Wenn er privat oder im Kostüm gesehen wird, dann hört man den einen oder anderen Gast sagen:"Guck mal, ein echter Indianer."--Dabei ist Meinolf am 12.3.1948 in Elspe (Sauerland) geboren.
An der Naturbühne arbeitet er seit 1964. Zu Beginn hat er für die Aufführungen die Pferde, auf den umliegenden Bauernhöfen, zusammen gesammelt und anschließend wieder zurück gebracht. 1964 ergab es sich durch einen Zufall, daß Meinolf mit auf der Bühne stand. Für das Stück HADSCHI HALEF OMAR fiel ein Statist aus und Meinolf sprang für ihn ein.
Das Schicksal wollte es so und Meinolf bekam 1965 seine erste, wenn auch kleine Rolle, in DER ÖLPRINZ. Er spielte den Häuptlingssohn der Navajos.
Im Laufe der Zeit wurden seine Rollen immer größer. Die Zeiten, als die Regisseure lieber lange Dialoge haben wollten, statt atemberaubende Kämpfe und Ritte, waren vorbei. Zwei Jahre nach Meinolfs Debüt, stürzte er sich im vollen Galopp aus dem Sattel und begann mit seinen heute einmaligen Zweikämpfe. Es war schwierig einen geeigneten Partner für diese Kampfszenen zu finden. Deshalb entschlossen sich einige Darsteller dazu, einen Judoverein zu besuchen. Meinolf schaute sich oft Wrestler bei ihren Schaukämpfen an, um von ihren Techniken zu lernen.
1973 - 76 folgte eine Stuntman - Ausbildung, die u.a. in Hollywood, Paris und München statt fand. Dazu nahm er Schauspielunterricht bei Karl-Heinz Plankemann in Hagen. Der damalige Regisseur wollte Meinolf auf eine Schauspielschule holen. Ein Platz war schon für ihn reserviert, aber sein Vater war dagegen. Die Karriere als Berufsschauspieler wurde ihm verbaut. Es war wohl der Grund dafür, daß Meinolf die Arbeit auf der Bühne, nur als Nebenjob ansah. Sein Beruf ist Schweißer und er arbeitet in einer Finnentroper Firma.
Er war aber trotzdem in Film/TV-Produktionen zu sehen. Z.B. in "Gefangen in Frankreich", "Wencke-Myhre-Show", "Die verflixte 7", "Mein Freund Winnetou"...
Es waren nicht nur seine reiterischen und akrobatischen Fähigkeiten, daß er die Rollen des gegnerischen Indianerhäuptlings übernahm, sondern auch sein schauspielerisches Können. Seine Gestik und Mimik werden so natürlich rüber gegeben, daß man Schauspiel und Wirklichkeit nicht auseinander halten kann.
Meinolfs viele Überseereisen gaben ihm die Möglichkeit, die Sitten und Kulturen der heutigen Indianer kennen zu lernen und diese für seine Bühnenarbeit einzusetzen. Meinolf vertieft sich so in seine Rollen, daß wenn er sein Kostüm angelegt hat, nicht mehr "Papen Meinolf" ist, sondern der Indianerhäuptling, der Winnetou und Old Shatterhand das Leben schwer macht.
Meinolf ist außerdem einer der besten Pferdetrainer. Dies konnte er immer wieder beweisen, wenn er mit seinem prachtvollen Berber-Hengst COCHISE auf der Bühne erschien. COCHISE war ein sehr "heißblütiges" Pferd und wollte nicht immer so, wie es sein Reiter wollte. Seit einigen Jahren hat er sein eigenes Pferd und ist oft in der "Prärie von Elspe" unterwegs.
Meinolf ist verheiratet und lebt in Elspe. Er hat einen Sohn und zwei hübsche Enkelinnen, die sein ganzer Stolz sind und mit auf der Bühne zu sehen sind.
In seiner Freizeit schwingt er oft den Kochlöffel und spielt gerne Tennis. Für seine tägliche Bewegung an der "frischen Luft" sorgt Chihuahua-Rüde GIZMO. Meinolf ist ein großer Fan dieser Hunderasse, in die er sich bei einer Mexico-Reise verliebt hat. Vor GIZMO hatte er zwei Chihuahua-Rüden, mit den Namen URMEL und JERRY, die leider sehr früh verstarben.

1964 - 2009
45 Jahre Karl - May - Festspiele mit Meinolf Pape!
Was für eine Zeit. Viele Leute nennen ihn das Urgestein. Wieder andere nennen ihn die Legende. Weder noch, Meinolf ist der Titan der Karl-May-Spiele Elspe. Er könnte sich in den Vordergrund stellen, aber das Gegenteil ist der Fall. Er liebt die Ruhe und ist ein bescheidener, freundlicher, hilfsbereiter, liebenswerter und bodenständiger Mensch.
Jedes Jahr kommen seine Fans nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den Beneluxstaaten, Frankreich, Schweiz u.s.w. um ihn zu sehen.
Meinolf ist ein Profi seines Faches und seines Könnens. Bei seinen Kollegen ist er sehr beliebt und ohne ihn ist eine Vorstellung unvorstellbar.