Liga BBVA Spanien 12. Spieltag – Sonntag 22.11.2008

FC Barcelona – FC Getafe                                         1:1  (0:1)

 

Aber erstmal rauskommen aus Andorra, die Grenze hat es nämlich bei der Ausreise in sich.

Es werden in Gruppen alle Autos entweder weitergewunken oder in eine Halle gebeten und dort wird ziemlich intensiv gefilzt. Alle müssen den Wagen verlassen und der Drogenhund steht auch bereit. Nun ja, hätte bei uns ohnehin nur dreckige Wäsche erschnüffelt.

Die Strecke nach Barcelona wird dann gewohnt souverän und mit etwas politischer Diskussion bewältigt. Schon gegen 17 Uhr sind wir in der Nähe des Camp Nou und können uns Karten für die Partie gegen Getafe sichern. Ein kurzer Blick in den Fanshop und ans Mini Estadi geworfen um dann die ganze Bande in einem Lokal zum Abendessen zu versammeln.

Hier hatten wir mal leichtes Spiel beim Bestellen, enthielt die Speisekarte doch Bilder J

So hatte jeder etwas im Magen und stürmte zum Spiel. Hier wurden dann die Angaben auf der Eintrittskarte abgearbeitet: Eingangstor, Eingang, Block, Reihe, Sitzplatz….ergab einen Anstieg wie zuletzt im San Siro und Plätze ganz ganz oben im vierten Rang. Was für eine gigantische Schüssel! Ich denke jeder von euch kennt das Stadion ja. Zudem hatte man von dort oben einen schönen Überblick über die Stadt, sah aber sehr steil auf das Rasengeviert. Der Einzug und Aufstellung der Gladiato…der Spieler dann ein Gänsehautmoment. Und dann ging es los, die Gala Barca. Sehr schneller One-Touch-Football, technisch hochwertig, aber von beiden Equipes. Der Support exakt wie erwartet, nämlich kaum vorhanden. Getafe konnte dann sogar den Führungstreffer erzielen und ging damit in die Pause. In dieser machten sich Bronksy, Olli und ich bis runter in den zweiten Rang auf um das WC zu beehren und nach Nahrung zu fahnden. Wir gingen dann zur zweiten Hälfte in einem Block des dritten Ranges und sahen so wie Barcelona nur noch zum Ausgleich in der 75. Minute kam. In diesem Block bemühte sich auch ein einzelner Herr um Emotion und Stimmgewalt hehe. Dann war die Show zu Ende und wir schwappten mit der Masse der geschätzt 75000 Zuschauer zum vereinbarten Treffpunkt mit Obi vorm Stadion.

Zurück zum Auto und raus aus Rush-Hour-Barcelona. Hier also 22 Uhr Hauptverkehrszeit.

Unsere Destination war die Autobahn Richtung Girona, dort hatte ich ein Formule One in der Pampa klargemacht, und in der standen wir dann bei der Suche auch. Es gab die angegebene Strasse so nicht in unserem Navi so dass wir in einem Industrieviertel recht umherirrten. Nach längerer Zeit war der entscheidende Hinweis dann doch irgendwie gegeben und wir enterten zu viert den Raum. Gleich zu Beginn heftige Kämpfe zwischen Obi und Bronsky um das obere Etagenbett, den Bronsky mit einem Fall auf das untere Bett bezahlte. Obi also nun amtierender Champion *muah*

Ich holte noch den Olli dazu und gemeinsam konnten wir uns im TV die Highlights aus diversen europäischen Ligen und Argentinien ansehen. Während ich dann langsam neben Bronsky wegdämmerte widmete sich die Junge Garde noch einen Pornowerbekanal und erzählte am nächsten Morgen von den dort gezeigten Praktiken.

Um 6 Uhr klingelte der Obi uns aus dem Schlaf und so galt es die letzten Meter bis zum Flughafen zu absolvieren. Letzte Hürde war hier die Aufbetankung des Wagens. Tankstelle Eins funktionierte nur mit bestimmter Karte, dann die direkte Ausfahrt verpasst, etwa 12 km Umweg dadurch und doch noch eine Tankstelle circa 2 km vor Airport Girona gefunden.

Hier verlangte der Tankwart dann aber irgendwie 2 Euro weniger von mir als auf der Tankanzeige standen, wird schon passen….

Um 8 Uhr erreichten wir das Terminal, schmissen Europcar den Schlüssel ins Postfach und rangen uns durch den Security Check. Fünf Minuten gewartet, dann war es schon Zeit einzusteigen. Bei Olli und mir kein Problem, bei Bronsky wurde schon die fehlende Passnummer auf der Online Check-In moniert, er konnte aber ins Flugzeug weglaufen. Depp des Tages aber für die Crew unser Ibo. Er müsse das nachtragen lassen, und zwar jetzt sofort, andererseits würde sein Flug verfallen und überhaupt. Es muss eine wahre Odyssee im Untergeschoss für Obi gewesen sein. Wir zitterten im Flugzeug sitzend mit ihm mit. Wir sassen ganz hinten und bei uns wurden die Türen schon geschlossen! Dann wurde aber Obi doch im Flieger entdeckt, er hatte es also um Haaresbreite geschafft!

Von diesem Schock mussten wir uns alle erholen so dass der Rückflug nach Hahn mit Lesen und Schlafen verbracht wurde, der Trip nach Spanien war doch anstrengend gewesen.

Die Strecke von Hahn nach Regensburg steuerte ich wieder meinen Astra und lieferte mir kleine Scharmützel mit dem Navi das viel weiss und oft geholfen hat, mich aber manchmal auch geärgert hat mit seiner Pieperei in nicht vorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Mit eigentlich nur einer Tank- und zwei Pinkelpausen fuhren wir die Strecke, so konnte Olli auch den Schlaf der Gerechten schlafen, war er es doch der im Hotel die letzte Nacht auf dem Boden verbrachte. Zu genehmer Zeit waren dann alle wieder zu Hause.

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Primera Divisio Andorra  8. Spieltag – Sonntag 22.11.2008

FC Santa Coloma – CE Principat                                           0:0  (0:0)

 

Um 7 Uhr holten uns die Autoschläfer wieder am Hotel ab, nun ging es also in die Pyrenäen zum Länderpunkt Andorra. Das bedeutete also hügelige Strassen mit vielen Kurven und Jungspund Bronsky am Steuer. Also lieber mal Augen zumachen, ging schon ziemlich in die Tiefe am Strassenrand. Die Einreise in die Republik Andorra war dann unproblematisch, das Estadio Communal dank Navi auch bald gefunden. So fanden wir uns auf dem Sportplatz mit Tribüne ein. Neben uns hingen noch Dortmunder im Ground rum, ansonsten waren erstmal nur die beiden Teams da. Nun ja, zumindest waren alle Voraussetzungen erfüllt das hier und heute ein Spiel stattfinden konnte hehe.

Die anderen deutschen Hopper nahmen dann am anderen Ende der Tribuna Platz und zogen nur in der Halbzeit mal ne Runde um Aufkleber zu picken. Wenig kommunikationsbedürftig also. Bevor es uns in der Halbzeit zum Rollhockey trieb war aber noch die erste Halbzeit zu absolvieren. Was soll ich sagen? Es war ein göttliches Spiel. Nicht nur die Atmo hier war Kreisligaformat. Defenitiv der Länderpunkt mit den wenigsten Zuschauern, dafür jede Menge Spass auf dem Rasen. Balljungen die ihren Job eher gemütlich machten, zwei Jesusjünger im Tor, die Kommentare der Spieler nach Fehltritten klar verständlich. Es war gesellig, es war lustig. Leider fiel kein Tor so dass wir letzendlich nun nicht mal exakt wissen welches Team wer war. Im Fernsehen wurde es trotzdem übertrage, wird der 12 Uhr Kick immer.

In der Halbzeit, wie erwähnt, Rollhockeyaction. Echt ganz faszinierend, aber ich glaube nicht dass dort viele Tore fallen in einem Spiel.

Die zweite Hälfte ging dann so weiter, wir machten eine kleine Aufkleberbattle mit den NRWlern, ansonsten pfiff der Wind. Traditionell also wieder einmal ein torloser Länderpunkt, aber er ist nun gesetzt. Zügig ging es zurück zum Mietwagen, der grosse FC Barcelona wartet nicht.

Liga Adalante Spanien 13. Spieltag – Samstag 22.11.2008

Real Zaragoza – S.D. Eibar                                        3:0  (1:0)

 

Treffpunkt für den Wochenendausflug mit dem Flugzeug war das Spiel der 3. Liga des SSV Jahn gegen die Eisernen aus Berlin. In der 1. Halbzeit gab es drei Strafstösse zu sehen, die NICHT verwandelt wurden. Am Ende verlor der Jahn gegen Benyamina mit 0:2 und beschloss drei Tage später Coach Kristl freizustellen. Danach wurden wahlweise im KFC und in der Altstadt Kräfte getankt, kurz nach 23 Uhr ging es dann los. Bronsky am Bahnhof, Ibo an der OMV und Olli am Alexcenter wartend. Über die Autobahn soll es zum Flughafen Hahn gehen, die Straßenverhältnisse sind im Raum Nürnberg katastrophal. Stellenweise beträgt die Sicht keine 10 m (!), die Weiterfahrt steht mehrmals auf der Kippe. Irgendwie schaffen wir es dann doch im Hunsrück anzukommen und den Wagen auf dem Langzeitparkplatz abzustellen. Dabei hatte Ibo die letzten 100 km übernommen.

Im Terminal selbst ist nicht mehr allzuviel Zeit, wobei wir dies so wollten. Schnell sitzt man schon in der letzten Reihe des Vogels und kriegt nicht viel vom Überflug nach Katalonien mit.

In Girona gelandet geht es direkt zum Europcarschalter um den Mietwagen auszulösen. Zuvor fasziniert uns noch ein Terroristenfahndungsplakat auf dem u.a ein Jesus gesucht wird J

Wir gehen den kurzen Weg bis zum Parkhaus und Bronsky schafft es innerhalb gefühlter fünf Sekunden die Hutablage aus den Angeln zu reißen. Ibo (und Bronsky) sollen die Fahrer auf der iberischen Halbinsel sein, ich nehme für das ganze Wochenende einen Platz auf der Rückbank ein. So starten wir in das Abenteuer und fahren mehr oder weniger zielgerichtet nach Saragossa. Das Highlight der Hinfahrt stellen dann Heuballen da. Auf Strassen die genauso die Route 66 sein könnten kreuzen Ballen, getrieben vom Wind, die verlassenen Straßen. Ein Bild wie in den besten Spaghettiwestern, die infantile Freude der Jahngang darüber ist unverkennbar.

Olli’s Navi lotst uns dann in Saragossa direkt zum Estadio de la Romareda, hier ist aber noch nichts los, also wird der Check-In im Hostel vorgezogen. Bronksy und ich ergattern einen Raum für uns alleine, wobei es zu einem kleinen Treppensturz meinerseits kommt.

Nun wollte ein Teil der Belegschaft sich die kulturellen Vorzüge Saragossas widmen, ein Parkplatz ist aber nirgends zu finden und so landet man recht schnell wieder am Tempel der Fussballkultur. Dort geht es in den nahen Park, wobei auch hier nicht Muse und Entspannung angesagt sind, gilt es doch eine Toilette für Ibo zu finden. Dieser rennt in gewohnter Manier durch die Strassen Katalaniens und findet schliesslich Erleichterung in einem Kinderkrankenhaus. Bei dieser Aktion gehen er und später dann Bronsky „verloren“, so dass ich nun mit Olli alleine dastehe. So holen wir uns gleich mal Eintrittskarten und kehren dann in ein Bistro im angrenzenden EKZ ein. Dabei dürfen wir uns über Heimsiege unserer Leib- und Magenteams freuen und feststellen dass Birra hier nichts kostet.

Dann ist es Zeit ins Stadion zu gehen, wir nehmen Hintertor platz und freuen uns über eine Audienz bei Real Saragossa und Ewerthon, den alten BVB-Haudegen.

Dieser ist es dann der das Heimteam, bei sehr starkem Wind, schnell in Führung bringt.

Die steife Prise lässt uns die Temperaturen viel kälter empfinden, es wird sich dick eingelümmelt. Der Support ist wie erwartet eher verhalten, es gibt in Zaragoza zwei Fanblöcke die sich gegenüberstehen und es wird zwar angefeuert aber erreicht niemals mitteleuropäische Qualitäten. Wobei es dann doch wieder erheblich besser war als in Barcelona tags darauf.

Saragossa bestimmt als klar besseres Team die Partie, kann den Vorsprung zunächst aber nicht ausbauen. Wir widmen und aber ohnehin der Aufgabe ohne ein Wort spanisch zu sprechen an der Bar ein Getränk zu kaufen. Schaffen es sogar über zwei Minuten eine Kommunikation zu führen ohne ein Wort der hübschen Bedienung hinterm Tresen zu verstehen hehe.

Zur zweiten Halbzeit nimmt man einen etwas windgeschützteren Platz an der Mauer am Ende des Blocks ein und sieht zu wie Ewerthon die Führung im Spiel und in der Torschützenliste ausbaut. Wenig später wird er aber dann vom Platz geholt, sehr zum Unbillen von Olli und mir, haben wir doch für 90 Minuten Ewerthon bezahlt. Wir fordern den Kopf des Trainers.

Was ich von der Wortgestaltung recht witzig fand ist der spanische Ausdruck für Torschütze, der auteur de gool…

Eibar hat so wenig entgegenzusetzen wie Gästefans erschienen sind, man fängt sich sogar noch das 3:0 und verschiesst in der 83. Spielminute einen Elfmeter, damit Nr. 4 hintereinander für die Reisegruppe Regensburg.

Das Spiel ist aus, die Menschen strömen nach draußen, nun kann das Nachtleben hier erwachen. Uns plagt der Hunger, ein Spaziergang und eine Einkehr bei Telepizza soll es sein.

Im Laden ein gewaltiger Lautstärkepegel, die Speisekarte nicht zu verstehen, die Preise gesalzen und somit sind nur Kombiangebote lukrativ. Das alles geht mir auf die Nerven, die negative Grundeinstellung zu den Spaniern bricht kurz durch, wobei ich wohl ein recht bockiges Bild abgebe. Zumindest der Magen hat nun aber wieder Inhalt, dem Aufbruch ins Hostel steht nichts mehr im Wege. Ibo fährt Bronsky und mich dankenswerterweise hin. Während Olli und unser Fahrer im Auto nächtigen wollen betreten wir die Hallen des gebuchten Hostels. Bronsky plagt noch der Durst, ein Getränkeautomat verschafft schnell Abhilfe. Die Fantas die aber ausgespuckt werden sind eher komischer Natur. Mysteriöse Flecken lassen uns eher Vorsicht walten. So gelten diesem Sachverhalt alle meine Gedankengänge, womit ich prompt auf der selben Treppenstufe erneut stürze und mich auf den Bauch lege. Im Zimmer ist dann schnell Ruhe, morgen wartet schließlich der LP Andorra auf uns.

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Kreisliga A Berlin 11. Spieltag – Sonntag 16.11.2008  

BFC Tur Abdin – SC Berliner Amateure         3:2  (1:2)

 

Kurz die Toilette benutzt sah ich wie ein Schiri auf einen Nebenplatz trabte und wenn schon 45 Minuten drin sind nimmt man die doch mit, auch wenn die Kapuze schon sehr tief ins Gesicht gezogen werden musste. Das hier war aber richtig coole Kunstrasenaction.

Es standen sich zwei Kreisligateams gegenüber die ihre Partie sehr verbissen auskämpften.

Und es gab Etliches zu entdecken. Der Linienmann versüsste sich den Job mit einem MP3-Player und winkte eher unmotiviert. Trainer und Auswechsler pafften wie die Schlote. Ein Grossteil der zweiten Halbzeit bestanden aus Rudelbildung, insbesondere nach dem Siegtor von Tur Abdin. Der weise Trainer des Teams mit Automatenwerbung auf dem Trikot (Tur Abdin) erfüllte seinen Job gleich sozialpädagogisch. Ausgewechselt werden bedeutet Klinsmann sein und gleich mal motzend gegen Gegenstände zu treten. Dazu brüllte „Daniel“ gute Ratschläge ins Feld. Kurzum, es war kalt aber cool hier. Und keiner verletzt J

Nach dem Ende dieses Klassikers trabte ich wieder zum HBF zurück. Noch keine Auffälligkeiten, die Anzeige der Züge reichte aber auch nur 50 Minuten in die Zukunft…

Ne leckere Currywurst essen gegangen und dann Internetrecherche mit Brommapojkarna-Aufstieg live am Bildschirm! Kurzer Blick auf bahn.de – hmmm…irgendwie steht da mein Zug nicht drin…also zur Anzeige…yeah Zug fällt aus, letzte Möglichkeit nach Regensburg zu kommen um 17.09 Uhr. Blick auf die Uhr 17.20 Uhr…

Die Tante am Servicecounter versprach dann ein Taxi ab Nürnberg, aber nur wenn ich da bis Mitternacht ankomme und überhaupt…alles nicht so überzeugend. Somit der Gedanke an Mitfahrzentralen, erstaunlicherweise sogar vier Optionen. Dumm nur wenn das Handy ein treuer Begleiter ist und plötzlich Akku leer vermeldet.

Es spitzte sich letztendlich auf diese Situation zu: Mit freundlichen Grüßen um 19 Uhr ab einer Araltankstelle beim Messe-ZOB gefunden, kein Handy mehr um irgendwen zu benachrichtigen, letzter Zug nach N um 18.58….Also dem Mann vertraut und gottseidank kam er auch. So ging es im BMW die 500 km für 30 Ocken nach Regensburg. Mein Retter in der Not! Recht gesprächig war die Fahrt nicht, Gesprächsstoff war schon am Kreuz Potsdam erschöpft, aber heimgekommen bin ich. Sonst hätte ich aus Berlin nur mit Hotelübernachtung Eltern und Arbeit über meine Zugabe informieren können.

Ironie der Geschichte war dann: Miternacht zu Hause, noch bevor ich es mit dem ursprünglichen Zug geschafft hätte, somit früher ins Bett gekommen, jedoch um 3.30 Uhr das Knie nicht mehr funktionsfähig und somit einmal KKH Kelheim Notfallambulanz…

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Oberliga NOFV-Nord 12. Spieltag – Sonntag 16.11.2008  - 150 Zuschauer

 

Berlin Ankaraspor – Reinickendorfer Füchse               2:0  (1:0)

 

Um 6 Uhr klingelte der Handywecker, ich musste auschecken. Am Hotel fand sich aber kein Briefkasten so dass ich mitsamt Schlüsselkarte mein Heim für eine Nacht verließ. Auf dem Weg zu Bahnhof irritierten mich zunehmende Kniebeschwerden. Über Oldenburg und Hannoi ging es mit den ICs nach Berlin HBF. Dort kurz im Web die Existenz des Zuges nach Hause am Abend gecheckt und mit einem kurzen Spaziergang über die Lehrter Strasse war man auch schon am Poststadion. Hinter der JVA Plötzensee wird das alte Areal wieder auf einigen Plätzen genutzt. In der Hauptkampfbahn tritt BAK in der Oberliga an und begrüsste heute den Aufsteiger Reinickendorfer Füchse. So fanden sich etliche Türken und eine Abordnun Hooliganrentner ein um das Spiel beider Teams zu sehen. Wäre diese Auseinandersetzung ein Tier wäre es die Inkarnation einer Schnecke gewesen. Beide Teams sehr lazy. Symptomatisch die Entstehung des 1:0. Der Eckenschütze der Türken ließ sich eine gefühlte Ewigkeit mit der Ausführung Zeit, trat dann die Ecke schön herein. Und die Füchse besorgten es sich gleich selbst und erzielten den Treffer per Eigentor. Das alles bei eisigem Wind. Trotzdem atmet diese Stätte natürlich Geschichte. Die alte Haupttribüne inzwischen unbenutzbar, auf der Gegengerade ist Bestuhlung angebracht und das ganze Areal enger eingezäunt. Über den alten Stehstufen von 1936 thront das Gehölz. Langfristig plant TeBe Berlin das Stadion wieder flott zu kriegen und dort seine Heimspiele in der Regionalliga auszutragen.

Mehr passierte in der Zeit bis zum Halbzeitspaziergang nicht.

Das Grauen ging auch nach der Pause weiter. Die Füchse konnten, BAK wollte nicht mehr tun. Trotzdem wurde die Partie erst in der 84. Minute endgültig mit dem 2:0 entschieden.

Wohl hätte aber auch ein erzieltes Tor gereicht, so harmlos waren die Füchse. Eher Hasen waren sie heute. Der Abpfiff erlöste dann irgendwie alle Zuseher, mehr Spass brachte da die Zugabe auf dem Gelände….

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Regionalliga Nord 13. Spieltag – Samstag 15.11.2008 – 418 Zuschauer

 

SV Wilhelmshaven – Altona 93                                              4:1  (2:0)

 

Nach der WWE am Freitag stand ich um 6 Uhr im MC Schnarch auf und fuhr mit dem ICE nach Bremen. Fahrt auch fast komplett verschlafen. Ab Bremen dann bissl auf die Umgebung geachtet, kommt man ja nicht alle 14 Tage in das nordwestliche Niedersachsen. Über Delmenhorst und Oldenburg war dann bald Wilhelmshaven erreicht. Dann dauerte es exakt 5 Minuten bis mir die Stadt unsympathisch war, keine Schließfächer am Bahnhof, das geht ja mal gar nicht…

Also beschlossen die Tasche im gebuchten Hotel unterzustellen und erster Eindruck vom Einzelzimmer bekommen. Hurra, ne richtige Absteige, hellhörig und unsauber hehe.

Mit schnellem Schritt ging es dann den Banther Weg hinauf zum Jadestadion. Nicht so wie ich die Küstenstadt erwartet hätte, aber nette Ecken gibt es hier schon.

Der Eintritt kostete heute mal nichts für mich und schon war Rolex im Gästeblock aufgetan. So stellte ich mich zur Altona-Family, auf dass es ein Auswärtssieg werden möge.

Die Witterung schlug auch grob zu. Wind und Wetter ließen mich um Mütze und Kapuze froh sein. So wurde Altona die Daumen gedrückt und über den Support der Hamburger geschmunzelt. Recht kreativ und witzig, eine richtige Family die zusammenhält trifft sich da auf den Auswärtskicks. Hat schon Flair das Ganze.

Leider geriet Altona 93 in der 15. Minute in Rückstand, kaum bejubelt da der Rest des Stadions so ziemlich leer war. Paar Gestalten von den Young Boys auf der Heimseite und paar Nasenpoppler in der VIP-Lounge. Ich denke fast in der dem kicker entnommenen Zahl von 418 Zuschauern sind die Dauerkarteninhaber die heute nicht gekommen sind schon mit drin.

Zum bösen Zeitpunkt in Spielminute 42 dann leider das 2:0 für die Falschen.

Ursächlich an der Niederlage dürfte bei Altona 93 die falsche Schuhwahl der Akteure sein, zumindest war sie am 3:0 kurz nach Wiederbeginn schuld. Somit alle Hoffnung die Partie noch zu biegen dahin. Man konnte sich also dem Small Talk widmen und sich noch eine Wurst holen.

In Minute 58 ein etwas fragwürdiger Elfmeter für Wilhelmshaven, war jetzt auch schon egal 4:0.

Zwar konnte Altona 93 noch mal verkürzen, aber heute war nicht deren Tag. Nun gut, solche Sachen gibt es. Derzeit sechs Punkte Vorsprung auf Türkiyemspor auf dem ersten Abstiegsplatz. Ich denke mal dass es schon zum sportlichen Klassenerhalt reichen dürfte.

Alles Weitere muss man sehen. Am Bus dann noch bei Jan ein all to nah eingekauft und mit der Hoffnung verabschiedet Rolex und Konsorten in naher Zukunft wieder zu treffen.

Ich kaufte mir noch mein Abendbrot bei Combi (das Moin hat übrigens nen sexy Klang bei Supermarktfachverkäuferinnen) und war um 17 Uhr wieder im Hotel.

Spätabends lockte zwar noch das Kino am Bahnhof, Schlaf und Bett lockten aber noch mehr und so rüsselte ich bis Sonntag Morgen durch. Spannend was?

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Belgien Division 4 Gruppe C – Samstag 01.11.2008

 

Spouwen Mopertingen – Patro Eisden Maasmechelen 3:1  (1:1)

 

Umsetzung eines langgehegten Gegenbesuchs bei Nobbi in Rheydt. Man war ja oft auf Tour zusammen, nun wohnt er seit einigen Monaten wieder in der alten Heimat und so wird die Gesamtsache natürlich etwas schwieriger, nun denn.

Mit dem Astra bis Nürnberg HBF und dort direkt daneben im Parkhaus zu zivilen Preisen geparkt. Dann durch den Bahnhof gerannt in der eiligen Suche nach einer Toilette hehe…

Die ICE-Fahrt von Nürnberg nach Düsseldorf dann total verpennt und in NRWs Kapitale in den Rhein-Maas-Express nach Gladbach. Dieser volle Zug bot in 30 Minuten das gesamte Kaleidoskop gescheiterter Existenzen und Ruhrpottschnauzen.

Am Platz der Republik parkte mein Nissan, den Nobbi fahren durfte.

Ich wurde gleich mal mustergültig mit einem leckeren Frühstück empfangen und blätterte interessiert die Ordner von Nobbi durch. Er legt sich da wirklich ein tolles Archiv für den Schaukelstuhl an. Zu jedem Spielbesuch sauber eingeklebt: Eintrittskarte, Text und schöne Bilder, ach wäre ich nur auch ein Mensch mit Sinn für Ordnung und Ästhetik.

Dann zeigte mir Nobbi seine Jugendheimat, leider am Feiertag und bei Regen. Die Hauptstrassen Rhydts, seine Kirchen, Ämter und Superstores. Seine alte Schule und die beiden Stadien. Zu Mittag gab es leckeren Hähnchendöner und ich war sofort überzeugt dass Rhydt viel besser ist als Mönchengladbach.

Zu Hause verfolgten wir den Film Nordkurve aus der 11 Freunde-Edition, der nicht empfohlen werden kann, und die Bundesliga die mehr zu meiner denn zu Nobbi’s Zufriedenheit verlief. Dann war es Zeit nach Belgien aufzubrechen. Leider bekam ich auf der Hinfahrt von der Hollanddurchfahrt wenig mit, das frühe Aufstehen am Morgen forderte massiv Tribut. Hauptsache war aber dass ich in Lanaka wieder wach war, Zeit für Frituur!

Frikanedel und Pommes Mayo – der Ausflug hatte schon jetzt gelohnt. Die restlichen km zum Ground von Spouwen-Mopertingen gestalten sich sehr abenteuerlich. Auf klassischen Feldwegen, jederzeit mit der Möglichkeit ohne Wiederkehr zu sein, das ist unser Groundhoppinghelloween. Dann standen wir vom Stadion Blookstrat, parkten den Nissan und sahen den Jungs von Patro zu wie sie ihren Ultrakrempel ins Stadion trugen. Eintritt 8 Euro, absolut kultige Vereinskneipe wo DJ Hafe die CDs in die Player schmiss und einen Mix aus italienischen Barden und holländischer Karnevalsmucke spielte. Dazu ein schönes Cristal-Bier. Pünktlich zum Anpfiff regnete es auch nicht mehr und so konnte die Schosse beginnen. Mit dem Anpfiff zündete die aktiven Anhänger von Patro rote Blinker. Fussball am Samstag Abend in toller Atmosphäre, es gibt wohl nichts Schöneres auf Erden.

Nobbi hatte gleich in den ersten Minuten die zweifelhafte Ehre den Spielball zu berühren, danach war Händewachen angesagt. Patro mit dem besseren Support, Spouwen mit dem Führungstreffer. Diesen konnte Maasmechelen aber egalisieren.

Der Ground verfügt über eine ziemlich urige Tribüne die quasi den Vorbau zum Vereinsheim bildet und auf der trocken gestanden werden kann und sich auch ein paar (heute ungenutzte) Ehrensitzplätze befinden.

Es war trocken, aber wir haben November und so wurde sich in der Halbzeit aufgewärmt und dann ein Perspektivwechsel vollzogen. Die Amateure gaben ihre Bestes und wir philosophieren munter durch die Weltgeschichte. Spouwen gelang dann ein sehr kurioser Treffer zum 2:1 und bog damit auf die Siegerstrasse ein. Maasmechelen hatte nicht wirklich mehr die Möglichkeit erneut auszugleichen. Kurz vor Abpfiff war dann mit dem 3:1 alles klar. Wir begaben uns dann wieder ins Auto und fuhren über Sittard und den Kreis Heinsberg zurück nach Rhydt. Immer wieder toll die besondere dunkelgelbe Neonbeleuchtung auf den Autobahnen Belgiens und das tolle Radioprogramm. Ich mag das Land sehr.

Dann wurden mir nochmal die gesamten Ausmaße der Stadt Mönchengladbach vor Augen geführt und ich konnte Nobbi’s „Kinderhaus“ in Wickrath sehen. Bei ihm schauten wir dann noch ZDF und schon war es Zeit sich auf der Couch breit zu machen.

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Oberliga NOFV-Süd 9. Spieltag – Sonntag 26.10.2008 – 450 Zuschauer

1.FC Magdeburg II – FSV Zwickau                           0:1  (0:1)

 

Die Nacht der Zeitumstellung im gemütlichen Bettchen verbracht und das Frühstück des etap Barleben konnte auch überzeugen. Hier wurde auch endlich mal dem „do not disturb“-Schild an meiner Tür Aufmerksamkeit geschenkt und so wurde man wirklich mal bis zum Check Out von den Raumpflegerinnen in Ruhe gelassen. Auf der Autobahn ging es dann nach Sudenburg wo der Smart dann ganz nah am Heinrich-Germer-Stadion geparkt werden konnte. Da noch ordentlich Zeit war etwas dem Magdeburger Dom besichtigt, auf einen Spaziergang durch das Stadtviertel und eine Einkehr bei subway. Etwa 30 Minuten vor Anpfiff betrat ich dieses Schmuckkästchen bei dem Einen das Herz aufgeht. Hof/Saale befand sich auch schon im Ground. Aus Zwickau heute etwa 215 Mann angereist die massiv unterstützung von Dynamo hatten. Es rumorte sehr im Gästeblock, immer wieder kleine Mätzchen mit Ordnern und Polente die sich bis nach dem Anpfiff hinzogen. Auf Heimseite bis dato nur Picknicker…bis mit Anpffi sich ein schwarzer Wurm durchs Estadio schlängelte. Mit wohl auch gut 200 Members und Sympathisanten stellte sich Block U gegenüber dem Gast auf und begann einen feinen Support zu zaubern. Zwickau begann mit Spielminute Vier zu singen und fünf Sekunden später (!) erzielte der kleine Shubitidze das 0:1. Trotzdem war heute stets Magdeburg aktiver, lauter und kreativer als die Gäste aus Westsachsen in Sachen Support.

Sie lieferten hier eine Meisterleistung ab während sich Zwickau kaum mal durchsetzen konnte. Auf dem Spielfeld fielen keine Tore mehr, aber Zwickau hatte in meinen Augen mehr vom Spiel. Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste ein Freistoss aus dem Strafraum heraus überstanden werden, dann schnürte wieder Zwickau den Gastgeber ein. Während hier aber das Ergebnis nicht erhöht wurde, schraubte ich meine Wurstquote an guten Rostern auf Zwo.

Zwickau gelang es nicht das Spiel zu entscheiden und so strapazierten sie die Nerven von RK und Co (wieder mal, man sagt es zum 100x – beste Zaunbeflaggung ever). Noch in der Nachspielzeit mussten brenzlige Situationen überstanden werden. Aber der Auswärtsdreier ging heute an den FSV und so etabliert man sich weiter auf Platz 3 in dieser Schweineliga.

Es sieht so aus als könnte der stark verstärkte Kader die Regionalliga anpeilen, es wäre aber eher typisch für Zwicke wenn dies erfolgreich gestaltet werden könnte.

Auf der Heimfahrt kämpfte ich im Smart sehr mit den Seitenwinden in Sachsen-Anhalt, aber heil nach Hause bin ich ja dann doch gekommen. Fehlen noch Jena II und Wolfen in der NOFV Süd.  

 

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Oberliga Baden Württemberg 11. Spieltag – Freitag 17.10.2008 –  350 Zuschauer

 

Astoria Walldorf – FC Nöttingen                                 1:2  (0:2)

 

Kleiner Ausflug in bewährter Runde zum Wochenendstart. Es ging nach Walldorf bei Mannheim, sozusagen der Zweitverein des umstrittenen Mäzen Dietmar Hopp.

Beide Teams stehen durchaus offensiv zu Ihrem Saisonziel den Sprung in die Regionalliga Süd zu schaffen, es versprach also ein spannendes Spiel unter Flutlicht zu werden.

Obi kümmerte sich um Leihwagen und Fahrkunst und sammelte Burgi, Keumel, Bronsky und mich am Jahnstadion Regensburg ein. Auf der Hinfahrt durfte ich wegen Nacken und weil ich wusste wo das Stadion in Walldorf liegt vorne sitzen. Keumel hatte Interessantes aus seiner neuen Lehre beizutragen und Burgi vs. Obi sorgte zudem für Entertainment. Etwas knapp kamen wir in Walldorf an, Bronsky hatte natürlich schon wieder Sorge J

So den Ground gestürmt der sich hinter einem grossen Trainingsgelände befindet und der Dinge geharrt die passieren mögen. Die meiste Zeit des Spiel konnte man sich aber der intensiven Sprachkultur und den Bratwürsten widmen. Nöttingen führte durch zwei Reule-Treffer schnell mit zwei Toren, Walldorf rannte fortan erfolglos an. Es war eines dieser Spiele wo der sozial-gesellschaftliche Aspekt solcher Fahrten im Vordergrund stand, an unserem Fussballinteresse dürfte trotzdem niemand zweifeln. Walldorf setzte seinen Sturmlauf vor peinlichen Fans auch nach der Pause fort, kam aber erst in der 73. Minute zum Anschlusstreffer. Zudem traf man etliche Male das Aluminium, heute war der Astoria wohl kein Heimerfolgt vergönnt. Damit verabschiedet sich Walldorf vorerst aus dem Aufstiegsrennen. Da sieht es für die siegreichen Gäste und Franky’s Lieblingsclub aus Nöttingen etwas besser aus. Man ist ärgster Verfolger von Sonnenhof-Grossaspach und der U23 der TSG 1899 Hoffenheim.

Auf der Rückfahrt formierte sich die gloriose Rückbank aus Keumel, Bronsky und mir als Puffer in der Mitte. Dies wurde äußerst kritisch von Polizisten auf einem Rasthof beäugt und wir stellten uns schon auf eine Verfolgungsjagd ein. Diese blieb aber aus und so fröhnte ich insbesondere dem Gespräch mit Herrn Schmid. Wieder mal tolle Stunden, bei Zeiten war man auch wieder zu Hause und der Preis für die Fahrt war auch fair. Wäre das Astoria-Stadion auch abgehakt. Ole!     

 

 

 

 

 


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