Portugal Bwin Liga 22.Spieltag – Sonntag 18.03.2007 – 3233 Zuschauer  
SC Beira Mar – Maritimo         2:2     (1:0) 
 
Sonntags ein gutes Frühstück auf Empfehlung des Concierge. Mit Nobbi ist gut Croissantteilen. Dann ab zum Bahnhof wo mir fehlendes Wechselgeld der Portugiesen höchste Schmerzen bereitete. Das verteuert die Zeitung dann schon mal.
Außerdem war ich ständig entlaufen, die beiden Anderen müssen sich totgesucht haben nach mir. Dann rein in den Zug nach Aveiro mit Halt an jeder Milchkanne. Noch schnell fragt ne Japanerin ob dies der Zug nach Aveiro sei….
Der Spass im Glas kostete 2 Euro und barg die einzigartige Gelegenheit die Umgebung rund um Porto kennenzulernen. In Espinho stapelte sich schon alles am Strand, hätten wir nur gewusst was uns im Stadion erwartet….
Am Zielbahnhof wurde die Frage nach dem Stadion gleich mal mit dem Taxistand beantwortet, nun ja, es war noch Zeit, die Sonne schien und so ging es erstmal in die schöne Innenstadt. Schnell war auch eine Touristinfo aufgetan und dort erhielten wir Hinweise auf eine gelbe Linie die irgendwo auf der Hauptstrasse zu besteigen sei.
Soviel Tatendrang macht Hunger und so labten wir uns draußen im Wind an Küchenhamburgern und Superbock.
Dann mal rauf auf die Strasse und am ausgewiesenen Ort wartete schon eine Japanerin. Die hatte irgendwie auch das ominöse Zettelchen mit Hinweis auf die gelbe Linie in der Hand.
Passanten konnten uns zuerst nicht die Richtigkeit der Haltestelle bestätigen, aber Warten ist immer lustig und bald stieg unsere Gewissheit durch einen grimmig dreinschauenden einheimischen Ultra und einen vorbeikommenden Bus.
Wir standen goldrichtig in der fremden Stadt und waren in Windesweile zum Estadio Municipal über die Autobahn verschifft.
Schon von draußen das Stadion mit einem Hauch von Augenkrebs, auch hatte der Architekt noch Verwendung für seine Badezimmerkacheln gefunden.
Nun wollten wir aber dem Geheimnis um die japanische Frau auf die Spur kommen.
Die Antwort glaubt einem mal wieder keiner. Ist eine japanische Groundhopperin auf Europatour. War gestern in Porto, heute Aveiro und morgen geht es dann weiter nach Lissabon….
Nach kurzer Stippvisite im eher mager ausgestatteten Fanshop zog es mich für wichtige Geschäfte ins Stadioninnere während Hafe und Nobbi noch ne Runde drehten.
Dann Platz genommen und das Vorbild der LTU-Arena auf sich Wirken lassen.
Nun ja….ähhh….bunt. Los war die Hölle, knapp 3000 Menschen verloren sich im Ground.
Das Einsetzen der Anfeuerung der Home-Ultras hatte was vom Schreien im Wald.
Ganz grosser Sport also, zumal sehr viel über die eigenen Füsse gestolpert wurde.
Das gab Möglichkeiten hinter das Muster der Stühle im Stadion zu kommen. Einziges Gebot scheint aber wohl zu sein dass keine zwei Stühle nebeneinander dieselbe Farbe haben dürfen. Mitte der ersten Halbzeit traf aber dann sogar Beira Mar zur Führung!
Gottlob kann man sich mit Nobbi tiefergehend unterhalten, alleine hier wäre wohl ein sehr gutes Schlafmittel.
In der Pause haben wir dann mal das Treiben am Verpflegungsstand begutachtet.
Zweite Halbzeit, Beira Mar führt, wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Das Publikum zeigt die Schnellkraft einer Schildkröte…Lethargie rules. Hier herrscht die wahre lethargische Crew.
Zum Jux veräppeln wir schon die „Wechselgesänge“, was aber auch nur Kleinkinder’s Aufmerksamkeit zum Ergebnis hat.
Richtig frustrierend wir es dann gegen Ende, als Maritimo, natürlich ohne Gästefans angereist, das Spiel zwischen der 83. und 85. Minute dreht und plötzlich vorm Auswärtssieg steht. Wichtige Punkte auf dem Weg in den UEFA-Cup!
Passend zum Spiel gleicht aber dann Beira Mar in der 90. Minute erneut aus, noch bevor vier Minuten Nachspielzeit angedroht werden. In diesem Nachschlag hatten es beide Teams plötzlich total eilig. Wurde noch richtig spannend in den letzten 180 Sekunden.
Nach dem Spiel ging es wieder zum Busvorplatz wo sich dann alle Interessenten in einen Bus zwängten, mehr fahren hier nämlich dann auch nicht weg. Das Gefährt war dann auch nur maximal zweifach überladen. Im Herzen von Aveiro wurden wir dann rausgeschmissen und hatten noch eine Stunde Wartezeit auf unseren Zug heim nach Porto. Also kleine Kaffeepause wo Nobbi erstmal die Gladbacher Niederlage in Leverkusen in letzter Sekunde verdauen musste.
Der Zug nach Porto war dann rappevoll, ich terrorisierte paar Sitznachbarn mit Grimassen und auch so hatte es trotz des Grottenkicks einen Heidenspass gemacht.
Wieder zurück in Porto organisierten wir die Fahrt zum Flughafen am nächsten Morgen und kehrten gemütlich ein. Der Hausherr war mal ein total genialer Gastgeber und umsorgte uns aufs Vortrefflichste. Erneut gab es Corracho und es war ein Superausklang des Wochenendes in der Hafenmetropole.
Nach kurzem Schlaf klingelte gegen 5.30 Uhr unser Handywecker und wir machten uns zu Fuss die paar Meter auf zur Trindade. Von dort ging dann die Metro zum Flughafen, wo es dann wieder empfindlich deutsch tümmelte.
Der Flieger hatte dann knapp ne Stunde Verspätung, aber auch diese Zeit ging rum.
Im Flieger war dann etwas FiR-Studium angesagt und Eltern hatten ihre Rotzgören nicht so richtig im Griff. Nach sicherer Landung, dieses Mal auch kaum durch Klatschen unterlegt (aaarghhh) schaufelten Nobbi und ich das Auto frei, löhnten die Parkgebühr und holten unseren Fussinvaliden vom Terminal ab.
Am Rasthof Rheinböllen gab es dann Mittagstisch mit Klasse Schnitzeln und einem Salatbuffet, ehe es den Rest der Strecke zu absolvieren galt.
Dabei konnte Nobbi bis zum Exzess seinem Hobby fröhnen uns die Ergebnisse sämtlicher europäischer Ligen raten zu lassen. Auch so bringt man Zeit rum. Portugal find’ ich dufte hehe.
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Portugal Bwin Liga 22.Spieltag – Samstag 17.03.2007 – 50400 Zuschauer  
FC Porto – Sporting Lissabon         0:1     (0:0) 
 
Nachtfahrt nach Fraport Hahn, damit abgehakt. Ganz schön was los dort um 4.30 morgens.
Koffer kosten 9 Euro, also reisen wir nur mit Handgepäck. Zahnpasta kommt zum Nobbi, das Deo kassiert die Flugsicherheit. Auf ein geheimes Zeichen stellen sich alle an und eilen hinaus aufs Flugfeld wo es zugeht wie am Busbahnhof. Acht Flieger starten zwischen 6 Uhr und 6.30 Uhr in Hahn und alle stehen sie bereit am Flugfeld. Muss sich also erst dort entscheiden wo es hingehen soll J
Obwohl der Flug nach Porto einer fliegenden Werbepause ähnelte klappte es ganz gut mit dem Schlaf tanken. In Porto gelandet gleich mal O Jogo und A Bola studiert wegen eventueller Nachmittagsspiele. Erfolg eher marginal.
Die Automaten an der Metro hätten wir auch verstanden, hätten diese funktioniert. So bedurfte es einen Wachmann um an einem funktionierenden Automaten die Andante-Karte zu bekommen. Damit dann bis Trindade gefahren und schon mal an der Hotelpforte angeklopft. 13 Uhr wiederkommen, alles klar. So drehten wir paar Runden um den Bahnhof und zentrale Plätze und sonnten uns etwas.
Kaum das Zimmer bezogen wurde erstmal etwas Schlaf nachgeholt bis Nobbi zum Aufbruch rief. Raus nach Boavista, ein Jugendspiel war erspäht worden. Dieses fanden wir dann nicht, dafür gab es aber etwas Groundspotting am Boavista-Ground wo dann auch der Fanshop geöffnet hatte. Nun knurrten unsere Mägen.
In Boavista gab es nix außer der Kunde vom Heimsieg gegen Bayern. Darauf dann ein Corracho und Superbock Nähe Trindade. Und so ließen es sich Hafe, Nobbi und ich gut gehen bis es Zeit wurde zum Estadio do Dragao aufzubrechen.
So ist auch die Endhaltestelle einer Linie benannt, so dass also permanent Züge durch Porto mit dem Stadionnamen fahren und dieses auch ständig angesagt wird. Muss ziemlich doof sein für die Fans von Boavista….
Hier rührte sich schon was, weniger wegen der Leute, als dass das Stadion direkt am Highway liegt. Somit etwas gefährlicher Fussweg hier. Für Nobbi und mich lag die Eintrittsberechtigung bereit, Hafe musste sich für 40 Euro auf dem zweiten Vertriebsweg in das ausverkaufte Spiel einkaufen und landete dann im Gästeblock seiner Sporting-Lieblinge.
Nobbi und ich unterwanderten inzwischen die Katakomben und wurden stets durchgewunken oder weitergereicht bis nur noch knapp 10m bis zum Spielfeld fehlten. Dann wurde sich erst mal erkundigt wo wir hinwollen. Kurze Liftfahrt bis in den dritten Stock, schon nahmen wir unsere Plätze ein. Auf den Tribünen wurde schon eifrig am Intro gewerkelt.
Die Choreogrpahie der Porto-Fans erstreckte sich dann über alle Tribünen und der Mikromanni machte auch ordentlich Alarm vorm Einlaufen der Spitzenteams.
Der Grossteil der Fans von Sporting Lissabon kam kurz nach Anpfiff in den Gästeblock.
Es tat dann auch mal wieder gut europäischen Spitzenfussi zu erleben. Der Support beider Seiten war fantastisch, das Spiel taktisch sehr geprägt. Bessere Spielanlage dabei bei Sporting.
In der Halbzeit gab es Cola zu 50 cent aus dem Automaten ehe es weiterging und nun der FC Porto das Szepter mehr übernehmen konnte.
Letztendlich war es aber Tello für Sporting Lissabon, der mit einem Spitzenfreistoss den 1:0 Auswärtssieg markierte. Alles Anrennen von Porto in den Schlussminuten half dann nichts mehr.
Spiel aus, wir schnell raus. Nun galt es auf Hafe der im Gästeblock war zu warten. Und die Gäste erhielten eine saftige Blocksperre von ner Stunde oder so. Nobbi und ich dafür einen Platzverweis von unserer Werbetafel, Polizisten sind also auch in Südeuropa genauso geistig minderbemittelt.
Irgendwann war Hafe dann befreit und wir konnten den Rückweg zum Hotel antreten wo wir dann schnell sanft entschlummerten.
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England Championship 37.Spieltag – Samstag 10.03.2007  
Crystal Palace – Leicester City         2:0     (1:0) 
 
Nach dem Freitagskick der Eintracht in Nürnberg fuhr ich mit der Münchner Abordnung um Schürr, Pfeilschifter, Frei und Sell nach Hallbergmoos. Alle natürlich deprimiert diskutierend, was Dirk Sell und ich dann noch bis 2 Uhr nachts in seiner Wohnung fortsetzten.
Bis 4 Uhr morgens durfte ich dort ein Schlafgemach beziehen. Nochmal Merci dafür.
Mein Gehen dürfte dann das gesamte Haus geweckt haben und zu Fuss ging es an die S-Bahn und mit dieser weiter zum Flughafen FJS. Dort Quick-Check-In und ein Fußbad in der Toilette. Aus der Bildzeitung erfuhr man dann erst von der CL-Auslosung und jeder Fluggast in der Lounge durfte sich einzeln registrieren (why?).
Den kompletten Hinflug verpennte ich dann um auch prompt IzdB im Flieger liegenzulassen.
Am London City-Airport dann erst nach Orientierung gesucht, paar Infos gezogen und Geld getauscht um dann ein Dayticket off peak zu erwerben und gleich noch anderen Leuten Schützenhilfe zu geben. Kaum drin in der DRS zur Bank wurde schon kontrolliert. Merke: Flughafenrouten nie ohne Ticket fahren! Generell!
Raus aus dem Zug stand ich kurz drauf am Picaddily, mir war nach Cola und Orientierung, also kurz rein in den BK dort am Platze. Dann eine Station zu Charing Cross und dort etwas rumgestiefelt bis zum Covent Garden. Kleine Mortadellabrotpause, heute ließ ich es ruhig angehen. Nach dieser Stärkung zurück zum Piccadilly und rein in den Lillywhite’s.
Paar geniale Rugbyshirts gab es, aber ansonsten von billigen Preisen nix zu sehen. Liegt aber wohl auch daran dass ich definitv kein Faible für Klamotten habe.
Die Auswahl war aber recht cool und Zeuge eines Stromausfalls war ich auch J
Back at Charing Cross gibt es dort so einen Memorbilia-Laden englischer Clubs, der Laden lohnt aber den Weg nicht. Ich bin dann weiter zum Enbankment und döste dort, unweit der Statuen, etwas auf einer Bank. Dann empfand ich es als Zeit sich Richtung Sellhurst aufzumachen. Bis Elephant+Castle mit der Tube, von dort gingen dann aber nur Züge bis Tulse Hill. Also erneuter Bahnsteigwechsel dort bis es dann weiterging nach Sellhurst. Man fährt also 1,5 Stunden Zug und ist immer noch in London….
In Sellhurst ist der Park dann recht korrekt ausgezeichnet. Paar mal den Bagpacker gemacht und in Hinterhöfen gelandet wo gerade an Autos rumhantiert wurde. Dann das Stadion aufgetan und um das reservierte Ticket gekümmert. Bin da etwas von Adam nach Zepellin geschickt worden, aber ging schon. Im Stadion integriert ist ein Somerfield’s und ein Kartenbüro von Crystal Palace, sowie die Geschäftsstelle.
Ein Programm erworben (3 Pounds) und einmal ein Spaziergang ums Stadion.
Was zum Feeling fehlte war noch die richtige Mahlzeit, also klassich Fisch+Chips und ne Cola und der Spass konnte beginnen.
Der Ordner am Eingang interessierte natürlich mein Rucksackinhalt. Darin fand er dann fast nur Bücher, was ihm etwas Sorgen um mich bereitete (you’re too much into books…).
Der Eingang selber ist dann nicht unbedingt etwas für Menschen mit Adipositas.
Alkohol wird in englischen Stadien exakt bis zum Treppenaufgang ausgeschenkt und der Brüller des Tages war mein Platz. Reihe 1, ohne Zaun, ohne Schutz, nur die Bande davor, direkt hinterm Tor. Das Tornetz war hochgeklappt während sich die Gäste warmschossen.
Also vertrauen wir mal auf den Ersatztorhüter aus Leicester und die Treffsicherheit seiner Kollegen und bleiben aufmerksam.
Irgendwie machte alles einen recht legeren Eindruck, 10 Minuten vor Spielbeginn wurden mal die Tore festgezurrt, das der Engländer an sich seinen Platz spät einnimmt ist sowieso Allgemeinwissen und so werden die Aufstellungen der Teams auch erst verlesen nachdem die Truppen auf dem Platz standen. Vereinslied gab es vorm Spiel und nach den Toren auch eher nur im Sekundentakt.
Das Spiel ist schnell erzählt. Ist schon ein anderer,schönerer Umgang mit dem Spielgerät.
Schnelle Pässe, viele Laufwege, voller Einsatz – und der deutsche Profi jammert über Überlastung bei 40 Saisonspielen….
Der Goalie von Leicester baute dann, quasi genau vor meinen Augen, einen dicken Lapsus und ermöglichte so die Führung der Hausherren.
Ja nicht zu lange jubeln sonst kommt man in den Fokus des Chief Stewards. Paar Hanseln singen hier und da, Stimmung solala. Der Rest der Halbzeit plätschert so auf englische Weise dahin, der Stadionsprecher ist auch ein cooler Mokel und labert lustig vor sich hin.
Größte Sorge in der Halbzeitpause ist so ein Benefizkick gegen Liverpool, ich sehe mir derweil das Treiben hinter der Tribüne an. Immer wieder herrlich des Engländers liebstes Hobby – Anstellen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wieder voll dabei, ebenso wie mein Mikrofonmokel der über Lautsprecher mit dem Schiri feixt. Das Feeling irgendwo zwischen Mutterland des Sports und Family Entertainment.
Nun steht er vor mir, lässig kaugummikauend, unser alter Held – Gabor Kiraly. Natürlich noch immer mit langer grauer Turnhose. Recht viel mehr als ein paar mal Libero spielen und ständig seine Handschuhe mit Wasser zu bespucken hat er aber nicht zu tun.
Leicester wirkt bemüht, Crystal hat die Sache aber stets gut im Griff ohne selber noch viele Akzente nach Vorne setzen zu wollen.
In der Nachspielzeit der Begegnung gibt es dann noch Elfmeter für Crystal Palace und Gabor Kiraly kann noch das 2:0 bejubeln und nach Abpfiff und kurzer Verabschiedung verschwinden die 22 Akteure wieder in den Kabinen. Beim Rausgehen klappt es doch noch mit dem Ohrwurm durch die Vereinshymne und dem Wandern durch die Wohngegend (Kult Kult Kult Kult….). Die Züge fahren nun direkt bis London Victoria und mein müdes, krankes Hirn bildet sich nun Kino vor der Disco und Flughafen ein….
Nicht mehr der Hellste fahre ich irgendwie planlos zum unsäglichen Covent Garden (Meiden!), mehr als auf Toilette gehen gibt es dort aber nicht zu tun, wobei mir wieder mal mit einem Mob zwischen den Beinen rumgefuhrwerkt wird.
Kinos gibt es dann eher am Leicester Square, ein recht belebter Platz am Samstag Abend, wo auch die Tube pickepackevoll war. Weiss nicht ob es nur daran lag dass einige Linien wegen Bauarbeiten gesperrt waren oder ob das in Englands Kapitale generell so ist um diese Wochenzeit.
Bei den Preisen für Kino zieht es einem aber die Schuhe aus…. 11 bis 13 Pfund Eintritt!!! Ohne mich, erstmal bissl Ruhe verschafft in einem Internetcafe – natürlich wieder betrieben von der Arabermafia hehe….
Nun zur Aufgabe gemacht den Magen richtig vollzuschlagen. Pizza Hut hatte leider keine all you can eat-Angebote, somit Chicken Feast bei KFC. Was zuviel ist packt der übernächtigte Deutsche dann einfach in den Rucksack….
Sodala….mal den Elephant+Castle angesteuert und sich mit den Bussen schlau gemacht. Ist leicht wieder zu erlernen wenn man es schon mal konnte *g*
Auf der Suche nach einer Toilette lande ich im Chaplin-Pub unterm EKZ und den Burgerladen aus dem Urlaub mit Heiko gibt es auch immer noch.
Die Zeit war gekommen das Ministry of Sound in der Gaunt Street anzusteueren und zuvor den Rucksack im Müll der Siedlung zu verstecken.
Ich hatte mich im Vorfeld dazu entschieden in der Disco anzutischen und etwas Meister Moby zuzuhören um nicht ne Nacht am Flughafen verbringen zu müssen.
Am Einlass (mit Waffendetektor) war man very upset dass ich aus Germny komme, also rein in die gute Stube hihi. Der House pumpte schon ordentlich in der Bar. Die Box wurde dann um Mitternacht geöffnet.
Meine Discokarriere ist ja nun schon paar Jahre beendet, somit weiss ich nicht ob das speziell London war was hier an Drags,Gays und Kings rumlief – aber schon ein interessantes Publikum.
Ich ließ mich erstmal auf die Sitzgelegenheit sacken und wurde wohlwollend ignorierend in Englands Discomitte aufgenommen. Alle sehr höflich und zuvorkommend, kein auf die Füsse treten, wenn man sitzen will wird Platz geschaffen. Ok, in der Box gab es dann schon die Raveroboter. Leuchtstäbe sind übrigens wieder in *g*
Smokin Joe legte total funky und minimal auf, nicht mehr dieses böse Geschranze. Denke mal dies hat sich generell global gewandelt. Hat jedenfalls gut Drive unterm Arsch gehabt das Set, sehr fein. Das ermüdet, das lädt zur Pause auf dem Boden auf. Das mögen aber englische Securitys gar nicht…weiss ich jetzt jedenfalls…
Genial auch das Verrichten kleiner Bedürfnisse. Schlange gestanden wird vorm Kloraum und vom Securitymokel diszipliniert. Erinnerte in seiner Tätigkeit phasenweise an Verkehrspolizisten. Hat den Vorteil dass man den Geschäftsgang selber dann in absoluter Ungestörtheit verrichten kann. Feine Sache das….
In der Bar ging es weiter funky house-mässig ab, nen kleinen Chill-Out mit pumpenden House gab es auch, aber ebenso zufällig gefunden wie wieder verloren….
In der Bar werden dann die Tanzschritte etwas rüde von der Security gestört, denn es muss Platz geschaffen werden für die Seiltänzerin…naja wer’s mag. Wird ohnehin Zeit für Moby in der Box. Zig Handycams werden gezückt als der NY-Boy an die Teller tritt, Starkult allez. War da nicht mal was vor 18 Jahren?
Moby dann bisschen härter,tranciger unterwegs als sein Vor-DJ, und vor allem sehr vernarrt in eigene Erzeugnisse und Remixe. Konnte man sich ne Stunde anhören, dann aber auch guten Gewissens den ohnehin nötigen Weg nach Heathrow antreten.
Also auf ins Abenteuer, kommt mein Nachtbus um 3 Uhr früh?
Von Elephant+Castle weg schon mal kein Problem, am Hyde Park dann irgendwie total falsch rausgeschmissen worden, also Safari zur richtigen Bushaltestelle, wobei wir hier ja von Planquadraten in der Dimension 5 m reden (in ner Millionenstadt).
Richtigen Abfahrtspunkt aber ausgemacht, Ticket gekauft (blöde Ausländer kaufen lieber einmal zuviel) und ready…joa…bis auf das der Busfahrer des N9 noch verplanter war und mal fleissig an der Bushaltestelle vorbeifuhr…um 4 Uhr morgens…
Das heisst in London 20 weitere Minuten warten bis der nächste N9 mal anhält.
Trotz gültigem Fahrschein gab es aber trotzdem Aufsehen um mich, kann ja keiner ahnen dass man den dem Busfahrer dann auch vorzeigen muss (Kauf im Bus übrigens nicht möglich).
Nach diesem Abenteuer dann ne Stunde Schlafenszeit bis zum Flughafen Heathrow, nett gestört von nem jungen,dunklen Mann der Borat aber mal Original drauf hatte *g*
Seine Performance unterhielt dann mal schnell den ganzen Doppeldecker und echt ein guter Motivater – ey i know you’ve got fuckin’ jobs but this IS funny….
Der gute Mann sorgte dann am Ziel auch noch für Terminalorientierung des Hoppers und entliess mich in den Terminal 2 – verdammt niedrige Decke hier…
Erster Weg – natürlich ins Klo – wo – genau – mir beim Geschäftsvorgang zwischen die Beine gewischt wurde. Dann Quick Check-In und nun lernt ihr fürs Leben…
Quizfrage: Was gibt es nicht in Heathrow? Antwort: Abfalleimer.
Du kannst alles tun, aber du bringst hier keinen Müll los – wohl Terrorgefahr oder so.
Freundliche Securities wachen dann gleich mal darüber dass die Jacke vorm Filzen schon ausgezogen ist und man durfte sich der Schuhe entledigen. Ich habe sie noch gefragt, aber das war deren Ernst… Ergebnis waren drei Sicherheitsbedienstete mit schweren Beinträchtigungen der Sinnesorgane, insbesondere Geruchssinn aufgrund meiner Schuhe…schon 40 Stunden nonstop an und so….
Danach stand das Gate des Abflugs noch nicht fest so dass es wie beim olympischen 100m Lauf galt die erlösende Nachricht abzuwarten und dann loszusprinten *g*
In der Lufthansa Lounge dann über der WamS eingeschlafen, kurz in den Flieger gedackelt und irgendwie im zweistündigen Schlaf ein Sandwich von ner Stewardess zugesteckt bekommen. Original von Start bis Landung gar nix mitgekriegt.
Auf Gepäck musste ich in München dann auch nicht mehr warten, also raus in die Freiheit, Devisen wieder zurückgetauscht und nun war mal natürlich richtig geil auf Busfahren.
Also den RBO nach Freising genommen und dort ne halbe Stunde abgeasselt. Hier mal wieder intensiv über das eigene Hobby nachgedacht bis der RE nach Regensburg kam.
Tätigkeiten im Zug dann, richtig geraten, lesen und schlafen.
Aus den Zug und in den Astra gekrochen und heim – schlafen….
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Griechenland Super League 23.Spieltag – Sonntag 25.02.2007
Panionios Athen – AO Kerkyra                       3:1     (2:0)
Panathinaikos Athen – Iraklis Saloniki 3:0    (2:0) 
 
Nun brach der Sonntag an, das übliche Frühstück im Aristoteles, dort kurz an den PC und dann aus dem Zimmer ausgecheckt. Lustigerweise bekam Hafe dann dasselbe Zimmer zum Einzelraum erklärt, so musste er wenigstens nicht umziehen….
In der Stadt bekam dann Hafe auch noch den Wachwechsel am Parlament zu sehen, Nobbi und ich sahen uns das Theater am Syntagma gerne nochmal an.
Mit der Straßenbahn ging es dann bis Neos Kosmos wo wir einen Kaffeeklatsch abhalten wollten. Da wir genau in die Arme eines urigen Etablissements glitten zogen wir gleich das Mittagessen vor und labten uns an leckeren Teiggerichten und einheimischen Bieren.
Wieder zurück an der Tramhaltestelle war ich um entscheidende Sekunden schneller in der Bahn, was eine Trennung der Reisetruppe nach sich zog. Nun denn, hatte ich mal kurz meine Ruhe *muah*
Also alleine die Archanon entlang bis Neas Smirnis (heisst Neu Ismir, wie es überhaupt etliche Stadtteile mit Immigrantenbackground gibt z.B auch Nea Philadelpha) und auf die beiden Nachzügler gewartet.
Schnell war die Strasse runter das Stadion von Panionios aufgetan und Karten für 10 Euros erstanden.
Heute war auch der Gästeblock bevölkert, eine gute Busladung aus Kerkyra war vor Ort und pöbelte schon mal fleissig mit dem Heimvolk.
Auch wieder dabei unser fliegender Händler vom Atromitos-Kick am Vortag…
Das Stadion von Panionios ist ne echte Schau, geschwungenes Tribünendach und mancherorts sehr fällige Bausubstanz, so muss dass sein hehe….
Inhaltlich dann das Spiel des Wochenendes. Trainer bei Panionios ist Ewald Lienen, der Abwehrchef und Kapitän Marcelo Pletsch (Ex-VFL Borussia) und der Ex-Freiburger Tszikitsvilli kurvte auch auf dem Platz rum. Fortan ergingen sich Nobbi und ich in Lobhudeleien für diese Akteure. Das Niveau stieg stark an, oder so….
Marc04 tauchte dann auch noch auf der Tribüne auf, die Truppe also wieder komplett.
Schnell gelang dann Panionios der Führungstreffer, was mit Bengos gefeiert wurde die eher abenteuerlich neben dem Block unter einem Baum entsorgt wurden, woraufhin dieser Feuer fing. Auch der Hund im Heimblock (!) ging gut ab *muah*
Kurz vor dem Pausentee gab es dann auf Heimseite nochmal Grund zur Freude, überzeugend war der Lautstärkepegel aber trotzdem nur nach den Toren.
In Halbzeit führte ein grober Abwehrfehler zum Anschlusstor für Kerkyra, die auch zwei recht sehenswerte Zaunis dabeihatten. Panionios rückte aber dann das Ergebnis wieder gerade und fuhr einen ungefährdeten Heimdreier ein.
Mit Schlusspfiff raus aus der Schüssel, wartete doch noch das Olystadion auf uns. Vorher aber Warten auf Mike und Marc04, noch kurz trottete Ingo Braun mit Armeerucksack vorbei und schon ging es in die Tram.
Diese hätte Marc04 beinahe noch verpasst da Heineken besorgen und Ticket ziehen doch länger dauerten als berechnet. Dafür gab es netten Ergebnisdienst aus der 2.Liga und Frotzeleien gegen Köln.
Am Neos Kosmos dann wieder Umstieg in die Metro bis Attiki. Dort Umstieg und neues Bier für Marc04 um für den langen Weg bis Irini gewappnet zu sein.
In der Bahn konnte man schon ermessen dass heute eher weniger los sein dürfte beim Panathinaikos-Heimspiel. Muss aber auch recht frustrierend sein dass so 12-13 Heimspiele der Saison keine echte Herausforderung an Gegner und Gästefans sind (heute waren mal wieder keine aus Thessaloniki da). Dazu erst das Europapokalspiel drei Tage zuvor gegen Lens….
Am Irini war schon reges Händlertreiben, an Verpflegung und Fanwear gab es Alles.
Die architektonischen Detaildaten des Olympiastadions im Norden Athens dürften ja jedem bekannt sein. Schon imposant bis recht klotzig was hier so an Torbögen und Stätten rumsteht.
Schnell erhielten wir Einlass, kaum Kontrollen bei allen Spielen der ersten Liga hier.
Ein Hot Dog für jeden durfte es dann sein, wenn auch zu Arenapreisen.
Karten hatten wir recht nahe am Heimblock, leider wollten meine beiden älteren Begleiter sich mehr mittig platzieren. Toll war dass auf jedem Sitz ein Programm ausgelegt war!
Vor dem Spiel wurden die Aufstellungen nicht verlesen, der Heimblock sang sich ein und in Punkto Zaunfahnen sind die Jungs von PAOK schwer dabei. Wahnsinnig tolle Exemplare bekamen wir zu sehen, eine Kunst für sich dort im Süden Europas.
Mit Einzug der Gladiatoren wurde das Vereinslied gespielt, fortan hatten drei Deutsche einen Ohrwurm und sosowieso einen Blecker…
Das Spiel, wie erwartet, recht fad bzw. einfach zu eindeutige Machtverhältnisse. Athen spielte seinen Stiefel runter, das reichte dann auch schon für die Gäste völlig aus.
Die Fans gingen nach den Toren gut ab, sonst war ich aber sehr enttäuscht von den Heimfans. Kein Vergleich zu den Videos auf youtube. Halt jammerschade dass die Spielpläne geändert wurden und wir somit gerade das Wochenende gebucht hatten an dem kein Derby stattfand.
So zur Pause 2:0, die letzten 15 Minuten genervt von greller Werbung von der Videoanzeige. Nach der Pause noch ein Tor nachgelegt, fast noch eines kassiert wegen akutem Sekundenschlafs. Für mich ein Team der Top 50 Europas, aber heute eben so gar nicht gefordert. Selbst das Wellenmeer dass die Frankfuter Kurve inzwischen adaptiert hat vermag in deutschen Gefilden besser rüberzukommen! So richtig der Burner hier wohl eben nur die Derbies. Und so wurde am Spielende auch zur Jagd auf Olympiakos geblasen.
Trotzdem recht zufrieden verließen wir dann das Stadion, summten den Vereinssong vor uns hin und fuhren zum Omonia-Platz um das Abendmahl zu kredenzen.
Unsere Spelunken hatte tolle Pommes-Gerichte, im TV lief Kalamarias gegen AEK, alles aushaltbar…würde der Wirt nicht die Preise durch fehlende Heizung einsparen.
So blieb es bei einem Mythos und es ging zu Fuss zum Aristoteles wo wir unsere Koffer in Hafe’s Zimmer deponiert hatten. Dieser blieb ja noch eine Nacht, Nobbi und ich fuhren mit der Metro zurück zum Syntagma und bestiegen den Bus gen Flughafen.
Dort fanden sich nach längerer Suche noch zwei seperate Bänke um sich niederzulegen, anders als in Istanbul gelang mir dies aber nicht sehr gut. So war es doch zu hell, die Reisetasche die als Kissen diente verströmte den wohligen Geruch getragener,nasser Kleidung und auch das Musikgedudel dass die ganze Nacht lief förderte mein Dösen weniger. So schlug man sich mit etwas erotischem Lesestoff durch die Nacht um Nobbi um 4.30 Uhr sozusagen zu wecken und einzuchecken. Im Duty Free Metaxa für die Eltern gekauft und die Francoforte-Crew um Ingo Braun hält mich nun sicher für einen Alki, so mit der eingeschweissten Tüte usw.
Die Stunde bis zum Einstieg versüsste die druckfrische Frankfurter Rundschau, konnte man sich gleich mal ein Bild machen wie schlimm es um die SGE steht hehe.
Der Abflug verzögerte sich wegen Enteisen der Flugzeugflügel und fehlender Startgenehmigung auch noch ein wenig. So also schon eine dröge Veranstaltung, der Lesestoff ob des Schlafmangels auch zu schwer (Jurabuch) und überhaupt ist Fliegen manchmal richtig laaangweilliggg….
Das konnte dann auch nicht mehr ein hysterischer Notarzteinsatz im Flieger ändern, was sind wir aber hochgeschreckt als plötzlich schrille feminine Laute das Delirium zwischen Halbschlaf und akutem Blutunterdruck durchbrach.
Nach Landung noch die Gratiszeitungen für unser Taxi aus Neu-Isenburg eingesammelt, hatten wir auch gleich Lesestoff da das Gepäck FFM-typisch mal wieder etwas dauerte ( Adelmann noch nicht fit?).
Raus zum Busbahnhof fuhr uns doch glatt der Bus nach Neu-Isenburg trotz klarer Handzeichen unsererseits vor der Nase weg. Servicewüste Fraport.
Nun gut, nehmen wir halt den nächsten Bus in diese Richtung und schnell war man aus dem Flughafengewirr raus und wieder zurück am Auto. Dann galt es noch die A3 bei Regenwetter zu meistern, inklusiver toller deutscher Fahrkünste bei Blitzern in Baustellen oder dem Prinzip Reißverschluss. Nobbi in Erlangen raus, man sieht sich eh paar Tage später erneut.
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Griechenland Super League 23.Spieltag – Samstag 24.02.2007
Atromitos Halkidona – Ionikos Nikea              1:0     (0:0) 
 
Ein Gladbacher, ein Kölner und ein Frankfurter. Was lag also näher von der Bundesliga zu flüchten? Ein neuer Länderpunkt wartete und so wurde die Abendmaschine nach Athen am Frankfurter Flughafen bestiegen. Auftakt zu den Extremhoppingwochen.
Kurz nach Mitternacht Ortszeit landete die Lufthansamaschine auf dem Eleftherias Venizelos-Flughafen und mit dem X95-Bus ging es dann zum Syntagma-Platz.
Da unser Hotel unweit des Omoniaplatzes lag erlebten Nobbi und ich einen strammen Fußmarsch durch das nächtliche Athen, sogar um 2 Uhr nachts regt sich da noch was auf den Strassen der griechischen Hauptstadt.
Im Zimmer des Aristoteles-Hotels wartete schon Hafe schlafenderweise. Interessant was alles als 3-Bett-Zimmer durchgeht, aber uns war es egal. Hauptsache eine Bleibe.
8.30 Uhr sollte sich zu unserer angestammten Aufstehzeit entwickeln, im Zimmerpreis war das Frühstück inklusive. Nun galt es also Athen zu entdecken. Der Freitag war vollends für Sightseeing reserviert.
Auf der Athinas entlang, am Rathaus vorbei führte uns unser Weg zum Zentralmarkt, wo der Fischgeruch schon sehr intensiv war und über jedem Stand TV-Schirme mit Musikvideos montiert waren. Am Aerides der Akropoli schon mal von unten zugewunken, weiter zu Hadrian’s Arche, Tempel des Zeus (lauter Steinhaufen) um die historische Städte des alten Olympiastadions zu besuchen wo die ersten neuzeitlichen olympischen Wettkämpfe stattfanden. In den Nationalgärten wurde der SC Freiburg als unfaire Truppe geadelt und soviel Fussidiskussion machte hungrig so dass unweit der Akropoli-Metrostation ein Gyrosmahl mit wahlweise Huhn oder Schwein eingenommen wurde. Der Laden sollte sich noch zu unserem Stammsitz entwickeln….
Hafe ließ es nun etwas gesetzter angehen, alte Fusskrankheit und so, während Nobbi und ich den Aufstieg zur Akropolis wagten. Reichlich verfallen, trotzdem monumental, 12 Euro Eintritt schon happig (Sonntag wäre frei gewesen) und einfach halt ein super Überblick über die schier unendliche Ausbreitung der griechischen Kapitale. Nun ja, muss man wohl mal mitgenommen haben.
Nach so viel Kultur rasteten wir dann auf der Ernou, auch die kurze Nacht machte sich nun deutlicher bemerkbar. Somit zurück ins Aristoteles und eine Mütze Schlaf abgeholt.
Am Abend ging es dann noch an den Omonia wo gegessen wurde, jedermann der Freund des Kellners war und kurioserweise plötzlich Marc04 und Mike aus Göttigen im Laden standen.
Die Hoppingwelt ist doch sehr klein hehe. So wurden noch ein paar Alfabiere vernichtet ehe es in die jeweiligen Hotels zurückging.
Am Samstag kauften wir ein Tagesticket und besuchten dann die Hafenstadt Piräus. Am Dock kundig gemacht wo die Fähren hinfahren, es werden halt die ganzen Inseln angefahren. Eine griechisch-orthodoxe Kirche machte noch ziemlich Eindruck, ehe man für einen Kaffee einkehrte und während des gesamten Aufenthalts wohl niemals zwei Minuten Ruhe vor fliegenden Händlern hatte. Eventuell hätte man in Faliro und Kallithea noch etwas Groundspotting betreiben sollen, sei es drum, am Samstag Abend war dann Fussballzeit.
Mit der Metro ging es an den Agios Antonios, wobei man sagen muss dass die U-Bahn-Stationen alle sehr ordentlich für die Olympiade 2004 hergerichtet wurden. Richtig klassich durch ein Wohngebiet ging es dann ans Peristeriou wo Halkidona und Ionikos Nikea die Klingen kreuzten. 10 Euro Eintritt gelöhnt und den Verpflegungsstand verschmäht. Recht rauer Wind, alles unangenehm, nicht gerade befeuert von der Kunde der SGE-Niederlage beim HSV.
Die Darbietungen der Rasenkünstler dann eher von mässiger Natur, dafür konnten die Fentagon-Ultras eine ordentliche Sohle aufs Parkett legen. Schönes Bengalenintro und kontinuirlicher Support aus vielleicht 300 Kehlen.
Zur 2.Halbzeit wechselten Hafe und meine Wenigkeit dann über auf die Gegentribüne zu Nobbi. Besondere Bonuspunkte fuhr dabei ein Opa ein der wirklich die volle Spielzeit am Zaun hang, gegen Ende auch noch Unterstützung von seinem Kumpel erhielt und zum ersten Mal tauchte der fliegende Händler mit deinen Waren aus dem Packkarton auf….
Alles zusammen konnten sie das 1:0 für die Heimmannschaft bejubeln. Die Gäste dürften sowieso chancenlos sein auch nächste Saison noch in der Premierenklasse zu spielen.
Ingesamt dürftiges Niveau, aber Spass gemacht hatte es trotzdem.
Halb wissend und halt im Blindflug ging es per pedes zurück an die Metro und zur Akropoli wo Marc04 und Mike Ihre „Stammkneipe“ vermuteten. Die stellte sich als fataler Irrtum heraus, befindet sich diese doch am Monastiraki. So ging es in unser „Stammlokal“ wo wir schon tags zuvor Mittag gegessen hatten. Und nun wurde ordentlich aufgetischt. Lammplatte für 5 Personen, dazu ne Fuhre Mythosbier. Unser Lieblingskellner wurde ebenfalls von uns eingeladen wobei dieser stets „unser“ Bier heimlich und vom Chef unbeobachtet trank und dann wieder im Eck versteckte J
Kostete jede Nase 16 Euro, war aber wirklich ein geselliger Abend und die Sache absolut wert.
Für Marc, Mike und Hafe ging es dann im Taxi zurück zu den Hotels, eine preiswerte Angelegenheit hätte nicht Marc04 seinen Rucksack vom Kellner versteckt bekommen, teurer Spass und dazu nicht so simpel wenn man nicht den Namen des Lokals kennt…
Nobbi und ich kommen von der alten Wanderschule und beobachteten so das Treiben der griechischen Jugend am Samstag Abend. Strammer Fussmarsch macht müde, alles Klasse.
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Regionalliga Nord 22. Spieltag – Samstag 17.02.2007 – 2.200 Zuschauer
BSV Kickers Emden – SV Werder Bremen II          4:2    (2:1) 
 
Es ist 4 Uhr morgens, gerade eben hat die Eintracht die wohl unterirdischte Leistung der letzten 30 Monate geboten und nun soll man sich aufraffen bis an die holländische Grenze zu fahren? Gottlob war die Disziplin dazu da, endlich wieder richtiger Fussball J
Ermöglicht hat die Reise das Tchibo-Angebot, wie soll man aber auf den ICE-Geschmack kommen wenn man solche Stinkstiefel bis Hannover neben sich hat?
Normalpreis zahlen und dann sowas? Niente….
Ab Hannover wurde es aber dann lustig. Paar Gestalten hatten das Abkoppeln in Zug nach Hamburg und nach Bremen verpasst, andere wiederum hatten gänzlich falsche Fahrkarten (nach Stuttgart) oder fuhren gleich schwart wie die Oma neben mir *muah*
In Bremen dann kurzer Umstieg, inzwischen war auch halbwegs der fehlende Schlaf vom Vortag aufgeholt. Kleine Weichenstörung am Kultort Delmenhorst, bisschen Handbremsenterror, dafür funktioniert der neue MP3-Player hevorragend. Geht so.
Die Ankunft wurde dann fast von mir verschwitzt hehe.
Seehafenstadt Emden, berühmt für sein Otto-Waalkes-Museum und einziges Stadion dass auch mit Paddelboot erreichbar ist, jedem seine Besonderheit.
Flach und schön war es jedenfalls hier, die Sprache versteht zwar keiner, den Weg vorbei an Wasserturm und Berufsschulen habe ich mir trotzdem gebahnt.
Im Stadion adrette 8 Euro Stehplatz und viel Fischbrötchen als Verpflegung. Ein Schmankerl auch die sanitären Anlagen, hier gehen die Drittligasupporter noch im Vereinsheim auf Toilette. Von Anfang herrschte hier eine sympathische Atmo.
Unterstützt werden die Kickers u.a. von den Blue Sharks unter dem Dach der Haupttribüne, die eine ordentliche Leistung abliefern sollten. Echte Gästefans waren heute natürlich nicht vor Ort (siehe Derby Werder-HSV), paar Väter mit ihren wehrlosen Söhnen und eine Fraktion von fünf gelangweilter Dorfjungendlicher die mir Anti-BSV schienen.
Erwähnenswert auch der Platz, brauche ich eine Brille oder wellt die Torlinie bei einem Tor.
Ab den Auslinien begann sowieso die ostfriesische Moorlandschaft. Hier sollten Balljungen besser Gummistiefel tragen. Kein Wunder für mich dass in dieser einzigartigen Konstellation schon viele „Grossen“ der Liga die Punkte in Emden ließen.
Zunächst sah es im Spiel aber danach aus als würden die Gäste heute die Punkte entführen, Artmann knallte mal schnell aus 30m ins Eck und die Bremer Jungküken führten.
Rudi Cerci benötigte aber nur 5 Minuten um wieder das Unentschieden herzustellen.
Kickers Emden fröhnt irgendwie einem komischen Spielstil, ich vermag nicht zu beurteilen ob dies dem Platz geschuldet ist oder die Stärken so betont werden wollen – interessant.
Und erfolgreich, denn Celikovic brachte seine Farben in der 33. Minute mit 2:1 in Front.
Kurz danach kam es noch dicker für die Werderaner denn Stahlbaum musste mit gelb-rot vom Feld. Somit die halbe Miete für die Ostfriesen hier.
Diese bestimmten auch im zweiten Abschnitt klar das Feldgeschehen, ja führten die Bremer sogar stellenweise vor. Insbesondere Tornieporth wusste mich sehr zu überzeugen.
Die Emdner ließen aber Chancen aus die sie heute mit Leichtigkeit auf Tabellenplatz 3 katapultiert hätten, die Verwertung klarster Chancen war jedoch noch armseeliger als bei der SGE. Erst in der 70. Minute konnte Vujanovic zum 3:1 treffen. Und als auch danach das Unvermögen oft der beste Freund der Kickers war musste man plötzlich und völlig unnötigerweise die letzten 10 Minuten zittern als Bremen plötzlich den Anschluss fand.
Nochmals sollte aber Bremen nicht vor das Tor von Hoffmeister kommen und schließlich sorgte Cerci für die endgültige Enstcheidung das Gelingen des ersten Heimspiels im Jahr 2007. Noch etliche Zweitvertretungen von Bundesligisten werden sich hier in Emden vorstellen und so sind keine Prognosen möglich wohin der Weg der Kickers letztendlich führt, eine gute Platzierung in der Regionalliga scheint aber (fast) schon sicher.
Ich begab mich in Windeseile durch Emden zum IC, schade für die Stadt, aber ich wollte nicht eine erneute Weichenstörung riskieren und so konnte man sich schnell wieder im leeren Abteil bis Hannover breitmachen. Lesen, dösen und schlechte Ergebnis-News kriegen waren nun die Hauptaufgaben. In Hannover dann der Wechsel in den ICE nach Nürnberg, wo man sich in Höhe Göttingen um 20 Uhr eine Gulaschsuppe für 5 Euro im Bordrestaurant gönnte.
Die letzten Meter wurden dann auch noch bewältigt und so war kurz nach Mitternacht dann Schicht im Schacht und einer der weitentferntesten Grounds nun in meinem Portfolio.
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Oberliga Westfalen - 20. Spieltag  – Sonntag 11.02.2007 – 1084 Zuschauer  
FC Güterslohn 2000 – SG Wattenscheid 09                                2:0   (1:0)
 
Früh ins Bett, dass hieß früh erwachen. So stürzte ich mich todesmutig um 7 Uhr vom Hochbett um zu Duschen und danach mit Tobi in den Frühstückssaal zu gehen.
Der war besetzt durch das Team Sachsen-Anhalt im Tennis, trotzdem kamen wir an die frischen Brötchen und das nutella. Waren wirklich besonders die Backwaren. Dazu hatte Tobi allerhand Fragen, Kommunikation rules. Wieder zurück im Zimmer hatte mein Begleiter dann aber etwas den Durchhänger und bekam etwas Heimweh. Ich kümmerte mich lieber um meinen schmerzenden Kopf und schlief nochmal bis 11 Uhr. Dann Check-Out und hinaus auf den Parkplatz in den Dauerregen. Per Handy von Gütersloh nochmal bestätigen lassen dass gespielt wird und schon konnte das Duell Astra vs. Blitzer beginnen. Noch bevor wir im Pott waren um Lesestoff zu kaufen hatten wir schon fünf feste Einheiten umschifft. Über Münster ging es dann an der Staatsstrasse entlang in Richtung Gütersloh. Schlechtes Wetter hob die Motivation auch nicht gerade, aber was zählt ist das Kreuz…
Kurz vor unserem Ziel hat es mich dann doch noch erwischt. Harsewinkel, ein Ort der so aussieht wie er klingt und ich wohl mit so 83 km/h in der 70er-Zone. Nun ja, ist die schöne Strompreiserstattung für 2006 halt schon wieder angelegt.
In Gütersloh fanden wir dann recht schnell das Heidewaldstadion und bekamen einen VIP-Parkplatz. Somit waren nur ein paar Meter bis zu den Kassen zu bewältigen. Meinen Kumpel zog es zu Speis+Trank bei einem Griechen um die Ecke, sowie nen Kuchen im Eiscafe. Bei mir gab es lecker Currywurst, auch so ein Vorteil von NRW.
Auf der Tribüne war dann noch etwas Zeit vorm Spiel sich dem Studium der Stadionzeitung und reviersport zu widmen und den Lieblingsgesprächspartner für die einheimische Seele abzugeben. Heute muss ein Sieg her hehe.
Mit Anpfiff verlegte auch die komplette Heimkurve ihren Standort auf die Tribüne. Als Wattenscheider steht man diese Saison sowieso schon im Regen. Eine Busladung war heute mitgekommen um zu hoffen dass doch noch Alles besser wird.
Recht schnell feierte jedoch Christian Knappmann einen gelungenen Heimeinstand und erzielte per Kopf das 1:0 für Gütersloh. Wer kennt ihn nicht als Star bei Offenbach, Neumünster und Uerdingen.
Auch danach agierte Gütersloh und Wattenscheid reagierte so gut es ging.
Die Heimfans traten derweil den Beweis an dass auch in dieser Oberliga einiges geht. Für diese Spielklasse sozusagen fantastisch was vom Trupp abgezogen wurde.
Mitte der 2.Hälfte gelang dann der Heimelf das entscheidende 2:0 und die Bochumer hatten zum Ende hin dann die Schnauze sowas von voll und verließen nach und nach komplett das Stadion. Mein Kumpel gönnte sich die letzten Minuten auch den Kick und schwärmte danach vom Bier und dem schönen Stadion, wow…wird ja noch…
Unsere Mission hieß nun Heimfahrt. Paderborn, Kassel, Fulda, Burgerking, Würzburg die Koordinaten. Einen Gesprächspartner hatte ich auch, was will man mehr? Nur das Kopfweh hätte besser sein können.
Die letzten Meter waren dann, wie stets, die Schlimmsten. Regen knapp an der Grenze dass er die Weiterfahrt verhindert hätte. Angekommen sind wir trotzdem und Tobi hatte auch bald sein Handy und sein eigenes Bett wieder….
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Regionalliga Nord - 21. Spieltag  – Samstag 10.02.2007 – 24090 Zuschauer  
Fortuna Düsseldorf – VFL Osnabrück                             2:0   (1:0)
 
Winterpause beendet und schon beginnt wieder dieselbe Maledei. BVBII-Absage kostete zwei Hofer Mitfahrer und so fand sich der letzte verbliebene Mitstreiter Freitag Abend bei mir ein.
Noch schnell was Essen gewesen und mit vollen Bäuchen in die Heia. Einmal Bett und einmal Boden, die Einzimmerwohnung lässt grüssen. Die alten blauen Nächte erlebten keine Renaissance.
Um 5 Uhr war dann Aufstehen angesagt und zumindest bei diesem Ablauf wäre gegen eine WG mit Tobi nix einzuwenden. Auto freigekratzt und auf ins Abenteuer.  
Zwecks Kostenoptimierung begleiteten ein paar Gestalten von der Mitfahrzentrale unseren Weg. Stefan wurde am Bahnhof Regensburg eingeladen und bis zum Ende mitgenommen, hatte er sich auch an Sympathiepunkten verdient.
Eine Stunde später war der Punkt konspirativer Treffen die U-Bahn Herrnhütte in Nürnberg. Ein wahrlich genialer Treffpunkt, Petra am angekündigten Lächeln erkennbar, bald aber dank Faschingsparty die Nacht zuvor im Land der Träume. Sonst gute Talks und der erste Dosencapuccino für meinen Kumpel.
In Frankfurt dann am Waldstadion und den Sportverbänden vorbei zum Bahnhof Sportfeld, dort Frauentausch. Petra raus und beim Kartenkauf behilflich, Marion rein. Diese wohnt in einer WG auf der Zeil, war etwas abgehoben und folglich nicht reich an Gesprächspartnern in meinem Astra. Wir schmissen sie dann an einem Rasthof kurz vor Hilden aus dem Wagen.
Zum Ende hin entschied insbesondere ich mich dann gefühlte 500x um ob wir nun nach Ratingen fahren oder nach Düsseldorf rein. Ergebnis war dass man in der Prärie landete und den ICC Dome sah, dann doch rein in die Innenstadt, kleine Stadtrundfahrt, entlang am Rhein und schnurstracks zur LTU Arena. Dort war der Wagen gut abgestellt und noch genügend Zeit Tobi und Stefan zur Rheinbahn zu bringen. In der Theorie jedenfalls ein einfaches Unterfangen….gibt halt noch Ordner J
Solche kreuzten nach wenigen Metern unseren Weg und in so ein Ordnerhirn passen ja genau zwei Optionen. Düsseldorf-Anhänger oder Osna-Fan. Was nun wenn aber zwei Passanten nur zum Zug wollen? Sehr schwierig das Ganze….
Zuletzt konnten die Beiden aber doch noch den Weg Richtung Hauptbahnhof antreten, auch wenn die Automaten dort Tobi’s Zwickel partout nicht annehmen wollten. Tobi setzte sich dann in der Altstadt fest und Stefan fuhr weiter mit dem Zug nach Essen.
Ich begab mich derweil in die Arena und klar gab es ein deja vu. So ein Kasten in der 3.Liga!!!! Crazy World und so… ich vermute etliche blutende Herzen am Rhein….
Passt so gar nicht zur Liga, aber in Magdeburg sind wir ja auch schon soweit…
Der Hunger erforderte dann ein paar teure Spenden, Hot Dogs und Cola waren aber gut, das Stadionmagazin passsabel und besonderes Lob gebührt dem Schloss-Sturm. Endlich bekam ich dieses Fanzine mal in die Hände.
Die Südkurve füllte sich nach und nach mit teilweise sehr interessantem Klientel, richtige Fanorginale. Die Fortuna hat ihren eigenen Flair, was ich sehr begrüsse.
Die Gäste aus Osnabrück waren in der gegenüberliegenden Kurve im Unterrang untergebracht, der Oberrang war außer im Fanbereich der Fortuna ohnehin nicht geöffnet.
Trotzdem brachte es diese Spitzenpaarung der Regionalliga Nord auf über 24000 Zuschauer, eine Wahnsinnszahl für die 3.Liga!
Die Curva hatte ein tolles Supportprogramm und konnte in den Feldern Lautstärke und Mitmachquote auch gut punkten, auch den Gästen gebührt Applaus für Ihre Bemühungen. Hierher hatte sich der Weg gelohnt. Besonders sympathisch fand ich dass hier Spieler noch Lumpi und Ali heissen, also Spitznamen haben.
Das Spiel selbst begann träge. Osna wollte hier wohl von Anfang an nur einen Punkt entführen, Düsseldorf fehlten anfangs die Mittel um zum Torerfolg zu kommen.
Dann tankte sich nach 30 Minuten Heeren mal über die Flügel durch uns bediente den alten Recken Feinbier der die Arena in ein Tollhaus verwandelte.
Bis zur Pause hatten beide Teams noch die Großchance auf ein Tor, insbesondere Osnabrück vergab aber feierlich. Somit verdiente Führung für Rot-Weiss zur Halbzeit.
Ohne Umstellungen ging es dann in die zweite Etappe wo nach bereits 50 Minuten die Entscheidung fiel. Erneut Feinbier markierte das Tor und befeuerte intensive Rechenspiele auf der Tribüne dass noch ein Tor zur Tabellenführung fehlen sollte.
Dieses fiel nicht mehr, trotzdem war es ein mehr als ansehnliches Spiel und auch die Konkurrenz spielte allesamt für die olle Fortuna. Mario Barth sah noch unverdient Rot, Sebastian Kneißl debütierte ein paar Sekunden für Fortuna und dann ging die Karnevalspartie los. Humba mit Ersatzgoalie Deuß (das Publikum fand übrigens den Torwartwechsel Klasse!) und die Hauptprotagonisten wurden nach der Ehrenrunde direkt über Stadionmikro interviewt.
Auch keck die Verlosung einer Schaufensterpuppe namens Klaus, ja, Fortuna hat was, F95 muss hoch hehe!
Nach dem Spiel hatte mich Tobi in die Altstadt beordert wo er schon vier Stunden bei Regen rumgelaufen war und deshalb am Abend sehr erschöpft war.
So bekam ich nicht unbedingt viel von der Stadt zu sehen, auffällig die Pfaue die man ja eher Köln nachsagt. Ich bezweifle auch dass das die berühmten Viertel mit der größten Kneipendichte waren in denen wir uns befanden, auch egal, der Hunger war inzwischen auf Kriegspfad. Schnitzelhuber unsere Rettung, gut,günstig und Tobi kann nun mein Handytelefonbuch auswendig.
Nun wollten wir den Weg ins Hotel nach Ratigen-Breitscheid antreten. Letztes Fahrzeug auf dem Arenaparkplatz und schnell standen wir auch vor einem Bauzaun. In mir keimten schon Hoffnungen auf eine kuschelige Nacht im Auto, da entdeckten wir doch noch eine Ausfahrt und kämpften uns durch das Autobahngewirr bis nach Breitscheid. Hier einmal die Abfahrt verpasst heißt Wenden in Mühlheim an der Ruhr…nur noch genial in NRW….
Im Hotel wurden wir dann freudig willkommen geheissen, ich bin nun Premiumkunde bei Motel One und bekomme bei 10 Übernachtungen a 34 Euro schon ein Frühstück für 5 Euro geschenkt… Etwas Beck’s befeuerte dann noch unsere Intimgeständnisse und die frühe Nachtruhe.

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