Oberliga Baden-Württemberg – 17. Spieltag – Samstag 26.11.2005 –  4300 Zuschauer

Heidenheimer SB – SSV Ulm 1846                   0:0    (0:0) 

 

Das Spitzenspiel der vierten Klasse im Nachbarbundesland ruft, ein Mitstreiter in Person von Junior Hofer fand sich sogar auch noch. Alles angerichtet für ein wirkliches Derby.

Treffpunkt war der bewährte Bahnhof in Regensburg, das Unternehmen Zukunft verzückte gleich frühmorgens wieder mit Verspätungen und vollen Zügen zum Christkindlesmarkt in Nürnberg. So wurde es etwas knapp zum Zug nach Crailsheim, aber ein kleiner Spurt vorbei an Glubberern und BVB-Anhängern sicherte uns Plätze nach BW, was nicht jedem gelang (Insider). Der Crailsheimer Bahnhof inzwischen sicheres Terrain und die Bahn über Aalen war sehr schlecht frequentiert. Am Heidenheimer Bahnhof tat sich dann gar nichts wo wir die Ankunft eines Zuges aus Ulm erwartet hätten, so Gelegenheit sich mit dem Stadtplan von Heidenheim zu beschäftigen. Grobrichtung war klar, dass das Stadion auf dem Schlossberg liegt war bekannt. Die Gemeinde wusste mich durchaus zu überzeugen und einen Anstieg auf einen Berg mit eisigen Stufen hat man auch nicht alle Tage, das ist mal ein wirklich verdienter Ground. Es wäre sogar noch Zeit für die Besichtigung des Schloss Hellenstein gewesen, uns zog es aber ins Albstadion wo man schon am Aufgebot vorm Gästeblock erkannte wer dort heute zu Gast war. Bösartigerweise hielt ich das aktuelle Auswärtstrikot der Spatzen für eines des SSV Reutlingen, mea culpa.

Das Stadion war bereits gut gefüllt und konnte besonders mit lustigem Merchandising-Schnick Schnack und einer guten Pizza für 3 Euro punkten. Heim- wie Gästebereich füllten sich zusehends und beide Kurven planten eine Choreo. Für uns war alles optimal einsehbar, standen wir doch die ganze Zeit auf der Tartanbahn ohne dass es zunächst jemanden störte.

Noch schnell den Weg für die Rollstuhlfahrer freigeräumt und dann war Introzeit.

Die ausverkaufte Heidenheimer Haupttribüne zeigte eine Zettelchoreo in den Vereinsfarben, davor aus dem Fanblock Luftballons in den selben Farben.

Im Gästeblock eine Blockfahne und diverse Spruchbänder im Block und vorm Zaun.

Beide Seiten legten von der Lautstärke her gut los, die Ulmer eine Spur aggressiver denn der Zaun wackelte ein paar Mal. Während die Einheimischen aber nur Support für den HSB boten liess man von Seiten des SSV doch deutlich wissen was man vom Überraschungsteam dieser Saison hält.

Der Rasen war soweit freigeräumt worden, ohnehin milderes Wetter im Albkreis als im heimischen Bayern wo wohl 90% der Spiele abgesagt wurden. Der Ball auf diesem Geläuf eher schwierig zu kontrollieren, so dass Spiel trotz erkennbarem Talent auf beiden Seiten eher mässig. Im Ganzen eine ganz amüsante Sache, das Spiel hielt durchaus was man sich versprochen hatte.

In der Halbzeit war dann Gelegenheit zum Gästeblock zu laufen und dort Nunccio von den United Ulm endlich mal zu treffen. Der angenehme Zeitgenosse wusste reichlich Lustiges über die Vorbereitung der Ulmer auf das Spiel und Anekdoten über Spieler der Spatzen zu berichten. Ebenso gab es Aufklärung über die Umstände der Quotenfestnahme im GB, da hatte jemand wohl zu heftig am Zaun gerüttelt. Aktion der Bullen also mal wieder total sinnlos und ein Teil des Anhangs war doch gut am „diskutieren“.

In der zweiten Hälfte besserte sich das Spiel nicht unbedingt, es war klar dass höchstens ein individueller Fehler zu einem Tor geführt hätte. Der Schiri pfiff auch fast gar nix.

Die Ulmer Fans verschlechterten sich auch zusehends, zu viel reines Mitgesinge, aber immerhin natürlich besser als die Heimseite.

Die Security war inzwsichen höchst affektiv und die Polizei gross am rumplanen.

Punktsieger des Tages aber sowieso unser Held der Bär. Die Mischung aus Sexuellerbelästigungspanda aus South Park und den Augen einer Fliege handelte sich vor Abpfiff der Partie noch einen Platzverweis der EOS-Security ein weil er dem Terrain des Gästeblocks zu nah kam. Da wollte der Chef aber zur Feier des Tages mal ordentlich zeigen wer Chef im Ring ist hehe.

Per Pedes ging es dann zurück zum Bahnhof was nicht unbedingt die höchste Freude für den fusslädierten Hofer war. Zumindest gab es aber frohe Kunde vom Stammverein. Bayern Hof hatte das einzige Spiel der Landesliga Nord Bayern in der heimischen Au gewonnen und hat nun 8 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bamberg.

Am Bahnhof traf man zeitgleich mit dem Sonderbus der Ulmer ein. Wir auf Gleis 2, die Münsterstädter auf Gleis 1 mit lustiger Schneeballschlacht und Ermahnungen der sonst beschäftigungslosen Polizei. Zeitgleich fuhren dann auch die Züge in die Richtungen Ulm und Aalen ab. Unser letzter gemeinsamer Zug nach Regensburg war dann vollgepackt mit inzwischen betrunkenen Weihnachtsmarktbesuchern und Pseudofans der Bundesligisten.

Mit einer gemeinsamen Cola bei MC beschloss man den Tag und fuhr wieder in die warme Wohnung nach Kelheim.

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Oberliga Baden-Württemberg – 15. Spieltag – Samstag 12.11.2005 – 1000 Zuschauer

TSV Crailsheim – SC Freiburg II                     0:1     (0:0) 

 

Hinaus in die Discountgesellschaft, rein ins Nachbarbundesland. Heute sollte mal wieder die Bahn AG supportet werden, hat das Bayernticket immer schon 17 Euros gekostet?

Die Bahnfahrt selbst unspektakulär, besonderes Nervpotential heute Kinderwägen in jeder erdenklichen Situation. In Crailsheim kurz im Kreis gedreht und dann den Weg zum Schönebürgstadion gefunden. Was mich dort erwartete hat mich etwas enttäuscht.

Irgendwie versprüht die Anlage den Flair von Sportplatz mit Stufen drumrum, aber natürlich schon besser als eine Bezirkssportanlage oder so. Die Menschen hier waren jedenfalls nett und das Warm-Up ganz unterhaltsam. Kultiger Akzent kann eben immer entzücken.

Aus Freiburg war nur eine erkennbare Autobesatzung angereist, bestückt mit schlichter Zaunfahne (SC Freiburg Amateure die Zukunft) und dazu passenden Kappen.

Die erste Halbzeit spielerisch enttäuschend, jede Seite hätte zwar einmal treffen können, ein Tor lag aber so richtig nicht in der Luft.

Beim Halbzeitspiel werden dann die 6jährigen ausgebeutet *muah*

Nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Sven Lehmann die Partie nun flotter. Möglichkeiten auf beiden Seiten, unterbrochen von der Discoshow bei Auswechslungen der Platzherren.

Hier wird also Musik eingespielt wenn gewechselt wird, immer noch besser als in Reutlingen bei jedem Eckball.

Mitte der 2. Halbzeit Freiburg II mit einer schönen Kontersituation, gut abgeschlossen von Jonathan Pitroipa zum 0:1, sowieso mit der auffälligste Akteur im heutigen Spiel.

In den nächsten Minuten muss Freiburg das Spiel entscheiden was nicht gelingt und so zu einer turbulenten Schlussphase führt. Permanent belagert Crailsheim, meistens per Eckstoss, das Tor des Gastes oder kommt sogar durch Schüssen zu einem Lattentreffer.

In der Nachspielzeit gibt es noch etwas Hollywood von Goalie Dominik Wohlfarth, die letzte Chance kann erneut von Crailsheim nicht verwertet werden und deren Torhüter Manuel Schoppel wird im Anschluss vom Platz gestellt. Was war passiert?

Laut Aussage des Torhüters hat er gesagt: So ein Blinder und damit seinen Mitspieler gemeint. Schiri Lehmann hat gehört: Schiri du Blinder, die Aussage also auf sich bezogen.

Ob Missverständnis oder nicht, im nächsten Heimspiel wird der gerade erst wieder genesene Volker Krey das Tor gegen Tabellenführer Heidenheim hüten müssen.

Freiburg II gewinnt damit auch dieses Spiel und für Freiburg sieht es gesamt wieder gut aus.

Die Profimannschaft ist im Aufstiegsrennen der 2.Liga dabei, die Reserve ist zusammen mit Reutlingen erfolgreichster Jäger des Tabellenführeres der Oberliga und die U19 der Badenser steht auf Platz 1 der Bundesliga Süd/Südwest.

Zur Pressekonferenz geht es ins Clubhaus wo die Bewirtung ein Sonderlob für die Käsebrote mit Zwiebel verdient hat. Gelöste Atmosphäre dort bei den Statements der Trainer und des Crailsheimer Manager. Dazu hat ein regionaler Journalist besonders viele Fragen hehe.

Für mich geht es zurück in die Innenstadt wo man nach Jahren mal wieder in einem Kochlöffel speisen kann und auch dort sind Bewirtung+Service herausragend. War also sehr schön in Crailsheim und ehe man sich versieht landet man wieder in der heimischen Wohnstube. Und der Nachbarbahnof heisst kurioserweise Schnelldorf.

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Kreisklasse Kelheim – 15. Spieltag – Sonntag 06.11.2005 

TSV Neustadt/Donau – SV Lengfeld                 5:2     (0:2) 

 

Willkommen in der Welt theatralischer Amateure und rauchender Schiedsrichter. Kreisklasse Kelheim, sozusagen der Spass im Glas.

Die Fahrt dorthin führt durch ein wahnsinniges Herbstpanorama zwischen Kelheim und Weltenburg, Flash live.

Das Anton-Treffer Stadion in Neustadt/Donau, Informerground, könnte mit seinem grossen Fassungsvermögen und Speedwayeinrichtungen (Bahn und Ampelanlage) auch so in Polen stehen. Der heutige Gegner war SV Lengfeld, begleitet von einer Fanschar die durchaus zu punkten wusste. Angetrieben von solcherlei Unterstützung Lengeld auch die klar bessere Mannschaft in Hälfte 1. Nach einem Pfosten- und einem Lattentreffer gelang Mitte des Spielabschnitts der Führungstreffer und mit dem Pausenpfiff das 0:2.

Neustadt/Donau, mit exzellentem Catering, weiss bis dato nur durch die tolle Tribüne des Stadions zu überzeugen. Erneut liegt man hinten, das rettende Ufer ist 8 Punkte entfernt.

Nach dem Wiederanpfiff startet man richtig durch, erzielt schnell den Anschluss zum 1:2.

In der folgenden Viertelstunde verläuft sich die Partie aber.

Der Schlussspurt gehört aber dann dem TSV, der Gast wird förmlich überrannt.

Mit Erzielen des Ausgleichs wirkt Lengfeld demoralisiert, den Gastanhängern wird zunehmend der Tag vermiesst während in Neustadt die sportliche Sonne aufgeht.

Man deklassiert Lengfeld noch mit 5:2, schöpft so wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Noch ist es aber noch ein weiter Weg Offenstetten zu überholen und Teugn einzuholen.

Lengfeld hat mit dieser überraschenden Niederlage leider wieder Anschluss nach unten, muss aufpassen nicht unter den Strich zu rutschen. Der Heimweg war logischerweise kurz, aber auch mal was Feines zumal grippal angeschlagen.

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Landesliga Mitte – 19. Spieltag – Samstag 05.11.2005 – 280 Zuschauer

DJK Vilzing – Spvgg. Hankofen-Hailing                  1:4     (0:1) 

 

Du brauchst Alternativen wenn der eigene Fanclub zu egoistisch agiert. Kleine Planungsfehler kommen da schon mal vor, gut hat es wer flexibel ist. Vilzing war sowieso schon längst überfällig, das Manfred-Zollner-Stadion am Huthgarten ein Schmuckkästchen dass mit Sicherheit im Spitzenfeld der Amateurligen ist.

Hinter raus wurde es wieder ziemlich ländlich, Vilzing eher ein kleinerer Ort in Nähe des Churpfalzparks.

Früh da, etwas Zeitungslektüre, die Bevölkerung gut gelaunt, auf der Strasse Pferdedroschken (muah). Der Verein von Anfang an grundsympathisch, ein Sieg heute wäre sehr wichtig.

Vilzing auch mit dem ersten Pfostenschuss und mehr im Angriff als die Gäste aus Niederbayern. Trotzdem gehen diese aber in Führung als in Minute 11 ein Konter von Linhart schön verwandelt wird. Verkehrte Welt am Huthgarten, und dass war erst der Anfang.

Vilzing in meinen Augen mit mehr Spielanteilen, Tore fallen aber in der ersten Hälfte nicht mehr. Dafür überzeugen Trank und Semmeln vom Kiosk.

Vilzing nach der Pause mit sichtlich nervösem Beginn, so auch Hankofen mit einer dicken Chance per Direktannahme, blieb aber bei der knappen Führung für die Gäste.

Ab sofort Vilzing nur noch im Vorwärtsgang, drückende Überlegenheit, Dauerbelagerung des Tores von Schwarzensteiner. Irgendwann, längst überfällig, klingelt es dann auch im Hankofener Tor. Der Ausgleich ist endlich geschafft.

Weiter immer weiter unter den Skurrilitäten eines Mannes mit Mantel und Hut dessen Ausführungen irgendwann von den Hankofener Spielern mit Scheibenwischer beantwortet werden. Das nennen wir Engagement, das macht uns Spass hehe.

Die Hankofener Abwehr steht aber gut gestaffelt, die DJK Vilzing rennt wie verrückt an.

Und oftmals fängt man sich so eben dann Konter ein, so auch hier. Bei einem dieser Konter  landet der Ball im dritten Versuch zur erneuten Führung im Vilzinger Gehäuse.

Vilzing nun mit dem Mut der Verzweiflung, bis zum Spielende nie aufgebend. Die Stimmung im Rund nun richtig aufgeheizt hihi.

Vilzing blieb aber erfolglos und bekam es am Ende noch richtig Dicke mit.

Ein erneuter befreiender Konter wäre an glücklichen Tagen wohl auf der Torlinie geklärt worden, heute verstolpert Eyerer den Ball und es steht 1:3.

Eyerer daraufhin nun total konfus, spielt beim nächsten Angriff auch noch Hand, sieht so auch noch gelb-rot, Handelfmeter, 1:4, Schlusspfiff. Danke für den schönen Nachmittag in Cham.

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Frauen Bundesliga – 8.Spieltag – Sonntag 30.10.2005 – 160 Zuschauer

FSV Frankfurt – Bayern München                   0:3       (0:2)

 

Auch im Rotlichtviertel kann man gut nächtigen (hehe), das Frühstück, wie gewohnt bei Etap, mit gutem Standard. Dieses Mal bei nur zwei Brötchen mit Belag und Kaffee aber quasi keinen Gewinn gemacht. Zeitlich passend danach die Bundesligazusammenfassung auf DSF und schon war es Zeit wieder aktiv zu werden.

Der Bornheimer Hang war rasend schnell und souverän gefunden, auf dem Gelände des FSV war schon was los und das Spiel der A-Jugend gegen SC 07 Bensheim in der Oberliga in vollem Gange. Dieses Ereignis endete mit 14:0 und auch die B-Jugend kam im Anschluss gegen Rosenhöhe zu einem 5:0, Nebenplatz also abgehakt *rofl*.

Interessant sowieso nur das eigentliche Stadion und die Frauen-Bundesliga.

Der FSV mit der tollen Bilanz von 1:36 Toren aus den ersten 7 Spielen, selbstverständlich noch ohne Zähler.

Absoluter Kult das Stadionheft. Im Vorwort äußert sich der Trainer Frank Schwalenberg in dem Sinne dass es mit dem vorhanden Kader unmöglich sein wird die Klasse zu halten, man stelle sich das mal in der Herrenbundesliga vor..Funkel schreibt im Stadionheft dass sein Team sowieso chancenlos ist…

Die Spielerin Esma Gado berichtet dann wenige Seiten weiter vom letzten Spiel gegen Freiburg. Hier klingt die Niederlage schon viel entschuldbarer und der Text fördert einige Stilblüten des Deutschen in Grammatik und Rechtschreibung zu Tage…wie gesagt, macht die Truppe nur sympathischer.

Anpfiff und beide Teams erhalten Support. Die FSV-Damen haben ihre treuen Seelen auf der Tribüne hocken, das Bayernteam wird durch die Hutwäller unterstützt, wohl zumindest extra aus Köln auf dem Heimweg Station in Bornheim gemacht.

Dieses Mal kann sich der FSV 15 Minuten lang erfolgreich gegen das erste Gegentor stemmen, dann schiesst Janine Partzsch zum 0:1 ein.

Der Stadionsprecher gratuliert derweil der Torhüterin des FCB, Ulrike Schmetz, zum Geburtstag und der Brezelverkäufer vom FSV ist auch ein Orginal.

Bis zur Pause lassen die chancenlosen FSV-Mädels nur noch ein Gegentor zu. 0:2 durch Nna Aigner in der 40. Spielminute.

Zur 2.Halbzeit darf es sogar etwas Schatten sein, die Sonne steht an diesem Nachmittag tief.

So kann man das Aufwärmprogramm von Esma Gado und Andrea Riedl verfolgen, das Spiel bietet zu diesem Zeitpunkt wenig Unterhaltsames.

Spannender wird es erst wieder in der 70. Minute. Tanja Dürr, DIE neue Hoffnungsträgerin beim FSV seit wenigen Spielen geht aus der Partie. Dies schürt eher Unmut beim hinter mir stehenden kleinen Bruder der Spielerin, aber erfeut mich sehr. Endlich meine neue Flamme Andrea Riedl in action J

Nna Aigner platziert dann kurz vor Feierabend noch einen Kopfball im Tor von Verena Volz, weiterhin die Akteurin die am Wenigsten für die Misere beim Frauenteam des FSV kann.

Dann ist Schluss und ein sehenswertes Spiel geht zu Ende. Der FSV muss somit weiter auf die Kehrtwende hoffen, ideale Möglichkeit hierzu bietet das nächste Auswärtsspiel in Sindelfingen bzw. muss man dort erfolgreich sein sonst scheint der sehr wahrscheinliche Abstieg bereits besiegelt.

Ich verlebe im Anschluss eine entspannte Heimfahrt und kann in Thüngfeld noch eines der letzten Geheimnisse der Menschheit lüften. Was das ist erfahren nur fleissige Leser von bembeltours.de.vu…so long

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Corgon Liga Slowakei – 13.Spieltag – Sonntag 16.10.2005

Artmedia Petrzalka – MKS Zilina                                1:1       (1:1)

 

Wir waren also früh wach. Ab 7 Uhr lief die Dusche die als besonderen Entertainmentfaktor die Optionen saukalt und brühend heiss im nicht angekündigten Wechsel bereithielt. Da schafft die eigene Stimme noch ein Quietschen unter diesen Bedingungen hehe.

Das Frühstück war aber dann fantastisch, Buffet at it’s best, so kann man den Wiener Gürtel wohlgenährt befahren. Nach Bratislava war es dann nicht wirklich weit, eine sehr interessante Stadt. Junior Hofer hatte gottlob gute Detailkenntnis so dass der Ground in einem Park schnell aufgespürt war. Hier musste dann Borgs nach Hause telefonieren weil es ungute Nachrichten aus der Heimat gab. Für umgerechnet 2 Euro betraten wir die Heimstätte des slowakischen Meisters und mein erstes Ziel war die Toilette weil auch mir ungut war.

Die Tür musste man selbst zuhalten, der Rest der Toilette war normal ausgestattet.

Wir suchten uns dann genehme Plätze und umrundeten so den Platz einmal.

Für 10.30 Uhr morgens verlief sich auch schon eine recht ordentliche Anzahl an Zuschauern, es gab Support einer kleinen Gruppen von Leuten und der grösste Blickfang waren die Cheerleader die superprofessionel schon weit vor Spielbeginn alle Formationen akribisch geübt haben.

Die weiteren Details fallen leider etwas unter den Tisch da ich diesen Text, entgegen meiner Gepflogenheit, nicht sehr zeitnah schreibe. Ich gelobe Besserung.

Es gab jedenfalls in einem seitlichen, sehr sangaktiven Block eine kleine Papierblockfahne und eine Zauni auf Deutsch. Der Klobasatest kostet nen Euro und die Wurst schneidet im soliden Mittelfeld ab. Artmedia ging in Führung, diese konnte Zilina noch vor der Halbzeit ausgleichen, der kleine Gästeblock freute sich immens darüber.

Die 2.Halbzeit bestand dann für mich eher aus diversen Klogängen, Artmedia ist dann sogar wegen mir das Toilettenpapier ausgegangen. Ich habe also den slowakischen Meister ruiniert *lol*.

Aufgrund meines Dünnpfiffs und akuter Unlust beschlossen wir dann gleich den Weg heim nach Bayern anzutreten. Bis Melk steuerte ich noch selbst den Astra und veranstaltete auf ein paar Raststätten ein Massaker im Toilettenbereich.

Dann ging nix mehr und Junior übernahm ehrenwerterweise das Steuer und brachte uns sicher zurück nach Hengersberg. Kurz vor der Grenze nach Deutschland übergab ich mich dann sogar, was aber nicht an den Fahrkünsten meines Begleiters lag.

Der Weg heim von Hengersberg war dann nicht wirklich schön, zu Hause sollten dann noch hohes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen warten. Alles etwas unschön, trotzdem tolle 2 Tage mit Herrn Borgs.

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T-Mobile Bundesliga Österreich – 14.Spieltag – Samstag 15.10.2005

SK Rapid Wien – Red Bull Salzburg                          2:3       (1:0)

 

 

Viele Optionen waren in der Verlosung. Belgrad-keine Gästefans, Sarajevo-kein Mietwagen.

Geht es halt nach Wien und Bratislava, hat ja auch was slawisches.

Neueste geometrische Berechnungen ergaben Hengersberg als Kreuzung zwischen Donau und München-Cincinnati. Schwupps Vignette gekauft, Junior Hofer eingeladen und schon in Oberösterreich. Bei Melk einen Rasthof aufgetan wo Ultras Fürth-Bapperl klebten und Junior’s Käsekrainer mit  Paprika probiert. Ansonsten ist der Empfang der Radiosender hier nicht unbedingt durchgehend…zu ein paar Krone Hits hat es aber gereicht.

Sehr bravourös wurde auch das Hotel Kavalier im 14. Bezirk aufgetan, angenehm nah am Rapid-Stadion und ein weiteres Schnäppchenmeisterwerk des Herrn Borgs.

Unser Zimmer war noch nicht ganz bezugsfertig, somit Gelegenheit für uns die Umgebung nach Supermärkten abzugrasen. Dabei kam es zu interessanten Sozialstudien, Wien lebt nicht nur vom Schmäh allein. Eine Dame in modischen Joggern mit Schleifspur erschreckte dabei eine Ete-petete Frau so dermassen dass diese spontan Ihren Einkaufswagen vorm Hofer (also dem Geschäft jetzt) umschmiss. Bananen fürs Volk hehe.

Wieder zurück an der wohl nobelsten Adresse des Viertels schickte uns Tamara nun auf die Zimmer, der übliche Ramada-Standard wie gesehen in Leverkusen und Köln.

Natürlich steigen wir als geübte Geheimagenten nicht unter richtigen Namen ab, so begrüsste uns der TV (und auch die Zimmerrechnung) recht herzlich als Thorsten Ortwein.

Man hätte mal ausprobieren sollen ob dann auch die Minibar auf Herrn Ortwein gebucht wird.

Hier ließen wir es ruhig angehen und versumpften, somit nix Berichtenswertes bis ich zum Aufbruch ins Hanappi mahnte.

Mittels Straba und 2 Euro Einsatz war dieses schnell erreicht und ohne grosse Umschweif gab es VIP-Eintritt. Am TV noch die Schlussphase der heimischen Eliteklasse verfolgt, da hat ja mal wieder so gar keiner für die Eintracht gespielt *grummel*.

Noch kurz ein Eistee und raus ins Theater. Die Westkurve schon kräftig am Werkeln, der kleine Gästeblock auf der Ost unterteilt in Violette und Ochsen.

Bevor es losging wurde noch Steffen Hofmann für die Hall of Fame (100 Pflichtspiele) und ein Fan für die unglaubliche Zahl von über 1400 Rapid-Spielen (weiss jetzt nicht ob sogar hintereinander) geehrt.

Das Intro der Rapidkurve schier gigantisch, drei grosse Blockfahnen in den Vereinsfarben, darüber die Buchstaben KULTKLUB und als Spruchi „Magna,Superfund,Red Bull – alle verkauft. Wirklich alle? UR“. Die Gästekurve, Sektion Weiss-Violett, gibt als Antwort „Charakter verdient Respekt“.  Vom Lärmpegel und Intensität dürfte Rapid eine der besten Kurven Mitteleuropas sein. No more words necessary.

Steffen Hofmann ließ dann in der 15. Minute alle austicken und scorte abgefälscht zum 1:0.

Danach war es aber spielerisch mit Rapid’s Herrlichkeit vorbei, nun mehr Red Bull am Drücker und diese fanden Ihren Meister in Magier Helge Payer. Vier Glanztaten zwischen der 31. und 40. Minute retteten SK Rapid den Vorsprung in die Pause.

Nach der Pause sah es wieder etwas besser aus für die Hütteldorfer, trotzdem musste man dann doch in der 66. Minute den Ausgleich durch Christian Mayrleb hinnehmen.

Nun wollte Rapid vor den 15800 Zuschauern zurückschlagen, wenn nötig in der berühmten Rapidviertelstunde. Pünktlich zu dieser, besser gesagt kurz davor, gelang dies auch. Marek Kincl mit dem 2:1. So konnte das beindruckende Spektakel besonders lautstark beginnen.

Was folgte war ein ganz böser Dämpfer. Kaum waren alle in Laune schlug erneut Mayrleb zu und errang erneut den Ausgleich. Und um alles ganz fatal zu machen war es in der 81. Minute Thomas Linke mit dem 2:3 Siegtreffer für Salzburg. Nun hatten auch die Bullenfans ein Plakat „SK Rapid Wien – Ohne Moos nix los“ – Lächerlichkeit galore.

Die Partie endete also mit einer Rapidniederlage, da verschaffte dann nur noch ein persönlicher Blick in die Westkurve und zum SK-Flohmarkt Trost bis es wieder mittels Straba zurück zum Hotel ging.

Dort knurte dann noch der Magen und so kehrten wir in ein Haubenlokal bei Gulasch, Bier und guten Gesprächen ein. Auch hier wieder reichlich Skurilles. Vorm Nachbarhaus standen drei Einsatzfahrzeuge was laut Wirtin normal sei. Ebenso war sich unsere Bedienung anfangs in Unkenntnis der Uhrzeit nicht so sicher ob die Küche nun offen oder geschlossen habe.

Dann fielen wir aber wirklich auf die Matratzen wo ich noch die Happy Tree Friends kennenlernte, eine Begegnung auf die ich auch hätte verzichten können. Vielleicht schliefen wir deshalb so schlecht so dass wir bereits um 5 Uhr wieder wach und stramm in unseren Betten lagen, kann aber auch an der fehlenden Lüftung gelegen habe.  

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Landesliga Mitte – 15. Spieltag – Samstag 08.10.2005 – 200 Zuschauer

TSV 1861 Neustadt/Aisch – ASV Cham                 1:1     (1:0) 

 

Obi lädt, Zico hört darauf. Schon ein schlechter Einfluss des Herrn Bierl auf mich *hehe*.

Mittels WET ging es zu einem der besseren Ground in der hiesigen Landesliga, an die Aisch nach Neustadt. Im Zug war es soweit ok, es nervten halt mal wieder die Quasselstrippen, wünsche mir bitte einen Walkman zu Weihnachten – Geschenke bitte an die Redaktionsadresse. Dank des tollen Einsatzes von Obi ergatterten wir aber wenigstens Sitzplätze im verspäteten Zug.

Der zweite Train nach Neustadt war dann sehr leer, man aber auch bald da wo sich Vaclav am berühmten Bahnhof (remember Rostockfahrt) dazugesellte.

Sobald begann ein wilder Marsch durch die Neustädter Pampa und Wohngegenden.

Am Plärrer gab es lecker Döner für Gross und Klein und da wir sehr in unser Spezialthema vertieft waren bekam dies auch der Dönermensch mit und hielt mit seiner Begeisterung nicht hinterm Berg. Dass wir die Hools des ASV Cham sind war dann aber doch zu leichtgläubig.

Völlig versteckt liegt dann der Sportplatz an der weissen Marter. Ohne Kontrolle den Eingang überwunden sah man sich um und wurde sofort von Herrn Janousch enttarnt dessen Sohn ja bekanntlich bei den Aischgründern spielt.

Man nahm auf Bierbänken Platz und studierte das Calcio 2000 von Herrn Vaclav als sich auch noch der Bremer zur grossen Freude von Obi zu uns gesellte.

Ich wählte derweil meine Lieblingsabteilung des TSV. Leider ist in der TSV-Sportschau aber kein Beitrag über die Koronarsportgruppe drin.

Sehr lustig auch das Stadionheft des TSV 1861. Auf der ersten Seite ein Absatz über den heutigen Gegner, dann auf Seite 2 ein paar Zeilen über den letzten Kick, dann 16 Seiten gleichbleibende Werbung um dann mit Statistik der Reserve und ein paar Witzen abzuschliessen (ist immer so – Beweis das Heft vom Deggendorfheimspiel).

Was aber absolut grossartig am Stadion an der Weissen Marter ist, ist die Tribüne.

Wie im Hühnerstall läuft man auf Stegen und wackligen Planken. Ein Fehltritt und es geht nach unten. Wer hier noch nie gesessen hat hat nicht gelebt.

Das Spiel übliches Fünftliganiveau, wir ergözten uns in Hoppingthemen bis zum Exzess und regten damit sichtlich einen alten Nazi auf. Ist ja schon sehr gefährlich mit so vielen Promillen auf DIESER Tribuna *g*.

Auf dem Feld schaffte unterdessen Cavallo in der 36. Minute die Führung für die Platzherren.

Zeit in die Pause zu gehen in der sich unser befreundeter Alki entschloss wen er denn gerne umlegen würde. Das wir aber weder rauchen,noch trinken und zudem pazifistisch sind hat wohl sein Bild der Jugend sehr zerstört.

In der 2. Halbzeit ein verkehrtes Bild, nun Cham am Drücker und es war nur eine Frage der Zeit bis dann in der 60. Minute der inzwischen verdiente Ausgleich fällt.

Danach Neustadt stehend ko und in dieser Verfassung sicherer Kandidat für die BOL nächste Saison. Cham trug einen Angriffszug nach dem anderen vor und scheiterte nur am eigenen Unvermögen, ein Auswärtssieg war hier heute locker drin.

Als aber selbst Heber und Bauernspitz nix halfen trennte man sich pazifistisch 1:1 und der Bremer brachte uns dankenswerterweise zurück zum Bahnhof.

So erwischten wir unseren 17.09 Uhr Zug und sollte man den Zug nach Schwandorf um 17.54 Uhr erwischen wäre alles im Rahmen. Planmässige Ankunft 17.49 Uhr, 10 Bahnsetieg zu überwunden, wir sind jung und knackig – no problem – denkste… 17.53 fuhr man gerade ein am Bahnsteig 9 und somit Sprint zu Gleis 19 in der völlig überfüllten Zug nach Schwandorf.

Warum Samstag Abend so viele Leute von Nürnberg nach Sulzbach-Rosenberg fahren würde mich mal interessieren. So gab es ne Stehparty im Gang und leider kein Toilettenpapier im Zug-WC. Wenig später schon konnten wir unsere müden Glieder aber wieder in Sitzen niederlassen und den nach Aussage Vaclavs strengsten Schaffner Bayerns überstanden wir auch. Im letzten Teilstück zeigte dann Obi seine gute Erziehung und liess die zwei Ältesten der Reisegruppe sitzen, dann gelangte man wieder nach Regensburg und zu BK für nen Euro-Burger um dann zu Hause die WM-Quali auf Premiere zu konsumieren. Nur noch 6.

 


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