|
|
|
rassekatzen-kosten |
|
|
Katzenzucht Das Züchten von Katzen ist ein wunderschönes, aber leider auch sehr teures Hobby. Sicher fragt sich der eine oder andere Kaufinteressent, warum die Rassekätzchen so teuer sind, wo doch Bauernhofkatzen meist sehr billig oder gar kostenlos abgegeben werden. Die Kosten für die Aufzucht von Jungtieren jedweder Herkunft könnten die gleichen sein, sind es aber zumeist nicht, denn (z. B.) auf dem Bauernhof wird man kaum hochwertigstes Futter geben (wenn überhaupt zugefüttert wird) und Kosten für Einstreu und Spielzeug fallen dort auch nicht an, geschweige denn, dass das Stallmobiliar durch Hofkatzen beschädigt würde. Eine Rassekatze bekommt man eben nur, wenn auch die Elterntiere schon Rassetiere mit den entsprechend vorweisbaren Ahnenlinien sind. Auch diese Tiere hat der Züchter für viel Geld erworben. Sowohl Kastraten, Eltern- wie auch Jungtiere sind beim Züchter durchgeimpft, mehrfach entwurmt, die Elterntiere wurden auf Katzenausstellungen bewertet und für zuchttauglich befunden, Stammbäume, Halschips (für die Unverwechselbarkeit der Elterntiere und damit u. a. Gewähr für die Richtigkeit der Abstammung), Inseratskosten etc., das alles kostet den Züchter viel Zeit und viel Geld. Bei Katzen, die man 'irgendwo' geschenkt bekommt, fehlt es so gut wie immer an der tierärztlichen Vorsorge, an allerbester Fütterung und oft auch an Zutraulichkeit oder gar Stubenreinheit. Oftmals haben diese 'kostenlosen' Tierchen Würmer oder Flöhe, Ohrmilben, evtl. Durchfall und verursachen in den ersten Monaten immense Tierarztkosten. Als verantwortungsvoller Halter müsste bei diesen Tieren nach Auskurierung aller anderen Krankheiten dann noch die Grundimmunisierung (Impfungen) vorgenommen werden. Der Preis, der an den Züchter bezahlt wird, enthält aber schon viele der Ausgaben, die bei einem verschenkten Kätzchen erst noch hinzukämen, ganz zu schweigen davon, dass man die ganze Mühe nicht hat, die durch diverse Tierarztbesuche oder anderer Malheure entstehen könnten, denn jeder Züchter ist selbst daran interessiert, am Tag der Übergabe (ab der zwölften Lebenswoche) gesunde, selbständige, muntere Kätzchen zu verkaufen. Im Gegensatz zu Zufallswürfen oder Massenzuchten hängt man ja weit mehr an seinen Katzenkindern! (Ausnahmen gibt es natürlich auch bei unregistrierten Privatzuchten, das möchte ich nicht abstreiten.) Der anschaulichste Vergleich, um die Kosten für Rassekatzen verständlich zu machen, ist vielleicht der, dass man eben auch keinen neuen Mercedes zum Preis eines reparaturbedürftigen Fiat Panda bekommt. Wobei ich wirklich nichts gegen Hauskatzen habe! Auch diese sind genauso liebenswerte Katzen. Nur sollte man auch einer 'normalen' Hauskatze die selbe Pflege und Fürsorge angedeihen lassen, wie einem Rassetier. Aber das verteuert eben auch solch eine Miez. Wer seine 'Traumkatze' bei den Rassetieren gefunden hat, der wird wohl auch verstehen, dass Züchter wenigstens einen Teil ihrer Unkosten auf den Preis der Jungtiere umlegen müssen. Momentan kosten in Deutschland die meisten Rassetiere zwischen 350 und 1.500 €, je nach Rasse bzw. Seltenheit (Rasse/Farbe), Linien... Wem das zu teuer erscheint, der sollte überdenken, ein älteres Tierheim-Kätzchen vielleicht glücklich zu machen und diesem ein neues Zuhause zu geben. Tierheimkatzen kosten meistens eine Schutzgebühr zwischen 40 und 100 € und sind in der Regel schon kastriert und geimpft. |
Kostenlose Homepage von Beepworld