Österreich Regionalliga Mitte - 18. Spieltag – Samstag 29.03.2008 – 300 Zuschauer
SAK Klagenfurt – 1.FC Vöcklabruck 0:2 (0:2)
Die Komplettierung erforderte viele Opfer wie um 4.30 Uhr aufzustehen. Den Astra mio dann im Halbschlaf gen Galgenberg gesteuert und der erste Zug des Tages brachte mich nach München. Dort wartete der EC nach Klagenfurt. Dafür war eine Wanderung wirklich von der einen zur anderen Ecke im Hauptbahnhof nötig. Schön ein leeres Abteil aufgetan, was der Zugteil nach Beograd war. Da konnte ich wieder mal meine geheimsten Wünsche nicht verheimlichen hehe. Ganz relaxt dann kurz vor der Grenze eine Niederlassung im richtigen Zugteil gesucht, was auch gut war denn in Salzburg brachen alle Dämme. Dauerte bis weit nach Austria hinein bis keiner mehr auf dem Gang stehen musste. Merke: Stets in Freilassing einsteigen!
Die meiste Zeit wurde Schlaf nachgeholt, wenn ich mal wach war huschten tolle Landschaften vorbei. Wirklich ein tolles Erlebnis die Zugfahrt durchs Ausland mit seinen Landschaften und Bergen. Mit kleiner Verspätung spuckte mich dann der EC am Zielort aus und ich begab mich auf Wanderschaft durch Klagenfurt, mal checken was so geht J
War ein bisschen Weg bis zum gebuchten Hotel, dafür erschlug man mich dort mit Service und der erste Ground des Tages war auch nicht weit entfernt. Also nur kurz den Videotext im Zimmer-TV genutzt, letzte Busverbindungen kontrolliert und schon beehrte man den SAK.
Die Standpauke von Hafe noch im Ohr löhnte ich brav den Eintritt in der 3. Liga, ärgerte mich aber gleich wieder bei 8 Euro über das Preisniveau.
Dafür hatte der Slovenski Atletik Klub aber Einiges zu bieten! Besondere Spezialität sind die frisch zubereiteten Cevapcici die es wahlweise mit Kartoffelsalat oder Semmel gibt. Dazu hat der Grillmeister echt den Schalk im Nacken. Ein netter Unterstand (der gleichzeitig den Pressebiertisch beherbergt) bot Platz zum Mittagsmahl. Mit Spielbeginn ließ ich mich dann auf der kleinen aber sehr feinen Tribuna im Ground nieder. Dort und hinter dem Tor sind auch die einzigen Seiten von wo der Kick verfolgt werden kann, ansonsten begrenzt ein Zaun das Gelände und wütende Abwehrspieler haben gute Chancen mit einem Befreiungsschlag die Fenster vorbeifahrender Züge zu treffen.
Highlight des Tages aber der Fanclub der Gastgeber, die Brigade SAK! Jung, aber euphorisch wurde die ganze Spielzeit über Ihr Verein auf slowenisch angefeuert. Dazu alle Ansagen zweisprachig und gemischt…menno Balkanreise ich will endlich…
Ich war total begeistert was die Jungs da auf die Beine stellten, und eine Beschimpfung eines Gegners wie Vöcklabruck kommt auf Slowenisch gleich doppelt cool.
Der souveräne Tabellenführer bestimmte auch die größten Teile des Spiels, brach aber erst in der 36. Minute den Bann und erzielte (nach einem Abseitsfehlversuch) das 0:1. Wenig später eine für Klagenfurt fatale Fehlentscheidung des Schiris, ein Elfmeter der keiner war und so war mit 0:2 in der 41. Minute auch schon die Vorentscheidung gefallen.
In der Pause sah ich mich noch ein wenig im Gelände um, die Brigade bekam Freigetränke vom Verein und eine weitere „Cici-Semmel“ hätte schon gelockt.
Die zweite Hälfte war dann nich so prickelnd, das Spiel halt entschieden und zur 77. Minute musste ich dann leider das Gelände verlassen, die Busverbindungen zum EM-Stadion ließen leider nicht mehr zu. Gleichzeitig mit dem Bus kam ich an der Haltestelle Windischkaserne an und fuhr über den Heiliggeistplatz ans andere Ende von Klagenfurt.
Österreich T-Mobile 1.Bundesliga 32. Spieltag – Samstag 29.03.2008 – 15600 Zuschauer
SK Austria Kelag Kärnten – LASK Linz 2:1 (1:1)
Am Stadion wurde ich durch alle Beriche durchgewunken und verprasste dann etwas viel Moneten für Almdudler und ne gude Wurst hehe…
Auf Presseblock hatte ich wenig Bock, so setzte ich mich an den Rand der Gegentribüne und verfolgte von dort das Treiben im EM-Stadion. Eine stattliche Anzahl Linzer hatte sich heute auch eingefunden, hatte man doch noch Außenseiterchancen auf die Meisterschaft.
Erster Nervfaktor dann die Vorstellung der heimischen Spieler (von jedem die Vita) und die Cheerleader, die wenn man es ernst nehmen würde auch noch jegliche Grundvoraussetzungen von Cheerleadern brachen.
Der Heini am Mikrofon versuchte dann Stimmung in den Wellblechpalast zu zaubern, au backe. So stelle ich mir NBA vor. Es fehlte auch an nichts. Perversitäten wie Kiss-Cam oder das Anstimmen von Fanliedern durch den Stadionsprecher. Blöderweise ging dann Kärnten auch noch in Führung, was den Nerven nicht gut tat. Darauf erstmal nen Böller der Linzer ins karge Rund. Ein ganz ganz böser Einheitsbau, eben ein Farmteam einfach hierher verpflanzt, leider hält man wohl dann auch noch die Klasse. Den Leuten vor Ort täte es wohl nicht sonderlich weh, man war ohnehin in anderen Gesprächsthemen auf der Sitztribüne vertieft.
Vor soviel Ablenkung verpasste ich beinahe den Linzer Ausgleich, mein Wunschergebnis da ich beiden Teams irgendwie nix vergönne. Nun war es merklich ruhiger im Rund, vernünftiger Support ohnehin nur von den Vikings Linz.
Was in der Halbzeitpause an Schabernack getrieben wurde habe ich verdrängt. Was ich bei aller Hetzerei aber mal lobend erwähnen muss ist dass die Zwischen- und Endergebnisse der anderen Partien sehr schnell eingeblendet wurden. Kein künstliches Hinhalten und Spannung aufbauen!
Das Spiel war in der zweiten Hälfte durchaus rassig, beide Teams hatten sehr gute Chancen. Klagenfurt schaffte sogar mal das Kunststück auf knapp 1,5m einen Spieler im leeren LASK-Tor anzuschießen. Linz versemmelte einen Alleingang auf das Heimtor. Bis in die Nachspielzeit hielt mein Wunschergebnis an, der Stadionmuezzin wurde immer noch penetranter. Vier Minuten waren gerade angezeigt, da scorte Kärnten zum 2:1 der wohl gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt in der T-Mobile-Bundesliga ist. Sportlich war der Siegtreffer absolut verdient, es ließe sich nur mal die Frage stellen ob es sportlich fair ist wenn der Stadionsprecher über Minuten Fanlieder (alleine) über Mikro ins Stadion brüllt.
Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen dass dies die Konzentration der Spieler empfindlich stört? Sei es drum, es scheint so als könnten wir nächste Saison die Red Zac Liga mit Wacker Innsbruck abhoppen, unsere Freunde aus Tirol scheint es dieses Mal leider zu erwischen.
Wieder vom EM-Stadion wegzukommen war dann relativ schwierig, kein Durchblick im Busgewirr gehabt. Lange war unklar welche Linienbusse überhaupt bedient werden. Alles aber halb so wild, heimgekommen bin ich natürlich trotzdem und so wurde das Hotelzimmer genossen und der Schlaf der Gerechten geschlafen.
Am Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück und die Hotelrechnung. Das Hotel Aragia in der Völermarkter Strasse kann ruhigen Gewissens hiermit weiterempfohlen werden! Zurück zum Bahnhof fuhr mir dann die einzige Busmöglichkeit wegen eigener Lethargie vor der Nase davon, machte nix. Wanders ist des Zico’s Lust. Am Bahnhof wartete dann schon der EC zurück nach Deutschland. Dabei stellte es sich nicht gerade als kluge Idee heraus im Land der Schluchten einen Fensterplatz zu belegen. Die meiste Zeit wurde aber ohnehin verpennt. Erst von Rosenheim bis München musste man sich die Sitzbank teilen, wobei dann die Sitznachbarin gleich mal komplett verbal negativ auffiel. Stopp all Gutmenschen!
In München hatte mein Zug dann ne Viertelstunde Verspätung, was mich prompt den Anschluss nach Regensburg kostete. Mir jedoch nicht Unrecht, kurze Zugpause. BK- und Internetstippvisite sehr begrüsst, dann ohne Kontrollen zurück nach Regensburg. Im Zug dann wieder der Gute Laune-Heini der inzwischen zweifelhaften Ruhm haben dürfte…und als Eggmühl durchfahren wurde war man fast schon wieder zu Hause…
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Landesliga Nord Bayern 24. Spieltag – Samstag 22.03.2008 – 300 Zuschauer
TSV Mönchröden 1869 – 1.FC Strullendorf 2:2 (2:0)
Das Wetter ist crazy, die Spielabsagen purzeln nur so herein. Insbesondere der Ausfall der Regionalligapartie in Pfullendorf lässt viele Regensburger Hopper im Regen stehen. Ibo und ich einigen sich dann auf den ambitionierten Landesligisten Mönchröden an der Grenze zu Thüringen, während eine Autobesatzung nach Worms aufbricht. So weit, so gut….
Ibo ruft sogar nochmal an, nur hat dies leider einen peinlichen Grund. Ich habe verschlafen, als Premierenveranstaltung sozusagen, sass nicht in dem Zug in Schwandorf indem mich mein Kumpel erwartet hätte. Die Verwunderung ist gross, Ibo natürlich nicht sehr happy.
Um wenigstens Wort zu halten muss eben der Astra herhalten, gurke ich die 266 km eben als Fahrer ab. Neben dem wirtschaftlichen Suizid den diese Entscheidung bedeutet stehen auf der Habenseite eine frühere Rückkehr ins traute Heim und der Genuss der A73, formerly known als Frankenschnellweg. Wurde bisher kaum im Leben mal von mir befahren.
Bis Lichtenfels geht es ohnehin schnell, trotz immer wiederkehrender Regen- und Schneefälle. Dann durch den Ort durch und auf Landstrassen bis Coburg, aber ist ja schliesslich auch die Landesliga hehe.
Die letzen Meter bis Rödental, dessen Ortsteil Mönchröden ist, gibt es wieder eine Autobahn. Der Ground ist sofort gefunden und hat eine ziemlich außergewöhnliche Lage. Mitten im Wald, praktisch keine Wendemöglichkeit und den Abhang hinunter. Schnell eifrig den Eintritt bezahlt wartet Ibo schon im Vereinsheim bei einer gemütlichen Halben. Nachdem die Osterdekoration von uns aufgegessen ist geht es hinaus an den Wurststand und es wird bei bereits laufendem Spiel Position hinter dem Strullendorfer Torwart bezogen, erwarten wir doch hier die fallenden Tore. Wir sollten auch Recht behalten, zur Halbzeit führen die Gastgeber mit 2:0, scheinen sich für die peinliche Heimniederlage gegen Memmeldsdorf zu rehabilitieren. Immerhin träumt man hier vom größten Vereinserfolg, dem Aufstieg in die Oberliga Bayern. Man liegt dabei aussichtsreich im Rennen, gehört man doch mit Frohnlach und Kickers Würzburg zu einem Trio das sich bereits weit von der Konkurrenz abgesetzt hat.
In der Halbzeit dürfen es noch zwei Semmeln aus der Gastwirtschaft sein und ich beehre die angrenzende Rodungsfläche für ein Pissoir.
Mit der zweiten Hälfte beginnen auch die ansässigen Ultras sich zu Wort zu melden, Rüadn steht etwas abseits an einem Abhang und zaubert ein klein wenig Flair in die öde Provinz.
Leider haben Ihre Bemühungen alles andere als positive Folgen, ist es nämlich nun Strullendorf das stürmt, kämpft und trifft. Binnen Minuten ist die Führung egalisiert, die Gesichter im Rund werden enttäuschter. Klassischer Fall von mental abgeschaltet, so kann nur noch dieser eine Punkt gesichert werden. Auf einem guten Weg ist man in Mönchröden trotzdem.
Wenn ich ihn schon auf der Hinfahrt alleine gelassen habe so darf Ibo immerhin dann die komplette Rückfahrt bis Regensburg mit mir bestreiten. Eine Unfallstelle bei Buttheim wird gerade vor uns rechtzeitig geräumt, also heute auch mal Stauglück. Sehr bald ist man wieder in Regensburg wo Ibo in den Zug steigt und ich noch Moritz seinen vergessenen MP3-Player in die Hand drücke….
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T-Mobile Bundesliga 15. Spieltag – Mittwoch 19.03.2008 – 8000 Zuschauer
LASK Linz – FC Wacker Innsbruck 3:3 (1:1)
LASK die Fünfundachzigste…es gibt Grounds die laufen stets weg. Umso erstaunlicher dass sich trotzdem gleich drei Mitinteressenten fanden. So stiegen Moritz und Burgi am Jahni und Keumel an seiner Arbeitsstätte zu. Bei Schneetreiben ging es über die Grenze nach Linz, zur weltbekannten Gugl, berühmt für das Leichtathletikfestival.
So folgten wir innerhalb Linz den Autos und fanden so Parkmöglichkeit in der Nähe. Am Stadion die Notwendigkeit eine Eintrittskarte zu kaufen. Keumel und ich verbrachten das Spiel zusammen und lugten erstmal etwas in die Heimkurve die ein kleines Intro bot.
Für mich altbekannt interessanter die Gäste aus Tirol, schätze die Gästeanzahl mit etwa 100. Dafür aber mit hoher Mitmachquote. Ein paar Minuten gespielt erfüllten sich Träume. Meine nach Almdudler und Pommes und der von Keumel der unbedingt mal ein Vastic-Goal live miterleben wollte. Wir hatten uns inzwischen in der Stadionkurve niedergelassen um so beide Fankurven einsehen zu können. Burgi und Moritz siedelten sich auf der Gegentribuna an.
Innsbruck gelang noch vor der Pause der Ausgleich was die Gäste mit einem Böller feierten.
Als Linz ein Doppelschlag gelang war für mich die Partie entschieden, Linz weiter oben mitdabei, Innsbruck im tiefsten Abstiegssumpf. LASK Linz versuchte aber nun den Vorsprung zu verwalten, war ja schon ein Nackenschlag, werden schon nicht wiederauferstehen. Als Wacker aber dann in der 75. Minute der Anschluss gelang war dies Startzeichen alle Hebel auf Angriff zu legen. Immer wieder rannten die Tiroler an, unter immer wiedrigeren Verhältnissen. Der Schneefall war inzwischen so dicht dass wir der Gästeblock schon hinter einer Schneewand verschwand. In der 88. Spielminute musste der weisse Spielball gegen ein farbiges Exemplar getauscht werden. Und mit diesem wurde in der 93. Minute ein letzter Freistoss getreten und Innsbruck konnte einnetzen!
Riesige Freude bei Innsbruck, alle drehten frei, das Spiel wurde ohnehin nicht mehr angepfiffen. LASK ziemlich niedergeschlagen, Massenflucht aus dem Stadion.
Mit als Letztes verliessen auch Keumel und ich das Stadion, von Linzer Seite wurde noch gut an die Gäste hingepöbelt die Ihre Blocksperre zur Party nutzten. Ich vergass beinahe noch meinen Rucksack bei der Security, Alzheimer lässt grüssen.
Da Burgi und Moritz nicht auftauchten waren sie offensichtlich schon zum Auto gelaufen, wie man dass halt so macht. An Ort und Stelle war aber nur der Astra eingeschneit, sonst niemand da. Per SMS kam der Hilferuf vom Stadion, inklusive Abholungswunsch. Naja, die Wegfahrt war unproblematisch, so also die beiden Querschläger eingesammelt und versucht den Weg nach Passau zu finden. Das erwies sich, unterstützt durch die Schneeverwehungen, aber als nahezu unlösbare Aufgabe. Es gibt Städte, da findest du nie mehr raus. Linz gehört bei mir dazu. Irgendwann waren wir aber auch wieder auf den richtigen Weg gebracht und konnten unsere Heimfahrt auch erfolgreich abschliessen. Nun fehlt zur erneuten Kompettierung von Austria’s Eliteliga nur noch das EM-Stadion in Klagenfurt. Aber auch darum wurde sich bereits gekümmert.
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NOFV-Oberliga Süd 18. Spieltag – Sonntag 09.03.2008 – 1205 Zuschauer
SSV Markranstädt – Chemnitzer FC 1:1 (0:1)
Nach zwei Nächten im internationalen Hostel FFM hiess es Auschecken und sich in den ICE nach Leipzig zu verfrachten. Weil in der Prärie davor ein paar Kinder auf den Gleisen spielten und der Zug somit etwas Verspätung hatte gab es als Sorry ein kleines Wasser von der Bahn. Passte ganz gut, ich war ohnehin ausgetrocknet. Nach nem Pizzastück die Ankunft der Chemnitzer mitgekriegt und gemeinsam ging es in den Vorortzug.
Darin ein Exempel wie klein die Welt doch ist, traf man doch Greentree dort an. Zusammen mit seinem Begleiter eskortierten wir dann in Markranstädt die Polizeieskorte der Chemnitzer zum Stadion am Bad. Da dieses heute noch nicht geöffnet hatte nahm man dann halt doch mit dem Ground vorlieb, schnell zuvor noch die Reisetasche im Unterholz versteckt.
Erste Tätigkeit, wie stets im Osten, der Broilertest. Zweiter Akt dann den zahlreichen Hoppern die Hand geschüttelt. Ansgar, Nils, ein Gladbacher, Heinz und und und…
Mit Heinz machte ich mir es dann auch auf der Gegengerade gemütlich und ließ den Hopperblock allein. Schön den alten Dynamo-Haudegen mal wieder getroffen zu haben, konnte er doch von etlichen Touren berichten. Wie halt immer bei Ihm in der Winterzeit.
Das Spiel begann mit Verspätung weil mal wieder alle in letzter Minute kommen wollten.
Begonnen hat es dann sehr gut für die Gäste und Titelfavoriten der Staffel. Chemnitz führte recht schnell mit 1:0. Der Block bot während des kompletten Spiels Standardniveau.
Markant aber stets die glorreiche Anzahl an Zaunfahnen der Chemnitzer.
Markranstädt wird von den Blue Boys angefeuert, engagierter zeigen sich aber die spielenden Kinder auf der Tartanbahn. Chemnitz kontrolliert die Führung, tut aber wenig um den Vorsprung auszubauen. Nach dem Pausentee lädt man dann den Gastgeber zum Torerfolg ein und so kann das Überraschungsteam der Oberligasaison zum Ausgleich einnetzen.
Dann plätschert das Spiel wieder vor sich hin, insgesamt kein Spitzenduell hier und heute.
So kann man sich Gesprächen und dem guten Bier hier widmen. Chemnitz kann dann auch aus einer Überzahl, nachdem ein Markranstädter mit Gelb-Rot vom Platz muss, keinen Vorteil schlagen und so trennt man sich schließlich 1:1.
Beide Teams müssen vorerst mit diesem Ergebnis leben, die Pressekonferenz nach dem Spiel zeigt die etwas unterschiedlichen Betrachtungsweisen auf.
Dann geht es wieder per pedes zum Bahnhof wo man sich noch mit einem Gladbacher Hopper zusammentut, der ein Stück mitfährt um letztendlich mitten in der Nacht wieder in Rüsselsheim zu landen. Für mich geht es zurück nach Regensburg wobei sich die Stunden im Zug etwas hinziehen. Insbesondere muss ich doch mal festhalten dass manchmal die Variante Regionalexpress zu bevorzugen ist. Man sitzt vielleicht 1-2 Stunden länger im Zug, bleibt aber zumindest von den Leuten im ICE verschont die neben einem mit Ihrem Laptop Ballerspiele veranstalten. Fehlt noch ein Ground in der NOVF-Süd!
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Malta Second Divison – Freitag 08.02.2008
San Gwann – Rabat 1:1 (0:0)
Im Oktober 2007 hatte ich den Besuch des Länderspiels Maltas gegen Moldawien geplant, daraus wurde dann nichts. So dauerte es gestoppte 0,3 Sekunden bis zur Zusage nach Obi’s Anfrage ob ich Lust hätte nach Malta mitzufliegen. Ebenso entscheidungsfreudig waren Keumel und Marc Slonek aus Aalen.
Marc reiste über Augsburg an, wir drei „Regensburger“ bestiegen um 8.44 den RE nach München. Kleiner Kniff dabei – das Bayernticket gilt erst ab 9 Uhr. Wenigstens hatten wir Bewaffnung in Form eines arabischen Technikstudenten dabei.
Um 8.56 Uhr, ergo 4 Minuten vor Eggmühl, betrat der Schaffnix das Abteil und nahm Keumel und Obi hoch. Machte jeweils 46 Euro und die Erkenntnis dass die Bahn hier einen sehr unflexiblen Mitarbeiter engagiert. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben und wer nie beim Schwarzfahren erwischt wurde hat nicht gelebt…
In Freising vollzogen wir den Wechsel in den Bus zum JS-Airport wo Marc im Terminal 2 schon auf uns wartete. Schnell den Check-In hinter sich gebracht und bei Edeka ein Mittagessen erstanden.
Der Flug bot endlich mal gutes Essen (Air Malta ole), Top Entertainment mit Roadrunner und dem Koyoten und viel Schlaf für mich. Über Sizilien bremste der Pilot dann schon und setzte sicher auf dem Eiland Malta auf. Rund 400.000 Einwohner, aber ne eigene Sprache.
Um den Erlebniswert noch zu steigern leisteten wir uns einen Mietwagen und erkoren ausgerechnet mich als Fahrer. Der Avis-Wagen reagierte schon mal kurz vor Ultimo der Kupplung, aber man konnte den Parkplatz verlassen und versuchte das Auto in Richtung unseres Hotels in Sliema zu steuern. Ausschilderung auf Malta ist aber reine Glückssache und natürlich war man das Linksfahren auch nicht gleich gewohnt.
Mit ein Highlight war sicher dabei mitten in Valetta klitschnasse Strassen mit kaum Profil runterzurutschen, das Wetter war nämlich extremst besch…
Nun denn, Check-In im Hotel Plevna! Klingt nicht nur bulgarisch, sondern ist auch ein „Kommunistenbunker“. Weckte Erinnerungen an die Urlaube als Kind in Jugoslawien. Wasser pumpt sich kaum in den 5. Stock und besteht aus Salzwasser usw. Für 12 Euro also der optimale Spass im Glas.
Auf denn, der Länderpunkt Malta winkt. Rein in den Hyundai und in die Rush Hour von Sliema. Auf und nieder, die Strassenführung in Malta ist oft sehr hügelig und im ganzen Chaos toppten sich die Drehzahlen irgendwie immer mehr. Dafür umwehte langsam ein interessanter Geruch unsere Nüstern. Der Jackpot hiess Getriebeschaden mitten in Sliema.
So ruft man Avis um Hilfe, beerdigt den Länderpunkt Malta für heute und stellt sich auf Diskussionen mit dem Verleiher ein. Nach 20 Minuten kommt dann ein Abschleppwagen, im Schlepptau eine neue Karre. Ehe wir uns versehen werden wir quasi noch dafür gerüffelt nicht schon im neuen Wagen zu sitzen und die Strasse wieder freier zu machen. Kein Wort der Bürokratie über die demolierte Gangschaltung, war ja auch nicht unsere Schuld hehe…
Also weiter rauf den Berg, nun im neuen Wagen. Kaum ist die „Stadt“ zu Ende ist der Strassenbelag oft voller Krater in der Dimension unseres Kleinwagens, dazu prasselnder Regen, fehlende Gullideckel…wird sind 1:1 ein Amphibienfahrzeug und fahren durch das stehende Wasser, ohne zu sehen wo es hingeht. Die Grobrichtung stimmt aber, irgendwann erscheinen am Horizont die Flutlichter Ta’Qalis und das Gelände mit Nationalstadion und Centenary Stadium, wo sämtliche Partien der Second Division ausgetragen werden, wie gewohnt im Doppelpack. Wir sehen noch weite Teile der zweiten Halbzeit des Krachers Zurrieq gegen Balzan und tun uns an der geöffneten Bar gut.
Unser Spiel heisst dann San Gwann gegen Rabat, und zweitgenannte haben einen Bus voller Verrückter im Gepäck die den Block okkupieren. Mein Held ein Geselle der gleich 17x hartes Zeug für seine Freunde ordert und dies alles eigenhändig in den Bus trägt. Mit sich trägt er da auch schon mindestens 2 Promille, guter Mann.
Die Anfeuerungen kommen sporadisch und meist nur nach Toren. Dann ist das Potential aber gut erkennbar.
Erste Hälfte haken wir mal ab, uns peitscht der starke Wind den Regen ins Gesicht, Obi hat Kopfweh, dies hier ist nichts für Warmduscher.
An der Bar optimal versorgt kann eine aufregende zweite Hälfte beginnen. San Gwann wird schnell um einen Spieler dezimiert. Rabat beherrscht weite Teile des Spiels. Etwa 15 Minuten vor Spielende ist es aber dann San Gwann dass einen Elfmeter bekommt und verwandelt.
Mit dem Gegenzug drückt aber dann Rabat die Kugel über die Linie, der Rabatblock flippt aus, ein Spieler von San Gwann provoziert den Block und fliegt dafür vom Platz. Der Goalie von San Gwann hat dabei noch Glück. Bereits gelbbelastet stürmt er über den halben Platz um den Schiri verbal zu attackieren. Hier ist nun Feuer drin, die letzten Minuten versprechen Hochspannung. Zeit die Rabat aber nicht nutzen kann den Siegtreffer zu erzielen. Oftmals bringt man sich in vielversprechende Schusspositionen, versagt aber dann vorm Tor kläglich.
Ein Phänomen dass sich wie ein roter Faden durch das Wochenende ziehen sollte.
Schlusspfiff und damit hatten wir den Länderpunkt eingesackt und komplettierten gleichzeitig die Second Divison Maltas J
Wohl noch nie zuvor war ein Länderpunkt so schwer erarbeitet.
Unser letzter Wunsch für den Tag ist wieder unser Hotel zu finden, so sitzt man bald nach Abpfiff schon wieder im Leihwagen. Noch bevor man den Parkplatz verlässt wird im Centenary das Licht gelöscht.
Auf dem Heimweg machen wir Halt in Hamrun und lassen uns an einem Strassenimbiss Pizzen schmecken, garniert mit der frohen Kunde vom SGE-Heimsieg in Deutschland.
Dabei stehen wir stilecht in einem Durchgang und ich warne vor Anchovis auf Pizza Italia – das ist Freiheit!
Natürlich erkundet man auch auf diesem Wege wieder allerhand unbekanntes Terrain, letztendlich kann man den Wagen am Meer abparken. Sogar ein gewagtes Unterfangen, die Wellenhöhe und Unruhe der See ist mehr als beachtlich…
Malta BOV Premier League – Samstag 09.02.2008
Birkirkara – Hamrun Spartans 5:0 (1:0)
Dem ist auch am nächsten Morgen noch so. Nach gutem Schlaf des Nächtens und einem sehr reichhaltigen Frühstück (Minuspunkte nur für den Orangensaft) ist am Samstag Morgen Kultura angesagt. Am hellen Tag wirken die Wellen noch bedrohlicher, Obi erkundet trotzdem den Beach Club, gehört ja schließlich zum Hotel.
Gut dass er aber von dieser Stelle schneller wieder weg war, eine Gratisdusche wäre ihm Gewiss gewesen, welche Naturgewalt!
Unser Ziel ist Valetta, die heutige Hauptstadt Maltas. Es zeigt sich eine nette Innenstadt, arabischer geprägt als von mir gedacht und mit freundlichen Menschen.
Mancher Herr erfüllt sich einen Lebenstraum milchshakeschlürfend zu flanieren und paar Kirchen werden auch noch weggehoppt. Nun soll es erneut nach Ta’Qali gehen, aber Ausschilderung ist…
Wir landen auf Strassen mit Mondlöchern, oftmals nur durch ein Auto zu befahren und höchst abenteuerlich und die Gegend um Rabat könnte so auch die Vororte von Bagdad darstellen.
Beliebtes Fotomotiv dabei an einer Weggabelung ein Hinweisschild auf Rabat und darunter R.I.P. Dafür mache ich die Blinklichter an, die dann prompt bei der Weiterfahrt ein ganzes Stück Weg nicht mehr ausgehen. Meine besonderen Schwäche Berganfahrt kann ich auch ausgiebig fröhnen und irgendwann landet man dann halt doch am Nationalstadion.
Der Eintritt für Obi und mich heute kostenneutral, der Rest löhnt 8 Euro für die Doppelveranstaltung. Beide Seiten glänzen mit tollen Block- und Zaunfahnen, der Support wie gehabt. Die Rasenrastellis haben gute Tricks drauf, ich würde es in etwa der Ober- bis Landesliga in hiesigen Landen zuordnen. Oftmals auch hier schöne Pässe zu sehen wo der Torabschluss dann total mißlingt. Birkirkara kann kurz vor der Pause dann doch noch (mit etwas Fremdhilfe) einnetzen.
Die Halbzeitpause bleibt hier jedoch nicht ohne Highlights. Punkt Eins die Bar mit tollem Sortiment und seit Euroeinführung wurde 1:1 umgerechnet, also kommen Preise von 1,23 oder 2,38 raus. Bravo!
Nummero Due die Liveübertragung des Kicks im Pay-TV!
Besonders schön dabei die Einstellung des ziemlich leeren Stadions nachdem x-Spots über die Granden der europäischen Fussballklassen liefen und die Highlight der ersten Halbzeit dass das Ausmaß des Gestolpers in aller Deutlichkeit zeigt.
Die zweiten 45 Minuten entwickeln sich dann zu einer sehr einseitigen Sache. Hamrun wird dezimiert und fortan erzielt Birkirkara die Tore nach Belieben. Irgendwann ist es dann egal und es wird nicht mehr auf so überflüssige Sachen wie Abseits&Co geachtet. Hamrun’s Fans haben jedenfalls nach dem 3:0 die Nase voll und fahren schon mal nach Hause. Bei Birkirkara ist man bester Laune, muss trotzdem schon mal die Fahnen abhängen. Die nachfolgender Anhänger von Marsaxlokk und Sliema Wanderers drängen drauf…
Nachdem die Partie 5:0 endet beschließen wir weiter die Insel zu erkunden. Mit angedachtem Ziel Medina, die alte Hauptstadt. Eine tolle Befestigungsanlage. Rabat durchfahren wir dann auch und landen dann aber ungewollt am Westende der Insel. In einer Ortschaft die so ähnlich klingt wie Bahrain sieht es sehr nach Ende der Welt aus.
Wir sind uns sicher dass man hier noch nie Touristen gesehen hat, parken den Wagen vor einem Laden (ich habe dabei wegen des Gefälles Angst dass der Fiat gleich umkippt) und gehen einkaufen J
Dabei ersteht Keumel ein interessantes Gepäck in Kringelform und wir laden unsere Getränkevorräte auf. Marc fröhnt noch dem Sammeln der maltesischen Euromünzen und fordert die Herausgabe eines 1-Cent-Stücks (kriegt man ja nie raus wegen der Preisgestaltung *g*). Zuerst gibt’s nen alten Lira, dann das Gewünschte.
Auch bei mir wäre die Verkäuferin recht flexibel gewesen. Ob ich wirklich alle 6 Dosen des Sixpacks kaufen wolle, weniger ginge auch J
Mit ein paar Herzattacken mehr aufgrund von Verkehr und Fahrer erreichen wir wieder das Hotel und verabreden uns nach Dusche und Chill-Out zum Essen.
Während dieser Zeit müssen wir feststellen dass unsere Spülung nicht funktioniert. Die Lösung der Rezeption ist aber routiniert – unsere Sorgen werden notiert (das Klo nie repariert).
Unterschlupf finden wir im Hotelrestaurant einer anderen Absteige. Ich widme mich den Themen Calamari und Klo, der Rest fröhnt schon fast einer Manie auf Pizza Magharita.
Danach geht es in einen Pub englischen Stils und voller Fussidevotionalien und nach zwei Cider ist die Zunge dann auch gelöst muah.
Um 1 Uhr nachts treffen wir in unserer Hotelbar noch auf Austauschstudentinen aus Frankreich und Dresden und ein Witwerwrack, seines Zeichens Arsenal-Afficionado.
So hat jeder einen Gesprächspartner und lässt den Abend bei einem weiteren Bier (oder nicht) ausklingen. Toller Abend, wäre da nicht die Idee mit dem Jugendspiel um 9 Uhr in Pembroke…
U16 Jugend – Mgarr United - Senglea 3:1– Sonntag 10.02.2008
BOV Premier League – Floriana – Msida SJ 2:3– Sonntag 10.02.2008
BOV First Divison – St. George’s – St. Patrick 1:4 – Sonntag 10.02.2008
Im Luxol Ground finden den ganzen Tag über die Jugendspiele statt, quasi ein Ground extra dafür. Dieses Mal erstaunlich schnell und nur mit einem Ausraster meinerseits erreichen wir diesen und sind die ersten Besucher vor Ort.
Schnell wird toller Spass im Glas versprochen durch das Aufwärmprogramm, insbesondere des Torwarts von Mgarr United.
Das Spiel hat sehr sehr schnell eine ungute Wendung für die Jungs aus Senglea parat.
Fünfte Spielminute Rot und Elfer für Mgarr 1:0. Schnell dann auch das 2:0 und 3:0.
Mit dem ersten Fernschuss von Senglea wird aber unser Held im Tor sofort überwunden. Auch im späteren Verlauf kann er die Bälle nur halten weil er stets angeschossen wird. Also keine Torwarthoffnung für Malta’s Nationalelf.
Unser Held des Tages ist aber ohnehin ein Anderer. Wir entdecken dass die Nr.3 von Mgarr der jüngere Bruder von Obi sein könnte, fortan war es sich unserer Verehrung gewiss.
In der Halbzeit werden wir alle vom Kiosk gut versorgt und zahlen krumme Preise, das Spiel verflacht, unsere Nr. 3 spielt aber uns zuliebe offensiver und will uns schon zeigen was er alles beherrscht. Wir fordern aber trotz Sieg den Rauswurf des Trainers von Mgarr – unsere Nr. 3 kurz vor Ende des Spiels auszuwechseln zeugt nicht von Sachverstand J
Nächste Rallyeetappe ist das in Hamrun befindliche Tedesco Stadium. Ich passe meine Fahrmanöver inzwischen den Maltesern an. Man muss nicht verrückt sein hier zu fahren, aber es hilft sehr…
Bei Hamrun Spartans kehren wir in die Vereinskneipe ein und essen Burger (ich) und Pizza (die drei Anderen). Dazu ein leckeres Getränk, so lässt es sich aushalten, auch wenn der Anpfiff des Erstligakicks noch ferner ist. Langsam beginnt aber eine Geschäftigkeit im Lokal, die Eingänge werden verriegelt, die Kühlschränke umgedreht und die Tische aufgeräumt. Plötzlich stehen dann 20 Polizisten im Raum. Wäre nicht nötig gewesen, wir hätten schon bezahlt…
Man stellt uns vor die Alternative zu gehen oder das Spiel zu gucken, hmm schwere Entscheidung. Kult (Hallo Keumel) dabei dass wir erst einmal Eintritt löhnen müssen bevor wir zur Theke vortreten können um unser Essen zu bezahlen. Schwerer Minuspunkt aber dass das Männerklo nicht geöffnet war. Die sollte mich für den kompletten Nachmittag schwer aus der Bahn werfen.
Nachdem schon der Samstag trocken war scheint nun die Sonne und Obi und ich genießen dass mal besonders entspannt. Keumel und Marc beobachten die Fanblöcke (echt viele Leute da) vom Dach aus, etwa 50 cm unter der Stromleitung. Besonderes Augenmerk besitzt der Floriana Hooligan (Einzahl ist kein Schreibfehler). Zwischen den Fanlagern wird böse gepöbelt. Zur Halbzeit stoßen dann unsere zwei Mitstreiter zu uns. Die Unterhaltung wäre aber dann gar nicht mehr so dringend gewesen, das Spiel bot im zweiten Abschnitt Einiges.
Floriana 1:0, plötzlich dreht Mside das Spiel zum 1:2. Floriana erzielt wieder das 2:2, einer fliegt wie immer vom Platz und Mside gelingt schließlich das 2:3. Das freut besonders den Edelfan aus Mside, ein Typ der der Bruder vom Räuber Hotzenplotz sein dürfte.
Zuvor wurden schon im Überschwang Sitzschalen rausgerissen, damit unglücklich ein Junge getroffen – fortan pustete der halbe Block dem Jungen auf das Aua am Kopf.
Mit dem Abpfiff spurt zum Auto – es wartete Grosses. Auf direktem Weg ging es nach Paola zum Hibs-Ground. Noch dieses Spiel trennte uns alle von der Komplettierung einer (weiteren) Auslandsliga. Das Spiel bot auch nochmals Kurzweil und ging mit 4:1 deutlich an den „Gast“ von St. Patrick. Das Ganze vor einem atemberaubenden Inselpanorama. Unvergessliche Momente gebündelt mit der Komplettierung der Premier League und der First Divison des Landes. Hier wie in allen anderen Stadien übrigens das Phänomen dass sich die Malteser nicht sehr um Ihren Müll kümmern.
Bester Laune und mit fahrerischen Glanztaten ging es zurück zum Hotel um eine Stunde später wieder auf die Piste zu gehen. Dieses Mal gab es für Alle Pizza und auf den Bildschirmen des Lokals konnte man das Endspiel um den Afrikacup und/oder die Best Ofs der Ligen aus England und Italien verfolgen.
Noch ein kleiner Umtrunk mit angeregter Unterhaltung in der Hotelbar und so brach die letzte Nacht in Malta an. Gegen 4 Uhr funktionierte plötzlich wieder die Toilette im Zimmer von Marc und mir. Um 7 traten wir die letzte Fahrt des Leihwagens zum Flughafen an. Hier gottlob kaum von der Rush Hour in Valetta betroffen trafen wir nach kurzen Irrwegen am Airport ein und warfen die Schlüssel in den Avistresor bevor eingecheckt wurde.
Noch ein letztes Mahl mit krummen Preisen und der eher langweilige Rückflug wurde absolviert. Obi musste für sich schon Nervenkitzel schaffen ausgerechnet im Flieger die Geschichte des Absturzes von ManU vor 50 Jahren zu lesen.
Am Münchner Airport dann von Marc verabschiedet nahm man die Koffer und Rücksäcke und trat über Freising den Heimweg nach Regensburg an.
In Regensburg war es dann fast das Schwierigste nicht links zu fahren.
NOFV-Oberliga Süd 15. Spieltag – Sonntag 24.02.2008 – 1200 Zuschauer
VFB Germania Halberstadt – Chemnitzer FC 2:3 (1:2)
Der Osten ruft, der Osten ruft. Das geheime Kommando Rehragout bahnte sich den Weg und wählte als Tarnfahrzeug einen Mietwagen mit grösserer Beschriftung als die Karre selbst.
Oberfeldwebel Ibo am Gaspedal, Zico der Rallybeifahrer. Im Hintergrund die eher gemässigte Rückbank mit Stiegler und Keumel. Jedenfalls verschmähten sie meine hochprozentigen Alkoholikas aus den Umzugskartons.
Da Buchbinder den Wagen nicht vor 9 Uhr rausrückt galt es 430 km in 4,5 Stunden zu absolvieren. Dies sollte trotz Baustellen und der Panik vor Blitzern locker gelingen.
Rund ums Sportzentrum Friedensstadion war schon allerhand los, war heute auch ein Grosser der Liga zu Gast. Die Himmelblauen vom CFC gaben sich die Ehre und füllten den Gästeblock eher mässig. Der Wurst-Test fiel durchschnittlich aus, genießbar aber auch schon bessere Roster erlebt.
Bei tollstem Frühlingswetter wollte Germania Halberstadt eine Aufholjagd starten nachdem man im Landespokal knapp an Magdeburg gescheitert war. Das Saisonziel der Chemnitzer ist sonnenklar. Alles Andere als die Qualifikation für die neue Regionalliga ist nicht hinnehmbar.
Der Favorit der Partie konnte auch schnell Erfolge verbuchen. Der CFC führte recht bald mit zwei Toren, die Fans goutierten dies mit tollem Singsang, dem aber die Lautstärke fehlte. Die Heimseite begann mißmutig zu murmeln.
Das Spiel war ansehnlich und hatte hohen Unterhaltungsfaktor, zudem Halberstadt noch vor der Pause verkürzen konnte.
Gleich nach Wiederbeginn gelang Halberstadt sogar der Ausgleich, der Chemnitzer FC stellte aber gleich im Gegenzug die Führung wieder her. Was für ein toller Spielverlauf!
Die mitgereisten Anhänger aus Sachsen legten nun die komplette zweite Hälfte die gleiche Platte auf und übten sich in Dauergesang. Wohl laut Aussage der Youngster so’ne youtube-Allerweltsmelodie, aber ich alter Sack bin da nicht mehr so up to date.
Jedenfalls konnte Chemnitz einen wichtigen Auswärtssieg verbuchen und ging gut mit den Anhängern ab. Wir schlengelten uns, umrahmt von allerhand Polente, wieder schnell durch den Ort und begannen das Unternehmen Heimkehr.
Dabei haben uns die MP3s des Herrn Bierl noch viel Freude bereitet. Kurz vor Ultimo war dann alles zu spät und wir beschallten die Prüfeninger Strasse mit dem Gruppensong vom Rehragout. Was Pasanten und Radfahrer amüsiert bis irritiert berührte. Wir ham halt doch den Längsten…