
Raúl González
HIER GEHTS ZUM RAÚL-FIGO-SPECIAL!
persönliche Daten:
vollständiger Name: Raúl González Blanco
geb am: 27.6.1977
geb in: Madrid
Nationalität: ESP
Größe: 1,80 m
Gewicht: 73 kg
Offizielle Webseite:
http://www.icons.com/es/raul/home.html
Inoffizielle Webseiten:
http://www.geocities.com/colosseum/dugout/5652/
http://www.geocities.com/colosseum/Dome/3631/
Position
Offensiv-Allrounder, spielt am liebsten im Sturm

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Karriereverlauf: (mehr Infos hier!) |
Raúl spielte zu Anfang beim Lokalrivalen Atlético Madrid. Doch der Atlético-Präsident Jesus Gil y Gil löste die Jugendabteilung auf und Raúl stand ohne Verein da. "Die größte Enttäuschung meines Lebens" sagte Raúl damals. "Ich wurde von Atletico Madrid aufgebaut, um fallen gelassen zu werden. Mein Selbstvertrauen war über Nacht zerstört, weil mir die Welt versprochen, und nichts gelassen wurde. Das waren dunkle Tage in meinem Leben, wo ich dachte, daß alles zusammenstürzt. Ich hatte nur eine Wahl: an die Tür von Atleticos Rivalen Real zu klopfen."

der schillernste Diamant in Reals Krone
| Saison |
Verein |
Spiele |
Tore |
| 94/95 |
Real Madrid C (2aB) |
7 |
16 |
| 94/95 |
Real Madrid B (2a) |
1 |
0 |
| 94/95 |
Real Madrid |
28 |
9 |
| 95/96 |
Real Madrid |
40 |
19 |
| 96/97 |
Real Madrid |
42 |
21 |
| 97/98 |
Real Madrid |
35 |
10 |
| 98/99 |
Real Madrid |
37 |
25 |
| 99/00 |
Real Madrid |
34 |
17 |
| 00/01 |
Real Madrid |
50 |
32 |
| 01/02 |
Real Madrid |
53 |
26 |
Nachdem Raúl 1992 vom Stadtrivalen Atlético Madrid zu Real kam, begann sein großer Aufstieg. Heute sagte er: "Heute muß ich sagen, daß ich Herrn Gil zu Dank verpflichtet bin".
Jorge Valdano, der ehemalige Trainer von Real Madrid, holte ihn aus der Jugendmannschaft und setzte ihn immer öfter ein. Damals gab es viele Kritiker, die mit seiner Tat nicht einverstanden waren. So auch der ehemalige Star Emilio Butrageño. Er hielt Alfonso (jetzt FC Barcelona) für seinen Nachfolger. Alfonso wurde jedoch oftmals aufgrund von Raúl von Valdano auf die Bank versetzt. Jetzt sagt Valdano: "Obwohl er nur 17 war, spielte er stets intensiv, sehr konzentriert und mit hoch ausgeprägtem Instinkt. Schon im Juniorenteam hatte er mich total begeistert, obwohl er nur 15 Minuten auf dem Platz war. Seit dieser ersten Begegnung beobachtete ich ihn permanent. Mir war klar, der Junge ist fit für den großen Fußball. Er kann Verantwortung tragen, und nicht wenig"..."Wenn der Junge auf diesem Weg weitermacht, wird er einer der besten Spieler der Welt" Raúl heute über Valdano: "Ich mußte vor den Medien in Schutz genommen werden. wenn du damit nicht umgehen kannst- und das konnte ich nicht-, mußt du von ihnen ferngehalten werden. Bei Real hat Jorge Valdano mich und mein Image geschützt. Ich konnte kreativ sein, aber nur auf dem Platz, wo es darauf ankam."..."Ich habe enorm viel von ihm gelernt. Ohne Valdano hätte ich nie erreicht, was ich bisher geschafft habe; und wäre heute nicht das was ich bin." Sein erstes Tor schoß er in einem Freundschaftsspiel gegen den Karlsruher SC in Karlsruhe am 26.10.94. "Nach diesem Match wußte ich nicht genau wie es weitergehen würde, ob im 2b oder im 2a Team, das wechselt bei RM doch laufend. Schließlich war ich doch sehr überrascht, als ich Freitags erfuhr, daß ich zum Kader der ersten Mannschaft gehöre.
Raúl brachte es jetzt schon weit bei Real. Schon 4 Mal wurde er in Spanien zum Spieler der Saison gewählt. International schaffte er den Durchbruch jedoch erst 1998. Dort wurde er spanischer Torjäger, Welttorjäer und Top-Scorer der EM-Quali!
Zusammen mit Rivaldo (FC Barcelona) und Jardel (FC Porto) wurde er letzte Saison CL Top-Scorer. In der diesjährigen Sommerpause bot Lazio Rom sogar umgerechnet 90 Millionen DM für ihn. Doch Raúl sagte nur dazu: "Warum sollte ich wechseln? Einen größeren Verein als Real gibt es nicht!"..."Ich möchte meine Karriere bei Real beenden. Doch es dürfte schwierig werden, noch 12 oder gar 14 Jahre auf diesem hohen Niveau zu spielen." Die Saison 2000/ 2001 war für ihn bislang die Beste. Insgesamt schoss er in Champions League und Meisterschaft ganze 32 Tore! Er ist jedenfalls immer gesetzt. Eine wahre Legende. In der neuen Saison 2001/ 2002 wird er wieder neben Zidane und Figo glänzen.
Raúl ist schnell und dribbelstark. Durch seine zierliche Statur ist er auch sehr gewandt und trickreich. Doch seine größte Fähigkeit ist unbestritten sein Torinstinkt. Er steht immer an der richtigen Stelle, versenkt den Ball kompromisslos. Im Mittelfeld ist er Ideeen- und Passgeber. Am liebsten lupft er den Ball über den Torwart hinweg.
3 Meisterschaften (1994/95, 1996/97, 2000/01), 3 Champions League (1997/98, 1999/2000, 2001/2002), 2 Weltpokal (1997/98, 01/02), 2 Spanischer Supercup (1996/97, 00/01), 2 Pichichi (Torjägerkrone) (?, 2001), 2 mal von der UEFA zum besten Stürmer Europas gewählt (99/00, 00/01), Europäischer Supercup 2002
Raúl war und ist unter jedem bisherigen Trainer Stammspieler. Sein Debüt gab er am 09.10.96 gegen Tschechien. Sein bester Jahr im Nationalteam war 1999/2000. Er spielte eine fantastische EM-Quali. Nur die EM war nicht ganz so gut. Da verschoss er in der letzten Minute einen entscheidenen Elfmeter, der zum Aus führte.
Bei der WM 2002 spielte er eine ganz entscheidende Rolle für Spanien. Laut dem deutschen Sportmagazin kicker war er der beste Spieler des Turniers (siehe Benotung). Im Viertelfinale Spanien gegen Südkorea fehlte Raúl und prompt verlor man im Elfemter schießen und flog damit aus dem Turnier.
"Raúl besitzt die persönlichkeit, einen Zug aufzuhalten!"
Fußball-Sport-Extra (1997, 98): Der Star der kommenden Jahre: mit Fähigkeiten ausgestattet, die ein Genie auszeichnen- großer läuferischer Einsatz, wendig, einfallsreich, schnell, kämpferisch, nervenstark, schußsicher. Ein Genie, das im richtigen Augenblick, die richtige Entscheidung (Paß oder Schuß) trifft. Ein Vollblutstürmer, der schon mal Spiele im Alleingang für Madrid entscheidet....denn wer Raúl spielen sieht, dem drängt sich der Eindruck auf, daß da ein Weltstar heranwächst: wendig, ballgewandt, dribbelstark, schnell, geschickt, intelligent und mit vielen Überraschungseffekten....ist in seinen Aktionen kaum ausrechenbar. Das zeugt von Spielintelligenz und macht ihn aufgrund seiner Wendigkeit zu einem ständigen Unsicherheitsfaktor für jede gegnerische Abwehr... Fußballzauberer der Extraklasse - wenn er tanzt, werden die Anderen zu Statisten degradiert!...Spanien schwärmt von Raúl's Toren.
Don Balon (1999): Er ist ein Stürmer von unglaublicher Qualität mit großem Drang zum Tor....Seine Tore sind lebenswichtig für Real Madrid....Im Augenblick ist er der beste Spieler Spaniens. Mit einem exquisten linken Fuß, und einer großartigen Leichtigkeit, Tore zu schießen, ausgestattet....Macht seine Tore aus allen Lagen und man wird sich immer an irgendeines davon zurückerinnern.
Diario-as (1999): "Immer wenn er gebraucht wird, trifft er. Raúl ist der Rot-Kreuz Spezialist für Real Madrid, der Retter, der immer dann greift, wenn die Dinge schlecht stehen....Ein beeindruckender Mann:...er macht immer die schönsten, die wertvollsten, die entscheidenden Tore."
kicker (2000): Dieser Spieler befindet sich auf dem direkten Weg in die Geschichtsbücher des spanischen Fußballs...Sein jugendliches Alter kann gar nicht oft genug betont werden, weil es zu häufig vergessen wird. Schließlig ist der Stürmer schon über 5 Jahre im Profi-Geschäft und ein kaum mehr wegzudenkender Bestandteil des internationalen Top-fußballs....Raúl kann alles, was einen Top-stürmer ausmacht - und noch mehr. Die perfekte Ballbehandlung, die Leichtfüigkeitmit der er die Gegner auf engstem Raum austanzt - alles sieht unfaßbar mühelos aus. Der Angreifer löst sich wahlweise mit einem schnellen Antritt oder mit einer kurzen Drehung von den überforderten Gegenspielern. Dabei kommt ihm seine Beweglichkeit und phantastische Körperbeherrschung zugute. Raúl sucht schnell den Abschluß braucht dafür nicht viele Chancen, hat ein ausgeprägtes Situationsgespür und antizipiert hervorragend....Mit fairen Mittel kaum zu kontrollieren. Imponierend sind seine Kaltschnäuzigkeit und die Leichtigkeit seiner Bewegungen.
Eurosport (1998, 2000): Im Strafraum improvisiert er wie kein anderer: manchmal lupft er, manchmal schießt er hart,manchmal dribbelt er, manchmal täscht er den Schuß nur an und paßt zu einem Mitspieler; er hat so viele Möglichkeiten, daß ihn kein Torwart dechifrieren kann...Seine langgezogenen Dribblings lösen beim Gegner immer wieder Titanic-Stimmung aus...dann auch im Wirrwarr mit Zauberstücken.
DSF (1999): ...schnell, mit Durchsetzungsvermögen und genialen Ideen...
ZDF (1999): Der Überflieger: jung, dynamisch, erfolgreich...
Jorge Valdano: "Als ich ihn zum ersten Mal spielen sah, wußte ich, daß er von einem Engel berührt worden sein mußte. Ich konnte nicht falsch liegen mit dem Jungen!"..."Dieser Junge wird ein Weltstar, wie Buragueno"..."Er ist noch so jung, hat genügend Zeit um all seine Ziele zu realisieren. Ein Spieler mit seinem erstaunlichen Talent und wunderbarem Charakter wird uns immer wieder positiv überraschen."..." Raúl besitzt die Persönlichkeit, einen Zug aufzuhalten."
A. Di Stefano: "Raúl kann, was nur sehr wenige auf der Welt können: In einem Stadion mit 100.000 Zuschauern kann er spielen wie auf einem Schulhof."
E.Butragueño: "Man muß sich das einmal vor Augen führen: Mit nur 17 in Real's erstem Team, unwahrscheinlich!"
Bobby Robson: "Raúl ist ein Top-Spieler. Ein guter Chancenverwerter, ein toller Torjäger; sehr clever, sehr aufmerksam, sehr scharfsinnig."
"Er schießt Tore wie der Blitz. Keiner kann sein Dribbling stoppen."
J.A.Camacho (2000): "Er gehört zu den Spielern, die ein Spiel ganz allein entscheiden können. In allen Wettbewerben ist Raúl überdurchschnittlich gut. Er ist für mich einer der besten der Welt."
Lorenzo Sanz (2000): "Er hat Führungsqualitäten, ist eine starke Persönlichkeit, und das, obwohl er noch sehr jung ist. Trotzdem kann er gut mit dem Druck auf dem Feld und außerhalb umgehen. Momentan ist er eigentlich der wirkliche Anführer von RM."
Jupp Heynckes (1998/99/2000): "Solch einen Spieler zu haben ist ein Geschenk"..."Vor allen Dingen hat er was besonderes: er hat Ehrgeiz, er hat Moral, er gibt nie auf; für mich ist er einer der ganz großen Spieler im heutigen Fußball"..."Er ist von einem unbändigen Ehrgeiz getrieben, er ist nie zufrieden und holt immer alles aus sich heraus. Vor dem Tor verfügt er über großartige Fähigkeiten; seine Spezialität sind Heber, er schaufelt die Bälle gerne ins Netz, Raúl macht Tore wie Maradonna, er ist ein wunderbarer Fußballer; und wie alle großen Spieler ein Individualist."..."Ein Genie"
Bernd Schuster (2000): "Obwohl er, erst 22-jährig, noch sehr jung ist, hat er schon viel Verantwortung übernommen. Raúl versteckte sich nie hinter älteren Stars. Heute ist auf ihn bei Real alles ausgerichtet, die Vermarktung wie Spielweise. Der Fußballer und Stürmer Raúl erinnert mich in seiner Art an den einstigen Torjäger Butragueño, wie der frühere Real-Angreifer ist die heutige Nummer 7 im Strafraum unberechenbar und macht aus fast jeder Chance ein Tor."
Pele (1998/2000): "Raúl ist der beste Spanier. ...Raúl ist immer gefährlich, immer präsent. Er hat immer eine gute Spielübersicht. ...Er ist der Spieler mit den größten Fähigkeiten. Seine Art zu spielen kommt der südamerikanischen Spielweise am nähesten. Eher der technische Stil der Brasilianer."
Ottmar Hitzfeld (2000): "Ein Spieler seiner Klasse kann man nie ganz ausschalten!"
Christoph Daum (1998): "Ein spielender Mittelstürmer mit großem Aktionsradius und dem Blick für die Situation. Er wieß wann er selbst gehen muß, wann er abspielen muß. Im Offensivbereich für mich der kommende Mann in Europa."
Berti Vogts (2000): "Raúl ist einer der besten Stürmer nicht nur in Europa, sondern weltweit. Er ist ein sehr variabler Spieler, kann Sturmspitze spielen, hinter den Sturmspitzen im Mittelfeld. Er hat eine tolle Technik, eine super elegante Ballführung, eine tolle Schußtechnik, alles was ein Stürmer braucht. Er liebt den Ball, für ihn ist er ein Spielzeug."
Zinedine Zidane (Juve; 2000): "Raúl hat eine starke Persönlichkeit. Er ist ein großer Spieler. Er hat in den letzten Jahren gezeigt, daß er wirklich zu den besten Fußballern der Welt gehört."
Taribo West (1999): "Raúl ist natürlich ein feiner Spieler, der es drauf hat schöne Tore zu schießen. Davon sogar jede Menge, wie er letzte Saison in Spanien bewiesen hat. Ich habe in der letzten Saison in der UCL gegen ihn gespielt und das war schon eine beeindruckende Vorstellung von ihm."
S.Canizares (Valencia): "Raúl ist der Alptraum des Torwarts!"
Sergi (Barca): "Wenn er vor dir steht, kannst du kaum reagieren, weil er ungeheuer schnell denkt und handelt."
Ismael Urzaiz (Bilbao): "Raúl und Rivaldo sind die entscheidendsten Spieler der Welt."
R.Carlos (Real Madrid): "Mit seiner Siegermentalität kann er das Team nach vorne treiben."

Raúl ist mit dem spanische Top-Model Maria del Carmen Redondo "Mamen" Sanz verheiratet. Im Februar 2000 erblickte sein erster Sohn Jorge die Welt. Seinen Namen verdankt er dem Raúl-Entdecker Jorge Valdano.
Religion: katholisch
Seine Vorlieben:
Liebt die Natur und zieht sich in seiner Freizeit aufs Land zurück
Experte in Videospielen
Getränk: Wasser
Essen: Reis mit Tomate
Nachspeise: Pudding mit Sahne
Farbe: rot
Lieblingsland: Spanien
Stadt: Madrid
Ort: der Hof seines alten Hauses in colonia Marconi (Villaverde)
Tier: Hund
Fernsehprogramm: Dokumentarfilme
Film: Im Namen des Vaters
Magazin: don balon
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Raúl bekommt eine eigene Briefmarke: |
Es gibt ja heutzutage alles über einen Fussballer: Poster, T-Shirts, Uhren,.... Doch vor kurzem wurde erstmals eine Briefmarke von Raúl entworfen. Die spanische Post soll für die Euro-Briefmarken seine besten Sportler in Briefmarken ausdrucken . Neben Raúl soll auch der spanische Radfahrer Induráin in Briefmarken erscheinen. Induráin gewann 5 Mal hintereinander die Tour de France und ist neben Raúl der beliebteste Sportler Spaniens. Hier ein Bild von der Briefmarke:

Quelle: Kicker online
Kicker-Interview vom 19.02.001
kicker: Senor Raúl, Sie haben mit Ihren erst 23 Jahren schon alles gewonnen, was ein Fußballer mit einem Verein holen kann. Fehlt Ihnen noch irgendetwas in Ihrer Sammlung?
Raúl: Selbstverständlich, schließlich habe ich mit der Nationalelf noch nichts Wesentliches vollbracht. Spanien hat noch nicht die Fortschritte wie andere Nationen gemacht.
kicker: Vor der EURO 2000 galt Spanien als Mitfavorit. Warum klappt es nicht richtig?
Raúl: Das ist vorbei. Ich bin sicher, bei der nächsten Welt- oder Europameisterschaft wird es besser. Dort werden wir ein wichtige Rolle spielen.
kicker: In den spanischen Vereinsmannschaften, gerade bei den großen Klubs wie Real oder FC Barcelona, sind viele wichtige Positionen von ausländischen Spielern besetzt. Leidet darunter die Nationalelf?
Raúl: Das könnte schon sein. Anderserseits meine ich aber, es soll spielen, wer gut ist; einerlei, aus welchem Land ein Spieler stammt. Und für die guten spanischen Fußballer ist es kein Schaden, dass hier so viele Ausländer spielen. Ihre Qualität nimmt doch nicht ab, weil andere Spieler herein dürfen.Gerade die ausländischen Stars wie Figo, Rivaldo, Aimar oder Palermo geben doch zum großen Teil den Ausschlag, dass die Primera División als beste Liga der Welt gilt.
kicker: Ist die spanische Liga tatsächlich die beste?
Raúl: Mit absoluter Sicherheit kann ich das nicht behaupten, weil es in Europa mehrere wichtige Ligen gibt.
kicker: An welche denken Sie?
Raúl: Spanien, Italien, England, Deutschland.
kicker: In dieser Reihenfolge?
Raúl: An erster Stelle steht die spanische vor der italienischen.
kicker: Wie stark schätzen Sie die deutsche Bundesliga ein?
Raúl: Wie stark sie ist, mussten wir mit Real in der vorigen Saison gegen Bayern München erfahren
kicker: Welche Klubs zählen Sie in dieser Saison neben Titelverteidiger Real Madrid zu den Favoriten in der Champions League?
Raúl: Lazio Rom, Manchester United und Bayern München.
kicker: Was spricht für den FC Bayern?
Raúl: Diese Mannschaft ist sehr kompakt und höchst kompliziert zu spielen; und sie hat außergewöhnliche Spieler.
kicker: Wen zum Beispiel?
Raúl: Besonders Scholl fällt mir ein.
kicker: Eben dieser Mehmet Scholl sagt, der Unterschied zwischen ihm und Ihnen oder Figo sei, dass Sie konstant auf höchstem Niveau spielen, zudem noch Tore schießen würden. Sind Sie schon mit 23 auf dem absoluten Höhepunkt?
Raúl: Keineswegs. Ich will immer besser werden, das gehört zu meinem Beruf. Und ich werde noch besser werden.
kicker: Wo?
Raúl: Ich kann den Schuss mit meinem rechten Fuß noch verbessern, außerdem meine Erfahrung; in dieser Beziehung muss mich jedes Spiel, jedes Jahr weiter bringen, so dass meine Leistung künftig insgesamt besser wird.
kicker: Wann werden Sie Ihr absolutes Topniveau erreicht haben?
Raúl: Die Erfahrung zeigt, dass Fußballer mit 25, 26 Jahren ihr bestes Alter erreiche. Dann ist auch die körperliche Konstitution vollends ausgebildet und dann werde ich auch das Maximum auf dem Platz geben können; dann werde ich erst richtig gut.
kicker: Dann ist von Ihnen, der Sie jetzt schon als einer der besten Fußballer der Welt gelten, also noch mehr zu erwarten?
Raúl: Ganz klar; ich kann noch viel mehr bringen, als ich es bisher getan habe. Meine beste Zeit, glaube ich, wird in drei bis fünf Jahren kommen, zwischen meinem 26. und 28. Lebensjahr.
kicker: Glauben Sie, dass Sie sich - bei Ihren frühen Erfolgen - so lange motivieren können?
Raúl: Selbstverständlich, ich will mich ständig verbessern, ich will immer mehr. Ich bin zwar zufrieden mit dem, was ich bislang erreicht habe. Aber ich habe mir zum Ziel gesetzt, auch in Zukunft zu den Besten zu zählen.
kicker: Das heißt konkret?
Raúl: Wenn ich einmal meine Karriere beende, will ich in der Statistik der spanischen Toptorjäger so weit oben wie möglich stehen.
kicker: Wie viele Tore wollen Sie in dieser Saison schießen?
Raúl: Ich hoffe, dass es am Saisonende 20 sind.
kicker: In Deutschland wird viel über die Belastung der Spieler in den großen Klubs diskutiert und lamentiert, Sie hatten in der Saison 1999/2000 insgesamt 65 Einsätze in Pflicht- und 14 in Freundschaftsspielen, ein Rekord. Wird es Ihnen auch zu viel?
Raúl: Ja, 70, 75 Spiele sind zu viel.
kicker: Wie viele wären ideal?
Raúl: 60 würden reichen.
kicker: Seit Saisonbeginn spielen Sie mit dem teuersten Spieler der Welt zusammen, Luis Figo. Profitieren Sie von ihm? Oder engt er Ihre Kreise ein?
Raúl: Figo ist zurzeit der beste Fußballer auf der Welt. Von ihm profitiert nicht nur Real Madrid und jeder andere Spieler unserer Mannschaft, sondern auch ich. Er spielt seit Jahren auf höchstem Niveau.
kicker: Hat er die umgerechnet 118 Millionen Mark Ablöse, die der FC Barcelona für ihn erhielt, schon gerechtfertigt?
Raúl: Die Summe war, wie sie war. Es macht keinen Sinn, darüber zu sprechen, denn im heutigen Fußball wird viel Geld bewegt.
kicker: Also ist Figo diese Summe wert?
Raúl: Luis Figo ist dieses Geld wert, oder sogar mehr.
kicker: Wieso das?
Raúl: Bei Real Madrid gab es seit Jahren keinen Spieler mehr mit solchen Charakteristika; mit ihm spielt die ganze Mannschaft einen viel einfacheren Stil.
kicker: Gibt es Neid gegenüber Figo? Auch von Ihrer Seite?
Raúl: Die Wahrheit ist, dass wir wunderbar zueinander passen. Wir verbringen deshalb sogar privat einige Zeit miteinander.
kicker: Woher kommt's?
Raúl: Vielleicht weil wir viele gemeinsame Dinge haben. Zum Beispiel sind unsere Kinder nahezu gleich alt. Aber es passieren im Leben Dinge, von denen man nicht weiß, wieso; und das ist der Fall, weshalb eine so enge Beziehung zwischen Figo und mir entstand.
kicker: Und das hohe Gehalt, das ein Spieler wie Figo verdient, ist auch kein Problem?
Raúl: Mein Vertrag ist so, wie er ist. Und wenn die anderen mehr oder weniger verdienen, interessiert mich das nicht. Ich weiß nur so viel: Den Vertrag, den ich habe bei Real Madrid, habe ich mir auf dem Platz erarbeitet; wäre es anders, hätte ihn der Klub mir nicht in dieser Form angeboten.
kicker: Sehen Sie sich nach dem bisherigen Verlauf Ihrer Karriere als der Führungsspieler bei Real?
Raúl: Mein Gefühl für diesen Klub ist ganz groß, weil er mein Leben verändert hat; aber ich fühle mich nicht als der Führungsspieler Nummer eins, schließlich gibt es andere Spieler, die genauso wichtig sind wie ich.
kicker: Können Sie sich vorstellen, in Ihrer Karriere noch einmal für einen anderen Verein zu spielen? Dass Sie die andere Richtung nehmen wie Figo, also von Real nach Barcelona?
Raúl: Nein, niemals. Innerhalb Spaniens wechsle ich bestimmt nicht; eigentlich möchte ich meine Karriere hier beenden.
kicker: Eigentlich? Das heißt?
Raúl: Sollte ich Real Madrid doch noch einmal verlassen, würde ich ins Ausland gehen. Das könnte ich mir sehr wohl vorstellen.
kicker: Wie lange läuft Ihr Vertrag noch?
Raúl: Bis 2005.
kicker: In Spanien sind für Superstars astronomische Ablösesummen festgeschrieben. Wie hoch ist Ihre?
Raúl: Bei 30 000 Millionen Peseten (umgerechnet rund 350 Millionen Mark, d. Red.).
kicker: Viel Geld. Aber viele nennen ja Real Madrid schon Raúl Madrid. Ist es für Sie ein ideeller Anreiz, dass Ihr Name mit diesem Klub in die Geschichte eingeht?
Raúl: Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich nicht daran, sondern ich möchte nur weiterhin Fußball spielen und Spaß daran haben. Ich will total konzentriert und gut meine Arbeit tun, mit all den Opfern, die das erfordert. Und dann wird es die Zeit schon zeigen, welche Art von Geschichte Raúl schreibt oder schrieb.
kicker: In der laufenden Runde sieht es recht gut aus, in der Meisterschaft wie in der Champions League. Wieso läuft es so toll
Raúl: Der Schlüssel dazu ist, dass wir in der Defensive eine bessere Ordnung haben.
kicker: Das ist alles?
Raúl: Ich glaube ja. Wir arbeiten jetzt mehr nach hinten, auch die Stürmer und Mittelfeldspieler. Da wir mehr nach hinten schauen, kommt die Klasse unserer Einzelspieler mehr zur Geltung, und wir gewinnen.
kicker: Es liegt also nicht allein an Figo?
Raúl: Klar ist, dass diese Real-Mannschaft häufig vor dem gegnerischen Tor auftaucht; weil nun auch das Abwehrverhalten passt, sind wir so stark in der Liga.
kicker: Ist dies die beste Real-Mannschaft seit den großen Zeiten eines Di Stefano?
Raúl: Die Historie dieses Vereins ist so großartig, Real hatte zu allen Zeiten große Mannschaften. Das heutige Team gewann zwei Mal die Champions League, deshalb glaube ich, dass wir an die glorreichen Epochen der Vergangenheit herankommen.
Das Interview führte Karlheinz Wild
Interview mit CL Magazin
CL Magazin Ausgabe Jan.2001
Der Ruhm und der Erfolg haben den Superstar nicht verändert, sagt Eduardo Torrico.
Raul ist nicht der prototypische Fußballspieler. Er fühlt sich nicht wohl im Rampenlicht und wäre gern ein ganz normaler Mensch.Raul spielt jedoch für einen der bekanntesten Vereine der welt, verdient zudem 12 Millionen Mark im Jahr und gilt als einer der fünfbesten Fußballer der Welt. All das Geld und Ansehen haben den Superstar in seinen sechs Jahren bei Real nicht verändert. In diesem Jahr ging der 23-jährige in seiner siebten Saison bei den Königlichen, mit denen er schon zwei Champions League Titel gewonnen hat. Trotz der großen Erfolge ist Raul auch weiterhin ehrgeizig und genau das macht ihn so einzigartig. Er hat die Einstellung und den Ehrgeiz, einer der besten zu sein. Raul will jedes Spiel gewinnen und der beste sein! Unser spanischer Korrespondent Eduardo Torrico erinnert sich genau an die Worte des damals 17 Jahre alten Raul, der ihm unmissverständlich erklärte, daß er „der beste Fußballer der Welt“ sein wolle. Eduardo dachte damals: „Entweder ist er ein Teufelskerl oder komplett verrückt, doch er wird auf jeden Fall Erfolg haben.“ Sechs Jahre später gewährte Raul Torrico ein weiteres Exklusivinterview...
Torrico: Denkst Du noch immer daran, der beste Spieler der Welt zu werden?
Raul: Natürlich! Jeder in diesem Beruf will besser werden und Erfolg haben. Leider ist das nicht so einfach. Doch ich will mich nicht beklagen. Ich habe hier mit 17 angefangen und in sechs Jahren zwei Champions League Titel gewonnen. Das ist mir sehr wichtig, aber auf dem Erfolg ausruhen, kann kann ich mich nicht. Ich will besser werden.
Torrico: Warum sagtest Du damals, daß Du der Beste der Welt sein willst? War es der Traum eines Teenagers oder wolltest Du einfach nur frech sein?
Raul: Ich habe das damals gesagt, weil ich genau so gefühlt habe. Ich fühle das noch immer. Ich will der Beste sein. Wenn ich noch ein paar Jahre bei Real spiele, kann ich es schaffen. Wir sind Champions.
Torrico: Experten zählen Dich zu den besten zehn Fußballern der Welt. Steht Dein Name auch in deiner gewöhnlichen Top-ten?
Raul: Ich bin froh, daß die Leute mich in diesem Zusammenhang erwähnen, doch ich möchte mich selbst nicht mit jemand anders vergleichen. Jeder Spieler ist anders und hilft seiner Mannschaft auf eine andere Art und Weise. Außerdem ist das eine sehr subjektive Sichtweise der Dinge. Im Mittelpunkt steht immer das Team. Meisterschaften zu gewinnen ist wichtig, nicht in den Top-Ten zu stehen.
Torrico: Die Experten sagen außerdem, daß niemand in der Welt herrausragend spielt. Es gäbe keinen Maradona oder Pele, sgen sie. Siehst Du das auch so?
Raul: Ja, das denke ich auch. Es gibt viele sehr gute Spieler. Ronaldo, Rivaldo, Zidane, Beckham. Del Piero oder Batistuta sind großartig und von Zeit zu Zeit spielt einer von ihnen überragend, doch keiner ist lange die Nummer eins. Das liegt daran, daß es im Moment so viele talentierte Spieler gibt, wie nie zuvor.
Torrico: Früher spielte ein Fußballer knapp 40 Spiele im Jahr. Heutzutage kommen die Profis auf bis zu 80 Einsätze. Ist das der Grund, warum keiner über längere Zeit 100 Prozent Leistung bringen kann?
Raul: Kein Zweifel. Jede Saison ist elf Monate lang und das Spiel wird immer rauer. Du mußt fit sein, um die gesamte Spielzeit durchzuhalten und Leistung zu bringen. Wenn du dich dann aber verletzt, hast du kaum Zeit dich richtig auszukurieren. Ronaldo ist ein gutes Beispiel. Er weiß, wovon ich rede.
Torrico: Liebst Du das Spiel noch? Lebst Du noch immer den Fußball?
Raul: Ich liebe Fußball! Ich habe eigentich keine Freizeit, weil mein Job und meine Familie meine gesamte Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich aber dann doch mal eine ruhige Minute habe, schaue ich mir Spiele im TV an. Ich möchte auf dem Laufenden bleiben. Es ist mir zwar egal, wer in Tschechien auf dem ersten Platz steht, aber ich weiß, wer in Deutschland, Italien, Argentinien oder England die Tabelle anführt. Ich habe mir viele Spiele von den Boca Juniors angesehen, weil wir gegen die im Weltpokal am 28. November antreten.
Torrico: Ich meinte eigentlich, ob Du es noch immer liebst, Fußball zu spielen?
Raul: Wenn ich es nicht lieben würde, wäre ich nicht mehr hier. Seit ich klein war, wollte ich das hier machen. Ich habe jeden Tag meines Lebens genossen. ich liebe die 90 Minuten auf dem Rasen und wenn es vorbei ist, freue ich mich schon auf das nächste Spiel. Ich habe mich in diesen Sport verliebt und deshalb kann ich auch das brutale Tempo unseres Spielplans durchstehen. Wenn du etwas wirklich gerne machst, wirst du nicht müde.
Torrico: Was macht Dir außer Fußball sonst noch Spaß?
Raul: Wie gesagt, nehmen der Fußball und meine Familie fast meine ganze Zeit in Anspruch. Wenn ich nicht spiele, trainiere ich; wenn ich nicht trainiere, bin ich auf der Reise zum Spiel. Ansonsten will ich nur mit meiner Frau und meinem sechs Monate alten Sohn Jorge zusammen sein. Vater zu sein hat mich viel erwachsener werden lassen. Ich liebe meinen Sohn über alles, passe genau auf, was er ißt und ob er genug schläft.
Torrico: Du hast so viele Fans in der Welt und doch kann ich mir nicht vorstellen, daß auch nur einer denkt, daß Raul sich sorgen macht, wenn sein Sohn nach dem Essen ein Bäuerchen macht.
Raul: Das ist aber so. Auch Fußballer sind Menschen. Wir haben die gleichen Sorgen, wie der Mann auf der Straße. Die Fans wollen auf dem Feld Leistung sehen, doch wir leben auch außerhalb des Stadions.
Torrico: Bist Du Dir bewußt, daß Du ein Vorbild für viele Kinder bist?
Raul: Ja, ich merke das jeden Tag auf der Straße. Väter fragen mich, ob ich ihnen ein Autogramm für ihren Sohn gebe und dann sagen sie mir, daß daß ihr Sohn die Nacht vor Freude nicht schlafen könne. Ich weiß, daß ich viele Leute glücklich mache. Viele Menschen beobachten mich und deshalbversuche ich mich auf und abseits des Rasens vorbildlich zu benehmen. Das klappt meistens, doch leider sind nicht alle Leute gleich. Die meisten behandeln mich sehr gut doch andere sind nicht sehr höflich. Nein, ich mag es nicht, berühmt zu sein.
Torrico: Es gab eine Zeit, da konntest Du nicht die Tür aufmachen, weil draußen 50 Paparazzi warteten. Ist das noch immer so?
Raul: Es sind schon weniger geworden. Ich mußte mich daran gewöhnen, daß, wohin ich auch gehe, Fotografen dabei sind. Ich akzeptiere das. Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens und bezahle den Preis dafür. trotzdem versuche ich, mich normal zu verhalten. Das Ganze stört mich auch ehrlich gesagt nicht mehr.
Torrico: Könntest Du mit dem Druck umgehen, der auf einem David Beckham lastet?
Raul: Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Du kannst nicht glücklich sein, wenn du dein Haus nicht verlassen kannst, Morddrohungen erhältst oder aus der Zeitung erfährst, daß dein Sohn entführt werden sollte.
Torrico: Fußball, Familie,.... gibt es noch andere Dinge, um die Du Dir Sorgen machst?
Raul: Es gibt da viele Dinge. Viele Menschen sterben in dieser Welt noch immer an Krankheiten und Hunger. Ich versuche zu helfen. Ich spende, aber rede nicht gerne über diese dinge. Ich tue das, um mich wohl zu fühlen. Ich versuche, niemanden etwas vorzumachen.
Torrico: Interessierst Du Dich für schnelle Autos und teure Kleidung?
Raul: Ich interessiere mich für Mode, da meine Frau Model ist, doch ich bin nicht davon besessen. Wenn ich auf einer Auswärtsreise etwas einkaufe, dann meistens für meinen Sohn und nicht für mich. Was Autos angeht, so fahre ich keinen Ferrari und werde mir auch keinen zulegen. ich habe seit langem den gleichen Wagen und will keinen neuen. Es ist ein sehr gutes Auto und sehr sicher. Warum sollte ich tauschen wollen? Außerdem mag ich es nicht, wenn Leute mir hinterher gucken.
Torrico: Gibt es noch etwas für Dich zu erreichen?
Raul: Viele Sachen! Ich will noch einige Jahre für Real spielen, viele Titel gewinnen.. Ich will jeden Tag besser werden. Ich möchte, daß ich in die Geschichte von Real als ein Spieler eingehe, der immer 100 Prozent gegeben hat. Doch vor allem möchte ich glücklich sein. Mein Fußballleben ist so, wie ich es mir als Kind immer erträumt hatte. Was könnte ich mehr wollen?
CL-Magazin Ausgabe Januar 2000
Er ist einer der talentiertesten Spieler des Kontinents. Erst kürzlich ist Raul als „Welt-Torjäger“ des Jahres 1999 ausgezeichnet worden. Der 22- jährige Angreifer von Real Madrid sicherte sich die Trophäe als Top-Goalgetter mit 14 Treffern vor den Brasilianern Rivaldo(FC Barcelona) und Alex (Palmeiras Sao Paulo), die jeweils 13 Tore erzielten. Raul spielt für einen der besten Klubs der Welt, ist reich und berühmt, badet im Luxus, heiratete kürzlich ein spanisches Top-Model. Was könnte besser sein?
Viel, entgegnet Raul. Er wünscht sich beispielsweise Privatleben, Frieden und Ruhe. Ihm geht es wie dem englischem Jungstar David Beckham von Manchester United. Der Ruhm nagt an ihm. Doch Raul hat keine Lust angefressen zu werden. Nur gut, daß der 22-Jährige schon einige teils böse Erfahrungen gemacht hat undjetzt besser gegen die Medien und die Öffentlichkeit gewappnet ist. Das Leben in einem Goldfischglas kann grausam sein. Fast hätte es sein Leben kosten können. Klingt melodramatisch, stammt aber von Raul selbst. Wir lassen ihn das alles auch selbst erzählen...
„Jeder will ein großes Stück Kuchen von dir abhaben. Über Nacht bist Du ein anderer Mensch geworden. Und wenn du nicht aufpaßt, macht es dich fertig. Du denkst, du bist stark genug, um damit umgehen zu können - bist du aber nicht. Dein Leben gehört jetzt jedem anderen und der plötzliche ruhm ist wie ein Fluch. Obwohl die Medien einen Skandal wollten, habe ich dem Druck standgehalten. Aber es war schwer, damit umzugehen. Man meint man könne mit dem plötzlichen Ruhm umgehen, aber bis es wirklich soweit ist, ist es leichter gesagt als getan. Ich wollte einfach nur Fußball spielen. Aber das Image abseits des Feldes konnte ich nicht kontrollieren. Ich wußte, daß mir die Leute auf Schritt und Tritt folgen. Sie wollten jede information, die sie kriegen konnten. Sie versteckten sich an Plätzen, an die du nicht im traum gedacht hättest.Und wenn sie dich irdendwo geschnappt haben, hast du ordentlich Ärger gehabt. Die Zeitungen schütteten am nächsten tag kübelweise Dreck über dich aus. Wenn die spanischen Medien dich erst einmal am Wickel haben, ist alles aus. Sie sind so mächtig, daß du nicht gewinnen kannst. Sie kriegen dich. Sie reden mit jedem, den sie aufspüren können, über dich, egal wer. Menschen betrogen mich, von denen ich dachte, sie seienmeine Freunde. Jeder, der Geld verdienen wollte, verkaufte irgendwelche geschichten. Ich war jung, ich wußte, daß ich Hilfe brauchte. Man denkt nie daß das alles außer Kontrolle gerät, aber es geschah so. Diese Aufmerksamkeit kann dich zerstören - und wenn das passiert, leidet deine Form darunter. Man fängt an zu glauben, man sei jemand anders. Und plötzlich fängt man an so zu leben, wie diese andere Person. Ich habe so viele verschiedene Menschen angezogen. Nicht ich eigentlich, sondern das, was ich darstellte. Die kümmerte das nicht, die sahen nur den Ruhm und das Geld. Das zog die an. Aber die Leute vergessen, wie jung ich war, ohne Führung. Ich war leicht zu beeinflussen. Ichdachte, mir ginge es gut, aber der Druck hielt an. Die Zeitungen haben mein Privatleben erobert. Mein Spiel litt darunter. Ich flehte die Medien an, mich in Ruhe zu lassen, aber sie sahen darin nur eine neue gute Story. Es dämmerte mir das alles falsch läuft, wenn diese Geschichten dazu führen, daß mein Spiel ruiniert wird. Ich weiß, daß ich Fehler gemacht habe, aber niemand hat mir beigebracht, mit dem Ruhm und den Medien umzugehen. Ich fühlte mich isoliert, leider. Es zerreißt deine Familie und jeden um dich herum. Es gibt keine Regeln, nur die, die nicht befolgt werden. Der Ruhm hat seinen Preis. Und wenn du nicht aufpaßt, zahlst du dafür. Ich lerne immernoch, aber es war fast zu spät für mich, weil ich eine Grenze überschritten hatte. die Presse war drauf und dran mich zu erledigen. Gewöhnlich machte mich das sehr depressiv. Ich wollte nicht den Preis für den Ruhm zahlen, aber die Öffentlichkeit wollte mehr und mehr. Ich wollte nur in Ruhe gelassen werden. Ich wollte nur gemocht werden - so wie ich bin.“