Relegation zur Kreisliga Landshut in Bad Gögging – Sonntag.08.06.2008 – 1550 Zuschauer

TSV Abensberg – TSV Neustadt/Donau                                4:1 n.V.  (1:1; 0:1)

 

Das Spiel des Jahres in der Region! Das hier ist wie Hund und Katze…Mittelzentrum und so.

Nur leider diesen Sommer kein Märchenwetter, sondern Regen und Gewitter. Somit nach frühzeitiger Anreise ne Stunde unterm Unterstand und somit die schnelle Neustädter Führung nur aus vierter Reihe erlebt. Das Spiel ging also gut los für den Kreisklassisten, um dann immer negativer zu verlaufen. In der 22.Minute, pünktlich zum Regenende, war auch Schluss für einen Spieler der Donaustädter, das Knie sah böse aus! Originell heute die Jungs an den Leiterwägen, könnten mal locker in der Akquise arbeiten.

Zur Halbzeit Neustadt in Führung, das Spiel verbissen und ein persönlicher Seitenwechsel direkt an die Bande gegenüberliegend.

In der 50. Spielminute dezimierte sich Neustadt dann um einen Spieler, wobei gelb-rot für das Allerweltsstolperfoul eine harte Entscheidung war. Kurz darauf gelang Daniel Hanrieder für den TSV Abensberg der Ausgleich. Fortan stürmte nur noch der weltbekannte Club, oftmals über die Flanken und für mich war es eine Frage der Zeit bis der Siegtreffer gelingen sollte.

Aber (etwas) falsch gedacht. Nach regulärer Spielzeit stand es unentschieden in der „ausverkauften Arena“ (doller Witz des Stadionsprechers).

Die erste Hälfte der Verlängerung brachte die Durchsage falschparkender Autos (nach 100 Minuten Spielzeit?), das Abkassieren der Zaungäste (lol), einen Ball der von Neustadt von der Linie gekratzt wurde (für den bereits überwundenen Goalie)…und das 2:1 für Abensberg durch Hanrieder!

Der letzte Joker Neustadts war Helmut Dietz, DIE LEGENDE, eigentlich berühmt durch Abensberger Taten. Seine Einwechslung war dann aber irgendwie ein schlechtes Omen.

Kaum den Platz betreten klingelte es erneut im Neustädter Gehäuse, das 3:1 durch Hanrieder.

Und wiederum zwei Minuten später war es erneut Daniel Hanrieder der seinen persönlichen Hattrick erzielte (eigentlich Vier?) und das 4:1 für Abensberg machte. Der TSV Abensberg kann damit weiter auf den Verbleib in der Kreisliga Landshut hoffen, Näheres müssen die Wirren der Relegation klären. Die Schlüsselposition hat darin Niederaichbach inne. Man wird sehen, jedenfalls ein durchaus gelungener Nachmittag, auch wenn er eine Halbzeit EM gekostet hat.

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Relegation zur Bezirksoberliga Niederbayern in Rottenburg – Samstag 07.06.2008

TV Schierling – ETSV 09 Landshut                             4:2 n.V.  (2:2; 0:1)

 

Logbuch der Historie: Um 1.30 absolvierte der „neue“ Astra den 100.000 km. Um 10 Uhr wurde Findelkind Nobbi telefonisch mit einem Spiel versorgt und gegen 14.30 ging es in die Provinz zum Kampf auf Messers Schneide. Übertrieben? Dann wartet mal ab…

Der TV Schierling und ETSV 09 Landshut bestritten in Rottenburg die Relegation zur Bezirksoberliga Bayern. Um es vorweg zunehmen, der TSV 1866 Rottenburg hatte die Organisation sehr gut im Griff. Worauf man keinen Einfluss hat ist das Wetter, so war die Tingeltour durch die Dörfer mit reichlich Wasser unterlegt und die Zeit bis zum Anpfiff wurde sich im Vereinsheim untergestellt. Pünktlich zum Anpfiff aber Sonnenschein, so muss das sein hehe. Das Match jedoch die ersten 30 Minuten ein ziemlicher Langweiler. Erst dann die erste dicke Chance für Schierling. In der 41. Minute dann das erste Tor, gefallen auf der Gegenseite, Landshut führte mit 1:0.

Schierling konnte nach dem Seitenwechsel dann aber schnell das Blatt wenden. 1:1 kurz nach der Halbzeit und dann verschätzte sich der Landshuter Goalie, meinte der Ball geht am Tor vorbei. Der Klatschte aber an den Innenpfosten und schon stand es 2:1 für Schierling.

Nun das Spiel rassig, den die nächste wichtige Szene schon im Gegenzug. Foulspiel des Schierlinger Torhüters und Elfmeter für den Zweiten der Bezirksliga West Niederbayern.

Landshut verwandelt und so stand es bis zum Ende der Partie 2:2, wobei beide Seiten jeweils noch eine 980% Torchance hatten. Das Entscheidungsspiel musste somit in die Verlängerung gehen. Hier egalisierten sich die Teams erneut bis zur 103. Minute. Dann konnte Schierling ein Strafraumgestocher zum 3:2 verwerten. Dabei provozierte ein bereits ausgewechselter Spieler des TVS die Landshuter Bank mit angedeutetem Stinkefinger bis aufs Blut.

Die letzten 15 Minuten der Relegation mussten nun also die Frage beantworten ob es Landshut schafft erneut auszugleichen. Die Eisenbahner rannten wild an, die Schierlinger konzentrierten sich darauf die wichtigsten Schaltstationen des Gegners auszuschalten. Dabei wurden sie durchaus enthusiastisch von einer ganzen Reihe Fans unterstützt. So richtig emotional wurde es dann in der 117. Minute. Die besonders technisch begabte Nr. 21 der Landshuter wurde binnen Minuten zigfach gelegt und krümmte sich nach einem Foul der Schierlinger nahe der Eckfahne. Davon hatte wohl ein Landshuter Fan dann genug, stürmte auf den Platz und schubste den foulspielenden Spieler des TV Schierling um. Dem wurde nun von Mannschaftkameraden beigestanden, während sich inzwischen die komplette Bank von Landshut und ein guter Teil der mitgereisten Schierlinger Fans im Sprint zum Tatort begab. Ergebnis war eine hübsche Massenrangelei, wobei die Teams mittendrin waren und der Auslöser mehrmals erneut durchbrechen konnte und Schierlinger Spielern an die Gurgel ging. Irgendwann wurde der Mann dingfest gemacht (nach Spielende aber nur bis vor das Gelände begleitet, Spiel durfte er fertigschauen!) und das Spiel von Nichtakteuren gereinigt. Zwei Schierlinger Spieler durften gleich noch mit raus.

Schierling gelang es in den Wirren nach dem Vorfall aber sogar noch einen Konter zu setzen und erfolgreich zum 4:2 abzuschließen. Nun stürmten die Schierlinger Betreuer und Anhänger aufgeputscht das Spielfeld und der Schiri beendete ganz einfach nun die Partie.

Das Komplizierte an der bayrischen Relegation ist nun dass man jetzt nicht exakt sagen kann welche Bedeutung das Spiel hat. Dies kommt nun darauf an wie sich Simbach in der Landesligarelegation nächstes Wochenende schlägt.

Entweder ist Schierling durch und Landshut spielt gegen Grafenau den letzten freien Platz in der BOL aus. Dies ist der Fall wenn Simbach aufsteigt. Tun sie dies nicht wird Schierling gegen Grafenau in die Relegation müssen um den letzten Platz und der ETSV 09 hat den Aufstieg bereits verpasst???

Nach dem Spiel fuhr ich heim zu Muttern, nicht aber ohne ein paar Orte der Kreisliga Landshut unfreiwillig besichtigt zu haben.

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Regionalliga Süd 34. Spieltag – Samstag 31.05.2008 – 3000 Zuschauer

SSV Jahn 2000 Regensburg – FSV Frankfurt                         0:2  (0:0)

 

Ein Tag der Freude auf allen Seiten. Dieses Mal konnte der Weg zum SSV Jahn ganz entspannt angetreten werden, die Quali für die 3. Profiliga war geschafft worden, um richtig viel ging es nur noch für den Gegner der heutigen Partie. Der FSV Frankfurt konnte den Durchmarsch von der Oberliga in die 2.Bundesliga schaffen, nötig hierzu war ein Punkt in Margaretenau. Bei meiner Ankunft an der Prüfeninger Strasse wurden die FSV-Anhänger schon scharenweise aus den Bussen gespuckt. Es werden so 700 Leute gewesen sein, eine eher enttäuschende Zahl in Relation zum Anlass imho.

Auch so fanden sich weniger Leute als gedacht im Jahnstadion ein, der Oberpfälzer benötigt wohl den Nervenkitzel. Mal sehen ob es bessere Zuschauerzahlen gibt wenn hier nächste Saison Dresden, Braunschweig und Offenbach gastieren.

Dafür schmeckte mal wieder die Verpflegung und der „sponsor of the day“ Thurn+Taxis baute schon die Stände für die Freibierfeier nach dem Spiel auf.

Auch an der Tankstelle OMV war es deutlich entspannter als bei den letzten Risikospielen gegen Reutlingen + Co. Jeder gönnte den Bornheimern, einem Tradiverein, den Meistertitel.

Das Spiel begann so dass der SSV Jahn heute nicht so wollte und der FSV sichtlich nervös war. So gab es den ersten Aufreger des Tages auf den Rängen. Die Horda Azzuro Jena machte sich mit knapp 20 Mann im Heimbereich (!) an der PvT-Zauni und an Schals von Kutten zu schaffen was ein UR-Grossmanöver auslöste und wobei Jena dann schwer kassieren musste. Den Rest der ersten Halbzeit verbrachte der Turm dann damit diesesn Vorfall zu beplaudern, richtig Anlass zum Hingucken gab das Spiel bei grosser Hitze nämlich nicht. So wurden noch ein paar Burghausen-Utensilien präsentiert und der Tag genossen.

In der Halbzeit konnte man vernehmen dass Sandhausen in Degerloch zurücklag (der Aufstieg von Bornheim und FC Fusion Ingolstadt also zum Greifen nahe war) und die Stuggis im Saarland auf Drittligakurs waren.

Nun wollte der FSV endgültige Klärung und drückte nun auf das von Rouwen Sattelmayer gehütete Tor des SSV Jahn 2000. Hillebrand war es dann in der 51. Minute der den FSV Frankfurt einen gehörigen Schritt der 2. Liga näherbrachte, ja letzte Zweifel beseitigte.

Dann war noch etwas flottes Dribbeln und ein paar Auswechslungen angesagt, der FSV nahm Kurs auf den Meistertitel der Regionalliga Süd. Zwar hatte der Jahn noch 1-2 Chancen, aber reingehen wollten die heute nicht. Leider muss man den FSVlern einen etwas lethargischen Auftritt bescheinigen. Ich empfand es als relativ emotionslos wie im Gästeblock so die letzten 25 Minuten des Spiels verbracht wurden. Fünf Minuten vor Ultimo bestiegen dann beide Seiten die Zäune. Lars Weißenfeldt, einer von 1000 Ex-SGElern beim FSV, markierte noch das 0:2 und dann war Sense. Schiri Meyer aus Burgdorf pfiff die Aftershowparty an.

Der Gästeblock feierte nun ausgelassen mit den Spielern, wobei man (wieder mal) die Polizei rüffeln muss. Die paar Leute die über den Zaun gelangten kamen kaum an Ihre Spieler ran und teilweise hatten Offizielle und Mannschaft sogar Probleme Ihre Fans zu umarmen weil kaum Durchkommen durch die Polizeikette war. Alles Sonderschüler beim SEK....

Es ist dem Verein und den Fans wirklich zu gönnen, haben auch schon viel Leid mitgemacht am Bornheimer Hang.

Vor der Tribüne wurde Kulttrainer Oral tonnenweise mit Alkoholikas beschüttet, die Feier des FSV fetzte richtig. Der gemeine Jahnfan sah amüsiert zu und prostete sich auf das Erreichen des eigenen Saisonziels zu. Und so fuhren eben alle zufrieden wieder nach Hause oder trafen sich nochmal am Bahnhof was die Horda und UR betrifft....

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Radio Oberösterreich Liga 25. Spieltag – Freitag 30.05.2008

FC Laturo Braunau – FC Blau-Weiss Linz                              0:3  (0:2)

 

Oberpfälzer Invasion in die Grenzstadt bei Simbach! Anlass der Kampf der UR-Freunde um den Wiederaufstieg in die Regionalliga. Die Vorhut das Auto um Turmi,Bronky und Stigsi. Das Chaosauto mal wieder mein Astra. Checker’s Handy im Büdchen, Mo auf dem Roller, Checker’s Portemonaie in der Arbeit, Keumel ebenso – das musste sich Ibo am Edeka in Steinach doch etwas gedulden. Auf dem Hinweg dann die gesamte A3 entlang und dann (eben) über Simbach ans Grenzlandstadion in Braunau. Die Polizei fand es am Eingang dann etwas suspekt was die deutsche Presse hier macht. Im Gästeblock ein gutes Konglomerat der Fanszene Blau-Weiss. Aber 10 Jahre unterklassiger Fussball hinterlassen Ihre Spuren an der Anzahl! Der Bierstand war jedenfalls trotzdem dauerüberfordert.

Zum Intro brannten drei pyrotechnische Erzeugnisse, hier erlaubt und gekümmert hat es obendrein keinen. Blau-Weiss von Anfang an Willens auf Feld und Tribuna. Und recht schnell konnte auch eine Zweitoreführung herausgeschossen werden, hier sollte also dem Auswärtssieg gegen den Fixabsteiger aus Braunau nichts im Wege stehen. Zudem waren die Kunden vom Spiel der LASK Amas auch positiv. So wurden in voller Inbrunst die englisch geprägten Shouts intoniert. Die Mitmachquote im Block stimmte absolut, also lauter „Gute“ dabei. Überhaupt das Klientel dort eine Schau. Nichttätowierte fallen mal grundsätzlich auf und die Kultpersonen sind ungezählt. Dazu eine leiwande Mischung aus Jung und Alt.

Der Capo trug ein UR-Shirt!

Im Verlauf der zweiten Halbzeit stieg der Klimax dann nochmals. Die LASKer lagen zurück und BW Linz machte mit dem dritten Treffer alles klar. Man war nun Spitzenreiter, erklomm erstmals in dieser Saison den Platz an der Sonne. So war entspanntes Diskutieren mit Michi und den Rapidburschen angesagt. Ebenfalls Kult der verletzte Ramikic, was man so hört ohnehin ein fussballspielender Fan. Er war dann nach Abpfiff auf mittendrin als es galt mit den Fans die Tabellenführung zu feiern. Und dies wurde nicht etwa in 5 Minuten per Pseudo abgehakt. Der Feierturbo besagte schon mal Meisterschaft, zig Humbas mit den Fans, Spieler als Capos (gesamtes Team, nicht ein Clown auf dem Zaun). Es ging noch über 30 Minuten weiter! Ebensolang dauerte es dann noch sich von den Leuten zu verabschieden und Mo, Keumel und Ibo wieder ins Auto zu laden. Dieses Mal entschieden wir uns den Weg über die Landstrasse zu suchen und waren so kurz vor Mitternacht wieder in den Schlafgemächern.

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Landesliga Süd Bayern 33. Spieltag – Samstag 24.05.2008 – ca. 150 Zuschauer

 

1.FC Sonthofen – TSV 1860 Rosenheim                                1:3  (1:2)

 

Ein Trip wie ein Kurzurlaub! Den Tag als Frühaufsteher angegangen, den Entschluss gefasst Neufahrn als Zustiegsort zu wählen, um auf der Strecke dann nach Eggmühl zu switchen, was keine gute Idee war – aber dazu später mehr. Der 9 Uhr Zug nach München überfüllt mit Bayernamas-Fans die uns in LA verließen (auf dem Weg nach BH also) und etlichen Löwenfans die zum Spiel gegen Jahn Regensburg unterwegs waren. Überhaupt waren die Blauen am HBF präsenter als bei Arenaheimspielen, da zweifle noch jemand an der Faszination Grünwalder! Dieses Spiel war auch kurz auf meiner Agenda, war mir doch inzwischen bewusst geworden mit den geplanten Verbindungen Eggmühl heute nicht mehr zu Gesicht zu bekommen. Der dritte Internetaraber verschafft brachte aber dann den Allgäu-Franken-Express aus den Niederungen von bahn.de hervor. Also bester Laune in den Zug nach Sonthofen gesetzt und das gesamte Sechserabteil bald mit meiner Müdigkeit angestcekt, also ich mal kurz hochschreckte schlief alles kreuz und quer im Waggon. Vorm Ziel wurde die Landschaft dann zunehmend interessanter, hier laufen die Zeiger der Welt noch langsamer, hier kennt man noch Idylle, hier ist man zufrieden mit dem Leben und der Natur.

Auch in Sonthofen fällt die bessere Luft auf, hier will ich mal zur Kur!

Zu Fuss ging es dann zum Wonnemar-Freizeitbad, dachte dort gäbe es eine öffentlich zugängliche Pizzaria gegen den Hunger, dem war aber nicht so. Also noch paar Minuten am Illerdamm niedergelassen und die Radfahrer freundlich gegrüsst ehe ich das Illerstadion betreten habe. Ein wahres Schmuckstück mit Holzribüne, Klappbänken und einer Sprecherkabine. Etwas weitläufig, was aber nur insofern stört dass der FC Sonthofen ruhig mal ein paar Euro Taschengeld spendieren könnte um Balljungen anzustellen.

Der Zuschauerzuspruch, wie meist bei Spielen von 1860 Rosenheim, eher gering. Beide Teams befinden sich im Tabellenmittelfeld, für Sonthofen ist mit dem Klassenerhalt und dem Pokalsieg in Schwaben die Saison abgehakt. So betrauert man den Fortgang des Erfolgstrainers Stefan Keller und des (ehemaligen) Stammtorwarts Nico Steiger, der heute nochmal seine Töppen schnürte und seine Abschiedsgala gab. Das ganze Szenario, inklusive Ehrung eines Rekordspielers, hatte aufgrund der wenigen Zuseher etwas von Laienspielkreis, von der Atmo, nicht das es etwas Komödiantisches gehabt hätte, der Stadionsprecher verrichtet hier seine Arbeit nämlich höchst professionell! Auch er ist mir aufgefallen!

Alles bereitet für einen schönen Sommerkick ohne Druck, im Tor der Rosenheimer der alte Jahnrecke Peter Martin. Sonthofen konnte einen Abspielfehler der Gäste schnell zur Führung nutzen, Fussball bleibt eben ein Fehlerspiel.

Zwischen der 23. und 27. Minute drehte sich dann die Partie. Erst der Ausgleich von Rosenheim und wenig später ein Elfmeter. Leider bleibt es Nico Steiger verwährt diesen Strafstoss zu halten und so geht Rosenheim mit einer 1:2-Führung in die Kabinen.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte gestehe ich Unaufmerksamkeit ein, viel zu sehr übermannen mich Aufmerksamkeit und Freude über die gesimsten Drittligaergebnisse. Der SSV Jahn 2000 Regensburg hat die sportliche Qualifikation für die neue 3. Liga geschafft, da kann man die Amnateure hier ruhig mal munter weiterspielen lassen. Der grosse Kulminationspunkt geschieht ohnehin 10 Minuten vor Ende der Partie. Trainer Keller holt Nico Steiger vom Feld und der Abschied ist sehr bewegt, ja Olli Kahn wäre neidisch hätte er dies miterleben dürfen. Der neue Keeper Liebher (eigentlich der Stammgoalie in dieser Saison) hat dann keinen guten Einstand, markiert Rosenheim doch in der 83. Minute das 1:3.

Auch die Chance zum vierten Auswärtstor war noch da, sei es drum. Ein toller Fussballnachmittag in entspannter Atmosphäre. Ein Besuch des Illerstadions (im Idealfall im Derby gegen Kempten) sei Jedem wärmstens empfohlen.

Ich legte dann wieder den Fussweg zum Bahnhof zurück und fuhr sofort weiter nach Immenstadt. Dort stieg ich in besagten Allgäu-Franken-Express, der auch fast 3 Stunden nonstop durchfährt und stark frequentiert war. Ich erlebte neuen Spass mit meinem CD/MP3-Player und so war die gesamte Fahrt extrem kurzweilig. Um 20.30 Uhr kam ich dann in der Zweitligastadt Nürnberg an und vertrieb mir die Zeit am HBF ehe es die letzten 100 Minuten über Regensburg nach Eggmühl ging, wo mich der letzte Zug des Tages wieder an meinem Auto absetzte. Die kleine Spontanidee mit Eggmühl hatte mir also etwa 1,5 Stunden mehr Zugfahren eingebracht, schon nicht so toll wenn man in der Provinz wohnt.

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Totopokal Viertelfinale Bayern – Donnerstag 22.05.2008 – 750 Zuschauer

Spvgg. Selbitz – Spvgg 09 Ansbach                            3:3  (2:1)   4:7 n. E

 

Langsam würde ich schon ganz gerne eine Hoppingfahrt mal wieder bei Gesundheit bestreiten. Da ist schon Feiertag und mich plagt die schiefe Nasenschweidewand und die Verstopfung die so etwas mit sich bringt. Trotzdem mal die Fahrt nach Regensburg angetreten und beinahe am Galgenberg wieder abgebrochen. Richtig schlecht war mir vom Autofahren.

Wenn ich schon mal hier bin zumindest die Bedürfnisse EM-Zines und BK befriedigen und siehe da, diese Art von Wellnessprogramm ließ mich den entscheidenden Schritt tun und ein Bayernticket kaufen. Bis Hof dann Gesundungsschlaf, dort dann in den Yorma’s und mit Bionade die restliche Energie bis Selbitz aufgebracht. Am hiesigen Bahnhof stand dann doch glatt ein Polizeieinsatzfahrzeug wegen dem Pokalspiel heute, ihr habt doch den Schuss nicht gehört! Selbitz ist ein ganz nettes Örtchen und da noch eine Menge Zeit war kaufte ich mir einen Eisbecher im Il Gelato. Mehr als überpünktlich trotzdem schon die Grüne Au erreicht, an das Original in Hof aber nicht heranreichend. Der Sportplatz verfügt auch über keinerlei Ausbau. Aber kulinarisch gab man sich heute die Kante. Zwei Wurststände, Bierstände, ein Fischwagen, Kuchen von den Spielerfrauen usw. wow.

Um den ganzen Platz waren Bierbänke aufgestellt so dass man sich gemütlich hinter der Bande niederlassen konnte.

In den ersten zwei Spielminuten hatte Ansbach gleich zwei grosse Möglichkeiten und ich dachte irgendwie spontan an das 0:8 von Schwandorf gegen Haching vorgestern, als Selbitz mit dem ersten eigenen Angriff die Ansbacher Abwehr düpierte und zur 1:0 Führung einschoss. Danach verflachte die Partie etwas bis in der 36. Minute ein Handelfmeter zugunsten Ansbachs gegeben wurde. Dies bedeutete den Ausgleich. Der Selbitzer Goalie war noch mit den Fingerspitzen dran. Als sich alle schon auf ein Unentschieden zum Seitenwechsel eingestellt hatten war nochmals Selbitz erfolgreich und führte plötzlich mit 2:1.

Nach Wiederanpfiff hatte Ansbach dann das Spiel schnell gedreht und der Selbitzer Torhüter war die tragische Figur. Das 2:2 lenkte er sich aus kurzer Distanz selbst ins Netz und beim 2:3 verletzte er sich so schwer dass er ausgetauscht werden musste. Auch so wirkte Selbitz geknickt, Ansbach einfach mit der agileren und frischeren Spielanlage. In der Nachspielzeit aber dann der emotionale Höhepunkt des Spieltages. Selbitz mit dem letzten Angriff und erzielt auch das 3:3. Das sollte doch Aufschwung für das gleich folgende Elfmeterkicken geben. Die ersten Schützen beider Parteien waren dann auch prompt erfolgreich, dann fiel die Entscheidung aber ziemlich schnell. Ansbach mit dem zweiten Schuss vom Punkt zum 5:4, Selbitz mit einer schwachen Kugel, Ansbach’s Goalie hält. Ansbach zum 6:4, Selbitz wiederholt das Versagen vom Strafstoss zuvor und Ansbach mit dem 7:4 um 1500 Euro von LottoToto Bayern reicher. Dies wurde dann noch durchaus frenetisch von den Ansbachern gefeiert. Ich zog mich langsam wieder zum Bahnhof Selbitz zurück. Da noch genügend Zeit war kehrte ich in einen Dönerladen an der Hauptstrasse ein und wurde prompt als Hopper entlarvt. Es entwickelte sich eine wirklich nette Plauderei mit den Türken, ihres Zeichens Fans von Bayern Hof und Besiktas. Dort war man richtig traurig weil ich meinen Zug kriegen musste. Die Heimfahrt verlief dann unspektakulär bis auf nette SMS von Nobbi.

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Kroatien 2. HNL - 30. Spieltag – Sonntag 11.05.2008

NK Hrvatski Dragovoljac – NK Croatia Sesvete                    0:1 (0:0)

 

Am nächsten Morgen machte uns die Mutter der Kompanie karges Frühstück, zumindest mir war das Auswahl/Preis-Verhältnis nicht so geheuer. Nach Zimmerräumung erfolgte meine Premiere als Fahrer und ich konnte erste Übungen mit dem Mietwagen bis zu den Plitvicka Seen machen. Gar nicht so einfach sich dort für die richtige Kleidung zu entscheiden, alles war irgendwie immer entweder zu warm oder zu kalt. Am Eintritt wollte man dann 15 Euronen von uns, auch der Rabatt für VIPs ging eher gen 0%. So wurde dies anders gelöst und durch einen Zaun quasi in die Seen „eingebrochen“. Diese Aktion hatte sich auf jeden Fall auch gelöst. Türkisblaues Wasser und durchsichtig bis zum Grund. Da konnte man sich niederlassen und den Fischen beim Plantschen zusehen. Wir wollten dann so dreist sein und auch gleich noch die Bootstour machen, wenn man schon mal illegal unterwegs ist höhö.

Durch unser Zögern wollte man dann aber Tickets von uns sehen? So wanderten wir den See entlang, lauschten den Wasserblubbern, schossen Fotos oder beschweren uns wegen mangelnder Kondition aufgrund Grippevirus. Ziel der Exkursion waren die Wasserfälle mitten im Nationalpark. Hier wurde übrigens Winnetou gedreht. Bei netten Gesprächen ging es dann wieder zum Auto zurück und ich steuerte uns nach Zagreb durch die diversen Mautstationen hindurch. Dort fanden wir schneller als erwartet Novi Zagreb, das Stadion von Dragovoljac und einen Parkplatz direkt vorm Gästeblock. Etwas diffiziler war es dann eine Gaststätte ausfindig zu machen. Erst nach längerer Suche entdeckten Nobbi und Grünebaum eine Pizzaria. Dort wurde schön gespeist und die Bundesliga aufgearbeitet. Dann war es auch schon Zeit zum Spiel aufzubrechen. Um Karten hatten wir uns zwei Stunden zuvor nicht gekümmert und hatten nun fast Glück. Außer Gästeblock schien es auch keine Tickets mehr gegeben zu haben. Akrobatisch wie auch mancher versuchte mit Gästeblockkarte in den Heimbereich zu kommen und Kraxltouren absolvierte. Die Security war ständig zwischen Toleranz und Einschreiten hin- und hergerissen.

Die Ausgangssituation war dass Drago einen Punkt Vorsprung hatte vor Sesvete. Man versprach sich einen intensiven Fight und viel Spannung vom Match. Keumel erinnerte die ganze Atmo an Landesligarelegation, und irgendwie hatte er Recht.

Das Spiel hielt dann auch was es versprach, die Kontrahenten schenkten sich nichts. Der Geräuschpegel im Stadion war auf gutem Raunen-Niveau. Mitte der ersten Hälfte dann Sesvete mit einem Fernschuss der zum Lattenknaller wurde. Das hätte die Führung sein können. So ging es aber mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.

In der Pause traf ich Nobbi auf dem Rasen hinterm Gästeblock, man war nämlich wegen der Zuschauermassen getrennt worden. Entspanntes Rumstehen beim finalen Showdown, auch das ist zweite Liga Kroatien. War früher auch bei uns mal so…

Die nächsten 45 Minuten mussten also die Entscheidung über den Meister der2. HNL bringen. Nun hatte Drago ein paar unglückliche Pfostenschüsse und Beinahetore, Keumel meinte schon das uns gegenüberliegende Tor sei verhext. Das Spiel erreichte einen immer höheren Klimax. Sesvete handelte sich dann eine dumme gelb-rote Karte ein wegen Schwalbe. Nun also 11 Dragos gegen 10 Croatias. Und es hatte den Anschein dass Drago nun das Unentschieden, das gereicht hätte, sichern wollte. Das ging aber nur genau bis zur 86. Minute gut. Dann netzte Croatia Sesvete ein und führte auswärts mit 0:1. Nun hatte es Dragovoljac natürlich wieder eilig. Dieses Lokalderby musste unbedingt unentschieden gestaltet werden.

Entgegen der Prognose von Keumel der sogar die richtige Minute der Führung von Sesvete vorhergesagt hatte!!! Gelang aber Drago der Ausgleich nicht mehr. Zwei vielversprechende Kopfbälle wurden neben der Kasten gesetzt. So bleibt Dragovoljac als Tabellenzweiter nur die Hoffnung auf die Relegation gegen Zapresic. Der Meister jedoch heisst Croatia Sesvete und paar Fans versuchten sich dann gleich mal an einem Platzsturm über den Zaun. Die Mannschaft kam aber ohnehin zu ihnen und bestieg ihrerseits den Zaun um mit ihren knapp 300(?) Anhängern zu feiern. Für die mitgereisten Schlachtenbummler gab es dabei nicht nur Trikots als Souvenir, sondern auch noch Hosen, Socken, Unterhosen, Kapitänsbinden…

Der grosse Pokal des Meisters wurde stolz den Fans präsentiert, kurzum, man zeigte keinerlei Scheu vorm eigenen Anhang. Die Reihen auf Heimseite leerten sich dagegen schnell. So mussten wir trotz ungünstigem Parkplatz nicht lange warten um unsere Reise fortsetzen zu können. Noch etwas in Zagbreb umhergeirrt fanden wir schnell die Autobahn in Richtung Slowenien. Ein besonderes Kapitel dabei das Radioprogramm. In Kroatien hatte man stets das Gefühl das bekannte Hits „nachgesungen“ werden um eine nationale Quote zu erfüllen. Jedenfalls waren es in den seltensten Fällen die Versionen und Mixe die bei uns bekannt sind. Aber zumindest die Altherrenriege kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Alte Klassiker, alle schon 10-15 Jahre nicht mehr gehört, nicht der stupide Einheitsbrei hiesiger Wellenträger. Dasselbe in Slowenien. Mit ELO rauschte man über die Autobahn und wollte in diesem Moment nirgends anders sein. Das Autostradanetz in Slowenien wird auch zunehmend dichter, trotzdem wurde man z.B mitten durch Laibach geführt. Nach Grenzübertritt nach Österreich erfolgte eine Rast und Fahrerwechsel. Nobbi packte die letzten 125 km bis zum Etap am Salzburger Flughafen. Dort gingen die Gladbacher in ein Doppelzimmer und Keumel und ich teilten sich die andere Schlafkajüte. Schnell nochmal vors Haus und bei BK eingedeckt. Dann wurde intensiv Videotextstudium bis 2.30 Uhr morgens betrieben. Ja, wir haben einen an der Klatsche. Wegen anhaltender Sägearbeiten war dann meine Nacht so gegen 8 Uhr auch schon wieder vorbei. Das DSF spendete etwas Trost in Form von Bildern (nicht Ton) der zweiten Bundesliga. Um die Mittagszeit brachen wir dann zum Em-Stadion Wals auf. Dort wurde die Bullenarena inzwischen mit einem Oberrang aufgestockt.  

 

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Bosnien-Herzegowina Premijer Liga - 27. Spieltag – Samstag 10.05.2008

NK Jedinstvo Bihac – HNK Orasje                            0:0  (0:0)

 

Zwölf Stunden zuvor sah ich diese Pfingsttour stark in Gefahr. Grippesymptome griffen um sich und zeitweise war schon ein psychologischer Dienst mit Keumel eingerichtet. Ins Auto habe ich mich um 1.30 Uhr nachts dann doch gesetzt und auf der Rückbank dann wohl weitere neun Stunden gesund geschlafen. Die Tabletten von Keumel taten ihr Übriges so dass ich morgens erstaunt die Einreise nach Kroatien und einen Allgemeinzustand, der zumindest die Teilnahme am öffentlichen Leben erlaubte, feststellte.

Über Zagreb steuerten unsere Marathonfahrer Grünebaum und Nobbi bis zu den Plitvicka Seen. Dort fragten wir in einer Campinganlage nach Zimmern, die Räume waren auch schon besichtigt, aber im lezten Moment sagten wir wegen zu viel Komfort ab hehe.

Hätte 27 Euronen pro Nase gemacht. Die Rezeptionskraft prognostizierte noch keine billigeren Absteigen… 500 m weiter wurden wir dann fündig in Privathäusern J

In der Hofeinfahrt die 150 Jahre-Omi, einfach Kult. Zur Zimmerbesichtigung gab es schon den ersten Slivovic aus dem eigenen Garten. So chillte man für ne Stunde bis das Abenteuer Bosnia angegangen wurde. Die deutsche Mietwagenfirma erlaubt keine Überführung nach Bosnien, somit die Karre 200 m vor dem Grenzübergang geparkt und per pedes sich den Grenzposten genähert. Keumel hatte Bedenken da er nur den Personalausweis mit sich führte und war schon euphorisch als er durchgewunken wurde, das waren aber nur die Kroaten. Wir gaben inzwischen als Fussgängergruppe ein skurilles Bild ab, die Zöllner haben sicher Ihren Familien zu Hause am Abend von uns erzählt. Auch die bosnischen Grenzer ließen uns passieren und so setze man seine Füsse ins bosnische Grenzgebiet.

Wir hatten gehofft dass an der Grenze Taxis stehen, dem war nicht so. Somit waren Taxidienste gefragt. Die LKWs hatten zum Teil Abfertigungszeiten von 2 Stunden, somit zu unabwägbar. Forza Tramping ole. Ich würde aber auch nicht stoppen wenn mich vier sonderbare Gestalten versuchen mich 100 m nach Landeseinfahrt zu stoppen.

So wurden wir von einem Grenzen sogar noch des Platzes verwiesen, also wieder Trucker angelabert. Irgendwie alles herrlich chaotisch, dann wollte man uns ein Taxi rufen. Der Ausgang dann aber ganz anders. Ein Herr von einer Spedition drückte einem Anderen 20 Euro in die Hand damit der uns nach Bihac fährt? Also alles rein in den viel zu kleinen Wagen des Mannes und mit Vollkaracho durch die Serpentinen. Auf der Rückbank liefen schon Wetten wo wir hingebracht werden und vor allem wieviel so eine Niere auf dem internationalen Markt so bringt. Ziel war aber dann doch das Stadion von Bihac J

Von dort ging es in die Innenstadt wo auf 80% der Fläche gebaut und gewerkelt wird. In einem Cafe ließen wir und nieder und verschleuderten die gezogenen KM (Konverted Mark) in Cevapcici und Pivo. Ebenfalls gab es in der Stadt schon Gelegenheit Tickets für den Knaller zu kaufen. Fünf KM das Stück (also 2,50 Euro). Als Keumel dann noch das 5:2 des SSV Jahn in Aalen gesimst bekam waren alle happy und nach einem kurzen Spaziergang betrat man das sehenswerte Stadion.

Das Pod Boricima von Bihac verfügt in der Hauptsache über eine riesige Haupttribüne, der Rest des Platzes ist ebenerdig. Auf der Tribuna ließen wir uns dann nieder, mancher zollte auch für Sekunden der Nacht Tribut. Keumel und ich hatten einen fleissigen Erzähler in einem älteren Herrn gefunden der uns ungefragt die letzten 10 Saisons von Jedinstvo analysierte. Bihac hat auch eine Ultragruppierung die ein eher kleineres Durchschnittalter hat, recht motiviert auftrat und insbesondere ein Faible beim Schmeissen von Knallern hat.

Gast- und Heimfans waren auf der Tribüne bunt gemischt, ein einig Volk.

Der Fussball dann…naja kurios…aber besser als in Slowenien. Jedenfalls war es kurzweilig, letztes Schlafserotonin vertrieb die Pepsi zu 1 KM, da geht ne Trinkparty.

Die 22 Rasenrastellis stolperten bemüht über den Platz, alles aber sehr kampfbetont. In einem Wort: Schön.

Richtig fein wurde die Partie dann zum Ende hin als sich abzeichnete dass wir wieder mal einen Länderpunkt mit einem 0:0 machen würden.

Orasje versuchte ohnehin ungefähr seit der 5. Spielminute das 0:0 zu sichern und so tat man dies auch in den Schlussminuten. Bihac wollte den Heimsieg. Als dann mal wieder ein Gästespieler einen Schlaganfall erlitten hatte zeigte sich der Schiri rigoros, beorderte die Sanitäter sofort herein, ließ den Verletzten binnen Sekunden aufladen und regelrecht abtransportieren. Reaktion des Spielers waren gute Haltungsnoten im Bemühen in dieser Hektik nicht von der Trage zu stürzen, vor allem aber ein fettes Grinsen hehe.

Irgendwann war auch die letzte Kopfballchance vertan, das Spiel endete torlos. Erneut kam es zu Szenen die wir so am 27. Spieltag mitten in Bosnien nicht erwartet hätten. Orasje feierte den Auswärtspunkt mit einem Überschwang dass die Bielefelder Nichtabstiegsfeier in Stuttgart ein nettes Kaffekränzchen dagegen war. Unsere Recherchen ergaben dass Orasje sich durch den Punkt wegen der besseren Tordifferenz von ersten Abstiegsplatz auf den letzten Nichtabstiegsplatz verbessern konnte aber vor den letzten 3 Spielen eben exakt keinen Punkt Vorsprung auf den Gang in die 2.Liga hat?

Das Stadion verlassen, die neue Mission lautete eine Mitfahrgelegenheit zurück zur Grenze aufzutun. Ich plädierte gleich für den Kultopa der direkt am Stadion beim Rückwärtsausparken zwei Fans überfuhr, der fuhr aber wohl nicht in unsere Richtung. Zu Fuss suchten wir, mit Unterstützung von Gendamarie und Gemüsestandweibern, so etwas wie einen zentralen Platz. Sowas wie ein Busbahnhof fand sich auch, da stand aber nur ein 9er rum mit Fahrziel: Quer durchs Land…nehmen wir dann bei der Balkantour 2010!

Auskunft hier dann: So spät fährt hier nix mehr (es war Samstag 20 Uhr).

So wandete man sich an einen Türsteher eines Casinos, der konnte dann serbokroatisch und uns ein Taxi rufen dass nach 5 Minuten bosnischer Zeit kommen sollte. Nun kennen wir auch diese Zeitrechnung, Taxi kam auch, alles wunderbar. Mit 15 Euro für die 18 km war auch schnell ein Fahrpreis fixiert, also rein in den Transporter. Unsere Anschnallbemühungen wurden dann eher mit schallendem Lachen quittiert, not here my friends und so…

Eine Stufe kultiger aber dann als der Taxijockel mit seiner unangeschnallten Beladung direkt beim befreundeten Polizisten Halt macht um den neuesten Small Talk auszutauschen. Dazu war beim vorherrschenden Tankbefüllungsgrad unsere Ankunft an der Grenze nicht wirklich gesichert. Keumel würde sagen: Ein Kultmensch…

An der Grenze wurde der gute Mann dann mit einem Mix aus KM und Euro befriedigt, also wieder in den Schoss unsererer Freunde an den Grenzposten zurückgekehrt.

Grünebaum und Nobbi ließen sich noch Stempel in den Reisepass machen, wobei die Zöllner dabei Tag, Monat und Jahr auf dem Stempel weiterstellen mussten…

Ein Zollbeamter war dann besonders freaky drauf und wollte auch gleich noch den Stempel auf den Ausweis unseres Keumel drücken, um ihn dann fett anzugrinsen.

Die kroatischen Kollegen interessierten sich noch wie wir nach Grenzübertritt weiterkommen, man wollte uns ja nicht allein im Nirvana versacken lassen…

Mit dem deutschen Mietwagen dann wieder zurück in die Herberge, wo es sofort…ja richtig Slivovic gab…wurde dann auch gleich für Papa eingepackt, dann war Gastfreundschaftsruhe.

Letzte Aufgabe des Samstags war die Zuführung von Nahrungsmittel, dazu kehrte, unter völligem Ignorieren meiner Kniebeschwerden, zu Fuss in das Restaurant auf dem Campingareal von heute morgen ein. Also 500m auf und neben der Strasse gelaufen, donnernde LKWs und so.

Uhrzeit 21 Uhr, Schließung 22 Uhr, das verspricht zwar kein Versacken, aber zum Essen fassen langt es allemal. So brachten wir Hektik in den Arbeitstag der Bedienung, gab schon mal freundlichere Menschen auf meinem Lebensweg.

Zu Essen gab es dann doch für Jeden, für Grünebaum sogar Suppe. Die Rechnung wurde dann geteilt, tolle Reisetruppe. Nachtschlaf dann ohne Slivovic-Time, dafür mit Arbeiten im tropischen Regenwald.

 

Bezirksliga West Niederbayern 26. Spieltag – Sonntag 04.05.2008

SV Ascha – Spvgg. Plattling                            2:3 (1:1)

 

Nach dem Auftritt der SGE in Schwaben wollte ich an diesem Wochenende schon noch richtigen Fussball sehen. Herausgesucht wurde der Bezirksligaclash in Ascha. Die Hinfahrt war schnell absolviert und so parkte man den Astra 50 Minuten vor Anpfiff in der Industriestrasse. Noch schnell in den Ort auf nen Kaffee+Kuchen, 31,5 und schon so spiessig..

Pünktlich zum Anpfiff dann das Sportzentrum betreten. Hat ne nette Tribuna, macht sehr viel her. In der Sonne Platz genommen, dazu moderate Preisgestaltung in jeglicher Hinsicht.

Von Beginn an ein flottes Spiel, hier sieht man sofort warum Mainburg in dieser Klasse sportlich Letzter ist!

Ascha hat mehr vom Spiel, kann aber nicht einnetzten. Unter dem üblichen Roar in der Bezirksliga (schöne Schirischelte) überschlagen sich die Ereignisse dann gegen Ende der ersten Hälfte. Ascha kann einen schön gefahrenen Konter nur neben das Tor setzen. Im Gegenzug trifft Plattling nach einem tollen Spielzug zur Auswärtsführung. Anstoss, Angriff Ascha, Ball nach vorne, SV-Spieler wird gefällt, Elfmeter 1:1.

Die Halbzeitpause bringt viele SMS, eine Semmel und einen freudetrunkenen Nobbi. Mal eben 7:1 in Bieber gewonnen hehe.

Aber auch hier geht es turbulent weiter. Ascha trifft zum 2:1 und der Spieler geht so richtig ab, rennt in die Zuschauer – guter Mann ole ole.

Diese Führung kann Ascha dann aber nur an die 10 Minuten halten, dann würgt der Ex-Bayernligist Plattling den Ball zum erneuten Unentschieden in die Maschen.

Nun geht es auf und ab, hin und her. Schliesslich ist es erneut Plattling die treffen und diese tolle Partie erneut drehen. Diese Führung wird dann nicht mehr aus der Hand gegeben und in den Auswärtssieg veredelt, zumal in der 88. Minute Ascha nach einer Notbremse noch rot sieht. Trotzdem hätte es noch eine dicke Möglichkeit für Ascha gegeben, Goalie von Plattling war schon überlupft aber der Ball wurde dann von der Linie gekratzt. Plattling hat der Trainerwechsel also neuen Schwung und Erfolg verliehen. Ascha muss noch nicht zwangsläufig weg sein. Mit der gezeigten Leistung und angesichts von noch 2x Heim, 1x spielfrei und 1x in Motzing ist die Messe Nahe Straubing noch nicht gelesen.

Bei dufter Musik ging es dann schnell über die A3 zurück nach Kelheim.

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NOFV-Oberliga Süd 23. Spieltag – Sonntag 20.04.2008 – 850 Zuschauer

VFB 06 Sangerhausen – Chemnitzer FC                                 1:0  (0:0)

 

Der besondere Tag hatte eigentlich schon wieder eine Vorgeschichte die einen Bart hat. Samstag der UR-Ausflug in den Schatten des Wildpark und dann Groundhoppingnacht mit Obi, Franky und vor allem viel süffigem Bier. Für mich nur Cola und Weckerklingeln um 7 Uhr, hatte man sich doch konspirativ mit Buchbinder geeinigt den Wagen an einem geheimen Ort und ohne vorherige Zahlung der Mietgebühr zu parken. Den Schlitten dann bei Wollenschläger Kelheim ausgelöst und die müden Leiber des Ultranachwuchses hineingepackt. Toller und flexibler Service von Buchbinder. Dafür ein Bienchen ins Heft!

In Regensburg Moritz rein und Franky raus, Olli fiel gleich seinem Suff vom Vortag zum Opfer. In Hof beehrte uns dann noch Mister Junior-Hofer und es dauerte nicht mehr lange bis die Rückbank Laut gab sie müsse sich mal übergeben. Eines von Obi’s Bieren war wohl schlecht gewesen.

So 30 km vor Sangerhausen häuften sich dann die himmelblauen Autos so dass wir ne prima Verfolgung machen konnten. Auf der waren wir auch gut gestärkt, dank Tankstopp mit hochbegater Bediensteter. An dieser Tanksäule gab es ein Angebot zwei Schinkencroissants zum Preis von einem Teilchen zu erhalten. Junior orderte daraufhin zwei – worauf er vier Stück ausgehändigt bekam? Geschmeckt hat es trotzdem hehe.

In Sangerhausen stellten wir den Miettrailer dann auf dem Gästeparkplatz in einer Art Industriegebiet ab, war noch ein gutes Stückchen Weg bis zum Friesenstadion.

Obi wollte in den Gästeblock und beorderte kurz darauf auch Junior dorthin, weil man so viel von ihm in Chemnitz gehört hätte. Beide komplettierten uns aber dann doch Moritz und mich auf der Heimseite in Sichtweite der heimischen Ultras mit Asterixlogo. Diese nahmen sich selbst nicht so ernst, konnten aber heute mehr überzeugen als der Gästeanhang. Die setzen mit Warnwesten das einzige kümmerliche optische Glanzlicht und schwiegen ansonsten 90 Minuten durch?

Ich war die erste Halbzeit gut mit Bierholen beschäftigt schmiss ich doch Runden anlässlich der Komplettierung der NOFV Süd! Einer dieser markanten Wegmarkierungen des Lebens hoho. Das ganze passierte in historischen Stunden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit würgte Sangerhausen nämlich den Ball ins Sachsengehäuse und konnte dieses Ergebnis bis zum Schlusspfiff halten. Kein Aufbäumen von Chemnitzer Seite und das letzte Spiel von Tino Vogel auf der Trainerbank des Aufstiegskandidaten. Das freute die heimische Bevölkerung sehr und man vernahm etliche Male das Vereinslied des VFB in dem es, wie bei so vielem in Sangerhausen, um ein Mammut ging? War auch mammutstark wie Sangerhausen mit diesem Sieg den letzten Platz der Tabelle verließ und nun Pößneck die rote Laterne übergab.

Obi und Moritz tummelten sich irgendwie im Gästeblock nach Abpfiff und erstanden Fanzines. Hofer und ich hörten den enttäuschten Gästen beim Jammern zu. So ein weiter Weg für Vogelscheisse auf der Motorhaube hehe…

War aber auch wirklich sehr dubios was der CFC hier und heute ablieferte.

Dann ging es wieder auf den Weg zurück nach Bayern.

 

 

 

 

 

Kreisliga Landshut Bayern 18. Spieltag – Sonntag 06.04.2008

TSV Pfaffenberg – DJK SV Adlkofen                         1:2 (0:2)

 

Was tun mit einem drögen Sonntag Nachmittag? Immer vor den Kisten rumhängen ist auch kein Leben, also Frischluft tanken. Und wenn dabei noch ein Spielchen abfällt… Non League darf es dann doch sein und so war der Anlass gefunden nach Mallersdorf-Pfaffenberg zu reisen. Der Ritt dorthin mal wieder superdörflich…

Den Ground erstmal in Mallersdorf gesucht…raus kam fast ein Besuch beim TV Mallersdorf, wäre aber auch groundmässig arg enttäuschend gewesen J

In Pfaffenberg gab es dann alle Dinge meines Bestrebens wie ne Sparkasse, ne Aral und einen Non League Ground…sehr feines Gelände in Nachbarschaft des Freibades. Das Vereinsheim macht gut was her und so lief man vor lauter Staunen gleich mal an der Kasse vorbei. Dann brav den Eintritt abgedrückt wurde die „Hütte“ geprüft. Preislich oki doki, aber was sind denn das für kleine Leberkassemmeln?

Die Tribuna des Grounds dann eher ein Allerweltsding, keinen Schimmer warum sowas im Informer steht. Unterhaltsamer als gedacht war es aber dann doch. Dafür sorgten vor allem die Hinchas aus Adlkofen J

Gingen bei den Toren der dominierenden Gäste gut ab und waren recht zahlreich vertreten. Ansonsten laberte mal nicht die Hoppertruppe Stuss sondern die Einheimischen. Jawohl, da wird die Urlaubswoche durchgeplant (Und dann komm ich mit meinem Hänger…)

Die zweite Halbzeit nicht weniger unterhaltsam. Nach dem Anschlusstreffer hatte Pfaffenberg massiv Aufwind und nun wurde das Spiel ruppiger und hektischer. Endete in ein paar Foulspielen und einer roten Karte wegen Tätlichkeit für Pfaffenberg. Aller Antrieb half aber nicht zum Erfolg, Pfaffenberg unterlag den Gästen und rangiert knapp vor dem Relegationsplatz in der Tabelle. Das also droht Mainburg sollte der Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht gelingen…

 

 

 

Linfield FC – Glentoran FC                             0:0

 

Geezers need excitement! Auf ein Wochenende im UK. Schluss gewesen wäre dann beinahe schon bei Abensberg, krasses Unwetter just dann wenn man los muss. Hafe bevölkerte ab Manching den Astra und so ging es sturmgeplagt in die Frankfurter Innenstadt um im Westend den Wagen am Strassenrand zu parken. Vom Hauptbahnhof aus verkehren Busse nach Frankfurt-Hahn und der um 3.30 Uhr war der Unsere. Endlich mal erste Gelegenheit etwas Schlaf zu tanken. In Hahn trafen wir dann Nobbi und nahmen ein recht uninspiriertes Frühstück ein. Kurz durch Security und Passkontrolle und schon lief man übers Rollfeld.

Die Ryanair-Flüge werden dann auch immer fieser, nun quält man die Passagiere schon mit Telefonjingles, egal, der Schlaf war stärker.

Flug dieses Mal nicht nonstop sondern mit Zwischenstopp in Stansted. 45 Minuten Umstiegszeit hatten wir letztendlich, und die haben auch locker gereicht. Am Gate warteten schon mit Burkhard und Marc zwei Hannoveraner Freunde von Nobbi. Der Spott für die am Nachmittag folgende Bundesliganiederlage der SGE war mir also gewiss.

Hier kurzes Anzeigechaos, aber alles glatt verlaufen und nach ner Tasse Schlaf in Belfast am George Best gelandet. Kurzer Geldwechsel meinerseits und mit einem Cityliner ging es downtown. Dort am (vor allem) Busbahnhof galt es zu frühstücken und ist sonst das englische Frühstück hervorragend so ist es dieses Mal erstaunlich dass alle gesund blieben. Man hätte mal besser nicht gesehen wie die blassen Rühreier zubereitet wurden. Für den Gaumenschmaus dann noch fünf Pfund gegeben, oje oje.

Was sieht man sich nun in Belfast als Tourist an? History rules und somit ab ins katholische Viertel um die Falls Road, Schauplatz des Nordirlandkonflikts. Teils sonderbare Gegend, aber eigentlich wie das Land nun befriedet. Das Religion aber nachwievor ne grosse Rolle spielt merkte man dann im Pub. Zum Teil fiese Fangfragen und die Suffkumpanen zeigten stolt Schnappschüsse mit Waffen drauf hehe.

Von dort war es nur noch ein short walk bis zum Windsor Park, Heimstätte des amtierenden nordirischen Doublegewinners Linfield FC. Der Kartenverkauf lief dann eher entspannt ab, ein Mann an der Ecke vertickte die Teile und suchte gemählich nach change, der FSV Zwickau lässt grüssen.

Wir Fünf hatten Tickets für den Kop Stand, also mitten in den Heimfans. Hafe, Nobbi und ich beobachteten das Treiben etwas von der Seite, die Hannoveraner nahmen das Bad in der Menge. Eine der seitlichen Tribünen gehörte der Nr.2 im Land Glentoran FC, natürlich auch begleitet von zahlreicher Fanschar.

Und ne gute halbe Stunde vor Spielbeginn legten die Heimfans dann auch sehr stimmgewaltig los. Schöne Choräle die uns Gänsehaut zauberten. Wir hatten nur etwas Sorge dass dies zum Anpfiff verstummen würde. Zum Intro schwoll der Chor noch mehr an und zwei Rauchtöpfe hüllten den Kop gut in blau. Die Gäste waren mit nem Kleinlaster mit Klorollen angereist und spielten etwas Argentina mit diversen Exemplaren. Da hatten die Balljungen gut was zu aufräumen. Die Show kann also beginnen, die Erwartungen niedrig, vielleicht deshalb der Tag so gut. Kürzen wir die Lobhudelei ab, was Linfield über mehr als 90 Minuten bot dürfte wohl Einzug in die Lifetime Top10 erlangen, kann mich an wenige bessere Matches erinnern. Glentoran stand dem in Nichts nach und war auch derbe am supporten. Mir drohte jedenfalls Kieferstarre wegen stets geöffnetem Mund vor Staunen. Zudem das Spiel durchaus gut, kein grausames Gekicke und Gestochere sondern der ultimate fight um die Championship. Erster gegen Zweiter, wer hier trifft erlangt Ruhm und Ehre. Das klar bessere Team stellte in der ersten Halbzeit der Gast aus dem Oval. Mehrere Chancen wurden aber vertan.

Was auch noch interessant war ist die verlorene Generation hier. Kinder von 11 Jahren drückten sich an die Wände des Kop und betrieben Smoking. In der Pause wurde dann gekickt und Verletzte einfach am Boden liegen gelassen.

In der zweiten Halbzeit wurden der Hass auf den Schiri grösser, die Fangesänge noch lustiger und tiefsinniger und Glentoran nahm wirklich jede Gelegenheit wie Eckbälle und Einwürfe wahr um Linfield-Spieler Klorollen zwischen die Beine zu werfen. Das Spiel taktisch auf hohem Niveau und jederzeit konnte eine Entscheidung fallen. Nach ausgiebiger Nachspielzeit war dann aber das torlose Unentschieden Fakt, Linfield behält also die bessere Ausgangsposition mit 3 Punkten Vorsprung vor Glentoran FC.

Verbal wurde das Duell noch eine ganze Weile fortgeführt. Dabei während des ganzen Spiels keine Polizei im Ground, keine nervenden Stewards, zweimal wurde von Linfieldseite die kleine Absperrung überwunden, die Security verhalf lediglich freundlich wieder in den Block. So muss Fussball vor 20 Jahren in England gewesen sein…

Unsere Fünfergruppe suchte sich dann einen Bus zurück downtown. Die beiden Niedersachsen traten dann auch sehr bald die Weiterreise nach Dublin an. Dieser Schritt stand bei uns 5-6 Stunden später an. Erstmal in einen Pub der so richtig geil war. Eine coole Band spielte Oldies live, Footie im TV (2.Liga!), nur etwas Akkustikprobleme womit zwei Drittel der Bande ein falsches Pint hatten. Dann ging es zurück auf die Strasse und ich entdeckte mein Herz für Henri Hippo, dem Maskottchen der Ulsterbank. Der Hippo FC ist geöffnet!

Gute und günstige Speisung in UK versprechen die Mealdeals. Hamburgesa und Coke plus Frites für 4 Pfund oki, zumal das Mahl dann irgendwie drei Stunden dauerte hehe… richtig fein mit meinen Leuten so gemütlich zusammenzusitzen.

Als man uns dann aus dem Laden kehrte war die Truppe aber etwas ratlos. Mir bangte etwas vor einer Airportübernachtung, folglich wollte ich in einen Club oder so, nachvollziehbar nicht so das Ding von Hafe dem sichtlich die Füsse wehtaten. Nobbi auch mal eher planlos, also die Truppe animiert ein letztes Mal Henri zu huldigen und dann den Greyhound nach Dublin Airport zu besteigen. Da macht man mal ne Busreise über Grenzen! – und verpennt vollends, die Lebensenergie aller war sichtlich zurückgefahren. Ohne Hafe’s seichten Schlaf würden wir wohl noch in Irland cruisen. Dublin Airport war erreicht, die wenigen Schlafplätze vergeben und das Teil recht bevölkert. Aber Alles wurde besser als erwartet. Starbucks war dochmal für was gut und hatte weiche Sofas so dass man die Stunden 2-5 gut verratzen konnte. Dann per Schlafwandlung eingecheckt und nen Cafe konsumiert. Noch verwirrter als wir war aber der arme RM an der Kassa des Cafes, bezahlte ihn Hafe doch kurzerhand mit nordirischen Pounds, aber ging ja alles.

Nach absolviertem Security Check galt es Nobbi das letzte Mal für diese Tour zu herzen und die Wege trennten sich. Nobbi flog gen NRW, wir setzen wieder nach Francoforte über. Und auch vom Aer Lingus Flug kann ich nichts berichten. In Hessens Golstück angekommen war ich aber wieder vollends munter und fahrtüchtig. Die Strecke bis zum Westend zog sich dann aber gehörig, dafür brachte uns Hafe’s Navi wieder sicher auf die A3. Ein Boxenstopp in Wertheim. Eierbrötchen – Ergebnis nun das Ei im Opel verteilt – lecker. Die Strecke nach Manching dann also rumgebracht, vieles Bayernvolk auf der Autostrade auf dem Weg zum BVB-Heimspiel. Ich kehrte dann noch zwei Stunden bei Heiko ein, gingen auf eine Wollwurst mit Eis in die Innenstadt und in den Klenzepark und so konnte die Wehmut nach UK wenigstens etwas abgemildert werden.

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