn man aus dem kalten Deutschland kommt. Der Airportbus kostet noch immer 100 baht und nachdem ich eine halbe Stunde gewartet habe ging es los zur Nana Sation, wo ich in den Sky Train umsteigen muss und noch 2 Stationen zum Siam Square fahren muss, wo mein Hotel ist. Den Weg von der Bushaltestelle zur Skytrain Station hatte ich kürzer in Erinnerung, der Weg von der Siam Central Station zum Hotel hat sich aber nicht verändert. Wie vor einem Jahr sprach mich auch diesmal eine Thai an, wo ich denn Hin wolle und das ich nicht ins Novotel gehen solle, das wäre zu teuer. Als ich ihr Eklärte, das ich für Accor arbeite und den Mitarbeiterpreis zahle hat sie sich gefreut und mich weiterziehen lassen.

Das Novotel Bangkok on Siam Square
Im Hotel angekommen, gab es erstmal keine Zimmer für mich. Wie oft habe ich meinen Gästen schon erklären müssen, dass wir noch keine Zimmer frei gereinigt haben und wie oft dachte ich mir wie scheisse das sein muss nach ewiger Anreise, wenn man keine Lust mehr hat und nur noch Duschen will auch noch auf sein Zimmer warten muss. Egal, irgendwann musste es mich ja mal selber treffen. Nach einer Stunde hatte ich aber endlich mein Zimmer, eine weitere halbe Stunde später auch mein Gepäck. Endlich Duschen. Danach bin ich ins MBK Center, in dem ich mich noch prima zurechtgefunden habe ins Internetcafé und habe meinen in Deutschland zurückgebliebenen Freunden ein Statement ins Gästebuch geschrieben.

Das beliebte MBK Center
Danach bin ich zum Tokyu Supermarkt, ebenfalls im MBK Center. Dort gibt es in der Oberen Etage einige Restaurants, wo Lutz und Ich vor einem Jahr auch die erste Bangkok Mahlzeit zu uns nahmen. Als ich mein Essen vor mir hatte, wusste ich auch wieder, was ich damals gegessen habe: Fried Rice with Chilli. Schön Scharf, aber auch nicht zu Scharf. Genau das Richtige für den Kreislauf, wenn man aus dem Kalten Deutschland in das Schwül- Heiße Bangkok kommt. Auf dem Rückweg ins Hotel konnte ich beobachten, wie man hier das Problem mit dem Zugeparkt werden umgeht. Diejenigen, die andere zuparken, setzen einfach keine Handbremse und lassen auch den gang heraus. Wenn dann jemand ausparken will, schiebt er oder sie das andere Auto zur Seite, oder in dem beobachteten Fall auf ein anderes Auto drauf. Bin dann noch zum 7/11 und habe mir zwei Flaschen Singha besorgt. Da ich furchtbar müde und erschlagen bin, werde ich heute Abend auch nichts mehr machen. Nur den ersten Abend in Bangkok ausklingen lassen.
24.02.2006
Der Tag begann mit einem schönen Frühstück im Hotel. Danach bin ich los. Richtung Fluss. Bin schon beim letzten mal mit Lutz diese Strecke gelaufen. Allerdings haben wir damals 4 Stunden gebraucht. Wahrscheinlich haben wir uns zu lange an den Strassen aufgehalten, ehe wir unser Glück an den Fußgängerbrücken versuchten. Habe diesmal auch die Zeit genommen Sao Ching Cha, The Giant Swing, zu Fotografieren. Lutz und ich sind letztes mal einfach so daran vorbei gelaufen.

Sao Ching Cha
Heute habe ich für die Strecke bis zum Königstempel nur 1,5 Stunden dafür gebraucht.

Ein Klong (Wasserstrasse) in Bangkok
Dann allerdings noch mal 2 Stunden um zu Fuß zum Wat Arun zu kommen. Nachdem ich keine Brücke gefunden habe, die dafür geeignet war sie zu Fuß zu überqueren, bin ich wieder umgekehrt um mein Glück woanders zu versuchen. Unterwegs fand ich meine Schlüsselkarte vom Hotelzimmer. Glück gehabt. Durch Zufall fand ich dann auch eine Brücke die man zu Fuss überqueren konnte. Als ich den Chao Phraya überquert hatte, habe ich mich weiterversucht. Immer dem Gefühl nach in die Jeweilige Richtung. Aber irgendwie verlor ich dann auch wieder ziemlich schnell den Überblick und beschloss ein Taxi zu nehmen. Schon 5 Minuten Später war ich am Ziel. Und stellte fest, das ich schon längst am Tempel vorbei gelaufen bin. Aber in einer Schmalen Gasse, links und rechts ragen die Häuser empor, kann man auch nicht all zuviel sehen. Außer Wäscheleinen. Die gab es zuhauf.

Wat Arun
Habe mir dann erst mal in Ruhe den Tempel angeschaut. Der Wat Arun hatte schon immer eine besondere Faszination auf mich. Und wohl auch auf Bangkok. Wat Arun bedeutet übersetzt Tempel der Morgenröte. Und auch hier merkt man wieder die Besinnlichkeit. Inmitten des Hektischen Bangkoks kann es tatsächlich ruhig sein. Eine Tatsache, die man in allen Tempeln feststellt. Wat Arun war natürlich auch sehr imposant mit seinen Verzierten Türmen, den Chedis, und dem 79m Hohen Hauptchedi in der Mitte des Tempels, den Phra Prang.
Phra Prang des Wat arun


Tempel Impressionen
Habe mir dann wieder ein Taxi genommen und bin zum Wat Po gefahren. Wollte endlich mal den liegenden Buddha sehen. Kaum aus dem Taxi ausgestiegen, erzählte man mir was von einem Buddhistischen Feiertag und das nun eine Grosse Feier sei und nur Buddhisten zutritt hätten. Aha. Natürlich, und morgen ist Weihnachten. Ich versuchte an den Neppern vorbei zu kommen und mein Glück an anderer Stelle noch mal zu versuchen. Aber aus irgendeinem Grund saß ich auf einmal in einem Tuk Tuk mit Ziel Lucky Buddha. Naja, was soll’s, ein etwas verarsche gehört ja zu jedem Bangkok Aufenthalt. Man erzählte mir was von freiem Eintritt nur für mich, aber als ich das Tempel gelände betrat, hatte ich den Eindruck, dass hier grundsätzlich und für jeden freier Eintritt ist. Ausser mir war nur noch ein Thai da, der sich als Geschichtslehrer an der angeschlossenen Schule vorstellte. Er warte gerade auf seine Klasse, er wolle mit seinen Schülern beten, wegen des Feiertags. Hm, vielleicht doch nicht verarscht worden?? Dann erklärte er mir, warum Lucky Buddha so berühmt ist. Und zwar weil viele Touristen hierher kommen und beten. Das Bringt Glück. STOP!!!! Touristen?!? Dann fing er an mir zu erzählen, das heute der Letzte Tag einer Promotion der Regierung ist, um die Touristen nach der Tsunami wieder ins Land zu locken. Als er mir das so erklärte, wurde mir klar, das der Kerl mit den Tuk Tuk Fahrern unter einer Decke steckt. Klar, warum sollte die Regierung Touristen anlocken, die schon längst im Land sind. Macht ja keinen Sinn. Aber nun steckte ich mittendrin in diesem Spielchen und beschloss ne weile mitzuspielen. Vielleicht ist es ja ganz interessant. Als nächstes folgten 3 Schneider. Bei den ersten beiden war ich nicht lange höchstens 5 Minuten. Also keine Tankgutscheine für den Tuk Tuk Fahrer. Beim dritten Schneider habe ich eine Freizeit Hose in Auftrag gegeben. Der Preis war in Ordnung und warum nicht. Zum Schluss habe ich noch einen kleinen Elefanten gekauft. Ist zwar Kitsch aber Lutz und ich Lachen Heute noch, wenn wir an Phuket zurückdenken, wo immer ein fliegender Händler an den Strand kam und uns Elefanten verkaufen wollte. Wenn ich Lutz den Elefanten zeige, hoffe ich das er die 100Baht wert war. ( mittlerweile weiß ich, das sich die 100 Baht gelohnt haben.) Der Tuk tuk Fahrer war überglücklich. Da ich etwas gekauft habe und über 10 Minuten drin war hat er seinen Tankgutschein bekommen. Nun Ging es weiter zum Golden Mount. Dort angekommen folgte ich einem anderen Touristen eine sehr eigenartige Treppe hinauf. Ich hatte angst abzustürzen oder irgendwo einzubrechen und dann abzustürzen. Dem anderen touri ging es wohl nicht anders. Er drehte sich um und sagte auf Englisch mit deutschem Akzent, dass er nicht glaube, dass das der richtige Weg sei. Ich sagte ihm, dass ich der gleichen Meinung bin und wir beschlossen umzudrehen und eine Richtige Treppe zu suchen. Nachdem wir den Berg halb umrundet hatten fanden wir eine vernünftige Treppe die schnell erklommen war. Aus 80m Höhe bot sich eine ganz neue Perspektive auf Bangkok. Man war über der Stadt, konnte die Tempel sehen, die Gegend um den Siam Square die Sukhumvit Area.

Bangkok vom Golden Mount aus gesehen



Die Aussicht ist zwar nicht mit dem Baiyoke Sky Tower zu vergleichen, der ist ja auch 309m hoch, aber hier ist man inmitten der Altstadt. Und es kostet keinen Eintritt. Habe den deutschen, ich weiß leider nicht wie er heißt, nur dass er aus Oberhausen kommt und in der folgenden Nacht zurück nach Deutschland geflogen ist, gefragt, ob er auch von einem Tuk Tuk über etliche Schneider hierher kam. Es war bei ihm ähnlich. Aber er hatte sich bei einem Schneider das komplett Programm aufschwätzen lassen. Anzug mit drei Hemden und Krawatten für 450 Euro. Preislich aber eigentlich ok, wenn man bedenkt, dass alles Maßgeschneidert und aus Kaschmir ist. Wieder unten angekommen, sind wir noch ein Stück gemeinsam weitergelaufen, er musste noch zu seinem Schneider zur letzten anprobe. Ich beschloss erstmal wieder in Richtung Hotel zurück zu gehen. Hatte so langsam keine Lust mehr. In der Stadt war es ziemlich drückend, die Luft stand und die Rush Hour setzte ein. Bin trotzdem zu Fuß zurück. Im Tesco Lotus habe ich mir noch eine Flasche Cola gekauft und bin dann ins MBK Center ins Internet. Habe mich bei allen als Lebendig und wohlauf gemeldet und die ersten Stories an die Freunde verteilt. Zurück im Hotel bin ich erstmal in den Pool. Erfrischend war es aber nicht gerade. Das Wasser war nur ein paar grad kühler als die Luft. Hat aber trotzdem gut getan. Es ist jetzt viertel vor 8, werde gleich mal was essen gehen und dann mal schauen, was ich heute Abend noch so mache, mir tun immer noch die Füße von der Lauferei heute weh.
25.02.2006
Bin heute Morgen ziemlich Spät aufgewacht. War gestern auch noch ziemlich lange wach. Bis 2 Uhr. Habe allerdings nichts Besonderes gemacht. Nach dem Essen bin ich zurück ins Hotel und habe gelesen.
Heute morgen bin ich dann erst mal zum Frühstück gegangen und habe erst danach geduscht. Durch das schwimmen gestern habe ich einen leichten Muskelkater im Rücken und in den Beinen. Vielleicht aber auch vom vielen laufen. Bin dann erst mal ins MBK Center gegangen und habe mich dort im Gästebuch in Deutschland gemeldet. Auf dem Weg dorthin bzw währenddessen habe ich beschlossen wieder in Richtung Chao Phraya River zu laufen und dann Wat Pho zu besichtigen. Der Fußmarsch heute dauerte nur eine Stunde. Könnte am besonders starken Verkehr gelegen haben, weil fast nichts mehr ging und ich keine Umwege zu den Fußgängerbrücken machen musste sondern den direkten Weg über die Strassen, zwischen den wartenden und hupenden Autos, gehen konnte. Wat Pho war sehr interessant und beeindruckend, obwohl es sehr ähnlich allen anderen Tempeln ist.


Tempel Impressionen aus dem Wat Pho
Der liegende Buddha allerdings bot eine im wahrsten Sinne des Wortes riesige Abwechslung. Vor dieser 15m hohen, 45m langen Statue zu stehen ist schon sehr beeindruckend. Leider stand ein Gerüst davor, weil überall auf der Tempelanlage renoviert wird.


Der beeindruckende Lying Buddha
Der tag heute ist besonders schwül, es ist auch bewölkt und viel versmogter als die letzten tage. Habe dann beschlossen wieder in Richtung Siam Square zurückzugehen. Allerdings wollte ich nicht die ganze Strecke laufen und beschloss, sobald ich einigermaßen weit weg von den Tempeln bin mir ein Taxi zu nehmen. Am Sao Ching Cha klappte es dann endlich und ich habe ein freies Taxi entdeckt. Der Taxifahrer fragte natürlich auch sofort wo ich herkomme und als ich ihm sagte woher, fing er an mir zu erzählen, dass es in Deutschland sehr kalt wäre und das seine Tochter mit einem Deutschen verheiratet sei und jetzt in Deutschland lebt. Er regt sich auch ständig über die Tuk Tuks auf, die kreuz und quer um uns herumwuselten. Allerdings fuhr er nicht den direkten Weg, erklärte mir aber auch wieso, wenn er nämlich außen entlang fährt ist weniger Verkehr und man kommt schneller voran. Weniger Verkehr bedeutete in diesem Fall soviel Verkehr wie in Deutschland zur Rush Hour.

Verkehr am Siam Square
Aber immerhin kein Stau mehr. Zurück am Siam Square beschloss ich mich einfach an den Pool zu legen und zu entspannen. Muss auch mal sein. Hat sehr gut getan. Suche mir jetzt was zu essen. Probiere vielleicht mal eine Garküche direkt an der Stark befahrenen Rama I oder gehe noch mal zum Tokyu.
26.02.2006
Bin heute erst mal ins MBK Center gegangen um emails abzurufen. Danach habe ich in einem CD Laden nach einem Lied gefragt, dass im Dezember 2004 auf Platz 1 der Thailändischen Charts war und Lutz und mir sehr gut gefallen hat. Dieser Laden hatte allerdings nur internationale Musik und ich bekam den Tipp auf jeder Etage mal nachzuschauen. Da sind überall CD läden untergebracht sagte man mir hilfsbereit. Tatsächlich, eine Etage tiefer, irgendwie zwischen jeder Menge Klamotten versteckt, verbarg sich ein weiterer CD Stand. Da ich Titel, Tong Tam A Rai Sak Yang, und den Interpret, PaanG, kannte und nur nicht genau wusste, wie man das ausspricht wurde ich, bzw die Verkäuferin sehr schnell fündig. Glücklich darüber, endlich fündig geworden zu sein machte mich auf den Weg Richtung Ausgang und Skytrain Station Siam Central.
Skytrain station Siam Central
Mit dem Skytrian fuhr ich zum Victory Monument, das ich dieses mal vernünftig fotografieren wollte, da meine 08/15 Kamera beim letzten Mal starke probleme hatte das Monument komplett aufs Foto zu bannen. Von der Qualität mal ganz zu schweigen.

Victory Monument
Nachdem ich etliche Fotos gemacht hatte, zog ich weiter. Nächstes Etappenziel war der Baiyoke Skytower. Mit 309 Metern das höchste Gebäude in Thailand und eins der Höchsten Hotels der Welt. Auf dem Observationsdeck das sich beim letzten mal noch gedreht hat, habe ich noch jede Menge von der heute wieder sehr versmogten Stadt gemacht.
Als ich wieder auf dem Weg nach unten war und meine Kamera für den weiteren Weg verstaute, sprach mich eine der Kellnerinnen der Bar an, ob ich was trinken möchte. Ich verneinte höflich, denn für dass was hier eine Cola kostet, kann ich den halben 7 – Eleven Leerkaufen. Sie fragte mich nach meinem Eintritts ticket, das ich ihr zeigte. Worauf sie mir dann besonders lächelnd erklärte, dass ich einen Drink frei hätte. Gut. Warum nicht. Man führte mich zu einem Tisch, reichte mir die Karte und sagte, dass ich alles auf der Karte bestellen könne. Ich war überrascht, denn da stand wirklich alles drin. Biere, Cocktails und teure Whiskeys. Da ich aber keine Lust auf einen Kreislauf Zusammenbruch hatte, sobald ich wieder unten in der Schwül- Heißen Stadt stehe bestellte ich nur einen Ananassaft. Ich genoss den Ausblick und ließ es mir gut gehen.


Die Aussicht vom Baiyoke Skytower

das "revolving rooftop" auf dem Baiyoke
Mittlerweile ist es Nachmittag und ich beschloss zum Hotel zurückzukehren und mich dort noch etwas an den Pool zu legen. Wie sooft entschied ich mich für den Fußweg. Ich bog allerdings falsch ab. Anstatt auf der Ramm I Road war ich nun auf der Phetburi Road. Egal, schließlich habe ich Urlaub und die Strasse verläuft ja auch Parallel zur Rama I. Einfach die Nächste Möglichkeit nach links und ich bin so gut wie am Hotel. Von wegen. Die nächste Möglichkeit war erst wieder die Phaya Thai Road, die brachte mich dann bis zum MBK Center. Na immerhin. Dort kenne ich mich ja aus. Musste nur wieder ein Stück zurpücklaufen. Egal. Im Hotel, bin ich kurz aufs Zimmer, habe meine Badehose angezogen und bin bis ca halb 8 an den Pool. Bin dann wieder aufs Zimmer und habe mich geduscht und etwas HBO geschaut. Es lief Shrek 2. Danach war wieder MBK Center angesagt, war um halb 9 mit der Clique im Gästebuch verabredet. Gegen 22 Uhr, das MBK Center schliesst um 22 Uhr, bin ich dann wieder ins Newlight gegangen um etwas zu essen.
27.02.2006
Da sich für heute der Schneider angekündigt hat, bin ich gleich im Hotel geblieben. Ich habe mich gesonnt und den Tag genossen. Gegen kurz vor 3 bin ich aufs Zimmer, da sich der Schneider für 3 Uhr angekündigt hatte. Um halb 6 informierte man mich, dass der Schneider da wäre. Sehr schön wenn man sich auf etwas verlassen kann.

Habe mich dann geduscht und bin wieder mal ins MBK Center gegangen. Das war der heutige Tag. Ziemlich ereignislos aber entspannend.
28.02.2006
Der letzte Tag in Bangkok war wieder recht ereignislos. Nachdem ich im Internet war, habe ich mir noch mal den Siam Square angeschaut. Bin einfach nur so rumgeschlendert. Irgendwie fehlte mir etwas die Motivation, warum auch immer. Na ja, auf die Art und weise gibt es auch beim nächsten Mal in Bangkok noch jeden menge zu entdecken. Aber das gibt es sowieso immer. Habe den restlichen Tag dann wieder am Pool gelegen. Abends bin ich wieder in Newlight Coffee House and Chinese Restaurant gegangen und habe mir von der Thai Karte Chicken Süß Sauer bestellt. Abends war ich mit Anne im Gästebuch verabredet war. Um 22 Uhr habe ich das völlig leere, teilweise dunkle gespenstig wirkende MBK Center verlassen. Habe im 7- Eleven noch eingekauft, mein Hotelzimmer bezahlt und dann meine Sachen gepackt. Morgen früh geht es weiter nach Kuala Lumpur.
01.03.2006
Der Tag begann damit, dass ich mir das frühstück aufs Zimmer habe bringen lassen. Gegen zehn nacht 8 bin ich runter und habe ausgecheckt und mir ein Taxi zum Flughafen genommen. Obwohl ich dem taxifahrer gesagt habe, dass ich Zeit habe, fuhr er mit 80 kreuz und quer durch die einsetzende Rush Hour. Gegen viertel nach neun war ich am Flughafen und habe die Gulf Air Schalter gesucht. Dort angekommen sagte man mir, dass dies der Check In für Hong Kong wäre. Komisch, passiert mir in Bangkok immer, das ich mich an den falschen Gulf Air Schaltern anstelle. Beim letzten mal standen Lutz und ich ne ganze weile für Abu Dhabi an, obwohl wir eigentlich nach Bahrain wollten. Am richtigen Schalter angekommen checkte ich ein. Man teilte mir auch gleich mit, dass es eine Verspätung von ca 30 Minuten gäbe und gab mir einen Voucher für ein Mittagessen in der Gulf Air Lounge. Bin dann in den Transitbereich und dort etwas ziellos umher gelaufen. Als ich Durst verspürte beschloss ich den Voucher einzusetzen und begab mich zur Gulf Air Lounge. Ich setzte mich und bestellte mir eine Cola. Es war ca 10:20 Uhr als ein Franzose hereinkam und sich erstmal einen Whisky ohne Eis bestellte. Er sah aus wie ein Zuhälter und hatte nicht gerade ein sympathisches Gesicht. Er bediente sich an den Sandwiches auf dem Buffet und trank dazu den Whisky wie Apfelsaft. Freute mich schon wie verrückt darauf den kerl gleich wieder zu treffen, da er mit Sicherheit auch Business Class fliegen wird. Gegen halb 12 ging es dann endlich ans Bording und ich stellte erleichtert fest, das der kerl doch nur Economy fliegt. Die Business Class Erfahrung war schon ganz nett und ich beschloss, bei Gulf Air nichts anderes mehr zu fliegen.

Der Golfplatz am Bangkoker Flughafen Don Muang

Den Flug über habe ich eigentlich nur gegessen. Es gab ein 3 Gang Menü; 1 Gang: Geräucherte Putenbrust mit Tomatensalat, 2 Gang: Shanghai Nudeln mit Gemüse und als Dessert Schokoladentorte mit frischen Früchten. Und natürlich einen schönen, frischen Kaffee. Allerdings war der Service nicht sehr viel besser als bei Emirates in der Economy, die sogar Metallbesteck hatten. Der Sitzplatz war Grosse Klasse, auch wenn die Sitze schon etwas älter waren. Nach einer stunde und fünfzig Minuten landete die Maschine auf dem internationalen Flughafen von Kuala Lumpur, kurz KLIA.
Beim aussteigen traf mich ein Hammer mit schwüler und heiser Luft. Wie damals in Phuket. Aber in dem großen, modernen, mit viel Glasflächen, klimatisiertem Flughafengebäude war es sofort wieder angenehm. Allerdings ist die Beschilderung etwas irreführend. Ich folgte den Wegweisern zur Immigration, als plötzlich vor mir eine Wand war. Sackgasse. Ich schaute mich um und stellte fest, dass ich in einer Art Bahnhof gelandet bin. Kurz darauf fuhr eine moderne, elektrische und führerlose Bahn, die ich bereits aus Frankfurt kenne, in den Bahnhof ein. Nach kurzem Aufenthalt setzte sich der Zug wieder in Bewegung und fuhr zum Hauptterminal. Von dort aus ging es ganz schnell bis zu den Immigration Countern, wo auch sehr effektiv gearbeitet wurde und alles sehr schnell ging. Weitere 15 Minuten hatte ich auch meine Tasche wieder und auf gings zum KLIA Express. Einen Schnellzug, der nonstop zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen hinundher fährt. Die fahrt dauert 28 minuten. Vom Hauptbahnhof, dem KL Sentral, nahm ich mir ein Taxi zum Hotel, dem Lanson Place Ambassador Row. Habe das Hotel durch zufall im Internet endeckt und von Deutschland aus schon gebucht. Nach dem Einchecken bin ich aufs Zimmer und staunte nicht schlecht, als ich eine Suite betrat. Es gab ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, ein Bad und ein Kitchenette. Beim Blick aus dem Fenster sah ich, dass ein Gewitter im Anmarsch ist. Als es dann Blitze und Donnerte, dauerte es auch nicht mehr lange und ein Wasserfall ergoss sich für ca eineinhalb Stunden über Kuala Lumpur.
Als sich der Regen gelegt hatte beschloss ich mir die Gegend anzuschauen. Außerdem brauche ich noch etwas zu trinken. Direkt vor dem Hotel ist ein Chinesischer Supermarkt der alles hat was das Herz begehrt. Auf der anderen Straßenseite ist ein 7/11 und ca 1 km in Richtung Stadtzentrum ist ein McDonalds. Der wird mich aber bestimmt nicht sehen. Bin seit einer Woche clean. Nachdem ich alles hatte was ich brauchte bin ich ins Internet gegangen. Wollte allen Daheimgebliebenen schöne Grüsse hinterlassen. Danach bin ich in die 13. Etage des Hotels gefahren. Dort gibt es einen Breezeway von dem man einen Schönen Ausblick über die Stadt hat.
Hoffe das ich heute Nacht einigermaßen schlafen kann, habe in der letzten Nacht schon kaum und sehr schlecht geschlafen. Kier in KL brummt die Klimaanlage, als würde ein alter Bus vor der Stehen.
02.03.2006
Habe wieder sehr schlecht geschlafen. Lag aber nicht an der Klimaanlage. Habe die im Schlafzimmer ausgeschaltet und nur die im Wohnzimmer laufen lassen. Habe dann erst mal gefrühstückt. Draußen am Pool. Herrlich. Danach habe ich mich auf den Weg ins KLCC gemacht. Zu Fuß natürlich. Nach einer halben Stunde Fußweg erreichte ich die Petronas Twin Towers.
Da man allerdings nicht bis ganz nach oben kann, sondern nur bis zu der Skybridge in der Mitte der beiden Türme verschob ich das aufs nächste mal.
Mein Ziel hiess Menara KL. Der 421 Meter hohe Turm ist der 4. Höchste Fernsehturm der Welt und seine 20 Ringgit Eintritt auf jedenfall wert. Auf 276m befindet sich das Observation Deck, das sich drehende Restaurant befindet sich auf 282 m Höhe und das Banquett Deck mit angepriesenem Megaview auf 288m. Da der Turm auf einem Hügel steht kann man sehr schön auf die Petronas Towers herunter blicken.
Oben angekommen bekommt man einen Mini PC mit Kopfhörern in die Hand. Man kann dann der Reihe nach die durch numerierten Fenster ablaufen und sich sogar auf Deutsch erklären lassen was man so alles sieht.




Wieder unten angekommen führte mich mein Weg erst mal wieder zurück ins Hotel. Natürlich durch etliche Fotostops unterbrochen. Im Hotel erholte ich mich dann erst mal von der Hitze und genoss den Pool. Danach habe ich mir ein Taxi kommen lassen, wollte zum Hauptbahnhof um mein Ticket für morgen nach Singapur abzuholen. Allerdings hat mich der Taxifahrer am falschen Bahnhof, nämlich am alten Hauptbahnhof abgesetzt. Nach etwas umher irren und fragen nach dem richtigen weg, beschloss ich mir wieder ein Taxi zu nehmen. Ich sah eins kommen hob die Hand und sah, dass es besetzt ist. Denoch hielt es an und der Fahrer überredete mich einzusteigen. Auf der Rückband saßen zwei grinsende Inder und ich bereitete mich seelisch auf ein Abenteurer vor. Das Taxi fuhr los und ungefähr 20m weiter hielt es wieder an. Die Inder stiegen aus. Ich fand es Lustig, mal was neues. Am richtigen Bahnhof angekommen kaufte ich mir mein Ticket und bin dann gleich wieder zum Taxistand. Auf dem Rückweg zum Hotel durch die Rush Hour von Kuala Lumpur fiel mir auf dem Amaturenbrett des Taxis ein Erste Hilfe Set auf. Und so wie der Fahrer seinen alten Wagen durch den Verkehr quälte stellte ich mich schon mal darauf ein es benutzen zu müssen. Als er sich dann auch noch mit einem Bus, der aussah als hätte er schon mehrere Zweitkämpfe gewonnen, anlegte, dachte ich es ist vorbei. Aber alles ging gut.
Im Hotel setzte ich mich dann noch mal in den Breezeway und beobachtete und fotografierte den Sonnenuntergang über der Stadt.
Später bin ich dann noch einkaufen und habe was gegessen. Habe mir Curry Chicken Madras gegönnt. Sehr lecker und sehr Scharf. Freue mich schon auf das nächste mal Kuala Lumpur und Malaysia. Dann sehr viel länger als nur 2 Tage.
Sonnenuntergang in Kuala Lumpur
03.03.2006
Der Tag begann früh. Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Hätte eigentlich noch zwei Stunden weiterschlafen können. Gegen halb 7 stand ich an der Rezeption und checkte aus. Bin dann noch zum Frühstück, besonders der Kaffee tat gut. Um sieben erwartete mich ein Taxi, dass mich zum Bahnhof bringen sollte. Dort hatte ich noch über eine Stunde Zeit, da die Abfahrt des Zuges erst um 08:20 Uhr war. Ich verbrachte die Zeit in der Firstclass lounge, die zwar nicht wirklich schön war, aber dafür gepolsterte Sitze und Teppichboden. Als ich die meiste zeit abgesessen hatte bin ich zum Bahnsteig, der aber noch gesperrt war, weil man wohl noch am Rangieren war. Um 08:15 Uhr wurde der Bahnsteig freigegeben und ich konnte einsteigen. Der Wagon hatte seine beste Zeit auch schon hinter sich, aber die Sitze waren bequem. Was will man mehr bei 6,5 Stunden Zugfahrt. Schnell fuhr der Zug nicht. Höchstens 80km/h, aber das ist ja egal. Man ist ja schließlich im urlaub. Der Wagon war ungefähr zu 50% gefüllt, allerdings stieg nach ungefähr der hälfte der ganzen Strecke ein japanische Reisegruppe zu, die erstmal alles durcheinander brachte. Ein mit der Reisegruppe zugestiegener Passagier beharrte auf seine Sitzplätze, auf denen sich gerade ein Älters, japanisches Ehepaar niedergelassen hatte, dass ihn mit großen Augen ansah und kein Wort verstand. Der Tourguide klärte das Problem. Er war nämlich in den falschen Zug gestiegen und der stzte sich gerade in Bewegung. Der Passagier, der jetzt nicht mehr wütend, sondern total perplex wirkte rannte zur Tür und trommelte wild dagegen und schrie „ Stop, Stop“. Habe ihn dann nicht mehr gesehen, vielleicht hat er es ja noch Geschafft aus dem fahrenden Zug zu springen. Gegen 14:00 Uhr hielt der Zug in Johor Bahru, der Grenzstadt zu Singapur. Die Malayische Polizei stieg zu und erledigte die ausreiseformalitäten. Dann fuhr der Zug weiter, über den Singapore River und hielt wieder an. Und zwar am Woodlands Checkpoint. Sämtliche Passagiere mussten mit samt ihrem Gepäck raus aus dem Zug und sich am Immigration counter anstellen. Nach einem Weiteren Stempel im Pass machte ich mich auf den Weg zum Ausgang. Noch durfte aber keiner raus. Der Grenzschutz aus Singapur war noch damit den Zug zu checken. Als der wieder freigegeben war und alle wieder eingestiegen waren, ging es endlich weiter. Eine weitere halbe Stunde fahrt durch Wälder und Villenviertel von Singapur lag vor mir. Ich beschloss mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Denn irgendwie hing mir die Zugfahrerei zum Hals raus. Und auf U- bahn hatte ich erst recht keine Lust. Durch die Taxifahrt habe ich auch noch etwas von Singapur gesehen. Merlion zum Beispiel. Merlion ist eine Löwenstatue an den Quays und das Wahrzeichen von Singapur. Die weitere fahrt ging über die Autobahn richtung Flughafen. Alles in einem hat mich Singapur sehr an Miami erinnert. Am Flughafen angekommen stellte ich mir die Fragen was ich den jetzt noch so mache. Schließlich hatte ich noch über 4 Stunden zeit bis zum Abflug nach Koh Samui. Ich schaute auf die Tafel mit den Abflügen und entdeckte auch gleich meinen Flug. Bin dann direkt mal in die entsprechende Schalterreihe gegangen um zu schauen ob ich evtl schon einchecken kann. Tatsächlich war es schon möglich einzuchecken. So war ich wenigstens das lästige und sperrige Gepäck los. Schlenderte dann noch etwas durch das Terminal, habe dann aber doch recht schnell in den Transitbereich gewechselt. Habe dann noch eine der zahlreichen Internetlounges aufgesucht und mich in Deutschland gemeldet.
Außerdem verspürte ich Hunger, da ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Bin dann ausnahmsweise zu McDonalds, wo ich einen Mc Spicy gegessen habe. Nach einigem ziellosen hin und her schlendern bin ich dann in Richtung Gate D38 gegangen und habe dort die restliche zeit verbracht. Als alle Passagiere an Board waren ging alles ziemlich schnell. Die letzten haben noch nicht mal gesessen als die Maschine schon zurück geschoben wurde. Um zur Startbahn zu gelangen mussten wir ziemlich lange rollen. Sind dann aber sehr zügig abgehoben. Der nur eineinhalb Stunden langen Flug war eigentlich sehr angenehm, allerdings war der Sitzplatz abstand mehr als dürftig. Die Landung in Samui war recht hart, da es sehr windig war und kurz vorher noch geregnet hat hatte, war auch das abbremsen sehr holprig. Allerdings ist die Landebahn in Samui auch nicht sehr eng und die Boeing 717 das größte Flugzeug, was hier landen kann. Die Passagiere wurden dann mit sehr eigenartigen Fahrzeugen zum Terminal gebracht, wo ich mal wieder eine Stunde an den Immigrationcountern angestanden habe. Nachdem ich endlich den 3. Stempel für diesen Tag im Pass hatte nahm ich mir ein Taxi nach Choeng Mon. Für 300 Baht. Angeblich sei der Meter kaputt. Da ich keine Lust hatte zu diskutieren habe ich mich einverstanden erklärt und nach 10 Minuten fahrt war ich am Ziel. Die Choeng Mon Bungalows. Allerdings musste ich feststellen, dass die Rezeption nicht mehr besetzt ist. Super. Da fährt einmal blind wohin und dann so was. Da aber auch noch Personal da war, hatte ich 10 Minuten später einen Bungalow. Als ich ihn betrat, wollte ich sofort wieder weg. Der Bungalow war total dreckig. Zumindest die Wände. Das bett war sauber. Immerhin. Da man mir sagte, dass ich diesen Bungalow nur eine Nacht haben kann. Blieb ich. Ich wollte nur schlafen.
04.03.2006
Heute Morgen sollte ich ja beim Chef der Anlage vorsprechen, zwecks Verlängerung. Na ja, bleiben wollte ich ja eigentlich nicht. Da er aber von vorneherein sagte, dass es sich um einen ganz anderen Bungalow handelte, schaute ich mir den erst mal an. Dieser Bungalow war in Ordnung. Hatte Klimaanlage, ein großes Bett, einen Ventilator und einen Kühlschrank. Alles was man so brauch. Ich beschloss zu bleiben und buchte mich erst mal für 3 Nächte ein. Bin dann nach Choeng Mon und habe meine Singapur Dollar in Baht umgetauscht und habe mir im 7/11 Frühstück organisiert. Brrrr. Nie wieder. Morgen Frühstücke ich im Hotel. Am Strand habe ich mir dann erst mal eine Liege organisiert. Allerdings gibt es hier sehr viele fliegende Händler. Und von überall her kommt Musik. Bin deshalb wieder zu meinem Bungalow. Der ist nur 50m weg vom Meer aber dafür hat man seine Ruhe. Zwischendurch bin ich immer wieder ins Wasser gegangen um mich abzukühlen. Gegessen habe ich hier im Hotel. Chicken Thai Style.

Auf dem Gelände der Choeng Mon Bungalows

Die Hauptstrasse in Choeng Mon, gleichzeitig auch ein teil der Ringstrasse um Samui
Cheong Mon Beach
05.03.2006
Wie schon geplant habe ich auch heute wieder nicht sehr viel gemacht, außer relaxt. Nach dem Frühstück gegen halb 11 habe ich meine 35 Ringit, die ich noch hatte, gewechselt und bin dann ins Internetcafé. Der weitere Tagesverlauf belief sich auf ins Meer gehen, zu lesen, habe mir in Singapur am Flughafen noch ein neues Buch gekauft, und wieder ins Meer zu gehen um mich zu erfrischen und den Urlaub zu genießen. Im 7/11 habe ich mir noch einen Flaschenöffner gekauft, da mein Feuerzeug langsam den Geist aufgeben hat. Was aber eigentlich egal gewesen wäre, nach dem Essen bin ich nämlich noch mal etwas am Strand entlang gelaufen und habe ein paar Fotos gemacht und dabei natürlich mein Feuerzeug verloren. Egal, an der Bar meines Hotels hat man mir ein neues gegeben. Zum Freundschaftspreis von 10 Baht. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kam ich mir mal wieder verarscht vor. Aber das liegt vielleicht daran, dass man eh immer und überall verarscht wird als Tourist. Nicht nur in Thailand. In Malaysia hatte ich nie das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden. Aber da hat man mich auch nicht für einen Touristen gehalten.
Nochmal Cheong Mon Beach
06.03.2006
Auch heute lief alles wie geplant. Nach dem Frühstück habe ich meinen Bungalow noch mal um eine Nacht verlängert. Den restlichen Tag bin ich dann wieder zwischen meiner Veranda und Meer gependelt. Habe mir auch überlegt evtl. bis zum 14.03. hier zu bleiben. Phi Phi kenne ich ja schon, Das war allerdings vor dem Tsunami. Außerdem ist es dort gerade sehr teuer, hatte heute Mittag mal im Internet nachgeschaut. Und habe irgendwie keine große Lust mir wieder ein Hotel zu suchen. Habe auch mal eine email Anfrage ans CS Resort in Karon geschickt. Aber die wollen bestimmt auch mehr als 1500 Baht pro Nacht. Und hier in Choeng Mon zahle ich 900 Baht pro Nacht. Und das nur wegen der AirCon. Ohne selbige würde ich nur 500 zahlen. Dann wäre aber auch keine Dusche im Zimmer. Und die möchte ich schon haben. Werde nachher noch mal ein paar Nachtfotos am Strand machen.
Ein resort, noch immer Cheong Mon Beach
07.03.2006
Gestern Abend habe ich im Thailändischen Fernsehen den Wetterbericht gesehen. Für Samui wurden Gewitter vorausgesagt. Bis jetzt hat sich aber noch keins Blicken lassen. Ist auch noch alles klar. Zum Schluss wurde sogar noch über das Schneechaos in Deutschland berichtet. Glaube ich jedenfalls. Die Bilder stammten jedenfalls aus dem Verschneiten Deutschland. Und irgendwann fiel das Wort „Jemani“ oder so ähnlich. Gut das ich hier bin und Sonne mit Temperaturen von über 30°C genießen kann. Und ich bin noch eine Woche hier in der sich das Deutsche Wetter ändern kann. Gemacht habe ich heute wieder nichts außer entspannt. Meinen Bungalow habe ich jetzt bis zum 14.03. verlängert. Phuket kenne ich ja schließlich auch schon. Muss allerdings am 14.03. dorthin, da ich ja schon einen flug von Phuket nach Bangkok gebucht habe. Werde mir die nächsten tage ein Busticket dorthin kaufen. Wie jeden Abend sitze ich mit einem Singha auf der Veranda und denke an meine Freunde zuhause. Beim nächsten Mal sitzen wir hoffentlich alle gemeinsam hier in der Sonne.
08.03.2006
Auch heute sah mein Tag genauso aus wie die letzten Tage. Als ich vorhin nach dem Busticket fragen wollte hatte das Reisebüro schon zu. Egal, dass kann ich morgen auch noch machen. Nach dem Essen bin ich noch mal an den Strand und Richtung Koh Fai Harn gelaufen um weitere Nachtaufnahmen zu machen. Dabei sprach mich jemand an, was ich denn da mache und hat sich nachdem ich es ihm erklärt habe sehr dafür interessiert. Habe dann auch ein paar Fotos gezeigt. Später haben wir uns noch bei einem Singha Zusammen gesetzt. Er heißt Jack, kommt aus Nordthailand und arbeitet hier als Kellner. Er hat mir auch eine Vermutung bestätigt. Nämlich das man als „Farang“ grundsätzlich etwas mehr bezahlt als ein Thai. So kostet mich ein Jeep pro Tag ungefähr 1000 Baht. Ein Thai muss nur 800 Baht bezahlen. Aber gut, das stört mich nicht wirklich. Uns Farangs geht’s ja auch in der Regel besser als den Thais, die hier schuften um uns einen schönen Urlaub zu bescheren. Nachdem ich wieder im Hotel war so gegen halb 2, bin ich noch mal mit meinen Bungalow Nachbarn aus Bayern zu Otto und habe noch ein Bier getrunken.
09.03.2006
Mein tag heute war wieder sehr entspannend und vom nichts tun erfüllt. Gegen 15 Uhr bin ich ins Meer und für ne gute Stunde einfach nur so rumgedümpelt. Das hat richtig gut getan. Gegen Abend war allerdings mein Kreislauf total im Keller. Vermutlich habe ich nicht genügend getrunken. Nachdem Essen habe ich mich noch mal mit Jack getroffen, war aber dann doch ziemlich platt und bin um 22:00 ins Bett. Allerdings hat mich die Hochzeitsfeier mit Live band noch etwas wach gehalten.
10.03.2006
Heute habe ich eigentlich überhaupt nichts gemacht. Durch die Hochzeit und zusätzlichen Schüttelfrost habe ich so gut wie gar nicht geschlafen. Heute Morgen ging es mir zwar besser, aber habe immer noch Kopfschmerzen. Nachdem Frühstück habe ich mir erstmal Wasser gekauft, hatte nämlich gar nichts mehr im Kühlschrank. Habe dann auch noch mal versucht zu schlafen und bin den restlich Tag nur zwischen bett und Veranda gependelt. Werde gleich mal was essen gehen und mich danach noch mal mit Wasser eindecken und hoffe das ich diese Nacht besser schlafen werde und es mir morgen wieder gut geht.
11.03.2006
Der Tag begann damit, dass ich meinem Bruder zum Geburtstag gratuliert habe. Bin dann zum Frühstück. Zum Glück geht’s mir heute wieder gut. War dann bis halb 3 am Strand. Danach bin ich in ein Reisebüro gegangen und habe einen Flug nach Phuket gebucht. Da mir niemand sagen wollte oder konnte, wann der Bus in Phuket ankommt, war mir das zu unsicher und entschloss mich zum Fliegen. Den Flug den ich buchen wollte, Abflug um 15:00Uhr fliegt natürlich nicht Dienstag. Jeden anderen Tag schon. Dieser blöde Murphy. Naja, jetzt bin ich auf jedenfall rechtzeitig da. Nämlich 12 Stunden vor meinem Weiterflug. Das Flugzeug Richtung Dubai startet erst um 3:00Uhr. Das wird ein langer Tag. Pickup zum Flugahefen ist dann am 14.03. schon um 06:45Uhr. Aber werde den Tag schon rumkriegen. Werde in Phuket mal etwas spotten gehen. Werde jetzt mal was essen gehen.
12.03.2006
Bin heute wieder meinen üblichen Ritualen gefolgt. Strand, Meer und Veranda. Habe gestern mal Spaghetti gegessen. Irgendwie konnte ich nicht mehr auf meine Heiß Geliebte Pasta verzichten. Seit gestern ist es hier schön ruhig. Die Schwedische Großfamilie ist abgereist. Allerdings ist auch gleich wieder eine Thaifamilie angereist und hat die ganze Nacht krach gemacht.

.... Choeng Mon Beach, mal wieder im Hellen
Mein Bungalow, die Linke Tür führt in mein Reich
13.06.2006
So der letzte tag hier auf Samui ist angebrochen. Natürlich habe ich auch heute wieder nichts gemacht was in Irgendeiner weise von meinem Hardcore Entspannungsprogramm abgewichen ist. Habe nach dem Frühstück mein Hotel bezahlt. Der Empfangsthai wollte mir immer wieder ein Taxi bestellen. Nachdem ich ihm das dritte Mal erklärt habe, dass ich bereits alles organisiert habe hat er dann aufgegeben. Habe dann noch mal das Meer genossen. Da es fast windstill wart brannte die Sonne besonders. Habe außerdem noch bei Emirates angerufen und meine Rückflüge rückbestätigt. Die gute Dame am anderen ende der Leitung war erst etwas überfordert und erklärte mir das eine Umbuchung nicht möglich sei, da alles ausgebucht ist. Als ich mein Anliegen noch mal erklärte hat sie mich dann aber doch verstanden und 2 Minuten später war ich durch. Bin dann noch mal Duschen und habe dann meine Sachen zusammen gepackt. Hoffe das ich einigermaßen gut schlafen kann.
14.06.2006
Geschlafen habe ich mehr als bescheiden. Als ich mein Hotelzimmer verlassen habe wartete bereits mein Pickup Service. Die fahrt zum Flughafen ging schnell. Auch das einchecken. Mir allerdings ging es nicht wirklich gut. Hatte ziemlichen Husten. Habe schon vermutet, dass es an den Klimaanlagen liegt und ich mich auf den letzten Metern des Urlaubs noch erkältet habe. Nach 45 Minuten Flug in einer ATR 72, die übrigens mehr Beinfreiheit hatte als die Boeing 717, landete ich in Phuket. Habe mir mein Gepäck geholt und am Flughafen deponiert. Bin dann raus und habe mir eine Weg entlang der Start- und Landebahn gesucht. Dort gibt es nämlich eine Prima Stelle zum Spotten. Allerdings ist die polizeilich bewacht gewesen und fotografieren ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Flughafenbehörde erlaubt. Also gut, dann nicht. Bin dann wieder ins Terminal. Muss ja nur noch 9 Stunden Totschlagen. Da ich sehr müde war, habe ich mich auf einem Sitz ausgestreckt und versucht zu schlafen. War aber nicht wirklich angenehm. Nach dem Einchecken musste ich nicht mehr solange warten bis ich in die Boeing 747-400 der Thai einsteigen konnte. Zum Glück. Dort fand ich endlich mal schlaf, denn mein husten hat sich mittlerweile verschlimmert. In Bangkok angekommen musste ich erst mal eine Stunde am Schalter warten bis dieser geöffnet wurde. Nachdem ich die Ausreiseformalitäten erledigt hatte musste ich nur noch 2 Stunden bis Abflug warten. Naja, mit warten habe ich ja heute schon Erfahrung. Aber auch diese zeit verging recht schnell. Irgendwie jedenfalls. An Board des Emirates Airbus A330-200 habe ich sofort die Augen zu gemacht und weitergeschlafen. Mein wohlbefinden sackte immer weiter in Keller und bei der Landung in Dubai kam ich mir bereits vor wie in Trance. Auch auf dem Weiterflug ging es mir nicht wirklich besser. Ganz im Gegenteil es wurde immer schlimmer. Ich war selten so froh wieder am Boden zu sein. Kaum zuhause haben mich meine Freunde erstmal in die Uniklink gefahren aber da hatte keine lust mich zu behandeln. Nachdem ich dann abnds noch den ärztlichen Notdienst aufgesucht habe und von diesem sofort ins nächste Krankenhaus überwiesen wurde, hat mich dieses Krankenhaus wieder in die Uniklinik geschickt, wo man mich morgens um 4 Uhr am 16.03. endlich hat schlafen lassen. Diagnose: komplizierte Maserninfektion mit begleitender Lunge- sowie Leberentzündung.
Italien; Pescara - Abruzzen
01.05.2003 - 02.02.2003 Bericht
14.06.2004 - 19.06.2004 Bericht
Thailand; Bangkok und Phuket
06.12.2004 - 20.12.2004 Bericht
USA; Miami - Florida
16.02.2005 - 25.02.2005 Bericht
Griechenland; Kolymbia, Rhodos
20.06.2005 - 04.07.2005 Bericht
Irland; Galway
27.09.2006 - 02.10.2006 Bericht