Italien November-Tour 25.11-26.11.2006
Serie B Tim 13. Spieltag: Vicenza Calcio – AC Arezzo      2:0   (1:0)
Serie A Tim 13.Spieltag: AC Mailand – FC Messina   1:0   (1:0)
Serie A Tim 13.Spieltag: AC Siena – AC Florenz                    1:1 (1:1)
 
Bella Italia, habe ich da was gehört? Ja, ist ja gut, ich folge Deinem Rufen und Flehen schon.
Obi der grosse Mietwagenmeister, Keumel, Bronsky, Turmi und ich als Beifahrer und vor allem Autoradio-DJ war die Besatzung.
Der Treffpunkt sogar mal zu moderater Zeit am Jahnstadion zu Regensburg, wartete die erste Partie in Vicenza ja erst um 16 Uhr auf uns.
Ich wurde betört durch CD-Aufdrucke wie Frankfurt 1 und 2 und entdeckte für mich den Comedian Günter Grünwald neu, keine Ahnung warum den Obi nicht so mag. Da die Nacht zuvor eher kurz war gab es auch ein kleines Nickerchen in Südtirol bis vor Verona meine Kartenlesekünste gefragt waren und ich blitzschnell auch wieder schaffte zu erwachen J
Vicenza war aber auch so schnell zu finden, nur mit dem Parken war das so eine Sache, Debattierclub allez, der eine vertraut auf den Touribonus, Andere wiederum nicht. Aber auch dieses Problemchen war bald keines mehr und nachdem der Zico dann auch sein Handy hatte konnte das Stadion Romeo Menti betreten werden. Die Cafeteria kündet von den Grössten Erfolg als italienischer Pokalsieger und anschliessender Finalteilnahme am Europapokal der Pokalsieger mit Finalgegner Chelsea London. Die beiden Finalisten von damals haben aber inzwischen eher eine gegenteilige Entwicklung genommen. Chelsea englischer Serienmeister, Vicenza mit 4 Punkten auf Platz 20 von 22 Teams, was am Saisonende den direkten Abstieg bedeuten würde. Arezzo, der Gast, gleich noch „besser“ dran. Es ist Ende November und man hat -1 Punkt, klar dass da nur Punktabzüge dafür sorgen können. Jedenfalls titelt die örtliche Gazette in Vicenza heute zu Siegen oder aus der Liga zu fliegen.
Das Stadio Romeo Menti ein Paradebeispiel an italienischer Stadionbaukunst, ähnelt stark dem Exemplar in Cremona und wohl zahllosen anderen Exemplaren, aber dass ist doch auch gut so. Der Heimblock legt zum Anpfiff recht gut los, kleines Feuerchen, dann bald für 1 Minute Ruhe, es wird an einen tragischen Vorfall vor über einem Jahrzehnt erinnert, per sempre a.c.a.b. Die Busladung aus Arezzo steht tapfer zusammen und zündet ab und zu vereinzelte Begis um sie dann durch den Block zu schleudern. Das Spiel für den Tabellenstand eigentlich recht vernünftig anzusehen, Vicenza trifft dann mal zum 1:0, der Torjubel der einheimischen Azzuri kann mich aber nicht überzeugen.
Vielleicht liegt es ja auch etwas an der eigenen Müdigkeit, mal sehen was die Cafeteria für mich da hat. Hier ist es so dass erst eine Marke erworben werden muss um sich dann erneut für Speis oder Trank anzustellen. Dabei gerät bei mir bisschen was durcheinander, vielleicht will man mir aber auch einfach den Espresso gönnen, auch egal, wer noch Marken für Vicenza benötigt sage es mir bitte…
Die zweite Halbzeit wird ebenfalls von Vicenza dominiert und mit dem zweiten Tor ist klar dass man endlich den ersehnten Heimsieg verbuchen kann und Arezzo auch heute auf Pluspunkte wird warten müssen. Gut die Hälfte im Gästeblock tritt daraufhin schon mal den Heimweg an. Wir gehen mit dem Schlusspfiff, drängt doch die Zeit um nach San Siro zu kommen.
Die Auotbahn von Vicenza bis Mailand wird dann von Obi etwas rasanter befahren, die Rahmenstatistik lautet 180 km in 90 Minuten, ich mache da besser mal die Augen zu hehe.
In Mailand will sich aber dann die richtige Abfahrt nicht so richtig auffinden lassen, kurz gedreht und dass in Italien die Stadien stets ausgeschildert sind kommt uns hier mal richtig zu Gute. Etwa 19.45 Uhr dann in San Siro, schnell muss ein Parkplatz her. Warum also nicht auch hier den örtlichen Gepflogenheiten anpassen und den Renault Clio in einem Vorgarten abgestellt, Abschleppen ging auch nicht hehe.
Warum dann Obi und ich laufen mussten erschloss sich mir nicht, gab es doch am heutigen Abend den VIP-Bonus, schickt sich ja so gar nicht dort dann verschwitzt anzukommen. Aber allein das Umfeld dieses Stadions ist schon pure Magie.
Im Inneren dann alles edel, alle zuvorkommend, kleine Tortellini-Portion für Zwischendurch und Platzanweisung inklusive. Macht schon was her der Kasten. Die Mailänder Kurve recht imposant und mit Zaunis nur so zugepflastert, die erstaunliche vielen Gäste aus Messina waren nur schemenhaft zu erkennen, da sage noch jemand man wäre in der Alliabz Arena in der letzten Ecke….
Bei hervorragender Sicht gab es ordentlich was auf die Ohren aus der Mailänder Curva, heute musste sowas von unbedingt ein Heimsieg her, der AC hat noch schwer an der Punktestrafe zu knabbern. Opa Maldini bracht es dann auch mal zustande nach einem Sturmlauf den Ball zum Siegtor zu versenken. Nur 42515 Zuschauer hat es gefreut, da zeigt sich dann der Nachteil so grosser Kästen. Die Tifosi von Milano natürlich schon beeindruckend, Pausen waren aber auch zu vernehmen, in denen sich prompt die Abgesandten aus Mesina meldeten.
Ein nicht unerheblicher Teil der Gäste ging aber dann zur 80. Minute obwohl man weiterhin nur mit einem Tor hier zurücklag, das gab nen Kalauer an Spekulationen warum dem so war.
Nach Abpfiff grüsste der Drehwurm im Treppenhaus, wieder draußen dann auf die anderen Drei von der Rückbank gewartet und ein Panini erstanden. Klappte ganz gut und schmeckte noch besser.
Wieder komplett musste der Wagen wieder aus besagtem Garten geholt werden und der Weg wurde dann (ohne Abfahrtsstau!) nach Bergamo fortgesetzt. Die Stadt hat mich sofort sowas vom Hocker gehauen, dazu das alte Stadion. Es ist überfällig endlich mal den inzwischen hunderten Einladungen aus der Curva Francoforte dorhin zu folgen.
Die Stadt jedenfalls hat den Flair von Ratisbona und schnellte in den Charts dann gleich sehr hoch. Die Jugendherberge (am Eingang gleich mal ein UF-Sticker) hatte schon ein Zimmer für uns freigehalten, dass dann sofort in Beschlag genommen wurde. Über die Nacht hüllt man dan eher den Mantel des Schweigens, Jungs eben.
In der früh machte das Badezimmer mit mir die Metamorphose zur Nasszelle durch, dann gab es Frühstück und Obi wollte schon ohne unsere an der Rezeption hinterlegten Pässe fahren, wenn man da nicht aufmerksam wäre.
Heute trieb es uns in die Toskana. Die Rückbank machte Empoli-Cagliari, Obi und ich waren akkreditiert bei Siena-Florenz.
Also ein ordentlicher Weg zurückzulegen, bei Florenz wusste dann keiner im Auto mehr so genau wie man nun nach Empoli kommt womit ich Obi einen Pass voller Radfahrter hinaufjagte. Der fuhr inzwischen so dass die italienischen Autofahrer vor uns Angst hatten.
In Empoli war dann allen schlecht (ne Witz) und das Stadion war schnell aufgetan, also die Jungs an einer Strassenecke rausgeworfen, denn uns standen weitere 60 km Landstrasse nach Siena bevor. Obi gab sich alle Mühe, ich widmete mich eher den Karten und CDs. Die Ausschilderung war zum Verzweifeln. Siena 21 km, einen km weiter dann Siena 25 km….
Die Angstgefühle der Italiener sanken jedenfalls nicht merklich J
Endlich mal in Siena angekommen waren schon wahre Strassensperren errichtet worden, hier kam man nur noch mit Gästeblockkarten oder anderen wichtig aussehenden Dokumenten durch. Die Stadt ein Prachtexemplar, kein Wunder dass hier Vaclav gerne studiert hat. Was es nicht gab war Parkplätze, Problemlösung heute der Gehsteig in einer Parkverbotszone inmitten eines Wohnblocks…. Beim Spaziergang zum Stadion von Siena konnte man dann noch etwas vom Flair dieser Gegend tanken. Nach weiteren gefühlten 10 Strassenkontrollen hatte man die zuständige Kassa gefunden und konnte unsere Billets in Empfang nehmen. Von drinnen tönten schon die Fangesänge, das sind die Momente im Leben wo Hopping und Reisen der Mittelpunkt sind. Obi und meine Wenigkeit beobachteten dann lange die massive Anzahl von Gästen, die ein beeindruckendes Bild vor Spielbeginn abgab, dann aber leider im Spiel weniger zu hören war. Ich gönnte mir nochmals ein Panini hier, heute mit der Zusatzschwierigkeit das man das Brot selber belegen musste mit Wortauswahl, dass da, subito jaja, ging schon. Unsere Plätze waren von schönen Grazien bereits belegt, also stehen, hätten aber auch gerne auf unserem Schoss Platz nehmen dürfen hehe.
Die Heimkurve und Gegengerade zauberte eine schöne Choreo aus dem Hut uns legte dann massiv los. Das ist Derby, jawohl. Hier kann keiner einen Finger rühren ohne von der gegnerischen Kurve niedergemacht zu werden. Hatte schon was. Leider hatte auch Siena ab und zu Pausen im Programm, trotzdem die Gewinner des Wochenendes.
Florenz hatte mehr vom Spiel, Luca Toni war im Handumdrehen der „Liebling“ der Massen, wohl das Vorbild von Michi Thurk, das erste Tor machte aber dann die Heimelf mit einem Bilderbuchkonter.
Florenz, wegen Punktabzügen noch nicht so gut platziert im Tableau, konnte dies erst in der 38. Minute durch Mutu ausgleichen.
Vor der Halbzeitpause gab es dann nochmal Stress weil Siena einen Strafstoss haben wollte.
In der 2.Halbzeit machte dann Siena mehr Dampf, ein Tor gelang aber keiner Mannschaft mehr. Das Spiel wäre nur noch fast in der Nachspielzeit abgebrochen worden weil ein Wufgegenstand aus dem Florenzblock den Linienrichter traf, der hielt sich daraufhin auch den Arm, meinte aber das Spiel sollte zu Ende gebracht werden.
Mit dem Abpfiff sprinteten wir wieder zum Auto und ab ging es auf die Autostrade nach Florenz. Dieses Teilstück war aber dann eher nervig. Eigentlich nicht existente Baustellen verursachten zwei Staus und erhebliche Zeitverluste. In Florenz kennt sich, wie erwähnt, gar niemand aus und so mussten unsere drei Kreuzritter in Empoli einige Zeit mehr verharren als geplant. Da musste auch Obi musikalisch erstmal beruhigt werden, nur leider hörte er dazu 10x die selben vier Lieder hintereinander. Man möge es bitte unterlassen mir in diesem Jahrzehnt nochmals Mrs.Robinson oder Mr. Tambourine Man vorzuspielen. Danke schön.
Obwohl damit sowieso schon klar war dass es tiefste Nacht werden würde ehe wir wieder Regensburg erreichen würden musste Obi doch fast zu Essens- und Tankstopps genötigt werden. Sonst entwickelte sich aber der übliche Hafer im Auto, Hansi durfe es daheim noch per SMS ausbaden, aber die Runde wollte, wenn schon ohne Schlaf, zumindest informiert sein. Das textliche Niveau der stationären Radiounterhaltung sank definitiv weit unter Gürtelinie – Recht so. Gegen 2 Uhr war dann die ganze Schosse beendet und Italien wurde ganz sicher nicht zum Letzten mal von uns beehrt.
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T-Mobile Bundesliga Österreich - 17. Spieltag  – Samstag 11.11.2006  
SC Rheindorf Altach – SV Bauwelt Koch Mattersburg                           0:2   (0:0)
 
In Illertissen nach dem Spiel natürlich wieder am beschrankten Bahnübergang gelandet, dann weiter in der Dunkelheit bei Regen. Aus dem Radio säuselt leise SWR im Stadion mit der Bundesliga. Pünktlich mit Schlusspfiff dieser war es auch Zeit zum Vignettenkauf, bevor es in Vorarlberg durch den Pfändertunnel ging. Vorbei an Lustenau&Co kann man schon von der Autobahn aus das Schnabelholz Altach erspähen. Der Aufsteiger in die erste österreichische Liga mobilisiert das Dorf, inklusive Verkehrsgau. Trotzdem war man zügig auf dem morastigen Parkplatz und konnte dort den Astra stehenlassen.
Einlass ins Schnabelholz erhält man durch die selben Einlass-Systeme wie in Fürth oder Lautern.
Sind freundliche Menschen dort im Ländle, lecker Wurst,Döner und Käse gab es auch und insgesamt ein schönes Vereinsgelände dort.
Der Käsestand war dann gleich besonders intensiv und die Currywurst ist hier auch rot-weiss.
Der SCRA wird vor allem von den Tigers und den Nord Boys unterstützt die sich auf einer Hintertortribüne sammelten, zwar oft vernehmar aber keineswegs durchgängig supporteten.
Seit ein paar Spielen gibt es auch noch einen Stimmungskern auf der West, Weiteres dazu später im Bericht.
Grosses Wehklagen rührte sich im Stadion als der Schiri bekanntgegeben wurde, hatten wohl schon öfter Probleme mit dem Tiroler Landsmann hehe.
Verliebt habe ich mich ins Altacher Vereinslied, Lied des Jahres – mindestens.
Mattersburg hatte nur ein paar Supporter dabei (dafür aber Respekt an die Personen, weiter entfernt geht es in dieser Liga nicht) die dann kontrolliert vorm Block zum Intro munter drauflosfackeln durften, geht doch.
Mit Spielbeginn standen die Einheimischen fest hinter Ihrem Team, die Darbietungen auf dem Feld eher kleinklein und ständig war das Spiel unterbrochen. Wirkliche Torgefahr kam gar nicht auf.
In der Halbzeit traf ich mich wieder mit Junior-Hofer der die erste Hälfte auf der VIP-Tribüne verbracht hatte.
So gesellte er sich auch auf die Stufen der Fantribüne gegenüber, ohne Netz oder Schutz, Lillestrom-like, fantastico. Somit standen wir hinter dem Tor in das Mattersburg in der 2.Halbzeit zweimal treffen sollte.
Und langsam war der Standort richtig fantastisch da sich die Atmosphäre und Spannung zwischen Rasen und Rängen langsam aufzuheizen begann.
So wurden immer öfter Spieler und Offizielle der Gäste mit Bierduschen bedacht, insbesondere nach dem ersten Elfmetertor für Mattersburh durch Didi Kühbauer.
Zum speziellen Freund der Fans auf der West wurde ein Mattersburger Spieler namens Atan.
Als er etwa 85.Minute eine Ecke hereinbringen wollte war die Dusche besonders intensiv, er trat dann die Ecke und diese wurde im Strafraum zum entscheidenden 0:2 verwertet. Fortan dreht sich der Spieler Atan um und jubelt mehr als übertrieben alleine vor den Altacher Fans.
Das Spiel war jedoch noch nicht zu Ende, und so gab es nochmals Eckball für Mattersburg, hereingebracht von Atan. Dieser setzte sich damit einem Regen von der Seite aus, Dusche diesmal gleich inklusive der Becher hehe. Ein Becher traf den bulligen Spieler an der Schulter und dieser verdiente sich mindestens eine Oscarnominierung. Schauspielerei par excellence.
Ich würde fast schon von Bauerntheater sprechen. Sämtliche sofort herbeigeeilten Sanitäter wurden gleich noch mitgeduscht, ebenso Auswechsler und Trainer der Burgenländer. Diese Minuten schon das Eintrittsgeld wert.
Nun rückte sogar mal entspannt die Polente an, ging in den Block und im Nachbarland gibt es dann halt ein „Gemma Jungs hörts auf mit dem Scheiss“ und Ruhe ist J
Schneller als erwartet waren wir dann wieder vom Parkplatz in Altach runter und konnten den Weg zurück nach Bayern antreten. In Memmingen nochmal getankt und den ADAC-Rabatt genutzt, kurz vor München begann die Airbagwarnleuchte zu blinken, was eine Weiterfahrt aber nicht verhinderte und so war jeder Mitfahrer Mitternacht wieder aufgeräumt.
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Verbandsliga Baden-Württemberg - 12. Spieltag  – Samstag 11.11.2006  
FV Illertissen – SV Fellbach                    2:0   (1:0)
 
Zeit wurde es, die letzten 3 Wochen nur die SGE bei Bayern gesehen, was ja im Grunde genommen auch nicht angenehm ist. Ausflug geplant, Junior-Hofer angeworben und mit Garching-Hochbrück einen bewährten Treffpunkt gefunden. Die Fahrt gleichzeitig Premiere für den neuen CD/MP3-Player im Auto, womit ich Borgs gleich mit ein paar CDs meiner Musik „beglücken“ konnte. Die Musik war aber eh so ausgewählt worden dass die vielfältigen Gesprächsinhalte nicht gestört wurden. Der Regen prasselte und als Highlight darf fast schon die Rast bei Augsburg gelten. Alles unspektakulär – bis wir Illertissen erreichten.
Das Sportzentrum Nautilla war schnell aufgetan, ein Eindringen in die Stadionwirtschaft eher nicht möglich. Also zurück in den Ort mit Halt am Bahnübergang (natürlich Güterzug hier) und das Auto auf dem Parkplatz des V-Markt abgestellt. Und im Inneren des Vinzenzmurr entfaltete die hiesige Bevölkerung Ihre volle Blüte. Rigoroser Ellbogeneinsatz an den Tresen von Omas, unwillige Bedienungen am Stand, skurrile Gestalten. Ratiopharm in Ulm muss einfach etwas ins Wasser leiten…
Zurück zum Stadion, das Wetter weiterhin regnerisch. Borgs zog es gleich in den Ground, ich machte noch eine Runde um den Hallenbadparkplatz (das eigentliche Nautilla) und die Trainingsplätze des FVI. Dann gesellte auch ich mich zu den wenigen Gestalten unter der überdachten Sitztribüne. Was bringt eigentlich Eltern dazu Ihre Kinder hierher mitzuschleppen? Die Racker sind doch gezeichnet fürs Leben…
Das Spiel begann flott nachdem vorm Anpfiff technisch bedingt Stille im Rund herrschte.
Beide Teams hätten schnell zum ersten Torerfolg kommen können, letztendlich war es dann der Heimelf in Person von Oliver Wild vergönnt die Führung zu erzielen.
Der Rest halt typisches Landesligagekicke. In der Pause lockte dann das Vereinsheim.
Von außen im Fertighaus-Style gab es drinnen günstige Getränke (die vor allem wärmten) und nen arena-Beamer. Da lässt man sich gerne mal für 10 Minuten nieder.
Dann aber wieder raus an die Frischluft, war man schliesslich zum Fussigucken da.
Bei den Darbietungen war man weiterhin froh dass man einen Gesprächspartner eingepackt hatte, die News aus den Heimstadien unserer favorisierten Teams waren auch eher schlecht und Oliver Wild packte Mitte der 2.Halbzeit noch das 2:0 für Illertissen drauf.
Der FVI nutze dann innerhalb Minuten sein komplettes Wechselkontingent aus und irgendwann war dann auch Schluss. Sprint zum Auto, die T-Mobile-Bundesliga des Nachbarlandes ruft.
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Regionalliga Nord – 11. Spieltag – Sonntag 15.10.2006 – 18.742 Zuschauer
1.FC St. Pauli – Hamburger SV II                      0:0    (0:0) 
 
Früh ging es wieder aus den Federn, man wollte noch was vom Tag in Hamburg haben. Sofort wieder Klischeebestätigung, nirgends sind die Penner aggressiver als hier. Zuerst mal den Volltouri gespielt und mit BamS unterm Arm auf den Fischmarkt gegangen. Dort liefen recht viele Schalke-Assis rum und es gab ne Thüringer zum Frühstück. Der totale Touristennepp.
Dann lieber Fussball beim SC Condor, zu diesem Zwecke an den Berner Heerweg gefahren und sogleich den Ground aufgetan. Da noch Zeit war hatte man die Wahl zwischen einer Messe in der Methodistenkirche und dem S-Bahn-Halt. Kleine Rast am Strassenrand noch und das Verbandsligaspiel konnte beginnen, wieder mal war ich nicht der einzige Groundhüpfer vor Ort. Spiel unterhaltsam aber leider torlos, Wurst gut. Netter Zeitvertreib bis es Zeit war die Bahn zum Heiligengeistfeld zu besteigen. Natürlich nun mit etlichen Paulianern im Schlepptau.
Vorm Millerntor war schon ordentlich was los, ganz relaxte Atmo da. Gesehen haben muss, so in etwa alternativ kommerzig, also rein in das Stadion.
Ground nicht 100% ausverkauft da der HSV den Gästesektor nicht zur Gänze füllte, dafür hatte man aber die Elitevertretung geschickt. Sehr sehr guter Auftritt der HSV-Fans!
Zu Hells Bells gab es eine tolle Dschungel-Choreo der USP, dann ging das Festival los.
Klar sind die spielerischen Fähigkeiten der Pauli-Spieler limitierter, aber was dort an Einsatz gezeigt wir lässt mein Herz hüpfen, die HSV-Bubis standen dem in Nichts nach, das ist Derby! Hier wurde der Platz wirklich real umgepflügt, zum Teil fehlten Rasenstücke von einem Quadratmeter nach Zweikämpfen. Pauli hatte etliche Chancen in Führung zu gehen, verdaddelte aber komplett alles mal. Die zweite Halbzeit fiel dann stark ab so dass das Spiel torlos und mit einem Pfeifkonzert der Heimfans endete. Zuvor konnte St.Pauli vor allem beim Wechselgesang überzeugen und zeigte auch sonst eine gute Supportleistung.
Ich vertrat mir bis zur Abfahrt meines ICEs nach Nürnberg noch die Füsse in der Bahnhofsgegend. Erstaunlicherweise war halb Hamburg da in einer Einkaufsmeile unterwegs, Sonntags um 17 Uhr?
Dann wurde es auch Zeit den Heimweg anzutreten, ICE allez. Erst eine kleine gute Tat und getrennten Vater/Kind zusammensitzen lassen, dann war mein Sitznachbar ein H96-Fan aus Würzburg, das Gesprächspotential war trotzdem eher minimaler.
Der ICE von Nürnberg nach Regensburg hatte dann die obligatorische Verspätung, war auch egal.
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Regionalliga Nord – 11. Spieltag – Freitag 13.10.2006 – 7.000 Zuschauer
VFB Lübeck – 1.FC Dynamo Dresden                          1:0    (0:0) 
 
Jeder Hopper hat wohl seine schwarzen Flecken die es auszuradieren gilt aber irgendwie nie dazukam.
So verhielt es sich bei mir mit der Lübecker Lohmühle und dem Millerntor. Irgendwie auf einer anderen Tour eine tolle Konstellation im Spielplan der Regionalliga Nord entdeckt und der DFB hatte auch ansetzungstechnisch ein Herz für mich, gut die Verlegung des HH-Derbies hat es um 100 Euro teurer gemacht, aber…
Reisevehikel sollte der nach Dänemark bewährte Nachtzug sein, tolle Institution das.
Im Abteil bis Würzburg nur noch eine Dame mit der dann auch Einigkeit über die Schlafengehzeit erzielt werden konnte, dort stiegen dann noch zwei Gestalten ein die Ihre Koffer im Abteil abstellten und verschwanden.
Uns schlafengelegt und um 2.30 Uhr wieder hochgeschreckt, die beiden Zugestiegenen befanden sich noch immer nicht im Abteil, kamen mir Gedanken an Kofferbomber, also mal auf den Gang rausgeschaut. Prompt tauchten meine potentiellen Terroristen auf, nur um mir dann wieder den Schlaf durch Schnarchen zu rauben.
Um 4.30 Uhr in Neumünster gerädert raus aus dem Zug, kleiner Chill-Out in der Wartehalle, dann ging es mit dem Metronom (hoho) über Bad Oldesloe nach Lübeck.
Dabei durfte ich die arbeitende Masse auf Ihrem täglichen Exkurs in den Zugsardinenbüchsen beobachten und Ihre Sprache studieren. Deutsch ist das nicht…
Viel zu früh in Lübeck aus dem Zug geflogen, prompte Verständigungschwierigkeiten im Bahnhofskiosk, kleine Sitzung noch und ab in die Stadt.
Erste Erkenntnis, lustige Stadtteilnahmen hier, Lübeck-Buntekuh yeah.
Zweite Erkenntnis, Firma Dräger scheint hier federführend zu sein. Holstentor echt mal beeindruckend, entlang der Unter- und Obertrave rein ins Herz der Stadt Lübeck, dort endgültig zum besten Kunden der Stadtbäckerei Junge geworden. Dann etwas Schüler an einer Hauptschule und Mütter auf einem Spielplatz erschreckt bis der grosse Hunger kam.
Somit Mittagspause auf dem Rathausplatz und da lief einem architektonisch das Wasser im Munde zusammen. Eine Bausubstanz die ihresgleichen sucht. Rathaus und St.Marien-Kirche sind wohl die Maracana unter den Bauwerken.
Nun war es endlich soweit dass ich das gebuchte etap am Berliner Platz beziehen konnte, bisschen TV geschaut und schlafen gelegt bis es Zeit war zur Lohmühle aufzubrechen.
Lübeck rühmt sich ja als Stadt der kurzen Wege, also per pedes los. Nun ja, halt nochmal viel von der Stadt gesehen…
Rund um das Stadion alles ganz beschaulich und entspannt, die Dresdner waren schon in den Gästeblock gepfercht, Lübeck ließ es ruhig angehen. Das Stadion absolute Klasse. Schinkenwurst empfehlenswert!
Zum Intro ließen es die zahlreichen Gäste aus Sachsen gleich mal ordentlich rauchen. Ergab ne Ansage im lustigen Sprachdiktion der Region Schleswig.
Lübeck’s Fans machen Ihren Support von Block A aus, richtige Durchschlagskraft entwickelt man dabei aber nicht. Die Gegenseite bewies dagegen dass man weiterhin zu den führenden Gruppierungen im Lande zu zählen ist. Sehr laut und geschlossen wurden die eigenen Mannen unterstützt. Sehr emotional auch, ein nicht gegebener Elfmeter wurde gleich mal mit Leuchtspur moniert. Das Spiel selbst dominierten vor allem die Abwehrreihen.
In Abschnitt 2 tat der VFB Lübeck mehr für das Spiel und konnte dann auch das entscheidende Tor durch Dustin Heun erzielen. Die Dynamofans ließen fortan stark nach, von Lübeck kam noch immer sehr wenig. Lübeck brachte den knappen Vorsprung dann über die Zeit und verkürzte so den Abstand auf die anvisierten Aufstiegsplätze wieder etwas. Von Dynamo kam heute in punkto Einsatz und Spielwitz viel zu wenig. Mir stand dann wieder der lange Rückweg bevor um dann nach ein bisschen DSF und Sat1 in die Federn zu sinken.

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Landesliga Süd - 13. Spieltag  – Samstag 07.10.2006  

TSV 1860 Rosenheim – FC Königsbrunn                                    0:1   (0:1)
 
Zum bestimmt hundertsten Mal derselbe Ablauf, rein nach Regensburg, Ticket gelöst und rein in den Zug… unwillkommene Abwechslung heute – der Postbankautomat funzte nicht und die sparda freut sich somit über Sonderentgelt.
Der Zug nach München der reinste Mutantenstadl, besonders Horrorshow die zwei Damen die endsfett die Drogenprobleme von Reinhard Fendrich ausdiskutierten.
Am Münchner Bahnhof gab es irgendwie nicht die neue Stadionwelt, sollte doch schon eine Woche draußen sein?
In Rosenheim empfing einen dann Regen, machte aber für den kurzen Weg zum Jahnstadion nix aus. Im Stadion war ich irgendwie der Erste, bezahlte mal Eintritt und bekam dafür trotzdem nur die Abreisskarte und keine schöne Rentnereintrittskarte. So den ganzen Verdruss in eine Wurstsemmel gesteckt. Dann lief mit Norbert Schubert aus Bamberg über den Weg, joa Hopper treffen sich überall mal wieder hehe.
Noch kurz das Geschäft in der Vereinsgaststätte erledigt und der Anpfiff konnte erfolgen.
Heute schon um 13.30 Uhr wegen des verkaufsoffenen Samstags.
Rosenheim, frischgebackener Kreispokalsieger, heute mit neuem Trainer und in der 13. Minute einmal in der Abwehr unaufmerksam, was David Bulik prompt zum 0:1 nutzte.
Fortan lief Rosenheim dem Rückstand hinterher und wir konsumierten zum Spiel das berühmtberüchtigte Flötzinger Bier. Schubsi kam dann bis zur Halbzeit nicht vom Klogang zurück, das hatte aber angenehme Gründe.
Während ich mich noch als Geburtstagsgratulant und Balljunge betätigte traf er Hannes Albig, den man schon eine ganze Ewigkeit nicht mehr getroffen hatte.
So wurde die 2.Halbzeit mehr als kurzweilig und Hannes hat auch nix von seinen sympathischen Merkwürdigkeiten verkommen lassen. Hat mich richtig gefreut ihn mal wieder zu sehen. Rosenheim rannte die komplette 2.Halbzeit an, gab glaube ich nur einen einzigen Konter während der gesamten 45 Minuten des zweiten Spielabschnitts.
Königsbrunn produzierte ein paar Fasteigentore, meisterte es aber erfolgreich das Tor sauber zu halten. Irgendwie war das Rosenheimer Unvermögen doch recht gross und so verabschiedet man sich am Inn wohl endgültig von hochtrabenden Oberligaplänen.
Königsbrunn tut dieser Auswärtssieg richtig gut, machen damit ein paar Plätze in der Tabelle gut.
Wir hatten nun exakt 12 Minuten Zeit den Zug um 15.30 Uhr zu erreichen, was aber mit Marathonmann Albig als Schrittmacher kein Problem darstellte. Schubsi fand sogar noch die Muse zum Bierkauf. So war auch im RE bis München für „Stoff“ gesorgt, wo sich dann unsere Wege trennten.
Nach Regensburg kam ich dann mit einem tschechischen Schunkler, ein richtiges Kultteil. Ich muss mich mal dringend um das angedachte Spartaheimspiel kümmern….

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