Regionalliga Nord 21. Spieltag – Samstag 08.12.2007 – 400 Zuschauer

SV Werder Bremen II – VFB Lübeck                                    3:2  (1:1)

 

In der Regio Nord fehlen noch die „Perlen“ HSVII und eben heute BremenII. Die Hinfahrt war wirklich schnell absolviert. Paar Meter vom Trubel des Weihnachtsmarkt vorm Bahnhof entfernt gibt es gute Bratwurst. Somit der Magen für die Fahrt mit der Strassenbahn auch gefüllt und am Weserstadion rauswerfen lassen. Ersteindruck ist eine schöne, kompakte Stadt.

Bis zum Anpfiff des Regionalligaknallers war noch etwas Zeit, so ein bisschen Bummeln im Fanshop gegangen, aber Grün-Weiss ist nicht so meine Farbe…

Zum Platz 11 kommt man dann über eine Kleingartenanlage und ich bin dann auch einer der Ersten im Stadion. Versehen passieren auch mal, und so finde ich mich im Gästeblock wieder, heute aber nicht so schlimm. Bis dato laufen aber nur paar Gestalten ala Public Viewing umher. Die Ultras kommen etwa 20 Minuten vor Anpffiff ins Stadion und flaggen verkehrt.

Verständlich, da die Saison des VFB Lübeck ein einziges Fiasko darstellt. Die angestrebte Quali für die neue 3.Liga ist bereits jetzt utopisch und die Nachbarn am Tabellenende heissen Cottbus II und Wolfsburg II…

So setzt mit Anpfiff der Hohn über die Akteure ein, und das sehr heftig.

Befeuert vom 1:0 für Bremen II in der 1.Spielminute bekommt Geschäftsführer Jürgen Springer (der zum 30.6.08 gehen wird) mitgeteilt dass er ein toter Mann wäre. Stürmer Dustin Heun, der nach 27 Minute wie aus Trotz zum Ausgelich trifft, wird als Schwuchtel usw. tituliert. Nach dem Ausgleichstreffer nicht etwa Jubel, sondern Kapitän Hirsch muss die Wogen zwischen Heun und den Fans glätten. Auch dieser Spieler wird seine Sachen in der Winterpause packen um den Marzipanstädtern zu helfen liquide zu bleiben.

Auch für mich symbolisiert Heun ehrlich gesagt den modernen Söldner im Fussball (letzte Saison BTSV usw.), aber einen eigenen Spieler gezielt so nieder zu machen?

Nach diesen Eskalationen schweigt der Gastfan bis zur Pause.

In der Pause schenkt man mir Spekulatius, von daher: Ole Ole Super VFB!

Nach Wiederbeginn ist es erneut der Nachwuchs des CL-Teilnehmers der in Führung geht. Heute verstärkt von Martin Harnik zeigt man eine sehr reife Leistung die wohl am Ende der Saison in der Qualifikation für die dritte Eliteklasse münden wird.

Lübeck kann noch mal ausgleichen, aber das Spiel ist Spiegelbild der Saison des Ex-Zweitligisten. Mit der dritten Führung am Tage für Bremen gibt man beim VFB Spiel und Saison auf. Nach dem Schlusspfiff wird sich zwar noch ruhig und sachlich am Gästesektor unterhalten, aber es werden bis zu 15 Spieler den Verein an Neujahr verlassen und der Rest kickt halt dann noch die Saison zu Ende. Alle Bestrebungen lauten nun in der 4.Liga antreten zu können, das liebe Geld und so…

Ich hole mir am Bahnhof mit der Straba die Koffer ab, verfahre mich dabei noch in Richtung Roland und komme so in ein gigantisches Weihnachtsvolksfest.

Im Townside Hostel lässt es sich gut bequem machen bevor ich einen Kinoabend in Bremen starte. Auf den Wegen sieht man dann noch Einiges der Stadt, wirklich ganz nett hier.

Aber die Stadt ist schon 101% Werder, jede Kneipe, jeder Salon. Hypothetische Frage: Wie fühlt sich da der Anhänger des örtlichen Vebrandsligisten?

In der Nacht finde ich geruhsamen Schlaf bevor am Sonntag ein Spielausfall in der Krefelder Grotenburg auf mich wartet und so den ganzen Tag in ICEs und am Portsmouthplatz Duisburg verbringe…

Bembeltours pausiert nun bis Ende Jänner 2008, watch out for some Icebembel-Action.

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2.Bundesliga 14. Spieltag – Freitag 23.11.2007 – 8.379 Zuschauer
SV Wehen-Wiesbaden – TUS Koblenz                                  0:2 (0:0)
 
Umständehalber begann das Duell Hoppertrupp versus A3 um 13 Uhr, natürlich werden 5 Minuten Zeitpuffer dadurch aufgebraucht dass wieder Futter für ne ganze Belegschaft beim Metzger in Margaretenau vor mir gekauft wird und just in dem Moment auch die Kasse ihren Geist aufgibt.
Bronsky und Keumel die Mitstreiter, jeder in der gewohnten Rolle. Keumel unterhält, Bronsky sorgt für die Oldies.
Bis auf einen Stopp sind wir die gesamte Strecke in einen Rutsch durchgefahren, das ganze problemlos bis zum Raunheimer Dreieck. Hier kurz zähflüssiger Verkehr, auch bald überwunden und schon lag die Ausfahrt Erbenheim vor uns.
Am Straßenrand taten wir es einem 9er aus Koblenz gleich und parkten den Wagen.
Ein durchgeknallter Zeitschriftenboy schickte uns dann in ein Wohngebiet wo irgendwie so gar nix auf Profifussball hinwies. Nach nem strammen Marsch lag aber dann die Brita-Arena vor unseren Augen. Welch Hohn dass neben dem Einheitsbau die schöne Anlage des alten Stadions an der Berliner Strasse lag. Hätte Flair haben können hier drin zu spielen, wir zerrissen uns des Groundspotting wegens.
Nachdem der schwitzende Ordner am Eingang überstanden war gab es denn Bratwurst-Test, der vom SVW bestanden wurde. Dann rein in den Block auf der HR1-Tribüne, Koblenz hatte eine gute Mannschaft auf der Gegenseite versammelt.
Das Publikum wirkte zuerst naja…es sollte aber noch viel schlimmer kommen.
Das Vereinslied Retorte, das Stadion von innen eine langweilige Angelegenheit.
Im Block sehr junges Volk, die Capos mit Schals um den Kopf gebunden und Liedzettel in der Hand?
Kurz nach Beginn machten die Koblenzer ein kleines Pyrofestival, der Onkel am Mikro mit dem üblichen Blabla. Die Policia wollte dann dass die Banner vorm Gästeblock entfent werden und wir mussten Unglaubliches hören. Skandierten die „Fans“ aus Wiesbaden doch solche Sachen wie „Schmeisst Sie aus dem Block“ oder „Reisst die Banner ab“?
Jegliche Zusammenarbeit für Fanthemen und Thematiken wie baff darf mit diesem Klientel nicht ernsthaft erwogen werden. Der DFB würde so etwas wohl konform nennen.
Natürlich blieben fast alle Zaunis bei den Koblenzern hängen.
Der sportliche Teil brachte wenig Nennenswertes in der 1.Halbzeit zustande.
In Hälfte Zwei hatte dann Coach Rapolder bei Koblenz einen grünen Daumen, wechselte er doch die Torschützen jeweils kurz zuvor ein. Nach dem 0:1 war der Frustlevel im Heimblock dann etwas erhöht und nach einer Strafraumszene mit Torhüter Eilhoff gab es nicht nur infantile Gesänge sondern auch ein segelndes Feuerzeug. Der „Übeltäter“ wurde auch Minuten später aus dem Block geholt, der Heimanhang stellte sich jedoch keineswegs dagegen sondern verabschiedete den Kameraden noch verbal. Ich hoffte heute irgendwas in der Art SV Wehen karitativ zu lesen auf der Homepage, dass dies alles ein Ausflug der örtlichen Geschlossenen war oder so. Dieser Anhang verkörpert alles was man Verachten muss. Meine Theorie ist ja die sind alle in Kurven wie OFC, SGE oder Mainz 05 unerwünscht. Umso grandioser dass der alte Recke Du Ri Cha dann sein Team zum Auswärtssieg schoss. Bei Wehen scheint in der neuen Arena der Heimbann ja auch gebrochen. Dann noch den Gästen eine schöne Feier und schnell raus hier…
Zu dritt gingen wir dann auf Erkundungstour, immer im Streben das danebenliegende Stadion anzusehen, Kleinkinder steckten uns auch wichtige Hinweise zu, das Alles endete aber nur im Gebüsch bei absoluter Dunkelheit inmitten von Scherben und Spritzen lol.
Mit ein paar Koblenzern im Nacken ging es zurück zum Astra, wo ungelogen eine Kanüle total offen auf der Strasse rumlag. Auf direktem Weg ging es schnell nach Darmstadt wo man sich aus taktischen Gründen noch etwas die Zeit im Videobuster vertrieb. Dort konnten Bronsky und Keumel ihr pubertierendes Erwachen feiern während ich dieser Tage ne richtige Affinität zu Fernsehserien entwickle. Kurz nach 22 Uhr checkten wir dann im etap ein, guckten DSF und träumten dann von einer 2.Liga die frei ist von so Gebilden wie Hoffenheim und Wehen.
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Oberliga Südwest 16. Spieltag – Samstag 17.11.2007 – 4000 Zuschauer
VFR Wormatia Worms – 1.FC Saarbrücken 2:0 (2:0)
 
Etwas lahme Zeiten aktuell, das ruft nach Aktivierung. Den Couchpotatoe lächelt da Wormatia Worms aus dem SR-Fernsehen an. Könnte man doch auch mal hin..
Mal neugierig gucken gegen wen die nächsten Samstag so spielen…Saarbrucca!!!
Was meint die Bahn dazu? Was? Spartarif verfügbar – keine 5 Minuten später war die Reise gebucht. Über Nürnberg, BK, Frankfurt ging es erstmals im Leben mit dem Zug durch die industriell geprägte Rhein-Main-Gegend. In Biblis of AKW-Fame nochmal umgestiegen und zeitigst Worms erreicht. Im Laden nochmal Futter für die neue Leidenschaft Handball, dann ein Spaziergang durch den Kulturschatz Worms.
Idiotie waren schon wieder die Kastenwägen am Bahnhof und die Aufgebote vorm Wormatia-Stadion. Gästeparkplatz war gleich total abgeriegelt. 4.Liga Hallo!
Im Stadion hatte man die Wahl zwischen Bratwurst und Crepes, insgesamt eine nette Anlage.
Vorm Ground bepöbelten sich noch etwas die aktive Meute, der Rest war Kampf gegen die Kälte bis zum Anpfiff.
Mit Einzug zogen die Wormatia Fans eine tolle Riesenchoreo auf, die wahre Leidenschaft wohnt oft unterklassig. Auch stimmlich war man stets lautstark vertreten.
Der Gegenpart im Gästeblock überzeugte sowieso, musste sich nur etwas vom Stadionayatollah ärgern lassen wegen (angeblich) zu tief hängender Zaunis.
So ein Securitytrottel versuchte dass dann zu regulieren und man darf ihn nun zu diversen Backpfeifen aus dem Block beglückwünschen, hoffentlich haben die ordentlich wehgetan.
Dann trug Saarbrücken seinen Teil zum Sangeswettstreit bei und es entwickelte sich mitunter die beste Stimmung seit Monaten bei von mir besuchten Spielen.
Der Spielverlauf vermochte dies nur nicht gross auszureizen, ehe sich Saarbrücken versah machte VFR Wormatia Worms Siebenmeilenschritte in die neu zu gründene Regionalliga Süd und führte hier auf eigenem Platz mit 2:0.
Dies befeuere die Ultras Wormatia noch mehr in Ihrer Anfeuerung, Saarbrücken war aber auch noch lange nicht leise. Einen echten Volltreffer am heutigen Tage gelandet.
In der Halbzeit nochmal ne Wurst gekauft, die war nämlich sehr gut hier.
Die zweite Halbzeit war dann geprägt davon dass Worms den Vorsprung verwaltete und Saarbrücken nicht zulegen konnte. Tore fielen keine mehr. Der Anhang der Heimelf feierte lustig und mit Extra-Humba dem Sieg entgegen, Saarbrücken schwenkte gegen Ende von Support auf Pfiffe um und dann ging man spätestens mit dem Schlusspfiff wieder nach Hause.
Die Verkehsführ- und Absperrtechnik der Policia Worms ist dann auch nicht unbedingt die Hellste, zum pünktlichen Erreichen des Zugs nach Mannheim hat es aber auch so gelangt.
Über Oggersheim und Ludwigshafen Mitte ging es an den besonderen Trainport und von dort dann in den ICE nach Francoforte. Diese Fahrt hätte ruhig noch sehr viel länger dauern können, war ich doch in einen schönen Tiefschlaf gefallen. Von FFM nach Regensburg konnte ich dann natürlich wieder nicht einpennen, dafür wurde ich aber durch ne Sport Bild entschädigt die ein Vorgänger auf meinem reservierten Zugplatz vergessen hatte.
Pünktlich zu den EM-Zusammenfassungen war ich dann wieder zurück auf der Couch.
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U19-Bundesliga Nord/Nordost – 8.Spieltag - Samstag 03.11.2007
Sachsen Leipzig – 1.FC Magdeburg         3:1 (0:0)
Oberliga NOFV-Süd -  11.Spieltag – Samstag 03.11.2007
FC Eilenburg – FSV Zwickau        4:1 (3:1)
Oberliga NOFV-Süd – 11.Spieltag – Sonntag 04.11.2007
Budissa Bautzen – VFB Pößneck    1:0 (1:0)
 
Bembeltours goes Ost, Leipzig stand auf der to do-List.
So getan als wäre Werktag und durch die dichte Suppe auf der Autobahn nach Leipzig gefahren. Dabei warne ich vor Coffee+Co!
Erster Ortstermin war der Alfred Kunze-Sportpark wo sich die Nachwuchsherden von Chemie Leipzig und Magdeburg tummelten. Davor stand der Kampf gegen Strasse und Straba in Leipzig. Die Spielstätte denke ich altbekannt. Ein nostalgischer Ort den ich zusammen mit Marc Slonek und Kumpel betrat, die meine Tourbegleiter für das Wochenende waren, so quasi.
Die erste Hälfte blieb unter den Augen von Ulf Kirsten torlos. In der Halbzeit konnte der Magen mit Bockwurst befüllt werden zu wirklich sozialen Preisen.
Dann wieder raus in die Kälte, was mit drei Toren der Chemie-Jugend belohnt wurde, spät im Spiel setzte es noch einen Gegentreffer. Trotzdem klettert Sachsen spürbar in der Tabelle, Magdeburg ist nun dicker im Abstiegsstrudel drin.
Auf uns wartete dann schon der nächste Termin, es verblieben 75 Minuten um nach Eilenburg zu kommen. Marc hatte Navi im Auto, der Astra war somit der zweite Wagen in der Kolonne.
Über Stock und Stein quer durch Leipzig, kurz auf die Autobahn, eine Polizeisperre überwunden und die Straßen Richtung Torgau immer ländlicher. Der Ort wo es dann nur noch Wiesen und Felder gab nannte sich dann Eilenburg. Hier waren die Heroen vom FSV Zwickau heute zu Gast. Ein Parkticket für einen Euro gelöst und somit per Stellplatz unsere Sympathie für den Gastverein bekundet, Eintritt gelöhnt und auf das Anheizen des Grills gewartet. Für mich gab es die erste Fussibrause im Becher.
Der Gästeblock im Ilnburgstadion mutete den Zwickauern mal wieder viel zu, die Mitmachquote beim Red Kaos nicht so dufte. Neue Hochsprungrekorde aber dann beim kuriosen Führungstreffer für die Farben Rot-Weiss. Da wollte der Torhüter mal mitspielen und es ging mal schief.
Eilenburg drehte aber dann binnen Minuten die Partie und so blieb mir die ohnehin nicht so tolle Wurst im Halse stecken. Zur Pause 3:1 für Eilenburg und hängende Köpfe bei Team und Anhang aus Zwickau.
Dies nahm man dann zum Anlass die Anfeuerung für Zwickau einzustellen. Zudem muss noch was vorgefallen sein da kurz danach auch die Zaunis eingeholt wurden und ein Teil der Zwickauer fortan auf der Wiese vorm Stadion picknickte.
Das Spiel plätscherte so dahin, wir waren ohnehin mehr mit dem Beobachten so mancher Skurrilität beschäftigt. Einmal eben die abwandernden Zwickauer die dann am Gatter scheiterten. Und direkt bei uns wurde ein 4:4 Match vereinbart und dann äußerst professionell auf die Wiese gewandert, gefolgt von einer Polizeistreife. Eilenburg machte dann noch das 4:1, für Zwickau ist die Saison schon wieder im Arsch, einzige Parole heisst vor Sangerhausen zu landen, die Fünftklassigkeit ist ohnehin mindestens schon sicher (also im Negativen jetzt…)
Schnell machten wir uns nach Abpfiff von dannen, hier trennten sich dann die Wege bis zum nächsten Nachmittag. Die Ostalb-Connection ging auf Kneipentour in Leipzig und traf dort das Zweitligateam von Gersten…die man am nächsten Morgen bei Lok spielen sah.
Meine nächsten Stopps hießen Plus Eilenburg und etap Leipzig-Nord. Im Supermarkt noch die Pfadfindertat des Tages vollbracht und Oma+Opa mit Milch versorgt und pünktlich zur Sportschau im etap eingecheckt. Der Rest des Abends gehörte dann auch der Flimmerkiste, unterbrochen von einer Brotzeit und Internetcheck. Am nächsten Morgen war schön Ausschlafen möglich.
Auf den Ort der letzten Partie der Tour war ich dann sehr gespannt, kommt doch ein sehr naher Freund von mir ursprünglich aus Bautzen. Davor war der Weg durch das Tal der Ahnungslosen gesetzt, mit Tankstopp in Grimma und Essen am Dresdner Tor, Vitamalz ole.
Die Stadtrundfahrt Bautzen gab es dann ungewollt, denn wenn die Friedensbrücke dicht ist stimmt die ganze Wegbeschreibung nicht mehr. Die Stadt hat was, tolle Bausubstanz usw.
Die matschigen Müllerwiesen waren dann der Rastpunkt. Hier im Stadion die Wurst viel besser als tags zuvor, nicht nur dank Bautzener Senf. Marc lief mir auch bald wieder in die Arme und nun wollten wir die Rentner um uns rum mal wirklich in den Wahnsinn treiben…Schoten galore.
Das Spiel entsprach so ziemlich der Tabellenentwicklungsstufe beider Teams, Oberliga halt. Bautzen traf dann mal, konnte diesen Vorsprung aber dann nicht erhöhen trotz circa 100 weiterer Chancen. Wir lernten was Budissa heisst und widmeten uns ansonsten sehr den Wurstprodukten und alle Beifahrer dem Glühwein. Hat schon gepasst hier.
Auf meinem Heimweg betrieb ich dann noch Refinanzierungsmaßnahmen und gabelte einen Mitfahrer am Elbepark in Dresden-Neustadt auf, der Mäces dort ist ein regelrechter Treff für solche Mitfahrconnections. Wie üblich war die Autostrada dann voller Pendler um diese Zeit.
Der Beifahrer war dann gesprächiger als so mancher Kandidat zuvor und so ging die Zeit recht gut rum und die Heimkehr vor 21 Uhr war auch optimal.
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Clydesdale Premiere League 10. Spieltag – Samstag 20.10.2007
Heart of Midlothian – Dundee United                          1:3 (0:2)
 
Urlaub, Freizeit, Länderpuktgier…so ist fix der Flug in die schottische Hauptstadt ab Köln gebucht. Wie wir da hinkommen entscheidet sich dann später.
Mitfahrgelegenheit bietet eine Dame von der Barmenia Wuppertal, inklusive Freund aus Lengfeld. Die Rückbank wird heute mal schwerst alternativ mit dem Besitzer von hanf-bob Regensburg auf dem Weg nach Belgien und meiner Wenigkeit.
Die gesamte Strecke nach Köln ist aber dann ein einziger Stau, nur mich ohne Termindruck verhagelt das nicht die Stimmung. Endlich mal in Nippes angekommen wird das 404 Hostel bezogen. Ist diese Ziffer unter Usern eher unbeliebt da sie einen häufigen IE-Fehler markiert so ist dieses Hostel kein Fehler. Ein weitgereister Typ stellt sein grosses Haus den Backpackern der Welt zur Verfügung. Ungewohnt aber cool.
Den Abend vertreibe ich mir dann im Mediapark Köln mit einem Kinobesuch.
Am nächsten Morgen geht es in aller Frühe zum Airport Köln/Bonn und, na logisch, werde ich kontrolliert. Fahre nie ohne Ticket S-Bahn auf einer Flughafenstrecke! Aber diese Lektion hatten wir hier schon häufig.
Am Flughafen dann zwei Stunden vor Abflug eingecheckt, also schön Zeit für Frühstück und Erkundungstouren. Der Flug selbst dann völlig unspektakulär und total verschlafen.
In Edinburgh selbst hinterfragt man dank Fussballshirt meine Herkunft dann doch mal genauer, Deutsche sind aber wohl willkommen J
Im Gate der Geldtausch, Fussimag gekauft aber leider keine mir unbekannten Ansetzungen näher als Irland….
Somit rein in den Airportexpress und bis Weverly Bridge. Dort kurz orientiert und dann zum Hostel in der Cowgate getrabt. Ich erlebte den kompletten Kontrast zu gestern, hier wird Hostelling zur Industrie. Der Komplex besteht aus sechs Häusern, jeder mit 5 Flats in denen jeweils vier Zimmer untergebracht sind. Auf dem Schlüssel stand dann also Haus 104, Appartment 2, Zimmer 1 usw. Das Zimmer teilt man sich mit fünf anderen Gesellen.
Man hatte vernommen dass Edinburgh eine lebenswerte und schöne Stadt ist, also rein ins Vergnügen. Die Stadterkundung endete im Grunde genommen in einer Shoppingtour auf der Princes Street. Insbesondere aus hmv und Virgin Megastore kam ich so gar nicht mehr raus.
So viele schöne bunte Medien…wow wow wow. Bei JJB griff ich in Sachen Winterjacke zu.
That’s life yeah.
Ungewohnt dass in der schottischen Hauptstadt die Läden alle um 18 Uhr schliessen, dafür sind sofort danach die Pubs voll.. Apropos Biergarten. Dort saßen die Einheimischen – in T-Shirts J
Das Viertel um das Cowgate-Hostel war auch äußerst interessant, wohl die Partymeile der Kapitale. Viele außergewöhnliche Tanztempel, Pubs, Kinos etc.
Besonders cool fand ich eine Disco in einer umgebauten Kirche, passender Name: Faith
Ich hatte mir dann sogar eine Umsonstparty in einem Schuppen namens Red Club direkt vor meiner Haustür auserkoren, nur leider war auch bei kostenlosem Eintritt dort gar nix los.
Den Samstag ließ man dann recht smooth angehen. A walk in the park und endlich mal die Muse für Musikzeitungsstudium etc.
Dann in Waverly Bridge in den Zug bis Haymarket gestiegen, später am Abend sollte ich dann realisieren dass dies ein netter Spaziergang gewesen wäre, aber meine Güte…war mein zweiter Tag in der Großstadt hier J
Der Weg zum Ground in UK dann natürlich wieder ein Erlebnis der besonderen Kajüte, Ticket kein Problem. Auf der Suche nach Essen noch Schülern aus dem Ruhrpott in die Arme gestolpert. Hatten sich als Klassenentertainment auch die Hearts ausgesucht.
Im Stadion konnte ich dann noch die Schlussviertelstunde des Old Firm verfolgen, dann ging es auf die Ehrenplätze.
Die Zeit vor Anpfiff fand ich dann nicht so prickelnd, es war kalt, das Stadion füllt sich spät, das Entertainment ist langweilig, trotzdem nutzt es keiner um sich warmzusingen, der Roar zum Anpfiff ist insziniert…naja…
Als es dann aber zu ersten Chancen und Fehlentscheidungen kam merkte man schnell was hier los sein könnte. Mensch muss Fussi schön gewesen sein in England…vor 10/20 Jahren…
Unglaublich der Fussball auf der Insel. Auf und nieder, rauf und runter, ohne Unterbrechung und Schauspieleinlagen. Wessen Fuss nicht gebrochen ist der steht sofort wieder auf, der Ball verrichtet Schwerstarbeit und läuft stets durch die Reihen.
Dundee verzückt seine mitgereisten Anhänger schnell mit zwei Toren bis zur 30. Minute.
Spendier Romanov muss also erkennen dass sein Geld seinem Club eben nicht den direkten Weg in die Champions League ebnet, es sieht schlecht aus mit Tabellenplätzen die das Teilnahmerecht am Europapokal bedeuten würden.
In der zweiten Hälfte hat Dundee das Spiel gut im Griff, Midlothian versucht es, kommt aber nicht zum Erfolg. Richtig ereignisreich sind dann die letzten Minuten des Spiels.
Ein Abwehrspieler von Midlothian verhindert das 0:3 in der 89. Minute durch ein Handspiel auf der Torlinie, muss somit das Feld verlassen. Die Zuschauer verlassen in Herden das Tynecastle Stadium. Elfmeter für Dundee und 0:3. Anpfiff, die Hearts greifen nochmal an. Der Goalie der Gäste stürmt aus seinem Strafraum um den Angriff zu stoppen, tätigt dies mittels Notbremse 19m vor dem eigenen Tor, kassiert dafür Gelb-Rot.
Es muss also der Ersatzgoalie doch noch etwas für seine Siegprämie tun, stellt sich ins Tor und kassiert mit dem folgenden Freistoss den Anschlusstreffer zum 1:3. Dann ist das Spiel beendet. Völlig wirr das Gewusel ums Stadion, herrlich hier.
Ich catche mir einen Bus in die Princes und beehre den KFC im Bahnhof. Hier mit guter Maisbeilage zum Menü. Dann kurze Dusche und Relaxen im Hostel, dann beginne ich meinen Kinoabend. Filme im Original, was braucht man mehr. So beäuge ich vorab Heartbreak Kid (startet in D erst 5 Tage später als „Nach 7 Tagen ausgeflittert“) und Ratatouille und bin positiv überrascht wie leicht ich den Filmwerken in Fremdsprache folgen kann.
Als mich das Filmtheater wieder ausspuckt ist es 1 Uhr nachts und Edinburgh lebt!
In den Strassen wuselt es nur so vor sich hin, die Turbojugend ist aktiv, die Läden,Pubs und Discos platzen aus allen Nähten und hier wird noch mit Manneskraft und Fäusten mitten auf der Strasse um die Mädchen gekämpft hehe.
Ich bahne mir ohne Eile den Weg zurück zum Hostel, für Joey Negro an den Decks reichen Power und Pounds leider nicht mehr, so geht es in die Heia und um 8.30 Uhr sonntags wird wieder ausgecheckt.
Den Sonntag verbringe ich wieder im 404 Hostel und in der Innenstadt Kölns. Geschafft von den Ausdauermärschen in den letzten Tagen fällt mir auch hier nix besseres ein als im Cinedom den Film „Stellungswechsel“ anzusehen. Ansich nicht erzählenswert, gäbe es nicht lustige Szenen beim Verlassen des Kinos. Ich stehe verschlafen und verlaust im Foyer, der rote Teppich ist ausgerollt, aber nicht für mich, sondern für den Promiauflauf der da ist um im Rahmen des Köln Comedyfestival den neuen Bully Herbig-Movie Lissi und der wilde Kaiser zu promoten. So steht also der Groundhopper inmitten der bekannten Schauspieler aus Funk und Fernsehen. Endgültig ein Grund dem Dom nochmal Gute Nacht zu sagen, kurz den Arabern Geld fürs Internet hinzuwerfen und dann den Türschlüssel beim 404 abzugeben.
Nächste Aufgabe: Weckerklingeln um 4.30 Uhr, der Zug nach Hause wartet nicht.
Die Kleingeldreserven werden komplett in Kaffee und Gebäck invertiert, meine Reisetasche überlebt die Tour nicht und dank viel Lesestoff ist Regensburg mittags erreicht.
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Veikkausliga 23. Spieltag – Sonntag 07.10.2007
HJK Helsinki – FC Lahti                                 0:2 (0:1)
 
Das letzte Land in einer Reihe…Skandinavien rufe und wer könnte das schon überhören?
Die Reise ging Samstags Mittag los und führe erstmal nach Ingolstadt. Dort am Bahnhof traf man EFC-Kumpel Janko der noch meine SGE-DK einstecken hatte und zur „Strafe“ Taxi spielen durfte in die Manchinger Strasse. Von dort bestand Anschluss mit der Mitfahrzentrale.
Kleiner Stau bei München bedeute für mich intensivste Forschungen welche Autos in 90 Minuten so alles an der Shell tanken und vorbeifahren.
Dann bog das Kultauto ein. Oranger VW Bus, Kurbelwelle schleift. sponsored by Bonifatiuswerk Diaspora und alle drei Insassen SGE-Fans (!). Sozusagen der Jackpot meines Lebens J
Bis nach Würzburg-Kist eher gepennt, dort Päuschen, Geschichtchen und eine Omi+Enkelin fuhr fortan mit uns. Die hatten zwar einen kleinen Nervfaktor, dafür verteilten sie Bonbons im Bus. Am Flughafen dann rausgeschmissen worden. 20 Euro + nen Heimsieg für die Eintracht morgen – das passt. Merci nochmal!
Am Airport dann gleich Quick Check-In und Gepäck aufgegeben und dann runter auf Ebene 0 ins Irish Pub. Sportschau läuft auch, dazu Fish+Chips + Guiness. Wer will seinen Urlaub da anders verbringen? Oki, Fish+Chips waren alle,es wurde bald auf Tischtennis bei Eurosport umgeschaltet und die Preise!!! Mein Chicken Curry war sehr gut, da lügen wir den Ober mal nicht an, aber eher ein Magentratzer.
Also nochmal in den Supermarkt und dort nachgelegt, von den Lakritzen wurde mir dann schlecht, aber Hauptsache die Zeit wird totgeschlagen hehe.
So gegen 21 Uhr ans Gate begeben, die Bild FFM haut auf Sotos Kyrgiakos ein.
Dann Check-In und rein in den Kranich. Decke und Kissen lagen auch auf dem Platz. Lufthansa ole ole.
Zu Essen gab es das Übliche und als auch der Durst gestillt war legte man sich zur Ruhe, übrigens inmitten von obskuren Finnen die sich mal ordentlich die Kante gaben.
Mag nur eine subjektive Einschätzung sein, aber bilde mir ein noch nie gesehen zu haben dass die Saftschupsen so hohe Mengen an Schnaps, Cognac, Bier, Wein etc. ausgeschüttet haben.
Alle um mich rum auch so richtige Jimi Tenor-Gesichter. Kult!
Beim Ausstieg blieb mir dann die Decke irgendwie unter den Achseln kleben. Sowas auch.
Mit Gepäckabholung war es inzwischen 2 Uhr geworden. Zeit sich einen Schlafplatz für die Nacht zu besorgen. Und im Gang zwischen Terminallii 1 und 2 war auch eine Dreierbank frei. Lag zwar im Licht aber trotzdem komisch warum sich die Armee von Asiaten weiter vorne zusammengekauert hatte. Mir egal, Decke drüber und Licht au…naja eben schlafengelegt…
Bewertung: Noch unsicher wer Platz 1 einnimmt, Istanbul oder Helsinki. Jedenfalls optimal bis 5.30 Uhr die Zeit verbracht. Dann fuhr der erste Bus in die Stadt.
Hier irgendwie wirres System. Man wäre um 2 Uhr nachts weiter nach Lahti oder sogar Rovaniemi gekommen, in die Stadt geht es erst um 6 Uhr weiter.
Flux war man dann auch am Järnvägstorget, wäre gar nicht nötig gewesen.
Der Weg zum Erottaja war trotz Finnisch und Dunkelheit auch sofort aufgetan, da kommt Euphorie auf dass alles so toll hinhaut.
Am Hostel geklingelt und um Einlass erbeten, im zweiten Stock angekommen wird mir dann offenbart dass man mich eher so 19.30 Uhr denn 7.30 Uhr erwartet hätte, folglich kein Zimmer frei wäre. Aber ab 13 Uhr wäre da was zu machen….grmpfff…
Ins Wohnzimmer auf eine Couch wieder schlafengelegt, sollen die meine 90 kg erstmal rauskriegen hehe….
Ging bis 8 Uhr gut, dann machte sich eine Japanerin Frühstück. Mir war dann nach etwas Diskussion. Mehr als dass man „mein“ Zimmer so schnell als möglich reinigen wird war aber nicht zu erreichen. Also wieder auf die Couch und mal kräftig nachgedacht was man nun anstellen könnte…Und schnell stand ein Plan…
Über den Fischmarkt am Eläterante (iihhh) und Makasiiniterminaali (da fahren Schnellboote nach Tallin falls man da mal…) zum Olympiaterminaali wo es im Sommer Boote nach Korkeasaari gibt. Oktober ist aber Winterzeit, stand auch schon so in den Karten, aber schauen kostet ja nix und Zeit ja Zeit… so ging ich ihn an, den Halbmarathon durch Helsinki.
Bisschen gehungert hätte mich, aber die relevanten Läden machen hier echt erst um 11-12 Uhr auf. Wehe wenn man hier Zeit rumkriegen muss….
Über Hämeentie, Junatie, Kulosaari, Mustikamaa zur Fussgängerbrücke nach Korkeasaari, den dort befindet sich….der Zoo von Helsinki!
Fünf Geldeinheiten Eintritt war ein Schnapper, da hatte ich bei meinem Tagesglück andere Zahlen erwartet. Klappte also wunderbar und der Tag war sozusagen gerettet.
Wollte ich schon Ewigkeiten mal wieder tun, so einen Zoobesuch. Somit Bären, Tiger und Löwen Respekt gezollt, richtig fies sind sogenannte Arrow Frogs aus dem Amazonas. Kaum 4 cm gross, aber wenn die Dich anspringen dann sollte das Testament geschrieben sein.
Paviane, Schneeleopard und vor allem der Luchs mussten meine Laune aushalten und der absolute Winnertyp ist der Little Panda. Man war der coooollll….
Zudem endlich mal einen Elch gesehen! Wenn auch nicht in freier Wildbahn jetzt, aber immerhin…
Was man nun nicht machen sollte ist sich eine Cola dort kaufen…und weg war man.
Den ganzen Weg zurückzulaufen konnte es dann auch nicht sein. Und U-Bahn sollte man ohnehin in jeder fremden Stadt mal gefahren sein. Also auf der Brücke nach Brändo in den Zug gestiegen und auf zu Rautatientori/Järnvägstorget (warum hat hier alles Doppelnamen?).
Hier war der Hunger dann nicht mehr zu überhören. Und dann meines „guten“ Finnisch wurde es dann ein Mäces-Ateria…nun gut…sollte nicht sein, aber Schwamm drüber.
Bei so viel Spass war es 14 Uhr geworden, das Zimmer ist inzwischen bezugsfertig.
Also ins Bett gelegt und bis 16.30 Uhr gelesen und geschlafen.
Dann machte ich mich auf zum Finnair-Stadium.
Dazu musste ich nur die Mannerheimintie langlaufen und nach knapp 45 Minuten stand ich vorm Dom (wie ich sowas liebe hach).
Es war noch wenig los (ok hat sich nie geändert), Stadionrunde gedreht.
Die finnische Stewardess hatte etwas Probleme mit meinem komischen Namen (ging mir aber mit Ihrem genauso lol) und irgendwie war ich dann die zweite Person im Stadion…also 45 Minuten vor Anpfiff und so…
Wichtig allein dass der Pausenraum geöffnet hat, und so fanden hungerbedingt gleich zwei Gebäckstücke meinen Magen. Dazu einen Kaffee gegen die Kälte (also die Finnen hatten T-Shirts an).
Auf der ganzen Haupttribüne saßen nur so etwa 20 Journalisten, Zuschauerzahl war für mich nicht rauszukriegen, würde aber höchstens 1500 schätzen, Topspiel in Suomi….
Der Gast aus Lahti mit dem kultigen Lahdenstadion unter der Skiflugschanze belegten drei Reihen und feuerten ihr Team vor allem mit Indianerlauten an.
HJK hat jetzt nicht wirklich total viele Fans…die Teilen sich aber trotzdem in drei Blöcken auf und supporten manchmal miteinander, meistens aber eher gegeneinander, will heissen brüllen Verschiedenes zu gleicher Zeit…nunja…
Der Kick auf dem Kunstrasen war eher langweiliger Natur. Der grosse Pekka Kainu war es dann in der 38. Minute mit dem Führungstor für den Gast aus Lahti.
Pause wieder Gebäck und Kaffee, dazu wollte ich mir mal die Besucherterasse etwas zu Gemüte führen, aber noch kein Durchkommen da.
Helsinki wechselte dann in der Halbzeit exakt den Akteur aus der mir als Einziger positiv aufgefallen wäre (Nr. 8 Kabba Samura). Sicher ne Verletzung und so…
Zweite Halbzeit, das Spiel lenkte weiterhin nicht unbedingt von der frohen Kunde aus Hessen ab. SGE-Sieg durch zwei Kyrgiakos-Kopfbälle yeah.
Ab der 70. Minute dann wieder ungeteilte Aufmerksamkeit auf den Spitzenkick im Herzen Helsinkis. Was die Hansel auf dem Kunstrasen zum Anlass nahmen zum Endspurt zu blasen.
Helsinki ran an, Lahti konterte. Berat Sadik von Lahti verpasste dann in der 83. Minute die Entscheidung als er aus gut 2m den Ball freistehend nicht im Tor von Ville Wallen unterbrachte (aprops Ville Vallo…es wurde ALLES gespielt was an finnischen Bands das letzte Jahrzehnt in den internationalen Charts vertreten war).
Er verzagte aber nicht und traf wenig später in der 86. Minute dann doch zum 0:2, was folgte war das Highlight des Spiels. Er rannte in seine Gästekurve, die Kurve rannte ihn entgegen und ich meine IN die Kurve….Geilomat. Hat aber dann doch das Spiel fortgeführt und ist nicht gleich bei den Fans geblieben.
Wenig später war logischerweise Schlusspfiff. Komischerweise stellten sich beide Teams nach dem Ende nochmal zum Sportlergruss auf, Lahti als Gewinner winkte nur nochmal von fern Sadik Berat in der Kurve zu, während Helsinki sich artig vom Anhang verabschiedete wie man es hierzulande auch kennt.
Auf dem Heimweg erhaschte ich noch ein offenes Tor im angrenzenden Olympiastadion. Was für eine Prachtbude! Da würde man schon gerne mal ein Spiel drin sehen…
In der Halle daneben war nur Schülergymnastik, irgendwie stand mir noch der Sinn nach Eishockey hier…
Am Hauptbahnhof sich mal die Begebenheiten für morgen früh angesehen, der Flug in die Heimat würde auch ohne mich loslegen. Hier noch einen Hot Dog erworben, dem es dank meines rudimentären Finnisch an Belag fehlte, aber trotzdem hervorragend schmeckte.
Im Hostel dann ins Bett gefallen und Ruhe war bis 7.15 Uhr.
Dann im Dunkeln anziehen und Zähne putzen, beinahe wäre bei der Aktion noch die Geldbörse hopps gegangen.
Der Airportliner quälte sich dann durch die Montags Rush Hour von Helsinki, dazu kam ein Platzregen hernieder. Aber die Fahrt durfte ja dauern. Am Flughafen dann die üblichen Scherze, Frühstück ist auch hier nicht preiswert (ansonsten aber ganz normales Preisniveau in Finnland). Sollte man sich Gedanken machen wenn man erst überlegen muss wo man jetzt hinfliegen muss?
Tageszeitung gab es dann erst im Flieger. Als Menü schon wieder diese Broccolinudeln der Lufthansa und neben mir ein klassischer Dummbabbler, nü ja…
Der Preis vom Fraport zum HBF FFM ist Wucher und dann die drei Stunden bis zum ICE rumzukriegen war das Schwerste an der ganzen Tour. Am Jürgen Ponto die Bild und die Passanten studiert. Mein Internetaraber war mies gelaunt, unsere Hendlbude auf der Zeil drehte mir ein furchtbares Knochenskelett mit Extrakten von Huhn an und überhaupt…
Im Zug fielen wir dann in Nürnberg in ein Raum/Zeit-Kontinuum, womit der Zug nur noch nach GMT zeitig fuhr. Ursache offenbar verwirrte Gestalten die einen Spaziergang auf den Gleisen machten. Also nochmal ne Stunde später daheim…sogar noch mit Sprint im Regensburger Bahnhof. Montag 21.30 Uhr war dann Schichtende.
 
 
Fahrt durch Baden-Württemberg – Mittwoch 03.10.2007
 
Spvgg. 07 Ludwigsburg – TSF Ditzingen      3:1   (2:0)
VFL Sindelfingen – SV Bonladen                 3:5   (1:2)   - 200 Zuschauer
SV Waldhof Mannheim – VFR Mannheim       6:0 (2:0) – 6100 Zuschauer
 
Herr Keumel, Herr Bierl, Herr Struttmann…ja das klingt nach Spass….
Es wäre sogar das Optimum dringewesen, mit Herrn Bronsky noch dazu….aber dies wusste Mo zu verhindern. Abfahrt um 7 Uhr, Absage um 6.30 Uhr, geht’s noch?
Am Jahnstadion ein lustiges Bild. Keumel und Ibo hörten in seperaten PKWs ihre CDs, dann wechselte alles in meinen Astra und hört fortan meine CDs…
Nobbi stieg in Schwabach zu. Erstmal den Bahnhof dort finden, kann ja keiner ahnen dass ich schon mal dort war. So wäre uns aber auch die Wegbeschreibung eines Passanten entgangen. Die war so detailliert, der Mann muss jeden Meter seiner Heimatstadt auswendig kennen.
Der Bahnhof in Schwabach hat sich auch eher zum Negativen verändert, der coole Kiosk ist weg, und wir somit bald auch….
Ludwigsburg unser Ziel, und das von 50 weiteren Hoppern oder so.
Ist ja auch ne Steilvorlage, Feiertags um 11 Uhr morgens ein Kick.
Meine Sympathien waren dann schnell verteilt. Geile Raucheinlage der Ditzinger zum Intro und dazu noch von der Ordnerin am Eingang angeschnautzt worden weil ich dem Nobbi auch ein Stadionheft mitgenommen habe. Forza TSF!!!!
Auch wenn die Supporter vom TSF sich nach dem Intro eher schlafen legten.
Die Ludwigsburger Fans sangen und trällerten etwas und bekamen als Belohnung auch zwei starke Tore Ihres Teams zu sehen. Nobbi quatschte mit Svenko (der war sicher mal wieder vom Regensburger Humor gequält) und Keumel erzählte von der Freizeitliga und vom Europapokal. So lässt es sich bei strahlendem Sonnenschein aushalten.
Die zweite Halbzeit wurde dann noch gemütlicher. Ibo und Keumel mit nem Weizenstutzen auf der Tribuna, ich mittendrin mit Nobbi am Verhandeln. Ditzingen räucherte schon wieder alles ein um dann mit Rauchvergiftung wieder k.o. zu gehen. Das motivierte Ihren TSF zum Anschlusstreffer. Mit dem 3:1 für Ludwigsburg war dann aber Alles entschieden.
Nun also zwei Stunden Zeit die 36 km bis Sindelfingen zu fahren. Trotz meiner Verweigerungshaltung gegenüber den Anweisungen des Navi kamen wir mehr als pünktlich dort an. Mittagessenszeit im Vereinsheim, da träumt man davon, oder?
Lief dann bissl chaotisch ab. Irgendwie hatte kaum jemand die in der Karte stehende Beilage auf seinem Teller, einer zalte nen Euro zuviel, der Andere einen Euro zu wenig.
Rein mathematisch kam aber im Durchschnitt exakt das Bestellte auf den Tisch J
Eigentlich hätte es auch keinen Grund gegeben die Restaurantterasse für das Spiel zu verlassen, aber maschieren wir doch mal rüber zur Tribüne.
Dort hatten sich ein paar Menschen in eine Ecke gezwängt um Choräle zu schmettern.
Das Spiel unter der Leitung von Anita Cohan kippte schnell zugunsten von Bonladen. Der Ex-Oberligist drückte dies in der 13. Minute auch mit dem 0:1 aus.
Als jedoch dann in der 33. Minute ein Bonlander die Ampelkarte sah und kurz darauf der Ausgleich fiel hätte man denken können das Spiel würde sich drehen. Denkste!
1:2 kurz vor der Pause. Ansonsten fühlte es sich schon etwas wie Füller hier an.
Mit einem Doppelschlag zur 62. und 65. Minute erhöhte Bonladen auf 1:4, was die paar Mitgereisten mit Zauni sichtlich freute.
Sindelfingen antwortete prompt und schöpfte mit dem 2:4 nochmals kurz Hoffnung.
Der Garaus kam aber mit einem kuriosen Tor von Fanelli in der 76. Minute.
Freistoss für Bonladen aus 40m, der Goalie des VFL nicht wirklich im Bilde. Da lupfen wir die Kugel doch einfach mal ins Tor. Kurz vor Feierabend erzielte dann Sindelfingen nochmals Ergebniskosmetik, der Sieger an diesem Feiertag stand trotzdem fest. Sindelfingen dürfte es schwer haben die Verbandsliga zu erhalten, Bonladen darf sich Hoffnung auf eine Rückkehr in die Oberliga BW machen und als Ibo dann auch im Fahreug war konnte der Trip nach Mannheim losgehen.
Nobbi wollte das Carl-Benz-Stadion nicht nochmal kreuzen, wurde deshalb auf der Strecke rausgeworfen und unter Termindruck ging es durch die Baustellen der A6.
Um 18.30 Uhr erreichten wir meine „Autolieblingsstadt“ Mannheim, Keumel und Ibo halfen durch Schnarchgeräusche den Weg zu finden. Bis Alle wach waren standen wir dann auch schon am Hauptbahnhof. Etwas Kreisetechnik, müsste ja bei den Quadraten hier funktionieren….um 18.50 Uhr parkten wir dann im Industriegebiet Oststadt. Legitimation für einen Sprint zum Ground wo dann reger Betrieb an den Kassenhäuschen herrschte.
Als wir endlich an der Reihe waren (so gegen 19.10 Uhr) gingen noch die gedruckten Tickets aus, von innen vernahm man aber dass der Spielbeginn verlegt wurde.
Keumel und ich versäumten somit (nur) eine, laut Ibo, fantastische Choreo und eine Gedenkminute, waren aber mit Anpfiff im Block. Mit uns 5000 andere Freaks, eine wirklich ordentliche Zahl für Oberliga, sah trotzdem wenig aus im weiten Rund gemessen am Tohuwabohu an den Kassen.
Waldhof klar spielbestimmend und in den Kurven hatte ohnehin nur Waldhof was zu melden. Den VFR hörte man ab und zu in den Gesangspausen des SVW trommeln.
Es ist ein Jammer dass solche Teams mit Potential in der Oberliga rumdümpeln müssen und so Gemüse wie Hoffenheim im Profifussball sind.
Waldhof benötigte dann einen Elfmeter um das Eis zu brechen. Dieser wurde dann zum 1:0 verwandelt und kurz darauf zum 2:0 Pausenstand ausgebaut.
Somit gute Laune in der Halbzeit, Ibo auch wiedergefunden und gemeinsam ging es dann direkt in den Supportersblock der Waldhöfer. Zumindest ich als Frankfurter dürfte da auch wohlgelitten sein, waren auch paar FFM-Nasen erkennbar und einer lief da mit Streit-Trikot rum.
Mit dem 3:0 für Waldhof war der Derbysieg eingetütet, als der SV dann das 4:0 nachlegte packten die Ultras des VFR ihre Zaunfahnen zusammen. Geht diese Saison wohl nur darum die Oberliga zu erhalten. Der SV Waldhof strebt derweil die neue Regionalliga an, was auch nur Durchgangsstation sein kann.
Zum Ende hin wurde es dann noch ein richtiges Schützenfest. 6:0. Steht auf wenn ihr Waldhof seit, und das waren wir Alle in diesem Moment.
Nach dem Spiel dann eines Siegeshumba mit dem Team. Warum erwähnenswert? Einmal wurde nach jedem Buchstaben des H-U-M-B-A ein Fangesang zelebriert und zeitglich zum Aufstehen der Mannschaft erleuchteten dutzende Bengalen die Kurve. Da hüpft das Hopperherz vor Freude. Alles Alles Gute lieber Waldhof….
Auf dem Weg aus dem Stadion war eine Bühne aufgebaut und dort spielten die Wilden Jungz Covers der BO. Lieber Fussballgott, wenn Du einen Funken Anstand hast dann steigt der SVW diese Saison auf, ok?
Auf der Heimfahrt unterrichtete mich Keumel dann über seinen Beruf Speditionskaufmann und so dürfte ich zumindest gute Chancen haben die Zwischenprüfung zu bestehen. Merci dafür. Den schlafenden Ibo kippten wir dann wieder in der Margaretenau aus dem Astra und so endete dieser schöne Ausflug ins Nachbarbundesland.
 
 
 
 

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