Oberliga NOFV-Süd 6. Spieltag – Sonntag 28.09.2008 – 239 Zuschauer
RW Erfurt II – Germania Halberstadt 2:2 (1:1)
Am Abend wartete das Gas-Konzert in Leipzig, also on the fly einen Ground der NOFV Süd mitgenommen. Über die A3,A73 und A71 ging es nach Erfurt und in die Grubenstrasse.
Man soll ja von Zeit zu Zeit üben damit man das Autofahren nicht verlernt J
Die Gegend noch etwas per pedes erforscht und eine halbe Stunde vor Anpffif das Stadion betreten, gerade als die Roster fertig waren J
Also hier das Mittagessen eigenommen und beobachtet was die restlichen Zuschauer so treiben.
Das Spiel war soweit ok. Halberstadt konnte in Führung gehen, wenige Minuten später erhielt Erfurt II einen Foulelfmeter und verwandelte zum Ausgleich. Stimmung war keine vorhanden.
Die zweite Hälfte wurde überpünktlich angepfiffen und erneut war es die Germania aus Halberstadt die unter dem Jubel der wenigen Anhänger und des Busfahrers Bussi in Führung gehen konnte. Jedoch konnte Erfurt wieder durch Ivanov egalisieren und so endete die Partie mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Noch kurz den Toilettengang erledigt bevor es zum Höhepunkt des Tages nach Leipzig Zentrum ging.
Den Astra in die sächsiche Landeshauptstadt gesteuert, kleiner Stau am Hermsdorfer Kreuz inklusive. Gut durch Leipzig durchgekommen und sogar alles gut ausfindig gemacht, ist ja nicht immer so leicht zu fahren diese Stadt. Im Parkhaus in der Zentralstrasse geparkt (3,80 für 5h) und an der Thomaskirche Pizza gegessen, die aber eher nicht so mundete, aber auch normales Preisniveau hatte (angesichts des Tourispots und so).
Um 19.15 Uhr, nachdem auch das 1:1 der Eintracht gegen Bielefeld verdaut war, ging es dann ins Centraltheater. Schon einmal ungewöhnliches Ambiente mit grosser Theatergarderobe, die Raving Society nahm das Angebot aber kaum war. Im Foyer gab es Sekt+Schnittchen!.
Um 19.45 Uhr wurden die Tore dann geöffnet und es konnte im Saal platzgenommen werden.
Wolfgang Voigt also nach 12 Jahren Bühnenabstinenz wieder live zu hören, heute mit seinem Pop Ambient-Projekt GAS. Für die Show die heute europaexklusiv in Leipzig zu sehen war hatte der Kölner auch eigene Visuals entwickelt.
Kurz nach 20 Uhr begann dann der Auftritt, das Publikum also im Ohrensessel. Und auch wie Voigt nun aussieht erinnert doch sehr an die Stars der klassischen Musik. Wolfgang Voigt scheint sehr in diese Richtung zu driften, auf der B-Seite der aktuellen Profan befinden sich ja auch Klavier-Fingerübungen. Ganz am Rand der Bühne und nahezu im Dunkeln (nur durch sein weißes Hemd zu erkennen) schraubte er an den Geräten und überließ die Bühne und der Leinwand den Hauptpart, den Visuals. Zu den bekannten Stücken der vier GAS-Alben gab es einen visuellen wie physischen Spaziergang durch das Unterholz des Königsforst.
Fast erstaunlich beatlastig wurde das Konzert, dessen Höhepunkt für mich war als sich nach einer Stunde nun auch noch eine Leinwand vor dem Künstler senkte und die visuellen Effekte nun in 3D gezeigt wurden. Dazu die intensive Wirkung der Soundscapes und das Brummen der Bässe. Der Besuch hier hatte mehr als gelohnt, es dürfte sich eigentlich um das beste Konzert überhaupt gehandelt haben. Als Voigt nach knapp 90 Minuten des Sets kurz absetzte brandete tosender Applaus des Auditoriums auf. Ein Publikum das auch ein paar wenige im Laufe des Konzerts verloren hatte, das aber irgendwo die älter gewordene Kunst- und Raverschaft repräsentierte. Nach einer Zugabe war dann leider endgültig Schluss, wenigstens war es nicht weit zum Fahrzeug und so steuerte ich durch die Nacht zurück nach Kelheim.
---------------------------------------------------------------------------
Landesliga Süd Bayern 11. Spieltag – Samstag 20.09.2008 – 180 Zuschauer
SV Pullach – FC Pipinsried 7:1 (1:0)
Normalerweise versuche ich München zur Oktoberfestzeit zu meiden, aber die Aussicht nach längerer Zeit den alten Mitstreiter Hafe mal wiederzusehen ließ mich dann doch in den Zug nach München steigen, der Landesliga Süd sollte es auch nicht abträglich sein…
Die Hinfahrt lief relaxt ab, sofort einen Platz gefunden und die eigene Wies’n abgehalten, alles kein Problem, ebenso wie die Fahrt raus nach Pullach. Kurz vor Ankunft nochmal die Handymailbox abeghört, leider mit schlechten Nachrichten. Hafe musste leider passen.
So stand ich also alleine im Münchner Vorort, der Ground liegt hier wirklich mal total neben den Gleisen. Das Gelände eine typische Bezirkssportanlage im Wohnraum München.
Den Eintritt von 6 Euro gelöhnt und den Kiosk für eine Wurstsemmel beehrt, schien heute auch nicht der einzige Hopper zu sein. Jedenfalls schrieb ein Mensch mit Rucksack eifrig die Spielereignisse mit. In einem flotten Spiel konnte er ein Tor vor der Halbzeit für Pullach notieren. Das Ganze wirklich sehr typisch für einen Amateurkick in der bayrischen Landeshauptstadt. Nicht sonderlich gut besucht, das Publikum urig aber apathisch und die Brotzeit wird herzlich gereicht hehe.
In der 2. Halbzeit ging dann die Luzie ab… 2:0 für Pullach in der 50. Minute.
Gefolgt vom 3:0 in der 55. Dann keimte bei den mitgereisten Anhängern aus Pipinsried, unter denen ich mich zu diesem Zeitpunkt des Spiels befand, kurz Hoffnung auf als auf 3:1 verkürzt wurde. Dem 5-Minuten-Takt folgend schlug aber Pullach mit einem Konter zum 4:1 zurück.
Und im nächsten Angriff folgte das 5:1. Dies war der Nackenschlag für Pipinsried, den nun entwickelte sich die Partie zu einem blamablen Ergebnis, Noch einmal in der 77. Minute und mit dem Schlusspfiff konnte Pullach Tore erzielen und schraubte so den Heimsieg auf 7:1!
Eine Minute nach Abpfiff stand man dann wieder am Bahnsteig, ohne gelaufen zu sein.
Die S-Bahn ließ aber noch ein wenig auf sich warten und so wurden die Urtypen mit Destination Theresienwiese beglupscht. Am HBF dann in den Zug zurück nach Ratisbona, dieses Mal gefüllt mit abgefüllten Wies’n-Besuchern und bedienten Bayernfans (2:5 gegen Werder). Dies hinderte aber beide Truppen nicht durch den Zuggang zu grölen – unsere Songs in Frankfurt haben da mehr Niveau hihi. Erst in Landshut änderte sich die Situation dann schlagartig zum Guten. Nicht nur dass ein Großteil der nervenden Mitmenschen ausstieg, auch Sonnenschein Junior-Hofer bestieg das Abteil, von seiner LL Mitte-Komplettierung aus Simbach kommend. So hatten wir eine Stunde Zeit für Klönschnack ehe für mich die Reise in der Oberpfalz endete während Alexander noch bis 22 Uhr nach Hof fuhr.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Oberliga NOFV-Süd 4. Spieltag – Sonntag 14.09.2008 – 290 Zuschauer
Erzgebirge Aue II – ZFC Meuselwitz 1:0 (0:0)
Dank Miss Ciccone verbrachte ich das Wochenende nicht mit edelm Kaviar und Nutten in Zürich, sondern bei mir in der Mietbutze bis Sonntag Mittag. Dann befuhr ich den grauen Wurm nach Hof/Saale, den Astra hat es nach den vielen Bahntouren der letzten Monate gefreut. Dort die Wohnung vom Junior inspiziert, ob ich sie nehme besprechen wir dann aber erst beim Besuch bei HofII, die Ossecker Strasse muss mal fallen!
Mit Junior’s Karre ging es dann die restlichen 100 km ins Erzgebirge wo der Herbst schon Einzug erhalten hatte, der Stadionsprecher in Grünhain-Beierfeld sprach sogar von winterlichen Temperaturen. So betraten wir mit den 22 Ballkünstlern den Ground und ließen uns Kaffee und Bratwürste schmecken. Gut dass man im Duo hier aufschlug, trotz rassigem Spiel wäre es solo hier wohl sehr langweilig geworden. Im schönen Stadion am Spiegelwald ging es recht ruppig zu, die Akteure gaben sich gut auf die Knochen. In der Halbzeit eine Toilettenpause und wieder rein in den Ground, im Gegensatz zur Polente die draußen ausharren musste. Im Verlauf der zweiten Spielhälfte dezimierten sich beide Herden um einen Teilnehmer. Mitte der Halbzeit ein Auer wegen Tätlichkeit und gegen Ende der Partie ein Zipsendorfer, deren Anhang in der erwarteten Anzahl an Stimmbändern und Zaunfahnen angereist war.
Alles sah nach einer Nullnummer aus, letzte Ecke für AueII, die Spieler beeilten sich nicht mal besonders den Standard auszuführen, dafür war die Ecke präzise geschnitzt und Aue II konnte doch noch zum 1:0 Siegtreffer einköpfen. Nach Spielende noch eine Stadionrunde zwecks Photos gedreht und wieder rein in das wärmende Junior-Mobil. Dort erheiterte uns der Radio während wir durch Aue fuhren. Die angedachte Vize von Obama ist weiter im Zwielicht, machte sie doch eine Freundin in Ihrer Zeit als Senatorin zur Landwirtschaftsministerin, besondere Qualifikation: Sie hatte in Ihrer Kindheit Kühe sehr gemocht!
Auch die Reportage von Germania Forchheim, neues Baby von Antenne Bayern konnten ein Schmunzeln auf unsere geschundenen Gesichter zaubern, hier ist auch ein Besuch angedacht.
In perfekten Zeitdimensionen stieg ich in Hof wieder in meinen Astra und war selbst dann um 19 Uhr wieder in Kelheim.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Irland Eircom League – Freitag 05.09.2008
St. Patrick’s Athletics – Galway United Spielabsage
Dieser Trip wurde direkt nach dem Belfastwochenende mit Heiko beschlossen und so ging es Donnerstag Abend mit Aer Lingus nach Dublin. Ist kein Thema wenn es bei Billigairlinern kein Serviceangebot gibt, diese Flüge waren aber nun mit einem stolzen Preis ausgestattet, insbesondere die Extragebühr für Gepäck weckte meine negativen Sympathien.
Während Andere 6 Euro für die Airliner bezahlen brachte uns der 16A von Dublin Bus bis zu unserem Hostel, dem Avalon House in der Aungier Street. Dort hatten wir Betten in einem 10er Zimmer gebucht, was sich nun schlimmer anhört als es war. Der Raum hatte zwei Ebenen so dass es gefühltes Viererzimmer war. Nach dem Frühstück hatten man sich etwas Sightseeing in Dublin vorgenommen, und dies wollte man trotz starkem Regens auch so durchführen. Bis wir Trinity College erreicht hatten waren wir schon pitschnass. Das Book of Kells war uns dann keine 10 Euro Eintritt wert, unser Ziel hiess Wachsfigurenmuseum an der Grandby Row, nur existiert dass derzeit nicht. Derartige demotiviert galt es die Socken im Hostel zu trocknen. Als der Regen etwas weniger wurde gingen wir ins EKZ am St. Stephen’s Green auf Einkaugsbummel nach Socken, Sweatern und Schuhen. Sex and the City ist ein Dreck dagegen *muah*
Frisch eingekleidet sollte es Freitag Abend zum Fussball gehen. So schlenderten wir die St. James’s Street am Guiness Storehouse und Royal Museum of Modern Art vorbei und nahmen den Luas (Straba) bis Drimnagh. So kamen wir in eine Gegend wo der soziale Wohnungsbau noch glorifiziert wird, würde interessant werden dort nach dem Spiel entlangzugehen. Im Burgerladen hatte man wohl gefühlte 3 Jahre keinen Touristen gesehen, dementsprechend schlecht wurde Heiko’s Englisch verstanden, hungern mussten wir aber nicht.
Das in Irland Fussi keine Sau interessiert ist klar, aber dass so gar nichts auf der Strasse loswahr beunruhigte mich. Dieses Gefühl wurde verstärkt als 45 Minuten vor anvisiertem Anpfiff die Stadiontore verschlossen waren und endgültige Gewissheit brachte dann eine Information an der Ticketstelle – Spiel wegen der starken Regenfälle abgesagt, Pitch unbespielbar. Schöner Tiefschlag für mich und Heiko. Somit kleiner Frusteinkauf bei spar und wieder zurück zum Luas. Dieses Mal fuhren wir bis O’Connell Street und schauten als Trostpflaster passend zum Tag den Disaster Movie im Kino. Dann folgte die letzte Nacht im Avalon.
Unser erster Weg am Freitag ging zum Busaras, dem zentralen Busbahnhof. Wir hatten eine Fahrt quer durchs Land nach Galway gebucht. Der Ritt durch tolle Landschaften dauerte vier Stunden und brachte uns in eine andere Welt. Sonnenschein, Wärme und eine schöne Stadt erwarteten uns. Kurz unser Hostel gesucht und ab in die Fussgängerzone wo es allerhand zu entdecken gab. Nach kurzer Einkehr bei Mr.Lee’s Chinatempel wo das Essen noch traditionell asiatisch in der Schale kommt und sehr scharf war lockte das Meer und die Docks. So ließ man sich (dick eingepackt wegen dem starken Wind) nieder und beobachtete Möwen und spielende Hunde und trank dazu Guiness aus der Dose. Diese, ganz innovativ, sind mit einem selbstkühlenden System ausgestattet dass sich bei Öffnung der Dose selbst aktiviert und den Inhalt über 1-2 Stunden kühlt!
Als es uns nach erstaunlich langer Zeit doch zu kühl wurde am Meer ging es zurück in die Stadt und zu einem kleinen Snack bei Supermac’s. Danach durfte uns der King’s Head, ein uriges Pub etwas beherbergen. Mit einem kleinen Spaziergang ließ man den Tag ausklingen und begab sich in die Horizontale. Mit uns im Viererzimmer noch ein geschätzt 40 Jahre alter Engländer der dank erhöhtem Alkkonsum den Schlüssel nicht mehr aus der Eingangstür brachte und auch so recht unterhaltsam war. Wir überlegten noch einen Tag hierzubleiben.
Für Sonntag Früh hatten wir einen Mietwagen bei Budget bestellt, wir wurden von einem Polen empfangen (überhaupt sind Polen in Irland omnipräsent, gibt viele polnische Läden dort usw.) der aber noch viel Potential nach oben hat was Service und Freundlichkeit betrifft. Sein Englisch war noch schlechter als das unsrige und so betonte er zwar drei Mal wir hätten 100 Euro Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens, laut Vertrag waren es aber 900. Zudem unterhielt er sich öfters mal mit seinem polnischen Kollegen. Wo sonst die Insel uns in punkto Service meilenweit voraus ist war hier ein Ausnahmeexemplar anzutreffen.
Wir kehrten dann auf ein Irish Breakfast (not Englisch Breakfast) ein und holten den Wagen ab. Heiko war der Erste von uns der sich traute den Wagen zu steuern und wir kamen tatsächlich an unserer Destination, dem National Aquarium an. Eine äußerst faszinierende Wassertierschau und recht spleenige Mitarbeiter, wunderbar. Nächster Stopp Kinvara wo es tolle Sandwiches gab und sich Heiko in Riffled Crisps verliebte. Wollten eigentlich dann Black Head ansteuern, aber irgendwie versagte der Beifahrer und so ging es eben mehr oder weniger direkt zu den berühmten Cliffs of Moher. Ein ideales Ausflugsziel für Menschen mit Höhenangst, gehen die Klippen doch bis zu 237m in die Tiefe. Aber Therapie muss sein, bin fleissig bis an die Kanten mitgewandert und es gibt auch Beweisfotos.
Nun war es schon spät geworden und an der Zeit eine Unterkunft zu suchen. B+B sollte es heute Nacht sein und der Ort Bunratty hatte den lustigsten Namen, also dort runter von der Autobahn und eine Lodge klargemacht bei einem älteren Herren voller Wortwitz und seinem Hund Mountie. Der wollte eigentlich mit in die Stadt zum Abendessen, wurde aber dann ganz fies von Heiko ausgetrickst. In einem Pub war es ganz gemütlich aber die Musik zu laut zum Essen, die Old Creamery sah von draußen etwas hochpreisiger aus, also folgten wir den Fährten im Ort die auf ein Red Door Restaurant hinwiesen. Durch ein Waldstück kam man schließlich an besagte ominöse rote Tür und wurde von drinnen noch erspäht. Irgendwie kam mir die Situation „unpassend“ vor und es war auch keine Speisekarte draußen ausgehängt. So wurde uns die Tür geöffnet und ich artikulierte mich bewusst ordinär weil ich schon ahnte wo wir hier gelandet waren. Bis wir uns versahen saßen wir auch schon am Tisch eines Sternerestaurants in der irischen Pampa. So dass Beste aus der Situation gemacht und versucht nicht allzuviel falsch zu machen. Kulinarisch muss man zugeben war es ein einzigartiges Erlebnis, wohl noch nie so zartes Gemüse gekostet und letztendlich sind wir auch mit unter 30 Euro p.P aus der Sache rausgekommen. Die Gourmets können somit ihren Enkeln noch berichten hehe.
Nach reichhaltigem Frühstück und der Verabschiedung bei Mountie ging es nach eher seichterer Nacht für mich zum Bunratty Castle. Laut Reiseführern super sehenswert usw.
Für 15 Euro Eintritt kann man das Schloss besichtigen und in einem Art „Park“ sind Häuser wie damals gelebt wurde originalgetreu aufgebaut. Das Schloss war ok, hat man eines gesehen kennt man halt alle. Aber der Park war ein Witz, die Ausstellungshäuser unterschieden sich nur um Nuancen, egal ob Herrenhaus oder Haus des armen Bauern. Das Tollste waren noch Esel und Hirsche die auf der Fläche rumgrasten. Hatte hier sehr schnell genug von der Sache, Heiko leider weniger…
Über Limerick wo wir bei Centra einkauften (der Finanzen wegen) fuhren wir Richtung Süden, Mallow war unser Ziel. Dies erreichten wir auch schon gegen 14 Uhr und sahen uns bei leichtem Regen die Stadt an. Schnell gemerkt dass es hier eher unattraktiver war und so plante man bis kurz vor Cork zu fahren um dort Unterkunft zu suchen. War also eindeutig der Tag mit dem wenigsten „Plan“. Dafür aber die Strassen hier super faszinierend, gibt es bei uns nicht.
Bis wir uns versahen waren wir schon an den Ausläufern der Stadt Cork gelandet und kamen bei einer netten Gastfamilie unter. Die Frau des Hauses übernahm gleich den Parkservice im Hinterhof des Hauses usw. Wir wurden ohne fragen zu müssen mit allen Infos versorgt. Sehr bemerkenswert wie nett die Menschen in Irland oft waren.
In 15 Minuten war man zu Fuss in der Stadt, leider wieder mal bei heavy rain.
Die Strassen und Gassen konnten aber trotzdem begeistern und dieses Mal taten wir ein Pub auf mit beachtlicher Musikauswahl. Best of Depeche Mode und alle Anti-Montags-Lieder dieser Welt. Vielleicht setzte ich hier dann den Länderpunkt Irland.
Mein Schlaf war wiederum solala da mein Begleiter es bevorzugte es nicht so dunkel im Zimmer zu haben…
Erster Sighseeingpunkt am Dienstag war Cahir, dieses Mal eine wirklich schöne Burg und nur 2,90 Euro Eintritt. Auch der Ort, Kirche und Hurlingfeld wusste zu begeistern.
Nun ging es an den Rock of Cashel wo ich eine deutsche Touristengruppe etwas ärgerte bzw. deren Guide und dessen Besichtigung schön war aber sozusagen abgebrochen werden musste weil es wieder heftiger zu regnen begann. Nun wären wir bereits 16 Uhr in Kilkenny gewesen, zu früh wie wir befanden, also noch einen Punkt eingestreut mit den Dunmore Caves, die paar km haben sich dann auch gelohnt. Wir konnten uns noch der letzten Führung anschliessen und der Guide durch die Höhlen brachte die Infos sehr lustig rüber.
In Kilkenny war dann alles in schwarz/gelb geschmückt, kein Wunder hatten doch die Kilkenny Cats am Sonntag die nationale Hurlingmeisterschaft three in a row gewonnen, wohl der FCB des Hurling und quasi „Weltmeister“.
Unser Hostel zu finden war nun weniger leicht, was vor allem daran lag dass wir keinen Stadtplan zur Verfügung hatten sondern nach einem bestimmten Haus in der fremden Stadt suchten. So parkten wir den VW Polo an einer Kirche und traten den Weg durch den Regen an. War aber auch schwerer zu finden, nun musste noch das Gepäck in die Vicar Street gebracht werden. In unserem Zimmer schliefen dann schon unsere zwei Mitbewohner (glaube Israelis) so dass wir uns gleich wieder auf den Weg machten. Heute Abend war unser Pizzatag, und bis auf den Ober hatten auch alle Spass im Lokal. Der war eher unmotiviert bis miesgelaunt. Heiko wollte dann noch mal ins Kino und so sahen wir uns Stepbrothers zwei Tage vor Deutschlandstart im Original an. Fand ihn gar nicht so dünn wie er in den Kritiken wegkommt. Die folgende Nacht war dann eher ein Erlebnis der verzichtbaren Art. Unser Stockbett wackelte bei jeder Bewegung einer der Protagonisten, dazu lärmten unsere Israelis usw. Nun gut, letzte Tätigkeit in Irland war es den Mietpolo und uns zum Dubliner Airport zurückzubringen was wir in gemütlicher Weise taten. Nun galt es noch drei Stunden am Flughafen abzuhängen was wir auch irgendwie rumbrachten und so ging es in zwei Stunden heim nach München. Dort schloss sich dann noch eine DB-Safari über Neufahrn und Freising für mich von Regensburg aus der Hans dankenswerterweise heimgefahren hat.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bezirksoberliga Oberbayern 1. Spieltag – Freitag 01.08.2008 – 210 Zuschauer
TSV Eching – VFB Eichstätt 1:2 (0:2)
Heute bin ich dem Zug noch etwas entgegengekommen, man wird schliesslich oft genug drin sitzen in diesem Monat. Netter Freitagsausflug nach Eching, Zustieg Neufahrn/Nb., für ewig Kultstätte. Weil es gerade passte zwei Stationen mit einem früheren Zug bis LA, dann doch in die angedachte Bahn nach Freising und von dort mit der S-Bahn bis Eching. Reichlich im Ort rumgetrödelt, wirkt sehr alternativ das Städtchen. Kleines LL Süd-Revival, wer aufgepasst hat weiss was ich meine. So schön wie in meinen Erinnerungen war die Tribüne des Willi Widhopf Stadions gar nicht. Dafür allerlei Schabernack um mich rum mit der Lost Generation X. Die Vorfreude auf den Saisonbeginn bekam aber einen gehörigen Frosch in den Mund gesteckt… Ex-Vereinsvorstand von Eching in der letzten Nacht, Verkehrsunfall Schwester (22) eines Spielers der zweiten Mannschaft – da bebbt auch die Stimme des Stadionsprechers.
Überhaupt Murphy’s Law an diesem Tag für Eching. Binnen 10 Minuten hiess Eichstätt die Echinger mit zwei Toren in der Liga willkommen. Da half den kecken Jungs nur dramatisch sich zu echauffieren, sorgte wenigstens für Grinser allenthalben, solang es Spass bleibt.
Zwei Tore wurden Eichstätt zu Recht aberkannt und in Spielminute 40 sah ein Echinger Rot und nahm den eigenen Trainer gleich mit vom Feld.
In der Halbzeit galten die Thematiken am Wurststand auch eher den tragischen Vorfällen.
Sehr empfehlenswerte Wurstwaren in Eching! Halber Meter Bratwurst usw.!!!
In Halbzeit Zwei wollte Eching dann mal mehr zeigen, fand besser ins Spiel und versenkte irgendwann einen Freistoss zum Anschluss im Kasten der Eichstätter.
Zum Sieg langte es aber nicht mehr, heute lief halt so Einiges schief in Eching, aber diese Auftaktniederlage ist mehr zu verschmerzen als Unfälle etc.
Ich lieferte auf der Heimfahrt noch einen Klassiker: Mit dem ALEX von Neufahrn (b. Freising) nach Neufahrn (Nb.) zu fahren. Dabei noch das Privatleben eines Teenagers geholfen zu sortieren, Leude hört mal auf zu telefonieren im Zug….
-----------------------------------------------------------------------------------
Landesliga Mitte Bayern 2. Spieltag – Mittwoch 30.07.2008
SV 1973 Nürnberg-Süd – SV Etzenricht 2:0 (1:0)
Der August steht im Zeichen des Nordens, heute also nochmals regional tätig. Die Aufsteiger in die Landesliga Mitte ja tja… Immerwährend Nr.1 Treffpunkt der Parkplatz am Jahnstadion und der Keumel durfte heute seinen Einstand als unser Fahrer geben. Hinten Ibo und Burgi, Peter Shaw navigierte. Auf den Bronsky warteten wir vergebens.
Bis nach Nürnberg rein lief es tadellos, am Kanal dann leichte Verirrung, just in time aber das Gelände des SV 1973 erreicht. Eher das komplexe Gebilde eines Gesamtvereins, Landesliga dürfte hier freudig mitgenommen werden. Bei solchen Konstellationen braucht es auch keine Ausweise um für lau zuzusehen. Es dürften auch noch 2-3 andere Hopper vor Ort gewesen sein. Hoffentlich petzen die aber nicht der Hoppingpolizei dass wir den Ground dermassen sexy fanden dass wir uns gleich mal im Biergarten nebendran niederließen und die Seelen baumel ließen. Alles wurde genauestens analsysiert und man kann wirklich tolle Gespräche mit den Jungs führen. Burgi ließ sich ein Schaschlik schmecken, ein lauer Sommerabend also, nur der Ground war halt Grütze.
Während ich auf Toilette sass erzielte Nürnberg-Süd das 1:0, soll ein tolles Tor gewesen sein.
Der Rest plätscherte so dahin bzw. wurde halt nur periphär von uns beachtet, die Lethargie ist nicht gerade fort.
Mit einem schönen Spielzug entschied dann der Aufsteiger das Spiel, mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Hätte aber gedacht dass hier Etzenricht zum zweiten Mal in dieser Saison 3 Punkte einsackt. Darum ist Fussball aber so schön, man weiss nie wie es ausgeht (das Phrasenschwein muss auch mal fetter werden, Weihnachten kommt bald!)
Auf dem Rückweg dann Burgi vorne und die Oldies in der hinteren Bank quittierten dies mit Schnarchen. Mit 5 Euro war der Ausflug auch fair abgerechnet. Keumel darf also gerne wieder fahren. Fehlt in der LL Mitte noch Simbach, sogar von Niederbayern aus eine Weltreise.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Axpo Super League Schweiz – 1. Spieltag
BSC Young Boys Bern – FC Basel 1:2 (1:0) – Freitag 18.7.2008 – 23250 Zuschauer
FC Aarau – FC Sion 3:1 (2:0) – Samstag 19.7.2008 – 5500 Zuschauer
Xamax Neuchatel – FC Zürich 1:2 (0:1) – Sonntag 20.7.2008 – 5328 Zuschauer
Erste grosse Tour der neuen Saison, der EM-Gastgeber ruft und nachdem die Fanhorden weg sind kann man ja wieder hin. Mit dabei Marcel, Turmi, Bronsky, Ibo und meine Wenigkeit.
Treffpunkt wie immer, das Abparken des eigenen Untersatzes dieses Mal komplizierter und bis man sich versah war der Kofferraum überfüllt. Macht ja nix rückwärts nichts mehr zu sehen hehe. Ibo setzte sich ans Steuer und gab es bis zur Rückkunft am Sonntag Spätabend nicht mehr aus der Hand (nicht mal beim Schlafen)
Turmi machte den Navigator, samt eigenem Navi und hinten, gewohnt hüftunfreundlich Bronksy, Marcel und ich in der Mitte. Die deutschen Autobahnen und die Durchfahrt von Bregenz wurden ohne Stau absolviert, ein kleines Tankpäuschen in Austria und dann kam Bronsky ins Schwitzen, war doch sein Pass seit 4 Monaten abgelaufen und Ersatz so schnell nicht zu beantragen. Nun begann das grosse Philosophieren an welcher Stelle im Stapel das Dokument platziert wird, wo also die Aufmerksamkeit der Grenzer prognostisch am Geringsten ist. Wir entschieden uns für Platzziffer Vier und…wurden durchgewunken.
Auf der Umfahrung Zürichs leichtes Stop an Go, ebenso im Aargau und im Emmental.
Um 18 Uhr erreichten wir die Kapitale der Schweiz und hatten das Stade de Suisse auch sofort an der Ausfahrt Wankdorf erspäht. Den Miet-BMW abgestellt, vier Franken Gebühr gelöhnt und auf im Laufschritt zum Ticketservice. Der Neubau an der Stätte des deutschen WM-Triumphes 1954 hat den Charme aller dieser typischen Neubauten, mon dieu.
Einlass wurde aber gewährt und so fand ich mich auf der Haupttribüne wieder, was leider auch bedeutete dass mein EFC-Kumpel Marcel vorerst nicht erreichbar für mich war (arbeitet derzeit in Aarau und war mit Arbeitskollegen extra wegen mir zum Spiel gekommen).
Dann wurde die neue Super League Saison eröffnet. Vizemeister gegen Meister der letzten Saison. Dies feierte die Berner Fankurva um Capital Followers mit einer Choreo – Motto: Dr Stärn lüchtet witer und die Gäste aus Bale mit rotem Rauch und Knallern im Oberrang.
In der 8 Minute traf Bern zum ersten Mal die Latte. In der 17. dann das 1:0 für die Hauptstädter, Neuzugang Eudis traf.
Während Basel lila Rauch zündete dominierte Bern weiter das Spiel und hätte zur Pause locker 3:0 führen können. In der Halbzeitpause dann endlich das Treffen mit EFC-Marcel unter der legendären Longines-Uhr. Mittels der Karte seines Azubi Fabio (Aarau Fan) kam ich mit in seinen Family-Block. Dabei hätte die Karte extra ausgestempelt werden müssen und so war es kein Wunder dass die Systeme bei meinem Einlass streikten. Aber so konnte gleich der Securityazubi angelernt werden was bei technischen Problemen zu tun ist J
Das flotte Spiel nun in Reichweite zu unseren Plätzen, man ist schon nah dran in Bern.
Langsam begann das Spiel zu kippen, während der Gästeblock rot rauchte.
In der 69. Einwechsler Perovic zum Ausgleich. Und als Fabio und EFC-Marcel gerade im Begriff waren zu Gehen erzielte Alteintrachtler Benni Huggel den 1:2 Siegtreffer für Basel.
Der polarisierende FCB hatte sich also wieder mal durchgesetzt. Von beiden Fankurven war ich heute nicht sehr überzeugt, auf beiden Seiten schon überzeugendere Auftritte erlebt.
Am Parkplatz gesellte sich dann noch Michi von den Green Lions Rapid zu uns, der wieder mal ein halbes Vermögen ausgegeben hatte um bei diesem Spiel dabeizusein. Nach dem Small Talk mit uns ging es wieder mit den Nachtzügen zurück nach Wien zum Heimspiel gegen Austria Kärnten.
Unser Begehr hiess nun Grilling+Sleeping. Auf einem Schulgelände in der Peripherie von Bern parkten wir dann und packten die Einweggrills aus. Nun wurden Würste gebruzelt und Bier konsumiert. Dabei ging, völlig ohne System, immer mal wieder eine Lampe an. Wenigstens sah man so gelegentlich ob das Grillgut schon durch und essbar war.
Vorbeiradelnde Menschen aus der Dunkelheit grüssten freundlich, hinter uns ging es in den Wald. Frage mich wo die alle hingeradelt sind bzw. wo die herkamen.
Irgendwann um Mitternacht bekamen wir dann Besuch vom Sicherheitspersonal. Er erkundigte sich was wir hier tun, ob wir uns beim Schuldirektor angemeldet hätten(!) und wann wir wieder fahren. Da nicht drohte dass wir frühmorgens schlechte Beispiele für die Internatsschüler abgeben ließ er uns gewähren. So war dann Bettruhe. Ibo, Turmi und Bronsky verkrochen sich in den BMW. Marcel und ich hatten den ultimativen Schlafplatz – im Mittelkreis des Fussballplatzes der Schule!
So breiteten wir uns aus und zollten schnell der Müdigkeit Tribut. Gegen 6 Uhr morgens war aber der Untergrund zu nass, so dass es ein Wechselspiel gab. Nun Bronsky und Marcel auf dem Parkplatz und ich auf der Rückbank im Sitzen dösend. Morgens auch wieder lustige Passanten. Da liegen Assis auf dem Schulparkplatz rum und alle grüssen als wäre dies ein alltägliches Bild. Für Samstag Morgen hatten wir uns dann eine Exkursion in die Berner Innenstadt vorgenommen. Eine wirklich total schöne und beeindruckende Kapitale.
Tolle Wochenmärkte und fast kein Müll auf der Strasse. Crazy auch die vielen Geschäfte die unterirdisch in Katakomben untergebracht sind. Außer Marcel hielten sich auch alle an das Rauchverbot, cool hier. Nur die Mägen knurrten heftig. So kehrten wir auf dem Weg in den Aargau bei coop ein und versorgten uns mit Essen und Einweggrills für Abends.
Somit lecker Brotzeit aut dem coop-Parkplatz gemacht und den Leuten beim Einparken und Beladen Ihrer Vehikel zugesehen. Comedy at it’s best.
Weiter ging es nach Aarau zum Brüglifeld wo Marcel, Turmi und ich hinterm Gästeblock rausgeschmissen wurden und Ibo/Bronsky zum Testspiel des FC Wohlen gegen Concordia Basel weiterfuhren (nehme mal stark an die hatten den Ground schon).
Die nächsten Stunden(!) als lethargisch zu bezeichnen wäre übertrieben. In knapp 200 Minuten genau ein Telefonat geführt und auf einer Baustelle kacken gewesen. Dann trafen wir uns mit Neukontakt Fabio und klärten die Kartensituation. Marcel und Fabio kamen gut ins Gespräch, so dass Turmi und ich schon mal den geilen Ground betraten. Fraglich ob das Teil bei uns Drittligazulassung hätte, leider wird auch neu gebaut, aber an Kult kaum mehr zu toppen. Die Fanszene Aarau legte letzte Hände an das Saisonintro und mein Praktikant und ich chillten auf der Tribuna, unweit von Ex-SGE-Coach Martin Andermatt.
Aus Sion waren knapp 500 Mann angereist die während des gesamten Spiels absolut enttäuschten.
Nun ging es los…und wie…Einlauf zu Blue Monday und eine tolle Fähnchenchoreo von Aarau: Mit Vollgas in die neue Saison – so gewinnt man Zico’s Herz. Dazu die richtigen Vereinsfarben!
Aarau brauchte dann nicht lange um auch 1:0 in Führung zu gehen. Nun tobte die Hütte, wobei die Heimgerade durchaus hätte lauter sein können angesichts der eigenen Führung. Aber sind halt doch eher zurückhaltende Menschen in der Swizz.
Vor der Pause dann sogar noch die 2:0 Führung. Alle happy und wir hatten Hunger auf einen Hot Dog.
Ab Beginn der zweiten Halbzeit drängte Aarau auf die Entscheidung, die dann auch bald gelang und man 3:0 führte. Die Heimguerilla machte ne lustige Humba (so von der Buchstabenaufteilung her) und auch der 3:1 Anschluss in der Nachspielzeit juckte nicht mehr wirklich. Sieger und neuer Tabellenführer der Schweiz der FC Aarau!
Sion ließ seinen Frust nach dem Spiel noch gegenseitig aus, gut zu beobachten vom Gästeparkplatz aus, auf dem wir uns mit Ibo+Bronsky wieder trafen. Unser Auto stand nun direkt neben einer Paderborner Autonummer die zu Almtraum, Stecki und Julian gehörte, und so verzögerte sich die Weiterfahrt begrüsst noch ein paar Minuten. Eine Forchheimer Hoppertruppe war auch noch vor Ort.
Vor uns hieß nun die Prämisse Richtung französische Schweiz zu fahren und irgendwo zwischen Biel und Neuchatel unsere Zelte aufzuschlagen. Am Neuchateler See fingen wir dann an zu überlegen, aber keine Ausfahrt passte zunächst, irgendwann war man in der Unterkellerung der Neuchateler Innenstadt gelandet und wieder raus aus der Stadt. Am See dann in ein Waldgebiet gefahren, so abgelegen dass ich schon erste Horrorfilmvergleiche brachte. Auf der Suche nach einem Grill- und Schlafort wurde das Thema noch weiter erörtert. In Nähe eines Provinzbahnhofes wäre was gewesen, aber es fand sich keine Mehrheit dafür, ebensowenig dafür zwei der Truppe an den Elektrozaun rund um eine Wiese zu opfern um dort einzudringen. Schließlich wurde an der Ursprungsstelle sich niedergelassen und während die Einwegöfen schmorrten und die Drinks mundeten kreisten die Thematiken mal locker rund um Saw, Hostel und Psycho. Marcel und Bronsky begannen Menschen im Wald zu sehen. Marcel half dies aber nix, musste trotzdem zusammen mit mir die Nacht im Freien verbringen während Bronsky kniff (jawohl).
Unsere Schlafstätte sollte aber um einige Grad komfortabler werden, ein abgestellter Anhänger ohne Befüllung. Somit keine Nässe von unten usw. – perfekt – bis zu dem Moment wo es nass von oben wurde. Ich plädierte dafür abzuwarten bis der Regen stoppte, wir fuhren aber weiter und sorgten letztendlich für eine unvergessliche Nacht. Am Jumbo Manor Marin parkten wir. Angedacht war halt eine Überdachung zu haben, dort standen aber nun kleine Gartenhaushütten rum, mehrere davon offen! Folglich hatten wir ein regelrechtes Schlafgemach für die Nacht, auch wenn noch einige Anpassungen erforderlich waren und die Schuhe draußenbleiben mussten. Ich schlafwandelte noch paar Mal über den Parkplatz und sorgte für Repression in Bronsky’s feuchten Kurventräumen weil ich anklagte dass die Fahnenstangen so unfassbar laut waren. Ebenso fand sich keine bessere Toilette auf dem Gelände als die Box für die Einkaufswägen. Paar Mal raste noch die örtliche Turbojugend röhrend über den Ground, aber allesinallem war es eine durchaus komfortable Nacht.
Am Morgen verließen wir mit unseren Schlafsäcken unterm Arm wieder unsere Häuser und ich bitte um Spenden für die Therapie die der Passant in diesem Moment nun antreten muss. Selten so ein erstauntes Gesicht gesehen hehe. Etwas das frühe Treiben beobachtet, dann Bronsky, Ibo und Turmi im Auto geweckt. Bronsky und ich spielten dann eine Runde Ping Pong und wir erkoren den Parkplatz zu unserem Badezimmer. Bronsky spielte uns dann noch alle Lieder auf seinem Handy vor, das ist moderne Lagerfeuerromantik.
Dann brachen wir nach Neuburg auf und stellten unseren BMW unweit des Sees ab. Die Stadt hatte französisches Flair, war also potthässlich. So war es kein Wunder das schnell fünf deutsche Hopper die Bänke am See okkupierten und sich auch für Stunden nicht von der Stelle bewegten. Ich stattete zusammen mit Marcel unserem neuen Schwarm Juliana, ihres Zeichen Verkäuferin bei Mäces, einen Besuch ab. So inspiriert klappte zum Erstaunen Marcels sogar die Bestellung eines MC Flurry auf Französisch. Dann Aufbruch zum Stade de la Maladiere (Ortsteil von Neuchatel), mit Zwischenstopp am See und Steinewerfen bis zum Exzess. Hätte noch grosses zeitliches Potential gehabt dieses Spiel. Sehr viel Slackertum also an diesem Wochenende, die lethargische Crew is alive.
Am Stadion dann die Karten geholt, noch kurz an den stürmischen See und vor dem Stadion Almtraum und nen Kauz aus Konstanz getroffen. Jörg hatte seine liebe Mühe den Eintritt für seine zwei ihn begleitenden Behinderten zu organisieren und auch auf mich machten die Offiziellen (wie z.B der Pressemensch) einen relativ arroganten Eindruck. Folglich im Stadion sich eher abseits platziert, vorher noch einem hohen Tier den Sitzplatz streitig gemacht, und somit nur unweit von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld gesessen.
In einem Bereich mit wenig Fluktuation sitzend und als einziger ein weisses Shirt im Stadion an – laut Mitfahrer war ich gut zu beobachten in meiner vollen Begeisterung über Stadion, Umgebung und Umstände. Die Gesamtsituation stellte mich nämlich nicht gänzlich zufrieden, auch wenn der Züri-Auswärtsblock ordentlich Rabatz machte. Die Schweiz ist einfach nicht DAS Fussballland schlechthin und der Heimverein wandelte sich an diesem Nachmittag von unbekannt kultig zu bekannt unsympathisch. Da halfen auch die rot-schwarzen Vereinfarben nicht mehr.
Cool war aber der Trainer der Züricher Challandes, ständig am Meckern und Malträtieren der Bank, kam aber der vierte Offizielle dann wurde er zum Unschuldslamm.
Züri konnte dann zum 0:1 scoren, mich riss es kaum aus meiner Schläfrigkeit.
In der Pause dann die letzten Franken für einen Hamburger auf den Kopf gehaut und gottlob pünktlich am Platz zurück. Erst folgte eine Choreo der Gäste mit wahrem Inhalt: Wir sitzen nicht hinter euch, wir stehen immer hinter euch…
Dann gelang Neuchatel in der 49. Minute der Ausgleich. Mitten in den Jubel der Gegenstoss der Gäste und diese gehen erneut in Führung. Neuburg schaffte es dann nicht mehr erneut auszugleichen. Tragischer aber wohl das Schicksal eines Fans auf der Gegentribüne auf dessen Brustkorb über eine halbe Stunde rumgedrückt wurde, ich konnte noch keine näheren Infos ausfindig machen, aber sah so aus als wäre dieser Mitmensch von uns gegangen.
Nach dem Spiel waren alle Mitfahrer wieder ultraschnell am BMW. Ibo wollte noch Kultur machen, also schlug ich vor uns das Ortsausgangsschild von Neuchatel anzusehen. Fahrt ohne Stopp bis Österreich. Und auch hier war diese Fahrt irgendwie untypisch. Wenig Dummlaberei, also Radio an und bis man sich versah lauschte der komplette Wagen andächtig über fast eine Stunde einer Bibelgeschichte auf DRS3!!! War aber auch wirklich spannend. Der Schweizer Grenzer wollte dann Bronsky auch nicht im Land behalten und nach der erste Pause unterhielt uns Radio Voralberg mit Golden Oldies und viel zu vielen Berichten über das Match des SCR Altach in Salzburg. Rund um München dann der übliche Bayern1-Schmuh wie das halt bei Ibo’s Fahrten so usus ist. Punkt Mitternacht in Margaretenau, darauf dem Fahrer Applaus gespendet und geholfen den BMW notdürftig zu reinigen. Dann Bronsky aufgeräumt und ab in die Schlafkoje, endlich wieder ein Bett hehe…
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Kreispokal Landshut Viertelfinale – Samstag 05.07.2008
ETSV 09 Landshut – TV Schierling 2:3 (0:3)
Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Spiel gefreut, Zugfahren war auch mal wieder angesagt. So führte der Autoweg nach Neufahrn und von dort in den Zug nach Landshut. Auf der Ergoldsbacher Strasse in meiner Geburtsstadt ein Malzgetränk zu mir genommen, ohnehin DER Trend der letzten 48 Stunden! Schneller als erwartet stand ich vor dem Sportgelände des ETSV 09 Landshut, der Nr. 2 am Ort. Heute Revanchespiel für die Bezirksoberligarelegation in Rottenburg. Vor 30 Tagen gab es dort Verlängerung, kleine Tumulte und einen Sieg für Schierling. Nun spielen beide Clubs diese Saison in der BOL und standen nun im Viertelfinale des Kreispokals. Auf dem Gelände lag eine gesellige Feier in den letzten Zügen, gerade wurden die Biertische abgebaut. Auffallend der riesige Hallen- und Umkleidekomplex dessen Ausläufer ein paar erhöhte Stufen bietet. Die hauptsächliche Vorbereitung der Eisenbahner aufs Spiel bestand darin ein Mannschaftsfoto anzufertigen, Schierling trollte etwas über den Platz und so begann um 18.30 Uhr vor wenigen Zuschauen, aber vor den Linsen des RFL, die Pokalschlacht. Samstag Abend Fussball, eine Zeit an die man sich gewöhnen könnte, da wäre ich ausnahmsweise nicht Pro 15.30.
Die Partie soweit ein faier und flotter Sommerkick. In Minute 22 und 26 Doppelschlag für die Schierlinger, beides sehr toll herausgespielte Tore. Sehr zur Freude von Leuten hier aus der Gegend (Saal) die irgendwie immer beim TVS anzutreffen sind?
Schierling setzte dann vor der Halbzeit noch einen drauf, der Coach der Landshuter war gut am routieren. Ich verköstige inzwischen die „Dultwurst“, Prädikat empfehlenswert.
Das Spiel scheint entschieden, Schierling verwaltet souverän die Führung, ich lasse mich auf der Aussichtsplattform nieder und widme mich etwas dem Reiseführer Irland. Mitte der 2. Halbzeit bekommt LA einen Strafstoss, somit 1:3. Das 2:3 fällt dann in der 88. Minute, nicht mal gefühlte 100 Sekunden später beendet der Schiedsrichter vom TV Meilenhofen mit seinem Gespann aus Sandelzhausen und Offenstetten die Schlagerbegegnung. Fazit: Im Prinzip eine klare Angelegenheit für die Schierlinger.
Mit schnellem Schritt geht es dann zurück zum HBF, fährt doch die erste Gelegenheit nach Hause 17 Minuten nach Abpfiff. Das Zeitfenster hätte auch locker gereicht, nur leider hat der Zug 20 Minuten Verspätung, was aber heute nichts ausmacht. Nur recht die Zeit vertreiben kann man sich am Landshuter Bahnhof auch nicht. Flux war man wieder in Kelheim und vertrat sich dort noch die Füsse auf dem Bürgerfest. Ein netter Ausflug zum Saisonanfang, wird aber echt Zeit das wieder grössere Touren anstehen.
------------------------------------------------------------------------------------
Kreispokal Landshut Viertelfinale – Freitag 04.07.2008
FC Laimerstadt – ETSV Hainsbach 7:6 (3:2)
Leichtes Anschwitzen der neuen Saison, der Kreispokal Landshut ist im vollen Gange.
Laimerstadt konnte vorgestern (!) überraschend den TSV Langquaid ausschalten (5:4) und empfängt nun auf dem heimischen Sportplatz den Bezirksligisten Hainsbach. Ein richtiges Abenteuer ist schon mal die Anfahrt. Die komplette Strecke von Kelheim nach Laimerstadt führt durch den Wald, ab Gut Schwaben habe ich solche Strassen das letzte Mal in den schottischen Highlands zu Gesicht bekommen. Warum auch Strassen bauen wo zwei Auto nebeneinander fahren können. Bei Tettenwang wird es dann so richtig ländlich, der Sportplatz in Laimerstadt ist dann schnell aufgetan, hat aber kaum Ausbau zu bieten.
Eine Art Schupfen dient als Unterstand und die Gastronomie ist zu empfehlen.
Am Platz sogar internationaler Flair, jedesfalls sprach man teilweise englisch.
Im Spiel ging Hainsbach schnell in Führung, was aber der FC Laimerstadt bis zur Mitte der ersten Halbzeit umdrehen konnte. Dann sogar die 3:1 Führung, die posthum im Gegenzug von Hainsbach verkürzt wurde. Dann konnte geschickt das Eintrittsgeld umgangen werden und schon pfiff der Schiri zur Halbzeit. Auch in der zweiten Hälfte ein wahrer Schlagabtausch und Laimerstadt steht nun im Halbfinale des Kreispokal. Allein von der Anfahrt her wäre es dem Club ja zu gönnen noch weit zu kommen, damit…
Auf der Rückfahrt auf der Forststrasse exakt null Gegenverkehr.