Bengalhölzer


 

 

 

 

 

 Mitte des 18 Jahrhunderts lernten englische Eroberer in
Indien, in Bengalen, die alte Tradition der weissen und
bunten Signalfeuer kennen und importierten sie als
*bengalisches Feuer* nach Europa
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Als Phillumenist interessieren mich an der Pyrotechnik
Bengal-Zündhölzer und Artikel, die von Zündholzfabriken
selbst bzw. in deren Auftrag hergestellt wurden. So um-
fasste die Produktpalette des Zündwarenwerkes Riesa z.B.
auch Amorcesbänder und Wunderkerzen.
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Auf einem meiner Flohmarktbesuche erhielt ich den abgebil-
deten Buchzünder (Steuerunterscheidungsnummer 8) der
Zündwarenfabrik Blumberg & Co, Düsseldorf
(später Lintorf, Bezirk Düsseldorf)
Die Gewerbeanmeldung zur Herstellung von Amorcesbändern und
Pyrotechnischer Artikel erfolgte am 29.11.1895

  

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Der Anteil Deutschlands am Zündwaren(Streichhölzer)-Export war
gering. Die deutsche Pyrotechnik allerdings nahm auf dem Welt-
markt eine führende Rolle ein. U.A. wurden Bengal-Zündhölzer,
nach
Indien exportiert. Bei den Herstellern dort traten, bedingt
durch die teilweise extrem hohe Luftfeuchtigkeit, Probleme bei
der Fertigung des Zündkopfes auf.
Als nach Ausbruch des 2. Weltkrieges die pyrotechnischen Werke
mit Rüstungsaufgaben betraut wurden, hatten die Betriebe keine
Möglichkeit mehr, Bengalhölzer nach Indien zu liefern.
Das wiederum wollten indische Fabriken nutzen, um sich auf dem
Weltmarkt einen grösseren Anteil zu schaffen. Sie beschrifteten
ihre Etiketten teilweise in deutscher Sprache, um einen Bezug
zu Deutschland herzustellen.
Das Etikett aus dem Werk in Sivakasi mit der Angabe
MADE IN INLAND ist ein solches Produkt.

 

  


Quellen:       Deutsche Pyrotechnik (in Indien) 
               Aufsatz in Alte Schachtel No. 1/1999
               Verfasser Axel Winner
               und HP-Zündholzmuseum, Schweiz

 

  

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