Oberliga NOFV-S�d � 17. Spieltag - Sonntag 12.12.2004
FSV Zwickau � SV 1919 Grimma 0:2 (0:1)
Einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen, einmal ein Heimspiel des FSV Zwickau besuchen.
Da f�llt das Aufstehen um 5 Uhr am Sonntag auch nicht schwer. Vorteil der fr�hen Anreise zum Regensburger Hauptbahnhof sind die freien Parkpl�tze unmittelbar davor.
Auch sehr interessant die Gestalten die sich um diese Zeit dort rumtreiben, der Burgerking ist sogar um 6 Uhr pickepackevoll. Fahrplanwechsel, das hei�t beim Unternehmen Deutsche Bahn auch gleichzeitig Preiserh�hung. Das Wochenendticket nun f�r 30 Euro.
�ber Schwandorf und Hof geht es nach Zwickau. Dort wartet zugleich die Belohnung f�r die lange Zugreise. Gebratene Nudeln mit D�nerfleisch am Schnellimbiss.
Ein dickes Lob hat die Stadt Zwickau f�r Ihre Stadtpl�ne verdient. Gleich mal einer im Bahnhof, ein gr��erer Plan gleich um die Ecke. Habe wohl noch nie so leicht und stressfrei ein Stadion gefunden dessen Lage mir nicht auswendig bekannt war.
So geht es die B�rgerschachtstrasse per pedes entlang, im Grunde genommen ein tristes Industriegebiet. Der Weg nach Schedewitz ist mit Tags von Red Kaos und Ultras Dynamo gepflastert.
Um 13.30 Uhr steht man dann vor der guten Stube, die Stadionkneipe tr�gt den kultigen Namen �Am Stadion�. Rund um den Ground eine Mischung aus Gassen und Waldwegen, die ganze Veranstaltung ja eine aufgesch�ttete Halde.
Schnell kommt man mit den Sachsen ins Gespr�ch, nettes V�lkchen hier. Ein zahnloser Herr will von mir wissen ob ich auch Fu�ballfan bin. Ich bin um 5 Uhr aufgestanden und �ber 4 Stunden hier her gefahren, da habe ich dann mal mit �Ja� geantwortet.
Man verleiht der Hoffnung Ausdruck mit einem hohen Sieg heute den letzten Tabellenplatz und die Abstiegsr�nge der Oberliga verlassen zu k�nnen.
Um 14.10 Uhr �ffnen endlich die Kartenh�uschen, der Erwerb des Tickets scheitert aber zun�chst am fehlenden Wechselgeld in den Kassen. Das also mal wieder typisch f�r den Verein FSV Zwickau.(besagt zumindest die Legende).
Das Stadion hat dann nat�rlich seinen ganz eigenen Charme. Obi hatte ja mal Hof als marode bezeichntet, aber was dann hierzu sagen ? �ber die Reste der alten Radrennbahn sind Stahlrohrtrib�nen geplastert. Das Ganze ist eine durchaus wacklige Angelegenheit aber sehr sehenswert und wird mittels den F��en dazu genutzt bei Standards ordentlich L�rm zu machen. Besonderes Merkmal des Westsachsenstadions ist der gro�e Turm wo sich auch Pressepl�tze und der Raum f�r den Stadionsprecher befinden.
Dieser Sprecher ist auch von einer ganz besonderen Gattung. Daueroptimistisch verk�ndet er schon 30 Minuten vor Anpfiff dass es heute mit dem Heimsieg klappen wird.
Es folgt ein Musikmix aus Pophits und komischen Schlagerliedern und grunds�tzlich wird jeder als Sportfreund angeredet. 10 Minuten vor Anpfiff bringt dann auch Red Kaos seine ber�hmte wei�e Heimfahne vor Block E an.
Vor Spielbeginn gibt es eine Schweigeminute f�r Lothar Kunack, Mitglied der Meistermannschaft 1949/50 der ZSG Horch Zwickau, der k�rzlich verstarb.
Dann beginnt das Spiel, nicht aber der Support der Zwickauer Ultras.
Man hat sich wohl einen Stimmungsboykott auferlegt und verweigert die Unterst�tzung der eigenen Elf. Vor Jahren noch in der 2.Liga und nun droht der Absturz in die Landesliga,da verschl�gt es einem schon mal die Sprache.
Was auf dem Platz passiert ist auch wenig erbaulich. Ein w�stes Gebolze, Spielkultur ist wo anders zu suchen. W�hrend Grimma �u�erst verbissen agiert fehlt es bei den Westsachsen an der Spielkunst. So gelingt es auch dann nicht den Ball nach einer Ecke zu kl�ren und der Gast aus Grimma geht mit 0:1 in F�hrung. Bejubeln tut es keiner, sind doch keine Fans aus Grimma anwesend. Nur der Unmut bei den leidgepr�ften Heimfans wird gr��er.
Da wird gebuht und Ober-L schreit dem eigenen Torwart zu nicht zwei linke Schuhe anzuziehen, wechselt dieser doch mitten im Spiel sein Schuhwerk.
Es dauert geschlagene 40 Minuten bis der FSV Zwickau einmal konstruktiv und durchdacht vor das Tor von Grimma kommt. In den knapp 8 folgenden Minuten bis zur Pause hat aber dann Zwickau so viele Chancen dass ein Unentschieden mehr als verdient gewesen w�re.
Das eigene Unverm�gen verhindert aber den Ausgleich und erh�ht lediglich den Lautst�rkepegel der Schimpftiraden von den Trib�nen.
W�hrend der Halbzeitpause darf es eine Roster sein. Schnell bedient worden, Wurst gut aber mancherorts im Osten besser.
Als die eigenen Spieler wieder den Rasen betreten hat Red Kaos dann doch was vorbereitet.
Das Spruchband �Ihr schreibt traurige Geschichte�, untermalt mit Kreuzen und den Ergebnissen aller Niederlagen dieser Hinrunde auf Plakaten. Dazu ein Ethno-Totenmarsch, dahingestellt ob zuf�llig oder doch guter Draht zur Stadionregie � ein G�nsehautmoment.
Nur der Stadionsprecher verliert nicht seine rosarote Brille und verk�ndet �ber Mikro seine Zuversicht dass das Spiel noch umgebogen wird. Die Fankurve strafft das eigene Team weiter mit Schweigen.
Der FSV Zwickau vollbringt in der zweiten Halbzeit nahezu Unglaubliches. Meint man dieses Unverm�gen vor dem gegnerischen Tor nicht mehr steigern zu k�nnen so belehrt der FSV die 469 Zuschauer eines Besseren. Mancher Fan munkelt da schon von Absicht.
Auff�llig das oft sehr unsportliche Verhalten der Grimmaer. Da wird gefoult und geschubst und Schiedsrichter Rene Hammer z�ckt viel zu sp�t mal den gelben Karton.
Auch der Stadionsprecher hat davon genug und w�nscht einem humpelnden Spieler des Gastes �ber Lautsprecher ironisch Gute Besserung.
Und wie so Spiele eben laufen. Zwickau versucht mehr oder weniger talentiert das Tor des Gastes zu belagern und f�ngt sich ein Kontertor. Nun hat man (mal wieder) die Nase voll. Eine f�r diese Zuschauerzahl gro�e Summe an Zusehern verl��t den Ground. Red Kaos beginnt �ber die Ballustraden nach untern zu klettern und kommt der Mannschaft bis zu den Z�unen n�her. Das ganze Stadion (*lol*) fordert den Kopf des Trainers Gro�e (oder war doch der Spieler Rothe gemeint (wenn ja Sorry � Spenden f�r eine H�rger�teversorgung werden gerne entgegengenommen)). Den Spielern wird verbal und mittels der Styroporkreuze zu verstehen gegeben dass sie die Totengr�ber des Vereins sind. Aber in Zwickau wird ja auch mal gerne w�hrend Ausw�rtsspielen der Platz gest�rmt um den Elf Akteuren die Meinung zu geigen. Aber heute ist das nix mehr zu retten und mit der gezeigten sportlichen Leistung auch sicher nicht der FSV. Unvermittelt zum Bahnhof zur�ckgerannt wo der Zug nach Hof schon proppevoll ist. Der Weg nach Hof wird dann von mir verschlafen.
Dort gibt es dann die sehns�chtig erwartete St�rkung in Form von Ribhacksteakbaguett und H�hl-Apfelsaft. Die Fahrt mit der Vogtlandbahn nach Regensburg ist dann relativ unspektakul�r. Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich auch von diesem Unternehmen auf meine Fahrkarte �berpr�ft.
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Oberliga Bayern � Samstag 11.12.2004
BCF Wolfratshausen � Spvgg. Greuther F�rth (A) 1:4 (1:3)
Gro�e Taten, gro�e Tage. Die Mediengruppe Telekommander fungierte als Wecker, da schon im Auto auf dem Weg nach Regensburg. Erster Schmunzler des Tages am Galgenberg. War doch jemand des Nachts besonders motiviert gewesen und hatte den leichten Schneepuder auf den parkenden Autos dazu genutzt Botschaften zu hinterlassen. Und das nicht auf 2,3 Autos sondern an bestimmt 50 ! Es waren so essentielle Botschaften von �Frost �10� bis �Oberallg�u sucks� dabei. Zeitig den Bahnhof erreicht sagte man AOK-Teamleiter und Burgerking noch Guten Tag. Im Zug nach M�nchen kam zum Bayernheimspiel noch der Weihnachtsmarkt hinzu was in einem Sitzplatz auf dem Boden im Zwischenabteil endete. Aber wir sind ja Einiges gewohnt. Just in time in die S7 zur Endhaltestelle Wolfratshausen.
Das Abstiegsduell zwischen Wolfratshausen und F�rth bei Minusgraden winkt.
Der Wohnort unseres heimischen Ministerpr�sident wei� sehr zu �berzeugen. Offensichtlich leiden die Anwohner unter Durchgangsverkehr, ansonsten aber sehr idyllisch. Angesichts der H�user dort d�rfte ein Lebensabend aber nur mit Direktorengehalt m�glich sein.
Das Isar-Loisach-Stadion hatte sich etwas versteckt wurde aber rechtzeitig erreicht.
Es begannen die guten Eindr�cke. Charmante Eintrittsfitzelchen in eine tolle Anlage, nettes Stadionheft namens Hattrick und ein gepflegtes Sportlerheim.
Sofort mu�te auch die Steaksemmel probiert werden, diese konnte aber wegen zu viel Flachs nicht recht munden.
Weiteres Positivum die Stadionsprecherin Christiane Krabbes. Mit Engelsstimme vorgetragen klingt die Aufstellung doch gleich viel aufregender, wir erinnern und mit Schaudern an Steffi Renze in Reutlingen.
Keck dann der Einzug der Oberligagladiatoren mit Fanfarenmusik. Von Beginn an entwickelte sich eine mitrei�ende Partie. Bereits nach kurzer Zeit gibt es den ersten Pfostenschu� f�r Wolfratshausen zu vermelden. Im Gegenzug ist es dann der Gast aus Mittelfranken der sich vorm dem gegnerischen Tor doof anstellt.
Dann aber l��t Dominik Irmer dem F�rther Torwart keine Chance, vielleicht hat ihn ja meine SGE-M�tze befl�gelt, gibt er doch im Stadionheft die Eintracht als Lieblingsclub an.
Mit der F�hrung lebt die Hoffnung des Aufsteigers aus der Landesliga S�d endlich Anschluss an die Nichtabstiegspl�tze zu finden, der Schein erlischt aber bald.
Ein Konter der F�rther wird von einem Abwehrspieler der Gastgeber durch Schubsen von hinten im Strafraum gestoppt. Das bedeutet als letzter Mann die rote Karte und Elfmeter f�r die Franken. Die Ausf�hrung des Strafsto�es verz�gert sich noch etwas legt der hinausgestellte Spieler doch wenig Wert darauf das Gel�nde z�gig zu verlassen. Der Schiriassistent kann sich derweil in lauterem Tonfall mit Trainer Andreas Brunner unterhalten.Frank Kramer st�rt das Alles wenig � 1:1.
Weiterhin sind beide Teams h�chst aktiv, F�rth zeigt sich aber vor allem als Standardmeister.
Nach einer Ecke ist es wiederum Kramer der zur 2:1 F�hrung f�r F�rth trifft.
Wolfratshausen ist vom Gl�ck heute weniger bedacht. Hier reicht es nur zu einem weiteren Lattentreffer. Gl�ckspilz des Tages wird aber sowieso Frank Kramer. Der noch fehlende Standard hei�t Freisto�, Kopfball, Hattrick � 1:3.
Mit diesem Ergebnis geht es in die Pause was f�r mich die Komplettierung der Oberliga Bayern bedeutet. Dies mu� nat�rlich sofort per SMS ausgew�hlten Personen mitgeteilt werden. Die Gratulantenschar l��t nicht lange auf sich warten.
Mit Wiederanpfiff versucht nun Wolfratshausen verbissen zum Erfolg zu kommen, will man sich doch die v�llig neue Erfahrung eines Abstiegs ersparen. Seit der Saison 1994/95 f�hrt der Weg des BCF n�mlich nur stetig nach oben. So richtig brandgef�hrlich werden die Gastgeber aber nicht, viel mehr ist es F�rth vorzuwerfen nicht zwei Gro�chancen zum 4:1 zu nutzen.
Mit fortgeschrittener Zeit wird das Spiel auch eine Idee h�rter. Sehr animierend f�r die traditionell extrovertierten Zuschauer in Farchet. Als dann Wolfratshausen aufgesteckt hat ist es Ergin Kalender der Martin Eberherr zum vierten Mal nur das Nachsehen l��t. Der F�rther Sieg ist Ausdruck gr��erer Cleverness und guter Taktik. Man findet also bei der Spielvereinigung Anschlu� ans Oberligamittelfeld. Lobend auch zu erw�hnen dass hier der Grundsatz U24 noch etwas bedeutet und ausschlie�lich talentierter Nachwuchs eingesetzt wird. Eine sch�ne Wanderung l��t mich dann wieder rechtzeitig den Zug zur�ck zum Hauptbahnhof erreichen.
Im Zug Richtung Oberpfalz wird es dann erst recht lustig. Diesmal mit Sitzplatz ausgestattet bietet sich mir folgendes Schauspiel:
In der Sitzgruppe drei Ossis die Witze erz�hlen die schon vor 10 Jahren einen Bart hatten, ein fr�nkisches Bayernfanehepaar (Sie zu doof das WC zu finden, er verzweifelt daran), ein Typ der Vater geworden ist und so eine Fahne hat dass er in Landshut sogar das Aussteigen vergi�t (Armes Kind) und ein oberlehrerhafter Prolet der dauernd �ber die Szenerie die Nase r�mpft. Wer zahlt da noch GEZ-Geb�hren ? Dazu geht mir der Lesestoff aus.
So sehne ich den Regensburger Bahnhof mehr als herbei und die kalte Luft l��t mich wieder fahrt�chtig werden. Schnell rein in den guten Astra und nach Hause zu Thomas Gottschalk.
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Oberliga Bayern � Samstag 20.11.2004
Spvgg. Greuther F�rth (A) � 1.FC Passau 0:3 (0:1)
Chemnitz-D�sseldorf verlegt. Zwickau-Chemie f�llt aus und VFC Plauen druckst rum. Welch ein Jammer. Gut dass es da die sch�nste Liga der Welt noch gibt � Let�s go Oberliga Bayern.
Mit einem Anruf am Schie�anger noch letzte Zweifel beseitigt und nach einem Fr�hst�ck �ber freie Autobahnen nach Franken. Noch etwas F�rth durchfahren was aber bedeutete einen sch�nen Parkplatz vorm Polizeipr�sidium zu kriegen und erst mit Anpfiff die Charlie May Sportanlage zu betreten. Bei Schneesturm ja auch nicht unbedingt negativ. Der Platz in F�rth-Central ist also nach einem Helden von Bern benannt und verf�gt wie der Name �Sportanlage� schon verr�t �ber diverse M�glichkeiten der sportlichen Ert�chtigung.
Um den Rasenplatz befindet sich eine Acht-Spur-Laufbahn f�r die Leichtathleten, dazu Kleinbasketballfelder, Hochsprunganlagen und gewiss ist auch eine Weitsprunggrube vorhanden. Erstaunlicherweise hatten die G�ste aus der Dreifl�ssestadt sogar eine kleine Delegation an Fananhang mitgebracht. Diese waren die nicht gerade kurze Strecke mit dem PKW oder dem Mannschaftsbus gekommen. Ansonsten verloren sich die �blichen Nasen des Amateurpublikums am Platz. Aber selbst unter 100 Leuten gibt es noch Eine die einen kennt.
Das Spiel selbst wogte hin und her ohne rechte Begeisterung entflammen zu k�nnen. So galt es der K�lte und dem eisigen Wind zu trotzen und mittels Trippelschritten den Organismus hochzuhalten. Der Verpflegungstest f�llt f�r F�rth �u�erst positiv aus. Salami mit Salat und Mayo im Br�tchen ist mal was Anderes. Kurz vor der Halbzeit gab es dann einen berechtigten Elfmeter f�r die Passauer den Beyer dann auch souver�n verwandelte.
Von da an lebte das Spiel dann auch viel mehr, wurde aber leider dann 4 Minuten sp�ter unterbrochen. Als Erstes wieder auf dem Sportplatz waren die F�rther und wir wissen ja: Wer als Erstes kommt verliert. Die Passauer waren zu diesem Zeitpunkt schon zufrieden. Weiter der �bliche Trott, beide Teams ebenb�rtig, wobei man den Mittelfranken vorwerfen muss zu wenig agiert zu haben. Auch war eine gewisse Verunsicherung beim U24-Team des Zweitligsten auszumachen. Gegen das 0:2 konnten sie aber nun wirklich gar nix machen � ein Tor des Monats. Christian Vogel verwandelte eine Ecke direkt ins Tor. Nicht nur Christian Lenze kann das also. Nun nat�rlich Passau voller Euphorie w�hrend F�rth eine Wechselorgie veranstaltete. Passau ganz routiniert, die Mannschaft scheint sich seit meinem Besuch an der deutsch-tschechischen Grenze viel besser gefunden zu haben. So rannte F�rth an und Passau verstieg sich auf Konter. Einer wurde dann noch zum 0:3 genutzt, wobei es sehr strittig sein d�rfte ob der Ball von K�ppl von Torwart Essig noch vor oder doch schon hinter der Linie abgefangen wurde. Der Schiedsrichterassistens zeigte jedenfalls an den Ball hinter der Linie gesehen zu haben.
Das Spiel also entschieden, Passau total aus dem H�uschen. Ich begab mich ins Warme der sanit�ren Anlagen und hielt noch bis zum Schlusspfiff die Stange. Dann zum Auto gehumpelt (eingewachsener Zehennagel ole) und unter M�digkeitsattacken wieder heim zum Einkaufen nach Kelheim. Fehlt nur noch Wolfratshausen.
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TSV 1860 M�nchen � SC Rot Wei� Oberhausen 5:1 (3:0)
2.Bundesliga � 13. Spieltag � Freitag 12.11.2004
Die Anh�nger von RWO hatten im Fr�hjahr bei Ihrem Besuch in der Domstadt viel Sympathie erzeugt und so wartete ich nur auf eine Gelegenheit die Jungs aus dem Ruhrpott mal bei einem Spiel zu unterst�tzen. In Marcel fand ich sogar noch einen Mitfahrer und Taxifahrer zum Regensburger Bahnhof. Merci. Die gute Tat f�r heute wurde dann vollbracht indem einer ratsuchenden Frau beim Bayernticketkauf geholfen wurde. Die Anreise nach M�nchen verlief dann ohne nennenswerte Vorkomnisse. Auf Giesings H�hen wollte Marcel dann schnell den M�ci beehren was auch rasend schnell erledigt war. Also auf in den G�steblock wobei mein Anti-FCK-Aufkleber an der Bomberjacke Aufmerksamkeit am Einlass erregte. Im Block schnell Crazy-SD und Potta ausgemacht und schnell war man in informelle Gespr�che verwickelt und der Verkauf des D�nnpfiffbladdl konnte auch weiter angekurbelt werden. Marcel fand derweil Gefallen am Gr�nwalder Stadion. Das heutige Match war, man glaubt es kaum, seine Premiere in diesem Stadion.
Die Ruhrpottler hatten heute noch weitere Unterst�tzung in Form von Ulmern (SU, Sparrows Crew, Hausfrauenmob) und der Supporters Crew Unterhaching, womit der Zaun ordentlich mit Zaunfahnen zugepflastert war. Den gewissen Kult bei RWO machen die Leute und Ihre Geschichten aus. Haben wohl immer viel Zeit f�r allerhand Verwunderliches auf den langen Bustouren durch Deutschland. 19 Uhr, es war Zeit f�r den Anpfiff. Der G�steblock pr�sentierte sich klein aber geschlossen und die untrennbare Freundschaft von Ulm und RWO wurde ausgiebigst zelebriert. Auch sonst gab es einige recht orginelle Fanges�nge. Die ersten 20 Minuten konnte, mit Ausnahme einer dicken Chance f�r 1860, die G�ste ganz gut mithalten. Dann aber hatte die RWO-Abwehr das erste Loch und Ex-Regensburger Michael Kolomaznik netzte zum ersten Mal an diesem Abend ein. Noch wurde das Team aber weiter angetrieben. Sechs Minuten sp�ter, RWO versucht die Abseitsfalle, Kolomaznik tappt nicht rein und �berwindet auch noch Torwart Oliver Adler zum 2:0. Und weiter ging es im Sechs Minuten-Takt. Abseitsfallenfehler Teil Zwo, diesmal darf sich Roman Tyce bedanken. Nun war man ordentlich w�tend auf das G�steteam. Kami besteigt, wohl sogar gebilligt, den Zaun und nachdem ihn ein Polizist beginnt am Bein zu zerren gibt es etwas Tumult und Rudelbildung um die Beamten bei der auch der Oberhausener Zivi gut mitmischt. Zur Halbzeit die Situation also bereits ern�chternd und aussichtslos. Dementsprechend wird das Team auch mit einem Pfeiffkonzert in die Kabinen verabschiedet und wieder auf dem Platz empfangen. Der Support ist nun g�nzlich eingestellt bei RWO, man widmet sich lieber berechtigten Unmutsbekundungen und s�mtliche Ulmer- wie Oberhausener Zaunfahnen werden abgeh�ngt. Die Ultras um Handtuchmafia und Flammeninferno sind dabei mit Ihren gro�en Zaunis die Ersten. 12 Minuten halten die Abwehrreihen von RWO dicht, dann ist es zum dritten Mal Kolomaznik der ein Geschenk serviert bekommt. Nun verl��t 1860 den gewohnten Rhythmus und braucht in Baier 7 Minuten um gegen den Torso von RWO auf 5:0 zu erh�hen. Im G�steblock wird inzwischen an Pl�nen geschmiedet wie es dann wohl so wird in der Oberliga-Saison 2005/06. Dass Tokody in Spielminute 73 trifft interessiert genau 0,0 der Anwesenden. Zu entt�uscht ist man von der erneut desolaten Vorstellung des eigenen Teams. Insbesondere Potta ist nach Schlu�pfiff in sich zusammengesunken und kaum empf�nglich f�r aufbauende Worte meinerseits. Kopf hoch Jungs ! Schlimmer geht�s nicht mehr, ich hoffe Ihr kommt da unten doch noch irgendwie raus. Die heutige Vorstellung gibt dazu aber nat�rlich absolut keinen Anlass. Recht gut kommt dann wieder vom Gr�nwalder Stadion weg und erreicht in einer �berf�llten U-Bahn 1 wieder den Hauptbahnhof. Noch etwas Wegzerrung eingekauft und rein in den Regionalzug. Obi meidet ja immer Z�ge mit FC Bayern-Fans an Bundesligaspieltagen, ich empfinde aber die Anh�nger der L�wen noch ein gutes St�ck weit nerviger. Was mir da regelm��ig an himmelschreiender Bl�dheit begegnet ist schier unertr�glich und die Ankunft in Regensburg stellte eine wirkliche Erl�sung f�r Nerven und Ohren da.
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1.Gambrinus Liga � Sonntag 07.11.2004
FK Marila Pribram � FK Teplice 0:2 (0:1)
Der Pass war noch im Geldbeutel, Urlaub eingereicht. Was also mit einem regnerischen Sonntag anfangen ? Da war doch das Angebot von Obi mit nach Pribram zu fahren sehr willkommen. Also eine kleine Sammelrunde �ber Jahnstadion und K�fering gestartet und Schnitzel, UR-Willi und Schopf im Auto gehabt. Da Letzterer �berraschungsgast f�r uns alle war wu�te nun keiner wie man nun von K�fering aus zum Obi kommt. Roding haben wir noch gefunden, bei Kirchenrohrbach wu�te dann aber selbst der Vater von Schopf, der in der Chamer Gegend wohnt nicht mehr weiter. Ein weiteres Argument f�r eine angedachte UR-WG in Regensburg. Jedenfalls war es dann besser sein Auto im Rodinger Ortsteil Bahnhof am Bahnhof abzustellen und in die Kiste von Obi einzusteigen. Dieser hat seit Donnerstag 2 neue Jahre T�V, was den Auspuff aber nicht daran hindert dauernd gegen das Bodenblech zu schlagen. An der (ehemaligen) Grenze in Furth im Wald ging es in den Duty Free-Shop zum Stangenzigarettenkaufen und Sonntagseink�uferverfluchen.
F�r den weiteren Weg hatten sich Fahrer Bierl und Navigator Schnitzel f�r den Weg �ber die Landstrasse entschieden w�hrend die hintere Reihe mit 3 Leuten dicht gedr�ngt war. Leider wurde wieder nicht in Holysov an meinem absoluten Traumground gehalten. Irgendwo bei Nepomuk verlor man kurz die Orientierung aber der Strassenkartenkauf d�rfte Obi nicht finanziell ruiniert haben und meiner Blase tat Entleerung nur gut. Dann �bermannte mich der Schlaf, ist halt nicht leicht als Oldie der Truppe. Jedenfalls war man schon kurz vor Pribram als ich wieder erwachte und parkte das Auto am Stadion Na Litavce.
Man konnte durchaus denken dass hier heute kein Spiel stattfindet. Knapp eine Stunde vor Beginn brannte kein Flutlicht und nur 3 (!) Autos befanden sich am Parkplatz. Eine halbe Stadionrunde brachte uns dann an einen Eingang der eher an eine Baugrube erinnerte und da wir so nett tschechisch angesprochen wurden kaufte Obi f�r uns alle Karten mit seinen Kronen f�r umgerechnet 10 Euro (f�r alle zusammen versteht sich). Nun mu�te ein Bier aufgetrieben werden. Etwas in die Stadt (?) hineingefahren und schnell fand ein Lokal unsere Zustimmung. 4x Budvosjice Budvar und 1x Cola f�r den Fahrer. Macht 2,30 Euro f�r alle 5 Getr�nke in dieser urigen Gastst�tte. 5 Minuten vor Anpfiff erreichte man dann wieder das Stadion wo sicher wundersamerweise der Parkplatz nun g�nzlich gef�llt hatte. Durch die Baugrube ging es dann ins Stadion mit seinen drei Trib�nen. Noch etwas Turnakrobatik da die f�r uns vorgesehenen Sitzpl�tze doch arg nass von Regen und Schneeschauern waren. So fand man einen Platz unter dem Dach und harrte der Dinge die da kommen mochten. Spielerisch war es auf dem schwierigen Gel�uf keine Offenbarung so dass f�r etwas Sinnlostalk gesorgt werden mu�te. Der Gast aus Teplice , der von einer kleinen Schar von Anh�ngern begelitet wurde, erzielte aber ein sehenswertes Tor Mitte der 1. H�lfte.
Lustig anzusehen auch immer wieder die Kurzpyros der G�ste oder auf der Hintertrib�ne. Die Dinger brannten nie lange und waren , an der Rauchentwicklung sichtbar, wohl vom Fidji-Markt. Sponsor Marila hat Pribram wie gesagt eine dritte Trib�ne hinter ein Tor hingestellt, die heute von den Cheerleadern und 10 Jugendlichen bev�lkert wurde. Allgemein hat mich der Zuschauerzuspruch in Pribram sehr entt�uscht, ich munkle da was von Plastikclub.
Die geringe Zuschauerzahl hatte aber den Vorteil schneller an die Halbzeitklobasa zu kommen. Die Dame im Kiosk wollte es gleich nicht wahrhaben dass ich 5 St�ck dieser Wurstsorte k�uflich erwerben wollte. So war dann die komplette Mannschaft mit fetttriefender Wurstmasse versorgt. Dann galt es noch das Blasenproblem zu kl�ren. Wie vorher Schopf an einen Baum getreten wurde ich von hinten auf tschechisch zurechtgewiesen. Die Toiletten stellten hier aufgestellte Bauteile da, genauso Freiluft wie mein Baum aber dann doch untenrum gesch�tzt. Daf�r konnten mir nun die Cheerleader auf die Weichteile gucken.
Die 2. H�lfte lie� sich dann auch besser im Stadion aushalten. Sitzplatz auf einem kalten Stuhl im November kann halt dann doch nicht so begeistern. Nun stand man nah am Spielfeldrand und hatte freie Sicht auf Spielgeschehen, Spielernamen, Schiris und Balljungen.
Weiter Teplice deutlich bem�ht zu zeigen wer erheblich besser in der Tabelle steht, irgendwann dann auch mit dem zweiten Ausw�rtstor gekr�nt. Zu uns gesellten sich dann noch Ted Striker und Lohner, zwei weitere Hopper aus Greifswald und Stuttgart. Ersterer noch mit Ziel Hamburg w�hrend der kommenden Nacht. Die beiden hatten ein paar Spiele u.a in Lodz Wodzislaw und Ostrau mitgenommen. Ich hatte dann auch noch den Mut zu einer zweiten Klobasa was bei meinen Mitfahrern auf wenig Verst�ndnis stie�. Dann wurde auch schon abgepfiffen und der Weg weg vom Ground f�hrte �ber einen Feldweg, wie man �berhaupt schon auf der Hinfahrt gerne auch mal auf unbefestigter Strasse landete. Weiter auf menschenleeren Strasse als einziges Auto Richtung Pilsen. Dank der tollen Beschilderung in unserem Nachbarland stand man dann �fters mal in der Pampa. Hinter Zaluzi steckte man nach einem Wendeman�ver dann sogar total fest. Also hie� es f�r alle aussteigen und den Wagen wieder aus dieser Lage zu bringen, h�tte uns dort sicher niemand vor Montag Fr�h gefunden. Dank meines Schiebeplatzes am Auspuff gab es dann noch kostenlose Abgase f�r meine Lunge, ja Groundhopping ist kein Wunschkonzert.
Pilsen wurde dann aber doch von uns erreicht und Obi konnte als kompetenter Stadtf�hrer gl�nzen. Nun war es Hauptaufgabe des Teams sich billige Pornos an einer Tankstelle vor der Grenze zu sichern was aber dank 12 Euro/St�ck nicht gelang. F�r das Leben haben wir aber denoch gelernt kl�rte uns Antenne Bayern (inzwischen wieder empfangbar) �ber das richtige Verhalten bei Wildunf�llen auf. Dies war sehr passend waren das Hauptthema des Herren Navigator sowieso schon den ganzen Tag Wildschweine gewesen.
In Cham bestanden vier von f�nf dann noch auf einen BK-�berfall. Vor der Fast Food-Bude lief dem Schnitzel dann noch eine wirre Gestalt �ber den Weg. Sein Benehmen erkl�rte sich aber bald damit dass er Besch�ftigter der AOK ist. Am Bahnhof Roding dann noch Obi bezahlt (10 Euro, kann das stimmen ?) und weitere D�nnpfiffbladdl eingeladen und so ein Schlauch durch die Oberpf�lzer Pr�rie kann immer entz�cken, lauerte ja am n�chsten Morgen kein b�ser Wecker auf mich.
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Hoppingtour NRW/Benelux 30.-31.10.2004
1. Bundesliga: VFL Borussia M�nchengladbach � FC Bayern M�nchen 2:0 (0:0)
Casino Erendivisie: Roda IC Kerkrade � RC Waalwijk 1:1 (0:1)
U19 Bundesliga West: Bayer 04 Leverkusen � TSV Alemannia Aachen 0:0
Divison Nationale Luxemburg: FC Victoria Rosport � Union Luxemburg 5:1 (1:0)
Divison Nationale Luxemburg: FC Etzella Ettelbr�ck � FC Wiltz 1971 2:0 (1:0)
Nur schnell weg vom Liga-Alltag, da l��t sich auch ein Wecker-Rasseln um 5 Uhr morgens, nach exakt 3 Stunden Schlaf, ertragen. Mu�te auch reichen, geht ja nur nach Gladbach. Nur gut dass es Kaffee und die Lebensweisheiten des Junior-Hofer gibt. Also am sch�nsten aller Stadien getroffen und auf den Weg gemacht. Die gesamte Strecke war nat�rlich mit etlichen Fanbussen des Rekordmeisters belegt, aber solange Staus und Nebel fehlen ist das zu ertragen. Hier und da k�nnte man noch Lampen in WCs an Parkpl�tzen einbauen, aber es geht auch so, auch dank JBO. So war man bald am romantischen Autobahnkreuz Bayer Leverkusen angelangt und durfte feststellen dass es mitunter noch trister als Pilsen geht. Gar nicht trist aber das gebuchte Hotel Ramada. Und wenn es dann 55 statt 193 Euro kostet l��t sich das gut aushalten. Die Betten hatten eine ordentliche Breite (Komplettstreckung m�glich) und das Fernsehen hielt Fu�ballberichte f�r uns bereit, inklusive eigener Peformance in Unterhaching.
Gegen 12.30 Uhr war es Zeit zum Borussia-Park aufzubrechen. Toll wenn man einen kompetenten Beifahrer an seiner Seite wei� der einem aus K�ln raushilft. Wenig verz�gert wurde unsere Anreise durch besonders lang tankende Schweizer aber schon bald konnte ein Parkplatz f�r 4 Euro Entgelt nach der Ausfahrt Nordpark belegt werden.
Dann noch eine kleine Einlage f�r den Wanderfreund und nat�rlich kann der erste Eindruck der Arena nicht mit dem alten B�kelberg mithalten. Sauerland-Jens hatte Karten im G�steblock und das neue Sauerland-Echo f�r uns. Und weil das Echo so sch�n hallte gleich noch f�r 1 Euro Spende das Fohlen-Echo (Jubiausgabe dazu).
Im Block war schon allerhand los (1,5 Stunden vor Anpfiff), der Stadionsprecher stresste die Nordkurve die ein �berdimensioniertes Plakat wegen fiktiver Beschwerden entfernen mu�te. �berzeugend die Gaga-Videos mit Verunglimpfungen von K�ln, BVB,Bayern und Leverkusen. Kam aber im G�steblock auch gut an, auch weil mit dem FCB ganz human umgegangen wurde. Menschen mit Trompete sind Vertrauenserweckend und so durfte Manfred R�gelein mein Nachbar f�r das Spiel sein und man unterhielt sich recht ansprechend.
Die Borussia-Arena ist sicher sehr modern, sehr sch�n und sehr multifunktional und er�ffnet dem VFL ganz andere wirtschaftliche M�glichkeiten. Sprich sie ist zeitgem��. Dem verlorenen Flair des B�kelberg wird man als Fan aber sicher noch Jahre hinterhertrauern.
Es ist wohl Geschmackssache ob die Aufstellung des Heimteams unbedingt mit eigener Videosequenz f�r jeden Akteur vonstatten gehen mu�. Nun gut. Die modernen Helden erhielten Einlass zum Deb�tspiel des neuen Borussia-Trainers Horst K�ppel. Die Heimsupporter zelebrierten dies mit einem sch�nen Fahnenmeer, aus dem G�steblock kam vereinzelt Rauch waorauf die Hassadeure mit gezieltem Griff aus der Masse rausgeholt wurden. Der Bayernblock pr�sentierte sich w�hrend des gesamten Spiels stimmgewaltig,engagiert aber etwas unkoordiniert. Sicher ist es bei der enormen L�nge des Borussia-Arena-Stehg�steblocks auch ein schwieriges Unterfangen f�r wohlgefallene Unterst�tzung zu sorgen. Spielerisch wirkte die Bayernelf sehr abgekl�rt und hatte so manchen Trick und Finte auf Lager. Auch die taktische Disziplin imponiert mir bei solchen europ�ischen Spitzenteams immer wieder. Die Borussia hielt aber gut mit und konnte seinerseits Offensivakzente setzen, nichts da also mit mauern oder verstecken.
W�hrend aber in den anderen Bundesligastadien die Tore wie reife Kirschen fielen kam im Borussia-Park keines der Teams zu z�hlbarem Erfolg.
Das sollte sich aber kurz nach der Pause �ndern. Erst mu�te jedoch der Innenraum von Kahn von Bananen aus der Nordkurve ges�ubert werden.
Ab Minute 50 ist Marcelo Pletsch ein kleiner Vereinsheld, den er brachte die Fohlen in F�hrung. Besonders lobend will ich erw�hnen dass im Anschluss an das Tor die Unterst�tzung der Bayernanh�nger erst so richtig losbrannte. Diese Fans sind da wenn die Mannschaft sie braucht � Extralob von mir.
Lucio schien ob des Gegentors noch etwas gefrustet, trat nach und durfte in Spielminute 54 damit eher unter die Dusche als die anderen 21 Spieler. Weiterhin bestimmte Borussia das Spiel, so richtig brandgef�hrlich wurde es f�r Darius Kampa im VFL-Tor nie. Nur konsequent wenn dann van Hout, kurz zuvor f�r Kluge gekommen, Oliver Kahn erneut �berwinden kann und auf 2:0 erh�ht und damit f�r eine Vorentscheidung sorgt. Der Hauptblock des FCB holte nochmal letzte Reserven raus, in den Nachbarbl�cken dagegen eher Abwanderungsstr�me.
Auch wir gingen mit dem Schlu�pfiff zur�ck zum Auto, wollte man ja noch entgegen dem Rat von Andi Werner und Lutz nach Holland d�sen. Beim Borussia-Park krankt es aber sehr an den Abfahrtsm�glichkeiten. Bei weitem nicht so schlimm wie in Gelsenkirchen, trotzdem hat es mich einige Nerven gekostet.
Da wir aber von Staus erneut verschont blieben waren wir um 19 Uhr in Kekrade und h�tten sich manche Ordner nicht zur Verkehrsselbstregulierung entschieden w�ren man fr�her als 19.20 Uhr dagewesen. Schnell noch Karten besorgen weil man hat ja Heerenveen-Fancard und...stopp !!! Kartenverkauf nur an Roda-Karten-Inhaber ? Nette Ordner verweisen uns an das Ticketb�ro. Fancard beantragen gerne aber f�r heute Abend geht nichts mehr. Also schien man umsonst angereist, da auch andere Spontanideen dank Kartenregulierung und ��berwachung zum Scheitern verurteilt waren. Aufgefallen ist uns dann aber ein Mann der Tickets von der Hand weg verteilte. Unsere Frage ob er uns Tickets verkaufen w�rde konterte er mit der Bitte zu Warten. Wenig sp�ter verhandelte man in bester Drogendealermanier in einer dunklen Stadionecke den Preis f�r die Tickets. Von uns geboten wurden 50 Euro f�r 2 Karten. Besagter Herr wollte aber unser Freund sein/werden und bestand darauf das man ihm nur 20 Euro zusteckt. Noch etwas irritiert vom Parkstad Limburg, bekannt f�r sein Casino innendrin, erkannte man den als B�roturm verkleideten Einlass nicht gleich. Dann ging es aber die Treppen hoch in ein Foyer und ich w�hnte mich schon in einem Verwaltungsgeb�ude, viel mehr als man in ein Restaurant gebeten wurde wo auf dem Fernsehschirm gerade die Spieler einliefen. Noch durch eine B�rot�r und man stand im Stadion. Jetzt mu�te noch die gesamte L�ngsseite entlanggelaufen werden um zu unseren Pl�tzen im �u�ersten Bereich, aber mit trotzdem fuliminanter Sicht, zu gelangen. Kaum Platz genommen konnte auf dem Videow�rfel schon das 0:1 angezeigt werden. Robert Fuchs hatte f�r den RKC Waalwijk getroffen. Das gesamte Stadion ist ein beeindruckendes Schauspiel. V�llig irrsinnig dass UEFA-B�rokraten dem TSV Alemannia Aachen versagt haben hier ihre Europacupspiele auszutragen, zumal die schwarz-gelbe Farbgebung auch noch passend w�re.
Ein All-Seater, in dem auch sehr wenig Stimmung aufkommen sollte, aber in topmodernen Zustand. Waalwijk war mit dieser F�hrung wohl erst mal zufrieden, �berlie� man doch Gastgeber Kerkrade vermehrt die Spielanteile und durfte sich ein Mal sogar bei der Querlatte nach einem Freistoss bedanken. Nach und nach wurden auch die Heizstrahler an der Decke angemacht, es kam so richtig Wohnzimmeratmosph�re auf. Zur Halbzeit aber 0:1.
Nun wollte man sehen ob unsere VIP-Karten auch zur Nutzung des Buffets berechtigen, dem war aber leider nicht so. Um Nahrung in essbarer oder fl�ssiger Form zu konsumieren h�tte man Schalke-like eine Geldkarte kaufen und aufladen m�ssen, so dass dann die Abgabe der Speisen und Getr�nke schneller vonstatten geht. F�r den einmaligen Hoppingbesuch also weniger geeignet. Sehr nett anzusehen waren aber die Trikots hinter Glasvitrinen.
Wieder raus zur 2.Halbzeit wo nun Kerkrade alles daran setzte zum Ausgleich zu kommen.
Ich wei� nun auch was Oka Nikolov in seiner Freizeit tut, hat der Waalwijk-Goalie doch frappierende �hnlichkeit mit dem Bankdr�cker aus Frankfurt. Wollen wir aber hoffen dass Oka nie so sportlich unfair wird wie besagtes Exemplar. Der Torh�ter der G�ste verstand sich wunderbar auf Zeitspiel und angeregte Diskussion �ber jeden Pfiffk�se. Kerkrade wiederum verstand es nicht eine der unendlichen Chancen mal hinter der Torlinie zu platzieren. Immer wieder hatte nur mein erkl�rter Liebling des Abends, der Linienrichter auf unserer Seite, seinen theatralischen Auftritt und zeigte schwungvoll und mit betont homosexueller Note das Aus an. Es bedurfte dann erst eines berechtigten Elfmeters, den van Dijk f�r Kerkrade verwandeln konnte. Auch die Nachspielzeit wurde noch genutzt um vielleicht doch noch einen Heimsieg zu erringen. Mehr als ein Unentschieden sollte es aber dann in diesem mitrei�enden Spiel nicht werden. Also keine 3 Punkte f�r Roda, daf�r aber mein Herz gewonnen und solchen Clubs kauft man dann gerne einen Schal im Fanshop ab.
Im Auto kamen wir dann genau rechtzeitig zur 1live-Freestyle-Battle und da Lachen gesund ist tat man so auch gleich etwas f�r die Vitalit�t. Was in Holland dann nicht fehlen darf ist der Frituer-Besuch. In Heerlen entdeckte man so ein Teil und widmete den wahren Freuden des Lebens in Gestalt von Pommes und Frikandel. Noch ein Hackball als Wegzerrung und zur�ck in die Bundesrepublik wo man leider dieses Mal in keine Drogenringfahndung fuhr.
Der Heimweg nach Leverkusen �ber Kerpen war dann alles andere als angenehm, bildeten sich doch sehr dichte Nebelb�nke mit Sichtweite oft unter 40m und auch 1live konnte nicht die Faszination vergangener Fahrten bieten. Im Hotelzimmer war man dann schnell beiderseits im Land der Tr�ume und nutze die verl�ngerte Nacht (Danke Zeitumstellung) f�r gesunden wohltuenden Schlaf. Unsere Ambitionen am Sonntag Morgen waren dann geteilt. W�hrend Junior-Hofer intensiv die Sauna im Hotelkeller nutzte erfreute ich mich (nur) an der Dusche und den tollen K�rperpflegeprodukten im Bad. Der erste Fu�balltermin des neuen Tages war innerorts und nach 2km am Bayerwerk entlang parkte man den Wagen abfahrtsg�nstig vor dem Sportzentrum Kurtekotten. Die A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen und Alemannia Aachen kreuzten hier die Klingen.
Lutz von den Oche Hoppaz war auch schon vor Ort und so hatte man gleich einen angenehmen Gespr�chspartner. Zum Anpfiff wurde dann Stellung auf der Trib�ne bezogen und weiter lustigen Geschichten gefr�nt. Etwas Fr�hst�ck sollte es dann f�r meinereiner auch werden und so trat man ins Vereinsheim ein und lie� sich Kaffee und Pariser Schinken im Br�tchen aush�ndigen. Sozusagen ein Fr�hschoppen f�r Hopper. Das dies ein sch�ner Ort zum Verweilen ist dachte sich wohl auch R�diger Vollborn, Ulf Kisten und Ex-Teamchef Rudi V�ller. Sehr viel Prominenz also in Kurtekotten. Sportlich brachte die U19 des Bundesligisten nicht das zustande was sich Trainer Thomas H�rster gew�nscht h�tte, w�hrend die Deckung der defensiv ausgerichteten Alemannia sehr gute Morgenarbeit leistete.
Mein erkl�rter Liebling in diesem Spiel, Nr. 9 von Aachen (namens Salaguil nach meinen Recherchen), vergab dann allerdings die tolle Einschu�chance eines Elfmeters, und lie� so, ich m�chte es vorweg nehmen, meine 0:0-Serie rei�en. Die meiste Faszination brachten wir aber f�r Menschen in VFL Bochum-Montur auf. Erst unterstellten wir Ihnen ja Irrtum, als aber dann circa 10 j�hrige im Trikot an uns vorbeiliefen war klar dass es auf dem Nebenfeld zum E-Jugend-Showdown kommen sollte und eben gerade die Eltern an uns vorbeigelaufen waren. Warum in aller Welt hatten diese aber ein Megafon dabei ? �brigens fand aber auch V�ller bei diesem Jugendkick seine Ruhe auf einer Parkbank. Ganz hinten auf dem Gel�nde lief sich die Bayer-B-Jugend aus. Man hatte mal einen Blick riskiert weil man dachte es k�nnten ja die Profis sein. Die 2.Halbzeit wurde dann ebenso spektakul�r mit Gespr�chststoff gef�llt und mit den besten W�nschen ging es dann weiter.
Wir fuhren durch K�ln-M�hlheim (ein weiteres Kleinod an Depression) aus K�ln raus und am Phantasialand Br�hl vorbei in Richtung Trier. Vor den Staate Luxemburg hatte die Verkehrsbeh�rde noch etliche km Landstrasse gesetzt, von zeitlicher Bedr�gnis aber keine Spur. Guns�n Roses leisteten tatkr�ftige Mithlfe.
Im Zielort Rosport war auch sofort die offensichtliche Hauptatraktion des Ortes ausfindig gemacht � das Stade du Camping. Noch ein paar unbeholfene Wendeman�ver und der Opel Astra fand seinen neuen Standplatz am Wegesrand. Und um seinem Namen alle Ehre zu machen mu�te man gleich einen Campingplatz �berqueren um zum Ground zu gelangen. 6 Euro Eintritt, eine sch�ne Eintrittskarte und der Kulturschock schlechthin. Sieht aus wie der �rtliche Kreisligaplatz, ist aber erste europ�ische Liga. Auch nach einmal rumgehen war nicht mehr zu entdecken, manchmal mu� man f�r neue L�nderpunkte eben leiden. Wenigstens gab es lecker Wurst in der Semmel, wie immer es mein Mitfahrer geschafft hat trotz fehlenden luxemburgischen Sprachkenntnissen eine Mettwurst zu ergattern blieb er mir schuldig. Dann nahmen wir unsere Bandenposition hinter einem Tor f�r die gesamte L�nge des Kicks ein, st�ndig in Angst ob der Zielgenauigkeit der Rasenspieler einen Ball abzubekommen. Der Talk of the town war aber die nicht ausreichende H�he des Zaunes auf der Seite des Sportplatzes die direkt an einen Fluss (die Mosel ?) angrenzt. Im Laufe der Partie verlor man so 4 Nike-B�lle und machte null Anstalten diese wieder aus dem Gew�sser zu fischen. Den �rtlichen Kreisligisten am anderen Ufer d�rfte es freuen. Unseren Berechnungen zu Folge wird damit bereits der Eintritt von 25 der 200 Zuschauer daf�r ben�tigt diese B�lle wieder zu ersetzen. Der Etat von Victoria Rosport besteht also wohl weniger aus Spielergeh�ltern als aus neuen B�llen, oder man meldet einmal im Jahr der Versicherung einen gigantischen Balldiebstahl aus dem Vereinsheim. Sonst gab es hier nur 5:1 Tore, die neue O-Zone und Auswechselspieler die seelenruhig ihre Notdurft am Zaun verrichteten zum Festhalten. Mit Schlu�pfiff war der L�nderpunkt gemacht und das Projekt �wir durchqueren halb Luxemburg auf der Landstrasse� konnte beginnen. Damit ist Luxemburg das zweite Land nach Schottland von dem ich behaupten kann schon mehr als die H�lfte abgefahren zu sein. Nur damals in den Highlands dauerte dieses Unterfangen 9 Tage, dieses Mal war man in 45 Minuten durch Echternach und Diekirchen nach Ettelbr�ck gefahren. Im dortigen Ground wartetet schon ein Rh�ndadler-Groundhopper aus Fulda auf uns, wie klein die Welt doch ist. Grotesk. Leider waren alle gemachten Fotos hier f�r die Katz, Funzelflutlicht allez. Die �rtliche Ultrasgruppierung Boys Ettelbr�ck drehte schon frei und veranstaltete ein Remidemi mit Blockfahne und Papierschnipsel. Die 10 Gestalten machten dabei mindestens Dreck f�r 50. Auch hier mu�ten wir uns nat�rlich sofort den landestypischen Spezialit�ten widmen, was in diesem Fall eine Menge Sauerkraut in der Bratwurstsemmel sein sollte. Schmeckte auch hier vorz�glich. In netter Sitzposition konnte das Treiben auf dem Platz auch gut beobachtet werden und die Partie stand auf wesentlich h�herem Niveau wie zuvor in Rosport. Ettelbr�ck, immerhin amtierender Pokalsieger in Luxemburg, schenkte Wiltz dann auch bald das 1:0 und wurde somit nat�rlich frenetisch von den Anh�ngern gefeiert. Der Gastgeber bestimmte in ganzer L�nge diese Ligapartie so dass man nie auf den Gedanken kommen konnte Wiltz w�rde hier Z�hlbares mitnehmen.
Auch das Stade de Centre Sportif d�rfte durchaus brauchbar sein sollte sich Etzella Ettelbr�ck mal in die Verlegenheit bringen UI-Cup oder Vergleichbares zu spielen, womit dann wohl auch der Saisonetat gedeckt w�re. Dank dem Rh�nadler wurde dann noch �ber die gegenw�rtige Eintrachtkrise philosophiert und die Heimat per SMS �ber diese Obskurit�t unterrichtet.
Ettelbr�ck gelang dann noch das 2:0, womit dieser Dreier locker nach Hause gebracht wurde.
Wir wollten dann mit Abpfiff sofort den Ground verlassen, trauten dann aber unseren Augen nicht. Verein und Boys brannten ein Feuerwerk in bester Silvestermanier ab und die Elf feierte per weltumspannenden H�ndehoch mit seinen Fans. Ob es daf�r einen besonderen Anlass gab diesen Sieg so besonders zu feiern entzieht sich meiner Kenntnis. Noch ein Spielank�ndigungsplakat als Souvenir und den Weg zu den Autos �berbr�ckte noch der Bayreuther Pyropeter. Wenn man schon mal in Luxemburg weilt darf nat�rlich eine ordentliche Tankf�llung nicht fehlen, der Unterschied zur BRD betr�gt inzwischen 25 cent je Liter. Als Trier-Einwohner w�rde ich wohl zum Tanktouristen aus Passion werden.
�ber jenen Porta Nigra-Standort ging es dann auch heim. Noch Kaiserslautern passiert und Richtung Mannheim orientiert war inzwischen der CD-Player von Junior-Hofer abgesteckt und meine Kassetten hatten die Oberhand an sich gerissen. Bei Crailsheim verlangte es uns nach MCD, der aber leider schon zu hatte. Dies trieb Borgs zur Verzweiflung und mich in die angrenzende Tankstelle in die H�nde eines matschigen Schinken-K�sebr�tchens.
Entspannt und voller Zufriedenheit �ber diesen Wochendausflug erreichte man gegen 2 Uhr wieder das Jahnstadion und begab sich nach Hause zum Feiertagsschlaf.
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Hoppingtour Kroatien/Italien 23. � 24.10.2004
Prve HNL: NK Pula 1856 � Hajduk Split 0:1 (0:0)
Serie B: U.S. Triestina � Hellas Verona 1:2 (0:0)
Seria A Tim: Udinese Calcio � AC Florenz 2:2 (1:1)
Gerade vom weitesten Ausw�rtsspiel des SSV Jahn in dieser Saison in Siegen zur�ckgekehrt hatten 3 Gestalten noch immer nicht genug, w�hrend normaldenkende Menschen die eigene Bettdecke vorzogen. Warum also nicht nach Pula hoppen wenn man schon mal in der Gegend verweilt. Alle Sachen um 4 Uhr fr�h in Obi�s Wagen gepackt und fieberhaft die Handmannschetten unseres Fahrers gesucht die vor einem erneuten versehentlichen Kahnbeinbruch sch�tzen soll. Diese blieb aber unauffindbar. In Regensburg haben wir noch den Tom heimgefahren und ihn damit geschockt dass er jetzt auch mit nach Kroatien fahren mu�, wir lie�en ihn aber dann doch aussteigen.
Der Platz von Matze war f�r die gesamten 1800 km die R�ckbank wo er flie�end vom SMS schreiben in den Schlaf hin�berglitt. Wenig besser euer gesch�tzter Erz�hler und Beifahrer den auch die M�digkeit �bermannte. Zumindest kam es aber da in H�he Wolnzach zum Erwachen und der Feststellung das man die Konfirmantenblase erneut dabei hatte. Also kurz in die B�sche am Rasthof Holledau und weiter zum n�chsten Halt in Irschenberg.
Dort wartete schlafenderweise unser vierter Mitfahrer Torsten in seinem roten Opel Astra der tags zuvor einen Kick in W�rgl/Austria besucht hatte. Obi st�rmte aus dem Wagen, klopfte an seine Seitent�r und weckte ihn mit den Worten �Aufwachen. Du spinnst doch !�
Dann lief Obi weg um eine Vignette zu kaufen und ich holte mir erstmal eines der selbstgemachten K�sebr�tchen aus dem unbeleuchteten Kofferraum. Matze d�rfte den Neuzugang erst so in �sterreich bemerkt haben. Bei der n�chsten Pause in Gr�dig lie� sich das Kultpotential des eher schweigsamen Mitfahrers erahnen. Au�erdem fanden wir endlich die Handmanschette von Obi, Matze sa� die ganze Zeit darauf, was Torsten mit �Du spinnst doch� quittierte.
Obi wurde dann von mir weiterdeligiert um die richtige Ausfahrt nicht zu verpassen, wollte man doch die mautpflichtigen Tunnels in unserem s�dlichen Nachbarland zumindest auf der Hinfahrt auslassen. Mir mu� aber mal jemand erkl�ren warum die Austrianer bei den Nummern ihrer Ausfahrten gerne mal gro�e Spr�nge machen.
So w�hlten wir also bergige,kurvige Strassen statt Tauern- und Katschbergtunnel, aber schlie�lich mu� ja �bung f�r die Serpentinen in Kroatien her.
Vor Villach wieder auf die Autobahn rauf und dort dann �ber die �sterreichisch-slowenische Grenze. Wenige Meter sp�ter eine 15-min�tige Wartezeit vor dem mautpflichtigen Karawankentunnel, was nat�rlich Matze sofort zu einem Spaziergang auf der Autobahn nutzte. Diesmal fuhr ihm aber keiner davon wie auf der Fahrt zu K�ln-Eintracht.
Derweil guckte ich mir die P�sse der Mitfahrer etwas genauer an und mu�te feststellen dass der von Matze seit gut 4 Monaten abgelaufen war J
Bis wir uns versahen waren wir schon in Ljubljana und durchfuhren das Stadtzentrum. Letzte Versuche von Obi doch den L�nderpunkt Slowenien zu machen schlugen am Veto von Torsten fehl. Kurze Irrfahrt in der slowenischen Hauptstadt und dann auf dem Weg nach Koper. Dort galt es dann die Grenz�berg�nge zu meistern. Die Slowenen hatten schon mal nix an unserer Ausreise und Matze�s Pass auszusetzen. Dann die kroatischen Z�llner/Polizisten.
Dem Gesichtsausdruck des Kontrolleurs war anzumerken dass er Matze�s Mi�geschick bemerkte, nun begann dieser Fragen zu stellen wo wir hinfahren w�rden,was wir vorh�tten usw. Obi�s fachm�nnische Antworten auf Englisch veranlassten unseren Polizisten uns die Anweisungen zu geben den Motor abzustellen und den Kofferraum zu �ffnen.
Hier nahm er aber nur Anstoss an meinen mitgef�hrten Kopfwehtabletten und lie� uns weiterfahren. Nun folgten die aus Kindheitsurlauben bekannten Serpentinen. F�r mich eine Freude, f�r Obi nach 26 Stunden wach sein und 8 Stunden am Steuer ein gewisses �rgerniss.
Wie gesagt, mich freute es sehr mal wieder nach Porec zu kommen. Weitere km sp�ter fuhr man dann in Pula ein und sendete ein paar SMS an Menschen die nicht schlecht gestaunt haben d�rften Gr�sse aus Kroatien zu empfangen.
Am Wegesrand einen Polizisten nach dem rechten Weg gefragt landeten wir fachm�nnisch auf dem Parkplatz eines Supermarktes was Torsten sofort zu einer Einkaufstour veranlasste.
Dann ging der Irrgang durch Pula weiter, auch eine Hochzeitsgesellschaft mu�te daran glauben. Den richtigen Weg zeichnete uns dann ein Parkplatzw�chter auf einer Hotelwerbung auf und schwupps stand man vor dem Ground. Heute sollte der amtierende Meister der Republik Kroatien zu Gast sein. Unser Weg f�hrte uns zuerst auf ein Parkdeck dass freie Sicht auf das Spielfeld hat und wo ein kleiner Obulus von denen verlangt wurde die das Spiel von dort aus verfolgen wollten. Ob diese Menschen Einzug in die offizielle Zuschauerstatistik finden ? Genauso l�ssig kam dass auch viele Leute um das Stadion rum auf den D�chern ihrer H�user oder auf Balkonen an den Hochh�usern sa�en um das Spiel zu verfolgen.
Wir reichen Mitteleurop�er konnten uns aber einen Trib�nenplatz f�r umgerechnet 3,50 Euro leisten und betraten das Stadion Uljanik-Veruda. Wie ihr es von uns nicht anders gewohnt seid galt unser erster Expertenblick den sanit�ren Einrichtungen des Gastgebers. Extrem niedrige Pissoirs und die ber�hmten Plumpsklos erstaunten den Fachmann und entz�ckten den Laien. Derweil hatte die 500 Mann-Armada von Hajduk den G�steblock-Grashang auf das �belste beflaggt. Vor allem die L�nge und Gr��e der Zaunfahnen war �u�erst beeindruckend.
Auf unserer Trib�ne gab es etwas deutschen Einfluss. Ein Herr mit einem Wanderf�hrer f�r den Teutoburger Wald und ein Kind mit Wacker M�nchen-Trainigsjacke wurden gesichtet.
Vor Anpfiff bereitete die �rtliche Feuerwehr noch Wassereimer f�r die zu erwartenden Bengalos vor. Sch�n dieser unhektische Umgang mit dieser Art von optischem Support.
Nun galt es und der G�steblock legte verbal sehr beeindruckend los. Alle mitgereisten Anh�nger drehten v�llig am Rad und h�pften,klatschten und pogten durch die Gegend.
Schon nach 5 Minuten zeigte Hajduk Split seinen Offensivdrang und erzielte einen Doppeltreffer an den rechten Torpfosten von Pula.
Etwas sp�ter ein Elfmetergeschenk f�r Hajduk das aber auch an den Pfosten gesetzt wird.
Der bereits 1856 gegr�ndete Heimverein fand keine erkennbare Unterst�tzung in Form von Fans, trotzdem ist es f�r unsereins nat�rlich exotisch-spannend wenn wildgewordene Kroaten ihren Unmut �ber Spiel und Schiedsrichter freien Lauf lassen. Trotz einiger Einschusschancen trat man aber den Weg in die Kabinen ohne Tore auf beiden Seiten an.
Wir orentierten uns in der Pause zum �u�eren Rand der Sitztrib�ne um noch besseren Blick auf den Hajduk-Block zu haben.
Dann war auch der Meister zur Stelle und Dragan Blatnjak erzielte das 0:1.
Wenig sp�ter war es dann soweit und unsere Pyrogeilheit wurde befriedigt und in peinlichster Wessihoppermanier die Fotoapparate gez�ckt. Dazu ein geiler Zaunsturm einiger Fans den Hang hinab und wir wollten sie doch alle purzeln sehen J
Sch�ne Farbenpracht und keinen Ordner oder Polizisten st�rt es im Geringsten.
Pula nun bem�ht aber doch klar nur das zweitbeste Team auf dem Feld.
Kurz vor Ende der Partie dann aber Elfmeter f�r Pula, den aber der Torh�ter der G�ste pariert.
Der G�steblock nun siegesgewiss und voller Vorfreude auf den Abpfiff, zum Ausdruck gebracht mit klasse H�pfeinlagen, tollen Schalparaden und lautstarker Unterst�tzung.
Daran anschlie�end eine sch�ne Siegesfeier mit B�llern und kollektivem Besteigen des Zauns + einiger Kulleropfer. Uns zog es z�gig zu unserem Auto wollte man doch keine Zeit auf unabw�gbaren Weg nach Triest verlieren. Es gelang dann auch relativ gut den Weg aus Pula raus zu finden und so galt es den Hinweg umgekehrt zu absolvieren.
An einer Kreuzung wurden wir dann aufgehalten weil erneut eine Hochzeitsgesellschaft unterwegs war, so circa die dritte oder vierte an diesem Tag. Die Kroaten sind wohl ein sehr hochzeitsfreudiges Volk. Nun waren wieder Grenzkontrollen angesagt.
Die Kroaten st�rte unsere Ausreise wenig, der Einreiseposten Slowenien hatte nach Anblick von Matze�s abgelaufenem Pass aber ein paar Fragen an uns. Sehr fasziniert von Matze�s Nasenschiene (ja nur Versehrte im Auto) fragte uns der Z�llner ganz unaufgeregt ob wir Drogen oder Sprengstoff im Auto h�tten. Sehr sehr grotesk diese Situation. Dann ging es aber weiter. In Triest dann mal wieder das alte Problem der fast identischen Ausschilderung von Stadtzentrum und Stadion, aber man mu� schon mal eine Stadtrundfahrt vorziehen, weiss man ja nicht ob man dazu noch kommt.
Dann waren aber Nereo Rocco und Parkplatz gefunden. Noch kleine Sunkist-St�rkung und mal halb rum um den Tempel zu den Kassenh�uschen. Die Eintrittspreise irgendwo zwischen viel f�r Stehen, aber da in Italien alles All-Seater auch wiederum Normalpreis f�r Sitzplatz.
Der Ort des Geschehens hinterlie� schon von Au�en einen sehr guten Eindruck und konnte im Inneren dann noch mehr punkten. Erinnerte einen Mitfahrer sehr an K�ln Rhein-Energie.
Wir wollten dieses Spiel direkt im Heimfanblock verfolgen. Obi und Matze zog es nach oberhalb, die Fotografen Torsten und Zico etwas zur Seite. Auch hier wieder riesige Zaunfahnen und ein langhaariger Capo auf der Leiter. Vorne standen schon Fans mit Bengalos in der Hand bereit. Der G�steblock f�llte sich erst kurz vor Beginn mit einer zufriedenstellenden und supportw�tigen Masse aus Verona.
Die Spieler kamen aus dem Tunnel und dann folgten Momente tiefster Demut und Dankbarkeit so etwas erleben zu d�rfen. Warum ist der Umgang mit Pyro in unserem Heimatland nur so restriktiv ? Ein wahre rote Feuerwand, unterst�tzt von Leuten die pfarrergleich im Block umhergangen und den Heimblock schlicht und ergreifend zunebelten. Dazu ein gro�artiger Support aus hunderten von Kehlen. Gleiches gilt f�r den Verona-Block.
Beide Fanszenen pflegen im �brigen eine Freundschaft.
Spielerisch f�llt auf dass der Fu�ballsport in Italien wesentlich fl�ssiger ist und den Anschein von viel mehr Spielfluss und Schnelligkeit erweckt.
Auch scheint das Drumherum in Italien weniger reguliert. Da hoppsen schon mal Balljungen, Vereinsoffizielle oder der Linienrichter im Spielfeld rum und keinen st�rt es.
Ein wahrer Prediger aber unser Meister auf der Leiter. Curva fantastica. Dazu schon beeindruckend wenn es hei�t Ultras since 1978...
Das Spiel konnte vollends begeistern, und das soll 2. Liga sein ?
Was fehlte waren Tore und die Spannung was dann hier abgehen w�rde.
Darauf galt es noch 10 Minuten in der 2. Halbzeit zu warten, dann zeigte der Unparteiische zu Recht auf den Elfmeterpunkt f�r Hellas Verona. Der ausgemachte Liebling von mir und Matze Herr Adailton, seines Zeichens dem Verein Hellas Verona schon einige Spielzeiten treu, trat an und erzielte die F�hrung. Einmal Pyroshow Hellas s�il vous plait.
Dann wird Triest auch noch durch gelb-rot wegen Meckerns dezimiert, wie es �berhaupt eine Anh�ufung von Strafen wegen Diskussionsbedarf gab.
Trotzdem Triest am Dr�cker, der Support h�rte sowieso niemals auf. Minute 64, Moscardelli will es wissen und versenkt die Kugel zum 1:1 Ausgleich. Einmal abgehen mit Triest bitte.
Sehr am�sant auch ein Herr der st�ndig am Zaun den Auswechselspielern von Hellas T-Shirts verkaufen wollte und mich als Lieblingsopfer f�r Redeattacken auserkoren hatte.
Nun konnte alles passieren. F�r beide Mannschaften war der Sieg noch drin.
Schlie�lich war es dann Bogdani 10 Minuten vor Abpfiff der einen kollektiven Freudentaumel im G�steblock initierte. Triest kann die erneute F�hrung von Verona bis zum Schlu� nicht erneut ausgleichen und so war den G�sten eine Siegesfeier bescherrt.
Erneut l�uft kein Spieler zum G�steblock um Dank zu sagen. Scheint wirklich in Italien nicht �blich zu sein. Daf�r kriegt man aber Besuch von den Heimfans. Nein, nicht was ihr jetzt denkt. Vielmehr wir die Siegesfeier der Veroneser durch eigenes Fahnenschwenken und Jubeln unterst�tzt. Dazu laufen Triestiner mit Bengalos in der Hand v�llig unbeirrt �ber den Platz und unser Leiter-Capo h�lt noch l�nger eine Predigt �ber die Liebe zu U.S.
Den ersten Verlust der Tour gibt es dann beim Verlassen des Stadions, ist doch der Schl�sselanh�nger von Matze, der ihm am Eingang abgenommen wurde, unauffindbar.
Schnell war dann eine Pizzeria gefunden, das mu� schon sein wenn man schon mal dort weilt.
Es durfte eine Diavola und ein birra piccola sein. Dann gezahlt und Matze lie� sich noch die g�ngigsten einheimischen Zigarettenmarken empfehlen (Camel, Marlboro...).
Mit qualmenden Reifen dann den Parkplatz am Berg wieder verlassen galt nun die volle Aufmerksamkeit der Suche eines Nachtlagers. Schnell war die Losung dass kein Hotelzimmer von N�ten w�re. Zu viert im Golf ist aber dann vielleicht doch nicht so das Wahre und so reifte der Wunsch bei Torsten und mir unser Nachtlager auf einer kurz gem�hten Wiese (am besten Fu�ballplatz) im mitgebrachten Schlafsack aufzuschlagen. So konnte auch der Beton auf einem Firmengel�nde uns nicht �berzeugen und so kurvte man weiter durch endlose D�rfer deren Namen man schon wieder vergessen hat. Ewig landete man auf Privatgel�nden oder Hunde bellten im Hintergrund. In N�he von Tennispl�tzen wurde man aber doch f�ndig und das Gras war zwar nicht auf Wimbledon-Niveau gestutzt, trotzdem sollte es meine und Torsten�s Zustimmung finden. Tats�chlich konnte ich dann auch gute 7 Stunden so durchschlafen und wachte mit einem Frischluftvorrat in den Lungen auf der f�r Wochen ausreichen d�rfte. Auch die Stechm�cken hatten mich fast ganz verschont. Wach wurden wir von Arbeiten auf den Tennispl�tzen so guckte man bei Matze und Obi nach dem Rechten. Matze war am Morgen weniger standfest und Obi klagte �ber den Schaltkn�ppel in seinem R�cken. Selber wechselte man Oberbekleidung und Socken,war ja seit Freitag Morgen nicht mehr passiert. Der Auftrag nun war �Tankstelle f�r Katzenw�sche und Z�hneputzen�. Daraus wurde eine Invasion nach Triest mit 2:1 Stimmen (eine Enthaltung) und Stadtbesichtigung.
Pflichtbewu�t wie wir sind wollten wir nat�rlich eine nicht f�llige Parkgeb�hr am Hafen entrichten und steckten Obi�s Visa-Karte in den Automaten nachdem er kein Bargeld von uns wollte. Dumm nur dass dieser besagte Automate besagte Kreditkarte nicht mehr hergeben wollte. Hallo Stadt Triest � falls gefunden � ist Obi�s Karte !
Nun ans Wasser und der unglaublichen Faszination von Quallen verfallen. Wir 4 beobachteten diese Tiere mit einer derartigen Faszination dass es nicht verwunderlich w�re wenn Teile von uns noch diese Tiere im weiteren Leben studieren.
Dann wurde etwas die ganz nette Stadt Triest zu Fu� erkundet und so manches Thema abgehandelt. Bald zog es uns aber dann weiter nach Udine. Der Charme dieser Stadt in Nordostitalien hat sich uns nicht wirklich erschlossen. F�r etwas Spannung sorgte allein Obi durch konsequentes Ignorieren meiner vorgebrachten Abbiegew�nsche und einem Test der Bremsreaktion eines italienischen Autos. Am Stadion den Wagen abgestellt wurde das erste Mal der Souvenirstand inspiziert, aber keines der Schalprodukte fand meine Zustimmung.
Daf�r knurrte der Magen und so begab man sich auf die Suche nach einem Mittagsmahl.
Zuerst fand man ein Cafe wo man sich gleich mal mit Eintrittskarten eindecken konnte. Erste Liga Italien kostet dann schon mal 16,50 Euro.
Etwas weiter fand dann ein Lokal die volle Zustimmung von Torsten und durch kollektives Stehenbleiben konnte auch Obi zum Eintritt gef�hrt werden.
Man hielt gute Calamari zu fairen Preisen, Getr�nke, Gazzetto dello Sport (Amburgo hehe) und eine irre italienische Fu�ballschow f�r uns parat. Wer glaubt DSF-Doppelpass w�re stupide der hat diese Show noch nie erlebt. In 3 verschiedenen Stadionhefterzeugnissen konnte man die m�glichen Aufstellungen f�r das heutige Spiel schon mal durchgehen und es sich schmecken und gut gehen lassen.
Eine Stunde vor Spielbeginn begaben wir uns dann in Richtung Stadio Friuli und in die Curva Nord der Heimfans. Dies war eher sp�rlich besucht,woran sich auch nichts Entscheidendes mehr �ndern sollte. Vor Spielbeginn wurde der alte Bekannte J�rgensen, der vor der Saison von Udine nach Florenz gewechselt ist, frenetisch gefeiert und mit Blumen und Sprechch�ren begl�ckt.
Das Intro der Heimfans einerseits das schw�chste der bisher von mir besuchten Spiele in Italien trotzdem d�rfte es nur drei bis vier Fangruppierungen in Deutschland geben die da mithalten k�nnten. Mittendrin im Menschenpulk kam das Meiste auch gut laut r�ber, bewegte man sich jedoch nur wenige Bl�cke weg davon sah die Sache leider anders aus. Im G�steblock schien sich ein stimmungsfreudiger Auflauf gebildet zu haben. Dieser hatte auch bald Grund zu jubeln. Miccoli scho� dass 0:1 und drehte frei. Diese F�hrung hatte aber nur wenige Minuten Bestand, dann war es Stefano Mauri der den Ausgleich besorgte und einige Bengalen entz�nden lie�. Die Partie bewegte sich insgesamt auf einem durchschnittlichen Niveau. In der Halbzeit suchten Obi, Matze und ich den Stand der Ultras Udine, der war aber bereits abgebaut worden. Zur zweiten H�lfte nahm man dann wie gesagt etwas au�erhalb des Fanblocks Platz. Schnell konnte Udine durch Sensini in F�hrung gehen. Der Torjubel f�r italienische Verh�ltnisse aber �u�erst entt�uschend. Udine nun in Front, Florenz riskierte mehr. Die Belohnung gab es dann in Form des Tor des Tages in der Serie A. Der Torsch�tze vom Dienst des AC Florenz (3 der bisher 4 erzielten Tore) Miccoli traf sehenswert zum 2:2.
Nun war der G�steblock selbst auf der gegen�berliegenden Seite gut zu vernehmen. Beide Teams versuchten nat�rlich noch bis zum Abpfiff zum Siegtor zu kommen, beide Abwehrreihen verdienten sich aber Lohn und Brot und so trennte man sich 2:2, sehr zum Unmut der einheimischen Fans. Aber auch in Florenz scheint man mit Platz 15 und 7 Punkten aus 7 Spielen als Aufsteiger nicht zufrieden zu sein, so dass tags darauf Trainer Mondonico den Weg zum Arbeitsamt antreten mu�te.
Ich holte mir noch schnell einen Schal der Fiorentina und dann schauten man schnell zum Auto zu gelangen. Kleiner Irrungen lie�en uns aber dann doch in den Abfahrtsstau fahren wo die Italiener wieder sehr eindrucksvoll ihre Fahrunk�nste unter Beweis stellten. War aber zumindest nicht ann�hernd so schlimm wie damals in Genua und man wurde zudem Zeuge einer netten Schalzockaktion der Florenzer und ihrer �bermacht in der daraus resultierenden Auseinandersetzung. Perfelkt gelang uns der Weg auf die Autobahn und im nu war man vor der abschlie�enden Mautstation bei Trevisio wo ein Nachbarkombi aus dem Innsbrucker Land auf der linken Spur die Aufmerksamkeit von Matze und Torsten gewann, jedenfalls die darin sitzenden T�chter der Familie. Praktischerweise war deren Telefonnummer gleich auf das Auto draufgedruckt so dass eine Kontaktaufnahme nicht schwer sein sollte. Mit der Maut kam man recht gut weg und ich wartete st�ndig auf einen Grenz�bergang zwischen Italy und Austria, der nat�rlich nicht kam. Nun meldeten drei Viertel der Besatzung MC Donald�s-Hunger an der dann in Spittal befriedigt werden sollte. Nun wurden dort auch arme Passanten mit der Losung des Autos belegt �Ihr spinnt doch�. Kurz noch zum Tanken wo nun vollends der Schwabe bei Torsten durchbrach � Juchu, 1,1 Cent gespart -. Die R�ckgabe der leeren Getr�nkeflaschen sollte nicht so gut gelingen meinte doch der Tankwart �Spirte habe ich nicht, und die anderen Marken habe ich auch nicht (Coca Cola, Fanta...).
Dann rein zum M�cki und jeder nahm das MC Chicken-Men�. Ich kam endlich wieder auf normale Toiletten,was ich aber zur Entt�uschung von Matze keine Zigarettenl�nge lang ausnutzte.Der weitere Weg bis Irschenberg wurde dann mit weiterer Tourenplanung bestritten, au�er es hie� mal zur Abwechslung �Du spinnst doch�. In Irschenberg galt es dann Torsten zur Verabschieden und ich stellte neue Rekorde auf dem Weg zur Toilette auf. Nun waren wir f�r den Rest der Strecke noch zu dritt. Die letzten 150 km dieser Tour vers��te uns dann der betrunken in Regensburg gestrandete Franky mit seinen Anrufen. Ein anberauntes Treffen vor dem Haus von Matze kam leider nicht zu Stande. Etwa 500 m vor besagter Behausung zollte au�erdem Obi�s Auspuff dieser M�rdertour Tribut indem er kaputtging.
So durfte Herr Bierl noch mit einigen Schwei�perlen den weiteren Weg zum Jahnstadion und nach Kirchenrohrbach bestreiten. Eine Tour die nie langweilig war. Schon erstaunlich was f�r eine gute Zeit man hat wenn die vier Richtigen Gestalten zusammen sind.
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Landesliga Mitte � Freitag 15.10.2004 � 14. Spieltag
Freier TUS Regensburg � ASV Cham 1:0 (0:0)
Ein leidgepr�fter Ultra zu Gast bei der zweiten Adresse am Platze. Endlich mal zum Schillerweg, einziger Ground Deutschlands unterhalb einer Autobahnbr�cke � Denkste !
Kein Flutlicht am Hauptfeld, also r�ber zum Trainingsplatz des Jahn L
Recht gut besucht war das Oberpfalzderby auch nicht, trotzdem waren einige Chamer Autonummern auszumachen und der Freie TUS scheint auch sein Stammpublikum zu haben. Darunter einen Herren der mittels Feuerwehrsirene jeden Angriff der freien Turnerschaft akkustisch unterlegt. Erst kultig, dann nervig, dann �berh�rt man es einfach.
Absolut toll aber das kostenlose Magazin �Freier-Express�. Schon auf der Titelseite mit Bundesligalogoplagiat. Am Besten aber was das Heft von den A-Senioren zu berichten wei�.
Ich zitiere: Allerlei Kuriosit�ten beim Spiel in Burgweinting. Zuerst nur 10 AH-Spieler auf dem Feld, da Spieler Perathoner in Wolfsegg antreten wollte und dann hat wohl einer trotz Roter Karte einfach weitergespielt. Weiterer Kommentar dann zum Gastspiel in Wolfsegg (diesmal richtig): Wir sind nicht arrogant, wir sind einfach besser, angeprochen auf die angebliche Arroganz der Stadtfu�baller.
Nun aber zur�ck in die Landesliga. Noch nicht dort angekommen scheint Thomas P�ppel aus der Heimatstadt Mainburg, reicht es bisher doch nur zum Stammplatz in der Zweitvertretung.
Kreisliga h�tte er aber beim Heimatverein auch spielen k�nnen.
Unter dem Schein der Flutlichtfitzel begann dann die Partie die zwar durchaus Tempo hatte, ansonsten aber einiges Stehverm�gen verlangte. Notierungsw�rdig einzig die erneute Verletzung von Stefan Ricke (diesmal ist es der andere Fu�), f�r ihn kam Michael Steiger. Einzigartig wie Karsten Wettberg seinen Einwechsler bestimmte. DU � nein doch Du !
Das d�rfte �ber das Niveau des ersten Spielabschnitts schon alles aussagen.
Ich vertiefte mich inzwischen in den St. Gallener Fischreiher und verfolgte somit die ersten Minuten der 2. Halbzeit nicht so aufmerksam. Richtig Aufregendes war aber auch hier weiterhin nicht zu vermelden.
Es dauerte bis zur 60. Spielminute bis der Gastgeber die erste richtig dicke Chance der Partie hatte. Den Zuschauern lag der Torschrei schon auf den Lippen. Sehr gut gefallen hat er mir Thomas Stumpf der so ziemlich in jeder Szene beteiltigt war, sei es als Gefoulter, Dribbler oder Fouler. Bei Cham wu�te die Nr. 10 zu �berzeugen, es gelang mir aber nicht den Namen des Spielers ausfindig zu machen.
Der Freie TUS nun zwingender und mit mehr Drang zum Tor. Weitere 2 Chancen bleiben zum Unglauben der Zuseher ungenutzt. Um die Qual f�r alle Gekommenen noch zu erh�hen beginnt es dann 10 Minuten vor Schlu� auch noch zu regnen. Dann pl�tzlich k�nnen die Regensburger die Chamer Abwehr doch entscheidend �berspielen und Heimdeb�tant Ralf Huber erl�st die Heimfans mit dem Kopfball zum 1:0 in Minute 85. Oliver Bindl also doch noch geschlagen.
Dann passiert spielerisch nichts Gro�artiges mehr, Cham trifft weiterhin das Tor von Markus Bauer nicht, das Spielende wird nur noch gut und gerne 3 Minuten hinausgez�gert da der Chamer Trainer kurz vor Ende intensive Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann beginnt. Mit Abpfiff setzt sich HB-M�nnchen Wettberg noch kurz in Szene und alles schaut m�glichst schnell in die Autos zu gelangen.
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Landesliga Nord � Sonntag 03.10.2004 � 13. Spieltag
FC Bayern Hof � 1.FC Sand 1:2 (0:0)
Tag der Deutschen Einheit und so ging es passenderweise an einen geschichtstr�chtigen Ort. Ziel der Reise sollte die ehemalige Grenzstadt Hof sein und so bestieg man die Vogtlandbahn um sich dorthin fahren zu lassen. Ab Schwandorf leistet einem Junior-Hofer Gesellschaft und man hatte sich Einiges zu berichten da man sich schon gut 2 Monate nicht mehr getroffen hatte. So lauschte man interessiert den tollen Erz�hlungen aus Rum�nien, Skopje und Mitterteich. Junior-Hofer bef�rchtete mit seinem Rededrang zu nerven, was aber keineswegs zutraf.
Auch Danke f�r das labende Veltins-Mix.
An Highlights wie Weiden, Martinlamitz-Ost (West gibt es nicht ?) und Oberkotzau vorbei fuhr man in Hof ein. Einmal links, einmal rechts, durch�s T�rkenviertel durch, am Kulturzentrum und Saaleteich vorbei und einen Anstieg durch den Wald bew�ltigt stand man schon vor der Gr�nen Au. Unser erster Weg f�hrte uns zum Handshake mit angereisten Bambergern (die mit beiden Vereinen eine Fanfreundschaft pflegen) und zum Ticketkauf.
Dann nahm man in der zum Stadion geh�renden Kneipe Platz, eine richtige alte Klitsche die mit einigem kuttigen und kultigem Volk besetzt war. So labte man sich an dem gar nicht mal so schlechten Bier und schmiedete Hoppingpl�ne nach Spanien.
Ebenfalls zu �berzeugen wei� die einzigartige Bayernpost, das Stadionheft des FC Bayern.
Auf Umweltschutzpapier im A4-Format konnte man hier Spielberichte �ber die letzten Partien von Hof I, Hof II und Sand lesen.
Dann ins Rund wo man mir am Eingang erst die sch�ne Eintrittskarte in Zwei riss (Bastardos) und mich dann die Fansecurity zwang mein mitgebrachtes Erdinger Champ in eine Presshalbe umzufunktionieren. �berhaupt ist es ein Merkmal des Traditionsclubs aus Hof dass einige Personen der Fanbasis in die Aufgaben im Verein eingebunden sind.
Schon der erste Eindruck vom Ground war positiv, auch wenn die Stufen doch arg bedrohlich und hoch erschienen, kann aber auch am Bier gelegen haben. Die absolute Nummer 1 sind aber die Bratw�rste in Hof. Da mu�te sofort Nachschlag her und ich w�rde wohl noch 5 Stunden l�nger Zug fahren f�r diese Wursterzeugnisse. Wahrscheinlich fahre ich nochmal in die Gr�ne Au und versacke dann am Wurststand g
Zum Einlaufen der Teams pr�sentierte sich die Kurve der Hofer keineswegs geschlossen aber daf�r �u�erst gut beflaggt. Inferno, Hof/Saale je 1x und ein anderer Herr gleich 6x (inklusive starker Britannia-Fahne). Aber auch �Die Treuen� aus Sand zeigten Fahnenpr�senz.
Auffallend in der Fankurve das wohl asseligste Publikum ever. Kr�ppel, Alki, Sandler, alle da, alle akzeptiert (und das ist das Wichtigste). Aber der totale Kult sollte sich noch weiter steigern. Zum Beispiel die Bier-gef�llig-Jungen. Laufen immerzu durch den Block und kassieren 10 Cent je verkaufter Halbe. Oder die 8j�hrige Hoolfront die lauthals �Bambule, Randale, wir kommen von der Saale� skandierte, wenn nicht mal wieder die G�stetorh�ter bespuckt wurde. Die ersten Minuten des Fu�ballspiels waren grausam, dies sollte sich aber zum Gl�ck �ndern, auch wenn das Game sehr von Fehlp�ssen lebte. So mu�ten h�ben wie dr�ben Torwartglanztaten her um das 0:0 festzuhalten.Es schien heute auch nicht der Tag von Micklisch zu sein, aber dazu sp�ter mehr. Ganz im Bett geblieben w�re aber wohl am Besten der Sportskamerad Bebber der in der letzten Spielminute der 1. Halbzeit gleich 2x mehr als hunderprozentige Chancen versiebte. So lud man zum Pausentee und ein wohl in Deutschland einmaliger Vorgang beim Fu�ball setzte ein. Wechselt doch in Hof der gesamte Fanblock der Hofer den Stehplatz hinter das andere Tor damit man wieder hinter dem Kasten steht auf den das Heimteam st�rmt.
Mit Wiederbeginn tauchte aber zuerst mal Sand vor Hof-Goalie Prell auf und Eichhorn versenkte den Ball zum 0:1 im Tor des bisherigen Tabellenf�hrers der Landesliga Nord.
Auch wenn dies sportlich �rgerlich war, war es doch die Initialz�ndung f�r einen nun ph�nomenalen Support der Heimfans, nachdem in Halbzeit 1 gar nix zusammenging.
So gab�s zur Unterst�tzung gleich mal eine wei�e Rauchwolke und dazu eine nervt�tende Baustellensirene die man wohl noch in Unterkotzau h�rt wenn der FCB spielt.
Und das Heimteam war fortan auch motiviert. Aufregung, Roar, Sand unter Druck.
Dies f�hrt zu einem Freistoss aus aussichtsreicher Position und Schmidt verwandelt das Ding. Partie also wieder ausgeglichen. Weiterhin rennt Hof an, entbl��t aber dabei auch immer wieder die Abwehrreihen was durchaus schneller h�tte ins Auge gehen k�nnen.
In Spielminute 66 geht es dann auch nicht mehr gut und der wohl deutschlandweit bekannte Kapit�n der Sander Stein (remember Vestenbergsgreuth � FC Bayern M�nchen 1:0 im DFB-Pokal) �berwindet erneut Torwart Prell. Nun noch mehr Hass und Emotion auf den R�ngen.
Die Angriffsbem�hungen von Micklisch bleiben weiterhin dank des guten Gegenspielers unerfolgreich, ebenso ergeht es dem eingewechselten Gogolok.
Im Mittelfeld kommt es dann erst zu einem Foul durch den wiedergenesenen T�nzel, woraufhin sich der gefoulte Sander Spieler mit einem Sto� revanchiert was in der Summe glatt Rot f�r Sand und gelb-rot f�r Hof bedeutet. Nun also 10 gegen 10.
Z�hlbares erlebt man aber nicht mehr an diesem Tag, trotz w�tender Proteste �ber die Absto�- und Liegebleiben-Praktiken des Gastes. So mu� sich Hof geschlagen geben und rutscht mit dieser Niederlage gleich noch hinter den heutigen Gast auf Rang 3 zur�ck. Eine Platzierung die am Ende der Saison nicht einmal zur Oberliga-Relegation berechtigen w�rde und damit die Umbenennung in Spvgg. Bayern Hof und eine evtl. Austragung der Heimspiele an der Ossecker Strasse zur Folge h�tte. Das sch�rt nat�rlich den Frust den der Spieler Micklisch unmittelbar nach Abpfiff gleich mal an seinem Gegenspieler, der ihn 90 Minuten quasi abgemeldet hatte, ausl��t und ihn niederstreckt. Hat wohl Michael Ballack als Vorbild.
Gewisse Freunde der 3. Halbzeit statten dem Sander Block noch einen Besuch ab, mangels Potential auf der Gastseite springen aber nur gegenseitige P�beleien heraus, von denen dann auch noch h�chstens der Wurstverk�ufer genervt ist.
Hof/Saale hat dann noch einen Bericht von der Alemannia Haibach-Webseite dabei der ziemlich zum Schmunzeln anregt, w�nscht man in diesem Text doch Bayern Hof den Wiederaufstieg nur damit dieser Verein nie mehr in Haibach vorbeischaut. Man hatte sich dort wohl etwas bei diversen Aktionen der Hofer erschreckt.
So geht�s wieder per pedes zur�ck an den Hofer Bahnhof wo sich Junior-Hofer und moi noch ein Eis g�nnen und sich im letzten der extra angeh�ngten Wagen des Zuges nach M�nchen noch zwei sch�ne Pl�tze sichern. Der Zug ist mehr als �berf�llt, stellt er doch die Hauptreisevariante von Ost nach West am Sonntag Abend dar. Uns ergeht es aber gut und es zeigt sich mal wieder dass der Fu�ballmanager 2004 locker das Potential hat 90 Minuten Zugfahrt bis Schwandorf wie im Fluge vergehen zu lassen. Einzig mein Versuch mit Vita Cola geht ziemlich in die Hose. Schmeckt in ungef�hr so gut wie Hansa Rostock in der Bundesligatabelle steht. Der Rest der Strecke bis Kelheim-City war dann auch nur noch ein Klacks, und heute h�tte man sich gew�nscht diese tolle Tour h�tte durchaus noch viel l�nger dauern d�rfen.
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