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Nah-Tod-Erlebnisse

 

Menschen, denen Leben zwischen Leben und Tod nur noch am seidenen Faden hing, berichten von etwa den gleichen Erlebnissen. Viele von ihnen waren zu dieser Zeit jedoch bewusstlos oder lagen im Koma. Leider habe ich bislang noch keinen Menschen kennen gelernt, der, so wie ich, diese Zeit bei vollem Bewusstsein erlebte.

 

Ich war noch jung, als ich schwer krank wurde. Die Ärzte gaben mir eigentlich keine Chance mehr, lange Zeit lag ich an mehreren Geräten und Schläuchen verkabelt im Krankenhaus, lag aber nie im Koma oder war nicht bei Bewusstsein. Eigentlich war ich immer Frau meiner Sinne...

Was ich dort erlebte:

Mir war damals nicht bewusst, wie schwer krank ich war, denn die meiste Zeit ging es mir subjektiv gut. Zwischendurch hatte ich Tage, an denen es mir jedoch sehr schlecht ging. An einem Tag besonders. Ich lag alleine in dem Krankenbett in diesem Einzelzimmer. Und ich hatte Angst. Wovor weiß ich nicht.

Als ich dann zum Fenster hinaus blickte, sah ich meine längst verstorbene Großmutter. Sie sagte etwas zu mir. Etwas aufbauendes, etwas sehr liebevolles. Den Wortlaut weiß ich leider nicht mehr. Aber ich hörte es nicht, wie ich meine Mitmenschen sprechen höre, es war, als hätte sie mir ihre Worte direkt in meinen Kopf gesprochen. Und zeitgleich umgab mich ein wohlig-warmes Gefühl. Ich fühlte mich so geborgen. An eine Farbe kann ich mich erinnern: Blau. Aber so ein warmes, strahlendes blau. Dann ging meine Großmutter wieder. Und mir ging es besser. Bald darauf konnte ich aus dem Krankenhaus entlassen werden. Und wie ihr lesen könnt, bin ich nicht gestorben, im Gegenteil, die Ärzte in dem Klinikum konnten es nicht richtig begreifen, dass ich so schnell wieder auf die Beine gekommen bin. Nach ein paar Wochen erzählte ich meinen Eltern von diesem Erlebnis, und erzählte auch, was meine Großmutter trug, als ich sie sah. Und da sagten mir meine Eltern, dass sie damals in dieser Kleidung beerdigt wurde.

 

 

Während der Wochen, als es mir so schlecht ging, erlebte ich auch etwas besonderes, denn ich fühlte mich unglaublich leicht. Das Gefühl kann ich nicht beschreiben. Leicht, und ich nahm das Umfeld meiner nicht wirklich wahr. Es war, als ob ich in einer Art Luftblase lebte, die mich leicht von der Realität abtrennte, und mich ein wenig über den Boden schweben ließ.

 

 

Forts.folgt

 

 

 

 

 

 

 

Aber bei all dem, denkt immer daran:

Das Leben ist das größte Geschenk, welches euch gemacht worden ist.

 

Schmeißt es nicht weg, lasst euch von Tiefen nicht unterbuttern! Aus jedem Tal gibts wieder ein Weg nach oben, wenn man möchte. Er ist da. Immer. Manchmal versteckt, manchmal nur durch Eigeninitiative zu erlangen. Aber er ist da, ich habe ihn auch gefunden.

Das Leben ist schön!!!!!

 



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