Regionalliga Süd 10. Spieltag – Freitag 28.09.2007 – 1800 Zuschauer
SSV Jahn 2000 Regensburg – Karlsruher SC II 1:4 (0:2)
Glaubt ihr an Vorzeichen? Sintflut den ganzen Tag, Megastau auf der Autobahn, Feldwege zum Jahnstadion, SGE-Heimniederlage gegen den KSC 48 Stunden zuvor…
Der Tabellenführer der Regionalliga Süd, seit Jahrhunderten zu Hause unbesiegt empfängt meinen Besuch nach der ersten Niederlage in Kassel am Wochenende zuvor.
Die Zahl der Regenfrösche arg dürftig, aus Baden sogar nur ein Fanclub mit Zaunfahne da.
Das neue Büdchen der Ultras ist schön geworden, auch wenn nicht wirklich Waren auslagen. Poldi Trede übernimmt die Stimmung am Zaun, den Support finde ich Klasse, auch wenn man in den UR-Reihen an diesem Tag nicht zufrieden war.
Der KSC II, eher ein Leichtgewicht der Liga tritt wegen der besseren Sicht in knallorangen Hemden an. Ich meine ja weiterhin dass die alte Trikots der Profis auftragen.
Es war schön mal wieder die ollen Freaks alle zu sehen, was nur nicht ins Konzept passte war dass die Tore irgendwie falsch fielen, also wenn man nun nicht auf Orange steht meine ich.
Zur Halbzeit ein 0:2-Handicap und draußen werden die verspäteten Green Lions aus Wien Hütteldorf nicht hereingelassen. Gab doch früher stets freien Eintritt zur 2.Halbzeit an der Prüfeninger Strasse? Aber die BOS wird wahrscheinlich auch immer doofer.
So bildeten sich Diskussionszirkel und Argumentationsforen im weiter strömenden Regen.
Wasserdicht ist meine Jacke auch nicht, Herstellerlüge allez.
Kart verschafft uns, verschafft mir kurze Hoffnung. Nach dem 1:3 für den KSC II driften die Gespräche mit Jörg’s Cousine aber mehr in Richtung Baseball und Zimtkaugummis.
Nach den 1:4 gibt selbst Elfriede auf, und die gibt ja nie auf.
Ein verhagelter Tag….
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Regionalliga Nord – Samstag 22.09.2007 – 457 Zuschauer
BV Borussia 09 Dortmund II – SC Verl 1:0 (0:0)
Zur Normalzeit erwacht, Frühstück am Marktplatz Lütgendortmund war angesagt. Die örtliche Rewe-Filiale schafft Abhilfe und ersetzt auch gleich die GEZ. Was Omas am Nachbartisch abfackelten war Pott pur. Man stösst an literarische Grenzen dies hier so wiederzugeben. Ein Versuch wird hiermit gestartet, das Scheitern ist mit eingerechnet:
„Wenn ich bald sterbe muss sich mein Sohn endlich nicht mehr meine S…e anhören“ –
„Ich merk doch selber welchen Mist ich manchmal erzähle“
„Ich sach immer – Junge, trink nich soviel…“
Noch über den Markt geschlendert, Marcel meinte treffend dass sich die Leute hier wohl zum Sterben niederlassen oder noch nicht weggekommen sind. Aber nix hier gegen Lütgendortmund.
Uns zog es auch hinfort, nur richtig weg sind wir auch nicht gekommen. Fuhren glatt in den einzigen Stau den der WDR am heutigen Tage in ganz NRW verkündete. Und das auf den 3km von Lütgendortmund bis Dortmund Westfalenstadion!
Die Parkplatzsuche war fast dann auch noch stressig, Marcel guckte sich einen ab vor der Betonschüssel Signal Iduna Park. Das Stadion Rote Erde war schnell gefunden, vorher noch auf nen Spaziergang in den BVB-Fanshop.
Im Ground war es dann eher ruhiger. Bratwurst und Cola schmeckten hervorragend, so muss das sein. Marcelo’s sehnlichster Wunsch war es in den Gästesektor zu gehen, klar wer träumt nicht davon einmal die Fans des SC Verl hautnah zu erleben J
Haben auch ne grosse Portion Humor die Jungs. Spielen mit ihrem eigenen Image mit aufgedruckten Bauernlümmel-Sprüchen auf den Shirts. Einem Mann gebührt aber ein Denkmal. Ladies and Gentlemen. Ultras Kohlschreiber proudly present : TINO.
Mit Trikot und Wattenscheid 09 ausgestattet übernimmt Tino (fast) alle Aufgaben in der Curva Verl. Mit Spielbeginn ist noch alles recht harmlos. Es wird ein Fangesang angestimmt, zwei/drei jüngere Semester stimmen mit ein.
Dann der Megafoneinsatz! Aber nicht etwa gen Block gerichtet – Nein – Tino singt seine Lieder direkt ins Megafon auf den Platz hinaus. Dazu bedient er gleichzeitig alleine die Trommel und hält diesen One Man Army-Support auch stetig durch. Die pure One Man-Show.
Meine Fantasie spinnt schon imaginäre Vertragsverhandlungen in Verl zusammen:
Ja Herr Präsident, ich gehe auch den Weg in die 4.Liga mit, wenn mich endlich dieser Tino nicht mehr so nervt…*brüll*
Dazu gepflegte Unterhaltung mit einem rüstigen Rentner. Der Schulterschluss SGE-SC Verl ist perfekt!
In der Halbzeitpause legt sich unser Tino erstmal auf den Stufen zur Ruhe, der Block atmet spürbar auf.
Mit Wiederbeginn ist es aber vorbei mit der Ruhe. Inzwischen werden unserem Helden schon aus dem Block von Jedem 10 Euro angeboten wenn er aufhört zu supporten….
Wegen Konzentrationsmängeln fängt sich der SC Verl inzwischen einen Gegentreffer vom BVBII nach einem Freistoss ein. Die Jungschar vom BVB die wohl von Mutti keine Erlaubnis bekam nach Berlin zu fahren jubelt.
Verl schafft es nicht mehr auszugleichen, was Tino ärgert und er zunehmend aggressiv gegenüber der Mannschaft wird. Nach Schlusspfiff gehen aber alle friedlich nach Hause. Die BVB-U23 macht noch die Raupe vor Ihrem Kindergarten und ich nutze die sanitären Anlagen. Derweil fordert Tino vor den Toren die Ablösung des Verler Trainers – allein.
Ich werde fast noch eingeschlossen im Klo, entkomme so gerade noch dem Platzwart.
Dann geht es auf den Heimweg, Marcel führt mich in der Theorie in die hohe Schule der Meisterköche ein. Beim Mäces bei Kassel treffen wir auf erledigte Wuppertaler die aus Erfurt kommen und eine SGE-Mutter mit gut erzogenem Kind.
Auch auf der weiteren Fahrt kraulen wir uns nicht gegenseitig die Eier sondern Marcel erzählt mir was er so über Grafitti gehört hat und so ist der Ritt über die A3 kurzweilig und alle kommen wieder wohlbehalten zu Hause an. Tino sollte den Verein übernehmen.
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Regionalliga Nord 9. Spieltag – Samstag 15.09.2007 – 12940 Zuschauer
1.FC Magdeburg – Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
Start ins Happy Weekend mit einem Kinobesuch in Ingolstadt am Freitag, somit nach Mitternacht heimgekehrt und die drei Stunden bis zum Aufbruch vor dem PC verbracht.
Mein Einstiegsort heute war Neumarkt. Hans, es wäre so simpel gewesen einen Parkplatz zu finden, damals im Europacup *schnief*
Dann ging die Gameshow aber los. Erste Aufgabe: Wir kaufen ein Wochenendticket am Automaten. Welcher Tag ist heute nochmal? Nicht einfach wenn man nicht im Bett war hehe.
Gröber aber dann die Situation am Bahnsteig. Stehe doch zwei Züge rum, beide unbeschriftet. Einer fährt nach Regensburg, einer nach Nürnberg, also ne 50:50 Chance hier schon die Reise in den Sand zu setzen.
Bahnlogik ist dann wenn der Zug auf dem Rgbg steht der Richtige ist, Pendler ole ole.
Am Nürnberger Bahnhof ist die Reisegruppe dann mit Nobbi komplettiert, noch kurz ne Breze gekauft und rein in den nächsten Zug. In Hof ist dann Umstieg und fortan haben wir eine Schulklasse mit im Abteil, Schlaf adios. Letzte Hinrundenetappe dann von Leipzig nach Magdeburg. WET gilt nicht im Nahverkehrsverbund, das schreit förmlich nach einem Spaziergang zur Bördelandhalle. Auf den Weg nen Hähnchendöner verdrückt, war solala.
Bei Rewe decken wir uns dann mit Spekulatius ein, fehlt nur noch der Kaffee zum gediegenen Wochenende hehe.
Mit dem Strom lassen wir uns zum neuen Stadion treiben, hat Spass gemacht.
Nun galt es Eintrittskarten zu erwerben, da fiel die Wahl nicht leicht. Eigentlich wollten wir Gästeblocknähe, irgendwie beschloss man beim FCM aber die angrenzenden Blöcke nicht zu öffnen, zudem sollten Rucksäcke verboten sein? – naja besser dann doch in die Heimkurve.
Wir waren früh drin und hatten somit Zeit zum stöbern. Es gab Aufsteiger 07-Postkarten für 25 cent und Schals zum (virtuellen) Aufstieg für 10….
Im Stadion Plätze mit gutem Überblick eingenommen, mussten zwar etwas kämpfen, waren ja nicht die unsrigen..aber ging schon.
Beide Curvas überzeugten im Allerweltsstadion. Magdeburg mit dem Stehbereich und dem angrenzenden Ultrasblock zog mehrmals die komplette Hinter- und Seitentribüne mit. Düsseldorf’s Gäste meldeten sich auch fleissig zu Wort. Ein schöner Soundteppich für das erwartet umkämpfte Spiel. Beide Teams mit guten Abwehrreihen.
Kein Wunder dass es torlos in die Pause ging, hier kurz ne Cola genippt und zurück in den Block, was alles erstaunlich schnell ging!
Auch in der zweiten Hälfte der Magdeburger Support sehr überzeugend und sie schafften es ihr Team auch zum Sieg zu treiben. Hätte viel darauf gesetzt dass hier meine 0:0-Serie reisst (jetzt 52 Spiele), aber Tornepieth ersparte uns dies und überwand als erster in dieser Saison (!) Goalie Melka im Kasten der Rheinländer. Nun war beste Stimmung im Kasten.
Düsseldorf wird die erste Saisonniederlage verschmerzen können und beide Teams dürften minimum die Quali für die 3.Liga locker schaffen.
Für Nobbi und mich schloss sich wieder ein Spaziergang zurück zum Bahnhof an. Heute waren wir wirklich fleissige Wandersmänner. Im Netto, der in SA einen Hund mit Korb im Mund als Logo hat, kauften wir Proviant für die „etwas längere“ Heimfahrt. Hätten aber wohl besser die Finger von den staubigen Sandwiches lassen sollen. Nunja, wenigstens gab es Kekse.
Erste Etappe nach Halle/Saale, hier die Altstadt zu Fuss erkundet. Viele Shops halten hier geschlossen, der Niedergang schreitet voran. Dann zum Nabel der Welt nach Saalfeld, und weiter über Großhering nach Lichtenfels (das war ein Topzug).
Von Lichtenfels nach Nürnberg wurde dann der gesellschaftliche Müll heimgefahren und Nobbi verlor langsam den Kampf gegen das Sandmännchen.
In Nürnberg trennten sich dann die Wege, Nobbi fuhr nach Hause, ich fuhr mit dem Zug nach Neumarkt zurück und erntete ungläubige Blicke vom Schaffner, war das WET wohl circa 10x abgestempelt worden…
Last Ride mit dem Astra. Bei Parsberg ging es dem Tank noch gut, auf der Landstrasse nach Hemau war es plötzlich leerer. Tata und Tusch – Premiere! Wir benutzen einen Tankautomaten. Mal die Kontoauszüge ansehen ob wirklich nur ich auf meine Kosten getankt habe… der Rest durch den Wald war dann Makulatur. Mal eben 23 Stunden relaxen jaja…
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Kreispokal Regensburg Achtelfinale – Dienstag 12.09.2007 – 750 Zuschauer
TSV Bad Abbach – SSV Jahn 2000 Regensburg 1:2 (0:0)
Wieder so ein Hornby-Moment. Wenn man sich durch die Agrarfelder geschlagen hat befindet sich der Sportplatz mit angeschlossenem Vereinsheim auf der Freizeitinsel.
Der Bezirksoberligist forderte heute den souveränen Tabellenführer der Regionalliga Süd. Vor dem Spiel wurden Lose verkauft. Auf meinem Tombolalos stand, anstatt einer Nummer die Erkenntnis: Reichtum ist viel, Zufriedenheit ist mehr, Gesundheit ist alles. Eine Niete?
Mitnichten, war der Erlös doch für die Kuno-Stiftung.
Der SSV Jahn 2000 trat heute mit einer B-Elf an. Wird in dieser Konstellation sicher nicht mehr so zusammenspielen.
Die erste Hälfte verlief torlos(!). Bad Abbach stand massiv und die wenigen Jahnchancen wurden mit dem nötigen Glück vereitelt. Dabei fiel auch eher der Regionalligist durch eine rustikalere Spielweise auf.
In der Pause wurden dann die Preise am Vereinsheim verlost, Hauptgewinn war ein Fahrrad.
Spielerisch hielt die „Sensation“ noch eine Weile an. Abbach hielt bis zur 60. Minute das torlose Remis, unter den beißenden Kommentaren der anwesenden Jahnfans. Eine kleine illustre Runde war gekommen und unterhielt sich und die Umstehenden mit Schabernack.
Nach besagter Stunde gelang dem Jahn dann der Führungstreffer nach einer Freistossflanke. Somit der Bann doch noch gebrochen? Klarer Fall von Denkste…nur wenige Minuten später gelingt dem Bezirksoberligisten der Ausgleich. Nun war der Kindergarten der Bad Abbach unterstützte völlig am Ausrasten und drehte mit einer Stadtfahne frei hehe…
Die zusammengewürfelte Jahnelf stocherte den Ball dann noch zum spielentscheidenden Treffer ins Abbacher Netz und hielt den knappen Vorsprung bis zum Schluss. Reichlich dumpa wurde es auch schon.
Gegner im Viertelfinale ist nun Fortuna Regensburg.
Für viele Jahnanhänger ging es danach in die Post/Süd-Stadionwirtschaft am Kaulbachweg zur Infoveranstaltung „Neues Stadion in Regensburg“.
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EM-Qualifikation 2008 – Samstag 08.09.2007
San Marino – Tschechien 0:3 (0:1)
Diese Tour begann mit dem Eintreffen von Bronsky und Obi bei mir in Kelheim um 4.30 Uhr.
Während Obi sofort in einen tiefen Schlaf auf meinem Fussboden verfiel guckten sich Bronsky und ich „Gate 8“, die Doku über UN an.
Als der Film zu Ende war rief auch schon der Aufbruch um halbwegs pünktlich um 8.18 Uhr in Pfaffenhofen zu sein, wo schon Nobbi auf uns am Rasthof wartete.
Dieser war auch der erste der sich nach an das ausgegebene Motto der Jogginghosen hielt.
Für 9 Uhr waren wir in Markt Schwaben mit Hafe verabredet, unseren Steuermann zum Gesamtländerpunkt und ersten Etappenziel Rimini.
Im Ort erfolgte noch ein Überfall der Norma um sich das Frühstück zu sichern.
Bei halbwegs flüssigem Verkehr ging es gen Süden, die Rückbank verbrachte die meiste Zeit damit den verpassten Schlaf der Nacht aufzuholen. Dank sei den Nackenstützen.
Vor Ort hatte Nobbi bereits eine Hosteladresse rausgesucht, zuvor galt es natürlich sich der Fahrweise der Italos anzugleichen. So wurde durch enge Gassen gerauscht und auf 1qm gewendet J
Im Hostel ergatterten wir dann das letzte Sechserzimmer, also alles paletti. Das Auto auch irgendwie abgestellt bekommen gönnten wir uns kurze Ruhe bevor es für alle (außer Hafe) zum Strand ging. Obi und ich nutzen dann die Gelegenheit um gleich im Meer zu waten und die Füsse voller Sand zu haben. Nobbi erzählte noch von der Mathe LK-Abschlussfahrt und wir schauten uns etwas im schönen Rimini um. Immer wieder herrlich das Gewusle auf der Hauptstrasse und in den abführenden Gassen und Wegen. Der Strand ist halt recht „kommerziell“ hehe.
Dann war es Zeit nach San Marino aufzubrechen und wieder waren wir mittendrin im Verkehrs- und Huppacour. Insbesondere die Autobahnführung in Rimini glänzt!
Wie bekannt geht es dann nach San Marino den Berg hoch, wir waren relativ bald am Ziel, liegt das Stadio Olimpico in Serravalle, der Grossteil wird es ohnehin vom Gastspiel der Nationalelf in der frühren Gruppenphase kennen. Auto abgestellt und mittenrein in die Anhänger der Republika Cesky. Wohl über 90% des Publikums hielten heute zum Gast.
Es tummelte sich recht lustiges Fanvolk, wer es mag…
Und langten dann drei Eintrittsberechtigungen zu fünft und wir ließen uns auf der Haupttribüne in der Nähe eines San Marino-Sympathisanten aus Weinheim nieder.
Dieser Deutsche macht einen Sprachkurs in Perugia derzeit und war in voller Fanmontur heute aufgelaufen.
Vor Anpfiff spielte eine Blaskapelle auf, die dann auch die beiden Hymnen zum Besten gab.
Ein Bläser wäre dabei ein Fall für die Pannenshows im Privatfernsehen gewesen, ging er doch z.B weiter als der gesamte restliche Trupp stehenblieb oder stand als einziger im Chor andersherum usw.
Unsere Ergebnistipps variierten von 0:4 bis 0:8, Tschechien ließ die B-Elf auflaufen und San Marino war, wie immer, stets bemüht.
Die tschechischen Fans gaben gut Laut und Ihre Kicker spielten halt ihren Stiefel runter.
Hin und wieder war sogar das Tor von Petr Cech in Gefahr, der Goalie lief hier erneut mit deinem Helm auf. Sieht schon komisch aus das Teil.
Tschechien selbst brachte im Angriff mit Koller und Fenin nicht mehr als ein Abstauber-/Stolpertor zusammen und so ging man mit einer knappen Auswärtsführung in die Pause.
Die Fans nahmen das Tor und die Zeit danach zum Anlass paar Bengalos Ihrer Bestimmung zu übergeben und eine Fontäne zu zünden.
Im zweiten Abschnitt betätigte ich mich zunehmend als Kommentator, war ich doch nun mit der Aufstellung ausgestattet. Ich hatte trotzdem noch nie von auch nur einem Spieler der Gastgeber gehört. Und auch wenn man am Ende es Spiels ein Torverhältnis von 1:40 hatte, schon beachtlich was dort in San Marino geleistet wird. Rekrutieren sich die Akteure ja nur aus dem Zwergenstaat, jede Kreisklassenvereinsmannschaft darf sich Verstärkung aus dem Nachbarort holen. Ist sicher eine grosse Ehre für die tapferen Mannen von Trainer Giampaolo Mazza. Die Republik San Marino wurde dann noch mit einer gelb-roten Strafkarte dezmiert. Die Folgen waren ein Fasttor und kurz danach das reale 0:2. Das 0:3 gelang Koller dann erst in der Nachspielzeit. Ein mehr als wackeres Ergebnis, somit alle zufrieden. Und so hofft man weiter auf die grosse Sensation, einen dreifachen Punktgewinn in einem Qualifikationsmatch. Irgendwann, irgendwo, irgendwie J
Die Bedeutung des Fussballs im Land wurde dann auf dem Weg zum Parkplatz dadurch belegt dass gleich nebenan seelenruhig ein Baseballmatch lief das durchaus frenquentiert war.
Wir schauten aber nicht zu, uns lüstete es nach Pizza. Wieder zurück in Rimini buchte man sich also in eine Pizza- und Osteria ein, nachdem man Option Eins mitten im Grenzland noch verschmäht hatte. Die Pizzen überzeugten wieder einmal durch dünnen Boden und fantastischen Belag. Die Rückbank trank zusammen ein Aqua Minerlae und die Besteckgebühr war auch wieder obligatotisch. Nobbi fuhr uns dann vorbei an den Basketball- und Fussballstadien von Rimini zurück zum Jammin’ Hostel wo wir uns schnell zur Nachtruhe betteten.
Serie B 3. Spieltag – Sonntag 09.09.2007 –
Modena FC – Spezia Calcio 2:2 (0:2)
Am nächsten Morgen rief uns der Wecker um 9 Uhr zum Frühstück, man konnte also schön ausschlafen, was Allen außer Obi auch genügte.
Das Frühstück war ok, es gab das Übliche. Für mich war es außerdem die Traumreisegruppe, vereinten sich doch die Seriosität von Hafe und Nobbi mit dem Schmäh von Bronsky und Obi. Und ich war dann das Bindeglied von Allem muah.
Kleinen Unmut zogen wir uns zu als ich meinen Kakao in Plastikbecher abfüllte (tassa!!! Genau wie Bronsky, nur lässt sich der nicht erwischen) und im Internet surften (hätte man mal anmelden sollen – Freiminuten hatten wir ja). Nun denn, es war ohnehin Zeit nochmal die Zähne zu putzen und dann weiterzufahen. Ich intervenierte noch kurz nach Cattolica ins Meerquarium zu fahren, aber der Rest war für Fussball nenene….
Den Hinweg nach Modena lieferte ein paar Mal zähflüssigen Verkehr, ein Privat-PKW-Duell mit einem Welser und eine Mütze Schlaf für die Rückbank.
Angekommen in Modena hatten wir das Problem dass wir tanken mussten und alle Tanken am (heiligen) Sonntag zu hatten. Dafür hatten wir Glück bei der Parkplatzsuche und schlugen uns per pedes durch die Strassen der Stadt Modena.
Ein klein wenig waren wir sogar in Sorge das Spiel könnte ausfallen, war doch der berühmteste Sohn der Stadt, Luciano Pavarotti, ein paar Tage zuvor einem Krebsleiden erlegen. Die Beerdigung fand aber bereits am Samstag statt und so stand dem Anpfiff der Heimpartie des Tabellenführenden in der Serie B nichts im Weg. Obwohl…im Weg stand dann doch Einiges…nämlich unzählige Barrieren…erst der Weg durch einen Park ebnete uns den Weg an die Kassenhäuschen. Bronsky und Obi ließen sich auf der Tribuna nieder, der Rest stellte sich um Karten in der Curva an. Machte 11 Euro normal und 6,50 ermässigt.
An den Stadiontoren wurden dieses Mal dann auch die Namen auf der Karte verglichen, für alle auch eine Premiere in Bella Italia.
Nun war das nächste Hindernis die Drehkreuze zur Curva. Aber auch hier fand man die schnellere Schlange und war endlich drin. Schon eine Tortur bis man in einem italienischen Stadion drin ist…könnte übrigens jemand Modena mal eine Kanne Öl spendieren?
Wir kauften uns dann wahlweise ein Panini Cotto oder Minerwalwasser und ließen uns auf den breiten Stufen der Kurve nieder. Nachwievor entsteht der Sitzplatz dadurch dass auf den Beton Nummern gemalt wurden, aber so mögen wir das ja auch.
Vor dem Spiel natürlich eine Schweigeminute für Pavarotti, wobei in Italien zu dieser Gelegenheit eine Minute lang Applaus gespendet wird und nicht wie hierzulande üblich geschwiegen wird.
Es galt also für Modena diese Tabellenführung zu verteidigen. Die Heimfans legten gut los, ließen aber dann sehr schnell ganz schwer nach. Und nach 23 Minuten waren ohnehin nur noch die Gästefans am Singen. Führte Spezia Calcio da doch bereits mit 0:2. Ich war sehr überrascht vom Auftritt der Tifosi aus Spezia.
Das lief so gar nicht nach dem Geschmack der Anhänger von Modena, da überhörte man noch mürrischer das Krächzen aus dem Stadionlautsprecher.
Neue Hoffnung sollte Okaka bringen, eine schwarze Perle in den Reihen Modenas.
Relativ bald fiel dann auch der Anschlusstreffer für Modena. Ein Strafstoss aus 16,25 m wurde verwandelt und war der Start für einen kleinen Sturmlauf der Heimelf. Und auch zu diesem Anlass zeigten die Heimtifosi was möglich wäre.
Spezia hätte jedoch das Spiel für sich entscheiden müssen, traf sogar völlig unbedrängt einmal den Pfosten. Aber nichts war es mit der 1:3 Führung.
Nachdem aber besagter Okaka in der 88. Minute vom Platz flog schien der Auswärtssieg eingetütet zu sein. Nix da, Longo hatte in der 92. Minute was dagegen und traf zum 2:2 und sicherte damit die Führung für Modena in der Tabelle. Das Stadion nun am Ausrasten, auch wenn in den restlicher Zeit der fünfminütigen Verlängerung kein Treffer mehr fiel.
Schade dass die Stimmung nicht permanent auf diesem Level war.
Spezia hat sich trotzdem etwas hochgearbeitet im Klassement, mit dieser Leistung wird man bald weitere Punkte holen können.
Im Geschwirr der Mofas traf sich die Reisetruppe dann wieder komplett am Auto.
Ich erwartete nun ein Abfallen der Stimmung, galt es doch die nervige Heimfahrt nach den Fussballhöhepunkten zu absolvieren. 500 km Langeweile? No grazias… es bildete sich die Rückbank autonomo und kam auf ein Gesprächsniveau nahe dem Erdkern.
Was da an sexuellen Orientierungen und Schweinkram besprochen wurde passte nicht mal auf die Haut einer Herde Kühe, so richtig gestoppt wurden wir Drei von Hinten eigentlich erst wieder durch die Essens- und Tankpause nache Kufstein. Die Kleidungsschichten die man auf dem Weg in den Süden abgelegt hatte begann man langsam wieder zu reaktivieren und genau 100 km hinter der deutschen Grenze fielen wir dann alle aus dem Auto von Hafe.
Kurze Abrechnung, das Mathe-LK-Wissen von Nobbi kam uns dabei zugute. Nun war ich wieder der Fahrer, kurzer Tankstopp innerhalb der Marktgrenzen von Markt Schwaben und dann nächster Halt Pfaffenhofen, wo Nobbi in seinen Nissan umstieg, ohne mir seine Bahnfahrkarte nach Budapest verkauft zu haben.
Obi unterhielt mich dann noch auf den Restkilometern bis Kelheim und Mitternacht war dann Ruhe im Karton. Bronsky musste die beiden UR-Leute da natürlich noch zurück in die Oberpfalz fahren. Hat Spass gemacht Jungs….
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Landesliga Süd Bayern 8. Spieltag – Freitag 31.08.2007
Sportbund DJK Rosenheim - SV Raisting 3:0 (0:0)
Mensch, das war alles etwas anders geplant. Sollte in grösserer BW/Basel-Ausflug werden, aber sind halt schlechte und vor allem kühle Zeiten. Nun denn, den Mietwagen an der Backe galt es zu retten was noch möglich war und so beschloss man etwas an der Landesliga Süd zu arbeiten. Freitag Abend Flutlichtspiel in Rosenheim klingt ja auch ganz ok.
Die Fahrt verlief ohne Probleme…bis exakt 200m vorm Ziel.
Baustelle, batsch, und fertig war die Konfusion. Nun nach Umleitungen gesucht, bis in die Menschenmassen des Volksfests gefahren, nada niente… kein Rankommen an den Ground.
Irgendwann entnervt den VW Polo geparkt und zu Fuss weiter durch den Urwald.
Auch der Fussweg beinhaltete km-weite Umwege, exakt da wo ich hätte hin und durch müssen war die Baustelle durch meterhohe Zäune abgeriegelt…machte dann tatsächlich drei Minuten Verspätung. Nun aber genug gemosert hehe….
Das Josef-März-Stadion macht was her, schon gemütlich hier. Es finden sich auch mehr Zuschauer ein als beim Stadtkonkurrenten TSV 1860 und manch einer hofft den Heimsieg mit der Krachledernen später auf der Festwiese begiessen zu können.
Die erste Halbzeit ist taktisch geprägt und so ist es kein Wunder dass keine Tore fallen, eigentlich keine Mannschaft eine echte Torchance herausspielt.
Dafür erhalten Verpflegungsstand und Vereinsheim Bestnoten von mir. Wie schon erwähnt – ein Ort an dem man sich wohlfühlen kann.
Als die Akteure ihre Stollen zur zweiten Hälfte wieder angeschnallt haben durchschreiten sie einen Korridor der gewissentlich von zwei Ordnern freigehalten wird, hier winkt es professionell muah.
Und bald ist es die Heimelf die sich über die eigene Führung freuen darf. Es gibt Elfmeter für Rosenheim und der sitzt. Raisting kann dem nicht viel entgegensetzten, kann einfach kaum zusetzen und stagniert in der gezeigten Leistung. So ist das Spiel bereits entschieden als dem Sportbund Rosenheim ein schönes Tor zur 2:0 Führung gelingt.
In den Schlussminuten gibt es noch einen kleinen Wehrmutstropfen. Ein konternder Rosenheimer wird im Strafraum gefoult, vom Torwart gelegt. Mit Wohlwollen kann man den verhängten Strafstoss auch noch akzeptieren. Den Keeper aber des Feldes zu verweisen für diese Aktion sprengt den Rahmen total, der Goalie dreht dementsprechend gut frei.
Der arme Feldspieler der nun das Tor hüten muss kann den Elfmeter dann nicht parieren. So fällt noch das 3:0, das nie und nimmer der Überlegenheit des Siegers entspricht. Sei es drum, zumindest das Torverhältnis hat ja in den bayrischen Amateurklassen keine Bedeutung.
Auf schnellen und sicheren Wegen geht es dann wieder gen Kelheim, wo dann die Entscheidung fällt am Samstag nichts zu fahren!
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Bezirksliga West Niederbayern 7. Spieltag – Samstag 25.08.2007
TSV 1861 Straubing – FC Mainburg 1:1 (1:0)
Mit dem Heimatverein einen Ground machen, da werden Träume wahr hehe.
Der FC Mainburg spielt seine dritte Saison in der Bezirksliga, der Start ist wenig geglückt, die Vorzeichen stehen auf Rückkehr in die Kreisliga. Ganz überraschend aber noch ärmer dran ist der TSV Straubing, frischer Absteiger aus der Bezirksoberliga und auf bestem Wege gleich durchgereicht zu werden. Neben mir wollte sich den Hafer auch noch der Moritz geben.
Am vereinbarten Treffpunkt am Jahnstadion traf ich aber dann nur Wolfi mit Vater an. So konnte man zwar gut die Euphorie um den SSV Jahn thematisieren, Mo war aber unauffindbar. Ein weiteres Beispiel der verlorenen Jugend? Mitnichten! Auf der Tribüne in Straubing sitzend (nach alleiniger Anfahrt) trudelte er mit schweren Entschuldigungsgesten ein und fuhr dann wieder mit nach Hause. Hatte sich extra vom Papa’s Taxi herkutschieren lassen. Meine Anfahrt zuvor verlief bis auf die letzten 500m reibungslos, dann versteckte sich das TSV-Stadion am Peterwöhrd aber doch sehr gut. Mal gefunden beeindruckte der Kasten aber optimal. Eine wunderschöne Tribüne und ein obligates Rund. Die Tribuna wurde fein geteilt in Heim und Gast. Die Stadionwirtschaft punktete mit Semmeln und Getränken und ließ die BL-Konferenz über Stadionmikro laufen. Besonders überrascht hat mich der zahlreiche Gästeanhang in Straubing.
Das Spiel mal wieder feinste Comedy, ein Fehlpassfestival sondergleichen. Beide Mannschaften liefen Gefahr einen Querschläger einzufangen. Mainburg konnte aber inzwischen kämpferisch überzeugen und legte sich mächtig ins Zeug. Den 1:0 Rückstand verhinderte dies trotzdem nicht, Goalie Usta war leider machtlos.
Mo und ich wurde inzwischen warm miteinander und erzählten uns so aus unseren Leben.
In der 2.Halbzeit wollte es Mainburg dann wissen. Dies alles mündete in einem schönen Ausgleichstreffer durch Stadler. Zudem gab es in den letzten 5 Minuten zwei dicke Möglichkeiten den Auswärtssieg zu fixieren. Es blieb aber beim Remis, was keiner Seite recht hilft. So war alles schwer am mosern und ging unzufrieden nach Hause. Der Ausflug hierher war aber sehr lohnenswert, ein toller Ground!
Den Mo dann mit waghalsigen Wendemanövern an einer Ausfahrt kurz vor Regensburg rausgeworfen und im heimischen Kelheim wartete dann schon Kumpel Heiko und der Start zu den eigenen Geburtstagsfeierlichkeiten auf mich.
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Bezirksliga Süd Oberpfalz Bayern 5. Spieltag – Freitag 24.08.2007
1.FC Schwandorf – SV Leonberg 3:0 (1:0)
Derzeit treibt es mich so ein bisschen in die Non League Grounds der Region. Vielleicht sollte man aber doch mal an den eigenen Grundsätzen festhalten, 7.Liga tut dann doch weh.
Die Anreise schwungvoll und ohne Staus, auf den letzten 500m verlor ich dann etwas die Orientierung. Gelten sonst die Schwandorfer als etwas komische Autofahrer so war es hier der Kelheimer Gast der ein paar sonderbare Fahrmanöver vollzog. Blöder kann die Beschilderung aber auch kaum sein, prangt an der Sportplatzstrasse doch ein grosses Schild SC Ettmannsdorf? Recht eng ging es dann zu, wenig Parkplätze dort.
Die Hindenburg-Kampfbahn berühmt für seine alte Tribüne mit Unterstand, deshalb steht es ja auch im Informer.
Der Ground liegt idyllisch direkt neben der Naab und sollte das Spiel mal langweilen schaut man eben den Schiffen zu hehe.
Der 1.FC Schwandorf hat schon viel bessere Zeiten gesehen, spielte man doch mal in der Landesliga Mitte. Leonberg dagegen spielte nie höherklassiger. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist man in der 7.Liga vertreten.
Vor Spielbeginn noch das Stadionheft studiert, dass es zum Eintritt von 3,50 Euro dazugab. Es strotze vor Rechtschreibfehlern und fehlendem Layout. Aber immerhin gab es ein Heft!
Die Rasenzampanos boten dann Magerkost in den ersten 45.Minuten, fuhren sich aber teilweise ganz schön in die Knochen. Auch der Einsatz von Ellenbogen erfreute sich größer Beliebtheit. Mich zog es ob der Darbietungen zum Verpflegungsstand. Die 1,80 für die Bratwurstsemmel sind ok, zwei Euro für Bier/Limo/Cola sind grenzwertig, fanden auch die zwei anwesenden BFC-Hools.
Man kann nun nicht wirklich behaupten ein Team hätte mehr Spielanteile gehabt, kam es doch zu kaum Spielfluss. Nach einem fraglichen Freistoss für Schwandorf erzielten diese dann aber kurz vor der Pause den Führungstreffer. Erstmal dem mitgebrachten Fanzine widmen.
Das Vereinheim der Schwandorfer weiss zu gefallen, so richtig urig hehe.
Kurz nach der Pause konnte Schwandorf dann schnell das 2:0 nachlegen, man war also auf gutem Weg den ersten Sieg der Bezirksligasaison zu verbuchen. Langsam gab es dann erste Konsequenzen aus der weiterhin brutalen Spielweise. Subjektiv betrachtet trat Schwandorf mehr zu, als Erster wurde aber ein Leonberger frühzeitig vom Platz gestellt.
Ein Schwandorfer folgte ihm dann mit gelb-rot wegen verdecktem Ellbogenschlag kurz vor Ende der Partie. Da hatte Schwandorf aber ohnehin schon einen Konter zum 3:0 verwandelt.
Ein viel zu hohes Resultat da sich beide Teams auf schwachem Niveau ebenbürtig waren.
Den Leonberger Frust bekam dann noch ein geparktes Auto ab, klärte die Abwehr doch einen Ball über den Stadionzaun und verursachte eine schöne Delle an einem PKW.
Mit Schlusspfiff verliess ich den Zirkus und kehrte mit Zwischenstopp KFC Regensburg (nein Hafe dass ist kein Schnellrestaurant) heim.
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Oberliga NOFV Süd 2. Spieltag – Samstag 18.08.2007 – 820 Zuschauer
FV Dresden Nord – FSV Zwickau 2:0 (1:0)
Weckerklingeln 4.42 Uhr! Meine Güte ich bin zu alt für diese….
Pünktlich zur Abfahrt nach Nürnberg lag man im Abteil und döste die erste Teilstrecke. Dann Umzug in den RE der normalerweise dann gleich bis Dresden durchführt. Heute aber kleiner Hürdenpacour. Zug fährt bis Chemnitz, dann Schienenersatzverkehr bis Flöha. Nix los hier, also gleich in den RE nach Freiberg, auch wenn dies nicht final zielführend ist. Hier ist ja noch weniger los? In Flöha gab es wenigstens einen Kiosk….
Irgendwie sprach hier auch alles tschechisch? Wohl eine weitere Universitätsstadt ohne Ablenkung für die Studierenden.
Dann ging es mal weiter, die letzten Meter bis Dresden HBF, zum Nordteil raus und da stand auch schon die richtige Straba Nr.11 vor der Nase. Mit im Waggon ein paar Dynamo-Module, bissl die Freunde aus Zwickau unterstützen. Grosser Showdown in Magdeburg ja erst einen Tag später. Paar ältere Herrschaften bzw. sein Kläffer regten sich noch auf, aber was soll es.
Am Waldschlösschen dann rausgesprungen, und ja ich muss sagen, wäre echt ne Schande fürs Dresdner Panorama wenn dort ins Tal eine Brücke gesetzt wird.
Mit schnellen Schritten zog es mich dann in den Jägerpark. Am Einlass war man freundlich, die Kontrollen oberflächlich. Erste Eindrücke von der Spielstätte sammeln und ja…definitiv der ärgste Acker bisher im Osten. Zudem verspätete sich durch einen Stau die Elf von Sachsenring Zwickau. Was aber am Fussi im Osten schön ist und bleibt sind die kulinarischen Preise und die Schlagermucke. Echt schade dass nur noch fünf Grounds in dieser Oberliga zu kreuzen sind.
Die Anhänger der Heimelf sind schon total auf Boreas eingestimmt. Man wollte hier im Jägerpark schon längst SC Broeas heissen, die Taufe wurde aber vom NOFV erstmal untersagt da halt ein Kekswerk hier in Dresden Neustadt auch so heisst…
An der Ballustrade hing eine Zauni von Uhrwerk Orange, die Gestalten dahinter aber nicht recht psycho hehe.
Der Gästeblock der Curva Kaos sollte sich nicht so reichlich füllen wie angekündigt und von mir erwartet. Wohl so’n bissl ne Strafe wenn man als Awayfan hier hermuss.
Um 14.20 Uhr ging es dann los, der Gästeblock bietet ein Schwenkermeer und legt dann bald mit den beliebten Melodien los. Trotz magerer Zahl heute kann man lange suchen um so eine vor allem einzigartige Curva zu finden.
Die Herde die man supportet ist aber eher grauenhaft. Böse Abwehrschnitzer, nach vorne kein Trieb, es grenzt an ein Wunder dass Dresden Nord erst in der 40. Minute per Kopf einnetzt. Robert Koch der Torschütze und Dresden Nord der verdiente sportlich Führende nach der Hälfte der Spielzeit. Trainer Dietzsch wird seinen FSV ganz schön zusammengefaltet haben.
Dies schien dann auch Wirkung zu zeigen. Paar gute Einschussmöglichkeiten, aber Goalie Keller war schon beim Einschusstraining vor dem Spiel überragend.
In der 58. Minute dann die Riesenchance zum Ausgleich für Zwickau als es zur Verwunderung aller im Jägerpark Elfmeter gibt. Köcher schiterte aber erneut an Keller und Zwickau sah der Niederlage entgegen. Dresden Nord brauchte nur noch einen Konter zu setzen den Robert Koch erneut erfolgreich im Tor von Sachsenring unterbrachte und setzt sich damit vorerst an der Tabellenspitze der Oberliga Süd fest und avanciert so zum Kandidaten für die Regionalliga. Zwickau dürfte mit der Vergabe der 3-4 Plätze in der neuen 4.Liga nächste Saison nichts zu tun haben. Vielmehr gilt es erneut die Oberliga zu halten (was bei nur zwei Absteigern machbar sein sollte) und dann wird es sehr sehr brisant werden sich irgendwie für die zukünftig kommende eingleisige Ostoberliga zu qualifizieren. Ein Wettschwimmen gegen das Ertrinken im Strudel der Amateurklassen. Umso bemerkenswerter mit welchem Enthusiasmus der Zwickauer Support getragen wird!
Mit Schlusspfiff sprinte ich zur Straba-Haltestelle und fahre zurück zum HBF. Dort Geschäfte aller Art und rein in den Zug nach Hof, zusammen mit der Meute aus Zwickau.
Dabei werden die Waggons hermetisch zwischen Fans und normalen Reisenden abgeriegelt.
Ich bin neutral gekleidet, mir wird von der Grünen Minna Platz gemacht. Vorm Zugabteil paffen vier Zwickaufans, drei davon nicht in rot-weiss gekleidet, werden dabei von der Staatsmacht entdeckt und mit doppelter Übermacht und ohne Austausch von Argumenten in dem Zug nach vorne geholt. Manchmal würde wohl nur noch ein Bolzenschussgerät helfen…
Die Fahrt bis Hof zieht sich dann bissl. Dort wird es dann interessant. Das Verhalten der Menschen dort…sorry Junior…aber da braucht es kein Ortsschild mehr, einfach Hof *g*
Über Hersbruck geht es dann nach Regensburg, wobei der Walkman wertvolle Dienste leisten muss. Nach 23.30 Uhr erreicht man die oberpfälzische Hauptstadt. Der Ausgang zum Einkaufscenter ist da schon zu?
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Landesliga Süd Bayern 5. Spieltag – Mittwoch 15.08.2007 – 530 Zuschauer
SV Raisting – BCF Wolfratshausen 3:0 (2:0)
Ich glaube der Feiertag am 15.08 jeden Jahres in Bayern wurde eingeführt um Landesligakicks als Zuschauer beizuwohnen. Dieser Tradition folgend ging es heute in eine landschaftliche sehr reizvolle Gegend, an den Ammersee.
Der SV Raisting hatte letzte Saison in Bezirksoberliga und Oddset-Pokal für Furore gesorgt und findet sich nun in der Landesliga Süd wieder.
Heute Derbytime, obwohl dieser Begriff natürlich mal wieder überstrapaziert ist. Die Autobahnanfahrt gestaltet sich leichter und vor allem viel schneller als gedacht, da waren die Bedenken mal wieder unnötig. Vor dem Spiel ist noch die Besichtung der Erdfunkstelle und des Radoms möglich. Hier stehen sehr grosse Teleskopschüsseln auf dem freien Feld, ich denke die kriegen da viele Fernsehprogramme rein…
Der Radom ist seit Jahren technisches Baudenkmal und muss zu seinen aktiven Zeiten sehr spacig gewirkt haben.
Dann rein in die Stube und bei süffigem Limo und ner Brotzeit einen schattigen Platz auf der kleinen Tribüne gesucht, hätte ruhig die kurze Hose heute sein dürfen. Abgesehen von dieser Tribuna der Rest ein normaler Sportplatz mit angeschlossenem Vereinsheim. Man wandelt halt auch ewig zwischen den Welten BOL und Landesliga.
Das Spiel zunächst mit dem von mir erwarteten Verlauf. Wolfratshausen agiert und Raisting wehrt sich gegen den Ex-Oberligisten (und Stätte meiner ersten Ligenkomplettierung überhaupt). Die Akteure mühen sich bei grosser Hitze ab und das Publikum konsumiert die Darbietung und sonnt sich oder sucht den Schatten von Tribüne, Vereinsheim oder kleinem Fischerhaus hinter dem Tor des BCF. Es scheinen aber doch ein paar den Weg von Wolfratshausen nach Raisting angetreten zu haben.
In der 35. Minute dann der Paukenschlag, Georg Reich vollendet ein Solo zur 1:0 Führung für die Gastgeber. Das freut auch die jungen sachverständigen Mädels aus dem Dorf.
Und schon mal im Rausch gespielt erzielt Raisting in der 43.Minute durch einen Konter abgeschlossen von Martin Frühholz gleich noch das 2:0. Da sitzt der Frust bei Wolfratshausen tief.
In der Pause einmal Nachschub für den Magen und wieder auf die Tribüne um den unmutgetränkten Gesprächen der mir sitzenden Wolfratshauser zu lauschen.
Mit Wiederbeginn dass was zu erwarten war, Wolfratshausen drückt, richtig gefährlich wird es für Raisting aber kaum. Und als man dann durch Ludwig Huber in der 67. Minute noch einen Nadelstich setzt ist Wolfratshausen für heute erledigt und der erste Heimsieg eingetütet.
Bis zum Schlusspfiff brennt hier nichts mehr an und so dürfte man noch das gemütliche Biergartenwetter zum Feiertag in Raisting genossen haben. Somit ist in der Tabelle sogar Wolfratshausen überholt und der letzte Tabellenrang verlassen. Man ist sozusagen in der Liga angekommen. Der Zug an der vorbeiführenden Strecke tutet auch kurz (hält aber nie in Raisting) und so geht es vom Sportzentrum wieder auf die diversen zu befahrenden Autobahnen und der Schlüssel dreht sich bereits um 20.45 Uhr wieder im Schloss. Nur der einzige anwesende Hopper war ich wieder nicht…
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Landesliga Süd Bayern 4. Spieltag – Samstag 11.08.2007 – ca. 450 Zuschauer
TSV Gersthofen – FC Pipinsried 1:3 (0:1)
Der erste Kampf des Tages geht um 6.10 Uhr an den inneren Schweinehund, man konnte sich nicht aufraffen den Zug gen Mainfranken zu besteigen, Aschaffenburg’s Schönbusch wird noch eine Weile auf meine Aufwartung warten müssen. So also umdisponiert und an der Landesliga Süd in Gersthofen gearbeitet. In Saal regnete es wie aus Kübeln, deshalb mit etwas Sorge ob das Spiel stattfindet den Regionalzug bestiegen. Heute eine angenehme Zugreise über Ingolstadt und Donauwörth, fast so bequem dass ich nur dank der schnellen Reaktion eines Mitmenschen noch aus dem Zug in Gersthofen komme.
Bahnhofstrasse und Bauernstrasse entlanggelaufen, strengstes Vorortflair, der Ort ein einziger Autobahnanschluss. Länger als gedacht der Fussweg zur Arena, aber für die 5.Liga schon sehr gut. Bevor man Platz nehmen kann schallt mein Name durchs Rund – Kollege Hafe ist unwissend auch vor Ort! Somit wäre auch für Kurzweil gesorgt.
Herausragend am Ground die (neugebaute) Tribüne mit 467 bunten Sitzen, sieht aus wie in der Düsseldorfer Arena. Hier tragen auch die U19 und U17-Teams des FCA Ihre Bundesligakicks aus.
Gersthofen mit 4 Punkten aus 3 Spielen solide gestartet, mancher Aufsteiger hätte gerne die Bilanz. Heute aber das Glück nicht auf der Seite der Augsburger.
Während wir unseren Spass auf der Tribüne haben spielt Gersthofen einen kurzen Rückpass zum eigenen Torwart, ein Pipinsrieder spritzt dazwischen und was sonst 999x nix bringt gelingt hier. Der Stürmer wird angeschossen und der Ball kullert zum 0:1 ins Netz von Gersthofen. Dies dann auch der Halbzeitstand.
Auch anfangs der zweiten Hälfte Gersthofen nicht agiler, und bald lässt sich die Abwehr der Heimelf auch düpieren und Pipinsried spaziert zum 0:2.
Beide Tore also „geschenkt“, nun war doch mal Gersthofen dran. Es wird ein Elfmeter verhängt und von Heimteam auch verwandelt, nur noch 1:2.
Das Spiel nun weiter mittelklassig, heute aber der Tag der kuriosen Tore. Irgendwie erzielt Pipinsried aus spitzem Winkel das 1:3 und das Spiel ist entschieden.
Zeit für uns aufzubrechen, Hafe will noch zu Rain/Lech-Markt Schwaben und ich fahre mit, spare ich mir so doch ein Stückchen Zugfahrt. Eine nette Geste, auch wenn es nun heisst knapp 45 Minuten im Ort totzuschlagen. Aber wir sind ja erprobt und um 18.08 Uhr kommt auch der Radlzug aus Donauwörth und bringt mich noch vor 20 Uhr an die eigene Haustür.
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Bezirksoberliga Oberbayern – Mittwoch 08.08.2007 – 2.Spieltag - 350 Zuschauer
VFB Eichstätt – SE Freising 2:2 (1:0)
Die Idee an dem Tag wohl sicher 20x verflucht, aber versprochen ist versprochen.
Also los auf die B16, vorher noch Saw III abgegeben. Beim ollen Wienerwald getankt und ein Hawaiciabatta warmmachen lassen. Dies dann unter hoher Fingerfertigkeit während der Fahrt gen Ingolstadt vernascht. Die B13 nach Eichstätt führte mich dann mitten durch Ingolstadt im Feierabendverkehr. Außerdem lügt mein Straßenatlas was die Entfernungen angeht. Aber für Mutti’s Wurzeln geht das schon. Dafür den VFB-Platz schnell aufgetan. An der katholischen Universität befindet sich die VFB-Arena. Noch vor dem Parken einen kleinen Schreck gekriegt da sich die Akteure auf einer Uni-Wiese warmmachten, aber alles in Ordnung. Es wurde wie immer im Stadion gespielt. Drinnen warteten schon Bremer und Nobbi. Nürnberger im Weckla unser Abendbrot und dann konnte die Sause auch schon losgehen.
Zu unser aller Freude wurde auf der Tribünenseite eine attraktive Linienrichterin eingesetzt, da kamen die Sommergefühle in Wallung hehe.
Auch sonst natürlich wieder viel Schabernack aus unseren Mündern während die Partie ein erstaunlich schnelles Tempo hatte. Nach etlichen ausgelassenen Chancen konnte dann Eichstätt durch einen Kunstschuss doch 1:0 in Führung gehen. Mit Halbzeit dann eine Platzrunde bzw. Platzbegehung von Bremer.
Pünktlich zum Wiederanpfiff nahmen wir wieder die Tribünenplätze ein und waren inzwischen zum begehrten Interviewpartner der heimischen Bevölkerung geworden. Welch’ Freude darüber dass man in einem Buch steht. Die Profs sind aber auch immer die Schrägsten.
Dann gelang Freising der Ausgleich, was den höchst emotionalen Stadionsprecher enorm runterzog. Weiterhin ein gutes Niveau was uns dieser sechstklassige Kick hier bot.
Und es sollte noch packender werden. Eichstätt konnte in toller Manier wiederum in Führung gehen, was Freising prompt ausglich. Der Stadionmikrofonprofessor kurz vorm Heulen hehe.
Also wieder nix mit den ersten drei Punkten in der neuen Saison für Eichstätt, so wird man nicht in die Nähe der letzten Saison gelangen wo man erst am letzten Spieltag den Aufstieg in die Landesliga Süd verspielte. Der türkische Trainer wird ihnen nun aber Beine machen und auch alle Details ansprechen können, hatte er doch in bester Lienen-Manier jeden Fehler seiner Schafe akribisch notiert.
Mit einem netten Ritt durchs Altmühltal war man dann eine Stunde später wieder zurück in den heimischen vier Wänden. Doch noch ein mehr als gelungener Abend.
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DFB-Pokal 1.Hauptrunde 2007/08 – Sonntag 05.08.2007 – 8200 Zuschauer
1.FC Gera 03 – Carl-Zeiss Jena 0:3 (0:1)
Der Sonntag startete dann mit einem leckeren Frühstück im Hotel, gefolgt von einer Tour de Force über etliche Bundes-Strassen-km bis nach Thüringen. Dort haben wir uns zuerst in die Landeswelle verliebt und dann aufmerksam die Burgen, Häuser und Plattenbauten angeschaut. Viel der Wegstrecke war Geschwindigekitsreduziert so dass es eine entspannte Fahrt war. In Gera führte uns das Navigationsgerät natürlich wieder exakt zum Bestimmungsort Stadion der Freundschaft, also in eine Sackgasse die am Stadioneinlasstor endet. Hier war es nun etwas schwieriger einen adequaten Abstellplatz für den Renner zu finden, in der Neue Strasse war uns dies dann aber schliesslich möglich.
Der Tageskartenverkauf fand wegen der angrenzenden Buga in einer Halle davor statt. Ebenso war der Einlass recht entfernt vom Stadiontor organisiert. Alles wirkte nicht gerade supersouverän hier, obwohl doch Erfahrungswerte vom Pokalspiel vor einem Jahr gegen Kaiserslautern verfügbar sein müssten?
Wir schauten uns bei einem Spaziergang lieber mal die Ankunft der Jenaer Zugfahrer an, so richtig folgsam waren die aber auch nicht *lol*
Dann wollten wir Essen fassen in einer urigen Kneipe im Bahnhof Gera. Einmal Bauernfrühstück und Strammer Max für die Landsmannschaft bitte. Dazu Pivo oder Cola, je nach Facon. Wir hatten aber viel Zeit für Kommunikation und dem Lauschen der Fangesänge in der Kneipe, den der Koch war etwas gestresst und brauchte insbesondere für Nobbi’s Essen über eine Stunde! Kultig war es trotzdem dort und wenn man brav ausgetrunken hat ist man auch Jena’s Freund.
Das alles wäre zeitlich nicht so böse gewesen hätte am Einlass nicht ein dolles Chaos geherrscht. Es galt sehr lang in einer engen Menschentraube inmitten der prallen Sonne zu stehen. Da zählen dann auch keine freundschaftlichen Bande mehr, da ist der schattige Platz auf der Tribüne vorrangig, ja wenn ich nur meinen exakten Platz gefunden hätte.
Wenn mir dann bitte nochmal jemand sagt wo Haupttribüne Mitte rechts Reihe 5 Platz 10 genau ist…nun gut, gemütlich niederlassen konnte man sich auch so, leider mit etwas versperrter Sicht aufs Spielfeld. Mehr Sehenswert war heute ohnehin die gut gefüllte Gästekurve, wobei leider nur ein kleiner Teil sich zu aktivem Support hinreissen ließ. Noch trauriger aber das Bild im „Heimblock“. Sind halt noch immer dieselben 15 Hansel wie ehedem.
Gleich mit Spielbeginn hatte Gera eine dicke Chance und hätte dem Spiel den sensationellen Drall geben können. Der Ball wurde aber nicht im Tor untergebracht und so war es Jena vorbehalten Mitte der ersten Halbzeit selbst in Führung zu gehen. Nun nahm das Spiel den üblichen Pokalverlauf. Das erste Tor gegen den Amateur ist immer hartnäckig, dann wird genau soviel getan um siegreich die nächste Runde zu erreichen.
Zum Pausentee war ein kleiner Rund- und Stuhlgang fällig. Mit Anpfiff der 2. Halbzeit nahm man wieder seine Position ein.
Dort konnte man dan schnell das Comeback von Jan Simak im deutschen Fussball miterleben. Er sollte auch einen Schmankerlpass zum 0:3 Endstand geben, zuvor hatte Gera nochmals die Möglichkeit auszugleichen und wurde ein etwas umstrittener Elfmeter verhängt, den Jena zum vorentscheidenden 0:2 nutzte.
Gera’s Support dürftig, die Organisation schlecht, Jena solala. Nur in den Schlussminuten hatten deren Fans eine wirklich orginelle Idee mit Buga-Fangesängen.
Am Damm entlang wurde man nach Spielende dann an der Buga vorbeigeleitet und konnte sich so erst wieder am Auto mit Nobbi wiedersehen.
Nun aber schnell das Navi angeschmissen, die Cola inzwischen noch wärmer, hatte nun die Wirkung von Kohletabletten. Mit nur einem Tankstopp und weiterer Pokal-Liveberichterstattung ging es zurück nach Mögeldorf und nach Verabredung der nächsten Streiche wieder nach Hause, wo man bereits um 20.30 Uhr ankam.
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DFB-Pokal 1.Hauptrunde 2007/08 – Samstag 04.08.2007 – 4000 Zuschauer
SC Verl – TSV 1860 München 0:3 (0:1)
Festtage für Pokaljunkies, so wie Nobbi und mich. Zum Zwecke der Fahrtkostenreduzierung wurden ab Regensburg noch zwei Mitfahrer mit eingepackt. Während aber der Eine bis zum Bestimmungsort Würzburg durchschlief entpuppte sich Matthias als potentielles neues Mitglied für den EFC Bayrische Bembel. Da hatte man sich doch glatt nen eingefleischten Adler ins Nest geholt. Nobbi stieg in Mögeldorf zu, eine weitere gute Option auf der Route A3.
In Würzburg dann die beliebte Stadtrundfahrt, Matthias stieg an einer Raststätte bei Fulda aus und wir gelangten 3km zu spät für Nobbi’s Zug nach Gütersloh.
Forza Balkan Grill mit Currypommes und Umsonstparken auf schlecht gesicherten Parkplätzen.
Hier liefen dann auch sonderbare Menschen herum die unsere Mahlzeit kommentierten.
Nobbi stieg dann in den Zug nach Osnabrück, wo seine Borussia eine Runde weiterkommen sollte. Mich trieb es in die Metropole Verl…
Drei Stunden vor Anpfiff (!) den Astra auf dem Gästeparkplatz am Schützenvolksfest geparkt, das erste was man sah war ein Auto mit Kelheimer Kennzeichen…
Ortsrundgang musste sein, zwanzig Minuten später stand man wieder am Auto und verbrachte die Mittagspause bei Fanzines und warmer Cola.
Um 14 Uhr dann halt mal das Poststadion angesteuert und gleich herzlichst per Handschlag vom Vereinsoffiziellen begrüsst worden *g*. So sah man sich halt dann eine Stunde lang die Bude genauestens an. Ganz guter Ground der sich vor allem vom Einerlei Ostwestfalens abhebt. Amaschu aus Eschborn hatte dasselbe Ziel heute und so holte man sich eben kollektiv den Sonnenbrand ab.
Zum Anpfiff rauchte es hübsch aus der spärlich besetzten Gästekurve. Den 60ern fehlt langsam mehr als eine Generation im Block.
Die Träume des SC Verl auf eine Pokalsensation waren sehr schnell begraben. Bereits in der 4.Minute konnten die Löwen in Führung gehen. Den Rest der Halbzeit trieben sie Trainer Kurz zur Weißglut weil klarste Chancen kläglich verspielt und vergeben wurden.
Eine ganz nette Truppe hat 1860 aber da zusammen. Insbesondere Bierofka ragt technisch schon heraus. Philipp Tschauner, die neue Nr.1 der Löwen dürfte ähnlicher Sonnenbrandgefahr wie wir ausgesetzt gewesen sein.
Zur Pause trafen wir eine Wagenladung Nürnberger um Asseltours-Maxe mit denen es dann gemeinsam in den Presseraum und zur zweiten Hälfte in den Gästeblock ging.
Da fielen echt ganz nette Kommentare, aber die Fans verzweiftelten halt daran dass die klare Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt wurde.
Zur 70. Minute beendete dann di Salvo doch mal alle Restzweifel und schoss das 0:2, nur um fünf Minuten später dann das 0:3 nachzulegen. Die Löwen also souverän eine Runde weiter, Amaschu mit Freundin verabschiedet. Mir blieb noch Zeit, also gab man sich die Pressekonferenz die bei Verl derartig aussieht dass halt ein Tisch im Flur steht.
Danach raus auf die Strasse auf der Suche nach einer Kneipe wo die ARD-Sportschau läuft.
In einer „Pizzaria“ lief dann auch TV, zu spät aus dem Augenwinkel erkannt dass es sich dabei um das ZDF handelt, da war die Cola schon geordert und man musste das Ganze in einer sonderbaren Diskussionsrunde rund um die Bar aussitzen. Dann war auch noch die Rede von einem Zug der Kriegsveteranen durch Verl, bei einer Hauptstrasse besser mal weg hier.
Fallen ja wirklich alle Events auf ein Wochenende hier J
Die Aufgabe war Nobbi um 20 Uhr in Bielefeld-Brackwede am Bahnhof abzuholen. Findet kein normaler Mensch ohne Navi, wir hatten zu meiner Freude eines und so ließ ich mich treiben, Gas geben konnte ich sowieso nicht da die kompletten 18km ein Opa seinen verfrühten Sonntagsausflug mit 40 km/h praktizierte, Allee war zu gefährlich zum Überholen – also die kleindeutsche Hölle hier.
Um 19 Uhr schlug ich in Brackwede auf, nun nagte der Hunger, also in den örtlichen Realmarkt, schön kühl dort auch und alles aufgekauft was das Herz begehrte, also Sweets, Mettwurst und Müllermilch. Um 20 Uhr entstieg dann Herr Struttmann gutgelaunt dem Regionalzug und war voll des Lobes für Osnabrücker Stadt und Stadion.
Unsere letzte Etappe des Tages führte uns nach Kassel ins Formule 1 und während der 170 km Autobahn hatten wir Gelegenheit das Classic Rock-Quiz auf WDR2 zu verfolgen.
In Kassel dann eingecheckt und nach dem ZDF sportstudio das Licht gelöscht.
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Trelleborgs FF – Gais Göteborg 0:1 (0:0)
Was mit dem Sommer anstellen? Lange Zeit war Junior’s Baltikumtour der Renner, terminlich passte aber dann (nur) Nobbi’s Schwedentour. Ist ja auch eine Riesenehre bei dessen Komplettierung der Allsvenskan dabeizusein.
Da die Rückfahrt fünf Tage später über Regensburg führen sollte stellte man in dieser Stadt am Galgenberg den Astra parkend ab und stieg in den Zug nach Nürnberg. Dort in der Schlemmerpassage noch mit einem Döner gestärkt und auch prompt das erste T-Shirt vollgekleckert und dann um 21.15 Uhr den Nobbi in Empfang genommen. Hin zum Gleis, unser Nachtzug nach Kopenhagen sollte um 21.45 Uhr starten. Also noch etwas Zeit am Bahnsteig rumzustehen und die Reiseversuche irgendwelcher Bosnier beobachtet. Tickets für den vergangenen Tag halfen aber irgendwie nicht so recht weiter…
Mit Abfahrt des Zuges erklärte uns unser Schaffner Herr Renner die Details zur Fahrt, auf Englisch. In unsere Kabuzze war dann relativ schnell Ruhe angesagt. Ich denke ich habe noch nie so gut in einem Nachtzug geschlafen, eigentlich fast ohne Unterbrechung bis nach Kolding durch. Die Zöllner betätigten sich an der Grenze mal kurz als Ruhestörer, waren aber mit unseren deutschen und Schweizer Pässen schon bei Ansicht im Dunkeln zufrieden.
So kamen wir 10.30 Uhr am Samstag in Kopenhagen an, Nobbi dürstete nach Kaffee, Zico hat Europacuperfahrung et voila. Zudem hatte die Touristinfo neben Kaffe und Kaba auch noch etliche Fahrpläne für Bus und Bahn für uns parat. Frisch gestärkt stand einem Treffen mit der Bielefelder Reisegruppe in Ishoy nichts im Weg – außer die Preise der s-trog!
So baten wir Almtraum uns am Bahnhof in Kopenhagen abzuholen, was er auch dankenswerterweise prompt tat. Mit im Auto dann auch schon Jörg-Bünde. So bekamen wir das Schlafzeug in Tüten auf den Schoss und überquerten so die mächtige Öresundbrücke zwischen Dänemark und Malmö, deren Benutzung mit 36 Euro je einfache Fahrt ins Kontor schlägt. Schon auf der kurzen Fahrt natürlich wieder allerhand Spass mit Julian und Geschichten um diverse Hopper aus NRW.
In Malmö checkten Almtraum und Sohnemann im Ibis ein und wir halfen alle eifrig den Kofferraum, der für 14 Tage Aufenthalt gepackt war, in den achten Stock zu transferieren.
Jörg Bünde würde sein Zelt auf der Grünfläche neben dem Ibis aufschlagen und Nobbi und ich hatten das Vandrarhem gebucht. Da meldeten wir uns aber erst abends an der Rezeption.
Zuvor ging es zum Länderpunkt Schweden (für mich) in das nicht weit entfernte Trelleborg.
Bekannt durch die ankommenden und abfahrenden Fähren ist Trelleborg eine relativ unscheinbare Kleinstadt. Dafür war aber Vangavallen, das Stadion des Aufsteigers in die Allsvenskan, sehr schnell gefunden. Freundliche Ordner gewährten uns auch einen Parkplatz auf besonderem Terrain und unser Eingang war auch schnell aufgetan.
Nobbi. Jörg Bünde und ich zeigten unsere Eintrittsbelege vor, Almtraum fragte einfach mal spontan ob er auch mit reinkönne da er ja der Fahrer der Truppe sei…und schwupp war auch er Ehrengast von Trelleborgs FF J
Der Merchandisingstand hatte dann leider nur teure Pins und grässliche Schals zu bieten. Eine kleine Kaffeestärkung gab es dann und der Kölner stieß auch noch zu unserer illustren Reisegruppe. Drin im Block konnten zwei Dinge gross punkten. Der freundliche Ordner von vorhin betätigte sich nun gleich mal als Fahnenschwenker, hätte mich nicht gewundert wenn er später auch noch aufgelaufen wäre. Und Almtraum macht schier unfassbar tolle gebundene Aufzeichnungen für Julian von den besuchten Spielen. Wirklich unbezahlbar.
Die erste Halbzeit war dann ein müder Kick vor erstaunlich vielen und lautstarken Gästefans aus Göteborg. Mich plagte aber ohnehin böses Kopfweh, da hatte wohl eine (r) im Nachtzugabteil das Fenster geöffnet. Zugluft allez.
Die Halbzeitpause hatte aber dann Schoten für sich. Bünde-Jörg und ich bewegten sich auf die Hintertortribuna und trafen dort den Harza und Begleitung Butcher. Kurios dann nur dass wir Beide damit Gewinn im Geldbeutel machten!
Das Spiel im zweiten Abschnitt kaum besser, Göteborg gelang um die 70. Minute rum die Auswärtsführung und schlussendlich auch der Auswärtssieg, was von den Anhängern natürlich euphorisch bejubelt wurde.
Zum Auto war dann ein kurzer Sprint notwendig da es inzwischen Hunde und Katzen regnete. So ging es mit Stories von früher von Almtraum zurück nach Malmö. Der setzte uns dann bei der Jugendherberge ab, kassierte das Benzingeld und wir verabredeten uns für 20.30 Uhr an Ihrem Hotel. Kurz eingecheckt, Kopfwehtablette endlich eingeworden, Duschen und Ruhe.
So ging es später dann wieder bisschen und es wäre auch sehr schade gewesen wenn ich diesen Abend mit den Ostwestfalen und Nobbi verpasst hätte. Wir kauften uns Öl (schwedisch für Bier) oder Coca Cola Zero und ließen uns auf einer Bank vorm Malmö Stadion/Eisstadion nieder. Die Zeit war dann mal richtig gesellig und machte schon wieder Lust auf 100 weitere Touren. So war es richtig wehmütig als es dann später Abschied zu nehmen galt, da die andere Reisegruppe auch andere Ziele in den nächsten Tagen hatte.
Superettan – Sonntag 15.07.2007 –
BK Häcken – IF Sylvia 1:2 (0:0)
Von der Sonne um 5 Uhr geweckt, was insbesondere Nobbi stresste.
Im Vandrarhem gab es ein köstliches und reichhaltiges Frühstück am nächsten Morgen, so ließ es sich eine ganze Weile aushalten. Im Zimmer dann wieder eine Begegnung der unglaubtlichen Art. Mit uns teilten zwei finnische Groundhopper das Zimmer und so hatte man allerhand Gesprächsthemen und evtl. gleich Anlaufstellen für den Ausflug nach Helsinki im Frühoktober 2007 gefunden.
Unseren Bus zum Bahnhof Malmö verpassten wir um eine Minute, aber wozu sind wir Wanderfreunde und so ging es per pedes durch den Ort, sieht man ja auch mehr davon.
War eine Bereicherung, trotz der schweren Tasche auf den Schultern.
Im Bahnhof tauschte ich bei Fortex dann endlich Euro in Krona und Nobbi stellte fest dass sämtliche Züge nach Göteborg ausgebucht waren. Wir hatten aber ohnehin Swebus Express den Vorzug gegeben und nach kurzer Zeit war auch deren Gelände, etwa 500 m vom Bahnhof in Malmö entfernt, gefunden. So buchten wir die Tickets für die Strecken Malmö-Göteborg und Göteborg-Stockholm am Montag. Noch kurze Verwirrung welcher Bus der unsere ist, dann sassen wir schon mitten in einer Schulklasse und ließen uns durchs Land kutschieren.
Mich haben auf der Strecke vor allem die Städte Helsingborg und Halmstad beeindruckt, und da beide Städte auf erfolgreiche Allsvenskan-Teams haben könnte es schon sein….
In Göteborg kamen wir dann nach 4 Stunden Fahrtzeit am Nils Ericsson Terminal an. Ein Gebäude grösser als etliche Bahnhöfe oder sogar Flughäfen hierzulande. Sollte definitiv auch in Germandy die Möglichkeit geben längere Strecken mit dem Bus zurückzulegen. Anti Bahnmonopol hehe.
In Göteborg eine Tageskarte erstanden und am Järntorgetplatsen ein reichhaltiges Pizzamahl für 54 Kronen mit Getränk und Pizzasalat erstanden. Ohnehin herrscht dasselbe Preisniveau wie hierzulande, nur der Alkohol ist eben um ein vielfaches teurer.
Auf den Masthuggsterrassens nahe dem Hafen dann rein in die Übernachtungsmöglichkeit für die kommende Nacht. Der Concierge war dann etwas neben der Spur, benötigte erst die Hilfe seiner Ehefrau um zu merken dass heute Sonntag und nicht schon nächste Woche ist. In einem recht schönen Gebäude teilten wir dann unser Zimmer mit vier Österreichern.
Die Unterkunft war schön strukturiert und ließ Gelegenheit zu Küche und Körperpflege.
Dann wieder in die schöne alte Tram und einmal quer durch Göteborg, rüber übers Wasser und nach Rambergsstaden. Dort befindet sich Rambergsvallen, der Ground von BK Häcken.
Heute empfing man Aufsteiger IF Sylvia aus Norköpping, was nix zu tun hat mit Königin Sylvia *g*
Heute schien fast durchweg freier Eintritt angesagt zu sein, insbesondere für die Teilnehmer am Gothan Cup, dem wohl weltgrössten Jugendturnier. Deshalb waren auch die Herbergen in Göteborg im Vorfeld toujours ausgebucht. Es gab auch schöne Hefte über den Cup im Stadion, die Schals waren auch schon schöner als gestern in Trelleborg. Nur Pins für Nobbi waren Fehlanzeige.
So nervten die vielen jungen Gören, selbst als man sich auf die Gegengerade verzog. Ständig war ein Wuseln und Wirren im Ground während Teddy Lucic bei Häcken seine Abwehr dirigierte. Soweit an ansehnlicher Kick, nur eben die Kinder störten sehr.
Nach einem Rundgang gab es zusätzliche Würze im Spiel, nämlich Tore.
Als in der 50. Minute Häcken zur Führung traf schien alles den gewohnten Gang zu gehen. BK Häcken hätte wieder Anschluss gehabt an obere Tabellenregionen, wieder Hoffnung auf den sofortigen Wiederaufstieg gehabt. Binnen drei Minuten jedoch drehte der Gast IF Sylvia das Spiel zwischen der 77. und 79. Minute rum und ließ sich nach Spielende von einer jungen Truppe feiern die das Benehmen von Mietfans hatte hehe.
Trotzdem ein schönes Fussballspiel und auch die Heimfahrt mit der Trambahn konnte wieder stark punkten.
Nun ließ man sich gemütlich in einer der Küchen nieder und war auf der medialen Suche nach dem Endspiel der Copa America. Ein etwas antiquierter Fernseher musste dazu herhalten und genüsslich trank man die Reste vom Vortag in Malmö.
Gesehen haben wir dann nur Radsport und Motorradrennen, zudem schien Arte auf Programmplatz Eins der wichtigste Sender, aber schlimm war dies auch nicht.
Allsvenskan 14. Spieltag – Montag 16.07.2007 – 3500 Zuschauer
IF Brommapojkarna – Gefle IF 3:1 (2:0)
Montag, Tag der langen Messer. Es galt früh den siebenstündigen Weg nach Stockholm per Swebus anzutreten. So wurde am Nils Ericsson Terminalen gefrühstückt, Pressbyran hat da super Kombiangebote mit Muffins und Kaffee. Kurz vor 8 Uhr fanden wir uns dann dort ein wo wir tags zuvor auch ausgestiegen waren, wurden aber so 5 Minuten vor der geplanten Abfahrt nervös da noch immer kein Bus in Sicht war. Besser nochmal im Terminal geschaut und tatsächlich wurde von einem völlig anderen Gate abgefahren. Nochmal Glück gehabt, 120 Sekunden später wäre ohne uns losgefahren worden.
Auf dem Plan des Busfahrers müssten wir aber draufgestanden haben, diesen sollte er dann im Laufe der 7,5 stündigen Reise auch benötigen.
Kurz hinter Boras war nämlich nicht nur die Strecke inzwischen zur Autobahn ausgebaut worden sondern auch der Swebus schon voll. Dies führte schon vor Mjölby zu Hektik beim Busfahrer, der rumfragte wer wo aussteigt. Und wir mittendrin und verstanden kein Wort J
In Jonköpping war dann nochmals grosser Reisegästeautausch und eine Omi freute sich total wenn man ihr winkte. Wenn uns schon unsere eigene Oma nicht in den Bus gesetzt hat *muah*
Total lustig auch die verschiedenen Arten der Fahrtlegitimation. Die Meisten hatten wie wir richtig schöne Computertickets, aber es reichte auch der Fahrschein auf dem Handy (Mobile Country Scandinavia) oder einfach ein Code auf nem Zettel. Lösen beim Fahrer war zuerst auch noch möglich, ab Linköpping fuhr ohnehin ein zweiter Bus die Route. Denke der muss öfter eingesetzt werden. Nobbi glänzte noch mit allerhand Wissen über das schöne Land (kennt sich total gut aus dort). Grüne Weiten und die medial bekannten besondere schwedische Hausbauweise, hier lässt es sich leben.
War ziemlich gefangen von der Landschaft und den neuen Orten während Nobbi so nach fünf Stunden doch mal langweilig war hihi.
Um 17.30 Uhr fuhren wir dann am Stockholm Centralen ein und bahnten uns über die Vasagatan den Weg zur nahen Backpackerabsteige. Heute mal zu acht im Raum.
Kurzer Blick ins Internet war auch möglich und siehe da, Trips nach Skandinavien lassen sich wohl am Besten aus Skandinavien planen – eine Adresse einer Herberge in Helsinki.
Unser heutiges Ziel die sympathischen Aufsteiger von Brommapojkarna. Gespielt wird am Grimsta IP, was Idrottsplatsen = Sportplatz heisst. Für 80 Krona brachte uns die Tunnelbana hin. Mal was Anderes, in Luxemburg wird jeder Sportplatz zum „Stade du“ und hier heisst das Stadion mal eben Sportplatz. Auch hier wieder ideal Wald- und Wiesensport möglich in einer schönen Parkanlage, da macht die Wanderung zum Ground Spass. Hatte was von Brondby, nur gab es dort keine mehrspurige Strasse die man überqueren musste.
Herzlich Willkommen sind wir ohnehin, uns wird sofort der Weg zu allem gewiesen was das Herz begehrt. Die Farben der Heimelf sind mit schwarz-rot auch perfekt und die Verpflegung optimal. Einzig stören die sehr tief stehende Sonne die eine Flucht in den Schatten der Tribüne fördert. Hinter den Toren wurden (nach dem Aufstieg vermute ich) Stahlrohrtribünen entrichtet bzw. ist dies das erste Heimspiel das Bromma hier in Grimsta austrägt. Zuvor trat man in den Stadien direkt in der Kapitale Stockholm an.
Gefle IF wird von einer Busladung lautstarker Fans begleitet die ein kleines Fahnenintro zeigen.
Zuerst merkt man auch in der Partie warum Brommapojkarna Tabellenletzter ist, solide und sichere Abwehrarbeit bitte woanders suchen. Mitte des ersten Abschnitts nimmt die Partie aber eine überraschende Wende. Ekström ist es in der 23. Spielminute der das 1:0 für Bromma markiert, was die Leute hier im skandinavischen Maße ausflippen lässt hehe.
Es sollte aber noch mehr Freude folgen, denn in der 40. Minute ist es Talebinejad der Goalgetter der einen Abstauber zum 2:0 markiert und Bromma vom Verlassen des letzten Platzes träumen lässt.
In der Halbzeit gab es dann starken Kaffee und leckeres Gebäck im Medienzelt, sowie einen umfangreichen Statistiksheet. Ein schöner Fussballort hier.
Nun galt es also für Bromma den Vorsprung zu verteidigen. Gerade aber als ich um eine Sprite anstehe wird in der 60. Minute der Stand von Gefle auf 2:1 verkürzt.
Ein Angriff wurde schön über die linke Flanke ausgespielt und sich dann durchgesetzt.
Nun war also für ein spannendes Spiel gesorgt und beide Teams hatten offensive Order und hätten jeweils noch einige Tore schiessen können.
Immer wieder untermalt von der Durchsage sämtlicher Spielstände und –ereignisse auf den anderen Plätzen der Republik.
Schlussendlich ist es Bromma die kurz vor Ende noch das 3:1 machen und somit Trelleborg zum neuen Träger der roten Laterne der Allsvenskan machen. Lange sah es ja so aus dass Bromma diesen Platz nie wieder abgeben würde, nun scheint man aber in der Liga angekommen und da es dieses Jahr nur einen Absteiger geben wird (Ligaerweiterung) stehen die Sterne nicht allzuschlecht den Klassenerhalt zu schaffen.
Wir fahren nach dem Spiel mit der Tunnelbana bis Gamla Stan durch, also die schöne Altstadt. Es ist zwar inzwischen 22 Uhr, aber hell wie am Tag.
Die schöne Altstadt und das Hafenflair konnten voll überzeugen. Dazu besichtigen wir Rathuas und Königspalast. Irgendwann fanden wir auf dem Spaziergang dann auch wieder unsere Unterkunft…
Die folgende Nacht sollte dann eine Odyssee für mich werden. War meine Matratze schon weich so rutschte auch das Bettlaken ewig hin und her und aus den Verankerungen, zu guterletzt fühlte es sich an als wäre darin ein Flohzirkus in die Freiheit entlassen worden. So spielte ich den Nachtwandler und fröhnte um 3 Uhr morgens dem Internet und nahm ein Duschbad. So gegen 6.30 Uhr war auch bei mir mal Ruhe, was immerhin Schlaf bis 9 Uhr bedeutete. Dann posaunte Nobbi zu Recht zum Frühstück. Unweit des Bahnhofs wurden wir für 30 Krona sandwichfroh. Nach der Mahlzeit nochmal kurz abgelegt während Nobbi seinen handschriftlichen Bericht vorantrieb und um 11 Uhr wurde dann zum Aufbruch geblasen. Wanderung zum Zentralbahnhof, Kauf zweier Tickets für den Fylggbussen und auf diesen gewartet. Die Zeit vertrieben wir uns mit Leute beobachten und der Analyse der Börse in Rejkavik. An Mittag dann ryanair-Feeling bereits beim Busfahren. Galt es doch hier die Plätze zu verteidigen um mit dem Bus mitzukönnen, da ist dann auch mal vordrängeln angesagt. Wehe man weiss dies nicht und ist auf den Bus angewiesen um einen Flug zu kriegen…
Ich verpennte naturgemäss den Ritt durch die swedische Walachei bis zum Svestka Flyggplatsen. Erneut ein Ex-Militärflughafen mitten in der Pampa. Grösste Attraktionen hier der Check-In, überteuerte Speisen und die dusseligen Mitflieger.
Die Wartezeit nach dem Security Check ging nur noch dank Büchern rum und erneut gelang es uns nicht das geheime Signal zu entschlüsseln nachdem sich urplötzlich alle in eine Schlange stellen ohne das ein Aufruf des Fluges erfolgt wäre.
Heute aber mal vorne mit dabei mein Nobbi hehe J
Mit uns bevölkerten dann Pfadfinder aus Belgien die Maschine und ich wurde dank zweier Gören auf den Notsitz in die Mitte verfrachtet nachdem ich zuerst einen schönen Fensterplatz hinter Nobbi ergattert hatte. Somit mal wieder totale Enge, kaum Beinfreiheit und die Strapazen der Reise, schönen Dank auch…an Schlaf hier also nicht zu denken.
Gelandet dann mit etwa 15 Minuten Verspätung und da die Pfadfinderei natürlich allerhand Rucksäcke eingecheckt hatte kamen unsere Koffer erst so gegen 17.05 aus den Schlünden des Gepäckbandes. Zu spät um noch den Bahnhofsbus nach Weeze um 17 Uhr zu erreichen. Also wieder mal Warten angesagt an diesem Dienstagnachmittag… So holte ich mir kicker und Bild und begann Erkundigungen ob im backpackers Düsseldorf noch eine Schlafstätte frei wäre. Man habe noch zwei Betten…
18 Uhr, neuer Versuch bezüglich des Busses zum Bahnhof Weeze, Nobbi musste diesen kriegen da er Ticketbindung hatte. Ich entdeckte knapp vor Abfahrt des Neunsitzers einen stehenden Bus der Firma Schilling-Reisen und laut Fahrplan fuhr dieser um 18.15 Uhr direkt zum Hauptbahnhof Düsseldorf – vermeintlich perfekt also…
Nun sass ich da und hatte Nobbi frühzeitig verabschiedet und bis 18.25 Uhr kam niemand daher, der Bus verschlossen…. Dann kam der Busfahrer angetrabt nur um mir mürrisch mitzuteilen dass der Bus dienstags auf den Flug aus Shannon wartet? (Fahrplan allez!) und machte mir noch Vorwürfe warum ich nicht… wenigstens gab es noch nette Taxifahrer, sei’s drum um die 11 Euro. Der 18.45 Uhr Zug nach Ddorf war meiner.
Dort um kurz vor 20 Uhr eingetroffen war die (letzte) Tagesaufgabe die Lage des backpackers ausfindig zu machen. Um mich rum oft nur noch Hetiker die mich trotz grosser roter Tasche über der Schulter munter anrempelten. Also der Versuch einen Stadtplan zu erstehen. Die Buchhandlung kann helfen, echt gastfreundlich dann auch angeschnautzt zu werden weil man den billigsten Plan kauft. Dieser Plan offenbarte dann dass das backpackers nicht vor der Schliessung um 21 Uhr zu erreichen wäre. Da braucht es ein Taxi und dann ist es auch schon nicht mehr erschwinglich. Kurzum…ich hatte nach gut 5 Minuten die Schnauze von der Hauptstadt NRWs erstmal voll und das Ibis am Bahnhof durfte sich freuen einen Gestrandeten zu beherbergen. Nun gut…nach einer warmen Dusche sieht die Welt schon wieder anders aus.
Abendessen muss nun sein, Curry mit Pommes lacht mich am Bahnhofsvorplatz an, schmeckte auch lecker, nur versuchte man den Bayern zweimal abzukassieren…
Mein Ziel nun das Bambikino in der Klosterstrasse, zuvor etwas Sightseeing am Worringer Platz. Es durfte filmisches Vergnügen mit Clerks II sein. Ein absolut tolles Kino, Film war ok, wenn diese Stadt nur nicht so affektiert wäre….
Nach dem Spielfilm ging es zum ersten Mal im Leben auf die Kö und in die Altstadt, wo um Mitternacht aber auch schon die Stühle hochgestellt wurden. Die Stadt hat aber schon auch ihre netten Seiten, besonders nachts.
Völlig groggy war ich richtig froh um mein Bett im Ibis. Noch etwas Pro7 und Zeitungslektüre, dann war Schicht im Schacht, der Schlaf wiederum aber nicht tief, unterschwellige Sorge den Wecker zu überhören. Der EC fuhr um 5.23 Uhr….
Geklappt hat mit Aufstehen und Morgendusche natürlich trotzdem alles, nun ein kurzer Weg zum Zug, schnell rein und die letzten 5,5 Stunden der Reise durchstehen.
Da die Sonne sehr tief stand und ich am Fenster sass was es wieder nix mit einer Mütze Schlaf. Deshalb das gute Frühstück im Speisewagen des ÖBB-Zuges nach Budapest geschlemmt und bis Regensburg begleiteten mich handgezählte 14 Fahrgastwechsel.
Hervorzuheben die drei Araber die munter Egoshooter ballerten und fünf Mann einer Firma aus Braunschweig die ein Seminar in Regensburg hatten und ab Würzburg richtig Stimmung in den Waggon brachten. Dann war nur noch Mittagessen im Bahnhof Regensburg und ab nach Hause….
Trelleborgs FF – Gais Göteborg 0:1 (0:0)
Was mit dem Sommer anstellen? Lange Zeit war Junior’s Baltikumtour der Renner, terminlich passte aber dann (nur) Nobbi’s Schwedentour. Ist ja auch eine Riesenehre bei dessen Komplettierung der Allsvenskan dabeizusein.
Da die Rückfahrt fünf Tage später über Regensburg führen sollte stellte man in dieser Stadt am Galgenberg den Astra parkend ab und stieg in den Zug nach Nürnberg. Dort in der Schlemmerpassage noch mit einem Döner gestärkt und auch prompt das erste T-Shirt vollgekleckert und dann um 21.15 Uhr den Nobbi in Empfang genommen. Hin zum Gleis, unser Nachtzug nach Kopenhagen sollte um 21.45 Uhr starten. Also noch etwas Zeit am Bahnsteig rumzustehen und die Reiseversuche irgendwelcher Bosnier beobachtet. Tickets für den vergangenen Tag halfen aber irgendwie nicht so recht weiter…
Mit Abfahrt des Zuges erklärte uns unser Schaffner Herr Renner die Details zur Fahrt, auf Englisch. In unsere Kabuzze war dann relativ schnell Ruhe angesagt. Ich denke ich habe noch nie so gut in einem Nachtzug geschlafen, eigentlich fast ohne Unterbrechung bis nach Kolding durch. Die Zöllner betätigten sich an der Grenze mal kurz als Ruhestörer, waren aber mit unseren deutschen und Schweizer Pässen schon bei Ansicht im Dunkeln zufrieden.
So kamen wir 10.30 Uhr am Samstag in Kopenhagen an, Nobbi dürstete nach Kaffee, Zico hat Europacuperfahrung et voila. Zudem hatte die Touristinfo neben Kaffe und Kaba auch noch etliche Fahrpläne für Bus und Bahn für uns parat. Frisch gestärkt stand einem Treffen mit der Bielefelder Reisegruppe in Ishoy nichts im Weg – außer die Preise der s-trog!
So baten wir Almtraum uns am Bahnhof in Kopenhagen abzuholen, was er auch dankenswerterweise prompt tat. Mit im Auto dann auch schon Jörg-Bünde. So bekamen wir das Schlafzeug in Tüten auf den Schoss und überquerten so die mächtige Öresundbrücke zwischen Dänemark und Malmö, deren Benutzung mit 36 Euro je einfache Fahrt ins Kontor schlägt. Schon auf der kurzen Fahrt natürlich wieder allerhand Spass mit Julian und Geschichten um diverse Hopper aus NRW.
In Malmö checkten Almtraum und Sohnemann im Ibis ein und wir halfen alle eifrig den Kofferraum, der für 14 Tage Aufenthalt gepackt war, in den achten Stock zu transferieren.
Jörg Bünde würde sein Zelt auf der Grünfläche neben dem Ibis aufschlagen und Nobbi und ich hatten das Vandrarhem gebucht. Da meldeten wir uns aber erst abends an der Rezeption.
Zuvor ging es zum Länderpunkt Schweden (für mich) in das nicht weit entfernte Trelleborg.
Bekannt durch die ankommenden und abfahrenden Fähren ist Trelleborg eine relativ unscheinbare Kleinstadt. Dafür war aber Vangavallen, das Stadion des Aufsteigers in die Allsvenskan, sehr schnell gefunden. Freundliche Ordner gewährten uns auch einen Parkplatz auf besonderem Terrain und unser Eingang war auch schnell aufgetan.
Nobbi. Jörg Bünde und ich zeigten unsere Eintrittsbelege vor, Almtraum fragte einfach mal spontan ob er auch mit reinkönne da er ja der Fahrer der Truppe sei…und schwupp war auch er Ehrengast von Trelleborgs FF J
Der Merchandisingstand hatte dann leider nur teure Pins und grässliche Schals zu bieten. Eine kleine Kaffeestärkung gab es dann und der Kölner stieß auch noch zu unserer illustren Reisegruppe. Drin im Block konnten zwei Dinge gross punkten. Der freundliche Ordner von vorhin betätigte sich nun gleich mal als Fahnenschwenker, hätte mich nicht gewundert wenn er später auch noch aufgelaufen wäre. Und Almtraum macht schier unfassbar tolle gebundene Aufzeichnungen für Julian von den besuchten Spielen. Wirklich unbezahlbar.
Die erste Halbzeit war dann ein müder Kick vor erstaunlich vielen und lautstarken Gästefans aus Göteborg. Mich plagte aber ohnehin böses Kopfweh, da hatte wohl eine (r) im Nachtzugabteil das Fenster geöffnet. Zugluft allez.
Die Halbzeitpause hatte aber dann Schoten für sich. Bünde-Jörg und ich bewegten sich auf die Hintertortribuna und trafen dort den Harza und Begleitung Butcher. Kurios dann nur dass wir Beide damit Gewinn im Geldbeutel machten!
Das Spiel im zweiten Abschnitt kaum besser, Göteborg gelang um die 70. Minute rum die Auswärtsführung und schlussendlich auch der Auswärtssieg, was von den Anhängern natürlich euphorisch bejubelt wurde.
Zum Auto war dann ein kurzer Sprint notwendig da es inzwischen Hunde und Katzen regnete. So ging es mit Stories von früher von Almtraum zurück nach Malmö. Der setzte uns dann bei der Jugendherberge ab, kassierte das Benzingeld und wir verabredeten uns für 20.30 Uhr an Ihrem Hotel. Kurz eingecheckt, Kopfwehtablette endlich eingeworden, Duschen und Ruhe.
So ging es später dann wieder bisschen und es wäre auch sehr schade gewesen wenn ich diesen Abend mit den Ostwestfalen und Nobbi verpasst hätte. Wir kauften uns Öl (schwedisch für Bier) oder Coca Cola Zero und ließen uns auf einer Bank vorm Malmö Stadion/Eisstadion nieder. Die Zeit war dann mal richtig gesellig und machte schon wieder Lust auf 100 weitere Touren. So war es richtig wehmütig als es dann später Abschied zu nehmen galt, da die andere Reisegruppe auch andere Ziele in den nächsten Tagen hatte.
Superettan – Sonntag 15.07.2007 –
BK Häcken – IF Sylvia 1:2 (0:0)
Von der Sonne um 5 Uhr geweckt, was insbesondere Nobbi stresste.
Im Vandrarhem gab es ein köstliches und reichhaltiges Frühstück am nächsten Morgen, so ließ es sich eine ganze Weile aushalten. Im Zimmer dann wieder eine Begegnung der unglaubtlichen Art. Mit uns teilten zwei finnische Groundhopper das Zimmer und so hatte man allerhand Gesprächsthemen und evtl. gleich Anlaufstellen für den Ausflug nach Helsinki im Frühoktober 2007 gefunden.
Unseren Bus zum Bahnhof Malmö verpassten wir um eine Minute, aber wozu sind wir Wanderfreunde und so ging es per pedes durch den Ort, sieht man ja auch mehr davon.
War eine Bereicherung, trotz der schweren Tasche auf den Schultern.
Im Bahnhof tauschte ich bei Fortex dann endlich Euro in Krona und Nobbi stellte fest dass sämtliche Züge nach Göteborg ausgebucht waren. Wir hatten aber ohnehin Swebus Express den Vorzug gegeben und nach kurzer Zeit war auch deren Gelände, etwa 500 m vom Bahnhof in Malmö entfernt, gefunden. So buchten wir die Tickets für die Strecken Malmö-Göteborg und Göteborg-Stockholm am Montag. Noch kurze Verwirrung welcher Bus der unsere ist, dann sassen wir schon mitten in einer Schulklasse und ließen uns durchs Land kutschieren.
Mich haben auf der Strecke vor allem die Städte Helsingborg und Halmstad beeindruckt, und da beide Städte auf erfolgreiche Allsvenskan-Teams haben könnte es schon sein….
In Göteborg kamen wir dann nach 4 Stunden Fahrtzeit am Nils Ericsson Terminal an. Ein Gebäude grösser als etliche Bahnhöfe oder sogar Flughäfen hierzulande. Sollte definitiv auch in Germandy die Möglichkeit geben längere Strecken mit dem Bus zurückzulegen. Anti Bahnmonopol hehe.
In Göteborg eine Tageskarte erstanden und am Järntorgetplatsen ein reichhaltiges Pizzamahl für 54 Kronen mit Getränk und Pizzasalat erstanden. Ohnehin herrscht dasselbe Preisniveau wie hierzulande, nur der Alkohol ist eben um ein vielfaches teurer.
Auf den Masthuggsterrassens nahe dem Hafen dann rein in die Übernachtungsmöglichkeit für die kommende Nacht. Der Concierge war dann etwas neben der Spur, benötigte erst die Hilfe seiner Ehefrau um zu merken dass heute Sonntag und nicht schon nächste Woche ist. In einem recht schönen Gebäude teilten wir dann unser Zimmer mit vier Österreichern.
Die Unterkunft war schön strukturiert und ließ Gelegenheit zu Küche und Körperpflege.
Dann wieder in die schöne alte Tram und einmal quer durch Göteborg, rüber übers Wasser und nach Rambergsstaden. Dort befindet sich Rambergsvallen, der Ground von BK Häcken.
Heute empfing man Aufsteiger IF Sylvia aus Norköpping, was nix zu tun hat mit Königin Sylvia *g*
Heute schien fast durchweg freier Eintritt angesagt zu sein, insbesondere für die Teilnehmer am Gothan Cup, dem wohl weltgrössten Jugendturnier. Deshalb waren auch die Herbergen in Göteborg im Vorfeld toujours ausgebucht. Es gab auch schöne Hefte über den Cup im Stadion, die Schals waren auch schon schöner als gestern in Trelleborg. Nur Pins für Nobbi waren Fehlanzeige.
So nervten die vielen jungen Gören, selbst als man sich auf die Gegengerade verzog. Ständig war ein Wuseln und Wirren im Ground während Teddy Lucic bei Häcken seine Abwehr dirigierte. Soweit an ansehnlicher Kick, nur eben die Kinder störten sehr.
Nach einem Rundgang gab es zusätzliche Würze im Spiel, nämlich Tore.
Als in der 50. Minute Häcken zur Führung traf schien alles den gewohnten Gang zu gehen. BK Häcken hätte wieder Anschluss gehabt an obere Tabellenregionen, wieder Hoffnung auf den sofortigen Wiederaufstieg gehabt. Binnen drei Minuten jedoch drehte der Gast IF Sylvia das Spiel zwischen der 77. und 79. Minute rum und ließ sich nach Spielende von einer jungen Truppe feiern die das Benehmen von Mietfans hatte hehe.
Trotzdem ein schönes Fussballspiel und auch die Heimfahrt mit der Trambahn konnte wieder stark punkten.
Nun ließ man sich gemütlich in einer der Küchen nieder und war auf der medialen Suche nach dem Endspiel der Copa America. Ein etwas antiquierter Fernseher musste dazu herhalten und genüsslich trank man die Reste vom Vortag in Malmö.
Gesehen haben wir dann nur Radsport und Motorradrennen, zudem schien Arte auf Programmplatz Eins der wichtigste Sender, aber schlimm war dies auch nicht.
Allsvenskan 14. Spieltag – Montag 16.07.2007 – 3500 Zuschauer
IF Brommapojkarna – Gefle IF 3:1 (2:0)
Montag, Tag der langen Messer. Es galt früh den siebenstündigen Weg nach Stockholm per Swebus anzutreten. So wurde am Nils Ericsson Terminalen gefrühstückt, Pressbyran hat da super Kombiangebote mit Muffins und Kaffee. Kurz vor 8 Uhr fanden wir uns dann dort ein wo wir tags zuvor auch ausgestiegen waren, wurden aber so 5 Minuten vor der geplanten Abfahrt nervös da noch immer kein Bus in Sicht war. Besser nochmal im Terminal geschaut und tatsächlich wurde von einem völlig anderen Gate abgefahren. Nochmal Glück gehabt, 120 Sekunden später wäre ohne uns losgefahren worden.
Auf dem Plan des Busfahrers müssten wir aber draufgestanden haben, diesen sollte er dann im Laufe der 7,5 stündigen Reise auch benötigen.
Kurz hinter Boras war nämlich nicht nur die Strecke inzwischen zur Autobahn ausgebaut worden sondern auch der Swebus schon voll. Dies führte schon vor Mjölby zu Hektik beim Busfahrer, der rumfragte wer wo aussteigt. Und wir mittendrin und verstanden kein Wort J
In Jonköpping war dann nochmals grosser Reisegästeautausch und eine Omi freute sich total wenn man ihr winkte. Wenn uns schon unsere eigene Oma nicht in den Bus gesetzt hat *muah*
Total lustig auch die verschiedenen Arten der Fahrtlegitimation. Die Meisten hatten wie wir richtig schöne Computertickets, aber es reichte auch der Fahrschein auf dem Handy (Mobile Country Scandinavia) oder einfach ein Code auf nem Zettel. Lösen beim Fahrer war zuerst auch noch möglich, ab Linköpping fuhr ohnehin ein zweiter Bus die Route. Denke der muss öfter eingesetzt werden. Nobbi glänzte noch mit allerhand Wissen über das schöne Land (kennt sich total gut aus dort). Grüne Weiten und die medial bekannten besondere schwedische Hausbauweise, hier lässt es sich leben.
War ziemlich gefangen von der Landschaft und den neuen Orten während Nobbi so nach fünf Stunden doch mal langweilig war hihi.
Um 17.30 Uhr fuhren wir dann am Stockholm Centralen ein und bahnten uns über die Vasagatan den Weg zur nahen Backpackerabsteige. Heute mal zu acht im Raum.
Kurzer Blick ins Internet war auch möglich und siehe da, Trips nach Skandinavien lassen sich wohl am Besten aus Skandinavien planen – eine Adresse einer Herberge in Helsinki.
Unser heutiges Ziel die sympathischen Aufsteiger von Brommapojkarna. Gespielt wird am Grimsta IP, was Idrottsplatsen = Sportplatz heisst. Für 80 Krona brachte uns die Tunnelbana hin. Mal was Anderes, in Luxemburg wird jeder Sportplatz zum „Stade du“ und hier heisst das Stadion mal eben Sportplatz. Auch hier wieder ideal Wald- und Wiesensport möglich in einer schönen Parkanlage, da macht die Wanderung zum Ground Spass. Hatte was von Brondby, nur gab es dort keine mehrspurige Strasse die man überqueren musste.
Herzlich Willkommen sind wir ohnehin, uns wird sofort der Weg zu allem gewiesen was das Herz begehrt. Die Farben der Heimelf sind mit schwarz-rot auch perfekt und die Verpflegung optimal. Einzig stören die sehr tief stehende Sonne die eine Flucht in den Schatten der Tribüne fördert. Hinter den Toren wurden (nach dem Aufstieg vermute ich) Stahlrohrtribünen entrichtet bzw. ist dies das erste Heimspiel das Bromma hier in Grimsta austrägt. Zuvor trat man in den Stadien direkt in der Kapitale Stockholm an.
Gefle IF wird von einer Busladung lautstarker Fans begleitet die ein kleines Fahnenintro zeigen.
Zuerst merkt man auch in der Partie warum Brommapojkarna Tabellenletzter ist, solide und sichere Abwehrarbeit bitte woanders suchen. Mitte des ersten Abschnitts nimmt die Partie aber eine überraschende Wende. Ekström ist es in der 23. Spielminute der das 1:0 für Bromma markiert, was die Leute hier im skandinavischen Maße ausflippen lässt hehe.
Es sollte aber noch mehr Freude folgen, denn in der 40. Minute ist es Talebinejad der Goalgetter der einen Abstauber zum 2:0 markiert und Bromma vom Verlassen des letzten Platzes träumen lässt.
In der Halbzeit gab es dann starken Kaffee und leckeres Gebäck im Medienzelt, sowie einen umfangreichen Statistiksheet. Ein schöner Fussballort hier.
Nun galt es also für Bromma den Vorsprung zu verteidigen. Gerade aber als ich um eine Sprite anstehe wird in der 60. Minute der Stand von Gefle auf 2:1 verkürzt.
Ein Angriff wurde schön über die linke Flanke ausgespielt und sich dann durchgesetzt.
Nun war also für ein spannendes Spiel gesorgt und beide Teams hatten offensive Order und hätten jeweils noch einige Tore schiessen können.
Immer wieder untermalt von der Durchsage sämtlicher Spielstände und –ereignisse auf den anderen Plätzen der Republik.
Schlussendlich ist es Bromma die kurz vor Ende noch das 3:1 machen und somit Trelleborg zum neuen Träger der roten Laterne der Allsvenskan machen. Lange sah es ja so aus dass Bromma diesen Platz nie wieder abgeben würde, nun scheint man aber in der Liga angekommen und da es dieses Jahr nur einen Absteiger geben wird (Ligaerweiterung) stehen die Sterne nicht allzuschlecht den Klassenerhalt zu schaffen.
Wir fahren nach dem Spiel mit der Tunnelbana bis Gamla Stan durch, also die schöne Altstadt. Es ist zwar inzwischen 22 Uhr, aber hell wie am Tag.
Die schöne Altstadt und das Hafenflair konnten voll überzeugen. Dazu besichtigen wir Rathuas und Königspalast. Irgendwann fanden wir auf dem Spaziergang dann auch wieder unsere Unterkunft…
Die folgende Nacht sollte dann eine Odyssee für mich werden. War meine Matratze schon weich so rutschte auch das Bettlaken ewig hin und her und aus den Verankerungen, zu guterletzt fühlte es sich an als wäre darin ein Flohzirkus in die Freiheit entlassen worden. So spielte ich den Nachtwandler und fröhnte um 3 Uhr morgens dem Internet und nahm ein Duschbad. So gegen 6.30 Uhr war auch bei mir mal Ruhe, was immerhin Schlaf bis 9 Uhr bedeutete. Dann posaunte Nobbi zu Recht zum Frühstück. Unweit des Bahnhofs wurden wir für 30 Krona sandwichfroh. Nach der Mahlzeit nochmal kurz abgelegt während Nobbi seinen handschriftlichen Bericht vorantrieb und um 11 Uhr wurde dann zum Aufbruch geblasen. Wanderung zum Zentralbahnhof, Kauf zweier Tickets für den Fylggbussen und auf diesen gewartet. Die Zeit vertrieben wir uns mit Leute beobachten und der Analyse der Börse in Rejkavik. An Mittag dann ryanair-Feeling bereits beim Busfahren. Galt es doch hier die Plätze zu verteidigen um mit dem Bus mitzukönnen, da ist dann auch mal vordrängeln angesagt. Wehe man weiss dies nicht und ist auf den Bus angewiesen um einen Flug zu kriegen…
Ich verpennte naturgemäss den Ritt durch die swedische Walachei bis zum Svestka Flyggplatsen. Erneut ein Ex-Militärflughafen mitten in der Pampa. Grösste Attraktionen hier der Check-In, überteuerte Speisen und die dusseligen Mitflieger.
Die Wartezeit nach dem Security Check ging nur noch dank Büchern rum und erneut gelang es uns nicht das geheime Signal zu entschlüsseln nachdem sich urplötzlich alle in eine Schlange stellen ohne das ein Aufruf des Fluges erfolgt wäre.
Heute aber mal vorne mit dabei mein Nobbi hehe J
Mit uns bevölkerten dann Pfadfinder aus Belgien die Maschine und ich wurde dank zweier Gören auf den Notsitz in die Mitte verfrachtet nachdem ich zuerst einen schönen Fensterplatz hinter Nobbi ergattert hatte. Somit mal wieder totale Enge, kaum Beinfreiheit und die Strapazen der Reise, schönen Dank auch…an Schlaf hier also nicht zu denken.
Gelandet dann mit etwa 15 Minuten Verspätung und da die Pfadfinderei natürlich allerhand Rucksäcke eingecheckt hatte kamen unsere Koffer erst so gegen 17.05 aus den Schlünden des Gepäckbandes. Zu spät um noch den Bahnhofsbus nach Weeze um 17 Uhr zu erreichen. Also wieder mal Warten angesagt an diesem Dienstagnachmittag… So holte ich mir kicker und Bild und begann Erkundigungen ob im backpackers Düsseldorf noch eine Schlafstätte frei wäre. Man habe noch zwei Betten…
18 Uhr, neuer Versuch bezüglich des Busses zum Bahnhof Weeze, Nobbi musste diesen kriegen da er Ticketbindung hatte. Ich entdeckte knapp vor Abfahrt des Neunsitzers einen stehenden Bus der Firma Schilling-Reisen und laut Fahrplan fuhr dieser um 18.15 Uhr direkt zum Hauptbahnhof Düsseldorf – vermeintlich perfekt also…
Nun sass ich da und hatte Nobbi frühzeitig verabschiedet und bis 18.25 Uhr kam niemand daher, der Bus verschlossen…. Dann kam der Busfahrer angetrabt nur um mir mürrisch mitzuteilen dass der Bus dienstags auf den Flug aus Shannon wartet? (Fahrplan allez!) und machte mir noch Vorwürfe warum ich nicht… wenigstens gab es noch nette Taxifahrer, sei’s drum um die 11 Euro. Der 18.45 Uhr Zug nach Ddorf war meiner.
Dort um kurz vor 20 Uhr eingetroffen war die (letzte) Tagesaufgabe die Lage des backpackers ausfindig zu machen. Um mich rum oft nur noch Hetiker die mich trotz grosser roter Tasche über der Schulter munter anrempelten. Also der Versuch einen Stadtplan zu erstehen. Die Buchhandlung kann helfen, echt gastfreundlich dann auch angeschnautzt zu werden weil man den billigsten Plan kauft. Dieser Plan offenbarte dann dass das backpackers nicht vor der Schliessung um 21 Uhr zu erreichen wäre. Da braucht es ein Taxi und dann ist es auch schon nicht mehr erschwinglich. Kurzum…ich hatte nach gut 5 Minuten die Schnauze von der Hauptstadt NRWs erstmal voll und das Ibis am Bahnhof durfte sich freuen einen Gestrandeten zu beherbergen. Nun gut…nach einer warmen Dusche sieht die Welt schon wieder anders aus.
Abendessen muss nun sein, Curry mit Pommes lacht mich am Bahnhofsvorplatz an, schmeckte auch lecker, nur versuchte man den Bayern zweimal abzukassieren…
Mein Ziel nun das Bambikino in der Klosterstrasse, zuvor etwas Sightseeing am Worringer Platz. Es durfte filmisches Vergnügen mit Clerks II sein. Ein absolut tolles Kino, Film war ok, wenn diese Stadt nur nicht so affektiert wäre….
Nach dem Spielfilm ging es zum ersten Mal im Leben auf die Kö und in die Altstadt, wo um Mitternacht aber auch schon die Stühle hochgestellt wurden. Die Stadt hat aber schon auch ihre netten Seiten, besonders nachts.
Völlig groggy war ich richtig froh um mein Bett im Ibis. Noch etwas Pro7 und Zeitungslektüre, dann war Schicht im Schacht, der Schlaf wiederum aber nicht tief, unterschwellige Sorge den Wecker zu überhören. Der EC fuhr um 5.23 Uhr….
Geklappt hat mit Aufstehen und Morgendusche natürlich trotzdem alles, nun ein kurzer Weg zum Zug, schnell rein und die letzten 5,5 Stunden der Reise durchstehen.
Da die Sonne sehr tief stand und ich am Fenster sass was es wieder nix mit einer Mütze Schlaf. Deshalb das gute Frühstück im Speisewagen des ÖBB-Zuges nach Budapest geschlemmt und bis Regensburg begleiteten mich handgezählte 14 Fahrgastwechsel.
Hervorzuheben die drei Araber die munter Egoshooter ballerten und fünf Mann einer Firma aus Braunschweig die ein Seminar in Regensburg hatten und ab Würzburg richtig Stimmung in den Waggon brachten. Dann war nur noch Mittagessen im Bahnhof Regensburg und ab nach Hause….
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UI Cup 2007/08 – 2.Runde Hinrunde – Samstag 07.07.2007 – 3000 Zuschauer
NK Maribor – Hajduk Kula 2:0 (1:0)
Der 7.7.2007, ein ideales Hochzeitsdatum. Wer seine Traumfrau noch nicht gefunden hat muss dann eben nach Slowenien, UI-Cup gucken. Für den Trip konnten sich also Bronsky, Alfons (beide mit neuem Länderpunkt), Hafe (bereits verheiratet), Nobbi und ich begeistern.
Nobbi stellte seinen Nissan zur Verfügung und lud uns in Regensburg und Aicha vorm Wald ein. Er hatte vor den Gefahren gewarnt zu dritt auf der Rückbank zu sitzen, hoffentlich zahlt meine Krankenversicherung ein neues Hüftgelenk.
So ging es in vergnügter Runde gen Österreich, dankbar um jede Pause, aber ständig Zico als Entertainer. Grosse Tourenplanung, diverser Hafer und sexuelle Themen hehe.
Nach Entrichten der Maut an zwei Tunnels und auf slowenischer Autobahn und keinem Halt in Gratkorn lenkte Nobbi das Gefährt zielgerichtet zum Stadion von Maribor. Alles raus und ne Runde ums Stadion gedreht. Da wir aber dummerweise in der Truppe zum Kartenkauf gingen waren wir flux auch schon im Visier der einheimischen Ultras. Man grüsste aber nur enttarnend. Für 8 Euro erstand man überdimensionale Karten und gönnte sich in der Stadionpinte ein Pivo. Dann war es auch schon Zeit die Tribünenplätze einzunehmen. Das Stadion wird derzeit umgebaut, wohl für internationale Weihen fit gemacht. Ob dies alles nötig ist musste u.a heute die UI-Cup-Begegnung gegen die Serben von Hajduk Kula beweisen. Schwer zu sagen wer hier der Favorit war.
In einer unterhaltsamen Partie konnte Maribor in der ersten Halbzeit die Führung erzielen.
Zuvor hatten schon die Ultras schöne Stimmung gemacht und ihr Team laut angefeuert.
Heute war nur eine Tribuna zugänglich, der Rest der dort gebaut wird könnte dann auch in der zweiten Liga hierzulande stehen.
Die zweite Halbzeit war dann noch interessanter. Nicht nur ging es darum ob bereits eine Vorentscheidung in diesem Duell der 2.UI-Cup-Runde fällt. Hafe und ich erörterten auch noch die Regelkunde inspiriert durch das NOFB-Forum. Maribor ging dann 2:0 in Front und die Stimmung im Kessel war Bestens. Zum Siedepunkt gelangte alles dann als der Schiri eine lächerliche Schwalbe von Kula mit einem Strafstoss belohnte und dieser dann vom Goalie der Slowenen an die Latte gelenkt wurde. So konnte Maribor das Ding dann mit zwei Toren Vorsprung über die Runden bringen, nicht ohne noch einen Spieler der Serben mit einer Platzwunde vom Platz zu schicken, der dann nach Abpfiff sogar vom Krankenwagen im Innenraum abgeholt wurde. Wir gingen auch wieder ans Auto und tankten den Nissan nochmals in Maribor voll. Alle bekamen einen gratis Touristadtplan von Tankwart Alfonz geschenkt…außer unser tapferer Fahrer Nobbi.
In Austria wurde am Rasthof Trieben gerastet. Da der Bosnadealer bereits geschlossen hatte wurde gegenüber im Restaurant gespeist. Die Renner waren dabei Gulaschsuppe und Wurstsalat. Kurz vor der Grenze der obligate Tankstopp und in Aicha vorm Wald verließ uns dann wieder der Hafemann. Am Jahnstadion in Regensburg trennten sich dann die Wege der Regensburger und Nobbi und Alfons begleitete mich noch bis Prüfening.